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Atheismus vs. Religionen  

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Dieses Thema hat 21 Antworten
und wurde 3.955 mal aufgerufen
 Polytheistische Urreligionen
SOL demiurg Offline




Beiträge: 686

23.01.2018 00:06
Jedem das Seine? antworten

Zitat von seneca im Beitrag Gab es ein "NICHTS"?
Die Genesis ist keine valable Erkenntnisquelle

@seneca

Da solch ein Thema den Thread sprengen würde übernehme ich das mal hierher.

Seneca: Die alten Ägpyter hatten kein höheres Wissen als wir Heutigen, wenn du das meinst.
Ich habe über die ägyptische Religion gelesen (es ist sehr sehr interessant und unterhaltsam).


Sol demiurg: Die Ägypter hatten kein „höheres“ Wissen.
Die Priester vermittelten den Menschen sogar, dass eine Komparation und eine Benotung dahingehend Unfug sei.
Wenn man sich die Gottvorstellungen genauer betrachtet, gab es für den Alt-Ägypter nur „EINEN“ obersten Gott, dem sie alles weitere unter- sowie zuordneten.

Seneca: Der Mythos von Isis/Osiris ist nur einer von vielen, wenn auch ein wichtiger.

SOL demiurg: Warum nimmst du an, das dieser Osiris Mythos „wichtig“ war? Für wen?

Die Ägyptische Religion war keine Religion im herkömmlichen Sinne. Für den Ägypter war das, was er im Laufe seines Lebens tat und dachte, eine Lebensauffassung.
Es gab keine Kunst im Sinne einer (Selbst)Darstellung.
Dem Ägypter gelang es eine Gesellschaft aufzubauen – der nicht der Zwang anhaftete zwischen Gottesbildern entscheiden zu „müssen“ - welche einen „besonderen“ Weg weisen.
Erst mit dem Einzug „barbarischer“ (unzivilisierter) Menschen, gestaltete sich die Kultur im Laufe der Zeit bis ins Extremste um (Pyramidenbau).

Als der Isis und Osiris Kult aufkam (ich glaube ab dem Mittleren Reich), war der Gesellschaftsgedanke bereits unterlaufen und wurde meist zum „Eigenzweck“ politischer Scharlatane.
Der Isis Kult in der römischen Zeit, welcher selbst einige Germanenstämme „beeindrucken“ konnte, zeigt doch nur, wie weit das ägyptische Volk „im Denken“ war.
Mehrere tausend Jahre liegen dazwischen, ab den Aufkommen der ägyptischen Kultur…und…wer weiß woher die Menschen kamen,
welche sich nach jahrtausendelanger Reise in „km.t“ niederließen…besser bekannt als Ägypten (Egy Ptah – Das Haus des Einzigen Gottes).

Mit Shakespeare´s Worten aus Hamlet: Sie sind die Kinder des königlichen Ratgebers Polonius!

Seneca: Ich bin ziemlich sicher, dass Moses nicht die Genesis (1. Buch Mose) diktiert hat (wenn du das meinst).

SOL demiurg: Nein, das nicht. Dies schrieb ich nur themenbezogen. Trotz dessen nahm Moses "sein" ägyptisches (Halb)Wissen mit auf seine Reise.
Die Amun-Priesterschaft ist, meines Erachtens, die Urform der späteren abrahamitischen (Welt)Religionen.
Und wie ich schon anmerkte, das „Amen“ am Ende des Gebetes, ist eine Abwandlung des Wortes AMUN, wodurch das Heidnische, welches die christlichen Streiter auf das brutalste bekämpften, einen "Nachhall" hinterlässt.

In einem älteren Thread schrieb ich schon darüber - HIER -

seneca Offline

religiöser Atheist


Beiträge: 599

24.01.2018 13:48
#2 RE: Jedem das Seine? antworten

Hallo SOL Demiurg

Willst du jetzt über die altägyptischen Relion diskutieren?
Was meinst du mit dem thread Titel "Jeden das Seine?
"
Was bedeutet übrigens dein Nickname oder Avatar SOL demiurg? [Sol = Sonne?; demiurg = der "böse" Schöpfergott der Gnosis?]

Seneca: Der Mythos von Isis/Osiris ist nur einer von vielen, wenn auch ein wichtiger.
SOL demiurg: Warum nimmst du an, das dieser Osiris Mythos „wichtig“ war? Für wen?


Abgesehen davon, dass Mythos (Theologie) und Kult (im Jahreslauf) von Isis/Osiris sehr kompliziert sind, geht es um den Archetyp Muttergottheit und göttliches Kind wie er auch in den vielen Bildern Maria (Muttergottes) und Jesus-Kind erscheint.

Die Ägyptische Religion war keine Religion im herkömmlichen Sinne. Für den Ägypter war das, was er im Laufe seines Lebens tat und dachte, eine Lebensauffassung.
Ja, ich bin einverstanden, aber in einem anderen Sinn.

Seneca: Was heisst Religion im herkmmlichen Sinn? - Damit befasst sich die Religionswissenschaft und u.a. die Ägyptologie (ein ganz spannendes Gebiet).

Dem Ägypter gelang es eine Gesellschaft aufzubauen – der nicht der Zwang anhaftete zwischen Gottesbildern entscheiden zu „müssen“ - welche einen „besonderen“ Weg weisen.
Seneca: Es gab wichtigere Götter (Landes- und Stadtgütter) und unwichtigere Götter; und Götter je nach persönlichem Bedarf und Lebenssituation. Das war auch bei den Römern so.

