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Religionsforum
Atheismus vs. Religionen  


Der substanzielle  Dialog 

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Dieses Thema hat 302 Antworten
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 Christentum
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SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 6.212

10.05.2018 09:29
#26 RE: Der Antichrist antworten

Zitat von Gysi im Beitrag #144
Wenn ich wüsste, dass es Gott gibt, bräuchte ich das nicht zu glauben - ich würde es wissen. Und auch von seiner Lieblosigkeit, Rechtsunfähigkeit und ziellosen Schroffheit! WENN dieser Gott mit dem Bibelgott identisch ist. Was sollte ich daran "nicht glauben"? Ich WÜSSTE es. So, wie ich auch jetzt - im Zustand des Nichtglaubens an einen Gott - von der Unvereinbarkeit eines - biblisch belegten - Gottes mit einer normalen Rechtsempfindung, der Liebe unter den Menschen und dem modernen Humanismus WEISS!
Ich könnte sagen: Werter Gott, da stehst du - sehe ich ja - aber ich glaube nicht an deine Werte! Doch DAS wäre ein anderer Unglaube als der Glaube oder Unglaube an seine bloße Existenz!
Genau das ist der fehlende Glaube eines Atheisten, der den Atheismus auszeichnet. Es geht nicht darum, ob Gott existiert oder nicht, sondern darum, ihn als Atheist kategorisch abzulehnen. Glauben hat eben nichts mit Nichtwissen zu tun. In der Bibel wird jetzt schon prophezeiht, dass sich vollkommene Menschen, die nicht nur wissen, dass es Gott gibt, sondern ebenfalls wissen, dass seine Herrschaftsweise den besten Weg für die gesamte Schöpfung in Sachen Rechtsempfinden, der Liebe unter den Menschen, den Frieden mit der Natur, dem Humanismus, usw. beschreibt und ihn dennoch kategorisch ablehnen werden. Warum sollte dann die heutige Ablehnung Gottes seitens des Atheismus, deren Wertung ja obendrein noch sehr subjektiv und zumindest teilweise unvollständig ist, überraschen?



Zitat von Gysi im Beitrag #144
Dieses Wissen ergibt sich aus der Fähigkeit eines Menschen, logisch zu denken! Sich selber diese Logik zu versagen, ergibt sich aus der Wertung eines Gläubigen, der seinen Glauben über Logik, Rechtsempfindung, Humanismus - und die Liebe zu diesem schrecklichen Gott über die Liebe zu den Menschen - setzt!

Diesen Vorwurf kann man sich jetzt (mit verkehrten Vorzeichen) hin und her schieben. Atheisten denken nicht logisch, während Gläubige sich der Logik um ihres Glaubens willen widersetzen. Mit solchen Äußerungen erreicht man im Dialog nur die subjektive Abwertung, der einen oder anderen Gruppe, um sich die Überlegenheit der eigenen Ansicht einzureden. Es scheint allerdings so, als gehörte diese Form der Abwertung Andersdenkender zum Atheimus dazu. Was hat das aber mit Logik, Rechtsempfinden, und dem modernen Humanismus zu tun?

Zitat von Gysi im Beitrag #144
Und da der gute Mensch und Christ ja beides will, schnitzte er sich einen neuen, modernen Gott. Spätestens dann sollte er bemerken, dass Gott nicht die Menschen, sondern die Menschen Gott erschaffen haben...
Das sollte nicht nur der gute Mensch und Christ bemerken sondern auch der gute Mensch und Atheist, der sich einen schrecklichen Gott schnitzt, von dem er meint, dass der gute Mensch und Christ doch an einen solchen glaubt.

Zitat von Gysi im Beitrag #144
Ich habe den unbedingten Eindruck, dass deine ständige Unterstellung gegenüber den Atheisten, wohl hoffnungslos engstirnig, schmalspurig im Denken oder eindimensional zu sein, eine Projektion deines Glaubensproblems ist. Kann das nicht sein?
Ja und Nein! Aus der Sicht eines Atheisten mag sich dieser Eindruck ergeben. Umgekehrt kann es bei Gläubigen ebenfalls zu einem solchen Eindruck kommen, wenn einem Gläubigen seitens der Atheisten die Fähigkeit oder der Wille zum logischen Denken aberkannt wird. Häufig werden Gläubige von Atheisten sinngemäß als wohl hoffnungslos engstirnig, schmalspurig im Denken und eindimensional bezeichnet. Ist das dann ebenso eine Unterstellung, welche auf einer Projektion des "Glaubensproblems" von Atheisten basiert? Oder ist es das Ergebnis des logischen Denkens, zu dem angeblich nur Atheisten fähig - bzw. willens sind?

Zitat von Gysi im Beitrag #144
Ich wiederhole: Wohl die meisten Atheisten hätten kein Problem damit, die Gottesexistenz anzuerkennen, wenn sich denn BELEGE dafür zeigten! Der Atheismus ist kein Parameter für unsere Gedankenschlüsse, sondern das ERGEBNIS!!
Auch ich wiederhole: Darum geht es nicht. Gerade im meinem letzten Beitrag habe ich darauf hingewiesen, dass es meines Erachtens nach hinsichtlich des Atheismus keinen Unterschied macht, ob Gott existiert oder nicht. Der Atheismus wird stets mit allen Konsequenzen als ERGEBNIS der atheistischen Denkweise feststehen und wird somit auch zu einem Parameter, wie deine Argumentation sehr eindrucksvoll vermittelt.

Zitat von Gysi im Beitrag #144
Das sieht bei euch Bibelgottgläubigen schon anders aus: Die Bibel ist Gottes Wort, Gott ist der Schöpfer von Himmel und Erde, Gott ist weise, liebend und gerecht. Punkt. Bibel, Gott und WTG sind die PARAMETER deiner Gedankengebäude! Daraus kannst du wirklich nur die Idee gewinnen, dass die demokratische Rechtssprechung, der Humanismus, die Logik und die Wissenschaft - wenn das alles in den Zweifel an Gottes Liebe oder gar Existenz eingeht - aus Leib, Seele und Geist abzustoßen ist!
Soviel zum Thema: Unterstellung von hoffnungsloser Engstirnigkeit, Schmalspurigkeit im Denken und Eindimensionalität. Q.e.d.! Unter diesen Umständen bleibt die Diskussion auf einem Niveau, auf dem es hauptsächlich um die Gegensätze und Feindseligkeiten zwischen dem Atheismus und dem Theismus - vor allem aber deren Wertungen gegeneinander - bestehen. Logik und Wissenschaft werden gerne als Gegenspieler zum Glauben an Gott hochgerüstet, wobei sie dringend die Bedingung für ebendiesen sind. Selbstverständlich gibt es viele Gottesvorstellungen, die der Logik nicht entsprechen. Daraus folgt allerdings nicht, dass die Logik eine zwingend atheistische Methode zur Überprüfung von Wertungen ist.


