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Atheismus vs. Religionen  

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Dieses Thema hat 302 Antworten
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 Christentum
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SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 5.810

15.05.2018 20:29
#51 RE: Der Antichrist antworten

Zitat von Gysi im Beitrag #39
Wir sind uns ja einig, dass es ihn nicht gibt. Da brauchen wir auch nicht weiter drüber reden. VIELE Worte können uns das Maß unserer Missverständnisse anzeigen. Und dass man sie vielleicht auch haben will... Aber ÜBEREINSTIMMUNG - ehrliche - ist ein angenehmens Gefühl.
Sicher. Da es aber zwischen Atheismus und Theismus grundsätzlich keine Übereinstimmung geben kann, gibt es entweder kein "angenehmes Gefühl" oder man betrachtet die Unterschiede als "angenehm". Zumindest im Sinne des Gedankenaustausches.


Zitat von Gysi im Beitrag #39
Jetzt ist mir eines nicht ganz klar: Siehst du ebenso Teufel und Hölle als Symbolbilder? Warum dann nicht Gott?

Der Teufel ist eine real existente Geistperson und die "Hölle" (Gehenna) ist der Zustand (endgültiger) Nichtexistenz. Alles ganz real. Ebenso ist Gott eine Realität.


Zitat von Gysi im Beitrag #39
Niemand. Wir müssen uns auf feste Begriffsinhalte einigen. Und dazu schlage ich die alten Bibeltexte vor.
Nach diesen ist Gott allerdings eine real existente Geistperson (Joh. 4:24) und nicht der "erfundene, verlängerte Arm der Herrschenden zum Unglück für die Beherrschten". Dir muss doch klar sein, dass die alten Bibeltexte unterschiedlich gewertet werden und es darüber keine Übereinkunft hinsichtlich "fester Begriffsinhalte" kommen kann.




Zitat von Gysi im Beitrag #39
Ich betreibe das Forum, weil
1. Religionen (immer noch) ein bedeutender Prägungsfaktor sind,
2. Religion kein Privatvergnügen ist; die geprägten Charaktere prägen auch das Sozialverhalten der Gläubigen,
3. wir vor dem Islam nicht wehrlos und naiv stehen dürfen.
4. es immer besser ist, zu reden, als sich schweigend aus dem Weg zu gehen!


Der Einfluss der Religionen nimmt sukzessive ab. Die kulturellen Befindlichkeiten sind allerdings noch eine Weile bestimmend. Was sagst du zu der Zeit, in welcher die politischen Systeme dieser Welt die Religionen vernichten werden?
Reden ist sicherlich von Vorteil. Obwohl man auch trotz vieler Worte schweigen kann.


In Memory of Soul-Society

Wohl gibt es zwei Arten von Freunden und es sind diese: Käufliche und Unbezahlbare

Wo Wahrheit ist, ist Bescheidenheit (K.H.Deschner)

Wir wissen nur so viel, wie wir fragen (Wessel Gansfort, 1419-1489)

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.612

16.05.2018 09:20
#52 Der Antichrist antworten

Zitat von Snooker
Da es aber zwischen Atheismus und Theismus grundsätzlich keine Übereinstimmung geben kann, gibt es entweder kein "angenehmes Gefühl" oder man betrachtet die Unterschiede als "angenehm". Zumindest im Sinne des Gedankenaustausches.

Wir sind beide so geworden, wie wir sind: du bist ZJ, und ich bin Atheist. Das waren wir am Anfang unserer Leben nicht. Uns haben Lernprozesse zu dem gebracht, was wir glauben oder nicht glauben. Mein Atheismus ist ein ERGEBNIS, dein Glaube ist ein ERGEBNIS. Ich bin nicht "der Atheismus", du bist nicht "der Theismus"! Wir sind beide mehr! Jeder von uns verfügt über einen Reflexionsapparat, der uns und unsere Umwelt - die Existenz - wahr nehmen lassen kann! Wer sich aber in seine ideologischen Zwänge einengt und nur noch THEIST ist (oder Atheist, Stalinist, Salafist), also in sich selbst keinen anderen Blickwinkel zulässt, hat sein Reflexionsvermögen an einen menschenfeindlichen Macht- und Kontrollapparat abgegeben!

Zitat
Der Teufel ist eine real existente Geistperson und die "Hölle" (Gehenna) ist der Zustand (endgültiger) Nichtexistenz. Alles ganz real. Ebenso ist Gott eine Realität.

Ja, richtig, so dachtest du ja. Ich fragte nach, weil ich das von anderen ZJs mal anders gehört hatte (Teufel als Symbolfigur).

Zitat
Dir muss doch klar sein, dass die alten Bibeltexte unterschiedlich gewertet werden und es darüber keine Übereinkunft hinsichtlich "fester Begriffsinhalte" kommen kann.

Und wer hat recht? Die WTG? Die Katholische Kirche? Lutheraner? Franz Buggle? Warum? Auf dem Feld der ERKLÄRUNGEN (die man AUSSEN STEHEND abgibt!), können wir uns treffen. Aber man muss, AUSSEN STEHEN, um sich selbst (seine eigene Religion, seinen eigenen Standpunkt, richtig (oder wenigstens besser) betrachten zu können.

Zitat
Was sagst du zu der Zeit, in welcher die politischen Systeme dieser Welt die Religionen vernichten werden?

Derzeit ist es eher so, dass die Politik aufgrund der missverstandenen "Religionsfreiheit", vor den Religionen, speziell dem Islam, ganz schön katzbuckelt. Ich glaube allerdings an eine Überwindung der Religionen. Aber das dauert. Die "politischen Systeme" werden die Religionen nicht "vernichten". Die immer höhere Einsichtsfähigkeit der Menschen in die Realitäten werden die Religionen immer bedeutungsloser werden lassen und irgendwann endgültig in die Geschichte verbannen. Dasnn wissen wir, dass wir uns an die Natur anzupassen und uns selbst zu dienen haben. Aber gewiss keinem Gott.