Erst mit dem Einzug „barbarischer“ (unzivilisierter) Menschen, gestaltete sich die Kultur im Laufe der Zeit bis ins Extremste um (Pyramidenbau).
Seneca: WAS??? - Es ist gerade umgekehrt. Die Pyramiden zeigen die Hochblüte der ägyptischen Kultur und Religion. Das Volk und das Reich waren von oben (König) nach unten durchorganisiert. Der Pyramidenbau war eine riesige technische und logistische Leistung. Die Arbeiter, es waren keine Sklaven, mussten aufgeboten und gut ernährt werden, um bei Kräften zu bleiben. Die Pyramiden sind Symbole für die Grösse des Reiches/Königs und den Jenseitsglauben, den anscheinend das Volk akzeptierte.

Die ägyptische Religion war eine Rechtfertigung/Legitimation für die Herrschaft des Pharaos. Etwas anderes ist die persönliche Frömmigkeit des einfachen Bauern und Handwerkers oder Arbeiters, die meist in schlechten Verhältnissen lebten. Die Beamten/Schreiber hatten eine besondere Position. Die ägyptische Hochkultur wurde im Altertum bewundert, insbesondere auch von den Griechen.
Eine Abwechslung von vom tristen Alltag brachten die (religiösen) Feste, an denen auch viel getrunken wurde.

Gedanken aus dem Buch "Altägyptischen Religion" (verkürzt):

Der "offizielle" Götterkult war den Priestern vorbehalten, nur sie hatten Zugang zum Allerheiligtum. Natürlich gab es einen Hochgott, der die Welt und das Land repräsentierte. Aber dieser war nicht fur das "einfache Volk".
Erst im Neuen Reich erstarkte die persönlichen Frömmigkeit. Das heisst, dass er einzelne Mensch unnmittelbaren Zugang zu "seinen" Gott sucht und findet. Die persönliche Frömmigkeit ist nicht gegen Tempelkult und Theologie, sie steht vielmehr neben der "Staatsreligion".

Wo liegen die Gründe? Es ist das Gefühl der Verlorenheit in der Welt, der Isolierung des Individuums und der daraus resultierenden Lebensangst, das den einzelnen zu [irgendeinem] Gott [oder Göttin] führt. Die gesellschaftliche Ursache für dies neue Gefühl sei nicht ganz klar, schreibt Hellmut Brunner. Der Ägyter des Neuen Reichs fühlt sich ausgeliefert (Zerfall der Staatsmacht). Nur die Familie bietet noch einigen Halt, kaum mehr Volk und Staat, und sucht eine neue Sicherheit und findet sie in einem engen Verhältnis zu einer Gottheit. Der Tempeldienst wird zwar nie angefochten, aber er genügt offenbar den Bedürfnissen der Menschen nach Hilfe und Sinn nicht mehr.

Quelle: Hellmut Berger: Altägyptische Religion - Grundzüge (TB, WBF Forum 34, 2. unv. Aufl. 1989)

Die Menschen bilden sich ihre Religion nach ihren Bedürfnissen.
Die Religion hatte ganz praktische Gründe, wie bei den Römern. Das können wir von der ägyptischen Religion lernen. Wer unglüchlich verliebt ist, keine Kinder bekommt, Angst hat, arm und krank ist, betet zur Gottheit (oder den Heiligen), die ihm gemäss seiner Erwrtung hilt. Glaube heisst Erwartng. Die Menschen beteten zu ihren Göttern und erwarteten Hilfe, Verständnis und Trost. Daneben waren sie sehr abergläubisch und achteten auf irgendwelche Zeichen. Auche heute sin die Mensch noch zuweilen abergläubisch.

Das Christentum hat alle Götter und Göttinnen offiziell abgeschafft und lässt nur noch den "Höchstgott" gelten, an den man entweder glauben kann oder nicht. Abgeschafft, nicht ganz: In der katholischen Religion hat Maria offensichtlich die Funktion einer quasi Göttin. Auch die verschiedenen Heiligen, zu denen man, je nach Problem betet, sind quasi Götter. - Um ein Missverständnis zu vermeiden: Ich bin nicht für ein "Neuheidentum". Solche romantischen Vorstellungen sind nicht mehr zeitgemäss. Wir können nicht vor die Aufklärung zurück.

Der Monotheismus hat die "natürliche Religion" (viele Gottheiten) durch Propagierung eines ins unermessliche übersteigerten Hochgottes umgedreht (per-vertiert). Diese Pervertierung (durch den Sündenbegriff und den Kranken-Gott) hat Nietzsche so erbost in "der Antichrist". Die Theologen geben den Monotheismus als überlegen und wertvoller aus. Dast ist noch vom ursprünglichen Kampf gegen das "Heidentum" des Altertums. Die Idee des Höchstgottes wurde dann auch zum Gott der Philosophen. Der Höchstgott spukt immer noch latent in unseren Köpfen herum, daher die threads, wie "Gab es ein Nichts?"

Höhere Erkenntnis in der Altägyptischen Religion findet man nicht wirklich, ausser in der Esoterik (Hermetik = spekulative Philosophie).

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RELIGION IST HEILBAR! - Denken ist eine Anstrengung; Glauben ein Komfort (Ludwig Marcuse).
Ich würde nur an einen Gott glauben, der zu tanzen verstünde
(Nietzsche, Zarathustra).

Gysi Online

Atheist


Beiträge: 16.252

24.01.2018 14:44
#3  Jedem das Seine? antworten

Zitat von Seneca
Der Höchstgott spukt immer noch latent in unseren Köpfen herum, daher die threads, wie "Gab es ein Nichts?"

Dieses Thema ist nicht nur was für die Schöpfergottgläubigen! Auch Atheisten - die das Nichts verstandesgemäß eben NICHT mit einem Gott gleichsetzen, kann es teilweise zufriedenstellende Schlussfolgerungen eröffnen.

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Perquestavolta Online



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24.01.2018 15:26
#4 RE: Jedem das Seine? antworten

Ich versteh auch nicht, was die komplizierte ägyptische Mythologie mit dem Monotheismus zu tun haben soll. Nehmen wir mal Echnaton davon aus.