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Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.983

10.05.2018 12:18
#27  Der Antichrist antworten

Zitat von Snooker
Unterstellung von hoffnungsloser Engstirnigkeit, Schmalspurigkeit im Denken und Eindimensionalität. Q.e.d.! Unter diesen Umständen bleibt die Diskussion auf einem Niveau, auf dem es hauptsächlich um die Gegensätze und Feindseligkeiten zwischen dem Atheismus und dem Theismus - vor allem aber deren Wertungen gegeneinander - bestehen.

Du bist nicht mein Feind. Wie kommst du darauf? Aber du musst offenbar konsequenterweise, als einer, der der Bibel gehorcht, der Feind der Ungläubigen sein. Also auch mein Feind. In Sachen menschlicher Solidarität und Toleranz ist der Humanismus nun mal um Äonen weiter als das Christentum. Daraus leitet sich deine schroffe Ablehnung des Atheismus und Abwertung der Atheisten ab. Weil du die INTOLERANZ des Christentums nicht wahrnehmen magst, sind wir Atheisten die geistigen (mentalen, intellektuellen, moralischen) Dünnbrettbohrer. Du weist gerne mit dem Satzanfang "Aus Sicht der Atheisten..." auf unsere vermeintliche Unfähigkeit hin, aus anderer Perspektive zu denken. Das ist ein Vorurteil, auf das du - trotz mehrfacher Analyse mit gegenteiliger Schlussfolgerung - beharrst. Du bist in deinem Glauben verirrt. Weil du für ihn die SELBSTVERSTÄNDLICHSTEN WERTUNGEN (Ethik und Logik) brichst!

Zitat
Genau das ist der fehlende Glaube eines Atheisten, der den Atheismus auszeichnet. Es geht nicht darum, ob Gott existiert oder nicht, sondern darum, ihn als Atheist kategorisch abzulehnen.

Snooker, das ist doch Unsinn. ICH lehne das moralische Niveau ab, das in der Bibel (AT + NT) durch euren Gott vertreten wird. ICH "lehne Gott nicht kategorisch ab", weil ich der Antichrist bin oder sowas, ich WEISS, dass dieser biblische Gott keine Instanz ist, die unsere modernen ethischen Werte vertritt! Und nach meiner schon etwas länger währenden Beschäftigung mit den Religionen und der Gottesexistenz bin ich zudem zu dem Schluss gekommen, dass es diesen Gott logisch nicht gibt. Und irgendeinen - außerbiblischen - Schöpfergott - wahrscheinlich ebenso nicht. Das ergibt sich nicht aus einer "kategorischen Ablehnung", sondern aus humanistischer Parteilichkeit und Realwahrnehmung! Da unterstellst du uns ein paar Boshaftigkeiten. Nichts von denen ist wahr, und der Schwarze Peter liegt in deiner Hand!

Zitat
Das sollte nicht nur der gute Mensch und Christ bemerken sondern auch der gute Mensch und Atheist, der sich einen schrecklichen Gott schnitzt, von dem er meint, dass der gute Mensch und Christ doch an einen solchen glaubt.

Wenn Gott identisch ist mit der Demokratie und den Menschenrechten, ist die Bibel nicht Gottes Wort.

Zitat
Der Atheismus wird stets mit allen Konsequenzen als ERGEBNIS der atheistischen Denkweise feststehen und wird somit auch zu einem Parameter, wie deine Argumentation sehr eindrucksvoll vermittelt.

Das ist falsch!

Zitat
Diesen Vorwurf kann man sich jetzt (mit verkehrten Vorzeichen) hin und her schieben.

Ja, und das tun wir ja auch. Und ich denke, dass - auf der Basis - eine weitere Diskussion (mal wieder...) sinnlos ist. (War sie nicht überhaupt je sinnlos gewesen? Nein, das denke ich nicht...)

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SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 6.212

10.05.2018 17:29
#28 RE: Der Antichrist antworten

Zitat von Gysi im Beitrag #154
Du bist nicht mein Feind. Wie kommst du darauf?
Bin ich jetzt darauf gekommen? Vor einiger Zeit habe ich dich noch darauf hinweisen müssen, dass ich nicht dein Feind bin. Wieso solltest du jetzt mein Feind sein? Ich habe bewusst von den Feindseeligkeiten zwischen den beiden Anschauungen gesprochen. Auf eine persönliche Ebene brauche ich das nicht runterzubrechen. Vielleicht hilft das ja auch eher dir, wenn man deine weitere Aussage betrachtet:

Zitat von Gysi im Beitrag #154
Aber du musst offenbar konsequenterweise, als einer, der der Bibel gehorcht, der Feind der Ungläubigen sein. Also auch mein Feind.
Es bringt uns in der Diskussion keinen Schritt in die richtige Richtung, wenn sich die Vertreter von unterschiedlichen Anschauungen als Feinde stilisieren. Zu was das führt, macht uns die globale Politik jeden Tag hinreichend bewusst.
Andererseits führt eine derartige Wertung auch unter anderem zu solchen Aussagen:

Zitat von Gysi im Beitrag #154
In Sachen menschlicher Solidarität und Toleranz ist der Humanismus nun mal um Äonen weiter als das Christentum. Daraus leitet sich deine schroffe Ablehnung des Atheismus und Abwertung der Atheisten ab. Weil du die INTOLERANZ des Christentums nicht wahrnehmen magst, sind wir Atheisten die geistigen (mentalen, intellektuellen, moralischen) Dünnbrettbohrer.
Aber Gysi...Die geistigen (mentalen, intellektuellen, moralischen) Dünnbrettbohrer müssen doch zwingend die Gläubigen sein, insbesondere die Christen weil doch der HUMANISMUS dem Christentum nun mal in Sachen menschlicher Solidarität und Toleranz um Äonen vorraus ist . Daraus leitet sich logischerweise und folgerichtig auch deine schroffe Ablehnung des Christentums und Abwertung der Christen ab.


Zitat von Gysi im Beitrag #154
Du weist gerne mit dem Satzanfang "Aus Sicht der Atheisten..." auf unsere vermeintliche Unfähigkeit hin, aus anderer Perspektive zu denken. Das ist ein Vorurteil, auf das du - trotz mehrfacher Analyse mit gegenteiliger Schlussfolgerung - beharrst. Du bist in deinem Glauben verirrt. Weil du für ihn die SELBSTVERSTÄNDLICHSTEN WERTUNGEN (Ethik und Logik) brichst!
Ich verwende diesen Satzanfang um klar zu machen, dass ich die Andersartigkeit der atheistischen Sichtweise anerkenne. Daraus eine vermeintliche Unfähigkeit abzuleiten bleibt deine Wertung, der ich ausdrücklich nicht zustimme. Warum fragst du nicht vorher nach? Oder kommt dir diese Wertung vielleicht doch ganz gelegen? Weil du mich dann als einen armen, im Glauben verirrten Menschen bezeichnen kannst, welcher die so SELBSTVERSTÄNDLICHSTEN WERTUNGEN (Ethik und Logik) bricht?