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Reklov Offline




Beiträge: 4.045

16.05.2018 14:09
#53 RE: Der Antichrist antworten

Zitat
Und auch von seiner Lieblosigkeit, Rechtsunfähigkeit und ziellosen Schroffheit!

Gysi,

... die 3 von Dir erwähnten Eigenschaften sind zunächst mal typisch für manches menschliche Wesen! Wer diese Eigenschaften gleich auch auf "Gott" übertragen will, ist unbedacht. Das Leid das wir z.B. in der Welt sehen, war und ist größtenteils von Menschen gemacht. Wo Menschen aber von nicht selbst verursachtem Leid heimgesucht werden, soll bei ihren Mitmenschen evtl. die Regung des Mitleids kultiviert werden (?) - als Bewährung und Aufgabe für jeden Einzelnen von uns.
Auf meiner Lebensstrecke sind mir die von Dir aufgezählten Eigenschaften jedenfalls nur in Menschengestalt begegnet.

Zitat
Und von dem Füllhorn des Ewigen Lebens, das ein liebender Gott über die Guten ergießt. Vergiß die immer mitgedachte Fußnote nicht: DIESEN Gott als existent zu bezeichen, ist - dummes Zeug!

Dem könnte man entgegnen: Das kann so aber auch nur ein "Dummer" in Worte kleiden, denn DIESER biblische Stammesgott JAHVEH muss diese, von Menschen ihm zugeschriebenen Eigenschaften noch lange nicht auch so in sich tragen. Es wird auch kein "Füllhorn" über die "Guten" ergossen, sondern das immerwährende Gesetz von >Ursache und Wirkung< kommt auch bei menschlichen Taten zur Anwendung.

Zitat
Ich meine die BIBEL, so wie wir sie alle heute kennen, herrgottkruxitürken!! Davon empfehle ich, auszugehen!

Fluchen nützt hier wenig! Deine Empfehlung ist keinen Cent wert, denn man stützt sich beim Gottesgedanken nicht auf relig. Vorstellungen semitischer Wanderhirten. Jesus ging ja nicht ohne Grund kritisch gegen das alte eherne mosaische Gesetzeswerk vor, welches seine Mitmenschen, bis hinein in die Privatsphäre gängelte. Damit gefährdete er jedoch den ganzen perfiden Machtapparat, welchen Kaiser, Könige und deren Priesterkasten so willkürlich über ihren Völkern aufgebaut hatten. Deswegen setzte man ihm zu, denn man erkannte die politische Sprengkraft seiner Predigten genau - und fürchtete sie.

Zitat
Dasnn wissen wir, dass wir uns an die Natur anzupassen und uns selbst zu dienen haben. Aber gewiss keinem Gott.

Kurze Antwort: Wer den Menschen dient, dient "Gott". Nun darf jeder selbst entscheiden, wie solche ein Dienen aussehen könnte, dass dem Menschen nützt. - Außerdem weiß der Bibelkundige, dass Jesus uns als seine "Brüder" bezeichnet haben soll. In seinen Augen waren wir also weit mehr, als uns die heutigen Machthaber vorgaukeln wollen. Dass die ständig tönende Konsum- und Unterhaltungsindustrie mit ihrer nicht selten einfältigen Hammer-Methode die Menschen einzulullen versucht, ist weiderum einen anderen thread wert.

Gruß von Reklov

Gysi Offline

Atheist


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16.05.2018 15:33
#54 Der Antichrist antworten

Zitat von Reklov
Fluchen nützt hier wenig!

Nicht, um DICH in die Hufen zu bringen! Aber MIR! Bei so viel Sturheit und Analyse- und Dialogunfähigkeit kann man doch nur explodieren..

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Reklov Offline




Beiträge: 4.045

17.05.2018 12:52
#55 RE: Der Antichrist antworten

Zitat
Aber MIR! Bei so viel Sturheit und Analyse- und Dialogunfähigkeit kann man doch nur explodieren..

Gysi,

In Deinem gewählten "Dagobert-Bild" (mit seiner Zorn-Pose) scheinst Du Dich doch mehr zu spiegeln, als man vermuten darf.(?)
Lerne von den Stoikern, dann kühlst Du evtl. etwas ab.

Gruß von Reklov

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.612

17.05.2018 13:47
#56  Der Antichrist antworten

Zitat von Reklov
In Deinem gewählten "Dagobert-Bild" (mit seiner Zorn-Pose) scheinst Du Dich doch mehr zu spiegeln, als man vermuten darf.(?)

Du darfst, du darfst.

Zitat
Lerne von den Stoikern, dann kühlst Du evtl. etwas ab.

Ich kühle auch ohne Stoiker schnell wieder ab.

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SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 5.810

18.05.2018 21:12
#57 RE: Der Antichrist antworten

Zitat von Gysi im Beitrag #52
Wer sich aber in seine ideologischen Zwänge einengt und nur noch THEIST ist (oder Atheist, Stalinist, Salafist), also in sich selbst keinen anderen Blickwinkel zulässt, hat sein Reflexionsvermögen an einen menschenfeindlichen Macht- und Kontrollapparat abgegeben!
Ich bezweifle, dass ein Atheist oder ein Theist einen anderen Blickwinkel gleichberechtigt zulassen kann. In diesem Fall wäre er wohl kaum von einer der beiden Ansichten überzeugt. Hinzu kommt, dass der andere Blickwinkel mitunter von den Wertungen der festen Überzeugung aus betrachtet wird. Das Bild eines Atheisten über Gott hat mit dem eines Theisten wohl kaum etwas gemein.

