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 Atheismus/Agnostizismus
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Athon Offline




Beiträge: 3.337

10.07.2020 17:58
#4126 RE: "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

@SnookerRI

Zitat von Snooker #4125
Es gibt eine Menge Schlussfolgerungen, die logisch und dennoch nicht zwingend sind.


Dann gib doch mal eine Menge Beispiele...

Zitat
Dieses verengte Verständnis von Logik hinsichtlich der zwingenden - im Sinne von alternativlosen - Schlussfolgerung erscheint mir nicht gerade hilfreich, um damit zu arbeiten.


Es gibt nun einmal Dinge, die alternativlos sind, Snooker. Hier wäre z. B. wieder der fallende Apfel im Spiel. Um diesen Sachverhalt als zwingend anzusehen, bedarf es keines umfangreichen Logikverständnisses...

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SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 8.080

11.07.2020 09:30
#4127 RE: "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

Zitat von Athon im Beitrag #4126
Dann gib doch mal eine Menge Beispiele...
Es erstaunt mich immer wieder, dass ein "Logik-Fan" wie du, mich nach Beispielen fragen muss, zumal sich diese im Internet nicht verstecken.

Felix ist schwarz.
Felix ist ein Kater.
Alle Kater sind schwarz.

Nach deinem Verständnis von Logik ist diese Aussage nicht logisch, weil sie nicht zwingend ist. Die Schlussfolgerung mag wahrscheinlich sein, ist aber nicht zwingend. Dieses Beispiel kannst du jetzt nach deinem Belieben variieren.

Zitat von Athon im Beitrag #4126
Es gibt nun einmal Dinge, die alternativlos sind, Snooker. Hier wäre z. B. wieder der fallende Apfel im Spiel. Um diesen Sachverhalt als zwingend anzusehen, bedarf es keines umfangreichen Logikverständnisses...
Die Alternativlosigkeit bestimmter Sachverhalte wird von niemanden angezweifelt. Wenn eine Wand grün ist, kann sie nicht gleichzeitig und gleichermaßen blau sein. Wenn sich Schlussfolgerungen zwingend aus den Prämissen ergeben, spricht man nicht umsonst von Deduktion.

Aber wie schaut es bei diesem Beispiel aus:

Ein Auto ohne Räder kann nicht fahren.
Mein Auto hat Räder.
Daraus folgt: Es kann fahren. Verhält sich das Auto jetzt unlogisch, wenn es trotz vorhandener Räder nicht fährt? Und hier kommt auch wieder der fallende Apfel ins Spiel: Verhält er sich unlogisch, wenn er nicht auf den Boden fällt?


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Reklov Online




Beiträge: 5.660

11.07.2020 11:32
#4128 RE: "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

Zitat
Felix ist schwarz.
Felix ist ein Kater.
Alle Kater sind schwarz.

Athon & SnookerRI,

ein ähnlich nettes Beispiel:

... nehmen wir die Glatze des Eubulides, weil die Glatze (Alopecia capitis) was Anatomisches ist, um das Paradox zu illustrieren und zu erläutern. Das Paradox kommt in Form einer Frage daher:

“Wieviele Haare muss einer auf dem Kopf haben, damit er keine Glatze habe?”

Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer, und einer, der nur ein Haar auf dem Kopf hat, hat dennoch eine Glatze. Wenn aber ein Haar nicht darüber entscheidet, was Glatze von Haarpracht unterscheidet, dann tut’s ein weiteres auch nicht, und noch eines und noch eines und noch eines auch nicht, dann tut die Zahl der Haare GAR nichts zu der Frage, ob einer eine Glatze habe. Zumal man so gut wie nie eine wirklich haarlose Glatze findet, irgendein Flaumhärchen ziert jeden Greisenglatzkopf, und ausserdem kann man selbst mit Haaren eine Glatze haben, wenn man sie nämlich rasiert. Mit anderen Worten: Die Zahl der Haare hat mit der Frage, ob einer eine Glatze habe oder nicht, nichts zu tun. Jeder Glatzkopf kann behaupten, er habe keine Glatze, umgekehrt kann man jeden Träger wallenden Haupthaares als Glatzkopf bezeichnen.

