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Religionsforum
Atheismus vs. Religionen  


Der substanzielle  Dialog 

Für (echten) Säkularismus und freie Religionskritik!

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Dieses Thema hat 19 Antworten
und wurde 3.331 mal aufgerufen
 Philosophie und Wissenschaft
seneca Offline

religiöser Atheist


Beiträge: 635

19.01.2018 15:44
#1 RE: Gab es ein "NICHTS"? antworten

Zitat Reklov:
....davon abgesehen, dass jedermann (s)eine, wie auch immer geartete, Denkweise entwickeln und dem Publikum vorstellen darf, sollte aber Sartre dennoch zunächst zwischen Sein und Dasein unterscheiden (können).

Sartre weiss sehr wohl zwischen Sein und Dasein zu unterscheiden, hat er doch Heideggers “Sein und Zeit” intensiv gelesen. Unter Da-Sein versteht Heidegger den Menschen in seiner Existenz.

Zur Theo-Logie (Rede von Gott) von Reklov
Wenn aber schon "Gott" als ein rein geistiges Wesen "gedacht" wird, so ist es nur logisch, dass ER/ES [warum nicht SIE?] sich unserem Bewusstsein auch nur über Gedanken nähern kann. Allerdings (und das ist nicht nur meine Lebenserfahrung) muss man IHN/ES auch innerlich überzeugt ansprechen - also ehrlich, und dies nicht nur wie einen kurzfristigen "Testversuch" betrachten/anwenden. Entweder, man lädt das "Höchste Wesen" zu einer lebenslangen "Wegbegleitung" ein, oder man lässt es besser. Jede Falschheit wird hierbei durchschaut und bleibt deswegen auch wirkungslos, ja scheitert - ähnlich, wie auch eine vorgegaukelte Zuneigung zu einem anderen Menschen, Ehepartner etc.

Seneca
Ja, manche laden “Jesus” ein oder “Christus”, der gemäss Trinitätslehre mit Gott identisch sein soll.
Was du, Reklov da einlädst und quasi Zwiesprache mit ihm hältst ist nicht “Gott”, das angeblich höchste (gedachte) Wesen, über dem kein höheres Wesen denkbar ist (Anselm von Canterbury) oder das ens perfectissimus, der Weltenschöpfer und angeblicher Weltenlenker, denn dieses gedachte Wesen, das so perfekt ist, kann an dir gar kein Interesse als ein von 8 Milliarden human beeings gar kein Interesse haben.

Denn, ich präzisiere, der von dir gedachte "Gott" ist ein mental aufgeblähter, hinausgesetzter Teil des Ichs, eine HYPERstase des Ichs.
Was du unter Gott verstehst, ist höchstens dein DAIMON im Sinne des Sokrates, der darunter vor allem das Gewissen versteht. Freud würde sagen, das “Über-Ich”. Ich sage mal: Der Daimon ist die Hypostase des Charakters. Der Daimon (lat. Genius, urspr. die Zeugungskraft des Mannes) ist vermutlich der bewusste Anteil der “Seele”. Seele verstanden als individuelle Wesensnatur (den Begriff hat PQV aufgebracht). Mit "Natur" will ich sagen, dass die Seele mit dem Tod untergeht.

Apropos Zeugungskraft: Der römische Dichter und Philosoph Lucretius Carus (ca. 99-54 vor Chr.) hatte wahrscheinlich keine erotischen Gefühle mehr empfunden. Er soll nach Einnahme eines “Liebestranks” wahnsinnig geworden sein und Selbstmord begangen haben.

Zitat Perquestavolta
Was du schätzt oder nicht schätzt Reklov.. hat mit allen anderen Menschen die dich nicht unbedingt 24 Stunden am Tag aushalten und ertragen müssen, überhaupt nichts zu tun. Deine Vorstellungen von Wissenschaft ist genauso falsch wie dein Werturteil über die Wissenschaft.. und da dir einfach komplett der Geist fehlt, einfach mal Empfindungsbezogenes und somit auch immer WERT-bezogenes Deuten der Welt von klarem rationalem Denken zu unterscheiden, macht es auch keinen Sinn DIR zu erklären, warum 1+1 nicht deswegen Zwei ist, weil es uns halt einfach schön deucht.

Mich dünkt, PQV geht der Sinn und das Verständnis für die hier stattfindende metaphysische Diskussion ab, was ihn anscheinend ärgert, wobei sich der Ärger jetzt als Satire oder Humor maskiert. Er hält lange Vorträge über wissenschaftliche Dinge als selbst ernannter Rationalist (obwoĥl er z.T. selber unausgegorene komische Ideen vertritt) und einen Utilitarismus (Nützlichkeitsdenken). Darüber kommt er nicht hinaus. Es fällt auf, dass er er dies in tausenden Posts mit Eifer betreibt und Reklov korrigiert und seine geistigen Fähigkeiten in Frage stellt. Er soll doch Rekluv einen braven Mann sein lassen, wenn er seine metaphysischen Ideen vertritt (wozu er den Mut hat), die man kritisieren kann.