Zitat von Gysi im Beitrag #52
Und wer hat recht? Die WTG? Die Katholische Kirche? Lutheraner? Franz Buggle? Warum? Auf dem Feld der ERKLÄRUNGEN (die man AUSSEN STEHEND abgibt!), können wir uns treffen. Aber man muss, AUSSEN STEHEN, um sich selbst (seine eigene Religion, seinen eigenen Standpunkt, richtig (oder wenigstens besser) betrachten zu können.
Es sollte weniger um die Frage, wer nun Recht hat, gehen, sondern vielmehr darum, wie man das Verständnis unter den unterschiedlichen Auffassungen verbessern kann. Vielleicht ist auf dieser Ebene dann auch ein "Treffen" möglich. Niemand, der sich für eine bestimmte Meinung positioniert hat, kann wirklich AUSSEN stehen.

Zitat von Gysi im Beitrag #52
Derzeit ist es eher so, dass die Politik aufgrund der missverstandenen "Religionsfreiheit", vor den Religionen, speziell dem Islam, ganz schön katzbuckelt. Ich glaube allerdings an eine Überwindung der Religionen. Aber das dauert. Die "politischen Systeme" werden die Religionen nicht "vernichten". Die immer höhere Einsichtsfähigkeit der Menschen in die Realitäten werden die Religionen immer bedeutungsloser werden lassen und irgendwann endgültig in die Geschichte verbannen. Dasnn wissen wir, dass wir uns an die Natur anzupassen und uns selbst zu dienen haben. Aber gewiss keinem Gott.
Nicht dem, was du unter Gott verstehst. Da bin ich ganz deiner Meinung. Wenn aber Gott tatsächlich der verlängerte Arm der Herrschenden ist, werden sie wohl über kurz oder lang ein anderes Mittel finden, um ihre Herrschaft zu festigen und auszuüben. Was nützt dann die Überwindung der Religionen? Welches Prinzip wird man danach überwinden müssen?


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Gysi Offline

Atheist


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19.05.2018 08:31
#58 Der Antichrist antworten

Zitat von Snooker
Ich bezweifle, dass ein Atheist oder ein Theist einen anderen Blickwinkel gleichberechtigt zulassen kann. In diesem Fall wäre er wohl kaum von einer der beiden Ansichten überzeugt.

Ist das die Phoilosophie des Vorurteils? Das Vorurteil hindert uns daran, über seinen Horizont hinaus zu sehen... Können wir per sé die Vorurteile nicht überwinden? Ich glaube fast, du willst das so... Wenn das so ist, wie du das sagst: Wieso ändern die Menschen dann ihre Meinungen? Wiesö ändern sich Philosophien und Theorien? Wieso strebt der Mensch nach Erkenntnissen? Der Stand-Ethos der Wissenschaften ist der ZWEIFEL! Über dieses gesunde Misstrauen verfügt der religiöse GLAUBE nicht!

Zitat
Es sollte weniger um die Frage, wer nun Recht hat, gehen, sondern vielmehr darum, wie man das Verständnis unter den unterschiedlichen Auffassungen verbessern kann.

Indem man sich auf das gleiche Reflexionsvermögen der wahrnehmbaren Existenz beruft: Die Theoriebildung und die Kultur des ZWEIFELNS an diese. Aber bitteschön auch an die eigene... VERTRAUEN und MISSTRAUEN sind beides biologisch verankerte Eigenschaften, um uns zu unserem Vorteil in der REALITÄT unserer Umwelt einzurichten. Wer sein Misstrauen (zugunsten seines religiösen Glaubens - auch aller anderen Glauben) zerstört, zerstört diesen wunderbaren Steuerungsmechanismus, den die Natur uns für unser Überleben eingerichtet hat!

Zitat
Wenn aber Gott tatsächlich der verlängerte Arm der Herrschenden ist, werden sie wohl über kurz oder lang ein anderes Mittel finden, um ihre Herrschaft zu festigen und auszuüben. Was nützt dann die Überwindung der Religionen? Welches Prinzip wird man danach überwinden müssen?

Die (monotheistischen) Religionen sind als die GESETZESreligionen als der "verlängerte Arm der Herrschenden" entstanden. Das hat sich funktionell verselbständigt. Politisch brauchen wir die Religionen nicht mehr! Keine Demokratie braucht sie! Herrschaft setzt sich heute weitgehend anders durch als früher. Gegen für Abhängige kontraproduktive Herrschaft brauchen wir eben eine andere Politik! Eine andere Wirtschaftspolitik, eine andere Außenpolitik, andere Bildung - was weiß ich. Oder - das gilt nicht für (echte) Demokratie - eine Revolution! Davor gelagert wäre aber eine Bewusstseinsrevolution nötig. Es geht um das Glücklichsein und die Emanzipationen der Menschen! Es geht darum, das durchzusetzen, was sie WOLLEN gemäß den Dingen, die sie BRAUCHEN (frei nach Karl Marx)!

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Reklov Offline




Beiträge: 4.045

19.05.2018 13:20
#59 RE: Der Antichrist antworten

Zitat
Der Stand-Ethos der Wissenschaften ist der ZWEIFEL! Über dieses gesunde Misstrauen verfügt der religiöse GLAUBE nicht!

Gysi,

... man kann es auch anders drehen: Der religiöse Glaube verfügt über ein gesundes Misstrauen gegenüber dem Stand-Ethos der Wissenschaften.
Warum, ist ja hinreichend bekannt.

Zitat
Wer sein Misstrauen (zugunsten seines religiösen Glaubens - auch aller anderen Glauben) zerstört, zerstört diesen wunderbaren Steuerungsmechanismus, den die Natur uns für unser Überleben eingerichtet hat!

Ohne den religiösen Steuerungsmechanismus würde sich der ältere, der "natürliche" wieder in den Vordergrund schieben, d.h., man würde sich in der Manier steinzeitlicher Stämme ohne Gewissensbisse den Schädel einschlagen - wegen Revieransprüchen, Nahrung oder Frauen.

