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Dieses Thema hat 4.814 Antworten
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 Atheismus/Agnostizismus
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Athon Offline




Beiträge: 3.693

01.02.2021 19:07
#4701 RE: "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

@Reklov

Zitat von Reklov #4698
... es kann Dir ja nicht entgangen sein, dass ich den Menschen als ein "Wesen" sehe, welches nicht nur aus Materie besteht. Nein, dieses "Wesen" ist zudem mit Geist begabt/ausgestattet! Damit kann es planend denken und forschen.


Dessen bin ich mir durchaus bewusst, Reklov, und ich werde dieses Zusammenspiel von Materie und Geist beim Menschen keineswegs bestreiten. Allerdings sehe ich diesen Geist als Produkt des menschlichen materiellen Gehirns und nicht als "Ausstattung" von außerhalb.

Zitat
Der aktuelle Virus spielt nicht die Hauptrolle und wird von den entwickelten Impfstoffen hoffentlich besiegt werden.(?)


Das wird es, davon bin ich überzeugt. Aber, das trifft nicht den Kern meiner Aussage in #4696: Eine (göttliche) Warnung in Form eines Virus setzt logisch voraus, dass auch das Virus göttlichen Ursprungs sein muss. Denn wie Du selbst sagst, würde "Gott" eingreifen, wenn er seine Schöpfung in Gefahr sähe.

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Reklov Offline




Beiträge: 6.074

01.02.2021 21:40
#4702 RE: "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

Zitat
Allerdings sehe ich diesen Geist als Produkt des menschlichen materiellen Gehirns und nicht als "Ausstattung" von außerhalb.

Athon,

... ich sehe dies anders. Für mich hat sich GEIST einen materiellen "Statthalter = Gehirn" geschaffen, damit ER in der Welt auch etwas "real" bewirken kann und nicht nur im "Reich der Ideen" schweben muss.
Anders gesagt: Es reicht nicht aus, lediglich als geistiger Entwurf eines Nagels zu "sein". Es braucht dazu auch eine biologische Form, welche den Nagel dann im Dasein auch "einschlagen" kann.

Zitat
Eine (göttliche) Warnung in Form eines Virus setzt logisch voraus, dass auch das Virus göttlichen Ursprungs sein muss. Denn wie Du selbst sagst, würde "Gott" eingreifen, wenn er seine Schöpfung in Gefahr sähe.

Das siehst Du richtig, denn Nichts ist wohl von selber in die Schöpfung einfach so "hineingerutscht". Auch das kleinste Virus muss zunächst mal "konzipiert und dann entsprechend kreiert" worden sein.

Ob Deine Überzeugung, dass wir den Kampf gegen das Virus gewinnen werden, richtig ist, wird die Zukunft aber erst noch erweisen müssen. Ich wünsche es uns allen.

Gruß von Reklov

Athon Offline




Beiträge: 3.693

02.02.2021 11:39
#4703 RE: "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

@Reklov

Zitat von Reklov 4702
.. ich sehe dies anders. Für mich hat sich GEIST einen materiellen "Statthalter = Gehirn" geschaffen, damit ER in der Welt auch etwas "real" bewirken kann und nicht nur im "Reich der Ideen" schweben muss. Anders gesagt: Es reicht nicht aus, lediglich als geistiger Entwurf eines Nagels zu "sein". Es braucht dazu auch eine biologische Form, welche den Nagel dann im Dasein auch "einschlagen" kann.


Aha, also lautet die "schöpferische" Reihenfolge: Erst Geist, dann Gehirn. Oh, ich vergaß: Geist ist ja nicht geschaffen worden, sondern existiert unendlich, ewiglich und ohne Ursache. Wenn ich es aber richtig überlege, macht das hinsichtlich des menschlichen Verhaltens in der Praxis keinen Unterschied, ob der Geist, das Denken, erst durch die Entwicklung des Gehirns hervorgerufen wird oder "eingepflanzt" worden ist...

Zitat
Das siehst Du richtig, denn Nichts ist wohl von selber in die Schöpfung einfach so "hineingerutscht". Auch das kleinste Virus muss zunächst mal "konzipiert und dann entsprechend kreiert" worden sein.


Nun ja, Reklov, wenn (nicht nur) dieses Virus von "Gott" geschaffen wurde, um als Warnung zu dienen und darüberhinaus auch ein Regulativ des Verhältnisses zwischen Leben und Tod darstellt, dann muss dies für jede Naturkatastrophe, bei dem Menschen sterben, ebenfalls gelten. Dann wären auch todbringende Kriege zwischen Menschen als Teil des "großen Plans" anzusehen.

Als der Tsunamie 2004 hunderttausende Menschenleben forderte, meinte eine ältere und gläubige (!) Bekannte meiner Schwiegermutter, es gäbe ohnehin zuviel Menschen auf der Erde. Das habe ich seinerzeit mehr als nur zynisch genannt. Und ich muss leider feststellen, dass ich beim Lesen Deiner Zeilen von einer solchen Empfindung nicht mehr weit entfernt bin...

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Reklov Offline




Beiträge: 6.074

02.02.2021 13:12
#4704 RE: "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

Zitat
Wenn ich es aber richtig überlege, macht das hinsichtlich des menschlichen Verhaltens in der Praxis keinen Unterschied, ob der Geist, das Denken, erst durch die Entwicklung des Gehirns hervorgerufen wird oder "eingepflanzt" worden ist...

Athon,

... ein Gehirn zu haben, bedeutet noch nicht, auch "Geist" zu besitzen. Dieser muss, als Ergebnis von Erkenntnis mittels Versuch/Erfahrung, erst den unzähligen Gehirnzellen "eingegeben" werden.

Einfaches Beispiel:
Würde man die nächste Generation nicht auf Schulen und Universitäten schicken, würden deren Gehirne nicht in der Lage sein, den heutigen Anforderungen auch nur im Ansatz zu genügen.

Das größte Gehirn im Tierreich hat absolut betrachtet der Wal mit bis zu 9000 Gramm, das mit enthält 200 Milliarden mehr Neuronen besitzt als ein menschliches Gehirn mit rund 100 Milliarden bzw. Da aber der Wal "im Wasser geblieben ist", musste er nicht die "Aufgaben und Herausforderungen" bewältigen, wie z.B. der 2-beinige Jäger in der Steinzeit. Nicht nur die Erfindung von Pfeil und Bogen ist mit der Leistung von Geist verknüpft.



Das höchste Verhältnis von Gehirn und Körpergewicht:
Der extrem leichte Vogel besitzt das größte Gehirn aller Tiere - jedenfalls relativ zu seinem Körpergewicht. Es wiegt nämlich ein Fünfundzwanzigstel seines Gesamtgewichts. Selbst wir Menschen bringen es nur auf ein Verhältnis von 1:49.