Was mich seit geraumer Zeit stört, ist, wenn PQV ad personam oder ad hominem argumentiert, also auf den Mann zielt statt auf die Sache. Vielleicht oder wahrscheinlich ist Reklov für seine Mitmenschen viel erträglicher als Perquestavolta. Das wissen wir nicht und ist auch nicht das Thema hier. Der Administrator sollte bei persönlichen Anwürfen, es haben schon etliche stattgefunden, einschreiten, diese löschen und PQV ermahnen.

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RELIGION IST HEILBAR! (Buch von J. Hochstrasser, Ex-Priester)
Denken ist eine Anstrengung; Glauben ein Komfort (Ludwig Marcuse).
Das Leben ist eine mißliche Sache; ich habe mir vorgesetzt, es damit hinzubringen, über dasselbe nachzudenken (Schopenhauer). - Ich würde nur an einen Gott glauben, der zu tanzen verstünde (Nietzsche, Zarathustra).

Reklov Offline




Beiträge: 4.256

19.01.2018 16:27
#2 RE: Gab es ein "NICHTS"? antworten

Zitat
der Weltenschöpfer und angeblicher Weltenlenker, denn dieses gedachte Wesen, das so perfekt ist, kann an dir gar kein Interesse als ein von 8 Milliarden human beeings gar kein Interesse haben.

seneca,

... diese Sicht der Dinge steht Dir frei. - Meine bisherige Wegstrecke belehrte mich da (besonders in Notsituationen) aber auf eine ganz andere praktische Weise, als es ein "unerfahrener" Theoretiker sich je wird ausmalen können. - Allerdings würde ich mich (vielleicht auch Du?), wäre ich das >Höchste Wesen<, auch nicht allzu groß um Menschen kümmern, die sich a) nicht für mich interessieren, b) mich sogar verspotten oder negieren. (Ist nur so ein Gedanke.)

Zitat
Denn, ich präzisiere, der von dir gedachte "Gott" ist ein mental aufgeblähter, hinausgesetzter Teil des Ichs, eine HYPERstase des Ichs.

Du siehst dies gar nicht mal so falsch, denn wir kommen alle aus "einer" Quelle, müssen also auch über unser "Über-Ich" einen Draht zu ihr legen können/oder haben, - auch wenn diesen viele Menschen einfach "abklemmen". Das aber steht ihnen zu, denn wir sind, wenigstens in solchen Dingen, frei.

Gruß von Reklov

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.714

19.01.2018 16:40
#3  Gab es ein "NICHTS"? antworten

Zitat von Reklov
Du siehst dies gar nicht mal so falsch, denn wir kommen alle aus "einer" Quelle, müssen also auch über unser "Über-Ich" einen Draht zu ihr legen können/oder haben, - auch wenn diesen viele Menschen einfach "abklemmen".

Unser Über-Ich ist der Pool der Moral und der anderen Ergebnisse aller Erziehungsprozesse! Es ist nicht der Depeschendienst der Kommunikation mit Gott! Sondern der einer Kommunikationsvereinfachung mit den anderen Menschen!

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Reklov Offline




Beiträge: 4.256

19.01.2018 16:55
#4 RE: Gab es ein "NICHTS"? antworten

Zitat
Unser Über-Ich ist der Pool der Moral und der anderen Ergebnisse aller Erziehungsprozesse! Es ist nicht der Depeschendienst der Kommunikation mit Gott! Sondern der einer Kommunikationsvereinfachung mit den anderen Menschen!

Gysi,

... Deine Meinung ist gar nicht so abwegig, denn wir alle sind ein Partikel des "Göttlichen" und keinesfalls nur auf eine "verfluchte Erde" geworfen. Mich hat in jungen Jahren der Satz Jesu besonders aufhorchen lassen: "Wisst ihr denn nicht, dass ihr meine Brüder seid". (Gute Brüder erziehen sich gegenseitig auf liebevolle Weise!)
Ist eben alles eine Frage des Bewusstseins und nicht nur eine Sache der Naturwissenschaften. - Mein "Depeschendienst" hat jedenfalls - bis heute - vorbildlich funktioniert. Wenn es bei Dir nicht so klappt(e), solltest Du überlegen, den "Lieferservice" zu wechseln.

Gruß von Reklov

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.714

20.01.2018 10:45
#5 Gab es ein "NICHTS"? antworten

Zitat von Reklov
Mich hat in jungen Jahren der Satz Jesu besonders aufhorchen lassen: "Wisst ihr denn nicht, dass ihr meine Brüder seid". (Gute Brüder erziehen sich gegenseitig auf liebevolle Weise!)

Mit seiner Höllenlehre vertritt Jesus eine Ethik, die im Verhältnis zu den Menschenrechten heute archaisch-inhuman daherkommt. Jesus wird die wohlgemeinte Kritik seines Bruders annehmen können...

Zitat
Mein "Depeschendienst" hat jedenfalls - bis heute - vorbildlich funktioniert. Wenn es bei Dir nicht so klappt(e), solltest Du überlegen, den "Lieferservice" zu wechseln.

Deine Depeschen, auf die du dich berufst, sind alternativen Fakten, und die sind keine Realfakten! Du bist belogen worden durch den Religionsunterricht, und du belügst dich noch heute selber! Meinen "Depeschendienst" kann ich nicht wechseln, mein Überich ist mein einziges Überich. Und das sieht zu, dass ich zwar keine Kommunikation über mir eingeimpfte Alternativfakten mit Gott habe - dafür funktioniert aber die Komminikation mit meinen Mitmenschen umso besser!