Zitat
Die (monotheistischen) Religionen sind als die GESETZESreligionen als der "verlängerte Arm der Herrschenden" entstanden.

Ich denke, dass auch die unter dem GESETZ stehenden Menschen zufrieden waren, gemeinsame Richtlinien und damit verbundene Sicherheiten zu erhalten, denn ohne diese herrschte sofort die Willkür des Stärkeren. Manche relig. GESETZE haben sich bewährt, blieben auch ein Teil heutiger Rechtssysteme, weil nun mal Diebstahl, Mord, falsch Zeugnis reden, Ehebruch jede Gesellschaft nach und nach zersetzen kann.

Allein das hemmungslose STEHLEN in unserer Gesellschaft richtet enorme Schäden an und verlangt somit einen riesigen Kontrollaufwand - vom Hausdetektiv bis hin zur Überwachung von Industriezweigen durch entsprechende staatl. und private Organe. Würden wir uns vertrauen und gegenseitig schätzen, könnte jeder sein Auto, seine Wohnung, sein Haus offen lassen, wüsste man doch, dass jeder das 10. Gebot achtet:
>> DU SOLLST NICHT BEGEHREN DEINES NÄCHSTEN HAUS, HOF, VIEH UND ALLES, WAS SEIN IST! <<

Wie hilflos, naiv doof und gänzlich unvorbereitet die gesetzgebenden Politiker allein schon gegen die zahlreichen Betrügereien (Diebstahl!) in der Finanzbranche gewappnet waren, haben ja die Bankenkrisen deutlich aufgezeigt. - Vom Auto-Abgas-Betrug will ich erst garnicht zu reden anfangen, welcher die Auto-Kunden nicht nur belogen, sondern auch bestohlen hat, weil ja hier in Deutschland jedes Diesel-Fahrzeug eine Wertminderung hinnehmen musste, eine Entschädigung seitens der Auto-Industrie aber keck verweigert wird.

Zitat
Es geht um das Glücklichsein und die Emanzipationen der Menschen! Es geht darum, das durchzusetzen, was sie WOLLEN gemäß den Dingen, die sie BRAUCHEN (frei nach Karl Marx)!

Ohne die alten Richtlinien der 10 Gebote würde jeder nur nach dem streben, was er glaubt, für sein persönliches Glück zu benötigen. Unser großes Problem ist u.a., dass heute zuviel Schund produziert wird, den keiner wirklich braucht und der auch bekanntlich nur kurzes Konsum-Glück bescheren kann, damit aber noch lange keine Steigerung im gesellschaftlichen Ethik- und Moralbewusstsein zustande bringt.
Anstatt also ständig Zeigefinger und Auge auf das Smartphone zu richten, oder mit einem Tastendruck einem Internet "Glückskauf-Angebot" zu unterliegen, sollten sich die Menschen auch mal mit dem eigentlichen Sinn der 10 Gebote beschäftigen. Schaden würde es keinem.

Gruß von Reklov

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.612

19.05.2018 13:46
#60 Der Antichrist antworten

Zitat von Reklov
Ohne die alten Richtlinien der 10 Gebote würde jeder nur nach dem streben, was er glaubt, für sein persönliches Glück zu benötigen.

Andere Ethnien, die nichts mit dem Judentum/Christentum zu tun hatten, sind auch auf Gesetze ähnnlicher Qualität gekommen. Die Römer z.B. hatten schon vor unserer Zeitrechnung ein differenzierteres Rechtssystem entwickelt, als Moses mit seinen 10 Geboten aufwies. Von denen überigens die ersten 3 nur der Lobpreisung des allbestimmenden Gottes galten... Diese Gebote sind in unseren GENEN eingeschrieben, die wir uns dann später schriftlich bewusst machten. Aber mit Gott haben die doch nichts zu tun...

Zitat
Unser großes Problem ist u.a., dass heute zuviel Schund produziert wird,

Mein Reden! Aber das ist ein anderes Problem! Du lenkst mal wieder ab!

Zitat
... man kann es auch anders drehen: Der religiöse Glaube verfügt über ein gesundes Misstrauen gegenüber dem Stand-Ethos der Wissenschaften.

Das ist der Klopfer des Tages! Du pickst dir aber auch jeden Satz aus jeglichem Kontext heraus und konterst ihm, weil der ja der Satz eines bösen Atheisten ist... Ergo kann nur Klügeres dabei heraus kommen. Das ist aber leider nicht der Fall... Die Wissenschaften sind den Religionen in Sachen Erkenntnisfindung ÜBERLEGEN, weil sie das Falsifikationsprinzip (oder den ZWEIFEL) verinnerlicht haben. Die Religion hingegen konserviert den GLAUBEN und verteufelt den Zweifel! Haben wir doch auch schon 1.000mal durchgekaut. Vestehst du das Prinzip (des Erkenntnispfades) nicht?

Zitat
Ohne den religiösen Steuerungsmechanismus würde sich der ältere, der "natürliche" wieder in den Vordergrund schieben, d.h., man würde sich in der Manier steinzeitlicher Stämme ohne Gewissensbisse den Schädel einschlagen

Ohne Gott keine Moral - jaja. Die Moral kommt aus der ERFAHRUNG des menschlichen gesellschaftlichen Zusammenlebens! Auch das ist schon x-fach gesagt worden - geht rechts rein ins Ohr und links wieder raus. Hat ja nichts mit Gott zu tun. Also raus aus dem Schädel. Da hat nur das Heilige Platz. Im übrigen sind es die weltlichen GESETZE und ein funktionierender Strafvollzug, der die Individuen zu funktionierende zoon politikons diszipliniert! Deine geheligten 10 Gebote machen da nichts aus. NICHTS!