Auch dem Vogel "genügt" seine biologische Ausstattung. Er benötigt nicht die Kulturtechniken der Menschen. Allerdings ist er aber wohl auch nicht in der Lage, seine Situation in der Welt zu reflektieren. Damit hat er auch keinen Zugang zu dem, was wir unter "Wissen" verstehen. Damit ist z.B. auch das "tragische Wissen" verbunden.

Tierforscher haben einst einigen Menschenaffen wiederholt "vorgemacht", wie man die an der Labor-Decke hängenden Bananen erreicht, indem sie Holzkisten aufeinander stapelten. Dies konnten die Affen nach einigen Versuchen dann auch selbst schaffen und holten sich die Bananen.
Als man jedoch aus den Brettern der Holzkisten, immer wieder und langsam, eine ganz einfache Leiter baute (mit schon vorgefertigten Löchern und Holzdübeln), waren die Affen bereits total überfordert und die Bananen blieben für sie unerreichbar.-

Unser sehr kompiziert vernetztes Gehirn, die Steuerzentrale unseres Körpers, ist ein Produkt der Evolution, scheint aber nicht für allzu lange Lebensjahre ausgestattet zu sein, was man an seinen Alterserscheinungen ablesen kann.

Zitat
Dann wären auch todbringende Kriege zwischen Menschen als Teil des "großen Plans" anzusehen.

Wir sind uns in Freiheit geschenkt. Teil des "großen Plans" ist, dass wir uns lieben lernen. Wenn wir unseren Aggressionen den Vorrang geben, müssen wir eben die Konsequenzen erleiden. Man sieht ja z.B., was allein schon Worte von Trump bei seinen Anhängern auslösen konnten. Hätten sie überlegt gehandelt und ihren Unmut friedlich geäußert, wäre es nicht zu solchen Szenen beim Sturm auf das Kapitol gekommen.

Zitat
Als der Tsunamie 2004 hunderttausende Menschenleben forderte, meinte eine ältere und gläubige (!) Bekannte meiner Schwiegermutter, es gäbe ohnehin zuviel Menschen auf der Erde. Das habe ich seinerzeit mehr als nur zynisch genannt. Und ich muss leider feststellen, dass ich beim Lesen Deiner Zeilen von einer solchen Empfindung nicht mehr weit entfernt bin...

Ein Gläubiger nimmt zwar auch mit Freude am "Abenteuer Leben" teil, sieht die Erde aber nicht als seine "ewige" Heimat an. Zum Tod vermag der Gläubige u.a. zu denken: "Niemand fällt tiefer, als in Gottes Hand".

Für Menschen, die sich nur an dieses "eine Leben" klammern, bedeutet der Tod natürlich eine schreckliche und nicht mehr rückgängig zu machende Tragödie.
Die Einstellung zum Tod wird also ebenfalls durch entsprechendes Denken geformt, was aber nicht bedeutet, dass man das Leben geringschätzen soll.

Ich weiß nun aber nicht, wie die gläubige Bekannte Deiner Schwiegermutter ihr Denken über die Transzendenz ausgerichtet hat. Ihrer damaligen Bemerkung hätte also eine psychologische Erfragung folgen sollen.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 6.074

02.02.2021 15:30
#4705 RE: "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

Zitat
dann muss dies für jede Naturkatastrophe, bei dem Menschen sterben, ebenfalls gelten.

Athon,

... Naturkatastrophen, wie der Tsunami 2004, waren den dortigen Einwohnern seit Jahrhunderten bekannt. Ein ältere Frau berichtete damals im TV, dass ihre Ahnen niemals so nah an die Strandzonen gebaut hätten, weil diese Gefahr stets von Generation zur nächsten als mahnende Erzählung weitergegeben worden war.

Erst die Hotelmanager, welche mit dem Massentourismus Geld verdienen wollten, setzten sich über diese Gefahr hinweg. Man baute nahe am Strand und bot den ahnungslosen Touristen "Zimmer mit Meerblick" an.
Zudem sollte nicht unerwähnt bleiben, dass z.B. Phuket auch eine große "Amüsiermeile" anbietet. Nicht nur Prostitution sind hier ein großes Geschäft, sondern, wie Betroffene berichten, wurden ihnen auch in den zahlreichen Disco-Bars sehr viele Scheine für lediglich ein paar Geränke "aus der Tasche gezogen". Da wurden aus 100,- Baht mal schnell 1000,- Baht, wenn man nicht auf die Null achtete!

Ähnliches gilt z.B. auch für Lawinen-Unglücke:
Ich kann mich an TV-Berichte von Einheimischen erinnern, die deutlich verärgert kritisierten, dass ihre Vorfahren die Stellen, an denen Lawinen runter kamen, genau kannten und es stets vermieden, dort ihre Häuser zu bauen.
Auch hier setzte sich aber der zu erwartende Geldsegen durch den Ski-Zirkus durch und man fing an, Hotels auf diese "leeren" Stellen zu bauen, welche die Ortskundigen ja nicht ohne Grund immer unbebaut gelassen hatten.

In der Türkei gibt es seit langem bekannte Erdbebengebiete, in denen es immer wieder "rummst". Das hielt aber die Regierung nicht davon ab, genau dort sehr viele Wohnsiedlungen (Hochhäuser) zu bauen. Dort wohnen, wen wundert es, Leute aus der sog. Unterschicht, wie ein Türke im TV kritisch anmerkte.

San Francisco erlebte ja bereits mehrere sehr schwere Erdbeben. Dennoch baute man diese hochgefährdete Stadt stets wieder an gleicher Stelle auf.

Das gleiche gilt für Neapel. Seine engen Gassen erlauben, wie Rettungsteams wissen, keine schnelle Evakuierung im Falle eines Vesuv-Ausbruchs. Täglich überwachen zwar Messstationen jedes Anzeichen einer naheliegenden Katastrophe, was aber die Gefahr nicht schmälert.

>> Während der Vesuv die Umgebung von Neapel maßgeblich bestimmt, liegt die eigentliche Gefahr einige Kilometer entfernt: Die Phlegräischen Felder, der Supervulkan Europas – ein riesiger Krater!

Die phlegräischen Felder bei Neapel sind Europas einziger Supervulkan. Doch was würde bei einer Super-Eruption passieren? Die Folgen wären katastrophal.

Ein Szenario:

Bei einer Super-Eruption schleudert der Vulkan hunderte Kubikkilometer Magma heraus. Die Eruptionssäule steigt bis zu siebzig Kilometer hoch. Menschen, Tiere, Pflanzen: Pyroklastische Ströme, eine Mischung aus Gas und Feststoffen, vernichten im Umkreis von hundert Kilometern alles Leben.