Die Logiker nennen dies Paradox auch das des Kettenschlusses oder das Vagheitsparadox. Es entsteht nämlich dadurch, dass die Begriffe, mit denen operiert wird, unscharf sind, und die offensichtlichste Möglichkeit, das Paradox zu vermeiden, wäre es – gut wittgensteinisch – auf exakte Begriffe zu bestehen.

Das geht aber gar nicht, denn dann müssten wir aufhören, zu reden. Fast alle unsere Begriffe sind vage und daher anfällig für das Paradox. Noch ein Beispiel – aus der Biologie.

Zweifellos gibt es Bäume. Zweifellos gibt es Sträucher. Ein Baum, so definieren es die Botaniker, ist durch die “Sprossachsendominanz” nur einer Sprossachse, des Stammes eben, gekennzeichnet. Ein Strauch hat viele gleichberechtigte Sprossachsen.

Gruß von Reklov

Reklov Online




Beiträge: 5.660

11.07.2020 11:41
#4129 RE: "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

Zitat
Felix ist schwarz.
Felix ist ein Kater.
Alle Kater sind schwarz.

SnookerRI & Athon

Die einfachste Form eines Paradoxon lautet wie folgt:„"Dieser Satz ist falsch."

Nimmt man an der Satz wäre falsch, dann trifft genau das zu, was der Satz selbst behauptet und daraus folgt, dass er wahr sein muss. Behauptet man aber der Satz, sei wahr, was er über sich aussagt, dann trifft genau das, was der Satz über sich selbst sagt nicht zu ­ woraus folgt, dass er falsch sein muss. Aus diesem Grund wird das Lügner­Paradoxon auch als Lügner­Antinomie bezeichnet, weil die widersprüchlichen Aussagen gleichermaßen eine gute Begründung besitzen.

Gruß von Reklov

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 8.080

11.07.2020 15:13
#4130 RE: "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #4128


Zweifellos gibt es Bäume. Zweifellos gibt es Sträucher. Ein Baum, so definieren es die Botaniker, ist durch die “Sprossachsendominanz” nur einer Sprossachse, des Stammes eben, gekennzeichnet. Ein Strauch hat viele gleichberechtigte Sprossachsen.



Und was ist erst mit "Bäumen", die künstlich auf Strauchform geschnitten werden? Umgekehrt ist es bei einigen Sträuchern möglich durch gärtnerische Korrektur einen baumartigen Wuchs zu erzeugen.

Im Übrigen stimme ich dir zu. Vor allem dein Hinweis auf das Kettenschluss-Paradoxon ist sicher hilfreich.


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Athon Offline




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11.07.2020 20:05
#4131 RE: "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

@SnookerRI

Zitat von Snooker #4127
Es erstaunt mich immer wieder, dass ein "Logik-Fan" wie du, mich nach Beispielen fragen muss, zumal sich diese im Internet nicht verstecken.


Es muss Dich nicht erstaunen, wenn ich vermeiden will, durch möglicherweise ungeignete Beispiele Deinen Widerspruch zu provozieren. Es sollte in einem Dialog auf Augenhöhe möglich sein, seine eigenen Aussagen auch selbst zu belegen. Das würde auch helfen, Missverständnisse zu vermeiden.

Zitat
Felix ist schwarz.
Felix ist ein Kater.
Alle Kater sind schwarz.


Die Schlussfolgerung, dass aufgrund der Aussagen zu "Felix" alle Kater schwarz seien, ist weder logisch noch zwingend. Siehst Du dies anhand Deines Logik-Verständnisses anders? Auch ein weißer Kater würde nichts an "Felix" Farbe ändern. Nur umgekehrt wird ein Schuh daraus...

Zitat
Ein Auto ohne Räder kann nicht fahren.
Mein Auto hat Räder.
Daraus folgt: Es kann fahren. Verhält sich das Auto jetzt unlogisch, wenn es trotz vorhandener Räder nicht fährt? Und hier kommt auch wieder der fallende Apfel ins Spiel: Verhält er sich unlogisch, wenn er nicht auf den Boden fällt?


Es geht doch nicht darum, wie sich etwas "verhält". Logisch ist, dass der Apfel am Baum bleibt, solange er nicht fällt (oder vorher gepflückt wird...). Genauso, wie Dein Auto trotz vorhandener Räder nicht fahren muss. Logisch und damit zwingend wäre nur die Aussage, dass es Räder benötigt, wenn es fahren soll.