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SnookerRI Offline

Soul-Societist


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19.05.2018 14:54
#61 RE: Der Antichrist antworten

Zitat von Gysi im Beitrag #58
Ist das die Phoilosophie des Vorurteils
Nein. Das ist die Philosophie der Logik. Es ist unlogisch anzunehmen eine Person könne gleichberechtigt Atheist und Theist zugeich sein.

Zitat von Gysi im Beitrag #58
Das Vorurteil hindert uns daran, über seinen Horizont hinaus zu sehen... Können wir per sé die Vorurteile nicht überwinden? Ich glaube fast, du willst das so... Wenn das so ist, wie du das sagst: Wieso ändern die Menschen dann ihre Meinungen? Wiesö ändern sich Philosophien und Theorien? Wieso strebt der Mensch nach Erkenntnissen? Der Stand-Ethos der Wissenschaften ist der ZWEIFEL! Über dieses gesunde Misstrauen verfügt der religiöse GLAUBE nicht!
Möglicherweise ist das ja jetzt auch ein Vorurteil deinerseits. Du wirst es allerdings als ERGEBNIS deiner Bemühungen um Erkenntnis beschreiben. Da du aber vorgibst, wissenschaftlich zu denken, traue ich dir in diesem Fall zu, auch bezüglich deiner Aussagen Zweifel zu hegen. Das Streben nach Erkenntnis ist das, was Vorurteile letztlich überwinden wird. Hinter Vorurteilen verbirgt sich nicht selten das Gegenteil von Erkenntnis.

Zitat von Gysi im Beitrag #58
Indem man sich auf das gleiche Reflexionsvermögen der wahrnehmbaren Existenz beruft: Die Theoriebildung und die Kultur des ZWEIFELNS an diese. Aber bitteschön auch an die eigene... VERTRAUEN und MISSTRAUEN sind beides biologisch verankerte Eigenschaften, um uns zu unserem Vorteil in der REALITÄT unserer Umwelt einzurichten. Wer sein Misstrauen (zugunsten seines religiösen Glaubens - auch aller anderen Glauben) zerstört, zerstört diesen wunderbaren Steuerungsmechanismus, den die Natur uns für unser Überleben eingerichtet hat!
Kannst Du daran zweifeln, dass die "Natur" uns das alles gegeben hat? War es nicht etwa doch Gott?

Zitat von Gysi im Beitrag #58
Die (monotheistischen) Religionen sind als die GESETZESreligionen als der "verlängerte Arm der Herrschenden" entstanden. Das hat sich funktionell verselbständigt. Politisch brauchen wir die Religionen nicht mehr! Keine Demokratie braucht sie! Herrschaft setzt sich heute weitgehend anders durch als früher.
Offensichtlich sehen das selbst Politiker, die du wählen kannst anders. Warum sonst existieren Religionen denn noch, wenn es so wäre, wie du es beschreibst? Du weißt, dass ich ein Ende der Religionen durch die politischen weltweit wirkenden Kräfte erwarte. Das kann noch dauern. Aber es wird kommen.

Zitat von Gysi im Beitrag #58
Gegen für Abhängige kontraproduktive Herrschaft brauchen wir eben eine andere Politik! Eine andere Wirtschaftspolitik, eine andere Außenpolitik, andere Bildung - was weiß ich. Oder - das gilt nicht für (echte) Demokratie - eine Revolution! Davor gelagert wäre aber eine Bewusstseinsrevolution nötig. Es geht um das Glücklichsein und die Emanzipationen der Menschen! Es geht darum, das durchzusetzen, was sie WOLLEN gemäß den Dingen, die sie BRAUCHEN
Mach das mal den Politikern klar.


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Gysi Offline

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19.05.2018 15:15
#62 Der Antichrist antworten

Zitat von Snooker
Kannst Du daran zweifeln, dass die "Natur" uns das alles gegeben hat? War es nicht etwa doch Gott?

Ich habe keinen Anlass, das zu tun. Ich gucke mir die Bibel an, und erkenne, dass sie das Wort von geistigen Eliten ist, die vor 2.000 - 3.000 Jahren im heutigen Nahen Osten gelebt haben. Bespickt mit ethischen Widersprüchen. Völlig menschlich also. Dass ein GOTT die Autoren dieser Bücher zu ihrer Niederschrift inspiriert haben soll, halte ich für aberwitzig!

Ich kann mir durchaus einen überirdischen Chemiker vorstellen, der dieses Universum geschaffen haben könnte. Aber ernsthaft glaube ich nicht daran. Und dann wäre dieser Chemiker ja auch der Frage nach SEINER HERKUNFT unterworfen. Also der Frage nach der "ersten Ursache", die die Gottgläubigen heute ja immer noch mit Gott gleichsetzen.

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SnookerRI Offline

Soul-Societist


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19.05.2018 15:28
#63 RE: Der Antichrist antworten

Zitat von Gysi im Beitrag #62
Ich habe keinen Anlass, das zu tun.
In Ordnung. Ich hatte gedacht dein wissenschaftliches Denken gäbe dir genug Anlass zu zweifeln. Dem ist dann wohl doch nicht so...

Zitat von Gysi im Beitrag #62
Ich gucke mir die Bibel an, und erkenne, dass sie das Wort von geistigen Eliten ist, die vor 2.000 - 3.000 Jahren im heutigen Nahen Osten gelebt haben. Bespickt mit ethischen Widersprüchen. Völlig menschlich also. Dass ein GOTT die Autoren dieser Bücher zu ihrer Niederschrift inspiriert haben soll, halte ich für aberwitzig!
Bei deiner Betrachtungsweise und dem Ergebnis, das du daraus schließt, ist das auch nicht verwunderlich.

Zitat von Gysi im Beitrag #62
Ich kann mir durchaus einen überirdischen Chemiker vorstellen, der dieses Universum geschaffen haben könnte. Aber ernsthaft glaube ich nicht daran. Und dann wäre dieser Chemiker ja auch der Frage nach SEINER HERKUNFT unterworfen. Also der Frage nach der "ersten Ursache", die die Gottgläubigen heute ja immer noch mit Gott gleichsetzen.
Die Frage nach der ersten Ursache bleibt auf beiden Seiten gleich gut oder eben nicht gut beantwortbar. Für Gottgläubige ist es logischerweise Gott, während es ebenso logisch für Atheisten Gott nicht sein darf.