Von der Eruptionssäule driften Aschewolken in Windrichtung. Über Tausende von Kilometern breiten sich die Aschewolken aus. Die meterdicken Ascheschichten lassen Dächer und Häuser einstürzen. In ganz Europa legt die Asche den Verkehr lahm. Und dann bricht das Stromnetz zusammen.

Auch die Landwirtschaft ist betroffen. Denn die Ascheschicht zerstört die gesamte Ernte des Jahres.

Vulkanischer Winter:
Nach einem Monat bedecken winzige Schwefel-Teilchen die Atmosphäre. Sie blockieren die Sonne. Dadurch sinken die Temperaturen weltweit um etwa zehn Grad. Durch den Kollaps der Landwirtschaft kommt es zu Hungersnöten, Seuchen und Aufständen — bis zu zehn Jahre dauert der vulkanische Winter.

Nach jetzigem Stand der Technik kann man nichts gegen Super-Eruptionen tun. Es gab Untersuchungen der NASA, ob man Supervulkane "abkühlen" könnte. Doch dabei kam heraus, dass es viel zu lange dauern würde. Eine Super-Eruption gibt es statistisch gesehen aber nur alle 100.000 bis 200.000 Jahre. << (Quelle: Internet)

Die Menschen wissen also um die Gefahren und leben dennoch in diesen hochgefährdeten Gebieten. Diejenigen, welche es sich erlauben/leisten können, der Gefahr zu entweichen, ziehen allerdings weg, wie z.B. ein Ehepaar aus San Francisco, welches nach dem letzten Beben mit ihren 3 Kindern von dort wegzog, wie eine TV-Reporter damals berichtete.

Gruß von Reklov

Athon Offline




Beiträge: 3.693

02.02.2021 17:10
#4706 RE: "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

@Reklov

Zitat von Reklov #4704
... ein Gehirn zu haben, bedeutet noch nicht, auch "Geist" zu besitzen. Dieser muss, als Ergebnis von Erkenntnis mittels Versuch/Erfahrung, erst den unzähligen Gehirnzellen "eingegeben" werden.


Das mag auf die geistige Qualität zutreffen, von der ich hier aber nicht gesprochen habe. Auch ein Neugeborenes hat ein Gehirn. Willst Du mit Deiner Aussage andeuten, dass ein solches Menschenkind keinen "Geist" besitzt und dieser erst im Laufe der Zeit entwickelt wird? Besteht für Dich zwischen Geist und Erlerntem kein Unterschied?

Zitat
... Naturkatastrophen, wie der Tsunami 2004, waren den dortigen Einwohnern seit Jahrhunderten bekannt. Ein ältere Frau berichtete damals im TV, dass ihre Ahnen niemals so nah an die Strandzonen gebaut hätten, weil diese Gefahr stets von Generation zur nächsten als mahnende Erzählung weitergegeben worden war.


Mit anderen Worten: Selbst schuld...? Beantwortet dies die Frage, was z. B. ein Tsunamie auf unserer Erde erreichen soll? Oder ein tödliches Virus? Ich könnte noch nachvollziehen, wenn "Gottes" Warnungen und Handlungen nur diejenigen treffen würden, die es "verdient" haben. Was will der große Planer durch gewollte Naturkatastrophen erreichen? Dass Hoteliers ihre Hotels nicht mehr in Strandnähe bauen? Das wirkt lächerlich, Reklov!

Du solltest vielleicht von Deiner hier mehr als häufig dargelegten Grundüberzeugung abrücken, jeder Mensch sei nur an sich selbst interessiert und müsse sich um jeden Preis Vorteile sichern, indem er andere Menschen übervorteilt, übers Ohr haut, in Gefahr bringt oder sonstwas. Auch Du wirst das gute Geld, das Du in Deinem Beruf verdient hast, sicher nicht abgelehnt haben. Jeder Mensch ist eben nicht so, wie Du es für die Aufrechterhaltung Deiner Gottesvorstellung benötigst.

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Reklov Offline




Beiträge: 6.074

03.02.2021 14:46
#4707 RE: "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

Zitat
Das mag auf die geistige Qualität zutreffen, von der ich hier aber nicht gesprochen habe. Auch ein Neugeborenes hat ein Gehirn. Willst Du mit Deiner Aussage andeuten, dass ein solches Menschenkind keinen "Geist" besitzt und dieser erst im Laufe der Zeit entwickelt wird? Besteht für Dich zwischen Geist und Erlerntem kein Unterschied?

Athon,

... ein Neugeborenes hat zwar ein Gehirn, aber noch keinen "wissenden" Geist. Diese Anlagen müssen erst entwickelt werden. Mit den sich entwickelnden "geistige Stufen" zeichnet sich erst die von Dir angesprochene Qualität ab, die wir in gut und böse einteilen.

Zitat
Ich könnte noch nachvollziehen, wenn "Gottes" Warnungen und Handlungen nur diejenigen treffen würden, die es "verdient" haben. Was will der große Planer durch gewollte Naturkatastrophen erreichen? Dass Hoteliers ihre Hotels nicht mehr in Strandnähe bauen? Das wirkt lächerlich, Reklov!

Bevor Du das Wort "lächerlich" anwendest, überlege bitte, dass ja auch viele Personen die schlimmsten Katastropen überleben. Warum - bleibt als Frage offen.

Häuser nicht mehr an den Strand zu bauen, überlässt Gott unserer Intelligenz. Wenn aber, wie geschildert, Geldverdienen im Vordergrund steht, dann müssen Konsequenzen ertragen werden. Logisch - denn die Natur richtet sich nicht nach kaufmänn. Vorstellungen/Plänen.

Zitat
Du solltest vielleicht von Deiner hier mehr als häufig dargelegten Grundüberzeugung abrücken, jeder Mensch sei nur an sich selbst interessiert und müsse sich um jeden Preis Vorteile sichern, indem er andere Menschen übervorteilt, übers Ohr haut, in Gefahr bringt oder sonstwas. Auch Du wirst das gute Geld, das Du in Deinem Beruf verdient hast, sicher nicht abgelehnt haben. Jeder Mensch ist eben nicht so, wie Du es für die Aufrechterhaltung Deiner Gottesvorstellung benötigst.

Nicht jeder Mensch wird von mir so beurteilt, aber die Geschichte zeigt, dass die Mehrheit stets dem System der Herrschenden dienen musste. Daraus entwickelten sich viele der bekannten historischen Katastrophen.