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Reklov Offline




Beiträge: 4.256

21.01.2018 17:13
#6 RE: Gab es ein "NICHTS"? antworten

Zitat
Mit seiner Höllenlehre vertritt Jesus eine Ethik, die im Verhältnis zu den Menschenrechten heute archaisch-inhuman daherkommt. Jesus wird die wohlgemeinte Kritik seines Bruders annehmen können.

Gysi,

... da uns Jesus selbst ja keine einzige Zeile hinterließ, könnte man die biblische "Höllenlehre" auch als ein hinzugefügtes Drohinstrument des Evangeliums betrachten. Um der Wahrheit näher zu kommen, müsste man also Jesus selbst befragen können. So aber steht Deine Jesus-Kritik auf sumpfigem Boden.

Zitat
Deine Depeschen, auf die du dich berufst, sind alternativen Fakten, und die sind keine Realfakten!

Meine diesbezüglichen Lebenserfahrungen sind mir weitaus wertvoller, als jede Theorie eines Unbedarften.

Wir können auch nur vermuten, wie unsere eigene Realität aussieht. Zuerst müssen wir zwischen Wirklichkeit und Erscheinung unterscheiden. Erscheinung ist das, was wir mit unseren Sinnen wahrnehmen, ohne ein Urteil darüber zu fällen. Wirklichkeit ist das was wir hinter der Erscheinung vermuten.

Zitat
Du bist belogen worden durch den Religionsunterricht, und du belügst dich noch heute selber!

Belogen wird man nur, wenn einer die Wahrheit kennt und einem bewusst Falsches erzählt. Die Vertreter der Religionen "lügen" in dem Sinne nicht, sondern erzählen einfach traditionell übernommene Glaubensvorstellungen weiter. Ich hatte auf dem Gymi übrigens einen sehr fundierten Reli-Unterricht, der vor allem großen Wert auf geschichtliche Fakten/Zusamamenhänge legte und die "Heilsgeschichte" gänzlich ausklammerte, und das, obwohl unser Reli- und Latein-Lehrer ein Theologe war.

Zitat
Meinen "Depeschendienst" kann ich nicht wechseln,

... die sprichwörtlich gewordene Wandlung >vom Saulus zum Paulus< ist jedem Menschen möglich - und - bezieht sich auch nicht nur auf den religiösen Bereich des Denkens.

Mit Deinem "Über-Ich" unterwirfst Du Dich lediglich dem von S.Freud aufgestellten Modell der Psyche (Es, Ich, Über-Ich).
Im sog. "Über-Ich" siedelte S.Freud die soziale Normen, Werte, Gehorsam, Moral und das Gewissen an. Diese werden vor allem durch Erziehung erworben und spiegeln die von außen an das Kind herangetragenen, verinnerlichten Werte der Gesellschaft, insbesondere der Eltern wider.
So kann ich von mir sagen, den "biblischen Gott" nicht als Maßstab für mein religiöses Denken übernommen zu haben, denn ich denke IHN/ES weit größer, als die alten Texte ihn darzustellen vermochten. Auch einige Normen unserer Gesellschaft habe ich nicht nachgeäfft, erkennt man diese doch leicht als bemühten Versuch, das Massenverhalten zu kontrollieren und zu stabilisieren; u.a. auch deswegen, weil sonst kein so recht reibungsloses Privat- und Geschäftsleben möglich wäre.

Unsere (Industrie)-Gesellschaft ist vor allem auf >Besitz< aufgebaut. Dieses Wort leitet sich von "sitzen" ab, denn der Boden, auf dem in alten Zeiten einer "saß", war in der Regel auch sein "Besitz". - (Heute ist es bekanntlich nicht immer so.)

Zitat
Und das sieht zu, dass ich zwar keine Kommunikation über mir eingeimpfte Alternativfakten mit Gott habe - dafür funktioniert aber die Komminikation mit meinen Mitmenschen umso besser!

Diese funktioniert bei mir auch bestens.

Gruß von Reklov

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.714

21.01.2018 17:40
#7  Gab es ein "NICHTS"? antworten

Zitat von Reklov
Um der Wahrheit näher zu kommen, müsste man also Jesus selbst befragen können. So aber steht Deine Jesus-Kritik auf sumpfigem Boden.

Deine Jesus-Elogen aber dann auch! Warum soll denn der "gute" Jesus wahr und der "böse" Jesus erlogen sein?

Zitat
als jede Theorie eines Unbedarften.

Die Basis meiner Theorien ist nicht "Unbedarftheit" sondern eigene Lebenserfahrung, gesundes Misstrauen, komplexere Bildung zum Thema Religion und Aufrichtigkeit. Ich habe mich aus dem Missbrauch meiner intellektuellen kindlichen Unbedarftheit und Wehrlosigkeit (durch den Religionsunterricht) herausgepellt! Während du in ihr steckengeblieben bist!