Zitat von Gysi im Beitrag #154
ICH lehne das moralische Niveau ab, das in der Bibel (AT + NT) durch euren Gott vertreten wird. ICH "lehne Gott nicht kategorisch ab", weil ich der Antichrist bin oder sowas, ich WEISS, dass dieser biblische Gott keine Instanz ist, die unsere modernen ethischen Werte vertritt! Und nach meiner schon etwas länger währenden Beschäftigung mit den Religionen und der Gottesexistenz bin ich zudem zu dem Schluss gekommen, dass es diesen Gott logisch nicht gibt. Und irgendeinen - außerbiblischen - Schöpfergott - wahrscheinlich ebenso nicht.
Selbstverständlich gibt es einen solchen Gott nicht. Das, was du ablehnst, ist das Ergebnis deiner Bewertung (Bibel, Religion etc...) unter Berücksichtigung deiner persönlichen Erfahrungen. Andernfalls müssten ja alle Menschen zu dergleichen Einschätzung kommen, wie du; zumal das ja auch noch alles logisch sein soll. Niemand kann dir dein "Wissen" nehmen. Allerdings kannst du auch nicht einfordern, dass andere dein "Wissen" als real der Wahrheit entsprechend übernehmen. Wie steht es denn um die Falsifizierbarkeit deines "Wissens"? Ist das noch möglich?


Zitat von Gysi im Beitrag #154
Das ergibt sich nicht aus einer "kategorischen Ablehnung", sondern aus humanistischer Parteilichkeit und Realwahrnehmung! Da unterstellst du uns ein paar Boshaftigkeiten. Nichts von denen ist wahr, und der Schwarze Peter liegt in deiner Hand!
Warum sollte es "boshaft" sein, etwas oder jemanden kategorisch abzulehnen, weil man einer bestimmten Wertung vertraut? Da unterstellst du mir ziemlich viel. Ich frage mich - einmal mehr - warum? Kommst du ohne den schwarzen Peter, den du in die Hand des Gläubigen legst, nicht mehr aus? Wenn sich deine Haltung aus der Realwahrnehmung ergibt: Nehmen dann alle, die deiner Haltung nicht zustimmen, die Realität nicht wahr?

Zitat von Gysi im Beitrag #154
Das ist falsch!
Nun, so warte ich ab, ob und wann du den Beweis lieferst.


Zitat von Gysi im Beitrag #154
Ja, und das tun wir ja auch. Und ich denke, dass - auf der Basis - eine weitere Diskussion (mal wieder...) sinnlos ist. (War sie nicht überhaupt je sinnlos gewesen? Nein, das denke ich nicht...)
Sinnlos ist eine Diskussion grundsätzlich nicht, solange das Ziel die Verständigung zwischen unterschiedlichen Standpunkten ist und nicht etwa ein Meinungskampf um den überlegenden Standpunkt.


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Gysi Offline

Atheist


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10.05.2018 18:56
#29  Der Antichrist antworten

Zitat von Snooker
Aber Gysi...Die geistigen (mentalen, intellektuellen, moralischen) Dünnbrettbohrer müssen doch zwingend die Gläubigen sein, insbesondere die Christen weil doch der HUMANISMUS dem Christentum nun mal in Sachen menschlicher Solidarität und Toleranz um Äonen vorraus ist

Ja, wenn du das schon einsiehst, warum brichst du dann immer wieder die Fähigkeit der Atheisten herunter, etwas real - also ohne antigottgläubigen Vorurteile - zu analysieren?

Zitat
Daraus leitet sich logischerweise und folgerichtig auch deine schroffe Ablehnung des Christentums und Abwertung der Christen ab.

Èine Religion, die auf Ungläubigenausrottung, archaische und grausame Erstgeborenenopfer, Tötung von Homosexuellen (Moses), Todesurteile für Beleidigungen und Genozid- und Kriegs-Verherrlichung usw. beruht, hat auch nichts anderes als eine "schroffe Ablehnung" verdient. DARUM geht es: um die Ethik. Nicht um Gott "an sich".

Und wenn du für dich herausnimmst, die Feindschaft zwischen Christentum und Atheismus aus dem Verhältnis der Christen zu den Atheisten herauszulassen - dann unterstelle mir nicht, dass ich das nicht tue!!

Zitat
Selbstverständlich gibt es einen solchen Gott nicht. Das, was du ablehnst, ist das Ergebnis deiner Bewertung (Bibel, Religion etc...) unter Berücksichtigung deiner persönlichen Erfahrungen.

Natürlich gibt es so einen Gott nicht! Und ICH bewerte nicht, ich lese, was in der Bibel steht! Natürlich interpretiere ich alles falsch, klar. So wie die Muslime mir vorwerfen, den Koran falsch zu interpretieren. Mein Gott, muss ich doof sein, dass ich das alles falsch lese - und die Gläubigen sind so schlau. Nachdem sie von ihren Imamen und der WTG gebrieft worden sind... Dann sei doch so aufrichtig und sage auch, dass einzig die WTG die Bibel richtig interpretiert und erst durch sie zum Wort Gottes wird! Bevor ihr da wart, war die Lüge... Aber ich halte mich an das Original. Ich erkenne nicht, warum die Zeugen Jehovas das LICHT der biblischen Erkenntnis sind. Ich sagte dir doch, dass ihr Gott modernisiert, um in missionskompatibel zu machen! Hat er euch das eigentlich erlaubt? Wieso war er denn vorher so grausam und juristisch unterbelichtet?

Und nochmal in die Erinnerung gebracht: Nach meiner Wahrnehmung war Gott immer der metaphysisch verlängerte Arm der politisch Herrschenden - und es hat ihn nie gegeben! Die monotheistischen Religionen sind die tragischsten geistigen Irrläufer der Menschheitsgeschichte. Die Opfer sind immens - von den Kreuzzügen über den 30-jährigen Krieg, den Hexenverbrennungen, dem permananten Ausbremsen des Humanismus und der Wissenschaften bis zu den irrealen Zweifelsqualen eines jeden einzelnen Gläubigen - und so weiter und so fort.

Zitat von SOL demiurg
Ihr solltet den Themen-Titel im Auge behalten, das Gespräch hier driftet ab!!

Da hat er ausnahmsweise mal Recht...

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SnookerRI Offline

Soul-Societist


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12.05.2018 14:07
#30 RE: Der Antichrist antworten

Zitat von Gysi im Beitrag #159
Ja, wenn du das schon einsiehst, warum brichst du dann immer wieder die Fähigkeit der Atheisten herunter, etwas real - also ohne antigottgläubigen Vorurteile - zu analysieren?
So, wie es sich im Moment darstellt, brauche ich dazu nichts mehr "herunter zu brechen". Ich habe ja lediglich die gleiche Formulierung verwendet, die du ebensfalls gebraucht hast. Ich bin mir auch sicher, dass du das verstanden hast.



Zitat von Gysi im Beitrag #159
Èine Religion, die auf Ungläubigenausrottung, archaische und grausame Erstgeborenenopfer, Tötung von Homosexuellen (Moses), Todesurteile für Beleidigungen und Genozid- und Kriegs-Verherrlichung usw. beruht, hat auch nichts anderes als eine "schroffe Ablehnung" verdient. DARUM geht es: um die Ethik. Nicht um Gott "an sich".
Wieviel mehr noch eine Wertung, durch die sich ein solchen Bild ergibt.