Mein Geld verdiente ich mit Werbegrafik und Illustrationen. Ich erlebte Konkurrenz und Wettbewerb, musste also gut sein, um Geld zu verdienen. - Meine Arbeit war eine "Dienstleistung" und dabei ging es zwischen Auftraggeber und mir stets fair und ehrlich zu. Meine Chefs mussten z.B. schon vor Beginn meiner Arbeit einen verbindlichen Kostenvoranschlag abgeben.

Hätte ich und meine Chefs aber so versagt, wie es manche Politiker tun, die unsere Steuergelder zum Fenster rauswerfen, wären wir gemainsam schon früh im Konkurs gelandet.

Gruß von Reklov

Athon Offline




Beiträge: 3.693

03.02.2021 15:39
#4708 RE: "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

@Reklov

Zitat von Reklov #4707
... ein Neugeborenes hat zwar ein Gehirn, aber noch keinen "wissenden" Geist. Diese Anlagen müssen erst entwickelt werden.


Nun machst Du aus dem "Geist" in Deinem Beitrag #4704, der nach Deiner Ansicht offenbar vom Gehirn getrennt zu betrachten sein sollte, schon einen "wissenden". So weit waren wir noch gar nicht, Reklov. Ich wollte nur geklärt wissen, ob Neugeborene Geist besitzen oder nicht. Das solltest Du doch locker beurteilen können...

Zitat
Bevor Du das Wort "lächerlich" anwendest, überlege bitte, dass ja auch viele Personen die schlimmsten Katastropen überleben. Warum - bleibt als Frage offen.


Aha, also doch eine "göttliche" Auswahl? Oder haben diese einfach nur Glück gehabt, zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zu sein...?

Zitat
Häuser nicht mehr an den Strand zu bauen, überlässt Gott unserer Intelligenz. Wenn aber, wie geschildert, Geldverdienen im Vordergrund steht, dann müssen Konsequenzen ertragen werden. Logisch - denn die Natur richtet sich nicht nach kaufmänn. Vorstellungen/Plänen.


Dann gehört also "Geldverdienen" grundsätzlich zu den Sünden, die göttlicherseits bestraft werden müssen? Stimmt, Reklov, ich erinnere mich: Reiche kommen ja nicht in den Himmel...

Zitat
Nicht jeder Mensch wird von mir so beurteilt, aber die Geschichte zeigt, dass die Mehrheit stets dem System der Herrschenden dienen musste. Daraus entwickelten sich viele der bekannten historischen Katastrophen.


Das streitet auch niemand ab, Reklov, aber nicht jedes Herrschaftssystem ruft Katastrophen hervor. Die Geschichte hat auch gezeigt, dass Menschen sehr wohl in der Lage sind, die Herrschenden zum Teufel zu jagen. Auch die "göttliche" Natur neigt bisweilen zu Katastrophen. Warten wir ab, wie die Menschheit mit dem Verursacher künftig umgehen wird...

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Reklov Offline




Beiträge: 6.074

04.02.2021 14:12
#4709 RE: "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

Zitat
Nun machst Du aus dem "Geist" in Deinem Beitrag #4704, der nach Deiner Ansicht offenbar vom Gehirn getrennt zu betrachten sein sollte, schon einen "wissenden". So weit waren wir noch gar nicht, Reklov. Ich wollte nur geklärt wissen, ob Neugeborene Geist besitzen oder nicht. Das solltest Du doch locker beurteilen können...

Athon,

... Neugeborene "besitzen" bereits alles, was sie später noch "entwickeln/verfeinern" können.

Zum Thema GEIST wäre anzumerken:

Unsere körperliche Existenz ist zwar an Raum und Zeit gebunden, unser Bewusstsein ist jedoch nicht darauf "beschränkt". Materie und Energie kommen und gehen, doch alles wird zusammengehalten und geordnet durch die tiefe Intelligenz, die alles durchdringt. Wir sind nur ein Aspekt dieser Intelligenz, einer ewigen Gegenwart von Bewusstsein.

Ein Mensch, der sich seiner selbst als geistiges Wesen bewusst ist, verliert inmitten all der auf ihn einstürzenden Eindrücke und Erfahrungen auch nie den Erfahrenden aus dem Blick. Seine inner Wahrheit sagt ihm: Trage das Bewusstsein der Unsterblichkeit mitten in die Sterblichkeit hinein, denn auch diese ist nur ein Augenblick, ein Raum-Zeit-Ergeignis innerhalb des ewigen Kontinuums.

Da wir aber selbst ein Teil dieses Kontinuums sind, kann sich auch nichts außerhalb unseres selbst ereignen. Wer so denkt, sieht/beurteilt das Kommen und Gehen auf unserem Planeten aus einem völlig anderen Blickwinkel und zürnt auch nicht gegen die Natur, wenn sie hier und da, bedingt durch Katastrophen, Menschen vorzeitig aus dem augenblicklichen "Da-Sein" reißt.

Zitat
Dann gehört also "Geldverdienen" grundsätzlich zu den Sünden, die göttlicherseits bestraft werden müssen? Stimmt, Reklov, ich erinnere mich: Reiche kommen ja nicht in den Himmel...

Wenn "Geldverdienen" mit Ausbeuten und Übervorteilen verbunden ist - JA! (Man mache sich hierzu nur mal bewusst, dass z.B. jede Jeans die Fabrik mit Herstellungskosten von ca. 5,- EUR verlässt. Wenn die Hose dann alle Stationen durchlaufen hat, zahlt der Endverbraucher einen Preis von ca. 40,- bis 90,- EUR (und mehr). Ein Textilhändler bemerkte dazu, dass die Jeans sich nicht deswegen so lange hält, weil sie etwa so schön sei, sondern, weil kaum ein Artikel der Modebranche so viel Gewinne einbringt.

Dein angesprochenes Gleichnis aus der Bibel:„>> Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt... <<, sollte im historischen Zusammenhang verstanden werden. Wie ich lesen konnte, war damals mit dem "Nadelöhr" ein kleines und niedriges Tor in der Stadtmauer vom antiken Jerusalem gemeint.
Das Gleichnis stellt also dar, dass ein Kamel, will es dort hindurchkommen, sich auf jeden Fall bücken/in die Knie gehen muss. Das Gleichnis zielte also auf die innere Haltung damaliger Reicher, die sich eben vor keinem "bücken" wollten, denen Demut ein Fremdwort war. Der Satz zielte also nicht auf das "Geldverdienen", denn die Juden waren schon damals erfolgreiche Händler, hatte ihr Land doch durch seine Lage auch einen optimalen Zugang zum Waren-Handel (Import/Export) rund um das Mittelmeer, sowie nach Osten hin z.B. über die alte Route der "Seidenstraße".