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Athon Offline




Beiträge: 3.337

11.07.2020 20:10
#4132 RE: "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

@Reklov

Zitat von Reklov #4129
Die einfachste Form eines Paradoxon lautet wie folgt:„"Dieser Satz ist falsch."


Wikipedia: In der Logik wird die Struktur von Argumenten im Hinblick auf ihre Gültigkeit untersucht, unabhängig vom Inhalt der Aussagen. Snooker hat mich darauf schon einmal hingewiesen...

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SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 8.080

11.07.2020 22:22
#4133 RE: "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

Zitat von Athon im Beitrag #4131
Es muss Dich nicht erstaunen, wenn ich vermeiden will, durch möglicherweise ungeignete Beispiele Deinen Widerspruch zu provozieren. Es sollte in einem Dialog auf Augenhöhe möglich sein, seine eigenen Aussagen auch selbst zu belegen. Das würde auch helfen, Missverständnisse zu vermeiden.

Das Problem ist nicht Missverständnisse vermeiden zu wollen, eigene Aussagen nicht belegen zu wollen, oder Widerspruch aufgrund möglicherweise ungeeigneter Beispiele aus dem Weg zu gehen. Das ist es auch nicht, was mich erstaunt.

Zitat von Athon im Beitrag #4131
Die Schlussfolgerung, dass aufgrund der Aussagen zu "Felix" alle Kater schwarz seien, ist weder logisch noch zwingend. Siehst Du dies anhand Deines Logik-Verständnisses anders? Auch ein weißer Kater würde nichts an "Felix" Farbe ändern. Nur umgekehrt wird ein Schuh daraus...
Na ich sagte ja schon, dass du dieses Beispiel als nicht logisch bezeichnen musst, was wiederum gemessen an deiner Haltung zu Logik - logisch ist. Dieses Beispiel ist eines von vielen, die du in unterschiedlichen Variationen im Internet finden kannst. Sie beschreiben einen logischen, induktiven Schluss, der wahrscheinlich, aber nicht zwingend ist. Das wird dich natürlich keinesfalls davon abhalten, Logik gemäß deiner Haltung zur Logik, zu verwenden. Das ist für mich auch kein Problem.

Zitat von Athon im Beitrag #4131
Es geht doch nicht darum, wie sich etwas "verhält". Logisch ist, dass der Apfel am Baum bleibt, solange er nicht fällt (oder vorher gepflückt wird...). Genauso, wie Dein Auto trotz vorhandener Räder nicht fahren muss. Logisch und damit zwingend wäre nur die Aussage, dass es Räder benötigt, wenn es fahren soll.

Das träfe - wenn überhaupt - im Falle einer Deduktion ein. Da sind aber stets die Prämissen, aus denen die entsprechende Konklusion zwingend folgt, determiniert.


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Athon Offline




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12.07.2020 16:00
#4134 RE: "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

@SnookerRI

Zitat von Snooker #4133
Na ich sagte ja schon, dass du dieses Beispiel als nicht logisch bezeichnen musst, was wiederum gemessen an deiner Haltung zu Logik - logisch ist. Dieses Beispiel ist eines von vielen, die du in unterschiedlichen Variationen im Internet finden kannst. Sie beschreiben einen logischen, induktiven Schluss, der wahrscheinlich, aber nicht zwingend ist. Das wird dich natürlich keinesfalls davon abhalten, Logik gemäß deiner Haltung zur Logik, zu verwenden.


Wenn es um die Beurteilung geht, ob etwas real ist oder nicht real ist, kommen wir mit induktiven Schlussfolgerungen aber nicht weiter, weil diese eben nicht zwingend wahr sind.

Zitat
Das träfe - wenn überhaupt - im Falle einer Deduktion ein. Da sind aber stets die Prämissen, aus denen die entsprechende Konklusion zwingend folgt, determiniert.


Dann sind also Deiner Meinung nach auch die Prämissen in Bezug auf die reale Existenz "Gottes" determiniert?

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SnookerRI Offline

Soul-Societist


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12.07.2020 17:32
#4135 RE: "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

Zitat von Athon im Beitrag #4134
Wenn es um die Beurteilung geht, ob etwas real ist oder nicht real ist, kommen wir mit induktiven Schlussfolgerungen aber nicht weiter, weil diese eben nicht zwingend wahr sind.
Mit welchen Schlüssen kommen wir denn dann weiter? Deduktion fällt aus den genannten Gründen auch auch. Die Prämissen sind unbekannt.