Zitat von Gysi im Beitrag #159
Und wenn du für dich herausnimmst, die Feindschaft zwischen Christentum und Atheismus aus dem Verhältnis der Christen zu den Atheisten herauszulassen - dann unterstelle mir nicht, dass ich das nicht tue!!
Das brauche ich dir nicht zu unterstellen. Jeder kann nachlesen, dass du mir unterstellt hast, ich müsste in dir einen Feind sehen. Wenn du das schon so siehst, dann steh bitte auch dazu.

Zitat von Gysi im Beitrag #159
Natürlich gibt es so einen Gott nicht! Und ICH bewerte nicht, ich lese, was in der Bibel steht! Natürlich interpretiere ich alles falsch, klar. So wie die Muslime mir vorwerfen, den Koran falsch zu interpretieren. Mein Gott, muss ich doof sein, dass ich das alles falsch lese - und die Gläubigen sind so schlau.
Und umgekehrt? Umgekehrt sind wir Gläubigen wohl zu doof, oder nicht willens die Bibel so zu lesen, wie du sie liest - und bewertest. Jeder, Gysi, wertet das, was er liest. Daraus leiten sich die einzelnen Überzeugungen ab. Das hat auch viel weniger mit "doof" oder "schlau" zu tun. Es sind unterschiedliche Wertungen. Was bringt es dir denn, die Menschen in doofe (Religiöse) und schlaue (Atheisten) einzuteilen? Ist das nicht genau das, was du den Gläubigen immer wieder vorwirfst?


Zitat von Gysi im Beitrag #159
Nachdem sie von ihren Imamen und der WTG gebrieft worden sind... Dann sei doch so aufrichtig und sage auch, dass einzig die WTG die Bibel richtig interpretiert und erst durch sie zum Wort Gottes wird! Bevor ihr da wart, war die Lüge... Aber ich halte mich an das Original. Ich erkenne nicht, warum die Zeugen Jehovas das LICHT der biblischen Erkenntnis sind. Ich sagte dir doch, dass ihr Gott modernisiert, um in missionskompatibel zu machen! Hat er euch das eigentlich erlaubt? Wieso war er denn vorher so grausam und juristisch unterbelichtet?
Wenn du dich an das Original hälst, wundert es doch, dass deine Wertung so viel mit der kirchlichen Wertung des Mittelalters zu tun hat. Besonders bei dem Verständnis des Begriffes Hölle wird das immer wieder deutlich. Mit diesem Verständnis (und als Reflexion ein "grausamer und juristisch unterbelichteter Gott") ist übrigens Jahrhunderte lang "missioniert" worden. Offenbar nicht nur von den Kirchen.

Zitat von Gysi im Beitrag #159
Und nochmal in die Erinnerung gebracht: Nach meiner Wahrnehmung war Gott immer der metaphysisch verlängerte Arm der politisch Herrschenden - und es hat ihn nie gegeben! Die monotheistischen Religionen sind die tragischsten geistigen Irrläufer der Menschheitsgeschichte. Die Opfer sind immens - von den Kreuzzügen über den 30-jährigen Krieg, den Hexenverbrennungen, dem permananten Ausbremsen des Humanismus und der Wissenschaften bis zu den irrealen Zweifelsqualen eines jeden einzelnen Gläubigen - und so weiter und so fort.
Eine ausgesprochen ehrliche Aussage. Vielen Dank dafür. Denn es ist - so wie du sagst - deine Wahrnehmung. Nicht nur, dass Religion und Politik zum Unheil über den Menschen geherrscht haben - darin stimme ich dir vollends zu - , sondern auch, dass "Gott" für dieses Unheil von Menschen geschaffen wurde. Aufgrund dieser Wahrnehmung kommst du auch immer wieder zur Bestätigung deiner Ansicht, die du dann als "ERGEBNIS" ausweist. Keiner kann dir das nehmen. Aber kannst du ernsthaft fordern, dass jeder Mensch mit deiner Wahrnehmung arbeiten muss, um zu realen Erkenntnissen über Gott und Religion zu kommen?

Zitat von Gysi im Beitrag #159
Da hat er ausnahmsweise mal Recht...
Wir könnten ja jederzeit woanders weiterdiskutieren. Falls das Interesse vorhanden ist und die Diskussion nicht im Stile eines "Reklov-Gysi Gefechts" verläuft.


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Gysi Offline

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12.05.2018 14:22
#31  Der Antichrist antworten

Zitat von Snooker
Das brauche ich dir nicht zu unterstellen. Jeder kann nachlesen, dass du mir unterstellt hast, ich müsste in dir einen Feind sehen. Wenn du das schon so siehst, dann steh bitte auch dazu.

Entweder bist du ein Humanist und als solcher tolerant - oder du bist bibeltreu und als solcher intolerant! Oder irgendwas dazwischen.

Zitat
Wenn du dich an das Original hälst, wundert es doch, dass deine Wertung so viel mit der kirchlichen Wertung des Mittelalters zu tun hat. Besonders bei dem Verständnis des Begriffes Hölle wird das immer wieder deutlich. Mit diesem Verständnis (und als Reflexion ein "grausamer und juristisch unterbelichteter Gott") ist übrigens Jahrhunderte lang "missioniert" worden. Offenbar nicht nur von den Kirchen.

Ihr habt euch vom Original entfernt um die Missionskompatibilität der christlichen Bekenntnisgruppen aufrechtzuerhalten. Ihr habt Gott und die Heilige Schrift nach dem Maßstab des Humanismus verändet, ohne diesen Gott zu fragen. (Nun, geht ja asuch nicht...)

Zitat
Eine ausgesprochen ehrliche Aussage. Vielen Dank dafür. Denn es ist - so wie du sagst - deine Wahrnehmung.

Oho. Nicht nur meine...

Zitat
Aber kannst du ernsthaft fordern, dass jeder Mensch mit deiner Wahrnehmung arbeiten muss,

Das fordere ich bestimmt nicht. Aber fordere du auch nicht von uns Ungläubigen, zu verschweigen, dass du - nach unserer Wahrnehmung - das Opfer massiver Gehirnwäsche bist. Und dass die dir nicht guttun kann.

Zitat
Wir könnten ja jederzeit woanders weiterdiskutieren. Falls das Interesse vorhanden ist und die Diskussion nicht im Stile eines "Reklov-Gysi Gefechts" verläuft.

Du bist nicht Reklov. Schon von daher würde das nicht so laufen. Schreib am besten hier weiter, wenn du willst. Und ich werde dann unseren Teil in einen neuen Thread separieren. Titel?

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Perquestavolta Offline



Beiträge: 4.033

12.05.2018 14:28
#32 RE: Der Antichrist antworten

Wettk(r)ampf der Wertungen

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SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 6.212

13.05.2018 13:56
#33 RE: Der Antichrist antworten

Zitat von Gysi im Beitrag #170
Entweder bist du ein Humanist und als solcher tolerant - oder du bist bibeltreu und als solcher intolerant! Oder irgendwas dazwischen.
Bibeltreu und tolerant passt wohl nicht zusammen...oder?