Zitat
Auch die "göttliche" Natur neigt bisweilen zu Katastrophen. Warten wir ab, wie die Menschheit mit dem Verursacher künftig umgehen wird...

Dazu wage ich mal eine Voraussage: DIE NATUR WIRD STETS SIEGER BLEIBEN.

Gruß von Reklov

Athon Offline




Beiträge: 3.693

05.02.2021 09:58
#4710 RE: "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

@Reklov

Zitat
... Neugeborene "besitzen" bereits alles, was sie später noch "entwickeln/verfeinern" können.


Wir befinden uns hier im Logik-Thread, Reklov, und Logik ist alternativlos. Deswegen sehe ich "entwickeln" als etwas anderes an als "verfeinern". Entwickelt wird etwas, was es zuvor nicht gab. Und "verfeinern" baut auf dieser Entwicklung auf. Wodurch ist also bei einem Neugeborenen "Geist" entwickelt worden?

Zitat
Dazu wage ich mal eine Voraussage: DIE NATUR WIRD STETS SIEGER BLEIBEN.


Korrekt, Reklov, mit oder ohne "Gott"...

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Reklov Offline




Beiträge: 6.074

05.02.2021 13:21
#4711 RE: "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

Zitat
Und "verfeinern" baut auf dieser Entwicklung auf. Wodurch ist also bei einem Neugeborenen "Geist" entwickelt worden?

Athon,

... die einzelnen "Entwicklungsschübe" beim Neugeborenen schildert dieser link recht anschaulich und dürfte wohl viele Fragen beantworten:

https://www.pampers.de/baby/entwicklung/.../wachstumsschub


Die Entwicklung von Gehirn und Nervensystem beginnt beim Embryo mit der 3. Schwangerschaftswoche:

https://www.neurologen-und-psychiater-im...em/entwicklung/


Meine Meinung:
Auch Neugeborene sind ein Aspekt der "Göttlichen Intelligenz". Die bereits dem Baby mitgegebene "Grundausstattung" (Teil eines "Schöpfungsplanes) entwickelt sein "geistiges Pontential" zunächst durch entsprechende Sinnesreize und später durch gezielte Schulung in natur- oder geisteswissenschaftlichen Fächern.

Das "körperliche Wachstum" eines Menschen geschieht ohne dessen willentliche Anstrengung - das "geistige Wachstum" aber leider nicht. Wenn also eine Kind nicht geschult wird, kann es zwar körperlich durchaus topfit, geistig aber nur zu einem "unverständigen" Erwachsenen werden. Das Gute daran aber ist, dass auch ein solcher "Unverständiger" jederzeit durch Schulung seinen "Geist", seine Fähigkeiten und das damit verbundene Bewusstsein "erweitern" kann.

Intelligenz, Intellekt, - intellegere (lat. = wahrnehmen, merken, erkennen, empfinden, einsehen, verstehen, begreifen, meinen, sich etw. denken, sich vorstellen, sich einen Begriff v. etw. machen ...)

Der Intellekt ist ein philosophischer Begriff. Er bezeichnet die Fähigkeit, etwas geistig zu erfassen, und die Instanz im Menschen, die für das Erkennen und Denken zuständig ist. Intellekt wird oft als Synonym für "Verstand" verwendet, kann aber auch die Bedeutungen "Vernunft", "Bewusstsein" oder "Geist" haben.

Zitat
Korrekt, Reklov, mit oder ohne "Gott"...

Keinesfalls ist dies "korrekt", denn ob denn NATUR ohne "Gott" überhaupt existierte, ist nun mal mit der so eifrig genutzten menschlichen Logik nicht klärend zu beantworten.

Gruß von Reklov

Athon Offline




Beiträge: 3.693

05.02.2021 17:51
#4712 RE: "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

@Reklov

Zitat von Reklov #4711
... die einzelnen "Entwicklungsschübe" beim Neugeborenen schildert dieser link recht anschaulich und dürfte wohl viele Fragen beantworten:


Richtig, Reklov, n a c h der Geburt.

Zitat
Die Entwicklung von Gehirn und Nervensystem beginnt beim Embryo mit der 3. Schwangerschaftswoche:


Dann ist also mit dem Abschluss dieser Entwicklung bereits "Geist" vorhanden?

Zitat
Auch Neugeborene sind ein Aspekt der "Göttlichen Intelligenz". Die bereits dem Baby mitgegebene "Grundausstattung" (Teil eines "Schöpfungsplanes) entwickelt sein "geistiges Pontential" zunächst durch entsprechende Sinnesreize und später durch gezielte Schulung in natur- oder geisteswissenschaftlichen Fächern.


Ich kann Dir momentan leider nicht folgen, Reklov. Was verstehst Du unter einer "Grundausstattung", die einem Baby mitgegeben wurde und sich dann konsequenterweise nicht selbständig entwickeln musste? Worauf baut also ein "geistiges Potential" auf, wenn nicht auf die Fähigkeit des Gehirns, Sinnesreize, Erlerntes usw. zu speichern?

Was ich damit ausdrücken will: Das Gehirn ist zwar "Statthalter" des Geistes, aber dieser ist nicht von außerhalb ins Gehirn "eingedrungen", sondern beschreibt die Fähigkeit des Gehirns zu denken, zu lernen, wahrzunehmen usw.

Zitat
Keinesfalls ist dies "korrekt", denn ob denn NATUR ohne "Gott" überhaupt existierte, ist nun mal mit der so eifrig genutzten menschlichen Logik nicht klärend zu beantworten.


Dann hast Du sicherlich andere Quellen, aus denen sich diese Existenz schlüssig ableiten lässt. Dass eine Frage nicht beantwortbar ist, begründet allein noch keine Schlüssigkeit...

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Reklov Offline




Beiträge: 6.074

05.02.2021 20:13
#4713 RE: "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

Zitat
Richtig, Reklov, n a c h der Geburt.

Athon,

... auch v o r der Geburt ist schon Beeindruckendes beim "Wunder des Lebens" im Gange:
Im Laufe der 6. Schwangerschaftswoche beginnen die ersten Organe, Form anzunehmen, und auch Kopf, Rumpf und Ansätze der Gliedmaßen sind erkennbar. Diese Woche stellt einen Meilenstein in der Entwicklung des Embryos dar: das Herz beginnt zu schlagen und der Embryo bildet ein eigenes Kreislaufsystem aus.

9. - 10. Schwangerschaftswoche:
Die Organe, das Gehirn und die Gliedmaßen wachsen stürmisch. Der Embryo bewegt sich jetzt ständig und schläft nur noch wenige Stunden pro Tag.