Zitat
Mit Deinem "Über-Ich" unterwirfst Du Dich lediglich dem von S.Freud aufgestellten Modell der Psyche (Es, Ich, Über-Ich).

Was redest du doch manchmal für dummes Zeug! Freud ist immerhin der "Vater der Psychoanalyse"! Welcher Stern der Wissenschaften des 20. Jahrhunderts strahlt - neben Einstein - heller als er? Mit was für einem Stumpf-Besteck wagst es ausgerechnet DU, Freud herabwürdigen? Mit was für einer Ahnungslosigkeit benutzt du das Wort "Überich" - mit einer höchsteigenen Begriffsbesetzung, und stellst aber die originäre Definition (Freuds, der außerdem zuerst damit dagewesen war!) als dummbratzig oder sowas da? Da bleibt dem ernsthaften Mitdiskutanten doch wirklich die Spucke weg!

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Perquestavolta Offline



Beiträge: 3.410

22.01.2018 13:44
#8 RE: Gab es ein "NICHTS"? antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #6

... da uns Jesus selbst ja keine einzige Zeile hinterließ, könnte man die biblische "Höllenlehre" auch als ein hinzugefügtes Drohinstrument des Evangeliums betrachten. Um der Wahrheit näher zu kommen, müsste man also Jesus selbst befragen können. So aber steht Deine Jesus-Kritik auf sumpfigem Boden.


Könnte man/n das nicht auch genau anders herum bewerten, Reklov? Sozusagen, dass die Jesuskritik im Zusammenhang damit, dass er selbst keine einzige Zeile und also "Überhaupt nichts von sich selbst überließ, zuerst mal überhaupt das noch einzige ist, was auf festem Boden steht?

Wenn wir dazu eine öffentliche Umfrage machen würden, dann würdest du staunen wie viele Menschen das genau so sehen würden.




Zitat von Reklov im Beitrag #6

Meine diesbezüglichen Lebenserfahrungen sind mir weitaus wertvoller, als jede Theorie eines Unbedarften.
Diese Wertung deiner eigenen Erfahrungen in Bezug zu einem nur von dir selbst theoretisierten "Unbedarften" und von dem du auch noch genau wüstest, dass seine ehemalige Religions- und Jesuspsychose alles andere als lustig gewesen sein muss/kann.... lassen keine Zweifel zu, dass die Bergpredigt bei dir nur ein psychotaktischer Vorwand ist, deine eigenen 4 Himmelsrichtunge ICH-MEIN-MIR-MICH und also nichts anderes, als dein eigenes Ego zum Mittelpunkt des Universums zu krönen. Dabei lehrt uns auch noch die Bergpredigt, das die Blender das tun werden...

Zitat von Reklov im Beitrag #6

Wir können auch nur vermuten, wie unsere eigene Realität aussieht. Zuerst müssen wir zwischen Wirklichkeit und Erscheinung unterscheiden. Erscheinung ist das, was wir mit unseren Sinnen wahrnehmen, ohne ein Urteil darüber zu fällen.
Was natürlich nur die theoretischen Urteile von "Unbedarften" nicht, nicht aber für
den alleinigen ICH-MEIN-MIR-MICH Erfahrungs-Horizont eines Reklov selbst gilt.

"Viele selbtsbedarfte Lügner und Hochstapler werden kommen und sagen: "ICH" bin es"...

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Nur am Glauben kannst du drehen und schrauben. bis die Wahrheit die du glauben willst, dir auch passt..

Reklov Offline




Beiträge: 4.256

22.01.2018 13:52
#9 RE: Gab es ein "NICHTS"? antworten

Zitat
Deine Jesus-Elogen aber dann auch! Warum soll denn der "gute" Jesus wahr und der "böse" Jesus erlogen sein?

Gysi,

... ganz einfach, weil die Zeilen der uns heute völlig unbekannten Evangelisten auch willentlich eine bestimmte Absicht in ihrem Inhalt mitliefern, zudem auch dem magischen Denken ihrer Zeit unterlegen waren. Keiner von uns kann wissen, wie z.B. Johannes >seinen Jesus< sah und empfand. - Ich wäre z.B. erst dann überzeugt, dass Jesus Tote erweckt haben oder über das Wasser gegangen sein soll, könnte ich dies selber sehen. Hier ähnele ich dem >ungläubigen Thomas<.
In jedem Falle darf man aber den Empfehlungen der Bibel folgen: >Drum prüfet alles - das Gute aber behaltet.<

Zitat
Ich habe mich aus dem Missbrauch meiner intellektuellen kindlichen Unbedarftheit und Wehrlosigkeit (durch den Religionsunterricht) herausgepellt! Während du in ihr steckengeblieben bist!

Mein Religionsunterricht war mehr ein "Geschichtsunterricht", bei dem das Heilige ausgeklammert war. "Wehrlos" habe ich mich als Heranwachsender dabei nie gefühlt, sondern eher zum Nachdenken aufgefordert. Bereits als junger Mann begegnete ich dem christl. Dogma mit Argwohn und Unbehagen, was auch einen Kirchenaustritt zur Folge hatte. - Der "Gottesgedanke" blieb aber davon unberührt, weil ich die "Zeichen" in der Welt auf bestimmte Weise anders erlebe und deute, als z.B. Du.