Schau mal hier SOL demiurg: https://www.selket.de/goetter-aegyptens/...igsten-goetter/ Die hatten für alles einen Gott mit verschiedenen "Untergöttern" im Jenseits und Halbgöttern im Diesseits.. sogar einen für Blähungen, Verstopfung und Durchfall.

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Humor ist die wahrscheinlich die allerbeste Strategie, hinter das Wesen der Dinge und ihrer Zusammenhänge zu schauen

seneca Offline

religiöser Atheist


Beiträge: 599

24.01.2018 16:20
#5 RE: Jedem das Seine? antworten

Zitat von Seneca
Der Höchstgott spukt immer noch latent in unseren Köpfen herum, daher die threads, wie "Gab es ein Nichts?"


Gysi:
Dieses Thema ist nicht nur was für die Schöpfergottgläubigen! Auch Atheisten - die das Nichts verstandesgemäß eben NICHT mit einem Gott gleichsetzen, kann es teilweise zufriedenstellende Schlussfolgerungen eröffnen.

Ja, Gysi du bist, glaub ich ein Ewigkeits- oder Erste Ursache Fan.
(Ich kenne deine Metaphysik zu wenig)

Übrigens das Buch Altägyptische Religion - Grundzüge ist von Hellmut Brunner,
nicht von Hellmut Berger. War wohl ein Freudscher Verschreiber(?). Der Schauspieler war doch Viscontis Liebling, Darsteller von König "Kinny" Ludwig II. von Bayern, und jetzt ziemlich versoffen.

PQV: Was hat ägypt. Religion mit Monotheismus zu tun?


Ausgang war im anderen thread die Genesis/1. Buch Mosis (Genitiv!) als unzuverlässige Erkenntnisquelle (sage ich), ob vor der "Schöpfung" (gewisse Ausdrücke sollten, je nach dem, immer in "..." geschrieben werden) nichts da war, auch keine Materie. Ich sage mit D'Holbach und mod. Alttestamentlern, dass die Materie (auch Wasser) schon da war, wenn auch ungestaltet oder ungeschieden. Dann hat SOL Demiurg geschrieben, Moses sei ein Amun (oder Aton?) Priester gewesen (was ich nicht weiss). Jedenfalls wurde u.a. der Monotheismus (wie auch die Idee vom Totengericht) in Aegypten "erfunden". - Monotheismus ist ziemlich öde. Man muss ihn schon mit ein paar Geschichten aufpeppen.

Wenn von "Gott" die Rede ist, verstehe ich gemäss der überzeugenden Definition von Schopenhauer immer ein personales (höchstes) Wesen, mit Wissen und Willen, Zorn, Gnade etc. und nicht irgendeine metaphysische Kraft oder Prinzip (s. schopenhauer-kosmos.de). Übrigens bedeutet auch Urgrund ( nicht notwendigerweise "Gott". Besser wäre wohl die Bezeichnung Ursumpf, als Ursprung des Lebens, aber unser lieber Reklov will ja etwas Stabiles mit Urgrund ausdrücken.

Ja, Götter gab's für alle (körperlichen) Erscheinen, für das Liebesverlange sowieso, oder eben Blähungen etc.): Man spricht ja auch von Montezumas oder Pharaos Rache, wenn wir auf der Ägyptenreise den Dünnpfiff haben.

Ich warte immer noch auf die Erklärung von Jedem das Seine? -
Jeder hat das Gottes-Bild, dass er sich macht? Da kommen wir nie auf einen Nenner, da müssten wir das gemeinsame Vielfache finden, aber das scheitet schon am gemeinsamen Einen, was auch immer das sei.

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Gysi Online

Atheist


Beiträge: 16.252

24.01.2018 17:18
#6  Jedem das Seine? antworten

Zitat von Seneca
Ja, Gysi du bist, glaub ich ein Ewigkeits- oder Erste Ursache Fan.
(Ich kenne deine Metaphysik zu wenig)

Oha. Ist das deine ganze Antwort? Ich schreibe doch die ganzen letzten Tage über das Thema, das du da oben angeschnitten hast... Außerdem ist es DAS Thema, zu dem es unten im Fußfeld eine Verlinkung gibt. (Reklov hat sich schon darüber beschwert, dass ich meine Texte zu aufdringlich präsentiere...)Wenn du "zu wenig davon weißt", würde ich an deiner Stelle nicht so tun, als gäbe es diese Theorie nicht. Das ist wie ein Reklov-Reflex, für den es das, was er ignoriert, einfach nicht gibt. Ich bin der Auffassung, dass es eigentlich nicht viele gibt, denen das Thema wirklich NICHT interessiert...

Dieses Ewigkeitsthema (unter atheistischem Aspekt) wäre vielleicht einen neuen Tread wert. Obwohl... steht doch überall was von. Aber ich will die Ägytologie nicht mit einem Fremdthema stören.

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Perquestavolta Online



Beiträge: 3.003

24.01.2018 20:49
#7 RE: Jedem das Seine? antworten

Wenn bei mir von einem Gott was "zu den Ohren" gelangt (auch den inneren), dann denke ich immer an das narzisstische und doofe Gen, das ein höheres Wesen braucht, von dem es auserwählt ist.

Wem dieser Satz zu radikal und zu herablassend dünkt, der möge bitte daran denken, dass so ein Gott unseren Vorfahren in Bezug zu ihren schwierigen und kurzen Lebensumständen manches sinnvoll "erscheinen hat lassen", was allein mit den wenigen Mitteln der objektiven Erkenntnis, die diesen unseren Vorfahren damals zur Verfügung standen, sich sonst gar all zu oft überhaupt nicht ertragen hätte lassen.


Mittel der objektiven Erkenntnis sind kollektiv gesicherte Erfahrungswerte durch Versuch und Irrtum.