21. - 28. Schwangerschaftswoche:
Die Organreifung und der Knochenbau des Fötus schreiten voran, das Gehirn entwickelt sich rasant.

Zitat
Dann ist also mit dem Abschluss dieser Entwicklung bereits "Geist" vorhanden?

Kann ich nicht korrekt beantworten. Aber, - nicht zu verkennen ist das "Werk" des "Weltgeistes", das uns hier als "Kreislauf des Lebens" vor unsere Augen tritt.

Zitat
Was ich damit ausdrücken will: Das Gehirn ist zwar "Statthalter" des Geistes, aber dieser ist nicht von außerhalb ins Gehirn "eingedrungen", sondern beschreibt die Fähigkeit des Gehirns zu denken, zu lernen, wahrzunehmen usw.

Unser Gehirn, als "Statthalter unseres Geistes" ist, wie ich ja schon schrieb, nur ein Aspekt des allumfassenden Geistes.

Wäre unser Geist nämlich "allumfassend", bräuchten z.B. Experten den Impfstoff gegen Corona nicht erst "forschend entwickeln", sondern hätten, weil im Besitz der absoluten Erkenntnis/Wahrheit, diesen sofort parat. (Meine ich.)

Zitat
Dann hast Du sicherlich andere Quellen, aus denen sich diese Existenz schlüssig ableiten lässt. Dass eine Frage nicht beantwortbar ist, begründet allein noch keine Schlüssigkeit...

Wir können ja nicht einmal unsere Existenz "schlüssig ableiten". Schon die Frage, was ist der Mensch, ist nicht beantwortbar.

Es bleibt also dabei: Das Universum lässt sich sein Geheimnis von uns noch nicht entreißen und ob es dies je tun wird, "steht in den Sternen..."

Wir sind also erkenntnismäßig "beschränkt" und können andere "Dimensionen des Seins" nur über unsere Gedankenwege "erwandern".

Gruß von Reklov

Athon Offline




Beiträge: 3.693

05.02.2021 22:55
#4714 RE: "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

@Reklov

Zitat von Reklov 4713
... auch v o r der Geburt ist schon Beeindruckendes beim "Wunder des Lebens" im Gange:


Es scheint kein Wunder zu sein, wenn sich an diesem Forum Interessierte möglicherweise mit Grausen abwenden, Reklov. Du sendest einen Link, der sich mit Entwicklungsschüben bei Neugeborenen befasst, und ich antworte, dass die dortigen Informationen sich auf die Entwicklung nach der Geburt beziehen. Und nun lässt Du Dich aus über Vorgänge vor der Geburt. Was soll das, Reklov? Willst Du mir mit meinen über 70 Jahren noch Unterricht geben mit Infos, die überhaupt nicht angesprochen wurden?

Zitat
Unser Gehirn, als "Statthalter unseres Geistes" ist, wie ich ja schon schrieb, nur ein Aspekt des allumfassenden Geistes.


Das kannst Du so annehmen. Was Du aber nicht kannst, die Existenz eines "allumfassenden Geistes" schlüssig darzulegen...

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Reklov Offline




Beiträge: 6.074

06.02.2021 12:13
#4715 RE: "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

Zitat
Du sendest einen Link, der sich mit Entwicklungsschüben bei Neugeborenen befasst, und ich antworte, dass die dortigen Informationen sich auf die Entwicklung nach der Geburt beziehen. Und nun lässt Du Dich aus über Vorgänge vor der Geburt. Was soll das, Reklov? Willst Du mir mit meinen über 70 Jahren noch Unterricht geben mit Infos, die überhaupt nicht angesprochen wurden?

Athon,

... keinesfalls will ich hier jemandem Unterricht geben!
Ich wollte lediglich darauf hinweisen, dass bereits im Mutterleib Wahrnehmungen von der Außenwelt auf das Kind "einströmen". Inwieweit das Gehirn eines Ungeborenen dadurch schon beeinflusst/angeregt wird, können/sollen Experten beurteilen.

Zitat
Das kannst Du so annehmen. Was Du aber nicht kannst, die Existenz eines "allumfassenden Geistes" schlüssig darzulegen...

Was nicht zu den von uns erfassbaren Dimensionen gehört, können wir auch nicht "schlüssig" darlegen. Eines ist aber auch ersichtlich: Mit der von Dir so eifrig bemühten menschlichen Logik, konntest Du bisher auch keine "schlüssigen" Gegendarstellungen in Sprache kleiden.
Das ist jedoch keine Beinbruch, sondern einfach nur logisch.

Interessant, auch für über 70-Jährige:

Gewissheit und Ungewissheit sind zwei Aspekte unserer Natur. Auf einer Ebene müssen die Dinge gewiss sein, sonst gäbe es keine Ordnung. Auf der anderen Ebene müssen die Dinge ungewiss sein, sonst gäbe es keine Erneuerung. Die Evolution entwickelt sich durch überraschende Wendungen; die gesündeste Haltung besteht darin, zu erkennen, dass das Unbekannte nur ein anderer Begriff für >> Schöpfung << ist.
Ein weiser Mensch erkennt die Einheit, die in der Ungewissheit liegt. Er weiß, dass auch in dieser völligen Offenheit noch eine Ordnung bewahrt wird.
Gegensätze (auch bei Weltdeutungen) können und müssen miteinander existieren. Wer auf die Stimme der "inneren Wahrheit" zu hören vermag, dem sagt sie: >> Ich nehme das Unbekannte an, weil es mir erlaubt, neue Aspekte meiner selbst zu sehen. <<

Gruß von Reklov

Athon Offline




Beiträge: 3.693

06.02.2021 17:59
#4716 RE: "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

@Reklov

Zitat von Reklov #4715
Ich wollte lediglich darauf hinweisen, dass bereits im Mutterleib Wahrnehmungen von der Außenwelt auf das Kind "einströmen".


Das sollte aber nun doch allgemein bekannt sein. Auch, dass diese "Reize" vom Ungeborenen wahrgenommen werden können.

Zitat
Was nicht zu den von uns erfassbaren Dimensionen gehört, können wir auch nicht "schlüssig" darlegen. Eines ist aber auch ersichtlich: Mit der von Dir so eifrig bemühten menschlichen Logik, konntest Du bisher auch keine "schlüssigen" Gegendarstellungen in Sprache kleiden.


Das erweist sich auch offenbar als sinnlos, weil Du die Existenz einer sog. transzendentalen Dimension für Deine Überlegungen verwendest, ohne belegen zu können, dass diese "Dimension" überhaupt real ist. Und gegen Glauben kann ich nun einmal nicht überzeugend argumentieren. Es melde sich, die/der das könnte...