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Wir wissen nur so viel, wie wir fragen (Wessel Gansfort, 1419-1489)

Gysi Offline

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19.05.2018 16:03
#64  Der Antichrist antworten

Zitat von Snooker
Ich hatte gedacht dein wissenschaftliches Denken gäbe dir genug Anlass zu zweifeln. Dem ist dann wohl doch nicht so...

Richtig, dem ist nicht so. Warum soll ich an die um den Jupiter kreisende Teekanne glauben? (Bertrand-Russell-Beispiel) Ist doch absurd!

Zitat
Bei deiner Betrachtungsweise und dem Ergebnis, das du daraus schließt, ist das auch nicht verwunderlich.

Ich betrachte, und DANN schließe ich ein Ergebnis daraus. Das tust du nicht. Du beteuerst das zwar. Aber ich nehme dir das nicht ab. Du VERTEIDIGST deinen Glauben, der als Ergebnis schon von vornherein feststeht. Das ist bei mir anders, mit Verlaub.

Zitat
Für Gottgläubige ist es logischerweise Gott, während es ebenso logisch für Atheisten Gott nicht sein darf.

Bitte nicht schon wieder! Meine Denkarbeit schließt zu Beginn gar nichts aus! Ich bin nicht Atheist, weil ich es sein muss! Der Atheismus ist meine SCHLUSSFOLGERUNG aus meiner jahrzehntelangen Denkarbeit! Hab' ich doch schon 100mal gesagt (Athon auch). Aber du BEHARRST darauf, dass wir Atheisten den gleichen Denkverboten wie den Gläubigen unterworfen sind! DAS IST NICHT DER FALL!! Warum? Was hätten wir denn zu verlieren, wenn wir gläubig würden? Als Gläubige hätten wir sogar was zu GEWINNEN! Scheinbar. Aber ich sagte dir ja schon, dass die Realerkenntnis eine SCHWERKRAFT ausstrahlt, die die Schwerkraft unseres Heimatplaneten ist, den wir nicht verlassen wollen! Weil sein Klima uns GLÜCKLICH macht!

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SnookerRI Offline

Soul-Societist


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20.05.2018 06:50
#65 RE: Der Antichrist antworten

Zitat von Gysi im Beitrag #64
Richtig, dem ist nicht so. Warum soll ich an die um den Jupiter kreisende Teekanne glauben? (Bertrand-Russell-Beispiel) Ist doch absurd!
Es ist mindestens ebenso absurd auf der einen Seite von Gläubigen Zweifel an der eigenen Überzeugung einzufordern, den man selbst zu leisten nicht bereit ist.

Zitat von Gysi im Beitrag #64
Ich betrachte, und DANN schließe ich ein Ergebnis daraus. Das tust du nicht. Du beteuerst das zwar. Aber ich nehme dir das nicht ab. Du VERTEIDIGST deinen Glauben, der als Ergebnis schon von vornherein feststeht. Das ist bei mir anders, mit Verlaub.
Und genau das ist eben dein Glaube, der als Ergebnis schon von vornherein feststeht. In diesem Glauben muss es zwangsläufig zu einer Überhöhung deiner selbst gegenüber den Gläubigen kommen. Du kannst dich nicht auf einer Stufe mit ihnen sehen. Du bist ja was Besseres. DU betrachtest ja zuerst, und DANN schließt du ein Ergebnis daraus. Diese Herangehensweise kannst du Gläubigen offensichtlich nicht zusprechen. Und diese Haltung VERTEIDIGST du mit einer beeindruckenden Vehemenz, von der so mancher Gläubige noch lernen könnte

Zitat von Gysi im Beitrag #64
Bitte nicht schon wieder! Meine Denkarbeit schließt zu Beginn gar nichts aus!
Das mag sogar noch stimmen. Allerdings liegt der Beginn deiner Denkarbeit ja schon Jahrzehnte zurück. Das Ergebnis deiner Denkarbeit bestätigt mittlerweile deinen Atheismus immer und immer wieder. Und durch deine Beiträge erklärst du ja auch, warum das so ist.

Zitat von Gysi im Beitrag #64
Ich bin nicht Atheist, weil ich es sein muss! Der Atheismus ist meine SCHLUSSFOLGERUNG aus meiner jahrzehntelangen Denkarbeit! Hab' ich doch schon 100mal gesagt (Athon auch).
Ich in ebenfalls kein Christ, weil ich es sein muss. Trotzdem werde ich immer wieder mit den gleichen Vorwürfen konfrontiert. Da kann ich auch 100mal beteuern, dass mein Glaube an Christus meine SCHLUSSFOLGERUNG aus meiner jahrzehntelangen Denkarbeit ist. Es gibt immer noch genug Atheisten, die mir "das nicht abnehmen".

Zitat von Gysi im Beitrag #64
Aber du BEHARRST darauf, dass wir Atheisten den gleichen Denkverboten wie den Gläubigen unterworfen sind! DAS IST NICHT DER FALL!! Warum? Was hätten wir denn zu verlieren, wenn wir gläubig würden? Als Gläubige hätten wir sogar was zu GEWINNEN! Scheinbar.
Doch das ist genau der Punkt. Ihr verliert euren Glauben, euer Verständnis und Empfinden von Realität, nach welchem Gott nicht existiert und nicht als überlegene, moralische Instanz funktionieren kann. Ihr verliert euer Selbstverständnis, euer Überlegenheitsgefühl den Gläubigen gegenüber, denn ihr seid ja keinen Denkverboten unterworfen. Das sind alles Dinge, die den Atheisten "heilig" sind. Ihr hättet also eine ganze Menge zu verlieren, wenn ihr euren Atheismus aufgeben würdet. Ihr seht die Gläubigen doch als Verlierer. Und zu den Verlierern wollt ihr doch nicht gehören.