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Perquestavolta Online



Beiträge: 3.003

24.01.2018 21:24
#8 RE: Jedem das Seine? antworten

Reklovs SEIN Gott heißt: "Wir Wissen Nicht" (W W N)
Das WICHTigste Atribut Reklovs Gottes ist die allumfassende Unerfassbarkeit.
Erfahrbar ist dieser Reklov sein Gott, allein durch das subjektive Begreifen der Schöpfung als Vollkommenheit. Wobei das natürlich eine reine Frage des transzendentalen Talentes ist, welches man schon selber mitbringen muss.

SOL_deimurg sein Gott ist das Alles. Wobei es auch hier nur davon abhängt, wie man dieses Alles unter welchen Betrachtungsaspekten interpretiert und welche Prämissen man gelten und nicht gelten lassen SOL(L), bzw. nicht darf. Wobei er dafür den Gottes-Vorstellungen der ägyptischen Priesterschaft aus der Kupferzeit unserer Zivilisationsgeschichte den Vorzug gibt.

http://www.sgipt.org/medppp/auserw/ASUF/ASuF.htm

Jedem das Seine.....

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SOL demiurg Offline




Beiträge: 686

25.01.2018 00:58
#9 RE: Jedem das Seine? antworten

@Gysi
Mir war zwar klar dass meine Themenfrage mit dem dazugehörigen Inhalt für Verdutzen sorgen würde,
aber dass sie ohne auf eine Antwort zu warten gleich verschoben wird, zeigt wie verschachtelt wir denken.
Alles muss an seinen Platz – und das stringent!?
Über das Alte Ägypten wollte ich hier gar nicht reden, es dient zur Über- und Herleitung zum eigentlichen Thema
welches sich mit der „Gültigkeit“ (valable Erkq.) beschäftigen sollte und mit den daraus zu schließenden Rückschlüssen
auf die Herkunft der vom Menschen in Anspruch genommenen Gültigkeit ihrer Aussagen.

SOL demiurg Offline




Beiträge: 686

25.01.2018 01:08
#10 RE: Jedem das Seine? antworten

Jedem das Seine, als Frage gestellt, die Antwort suchend nach dem Wem (zu-ge-hörig).

Die Hauptfrage des 1. Artikels: „Warum nimmst du an, dass dieser Osiris Mythos „wichtig“ war? Für wen?“

Seneca: Abgesehen davon, dass Mythos (Theologie) und Kult (im Jahreslauf) von Isis/Osiris sehr kompliziert sind,
geht es um den Archetyp Muttergottheit und göttliches Kind wie er auch in den vielen Bildern Maria (Muttergottes) und Jesus-Kind erscheint.

SOL demiurg: Allein solch eine Aussage lässt erkennen, was es mit der Gültigkeit von Aussagen in den Schriften z.B. der Bibel auf sich hat.
Abrahamiten (und viele andere) übernahmen nicht nur die „heidnischen Gebräuche“ derer die sie beseitigten, sie flochten sie auch noch als „ihre Erkenntnis“ in ihre Schriften ein,
die sie unter das „schwache“ Volk dann verbreiteten.
Muttergott und göttliches Kind ist eine Herleitung und Übernahme aus der ägyptischen Mythologie, der mit RE, Hathor, Isis und später dann Isis und Osiris einhergeht.
Hier tiefer ins Geschehen einzutauchen würde uns anhand von Bildungsdefiziten weit auseinandertreiben.

Betrachtet man die „Erkenntnis“ der Abrahame, bemerkt man schnell, dass sie einem Stillstand zu unterstehen scheint. Ist ihre Kenntnis der Erkenntnis letzter Stand?

Die Struktur der ägyptischen Gottvorstellungen, beruht auf viel älteres Wissen und wurde von den Priestern so gut strukturiert und ausgearbeitet,
dass es nur Eingeweihten möglich war, dem Gewirr an Informationen Folge zu leisten.
Sie achteten penibel auf die Ausführung und Zusammensetzung der Schrift-Zeichen und was sie damit auszudrücken suchten.

Die Frage die gestellt ist: Wem gehört das Wissen? Und was war der Zweck?

Die Aussage hinter meiner Themeneröffnung ist, das die eigentliche „Aufgabe“ der Priester und deren Ausbildung darin „bekräftigt“ lag,
die Menschen-Welt in „Waage“ zu halten. Die Ägypter verstanden es „Religion“ so in den Lebensalltag einzubinden,
das die Harmonie zwischen der geistigen und der materiellen Welt aufrechterhalten wurde.

Sol demiurg: Erst mit dem Einzug „barbarischer“ (unzivilisierter) Menschen, gestaltete sich die Kultur im Laufe der Zeit bis ins Extremste um (Pyramidenbau).
Seneca: WAS??? - Es ist gerade umgekehrt.


Sol demiurg: Betrachtungsfehler!

König Narmer (Narmerpalette) war ein Tyrann der eine (nenne ich es mal) Siedlung angriff, aus derer Mitte eine der wichtigsten Zentren in Ägypten entstand (Heliopolis),
alles zerstörte und Wissen raubte, mit welchem er nicht in der Lage war umzugehen. Seit jener Zeit, änderte sich für diese Region so einiges (Vereinigung von Ober- und Unterägypten).
Das ist der Barbar den ich meine.
Alles Nachfolgende, beruht auf diesen machtgierigen Angriff, wodurch die Priester gezwungen waren zu flüchten.
Das Alte Wissen ging zwar nicht verloren, aber es verschwand im Schatten der Sonne.

Seneca: Der Pyramidenbau war eine riesige technische und logistische Leistung. Die Arbeiter, es waren keine Sklaven, mussten aufgeboten und gut ernährt werden, um bei Kräften zu bleiben.
Die Pyramiden sind Symbole für die Grösse des Reiches/Königs und den Jenseitsglauben, den anscheinend das Volk akzeptierte.