Zitat von Athon im Beitrag #4134
Dann sind also Deiner Meinung nach auch die Prämissen in Bezug auf die reale Existenz "Gottes" determiniert?

Nein - siehe oben. Sie sind unbekannt. Oder kannst du sie ermitteln? *

*Ich versuche hier deinem Verständnis von Logik zu folgen. Nach meinem Verständnis von Logik ergibt sich diese Problematik nicht.


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Athon Offline




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12.07.2020 19:06
#4136 RE: "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

@SnookerRI

Zitat von Snooker #4135
Mit welchen Schlüssen kommen wir denn dann weiter? Deduktion fällt aus den genannten Gründen auch auch. Die Prämissen sind unbekannt.


Kann es sein, dass Du hier bereits auf die Existenz Jehovas Bezug nimmst? Ich meinte dies hier noch nicht...

Zitat
Nein - siehe oben. Sie sind unbekannt. Oder kannst du sie ermitteln? *
*Ich versuche hier deinem Verständnis von Logik zu folgen. Nach meinem Verständnis von Logik ergibt sich diese Problematik nicht.


Zunächst etwas Grundsätzliches: Determinieren meinst auch Du i. S. v. bedingen, als gegeben annehmen usw.?

Offenbar fehlt mir in diesem Zusammenhang die Erkenntnis, dass ich Deine bisherigen Begründungen für eine reale Existenz "Gottes" dann fälschlicherweise wohl als Prämissen angesehen habe...

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SnookerRI Offline

Soul-Societist


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13.07.2020 17:50
#4137 RE: "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

Zitat von Athon im Beitrag #4136
Kann es sein, dass Du hier bereits auf die Existenz Jehovas Bezug nimmst? Ich meinte dies hier noch nicht...
Ich meinte das Prinzip des Schlussfolgerns selbst... Und was meinst du?

Zitat von Athon im Beitrag #4136
Zunächst etwas Grundsätzliches: Determinieren meinst auch Du i. S. v. bedingen, als gegeben annehmen usw.?
Ja.


Zitat von Athon im Beitrag #4136
Offenbar fehlt mir in diesem Zusammenhang die Erkenntnis, dass ich Deine bisherigen Begründungen für eine reale Existenz "Gottes" dann fälschlicherweise wohl als Prämissen angesehen habe...


Wäre das nicht mit einem Zirkelschluss vergleichbar?


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Athon Offline




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14.07.2020 09:22
#4138 RE: "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

@SnookerRI

Zitat von Snooker #4137
Ich meinte das Prinzip des Schlussfolgerns selbst... Und was meinst du?


Das Gleiche. Ich verstehe nur nicht, warum bei einer Schlussfolgerung, dass etwas tatsächlich existiert, die Prämissen unbekannt sind.

Zitat
Wäre das nicht mit einem Zirkelschluss vergleichbar?


Die Bibel ist Gottes Wort.
Die Bibel enthält Gottes Prophezeiungen.
Alle Prophezeiungen sind bisher eingetroffen.
Also existiert Gott.

Dann sind diese von Dir verwendeten Begründungen also auch für Dich "unbekannte" Prämissen?

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Reklov Online




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14.07.2020 13:08
#4139 RE: "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

Zitat
Das Gleiche. Ich verstehe nur nicht, warum bei einer Schlussfolgerung, dass etwas tatsächlich existiert, die Prämissen unbekannt sind.

Athon,

... viele Prämissen sind uns unbekannt. Dies beginnt z.B. bei der Frage: Warum gibt es Viren und wer od. was hat diese denn "in Szene gesetzt"?

Gruß von Reklov

Athon Offline




Beiträge: 3.337

14.07.2020 22:26
#4140 RE: "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

@Reklov

Zitat von Reklov #4139
... viele Prämissen sind uns unbekannt. Dies beginnt z.B. bei der Frage: Warum gibt es Viren und wer od. was hat diese denn "in Szene gesetzt"?


Eine deduktive Schlussfolgerung kann aus meiner Sicht keine Information darüber "liefern", warum etwas exisiert.

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Athon Offline




Beiträge: 3.337

15.07.2020 08:19
#4141 RE: "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

@Reklov

Zitat von Reklov #4103
Der "Gottesgedanke" muss also "geistig" bearbeitet werden, so wie Du es z.B. mit Logik versuchst, indem Du denkst, alles sei schon stets da gewesen.