Zitat von Gysi im Beitrag #64
Aber ich sagte dir ja schon, dass die Realerkenntnis eine SCHWERKRAFT ausstrahlt, die die Schwerkraft unseres Heimatplaneten ist, den wir nicht verlassen wollen! Weil sein Klima uns GLÜCKLICH macht!
Kannst DU dieses Glück auch den Gläubigen gönnen?


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Gysi Offline

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20.05.2018 08:42
#66 Der Antichrist antworten

Zitat von Snooker
Es ist mindestens ebenso absurd auf der einen Seite von Gläubigen Zweifel an der eigenen Überzeugung einzufordern, den man selbst zu leisten nicht bereit ist.

Du bist eben nicht bereit, Argumente anzunehmen, die deinem Bibelglauben entgegenstehen und dem Glauben an einen Gott, der nicht sichtbar, fühlbar oder wenigstens intellektuell nachvollziehbar ist!

Natürlich zweifle ich an meinen Theorien! Deswegen GLAUBE ich auch nur an sie! Aber an die Teekanne glaube ich nach der FAKTENlage NICHT! Und ebenso nicht an einen Gott, und schon gar nicht an den biblischen Gott!

Das ist so eine Sache mit dem "Glauben". Glaube ist die goldene Kehrseite des Zweifels. Oder umgekehrt. Aber die Antipode deines Gottglaubens ist - nach deinen Worten - das WISSEN von Gott! Und dieser Glaube, dieses Denken ist doch absurd!

Zitat
Kannst DU dieses Glück auch den Gläubigen gönnen?

Bist du glücklich mit deiner Mitgliedschaft bei den Zeugen Jehovas?

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Athon Offline




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20.05.2018 09:02
#67 RE: Der Antichrist antworten

@SnookerRI

Zitat von Snooker #65
Ich in ebenfalls kein Christ, weil ich es sein muss. Trotzdem werde ich immer wieder mit den gleichen Vorwürfen konfrontiert. Da kann ich auch 100mal beteuern, dass mein Glaube an Christus meine SCHLUSSFOLGERUNG aus meiner jahrzehntelangen Denkarbeit ist.


Ist er das wirklich, Snooker? Ist nicht am Anfang das Wort? Das Wort Deiner Eltern (so vermute ich), das Wort "Gottes", niedergeschrieben in der Bibel und nicht zuletzt auch das Wort der LK? Kannst Du unter diesen Voraussetzungen tatsächlich annehmen, Du hättest Deine "Denkarbeit" bei NULL begonnen...?

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Nicht Gott schuf den Menschen, der Mensch schuf Gott! Und hat bis heute daran zu schaffen...

Athon Offline




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20.05.2018 09:06
#68 RE: Der Antichrist antworten

@Gysi

Wieso haben wir jetzt eigentlich zwei Threads "Der Antichrist"?

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Gysi Offline

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20.05.2018 09:17
#69 Ist es verboten, Gott grausam und inhuman zu nennen? antworten

Dieser Thread heißt: Ist es verboten, Gott grausam und inhuman zu nennen?

Wenn bei dir oben in der Betreffzeile (bei der Antwort) was andres steht, liegt das daran, dass wir den alten Titel nach dem Thread-Splitting übernommen und nicht geändert haben. Kann aber jeder mit seinem Beitrag ändern. So wie ich das jetzt mit diesem hier auch getan habe.

Aber unter der Christentum-Threadliste steht der richtige Thread-Titel.

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SnookerRI Offline

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20.05.2018 14:26
#70 RE: Der Antichrist antworten

Zitat von Athon im Beitrag #67
Kannst Du unter diesen Voraussetzungen tatsächlich annehmen, Du hättest Deine "Denkarbeit" bei NULL begonnen...?

In dem Fall hat ja niemand mit seiner Denkarbeit bei NULL angefangen, Jeder bekommt die Erziehung seiner Eltern mit - sowohl die verbale als auch die nonverbale durch das Beispiel der Lebensweise) Ich vermute aber, dass Gysi etwas anderes meinte, nämlich die Denkarbeit, die einsetzt, wenn man sich eigenständig mit dem auseinandersetzt, was man wahrnimmt. Dazu gehört natürlich auch das, was über die Erziehung vermittelt wurde.


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SnookerRI Offline

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20.05.2018 14:41
#71 RE: Ist es verboten, Gott grausam und inhuman zu nennen? antworten

Zitat von Gysi im Beitrag #66
Du bist eben nicht bereit, Argumente anzunehmen, die deinem Bibelglauben entgegenstehen und dem Glauben an einen Gott, der nicht sichtbar, fühlbar oder wenigstens intellektuell nachvollziehbar ist!
Ebenso sehr bist du dazu bereit, Argumente anzunehmen, die deiner atheistischen Überzeugung, dass es keinen Gott gibt, der wahrnehmbar und intelektuell nachvollziehbar ist, entgegenstehen. Ist das jetzt ein Problem? Es muss doch niemand Argumente annehmen, die er für unschlüssig hält! Trotzdem kann man sich doch über die unterschiedlichen Sichtweisen austauschen.