Sol demiurg: Das bezweifle ich auch nicht, ich selbst bin begeistert durch diese Leistungen. Aber überdenke die Situation. Wie stellst du dir ein Paradies vor?
Und überlege wie weit die Erkenntnis über „Geistiges“ gewesen sein muss, welches nur durch dieses transportiert wurde.
Durch die Macht-Ergreifung des Narmer, wechselte „Grundwissen“ in unbeholfene Hände. Es jagten viele dieses geheime Wissen,
aber er war es der es an sich riss und es mit „erhobenen Händen“ (Narmerpalette) in seine Heimat brachte…alle jubelten und verehrten ihren König,
der ihnen von den „bösen Terroristen“ am Nil-Ende erzählte und wie er sie erschlug…sie wussten einfach zuviel!

SOL demiurg Offline




Beiträge: 686

25.01.2018 01:21
#11 RE: Jedem das Seine? antworten

Zitat von Perquestavolta im Beitrag #4
Ich versteh auch nicht, was die komplizierte ägyptische Mythologie mit dem Monotheismus zu tun haben soll. Nehmen wir mal Echnaton davon aus.

Schau mal hier SOL demiurg: https://www.selket.de/goetter-aegyptens/...igsten-goetter/ Die hatten für alles einen Gott mit verschiedenen "Untergöttern" im Jenseits und Halbgöttern im Diesseits.. sogar einen für Blähungen, Verstopfung und Durchfall.

Die Wenigsten verstehen, welchem Ursprung sie entstammen.

Um sich mit dem tiefgründigen Ursprung der Ägypter auseinanderzusetzen, bedarf es mehr als auf einer Internetseite die Zusammenfassung des Alt-Ägypten zu durchklicken.

Als im neuen Reich Echnaton an der Macht war, versuchte er das „glanzvolle“ Alte Reich wiederzubeleben,
so wie es viele vor und nach ihm versuchten, doch niemanden gelang es die „ehrwürdigen“ alten Tage zurückzuholen.
Die Pharaonen und Priester wussten nur zu gut dass sie den Kontakt zu den Göttern verloren hatten…doch setzten sie alles daran,
die „Gültigkeit der alten Tage“ nicht ins Vergessen geraten zu lassen.
Deshalb banden sie immer wieder Gottheiten ein, die mal weniger und mal mehr zu Bekanntheit kamen.

Die Ur-Mythologie der Ägypter, ist die "Basis", der Urgrund wenn du so willst, unseres heutigen "Denkens".
Aus dieser entstand über die Jahrtausende hinweg das Basiswissen antiker Nationen, aus denen wiederum über die Jahrtausende hinweg die heutigen Nationen aufbauen.
Aus Einem sind sie entstanden und zu Vielen geworden.

Aber warum ist das wichtig, nicht wahr?
Um vielleicht irgendwann einmal eine Aussöhnung der drei großen Weltreligionen herzuleiten?

Gysi Online

Atheist


Beiträge: 16.252

25.01.2018 10:00
#12 Jedem das Seine? antworten

Zitat von SOL demiurg
Über das Alte Ägypten wollte ich hier gar nicht reden, es dient zur Über- und Herleitung zum eigentlichen Thema
welches sich mit der „Gültigkeit“ (valable Erkq.) beschäftigen sollte und mit den daraus zu schließenden Rückschlüssen
auf die Herkunft der vom Menschen in Anspruch genommenen Gültigkeit ihrer Aussagen.

Du bist also der Auffassung, dass dein Thread im Unterforum "Atheismus" seinen besseren Platz hat?

Du willst uns beibringen, dass hinter der Ägyptologie die wahre Religion steckt (weil älter noch als das Judentum), der wahre Gott, das wahre Heil (auf das ewige Leben). Du hast profunde Kenntnisse über die Ägyptologie, das ist erfreulich für unser Forum. Aber du vermischst sie mit deiner fixen Idee, dass uns mit den Siegen der "Barbaren" Wissen über den "wahren Gott" verschütt gegangen ist. Du folgst dem Glauben der Hippies und Esoteriker der 60er/70er, dass die Moderne sich vom wahren Wissen entfremdet hat. Darum suchst und suchst du. Und du findest aber nicht. Die Ägytologie ist ein Schatz der Menschheit. Aber du verrennst dich, SOL demiurg. Es gibt kein verschütt gegangenes ägyptisches Wissen! Jedenfalls keines, das uns die Ewigkeit der Menschen offenbarte. Oder irgendeine der modernen Technologie überlegene Technologie, die zum Bau der Pyramiden zwingende Voraussetzung war. Dieses "Wissen" hat es nie gegeben!

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Perquestavolta Online



Beiträge: 3.003

25.01.2018 13:56
#13 RE: Jedem das Seine? antworten

Zitat von SOL demiurg im Beitrag #11
Zitat von Perquestavolta im Beitrag #4
Ich versteh auch nicht, was die komplizierte ägyptische Mythologie mit dem Monotheismus zu tun haben soll. Nehmen wir mal Echnaton davon aus.


Die Wenigsten verstehen, welchem Ursprung sie entstammen.
Woher weist du das? Kennst du denn die "Meisten"? Oder behauptest du das einfach mal so?

Die Evolutionstheorie ist die bestens belegte Herkunfts-Theorie überhaupt und die besagt, dass wir von einem gemeinsamen Vorfahren der Schimpansenartigen entstammen. Dass das nur die wenigsten wüssten, halte ich für unsere Gegenwart für nicht möglich. Selbstverständlich gibt es sehr viele die das nicht wahrhaben wollen.. und sich selber lieber als auserwähltes Geschöpf nach dem Bilde eines allmächtigen Gottes einschätzen.

Zitat von SOL demiurg im Beitrag #11

Um sich mit dem tiefgründigen Ursprung der Ägypter auseinanderzusetzen, bedarf es mehr als auf einer Internetseite die Zusammenfassung des Alt-Ägypten zu durchklicken.