Zitat
Während du in ihr steckengeblieben bist!

"Steckengeblieben" ist bei Dir ledigleich der Wille, über "Gott" nachzudenken. So verfolgst Du eben Deinen Pfad des Wissens, meidest alle spirituellen Gedankenwege, und akzeptierst nur das, was als >Beweis< auf den Tisch gelegt werden kann. Du magst Dich dabei vor unseligen dogmatischen Einflüssen bestens befreit/geschützt haben - mehr aber auch nicht.

Gruß von Reklov

Perquestavolta Offline



Beiträge: 3.410

22.01.2018 13:58
#10 RE: Gab es ein "NICHTS"? antworten

Zitat von seneca im Beitrag #1


Mich dünkt, PQV geht der Sinn und das Verständnis für die hier stattfindende metaphysische Diskussion ab, was ihn anscheinend ärgert, wobei sich der Ärger jetzt als Satire oder Humor maskiert. Er hält lange Vorträge über wissenschaftliche Dinge als selbst ernannter Rationalist (obwoĥl er z.T. selber unausgegorene komische Ideen vertritt) und einen Utilitarismus (Nützlichkeitsdenken). Darüber kommt er nicht hinaus. Es fällt auf, dass er er dies in tausenden Posts mit Eifer betreibt und Reklov korrigiert und seine geistigen Fähigkeiten in Frage stellt. Er soll doch Rekluv einen braven Mann sein lassen, wenn er seine metaphysischen Ideen vertritt (wozu er den Mut hat), die man kritisieren kann.



Jawol "Großer Meister"!!

Und es ist auch nicht meine Schuld, dass du selber zu viele "Leiterbahen" ins Hirn geätzt hast, die von Leuten erdacht wurden, welche die meiste Zeit ihres Lebens im Zimmer verbracht haben, um über die Welt nachzudenken.

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Nur am Glauben kannst du drehen und schrauben. bis die Wahrheit die du glauben willst, dir auch passt..

Reklov Offline




Beiträge: 4.256

22.01.2018 14:21
#11 RE: Gab es ein "NICHTS"? antworten

Zitat
Könnte man/n das nicht auch genau anders herum bewerten, Reklov? Sozusagen, dass die Jesuskritik im Zusammenhang damit, dass er selbst keine einzige Zeile und also "Überhaupt nichts von sich selbst überließ, zuerst mal überhaupt das noch einzige ist, was auf festem Boden steht?

Perquestavolta,

... zumindest ist es beachtlich, dass die von anderen notierten Predigten und Gleichnisse eines Wanderpredigers so "zündeten", dass sie die damalige antike Gesellschaftsordnung ins Wanken brachten.

Zitat
Wenn wir dazu eine öffentliche Umfrage machen würden, dann würdest du staunen wie viele Menschen das genau so sehen würden.

Öffentliche Umfragen sind mir nicht so wichtig, weiß man doch, was darin zu Tage tritt, denn die Masse muss nicht immer richtig liegen. Ich höre allein auf meine innere Stimme. -

Zitat
Diese Wertung deiner eigenen Erfahrungen in Bezug zu einem nur von dir selbst theoretisierten "Unbedarften" und von dem du auch noch genau wüstest, dass seine ehemalige Religions- und Jesuspsychose alles andere als lustig gewesen sein muss/kann.... lassen keine Zweifel zu, dass die Bergpredigt bei dir nur ein psychotaktischer Vorwand ist, deine eigenen 4 Himmelsrichtunge ICH-MEIN-MIR-MICH und also nichts anderes, als dein eigenes Ego zum Mittelpunkt des Universums zu krönen. Dabei lehrt uns auch noch die Bergpredigt, das die Blender das tun werden.

Bitte hierzu um ein "praktisches" Beispiel. - Abgesehen davon, - wer sagt Dir denn, dass Deine vermutlich schlechten Erfahrungen mit dem Katholizismus Dein Ego nicht auf eine Weise verbogen haben, welche Dir so gar nicht richtig bewusst ist? -
Bei einem Gläubigen sollte übrigens niemals seine eigene Person im Mittelpunkt stehen, sondern stets zunächst die Demut und höfliche Bescheidenheit.

Der Pomp und das verbrecherische Machtgehabe, mit dem sich z.B. der Vatikan seit Jahrhunderten umgeben hat, wäre dem Wanderprediger aus Nazaret bestimmt ein Dorn im Auge.

Zitat
Was natürlich nur die theoretischen Urteile von "Unbedarften" nicht, nicht aber für
den alleinigen ICH-MEIN-MIR-MICH Erfahrungs-Horizont eines Reklov selbst gilt.

"Viele selbtsbedarfte Lügner und Hochstapler werden kommen und sagen: "ICH" bin es"..