Ich muss Deine Formulierung "alles" noch einmal beleuchten, Reklov: Ich nehme keineswegs an, alles sei schon immer "da" gewesen. Auf Endliches wie die Universen oder Galaxien könnte eine solche Annahme schon einmal nicht zutreffen. Das, was ich einzig als ewig existent ansehe, ist die Unendlichkeit selbst mit ihrer hier schon erwähnten "Fähigkeit", Endliches hervorzubringen.

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SnookerRI Offline

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15.07.2020 17:13
#4142 RE: "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

Zitat von Athon im Beitrag #4138
Das Gleiche. Ich verstehe nur nicht, warum bei einer Schlussfolgerung, dass etwas tatsächlich existiert, die Prämissen unbekannt sind.
Bei einer deduktiven Schlussfolgerung sind die Prämissen ja nicht unbekannt. Deswegen ist die Conclusio ja auch zwingend. Das ist bei induktiven oder abduktiven Schlüssen nun mal nicht der Fall. Und deswegen helfen dir selbst deduktive Schlüsse bei der logischen Betrachtung der Existenz Gottes nicht weiter.

Zitat von Athon im Beitrag #4138
Die Bibel ist Gottes Wort.
Die Bibel enthält Gottes Prophezeiungen.
Alle Prophezeiungen sind bisher eingetroffen.
Also existiert Gott.

Dann sind diese von Dir verwendeten Begründungen also auch für Dich "unbekannte" Prämissen?



Was von dem, was du da aufzählst, gehört denn zu den von mir verwendeten Begründungen für die Existenz Gottes? Du beschreibst gerade hervorragend, warum der Umkehrschluss in vielen Fällen - wie eben auch diesem die Logik nicht rekuperieren kann.


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16.07.2020 12:42
#4143 RE: "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

Zitat
Das, was ich einzig als ewig existent ansehe, ist die Unendlichkeit selbst mit ihrer hier schon erwähnten "Fähigkeit", Endliches hervorzubringen.

Athon,

... Du hast Deine Ansichten nun zwar etwas detaillierter in Worte gekleidet, aber nach wie vor kann man nicht davon ausgehen, dass allein der Begriff UNENDLICHKEIT in der Lage wäre, etwas "hervorzubringen" - denn - dahinter kann unsere Vorstellung ledigliche eine räumliche und zeitliche Unendlichkeit unterbringen. Keinesfalls aber einen so gewaltigen, geordneten und sogar in Teilen berechenbaren Schöpfungsprozess, wie wir ihn z.B. auf unserem kleinen Planeten erleben können. Von anderen Galaxien und deren Sonnensystemen können wir nicht sprechen.

Meine Ansicht dazu: KEIN PROGRAMM OHNE PROGRAMMIERER.

Dieser Programmierer hat mit den Vorstellungen der Religionen jedoch herzlich wenig zu tun, was schon dem Propheten Jesaja einleuchtete.

Gruß von Reklov

Athon Offline




Beiträge: 3.337

17.07.2020 13:58
#4144 RE: "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

@Reklov

Zitat von Reklov #4143
Meine Ansicht dazu: KEIN PROGRAMM OHNE PROGRAMMIERER.


Aus meiner Sicht ist auch das "Programm", das in der Unendlichkeit abläuft, selbst unendlich und ewig. Ewig und in unendlicher Zahl existierende virtuelle Quanten bringen unendlich viele materielle Erscheinungen bis in alle Ewigkeiten hervor.

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Beiträge: 5.660

17.07.2020 15:49
#4145 RE: "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

Zitat
Aus meiner Sicht ist auch das "Programm", das in der Unendlichkeit abläuft, selbst unendlich und ewig. Ewig und in unendlicher Zahl existierende virtuelle Quanten bringen unendlich viele materielle Erscheinungen bis in alle Ewigkeiten hervor.

Athon,

... "Deine Sicht" in allen Ehren, aber 1.) wissen wir alle nichts über das grandiose "Programm", welches im Kosmos abläuft, 2.) kann niemand beweisen, dass es "undendlich" läuft und 3.) müssen auch die erwähnten Quanten nicht unbedingt schon ewig existent sein, 4.) auch nicht als etwas betrachtet/gedeutet werden, das in der Lage ist, viele materielle Erscheinungen bis in alle Ewigkeit hervorzubringen.