Natürlich! Und? Hast DU dich denn tiefgründig genug mit Ägyptologie befasst?

Zitat von SOL demiurg im Beitrag #11

Als im neuen Reich Echnaton an der Macht war, versuchte er das „glanzvolle“ Alte Reich wiederzubeleben,
so wie es viele vor und nach ihm versuchten, doch niemanden gelang es die „ehrwürdigen“ alten Tage zurückzuholen.


Oh jeh.. Echnaton hat riesige Tempelanlagen mit jeweils tausenden Brandopferaltären errichten lassen, auf denen zu Ehren des Sonnengottes Ra täglich mehrere zig Tonnen Nahrungsmittel abgefackelt werden mussten, welche sich das Volk vom Mund abzuspaaren hatte. Der Echnaton war ein ziemlich bösartiger Narziss, der alles andere wollte, als den Glanz früherer Zeiten wieder aufleben lassen.

Du hast nicht viel Ahnung, von den alten Ägyptern und ihren Pharaonen...

Zitat von SOL demiurg im Beitrag #11

Die Pharaonen und Priester wussten nur zu gut dass sie den Kontakt zu den Göttern verloren hatten…doch setzten sie alles daran,
die „Gültigkeit der alten Tage“ nicht ins Vergessen geraten zu lassen.
Deshalb banden sie immer wieder Gottheiten ein, die mal weniger und mal mehr zu Bekanntheit kamen.
Oh Je...??? Und das alles hast du dir selbst zusammengesponnen?


Zitat von SOL demiurg im Beitrag #11

Die Ur-Mythologie der Ägypter, ist die "Basis", der Urgrund wenn du so willst, unseres heutigen "Denkens".
Wohl nur deines Denkens, und sogar da hab ich meine berechtigten Zweifel.

Zitat von SOL demiurg im Beitrag #11

Aus dieser entstand über die Jahrtausende hinweg das Basiswissen antiker Nationen, aus denen wiederum über die Jahrtausende hinweg die heutigen Nationen aufbauen.
Aus Einem sind sie entstanden und zu Vielen geworden.
Ich krieg Durchfall, wenn ich solch schwülstigen Blödsinn lese.

Zitat von SOL demiurg im Beitrag #11

Aber warum ist das wichtig, nicht wahr?
Um vielleicht irgendwann einmal eine Aussöhnung der drei großen Weltreligionen herzuleiten?
Dir mag das WICHTig dünken...immerhin identifizierst du ja deinen eigenen WICHT damit, so dass es auch dann WICHTig zu sein hätte, wenn es sich dabei nachweislich nur um eine Schnapsidee handelte .

Die Weltreligionen von denen du da meinst.. sind schon im jeweils eigenen Lager untereinander so unüberbrückbar gespalten, dass du dir gar keine Sorgen darüber machen brauchst, dass die sich jemals über den eigenen Tellerrand mit hinaus mit 2 Anderen Weltreligione zusammen tun könnten.

Wenn du gerne in einer theokratischen Diktatur leben würdest, SOL_demiurg, dann geh doch zu den Zeugen Jheovas.

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SOL demiurg Offline




Beiträge: 686

25.01.2018 14:52
#14 RE: Jedem das Seine? antworten

Zitat von Gysi im Beitrag #12
Du willst uns beibringen, dass hinter der Ägyptologie die wahre Religion steckt (weil älter noch als das Judentum), der wahre Gott, das wahre Heil (auf das ewige Leben). Aber du vermischst sie mit deiner fixen Idee, dass uns mit den Siegen der "Barbaren" Wissen über den "wahren Gott" verschütt gegangen ist. Du folgst dem Glauben der Hippies und Esoteriker der 60er/70er, dass die Moderne sich vom wahren Wissen entfremdet hat. Darum suchst und suchst du. Und du findest aber nicht. Die Ägytologie ist ein Schatz der Menschheit. Aber du verrennst dich, SOL demiurg. Es gibt kein verschütt gegangenes ägyptisches Wissen! Jedenfalls keines, das uns die Ewigkeit der Menschen offenbarte. Oder irgendeine der modernen Technologie überlegene Technologie, die zum Bau der Pyramiden zwingende Voraussetzung war. Dieses "Wissen" hat es nie gegeben!

Versuch doch mal, mir nicht immer irgendwas anzudichten und lieber mehr auf den Text zu achten.

Mir geht es hier nicht darum einen Gott zu propagieren und auch nicht darum „welches“ Wissen verloren gegangen ist oder nicht.
Es sollte sich rein um den Aufbau der Religionen, durch „ihre jeweiligen“ Auffassungen, Schriften und Lehren drehen,
welche diese einer Gültigkeit unterziehen und propagieren und/oder missionieren.

Jedem das Seine?
Die drei großen Weltreligionen streiten um ihre Auslegung der „göttlichen“ Schriften und jeder behauptet das sein Gott,
seine Gottvorstellungen oder aber sein Sohn die wahre Auslegung und Historie ist, welche sie mit aller Macht dem Volke beibringen. Zu Eigenzwecken.

Was wäre aber, wenn der Ursprung dieser Religionen aufgeklärt würde und das Bild was zu Tage tritt ein gegensätzliches ist, als jenes welches heutzutage vermittelt wird?

Zitat von Gysi im Beitrag #12
Du bist also der Auffassung, dass dein Thread im Unterforum "Atheismus" seinen besseren Platz hat?

Ja, das bin ich. Denn wie du weißt, ich hatte dies mal ins Forum geschrieben, deute ich den westlichen Atheismus als eine Häresie des christlichen Glaubens,
welche sich alle auf mythische Erzählungen ohne jeglichen Anspruch eines wissenschaftlich fundierten Ursprunges berufen.
Der einzig erkennbare Verdienst bekennender Atheisten liegt darin, deutlich zu machen, dass Säkularismus im Grunde eine Schimäre ist.