Zitat
Die Evolution entwickelt sich durch überraschende Wendungen


Das halte ich für abwegig, Reklov. Evolution reagiert auf Einflüsse und in Kenntnis dieser Einflüsse würde für einen externen Beobachter nichts Überraschendes geschehen...

Zitat
...die gesündeste Haltung besteht darin, zu erkennen, dass das Unbekannte nur ein anderer Begriff für >> Schöpfung << ist.


Auch hier habe ich eine andere Ansicht. Der zuverlässig beschreibende Begriff für das Unbekannte ist das Unbekannte. Aber kein unbekannter "Schöpfer"...

----------------------------------------------------
NUR DER ZWEIFEL LÄSST UNS DENKEN

Reklov Offline




Beiträge: 6.074

07.02.2021 13:22
#4717 RE: "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

Zitat
Das erweist sich auch offenbar als sinnlos, weil Du die Existenz einer sog. transzendentalen Dimension für Deine Überlegungen verwendest, ohne belegen zu können, dass diese "Dimension" überhaupt real ist. Und gegen Glauben kann ich nun einmal nicht überzeugend argumentieren. Es melde sich, die/der das könnte...

Athon,

... Du verwendest z.B. für "Deine Überlegungen" das Gedankenkonstrukt, die Naturgesetze seien schon stets "da gewesen", ohne dies "belegen" zu können. Auch gegen solch einen "Glauben" kann ich (oder eine andere Person) nicht überzeugend argumentieren.

Zitat
Evolution reagiert auf Einflüsse und in Kenntnis dieser Einflüsse würde für einen externen Beobachter nichts Überraschendes geschehen...

Wer sollte dieser externe Beobachter sein? - Aber, auch ein solcher Beobachter wäre überrascht, wie unsere Erde plötzlich auftretenden Einflüssen ausgesetzt wurde/wird. Man denke hierbei nur an Einschläge von Asteroiden, welche unser Klima abrupt und lange verändern konnten/können, an hereinbrechende Eiszeiten, oder an das Durchbrechen von Ozeanen, welche große, bis dahin trockene Landflächen überfluten - etc.

Zitat
Das sollte aber nun doch allgemein bekannt sein. Auch, dass diese "Reize" vom Ungeborenen wahrgenommen werden können.

Damit wollte ich lediglich sagen, dass der "Statthalter des menschlichen Geistes", unser Gehirn, schon im Mutterleib aktiv wird. Unser sich später ausweitendes Bewusstsein=Geist ist aber von Schulungen versch. Art unbedingt abhängig. Von alleine tut sich hier leider nichts! Unsere Sinne allein könnten unserem Gehirn auch nichts beibringen, würden wir z.B. die "Erscheinungen auf unserem Planeten" nur betrachten, um dann darüber sprachliche Mutmaßungen anzustellen.

Dies aber war/ist das Problem aller Religionen: Sie haben zwar eine Anschauung der Natur (von der wir ein Teil sind), aber nichts, was sie aus der unbekannten Dimension des reinen Seins auf den Tisch des stofflichen Daseins ziehen könnten.

Das Christentum hat diesen Mangel schon früh gecheckt und deutet(e) den "Nazarener" als denjenigen, welcher aus einer anderen Dimension auf die Erde kam - um Menschen zu unterweisen, sozusagen als helfender "Lehrmeister zum Anfassen".

Zitat
Auch hier habe ich eine andere Ansicht. Der zuverlässig beschreibende Begriff für das Unbekannte ist das Unbekannte. Aber kein unbekannter "Schöpfer"...

Bevor Du (d)eine Ansicht mitteilst, bitte genau lesen. Ich schrieb ja nicht "Schöpfer" sondern "Schöpfung". - Ein großer Unterschied, denn meiner Ansicht nach hat die "Schöpfung" so wenig mit dem "Schöpfer" zu tun, wie z.B. eine große vollautomatisch laufende/produzierende Industrie-Anlage mit ihrem Erfinder.

Gruß von Reklov

Reisender Offline



Beiträge: 4.115

07.02.2021 15:23
#4718 RE: "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

Wir brauchen eine Gottesdefinition, die auf beiden Seiten fest ist und mit der wir beide übereinstimmen!(Gysi)

Nun ist Gott aber das Unbekannte, niemand kennt Gott, es ist eine Projektion in vielerlei Formen.
Wie sollte man etwas Unbekanntes definieren, dass es einen Materialisten zufrieden stellt?
SElbst wenn wir eine Definition ausdenken, wie sollte wir überprüfen, ob sie stimmt?
Gott ist eben das nicht definierbare, es ist ein Prinzip das unerklärliche der menschlichen Vorstellung verfügbar zu machen.

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 19.167

07.02.2021 17:14
#4719 "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

Zitat von Reisender
Gott ist eben das nicht definierbare, es ist ein Prinzip das unerklärliche der menschlichen Vorstellung verfügbar zu machen.

Eben! Darum war Ra damals auch der Sonnengott, weil die Existenz der Sonne als bloßer physikalischer Glutofen für die Planeten nicht so vorstellbar war. Die Erklärung von etwas Unerklärlichem zu einem Gott war schon immer die eleganteste Lösüng dafür, Wissenslücken zu überbrücken. Heute ist uns die physische Beschaffenheit der Sonne klar und so schwand auch ihre metaphysische Gott-Funktion!

Doch heute haben wir immer noch einen Gott für Unerklärliches! Via inhaltlicher Definition ist dieses Unerklärliche aber nur so lange das Unerklärliche, bis wir es erklärt haben! Wieso müssen wir es Gott nennen? Wenn die Gottgläubigen mit der Definition 'das Unerklärliche ist das Unerklärliche' nicht zufrieden sind, dann muss es doch wohl daran liegen, dass sie eben doch von BEKANNTEN ATTRIBUTEN ausgehen, die über das Attribut 'unerklärlich' hinausgehen! Die Thora, die Bibel und der Koran gehen von einem Gott aus, der Himmel, Erde und die Menschen geschaffen hat und das Tun der Menschen kritisch begleitet, bestraft und lobt! Von dieser Gottesdefinition gehe ich auch aus, wenn ich mit euch diskutiere - und letztendlich sage, dass es ihn nicht gibt! Darum definiere ich mich als Atheist!

Wenn du sagst, Gott ist das Unbekannte, dann räumst du ein, dass du gar nichts von ihm weißt. Und dass seine Definition im Licht neuer Erkenntnis im Schall und Rauch ernüchternder PHYSIK verschwinden wird! Also ist Gott immer nur eine Illusion der Unkenntnis! So ist uns Menschen in unserer Gottessuche und der Entwicklung der Wissenschaften immer wieder ergangen, und es ist schlüssig, dass sich das auch nicht ändern wird.