Zitat von Gysi im Beitrag #170
Ihr habt euch vom Original entfernt um die Missionskompatibilität der christlichen Bekenntnisgruppen aufrechtzuerhalten. Ihr habt Gott und die Heilige Schrift nach dem Maßstab des Humanismus verändet, ohne diesen Gott zu fragen. (Nun, geht ja asuch nicht...)
Demnach müssten wir ja die übelsten Antitheisten sein. Wer würde es sonst wagen, so einen Frevel zu begehen. Wir wären ja damit noch schlimmer, als die Atheisten, welche ja angeblich nur die Existenz Gottes ablehnen.Und wenn es dann doch um den Humanismus geht, müsste das Verhältnis zwischen Atheisten und Christen doch um einiges besser sein...

Zitat von Gysi im Beitrag #170
Oho. Nicht nur meine...
Ja, je mehr Personen eine Meinung teilen, desto sicherer kann man sich "fühlen". (Du hattest das "meine" ja extra noch hervorgehoben).


Zitat von Gysi im Beitrag #170
Das fordere ich bestimmt nicht. Aber fordere du auch nicht von uns Ungläubigen, zu verschweigen, dass du - nach unserer Wahrnehmung - das Opfer massiver Gehirnwäsche bist. Und dass die dir nicht guttun kann.
Ich erwarte es nicht anders. Je deutlicher der Vorwurf der "Gehirnwäsche" ist, desto klarer wird auch die Abgrenzung zwischen den Überzeugungen. Von hier aus ist es dann allerdings auch bis zur Abwertung von religiösen Menschen nicht mehr weit...Aber auch das ist nicht anders zu erwarten.



Zitat von Gysi im Beitrag #170
Du bist nicht Reklov. Schon von daher würde das nicht so laufen. Schreib am besten hier weiter, wenn du willst. Und ich werde dann unseren Teil in einen neuen Thread separieren. Titel?
Einen Titel zu finden, wird nicht einfach. Der Thread ist mittlerweile eine Hydra aus 3-4 thematischen Richtungen. In unserer Diskussion geht es ja um die "subjektive Wahrnehmung der jeweils gegensetzlichen Ansicht"... Klingt als Titel aber nicht besonders vielsagend.Vielleicht hast du ja eine bessere Idee...


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Gysi Offline

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13.05.2018 16:30
#34 Der Antichrist antworten

Zitat von Snooker
Bibeltreu und tolerant passt wohl nicht zusammen...oder?

Kommt drauf an, wie du die Begriffe "bibeltreu" und "tolerant" verbiegst.

Zitat
Ich erwarte es nicht anders. Je deutlicher der Vorwurf der "Gehirnwäsche" ist, desto klarer wird auch die Abgrenzung zwischen den Überzeugungen.

Die "Gehirnwäsche" gilt gegeüber den Gehirnwäschern als Vorwurf. Bestimmt nicht gegenüber den Gewaschenen. Wobei ja auch der Wäscher zumeist ein Gewaschener ist. ABGRENZEN und aus Diskussionen AUSSCHLIESSEN tut sich der, der diesen "Vorwurf" zu thematisieren verbietet. Und sich nicht mit ihm (selbst)kritisch auseinanderzusetzen gedenkt.

Zitat
Einen Titel zu finden, wird nicht einfach. Der Thread ist mittlerweile eine Hydra aus 3-4 thematischen Richtungen. In unserer Diskussion geht es ja um die "subjektive Wahrnehmung der jeweils gegensetzlichen Ansicht"... Klingt als Titel aber nicht besonders vielsagend.Vielleicht hast du ja eine bessere Idee...

Vielleicht: "Ist es verboten, Gott grausam und inhuman zu nennen"?

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Athon Offline




Beiträge: 2.041

13.05.2018 16:57
#35 RE: Der Antichrist antworten

@Gysi

Zitat von Gysi #180
Vielleicht: "Ist es verboten, Gott grausam und inhuman zu nennen"?


Oder: "Das elfte Gebot: Du darfst Deinen Gott nicht kritisieren."

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Nicht Gott schuf den Menschen, der Mensch schuf Gott! Und hat bis heute daran zu schaffen...

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 6.212

13.05.2018 16:59
#36 RE: Der Antichrist antworten

Zitat von Gysi im Beitrag Ist es verboten, Gott grausam und inhuman zu nennen?
Kommt drauf an, wie du die Begriffe "bibeltreu" und "tolerant" verbiegst.
Über wessen Verbiegung der Begriffe sollen wir uns denn austauschen? Oder bist du der Meinung, dass du die Begriffe nicht im Sinne deiner Wertung und Wahrnehmung verbiegst?Wenn ich jedem Menschen biblisch begründet seine Ansichten und Wertungen zugestehen kann: Bin ich dann bibeltreu oder tolerant?

Zitat von Gysi im Beitrag Ist es verboten, Gott grausam und inhuman zu nennen?
Die "Gehirnwäsche" gilt gegeüber den Gehirnwäschern als Vorwurf. Bestimmt nicht gegenüber den Gewaschenen. Wobei ja auch der Wäscher zumeist ein Gewaschener ist. ABGRENZEN und aus Diskussionen AUSSCHLIESSEN tut sich der, der diesen "Vorwurf" zu thematisieren verbietet. Und sich nicht mit ihm (selbst)kritisch auseinanderzusetzen gedenkt.
Und wenn als Ergebnis dieser (selbst)kritischen Auseinandersetzung, die Bestätigung der - dem Vorwurf gemäß genannten - "Gehirnwäsche" steht?

Zitat von Gysi im Beitrag Ist es verboten, Gott grausam und inhuman zu nennen?
Vielleicht: "Ist es verboten, Gott grausam und inhuman zu nennen"?
Hmmh, das spiegelt meiner Meinung nach allerdings nur einen recht kleinen Teil der Diskussion wider, welcher auch kurz und knapp (zumindest meinetwegen) mit "Nein" zu beantworten ist. Zumal es sich bei dieser Aussage ja ebenfalls um eine Ableitung aus einer (persönliche) Wahrnehmung handelt, wie du es ja schon im Laufe der Diskussion zur Erinnerung bemerkt hast.


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Wir wissen nur so viel, wie wir fragen (Wessel Gansfort, 1419-1489)

Gysi Offline

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Beiträge: 16.983

13.05.2018 17:14
#37  Der Antichrist antworten

Zitat von Snooker
Über wessen Verbiegung der Begriffe sollen wir uns denn austauschen?

Wenn wir keine stabilen Begriffe benutzen, die wir beide gleich "werten", bräuchten wir doch gar nicht mehr miteinander diskutieren. Das Probelm haben wir ja schon mit Reklov. Der hat seine eigenen Gottbegriffe, die mal so, mal so definiert werden - weil der Begriff doch so "vielschichtig" ist... Wenn - in deinem Fall - der schlimmste Inhumanismus als für die heutige Zeit obsolet, die Bibel aber trotzdem als Gottes ewiges Wort wird, bekomme ich Verständnisschwierigkeiten. Oder die Hölle und der Teufel seien doch "symbolisch" gemeint. Ja, und Gott? Nein, der nicht... DAS sind die Begriffsverbiegungen, unter denen die Diskussion zwischen uns beiden leidet. Wer befugt die ZJs, die Begriffe als korrekt zu autorisieren?