SOL demiurg Offline




Beiträge: 686

25.01.2018 15:25
#15 RE: Jedem das Seine? antworten

Zitat von Perquestavolta im Beitrag #13
Du hast nicht viel Ahnung, von den alten Ägyptern und ihren Pharaonen...

Du denkst also, das wenn du ein paar Zeilen im Internet, eventuell noch in einigen Magazinen oder Zeitschriften, gelesen hast, du die "Tiefgründigkeit" des Alten Ägypten bis ins Detail begriffen hast?

Kennst du den Spruch: "Mit dem Zweiten sieht man besser?"

Mir kommt es so vor, als ob du die Welt, nicht nur die ägyptische, mit nur einem Auge betrachtest (die geistige Welt ist dir zuwider, du kannst dich ihr nicht nähern).
Da es aber nötig ist Geist und Materie als ein Gesamtes zu betrachten, um nicht den Fehler zu machen "einseitig" zu denken, vermittelten die Alt-Ägyptischen Priester dem Volk Vorstellungen,
die vom Einzelnen nicht nur erkannt, sondern auch durchdacht werden sollten.
Da du ja so gern auf selket.de unterwegs scheinst, liest dir mal den Schöpfungsmythos des Atum durch.

Hier ein kleiner Ausschnitt:
"In seiner Verzweiflung schickte Atum eins seiner Augen fort, um seine Kinder zu suchen.
Doch als das Auge mit Schu und Tefnut zurückkam, war es sehr erbost, weil Atum es mittlerweile durch ein anderes ersetzt hatte!
Der Schöpfergott beruhigte sein Auge, stattete es mit mehr Macht aus als zuvor und setzte es in seine Stirn."


Wer da ein bisschen Durchblick hat, erkennt den Hintergrund solch Ausführungen...die nicht "irgendwie" zusammengeschrieben wurden weil ein Säbelzahntiger den Vater eines Kindes aufgefressen hat.
Hierbei geht es um tiefgründige Vermittlungen.
Ein Mensch, auf den sich dies alles nur bezieht, kann darin erkennen, die "Welt die ihn umgibt", nicht nur aus "einer Perspektive" zu betrachten, sondern, er solle doch alle seine Sinne nutzen um "mehr Macht" zu erhalten (mehr Wissen, mehr Ansichten, mehr Perspektiven usw.)

Aber wie in einigen Gebräuchen von Gläubigen scheinst auch du vor einer Mauer zu beten...anstatt mal drüber zu klettern!

Gysi Online

Atheist


Beiträge: 16.252

25.01.2018 16:53
#16  Jedem das Seine? antworten

Zitat von SOL demiurg
Was wäre aber, wenn der Ursprung dieser Religionen aufgeklärt würde und das Bild was zu Tage tritt ein gegensätzliches ist, als jenes welches heutzutage vermittelt wird?

Hab ich ja was zu geschrieben - und dir - nach meiner Erinnerung - auch verlinkt: Die "Genese der Religionen" heißt der Aufsatz. Warst du aber nicht mit einverstanden. Ich weiß nicht mehr, wieso.

Warum verbeißt du dich so in die Vorstellung, hinter den ägyptischen Göttern und Religionen könnte die erleuchtende Wahrheit stecken? Nach allen Ent-Täuschungen, die wir mit den anderen Religionen erleben durften? Sie haben uns ent-täuscht - und das ist doch auch gut so! Aber bei dir hat diese Ent-Täuschung nicht so ganz funktioniert. Sonst würdest du nicht in deiner Rastlosigkeit - nach all deiner negativen Erfahrung mit den Religionen - in die ägyptische Falle rennen! Deren Religionen sind aus dem selben Stoff geboren, wie die anderen auch: nämlich dem Stoff der Ahnungslosigkeit!

Zitat
Ja, das bin ich. Denn wie du weißt, ich hatte dies mal ins Forum geschrieben, deute ich den westlichen Atheismus als eine Häresie des christlichen Glaubens,

Aber du bist kein Atheist, und deine Theorie ist nicht atheistisch! Du wühlst in der Ägyptologie nach der "Wahrheit"! Darum ist dein Thread auch hier bei den Polytheistischen Urreligionen! Dass du selber kein Polytheist bist, tut nichts zur Sache! Wenn du irgendwann eine neue Religion gebierst, mache ich auch - extra für dich - ein neues Unterforum auf. Versprochen!

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Perquestavolta Online



Beiträge: 3.003

25.01.2018 18:57
#17 RE: Jedem das Seine? antworten

Zitat von SOL demiurg im Beitrag #15
Zitat von Perquestavolta im Beitrag #13
Du hast nicht viel Ahnung, von den alten Ägyptern und ihren Pharaonen...

Du denkst also, das wenn du ein paar Zeilen im Internet, eventuell noch in einigen Magazinen oder Zeitschriften, gelesen hast, du die "Tiefgründigkeit" des Alten Ägypten bis ins Detail begriffen hast?
Das spielt doch wohl keine Rolle..??!!

Tatsache ist nun mal, dass weder echte Ägyptologen, Archäologen, Antropologen... noch sonst jemand deine Überlegungen zu unserer ägyptischen Herkunft teilen.

Zitat von SOL demiurg im Beitrag #15

Kennst du den Spruch: "Mit dem Zweiten sieht man besser?"
Von dem Spruch hab ich schon mal gehört.. aber immer nur im Zusammenhang manipulativer Interessen.


Zitat von SOL demiurg im Beitrag #15

Mir kommt es so vor, als ob du die Welt, nicht nur die ägyptische, mit nur einem Auge betrachtest (die geistige Welt ist dir zuwider, du kannst dich ihr nicht nähern.

Weist du was mir vorkommt? Alles was schneller läuft und fährt.