Deine Sprache bemüht sich zwar, mit wissenschaftlichen Vokabeln Geltung zu erhalten, aber es wird Dir ja selbst klar sein, dass Du damit nicht mehr "Wahrheit" beanspruchen/anbieten kannst, als es die Idee über einen "Schöpfer" vermag.

Auch über diese Idee gibt es wiederum zahlreiche Vermutungen. Vorgestern sprach ich mit einem Freund meines Sohnes, welcher die Ansicht vertritt, es gäbe keine Individualseele, sondern nur das "Göttliche", welches sich jedoch in versch. Erscheinungsformen begibt, um etwas mit sich selbst zu "erleben"... - vom Schönsten bis hin zum Grausamsten.

Gruß von Reklov

Athon Offline




Beiträge: 3.337

17.07.2020 17:25
#4146 RE: "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

@Reklov

Zitat von Reklov #4145
... "Deine Sicht" in allen Ehren, aber 1.) wissen wir alle nichts über das grandiose "Programm", welches im Kosmos abläuft,


Woher weißt Du aber, dass es überhaupt ein "Programm" ist?

Zitat
2.) kann niemand beweisen, dass es "undendlich" läuft


Richtig. Das Gegenteil natürlich auch nicht...

Zitat
3.) müssen auch die erwähnten Quanten nicht unbedingt schon ewig existent sein


Wenn man davon überzeugt ist, dass es "jemanden" gibt, der alles geschaffen hat, hat man damit natürlich Schwierigkeiten...

Zitat
4.) auch nicht als etwas betrachtet/gedeutet werden, das in der Lage ist, viele materielle Erscheinungen bis in alle Ewigkeit hervorzubringen.


Nun ja, Reklov, zumindest wurde die Quantenfluktuation experimentell schon nachgewiesen. Das ist schon einmal eine gute Grundlage für weitere Erkenntnisse.

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Athon Offline




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17.07.2020 17:34
#4147 RE: "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

@SnookerRI

Zitat von Snooker #4142
Was von dem, was du da aufzählst, gehört denn zu den von mir verwendeten Begründungen für die Existenz Gottes?


Du hast also hier niemals argumentiert, das bisher 100prozentige Eintreffen biblischer Prophezeiungen begründe die reale Existenz "Gottes"?

Mein Beispiel soll verdeutlichen, dass es sich dabei um eine deduktive logische Schlussfolgerung handelt. Unabhängig davon, dass die Aussage, die Bibel sei "Gottes" Wort, nicht verifizierbar ist.

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SnookerRI Offline

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17.07.2020 18:17
#4148 RE: "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

Zitat von Athon im Beitrag #4147

Du hast also hier niemals argumentiert, das bisher 100prozentige Eintreffen biblischer Prophezeiungen begründe die reale Existenz "Gottes"?

Mein Beispiel soll verdeutlichen, dass es sich dabei um eine deduktive logische Schlussfolgerung handelt. Unabhängig davon, dass die Aussage, die Bibel sei "Gottes" Wort, nicht verifizierbar ist.
Ich habe die Erfüllung biblischer Prophetie als Argument dafür gebraucht, dass die Bibel Gottes Wort ist. Eine deduktive Schlussfolgerung, die die reale Existenz Gottes begründet, kann man daraus wahrscheinlich entwickeln. Woraus schließt du deinerseits, dass nicht verifiziert werden könne, ob die Bibel das Wort Gottes ist?


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17.07.2020 20:33
#4149 RE: "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

@SnookerRI

Zitat von Snooker #4148
Woraus schließt du deinerseits, dass nicht verifiziert werden könne, ob die Bibel das Wort Gottes ist?


Weil ich an eine Verifizierung offenbar andere Anforderungen stelle, die über das hinausgehen, was Du als hinreichend ansehen würdest.

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SnookerRI Offline

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18.07.2020 06:08
#4150 RE: "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

Zitat von Athon im Beitrag #4149
Weil ich an eine Verifizierung offenbar andere Anforderungen stelle, die über das hinausgehen, was Du als hinreichend ansehen würdest.
Naja, der "kategorische Ausschluss" Gottes greift diesbezüglich wohl eher etwas zu kurz, als dass er als Anforderung für die Verifizierung dieses Sachverhalts über etwas hinausgeht...


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