Zitat von Gysi im Beitrag #66
Natürlich zweifle ich an meinen Theorien! Deswegen GLAUBE ich auch nur an sie! Aber an die Teekanne glaube ich nach der FAKTENlage NICHT! Und ebenso nicht an einen Gott, und schon gar nicht an den biblischen Gott!
Ganz genau, Gysi. Dein Zweifel erreicht nur die Inhalte deiner Theorien, nicht aber die Theorie selbst (bzw. die Grundlage der Theorie) nämlich, dass es keinen Gott gibt. Übrigens glaube ich ebensowenig wie du an eine Teekanne in dem geschilderten Sinn. Wohl aber an Gott. Aufgrund der FAKTENlage

Zitat von Gysi im Beitrag #66
Das ist so eine Sache mit dem "Glauben". Glaube ist die goldene Kehrseite des Zweifels. Oder umgekehrt. Aber die Antipode deines Gottglaubens ist - nach deinen Worten - das WISSEN von Gott! Und dieser Glaube, dieses Denken ist doch absurd!
Ja, solange man Glauben als Nicht-Wissen versteht. Aber auch darin unterscheiden sich unsere Auffassungen. Meiner Auffassung ist Glaube erst dann möglich, wenn zuvor die Erkenntnis und das Wissen vorhanden ist.


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Gysi Offline

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20.05.2018 15:58
#72  Ist es verboten, Gott grausam und inhuman zu nennen? antworten

Zitat von Snooker
Ebenso sehr bist du dazu bereit, Argumente anzunehmen, die deiner atheistischen Überzeugung, dass es keinen Gott gibt, der wahrnehmbar und intelektuell nachvollziehbar ist, entgegenstehen.

Das ist doch nicht wahr, Snooker! Nenne mit EIN Argument für die Gottesexistenz, und ich werde mich damit ernsthaft und ergebnisfrei damit auseinandersetzen! Nenne mir EIN Argument für den Humanismus des Bibelgottes, und ich werde meine Position korrigieren!

Zitat
Ist das jetzt ein Problem?

Ja, ist es. Du argumentierst schon seit Jahren mit uns, um uns zu sagen, dass Argumente nichts nutzen, und dass dich das auch nicht juckt. Du nutzt unsere wunderbare Sprache als einen Beweis dafür, wie nutzlos Kommunikation sein kann! Was bezweckst du mit ihr? Willst du uns zeigen, wie wertlos Worte, Argumente und der wissenschaftliche Erkenntnispfad sind? Und dass nur eine Methode uns von dieser Wertlosigkeit erlöst? Nämlich der Glaube an etwas ABSOLUTEM, das unabhängig von Relationen ist => GOTT!

Zitat
Aufgrund der FAKTENlage

Hatten wir das schon mal? Ich kann mich nicht erinnern. Also: WIE ist die Faktenlage?

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Athon Offline




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20.05.2018 18:43
#73 RE: Ist es verboten, Gott grausam und inhuman zu nennen? antworten

@SnookerRI

Zitat von Snooker #71
Aufgrund der FAKTENlage


Kann der Begriff "Fakten" eine tatsächlich bestehende Sachlage definieren, wenn sie nicht von allen mangels Existenzbeweis als solche gesehen werden kann?

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SnookerRI Offline

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21.05.2018 08:05
#74 RE: Ist es verboten, Gott grausam und inhuman zu nennen? antworten

Zitat von Gysi im Beitrag #72
Das ist doch nicht wahr, Snooker! Nenne mit EIN Argument für die Gottesexistenz, und ich werde mich damit ernsthaft und ergebnisfrei damit auseinandersetzen! Nenne mir EIN Argument für den Humanismus des Bibelgottes, und ich werde meine Position korrigieren!
Wie wahr das tatsächlich ist beweist du selbst in deinem nächsten Vorwurf mir gegenüber:


Zitat von Gysi im Beitrag #72
Ja, ist es. Du argumentierst schon seit Jahren mit uns, um uns zu sagen, dass Argumente nichts nutzen, und dass dich das auch nicht juckt. Du nutzt unsere wunderbare Sprache als einen Beweis dafür, wie nutzlos Kommunikation sein kann! Was bezweckst du mit ihr? Willst du uns zeigen, wie wertlos Worte, Argumente und der wissenschaftliche Erkenntnispfad sind? Und dass nur eine Methode uns von dieser Wertlosigkeit erlöst? Nämlich der Glaube an etwas ABSOLUTEM, das unabhängig von Relationen ist => GOTT!
Ich argumentiere seit Jahren mit euch, weil mich unterschiedliche Auffassungen interessieren. Ich sehe den Dialog keinesfalls als Krieg der Argumente, zu dem er hier meistens gebraucht wird. Argumente sind u.a. der Mitteilungsweg einer Überzeugung; insofern können sie nicht nutzlos sein. Worte helfen Meinungen zu artikulieren und können sogar im besten Fall dazu führen, dass das Verständnis unterschiedlicher Meinungen verbessert wird. Sollte es nicht Ziel des Diaologs sein, Menschen mit unterschiedlichen Ansichten zu verbinden, anstatt zu trennen? Haben wir nicht alle ein gemeinsames Ziel? Das ist der Nutzen von Kommunikation: Der Austausch, die Mitteilung von Ansichten, Überzeugungen, ohne dem Zwang zu erliegen, die persönliche Ansicht auf alle Individuuen übertragen zu müssen. Offensichtlich siehst du das anders.

Zitat von Gysi im Beitrag #72
Hatten wir das schon mal? Ich kann mich nicht erinnern. Also: WIE ist die Faktenlage?
Das hatten wir in der Tat schon oft. Dabei ist die Faktenlage das, was sowohl von Atheisten und Theisten unterschiedlich bewertet wird. Die Begründungen für die Bewertungen werden hier seit Jahren argumentativ vorgetragen.


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SnookerRI Offline

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21.05.2018 08:11
#75 RE: Ist es verboten, Gott grausam und inhuman zu nennen? antworten

Zitat von Athon im Beitrag #73
Kann der Begriff "Fakten" eine tatsächlich bestehende Sachlage definieren, wenn sie nicht von allen mangels Existenzbeweis als solche gesehen werden kann?



Die Faktenlage ist doch nicht davon abhängig, ob und wieviele Personen sie als gegeben betrachten? Das wäre absurd.


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