"Unbedarft" hat lediglich die Bedeutung von arglos, vertrauensselig, unerfahren etc. - mehr nicht. - Ein Unbedarfter kann aber deswegen als Mensch genauso wertvoll sein, wie ein mit allen Wassern gewaschener Typ. Erfahrungen können aber, genau wie z.B. Talente, leider nicht einfach geteilt werden - wie z.B. ein Stück Brot. - So sind Deine Lebenserfahrungen von keinem anderen seelisch nachzuvollziehen und bleiben allein Deine ständigen "Wegbegleiter" - wie auch immer sie aussehen und Dein Wesen einfärben mögen.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 4.256

22.01.2018 14:28
#12 RE: Gab es ein "NICHTS"? antworten

Zitat
Und es ist auch nicht meine Schuld, dass du selber zu viele "Leiterbahen" ins Hirn geätzt hast, die von Leuten erdacht wurden, welche die meiste Zeit ihres Lebens im Zimmer verbracht haben, um über die Welt nachzudenken.

Perquestavolta,

wenn ich dazu etwas sagen darf: ... hebe doch mal Deine Argumente auf eine höflichere Ebene und erspare uns wenig förderliche Zeilen, denn - auch die >Vermessung der Welt< wurde von Leuten gemacht, welche die meiste Zeit in ihren Studien- und Labor-Zimmern verbracht haben, um auf ihre Weise Erklärungen zur Welt beizusteuern. Auch deren Erkenntnisse hinterlassen bei nicht wenigen zweifellos ihre eigenen Ätzungen (Wissenschaftsgläubigkeit!) im Gehirn.

Gruß von Reklov

Perquestavolta Offline



Beiträge: 3.410

22.01.2018 15:44
#13 RE: Gab es ein "NICHTS"? antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #12

Zitat
Und es ist auch nicht meine Schuld, dass du selber zu viele "Leiterbahen" ins Hirn geätzt hast, die von Leuten erdacht wurden, welche die meiste Zeit ihres Lebens im Zimmer verbracht haben, um über die Welt nachzudenken.
Perquestavolta,

wenn ich dazu etwas sagen darf: ... hebe doch mal Deine Argumente auf eine höflichere Ebene und erspare uns wenig förderliche Zeilen, denn - auch die >Vermessung der Welt< wurde von Leuten gemacht, welche die meiste Zeit in ihren Studien- und Labor-Zimmern verbracht haben,



Findest du nicht, dass es zwischen einem Labor-Zimmer und einem mehr oder weniger behaglicher Schreibstube doch einige wesentliche Unterschiede gibt, Reklov?
In meinem Labor steht z.b. neben einigem an messtechnischer Laborausrüstung auch ein Ameisenterrarium zur Erforschung von Bewusstseinsbildung bei einfachsten Schwarm-Organismen durch Reiz und Reaktion.




Zitat von Reklov im Beitrag Gab es ein "NICHTS"?

um auf ihre Weise Erklärungen zur Welt beizusteuern. Auch deren Erkenntnisse hinterlassen bei nicht wenigen zweifellos ihre eigenen Ätzungen (Wissenschaftsgläubigkeit!) im Gehirn.



Glaube ist eine Schätzung Reklov und nichts anderes. Wissenschaftsgläubigkeit unterscheidet sich von religiöser/metaphysischer Gläubigkeit, dass die Verifizierung der Schätzung immer im Vordergrund steht und dabei das Ergebnis nicht vom Wunschdenken schon vorgegeben ist. Metaphysik und Religion sucht nach Beweisen der absoluten Vollkommenheit. Wissenschaft sucht nach Erklärungen, warum es keine Vollkommenheit gibt.

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Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.714

22.01.2018 16:50
#14  Gab es ein "NICHTS"? antworten

Zitat von Reklov
"Steckengeblieben" ist bei Dir ledigleich der Wille, über "Gott" nachzudenken. So verfolgst Du eben Deinen Pfad des Wissens, meidest alle spirituellen Gedankenwege, und akzeptierst nur das, was als >Beweis< auf den Tisch gelegt werden kann. Du magst Dich dabei vor unseligen dogmatischen Einflüssen bestens befreit/geschützt haben - mehr aber auch nicht.

Was du mal wieder alles von mir weißt! Ich war lange Zeit bereit gewesen, an Gott zu glauben! Ich zwang mich regelrecht selbst dazu, wie mich die theologischen Manipulateure meiner Kindheit dazu zwangen. Aber die Kröte "Gottglauben" hing mir immer im Hals und rutschte nie ganz runter. Und irgendwann - Ende der 90er - kippte ich endgültig zu einem lupenreinen Atheisten! Das habe ich aber auch dir schon öfter gesagt und auch erklärt... Doch du willst die kritische Qualität meiner Argumente eben nicht wahrhaben.

Zitat
"Wehrlos" habe ich mich als Heranwachsender dabei nie gefühlt, sondern eher zum Nachdenken aufgefordert.

Alle Kinder sind intellektuell wehrlos! Darum halte ich den in den Pflichtschulen verordneten Religionsunterricht für gezielt manipulativ und ein Verbrechen an der geistigen Entfaltungspotenz und dem Glück der Kinder!

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Perquestavolta Offline



Beiträge: 3.410

22.01.2018 20:33
#15 RE: Gab es ein "NICHTS"? antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #11


... zumindest ist es beachtlich, dass die von anderen notierten Predigten und Gleichnisse eines Wanderpredigers so "zündeten", dass sie die damalige antike Gesellschaftsordnung ins Wanken brachten.