Zitat
Hmmh, das spiegelt meiner Meinung nach allerdings nur einen recht kleinen Teil der Diskussion wider, welcher auch kurz und knapp (zumindest meinetwegen) mit "Nein" zu beantworten ist.

Mal Butter bei die Fische: Für DICH ist dieser Satz doch verboten, oder?

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SnookerRI Offline

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13.05.2018 18:01
#38 RE: Der Antichrist antworten

Zitat von Gysi im Beitrag #37
Wenn wir keine stabilen Begriffe benutzen, die wir beide gleich "werten", bräuchten wir doch gar nicht mehr miteinander diskutieren.
Wenn das für dich die Vorraussetzung für eine Diskussion zwischen dem Atheismus und den Religionen ist, wäre es wohl tatsächlich das Vernünftigste, die Diskussion erst gar nicht zu beginnen. Es ist doch wohl offensichtlich, dass die verwendeten Begriffe eben nicht gleich gewertet werden können. Würden sie gleich gewertet werden, fehlte ebenfalls die Grundlage für die Diskussion. Gott kann nicht von beiden Seiten gleichzeitig als real existent, souverän und als personifizierte Liebe verstanden werden und als nicht real, als ein erfundener verlängerter Arm der Herrschenden zum Unglück über die Beherrschten.

Wir unterhalten uns hier doch gerade über die Unterschiede innerhalb des Verständnisses der Begriffe in Bezug auf die Wahrnehmung und Wertung. Nicht nur was den Atheismus betrifft, sondern auch was die verschiedenen Religionen angeht. Diese Unterschiede sind der Treibstoff für die Diskussion, die niemals das Ziel haben kann, einer bestimmten Wertungsweise Vorschub zu leisten. Wer erwartet, sich hier mit seiner persönlichen Ansicht gegen die anderen durchsetzen zu können, und die Diskussion als "Schlachtfeld" sieht, um seine persönlichen Befindlichkeiten zu befriedigen, indem er sich und seine Ansicht anderen überlegen sieht, macht sich doch nur lächerlich.


Zitat von Gysi im Beitrag #37
Das Probelm haben wir ja schon mit Reklov. Der hat seine eigenen Gottbegriffe, die mal so, mal so definiert werden - weil der Begriff doch so "vielschichtig" ist...
Ja und? Was hindert denn einen daran, sich das anzuhören zu hinterfragen und dann zu dem Schluss zu kommen, dass man es anders sieht? Ich stimme mit Reklovs Gottesverständnis auch nicht überein. Trotzdem kann ich doch an der Diskussion teilhaben, ohne dass am Ende ein beidseitiges Einvernehmen bestehen muss? Wer würde denn sowas erwarten?


Zitat von Gysi im Beitrag #37
Wenn - in deinem Fall - der schlimmste Inhumanismus als für die heutige Zeit obsolet, die Bibel aber trotzdem als Gottes ewiges Wort wird, bekomme ich Verständnisschwierigkeiten.
Natürlich bekommst du da Verständnisschwierigkeiten. Weil deine Wahrnehmung von Gott und Religion eine andere Wertung nicht zulassen kann. Finde ich völlig normal und keineswegs überraschend. Warum tust du dich so schwer damit, die Unterschiede in den Wertungen zwischen Atheisten und Theisten anzuerkennen? Du kannst es ohnehin nicht ändern. Du kannst dich höchstens damit arrangieren, ohne deine eigene Ansicht aufgeben zu müssen.

Du betreibst dieses Forum doch nicht etwa, um aus Theisten Atheisten zu machen?




Zitat von Gysi im Beitrag #37
Oder die Hölle und der Teufel seien doch "symbolisch" gemeint. Ja, und Gott? Nein, der nicht... DAS sind die Begriffsverbiegungen, unter denen die Diskussion zwischen uns beiden leidet.
Sehe ich anders. Das macht die Diskussion doch gerade spannend. Wozu noch diskutieren, wenn wir ohnehin gleicher Meinung sind? Diskutierst du kontrer mit Athon, Blackysmart, PQV, oder anderen Atheisten über euer Verständnis von Gott und Religion? Habe ich noch nicht gelesen. Darin seid ihr euch doch einig.



Zitat von Gysi im Beitrag #37
Wer befugt die ZJs, die Begriffe als korrekt zu autorisieren?

Und wer befugt die Atheisten, die Begriffe als korrekt zu autorisieren? Die Begriffe werden unterschiedlich gefüllt. Wir unterhalten uns über diese Unterschiede anhand unserer Wertungen, Wahrnehmung, Erfahrung, etc. etc.

Zitat von Gysi im Beitrag #37
Mal Butter bei die Fische: Für DICH ist dieser Satz doch verboten, oder?
Der Satz ist für mich nicht verboten; er ist unlogisch, weil ich Gott anders wahrnehme, als du (und andere Atheisten).


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Gysi Offline

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13.05.2018 18:23
#39  Der Antichrist antworten

Zitat von Snooker
Diskutierst du kontrer mit Athon, Blackysmart, PQV, oder anderen Atheisten über euer Verständnis von Gott und Religion? Habe ich noch nicht gelesen.

Wir sind uns ja einig, dass es ihn nicht gibt. Da brauchen wir auch nicht weiter drüber reden. VIELE Worte können uns das Maß unserer Missverständnisse anzeigen. Und dass man sie vielleicht auch haben will... Aber ÜBEREINSTIMMUNG - ehrliche - ist ein angenehmens Gefühl.

Zitat
Sehe ich anders. Das macht die Diskussion doch gerade spannend.

Jetzt ist mir eines nicht ganz klar: Siehst du ebenso Teufel und Hölle als Symbolbilder? Warum dann nicht Gott?

Zitat
Und wer befugt die Atheisten, die Begriffe als korrekt zu autorisieren?

Niemand. Wir müssen uns auf feste Begriffsinhalte einigen. Und dazu schlage ich die alten Bibeltexte vor.

Zitat
Du betreibst dieses Forum doch nicht etwa, um aus Theisten Atheisten zu machen?

Ich betreibe das Forum, weil
1. Religionen (immer noch) ein bedeutender Prägungsfaktor sind,
2. Religion kein Privatvergnügen ist; die geprägten Charaktere prägen auch das Sozialverhalten der Gläubigen,
3. wir vor dem Islam nicht wehrlos und naiv stehen dürfen.
4. es immer besser ist, zu reden, als sich schweigend aus dem Weg zu gehen!

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Reklov Offline




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13.05.2018 18:33
#40 RE: Der Antichrist antworten

Zitat
Jetz ist mir eines nicht ganz klar: Siehst du ebenso Teufel und Hölle als Symbolbilder? Warum dann nicht Gott?

Gysi,

... Teufel und Hölle waren/sind Symbolbilder für die "Absonderung" = aus diesem Wort soll das Wort "Sünde" herausgebildet worden sein. Der Begriff "Gott" entzieht sich jedoch jeder philosophischen oder kirchlichen Erklärung/Definition.