Tut mir leid SOL-demiurg, aber dieser naiv primitive Wettstreit um: "Meiner ist geistig größer als deiner" ist für mich tatsächlich nur Forschungsobjekt... und was ich bisher darüber herausgefunden habe kann ich dich gerne wissen lassen. Du wirst aber nicht sonderlich erfreut darüber sein.


Zitat von SOL demiurg im Beitrag #15

Da es aber nötig ist Geist und Materie als ein Gesamtes zu betrachten, um nicht den Fehler zu machen "einseitig" zu denken,
Ja natürlich...
Noch besser wäre es sogar, empfindungsbezogene Weltanschauung und rationales Denken möglichst komplett auseinander zu halten... damit man nicht Gefahr läuft, von irgend einem Wahn ergriffen zu werden... der einem dann die ganze Wahrnehmung trübt.

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Humor ist die wahrscheinlich die allerbeste Strategie, hinter das Wesen der Dinge und ihrer Zusammenhänge zu schauen

Reklov Offline




Beiträge: 3.576

30.01.2018 18:44
#18 RE: Jedem das Seine? antworten

Zitat
Die Evolutionstheorie ist die bestens belegte Herkunfts-Theorie überhaupt und die besagt, dass wir von einem gemeinsamen Vorfahren der Schimpansenartigen entstammen.

Perquestavolta,

... typisch PQV! -
Du greifst hier aus einer unüberschaubar langen "Perlenkette" nur die wenigen Perlen heraus, die dem Schimpansen ähneln. Was ist mit der sich schon lange vorher stets wandelnden Formenvielfalt unserer unüberschaubar langen Vorfahren-Kette - bis hin auf den Grund des Wassers - zur Ur-Bakterie?
Deine so warm angepriesene "bestens belegte Herkunfts-Theorie" verschwindet ziemlich bald in weder verfolgbare, noch belegbare Spuren.
Mach Dich also mit solchen Zeilen besser nicht lächerlich, denn jeder Genesis-Fan würde Dir glatt sagen, dass Deine persönliche Annahme ihm viel weniger sagen/vermitteln kann, als z.B. die Worte der biblischen "Schöpfungsgeschichte".

Deinen schimpansenartigen Vermutungen fehlt vor allem "Weisheit", mögen sie sich auch auf wissenschaftlich fixierte Daten stützen.

Man könnte Dir Ahnungslosen die gleichen Fragen stellen, wie sie im Buch HIOB vorkommen:

Wo warst Du denn, als die Erde "gegründet" wurde?
Weißt Du, wer ihr das Maß gesetzt hat, oder wer über sie eine Richtschnur gezogen hat?
Worauf stehen ihre Füße versenkt oder wer hat ihr einen Eckstein gelegt?
Wer hat das Meer mit Türen verschlossen, da es herausbrach wie aus Mutterleib, da es mit Wolken gekleidet wurde, in Dunkel eingewickelt wurde, wie in Windeln, da ihm der Lauf gebrochen wurde mit Dämmen, mit Riegeln und Türen?
Haben sich Dir je die Tore des Todes aufgetan?
Welches ist der Weg, da das Licht wohnt und welches ist der Finsternis Stätte?
Kannst Du ergründen seine Grenzen und merken den Pfad zu seinem Hause? (etc.)

Diese Sprachform klingt natürlich alles andere als zeitgemäß - aber - die gestellten Fragen sind bis heute nicht veraltet!

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 3.576

30.01.2018 19:47
#19 RE: Jedem das Seine? antworten

Zitat
Noch besser wäre es sogar, empfindungsbezogene Weltanschauung und rationales Denken möglichst komplett auseinander zu halten... damit man nicht Gefahr läuft, von irgend einem Wahn ergriffen zu werden... der einem dann die ganze Wahrnehmung trübt.

Perquestavolta,

... E. Kant hat dies in seinen beiden Hauptwerken gemacht: > Kritik der praktischen Vernunft + Kritik der reinen Vernunft <

Angst vor irgendeinem "Wahn" ist aber in jedem Falle übel und ein ungeeigneter Startblock zum Lauf durch die einzelnen Denkräume, denn etwas "getrübt" ist die menschliche Wahrnehmung in jedem Falle.

Gruß von Reklov

Gysi Online

Atheist


Beiträge: 16.252

31.01.2018 09:51
#20 Jedem das Seine? antworten

Zitat von Reklov
.. E. Kant hat dies in seinen beiden Hauptwerken gemacht:

Immanuel Kant! Du redest zwar oft von ihm, aber sehr vertraut scheint er dir nicht zu sein... Mal abgesehen davon, dass mir bei deiner STURHEIT, auf deine Fehler zu BEHARREN, mal wieder die Spucke wegbleibt... Ich habe sowas noch nie erlebt!

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Reklov Offline




Beiträge: 3.576

31.01.2018 14:05
#21 RE: Jedem das Seine? antworten

Zitat
Immanuel Kant! Du redest zwar oft von ihm, aber sehr vertraut scheint er dir nicht zu sein...

Gysi,

... verdammt! - es ist, wie auf dem Instrument: Hat man sich erst mal bei einer Passage den falschen "Fingersatz" eingeübt, kriegt man ihn nicht so leicht wieder los. Des falsche E, anstatt dem I, ist bei mir aber keine Absicht.
Danke dennoch für Deinen Hinweis.

Immanuel Kant und seine Hauptwerke, denen er (s)einen kompliziert strukturierten Sprachstil verpasst hat, ist mir trotzdem geläufig.

Gruß von Reklov

Gysi Online

Atheist


Beiträge: 16.252

31.01.2018 14:33
#22 RE: Jedem das Seine? antworten

Zitat von Reklov
Immanuel Kant und seine Hauptwerke, denen er (s)einen kompliziert strukturierten Sprachstil verpasst hat, ist mir trotzdem geläufig.

Bei Carlo Marks und Fredo Nitsche - dann ist ja alles in Ordnung...

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