Dass haben die Predigten Wanderpredigers Hitlers zu seiner Zeit auch. Es scheint fast so, als um so dümmer oder unrealistischer die Predigten, desto größer ihre Anhängerschaft.
Ich würde mich da bei Jesus ja nicht so weit aus dem Fenster lehnen.. aber er ist auch nur auf die Geldwechsler im Tempel losgegangen, anstatt zu ihnen hinzugehen und seinen Jüngern vorzuleben, was er sie gelehrt hat.

Und offensichtlich wusste Jesus auch nicht, dass statistisch gesehen etwa 5-8 % unserer Artgenossen schon als pathologische Soziopathen oder bösartige Psychopathen geboren werden und etwa 20-30 % mit der genetischen Voraussetzung, es im späteren Verlauf ihres Lebens ganz sicher zu werden.


Psychopathen: Menschen, die sich überhaupt nicht in die Gefühle anderer hinein versetzen können und somit weder aus den eigenen noch aus Fehler anderer lernen. Sie projizieren ihre eigenen Defizite auf andere, um sich selbst davon heimlich auszunehmen. Wenn ein Soziopath von Wir und UNS redet, dann sind damit immer irgendwelche Defizite verbunden. Wenn ein Soziopath vom seinem eigenen ICH redet, dann nur in der Beziehung von absoluter Großartigkeit und Vollkommenheit.. Meistens ist Sozioathie und Psychopathie eng miteinander befreundet. Der Psychopath ist meist der schlauere und gefährlichere, der sich des Soziopathen bedient, aber ihn genauso wenig leiden kann wie alle anderen.. und ihn auch sofort fallen lässt, wenn er ihn nicht mehr braucht. Psychopathen wissen sehr gut über die Gefühle ihrer Mitmenschen Bescheid, nicht aber, weil sie sich das aus ihnen selbst heraus durch eigene Lebenserfahrung angeeignet haben, sondern weil sie sehr viel Zeit und Aufwand investieren, sich gesammelte Erfahrungen anderer anzueignen.. ;-)

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Reklov Offline




Beiträge: 4.256

23.01.2018 23:44
#16 RE: Gab es ein "NICHTS"? antworten

Zitat
Was du mal wieder alles von mir weißt! Ich war lange Zeit bereit gewesen, an Gott zu glauben! Ich zwang mich regelrecht selbst dazu, wie mich die theologischen Manipulateure meiner Kindheit dazu zwangen.

Gysi,

... Zwang ist immer ein Übel. Man soll ein Kind weder an ein Instrument, noch zu einem Glauben zwingen! - Bei mir kam alles freiwillig und von alleine. Meine Eltern ließen mir in beiden Fällen völlig freie Hand. - Ein Segen für mich!

Zitat
Alle Kinder sind intellektuell wehrlos! Darum halte ich den in den Pflichtschulen verordneten Religionsunterricht für gezielt manipulativ und ein Verbrechen an der geistigen Entfaltungspotenz und dem Glück der Kinder!

Ein guter Religionsunterricht stellt auch die anderen Weltrligionen vor, so dass das Kind die Unterschiede und die historischen Wurzeln gut unterscheiden kann. Kinder werden schnell erwachsen und kritisch. Der voninnen kommende Glaube speist sich aber aus ganz anderen Quellen, als es ein Dogma zu leisten vermag. Dogmen müssen sich früher oder später der Kritik stellen, immer vorausgesetzt, es weiß einer, wie er diese aufzubauen hat.

Gruß von Reklov

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.714

24.01.2018 09:32
#17  Gab es ein "NICHTS"? antworten

Zitat von Reklov
Ein guter Religionsunterricht stellt auch die anderen Weltrligionen vor, so dass das Kind die Unterschiede und die historischen Wurzeln gut unterscheiden kann.

Sowas hatten wir nicht, und sowas hatten die meisten nicht. Religionsunterricht sollte so freiwillig sein wie Philosophieunterricht! Und bekenntnisungebunden! Also mehr historisch-philosophisch. Die historisch-philosophische Perspektive würde den ethischen Aspekt der Religionen voranstellen. Und da schnitten die monotheistischen Religionen des Nahen Ostens sehr schlecht ab. Diesen ethisch-kritischen Aspekt hat es in deinem Unterricht offenbar auch nicht gegeben.

In Sachen der Kritik an den ethischen Inhalten scheint sich in den letzten Jahren im christlichen RU was getan zu haben. Nicht genug, nur als noch skurrilere Verteidigungs-Exegesen der inhumanen Inhalte - doch die Direktionen in Richtung Humanismus wollen wir nicht verschweigen. Aber die gibt es nicht im Ansatz im Islamunterricht... Dazu muss was gesagt und getan werden! Tun wir aber nicht... Wir sind erst einen guten, demokratischen, meinungsfreiheitlichen Schritt weiter, wenn wir die Religionen so kritisieren, wie weltliche Parteiprogramme - oder die Religionsikonen Jesus, Paulus, Luther, Mohammed, Buddha, Krishna usw. wie die weltlichen Marx, Engels, Robespierre, Kant, Aristoteles und alle deren Kollegen auch!