Zitat
3. wir vor dem Islam nicht wehrlos und naiv stehen dürfen.

Der Islam ist ja nicht alleinbestimmend auf dieser Erde. Auch er wird sich mehr und mehr erneuern müssen, denn der menschliche Geist und seine Kritikfähigkeit kann nicht auf Dauer "eingeseift" werden, steht auch nicht stumm vor Dogmen, sondern diese müssen sich ihm früher oder später stellen. Auf den Islam kommen (das darf vermutet werden) noch die Zeiten zu, welche das Christentum schon bitter durchleiden musste.
Wie sich z.B. die unter der schmalen Sichel des Neumondes versammelten Glaubensbrüder (nicht nur in Syrien) bekämpfen, weist Parallelen zum einstigen 30jähr. Kriegswüten innerhalb des Christentums auf.

Gruß von Reklov

Gysi Offline

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14.05.2018 07:42
#41  Der Antichrist antworten

Zitat von Reklov
Der Begriff "Gott" entzieht sich jedoch jeder philosophischen oder kirchlichen Erklärung/Definition.

Erstens ist das Unsinn (für jeden, der mal ein wenig in der Bibel herumgeblättert oder sich mal eine Kirchenpredigt angehört hat) und zweitens ist das keine Antwort auf auf meine Idee, Gott doch ebenso zu einer Symbolfigur (für das Gute und Gerechte) zu machen, wie Bibelmodernisierer den Teufel für das Böse symbolisieren und die Hölle "nur" für seelische Qualen.

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Reklov Offline




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14.05.2018 11:04
#42 RE: Der Antichrist antworten

Zitat
Du bist in deinem Glauben verirrt. Weil du für ihn die SELBSTVERSTÄNDLICHSTEN WERTUNGEN (Ethik und Logik) brichst!

Gysi,

... was Du zu snooker sagst, steht auf schwankendem Boden, denn Ethik wird z.B. zwar eifrig "gelehrt", aber im Alltag selten "praktiziert"! Und was die Logik angeht, solltest Du (ich sage es nochmal) zwischen den einzelnen Räumen, in denen sie Anwendung findet, trennen können. Mathematische Logik, formale Logik, Methodologie oder Logistik, wie sie z.B. in manchen industriellen Bereichen verwendet wird, hat einen völlig anderen Wesenszug, als Sprachlogik, Psychologie des Denkens, Ontologie, Gegenstandstheorie, Metaphysik.

Solche sich isolierenden Richtungen verlieren allerdings auch schnell ihren philosophischen Gehalt, leben eine kurze Zeit von dem Enthusiasmus des Neubegründens eines nun vermeintlich endgültig reinen und wesentlichen Denkens, geraten oft in einen Fanatismus, der nur verachtet und beiseite drängt, was nicht zu seinem eigenen Sinn gehört.
Die von mir einzeln aufgeführten Logik-Bereiche werden in der Beschränkung stimmungslos, in Verabsolutierungen unwahr, obwohl sie in ihrer Zugehörigkeit zum GANZEN je einen eigentümlichen Wahrheitscharakter besitzen. Es kommt also darauf an, den weiten, eigentlich philosophischen Sinn von Logik festzuhalten.
So ist es ständig unsere Aufgabe, in der Vielfachheit des Sinns von Logik das GANZE als das Ursprüngliche und Umfassende wiederzugewinnen.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




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14.05.2018 11:18
#43 RE: Der Antichrist antworten

Zitat
Erstens ist das Unsinn (für jeden, der mal ein wenig in der Bibel herumgeblättert oder sich mal eine Kirchenpredigt angehört hat) und zweitens ist das keine Antwort auf auf meine Idee, Gott doch ebenso zu einer Symbolfigur (für das Gute und Gerechte) zu machen, wie Bibelmodernisierer den Teufel für das Böse symbolisieren und die Hölle "nur" für seelische Qualen.

Gysi,

"Bibelmodernisierer" kleben leider immer noch an alten semitischen Gottesmuster-Vorlagen. "unsinn" wäre sicher, nur in der Bibel herumzublättern. Besser wäre, die Erfahrungen und die "seelischen Landschaften", welche darin vorkommen, mit den eigenen Landschaften und Erfahrungen zu vergleichen. Vielleicht findet der eine oder andere Parallelen zu seinem Dasein?
Der Teufel hat nur im manchen Dogmen sog. >Buch-Religionen< seine unrühmliche "Rolle" zu spielen. Das alte Judentum denkt ihn z.B. in der Rolle des Staatsanwalts, der die Menschheit am JÜNGSTEN TAGE vor dem Gottesthron anklagen wird. - Natürlich steht ihm gegenüber Jesus als der souveräne Verteidiger der Menschheit. (Auch nicht so schlecht.)

"Seelische Qualen" können allerdings schon hier auf Erden eine "höllische Pein" bedeuten. Manche Seelendoktoren und Justizbeamte können darüber mehr als nur einen traurigen Vers singen.

Gruß von Reklov

Gysi Offline

Atheist


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14.05.2018 13:39
#44  Der Antichrist antworten

Zitat von Reklov
Besser wäre, die Erfahrungen und die "seelischen Landschaften", welche darin vorkommen, mit den eigenen Landschaften und Erfahrungen zu vergleichen.

Nicht schon wieder... Nicht immer noch... Du BIST nicht Gottes Glückskind! Das BIST du einfach nicht!

Zitat
"Seelische Qualen" können allerdings schon hier auf Erden eine "höllische Pein" bedeuten. Manche Seelendoktoren und Justizbeamte können darüber mehr als nur einen traurigen Vers singen.

Und du nicht?

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Reklov Offline




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15.05.2018 12:31
#45 RE: Der Antichrist antworten

Zitat
Du BIST nicht Gottes Glückskind! Das BIST du einfach nicht!

Gysi,

... bisher gibt es kein herrschendes Paradigma einer umfassenden wissenschaftlichen Anthropologie, so kann also schon mal niemand korrekt sagen, was der Mensch eigentlich ist! Es hat lediglich zersplitterte Einzelwissenschaften mit anthropologischen Fragestellungen gegeben. Deshalb ist und bleibt auch Dein in Versalien betontes "BIST" ohne jeglichen Anspruch, außer, dass es Deine Privatmeinung darstellt.

Man soll ja den Tag nicht vor dem Abend loben, aber meine bisherige Lebensstrecke betrachte ich immer wieder "dankbar" als einen "Glücksweg" und das hat mehrere Gründe: In der Nachkriegszeit geboren. Nie ernstlich krank gewesen. Nie in Geldnot geraten. Jugendliebe geheiratet. Einen gesunden und begabten Sohn gezeugt, der auch mein "Freund" und kritischer Gesprächspartner wurde. Meinen "Traumberuf", wie auch meine Musik erfolgreich praktiziert. Aus misslichen Lagen stets heil herausgeführt worden.
Was soll also daran nicht einem "Glückskind" ähneln? Dass jedoch in Deinem Weltbild ein "Glückskind Gottes" erst gar nicht vorkommen kann/darf, sollte Dir ja auch bewusst sein. Du würdest meine Lebensstrecke mit genetischem Erbmaterial, passenden Umständen und glücklichen Zufällen erklären.