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Reisender Offline



Beiträge: 4.115

07.02.2021 17:26
#4720 RE: "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

Also ist Gott immer nur eine Illusion der Unkenntnis!(Gysi)
Natürlich, Gott ist eine Glaubenssache. Wie willst Du eine gemeinsame Definition zwischen Gläubigen und Ungläubigen finden?

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 19.167

08.02.2021 08:25
#4721  "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

Zitat von Reisender
Wie willst Du eine gemeinsame Definition zwischen Gläubigen und Ungläubigen finden?

Überhaupt nicht? Warum denn nicht? Wenn das stimmt würde, was du sagst, hätte die Diskussion zwischen Gläubigen und Ungläubigen generell keinen Sinn! Und was würde das bedeuten?

- Dass Gläubige für die Logik als Erkenntnisweg nicht offen sind? Fehlt denen logisches Denkvermögen? Oder hat denen irgendwas das biologisch angelegte Vertrauen auf die Logik zerstört?

- Oder dass Ungläubige nicht fähig dazu sind, einen zweiten Weg - neben der Logik - zur Gotteserkenntnis zu beschreiten? Wieso denn nicht? Haben Gläubige etwas an Sinneswahrnehmung, was die Ungläubigen nicht haben?

Wie ist denn deine Gottesdefinition? Wenn du eine hast, dann hast du auch eine, die mit Attributen versehen ist. Also ist sie nicht nur 'das Unbekannte'! Und wenn du keine hast, weißt du auch nicht, woran du glaubst! Ob du an einen Gott glaubst oder nicht.

Der Diskussionsstand in diesem Thread ist folgender: Reklov (als Vertreter der Theisten) sagt, dass alle Endlichkeiten auf einen ewigen 'Urgrund' zurückzuführen sein müssten. Und diesen Urgrund würede man gemeinhin Gott nennen!
Athon und ich (als Vertreter der Atheisten) sagen ebenfalls, dass alle Endlichkeiten auf einen ewigen 'Urgrund' zurückzuführen sein müssten. Nur dieser Urgrund kann alles Mögliche sein: Naturgesetze, Strings, Quantenfluktuationen, Atome. Aber nicht ein allwissender, übermächtiger, mit Persönlichkeitsattributen ausgestatteter Gott!

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Athon Offline




Beiträge: 3.693

08.02.2021 10:07
#4722 RE: "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

@Reklov

Zitat von Reklov #4717
... Du verwendest z.B. für "Deine Überlegungen" das Gedankenkonstrukt, die Naturgesetze seien schon stets "da gewesen", ohne dies "belegen" zu können.


Dieses "Gedankenkonstrukt" beruht auf aus meiner Sicht logischen Überlegungen und bedient sich des Ausschlussprinzips: Ein aus sich selbst heraus existierendes und bewusst handelndes Wesen, das für diese Existenz keine Energie benötigt, ist unlogisch und daher unmöglich.

Zitat
Wer sollte dieser externe Beobachter sein?


Das war eine Metapher, Reklov...

Zitat
Aber, auch ein solcher Beobachter wäre überrascht, wie unsere Erde plötzlich auftretenden Einflüssen ausgesetzt wurde/wird.


Aber die daraus resultierende Entwicklung/Evolution wäre nicht überraschend. Nur dies meinte ich.

Zitat
Damit wollte ich lediglich sagen, dass der "Statthalter des menschlichen Geistes", unser Gehirn, schon im Mutterleib aktiv wird.


Aha. Und dazu ist "Geist" nicht notwendig, oder wie...?

Zitat
Ich schrieb ja nicht "Schöpfer" sondern "Schöpfung". - Ein großer Unterschied, denn meiner Ansicht nach hat die "Schöpfung" so wenig mit dem "Schöpfer" zu tun, wie z.B. eine große vollautomatisch laufende/produzierende Industrie-Anlage mit ihrem Erfinder.


Dann solltest Du vielleicht eine sprachliche Ausformung finden, die nicht mit einem "Schöpfer" assoziiert. Für mich ist der Begriff "Schöpfung" mit der angenommenen Erschaffung der Welt durch "Gott", also den Schöpfer, verbunden. Ich hatte bisher nicht den Eindruck, dass Du dies anders sehen könntest. Deswegen nenne ich Unbekanntes vornehmlich Unbekanntes...

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Reklov Offline




Beiträge: 6.074

08.02.2021 11:59
#4723 RE: "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

Zitat
Nur dieser Urgrund kann alles Mögliche sein: Naturgesetze, Strings, Quantenfluktuationen, Atome. Aber nicht ein allwissender, übermächtiger, mit Persönlichkeitsattributen ausgestatteter Gott!

Gysi,

... wenn es einen, mit Persönlichkeitsattributen ausgestatteten Gysi gibt, der zwar nicht allwissend und übermächtig ist, - warum sollte da nicht auch die Existenz einer "göttlichen" Wesenheit möglich sein? Die von Dir aufgeführten Substantive können auch als Aspekte dieser "Wesenheit" gedacht werden.

Gruß von Reklov

Athon Offline




Beiträge: 3.693

08.02.2021 12:34
#4724 RE: "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

@Reklov

Zitat von Reklov #4723
... wenn es einen, mit Persönlichkeitsattributen ausgestatteten Gysi gibt, der zwar nicht allwissend und übermächtig ist, - warum sollte da nicht auch die Existenz einer "göttlichen" Wesenheit möglich sein? Die von Dir aufgeführten Substantive können auch als Aspekte dieser "Wesenheit" gedacht werden.


Kannst Du die Frage beantworten, warum es (ein) "Gott" sein muss, der die Welt geschaffen hat? Nur auf diesen Schaffensprozess und das sichtbare Ergebnis bezogen ist es doch völlig gleichgültig, wie die Welt entstanden ist. Ergo muss es für die angenommene Existenz "Gottes" noch andere Gründe geben. Logisch...?

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Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 19.167

08.02.2021 12:37
#4725 "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

Zitat von Reklov
... wenn es einen, mit Persönlichkeitsattributen ausgestatteten Gysi gibt, der zwar nicht allwissend und übermächtig ist, - warum sollte da nicht auch die Existenz einer "göttlichen" Wesenheit möglich sein?

Ein denkender und fühlender Geist ist nach all unserer Erfahrung und Beobachtung nicht möglich! Und warum, zum Henker, soll ein allmächtiger, perfekter Gott denn etwas schaffen, was so deutlich weniger, richtig dumm und unperfekter ist als er? Sieh doch ein: Diese Gottesvorstellung ist aus Religionsformaten aus der Jungsteinzeit adaptiert, die du doch selber ablehnst!

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