Zitat
Dogmen müssen sich früher oder später der Kritik stellen,

Erfreulicherweise! Aber dass über 70 % der evangelisch geprägten Kinder, deutlich mehr bei den Katholiken - und fast 100 % der muslimisch Erzogenen ihre Religion nicht verlassen (können), zeigt, wie erfolgreich der Missbrauch der Kinderseelen durch den Religionsunterricht war und (immer noch) ist!

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Reklov Offline




Beiträge: 4.256

24.01.2018 13:14
#18 RE: Gab es ein "NICHTS"? antworten

Zitat
Mit was für einer Ahnungslosigkeit benutzt du das Wort "Überich" - mit einer höchsteigenen Begriffsbesetzung, und stellst aber die originäre Definition (Freuds, der außerdem zuerst damit dagewesen war!) als dummbratzig oder sowas da? Da bleibt dem ernsthaften Mitdiskutanten doch wirklich die Spucke weg!

Gysi,

... bleibe bitte bei den Tatsachen!

Ich habe S.Freud (von dem ich schon vor vielen Jahren einige Bücher gelesen habe) nirgendwo als "dummbratzig" hingestellt. Bei Deinen erfundenen Vorwürfen kann höchstens mir "die Spucke wegbleiben".

Zitat
Freud ist immerhin der "Vater der Psychoanalyse"! Welcher Stern der Wissenschaften des 20. Jahrhunderts strahlt - neben Einstein - heller als er...

Psychoanalyse ist eine "Erfahrungswissenschaft" und Freud sagte selber, dass ihm seine Erfahrungen mit einzelnen Patienten wenig nützen, da er bei jedem neuen Patienten wieder ganz von vorne anfangen müsse. Dem Psychoanalytiker fiel es schwer, dauerhafte Bindungen aufrecht zu erhalten und auch sonst war in seinem Privat/Familienleben einiges nicht o.k.
Dass er Dir wegen seiner feindlichen Einstellung zu den Religionen liegen mag, kann ich aber gut nachvollziehen.

Nicht alles, was sich S.Freud so im Kopf zusammenreimte, würde ich unterschreiben wollen:
Freud vertrat z.B. die Auffassung, dass psychisch fehlgeleitete Handlungen von Frauen oft auf eine mangelhafte psychische Verarbeitung der Beobachtung zurückgingen, dass ihnen der Penis eines Jungen unerreichbar fehle, woraus ein Gefühl des Neides resultiere. Auch Freuds Aussage, dass Frauen, die durch Stimulation der Klitoris Orgasmen erleben könnten, unreif seien, ist vom wissenschaftlichen Standpunkt aus nicht mehr haltbar.

Für Dich mag der Mann ja ein "Stern der Wissenschaften" sein. Ich habe mir jedoch ganz andere Vorbilder ausgesucht.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 4.256

24.01.2018 13:19
#19 RE: Gab es ein "NICHTS"? antworten

Zitat
Aber dass über 70 % der evangelisch geprägten Kinder, deutlich mehr bei den Katholiken - und fast 100 % der muslimisch Erzogenen ihre Religion nicht verlassen (können), zeigt, wie erfolgreich der Missbrauch der Kinderseelen durch den Religionsunterricht war und (immer noch) ist!

Gysi,

... viele sind einfach zu bequem, den kleinen schriftlichen Aufwand zu erledigen, den ein Austritt aus der Kirche erfordert.

Gruß von Reklov

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.714

24.01.2018 14:32
#20 Gab es ein "NICHTS"? antworten

Zitat von Reklov
... viele sind einfach zu bequem, den kleinen schriftlichen Aufwand zu erledigen, den ein Austritt aus der Kirche erfordert.

Ich habe in meinem Leben einige Lutheraner kennengelernt, die aus der evangelischen Kirche austraten, um es so ihrem Helden Luther gleichzutun. Der Gottglaube, der ebendiesen Rebellen gegen die lutheranische Kirche in die wehrlosen Kinderseelen geimpft worden ist, der aber blieb! Deren Austritt aus der Kirche ist kein Akt der Heilung von ihrer frühkindlich erlittenen Religionsmanipulation! Sie wurden zu Buddhisten, Esoterikern und (individuell so empfundnenen: besonders gottprotektionierten) Einzelkämpfern. Du wirst sicherlich der Auffassung sein, dass die Bibel den wahren Götterfunken in sich trägt, aber die Religionspraxis der Menschen so mangelhaft war und ist! Was willst du besser machen, als Paulus, die Evangelisten, Assisi, Luther und all die Gottbeseelten? Bist du noch gottbeseelter als die? Willst du deine Fiktion "Jesus" erreichen, der über Wasser laufen konnte? Auch für die Bibel gilt das, was ich zum Koran sage: Das GIFT des Archaischen und der Inhumanität (und der Dummsprüche) liegt in diesen Heiligen Schriften selbst!

Und ganz wichtig: Wenn ALLE (so meine kindliche Wahrnehmung damals) - nach ihrer selber erlittenen Glaubensprägung - sagen, dass Gott existent und - vor der Kulisse schlimmster Gottesstrafen - UNDISKUTIERBAR sei - wer hat schon (als Kind!) die (rhetorische) Kraft dazu, als Außenseiter gegen die komplette Erwachsenenwelt den dicken Max zu markieren?

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