Zitat
Und du nicht?

"Seelische Qualen" bereiteten mir meine Lehrer auf dem Gymi, aber nur, weil ich noch nicht verstehen konnte, dass sie (größtenteils überzeugte Nazis und Kriegsteilnehmer!) nur noch das an die Schüler weitergeben konnten, was ihnen die Fronteinsätze angetan, bzw. übrig gelassen hatten. "Seelenqualen" erlitt ich natürlich auch während jugendlichem Liebeskummer. Mein Berliner Witz konnte dadurch aber keinen nennenswerten Schaden erleiden und heute kann ich "amüsiert" auf meine damaligen Notzustände blicken.
Eines wurmt mich aber schon: Gestern habe ich mal wieder (nach fast 2 Stunden) ein Tennis-Match gegen meine Frau (wegen einem nicht parierten Aufschlag) am Ende knapp verloren. (Verflixt, verdammt und zugenäht! )

Gruß von Reklov

Gysi Offline

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15.05.2018 13:03
#46 RE: Der Antichrist antworten

Darf man Gott "grausam, lieblos, grobschlächtig und ungerecht" nennen? Gilt natürlich nur für die Gottgläubigen. Zu dem Thema könnten wir uns vielleicht noch etwas detaillierter unterhalten. Wobei wir natürlich wieder über die Gottesdefinition stolpern werden.

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Reklov Offline




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15.05.2018 13:44
#47 RE: Der Antichrist antworten

Zitat
Darf man Gott "grausam, lieblos, grobschlächtig und ungerecht" nennen? Gilt natürlich nur für die Gottgläubigen.

Gysi,

... das mag ein Verbitterter, sich vom Leben ungerecht behandelt Fühlender (ob fromm oder nicht) durchaus so tun. Meine härteren Lebenslektionen würde ich aber nie "Gott" in die Schuhe schieben wollen, denn im Grunde hatte ich sie oft selber ausgelöst, - bewusst - und manchmal auch unbewusst.

Gruß von Reklov

Gysi Offline

Atheist


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15.05.2018 16:05
#48 Der Antichrist antworten

Zitat von Reklov
.. das mag ein Verbitterter, sich vom Leben ungerecht behandelt Fühlender (ob fromm oder nicht) durchaus so tun.

Ich schiebe Gott nichts in seine Schuhe, ich bin ATHESIST, schon vergessen? Ich gehe von der originalen Bibel aus. Nicht von meinem Leben oder unserer Geschichte. Und dieser Gott, der sich über ca. 1.000 Jahre Zeitspanne zwischen der ältesten und jüngsten Niederschrift in der Bibel präsentiert, hat nichts mit normalem Rechtsempfinden, Toleranz, Humanismus und differenzierter Gerechtigkeit zu tun! DAS IST FAKT! Du scheinst in der letzten Zeit meinen Unglauben als das Ergebnis meiner eigenen "Verbitterungen" zu werten. Wie lange "diskutieren" wir hier schon? Willst du gegen mich hetzen? Du redest wirklich dummes Zeug!

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Reklov Offline




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15.05.2018 16:48
#49 RE: Der Antichrist antworten

Zitat
Ich gehe von der originalen Bibel aus.

Gysi,

... es gibt keine "Original-Bibel". An den Bibeltexten wurde in den letzten Jahrhunderten stets gekürzt, gestrichen, verfälscht oder hinzugefügt. -
Der Codex Sinaiticus gilt bis heute als die älteste erhaltene Bibelhandschrift der Welt. Vor 150 Jahren, am 7. Februar 1859, entdeckte der Leipziger Theologieprofessor und Bibelforscher Friedrich Konstantin von Tischendorf einige Blätter der begehrten Handschrift im griechisch-orthodoxen Katharinenkloster auf der ägyptischen Sinai Halbinsel.

Zitat
Und dieser Gott, der sich über ca. 1.000 Jahre Zeitspanne zwischen der ältesten und jüngsten Niederschrift in der Bibel präsentiert, hat nichts mit normalem Rechtsempfinden, Toleranz, Humanismus und differenzierter Gerechtigkeit zu tun!

Fakt ist vor allem, dass ein von Menschen geschriebener Text kein gültiges Gottesbild erschaffen kann. Man könnte die Bibel allenfalls als ein relig. Bekenntnis antiker semitischer Wanderhirten bezeichnen.

Zitat
Du scheinst in der letzten Zeit meinen Unglauben als das Ergebnis meiner eigenen "Verbitterungen" zu werten. Wie lange "diskutieren" wir hier schon? Willst du gegen mich hetzen? Du redest wirklich dummes Zeug!

Wenn das so bei Dir rüberkommt, muss ich meinen Schreibstil wohl etwas ändern. Ich will hier weder gegen jemanden hetzen, noch als Missionar auftreten. Mir fiel nur auf, dass Du gegen Religionen so reagierst, wie der Teufel auf das Weihwasser - wenn ich dieses Bild benützen darf. Anstatt des Wortes "Verbitterung" hätte ich wohl besser "Enttäuschung" verwenden sollen. Enttäuscht wird aber nur jemand, der sich vorher von etwas hat täuschen lassen.

Gruß von Reklov

Gysi Offline

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15.05.2018 17:04
#50 Der Antichrist antworten

Zitat von Reklov
... es gibt keine "Original-Bibel". An den Bibeltexten wurde in den letzten Jahrhunderten stets gekürzt, gestrichen, verfälscht oder hinzugefügt. -

Ich meine die BIBEL, so wie wir sie alle heute kennen, herrgottkruxitürken!! Davon empfehle ich, auszugehen! Von was sollen wir denn sonst ausgehen? Von der willenlosen Substanz? Oder dem Jesus SUPERSTAR der Bergpredigt (aber bitteschön nur bis zum 18. Vers...)? ICH gehe von dem Gott als Schöpfer des Universums und der Erde und den Menschen aus, der Krone der Schöpfung... . Und von dem Füllhorn des Ewigen Lebens, das ein liebender Gott über die Guten ergießt. Vergiß die immer mitgedachte Fußnote nicht: DIESEN Gott als existent zu bezeichen, ist - dummes Zeug!

Zitat
Mir fiel nur auf, dass Du gegen Religionen so reagierst, wie der Teufel auf das Weihwasser - wenn ich dieses Bild benützen darf. Anstatt des Wortes "Verbitterung" hätte ich wohl besser "Enttäuschung" verwenden sollen. Enttäuscht wird aber nur jemand, der sich vorher von etwas hat täuschen lassen.


Die Religionserziehung (aus verschiedenen Richtungen) hatte tiefe Wunden in mir gerissen. Ich habe mich mit meiner "Heilung" über Jahrzehnte beschäftigt, und ich BIN "geheilt"! Wenn heute jedoch jemand dahergelaufen kommt, und mir meine VERZWEIFLUNG von damals - und das NACHGLÜHEN dieser Verzweiflung - zu meinem Nachteil vorwirft, wird von mir der HETZE bezichtigt. Und ich tue das zu recht!

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dass Sie sie sagen dürfen!" (Voltaire)

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