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Atheismus vs. Religionen  


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Dieses Thema hat 2.350 Antworten
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 Atheismus/Agnostizismus
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Perquestavolta Offline



Beiträge: 4.323

15.04.2019 14:27
#1451 RE: "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

Nun ja.. Wenn bei Menschen von nicht ganz Normal redet, dann meint man "bescheuert".

Wer glaubt der muss auch zweifeln können.
Wer im Glauben nicht zweifelt, ist entweder ein Kind oder ein Idiot.






Athon Offline




Beiträge: 2.277

16.04.2019 13:32
#1452 RE: "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

Wo war der große Planer, der Schöpfer der Welt, der allwissende und gnädige "Gott", als sein Haus brannte? Beim Heiligen Abendmahl..?

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Nicht Gott schuf den Menschen, der Mensch schuf Gott! Und hat bis heute daran zu schaffen...

Reklov Offline




Beiträge: 5.035

16.04.2019 15:30
#1453 RE: "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

Zitat
Wo war der große Planer, der Schöpfer der Welt, der allwissende und gnädige "Gott", als sein Haus brannte? Beim Heiligen Abendmahl..?

Athon,

... eine nicht nur zu dieser Bibelstelle oft gestellte Frage!

Beim Heiligen Abendmahl sagt Jesus (laut Bibel) unverblümt in die (in der Kunstgeschichte oft dargestellte) "Tischrunde", dass ihn einer aus seiner Mitte verraten würde. Hier soll der Text also verdeutlichen, dass der "Verlauf der Geschichte/Prophezeiung" bereits gewusst wurde.

Ob aber solch ein prophezeites, sich dann auch erfüllendes Schicksal eine "kosmische Wahrhreit" darstellt, bleibt reine Glaubenssache. Der das Christentum prägende Leitgedanke, welcher die Kreuzigung und die Auferstehung durchzieht, ist ja, dass der Tod "besiegt" werden kann, also keine "Sackgasse" ist.
Mich persönlich stimmt es aber skeptisch, dass hier ein allwissender "Gott" vorgestellt wird, welcher den Weg ans "Kreuz" zulässt, denn das klingt mir doch alles zu sehr nach altem jüd. Brauchtum, welches (nach alter antiker Vorstellung) meint, man könne die Gottheit mit einem entsprechenden Opfer besänftigen oder gar beeindrucken.

Psychologisch bedenklich finde ich zudem, dass den gläubigen Christen durch das "Jesus-Opfer" ein schlechtes Gewissen (gepaart mit geforderter Dankbarkeit) eingeredet wird, denn - keiner von uns kann sich ja daran erinnern, je darum gebeten zu haben, auf diese Erde "geworfen" zu werden. Hätten wir Menschen vor unserer Geburt die Wahl gehabt, unserer irdischen Laufbahn zuzustimmen, ich möchte wetten, nicht wenige hätten sich für das NEIN entschieden.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.035

16.04.2019 15:53
#1454 RE: "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

Zitat
Nun ja.. Wenn bei Menschen von nicht ganz Normal redet, dann meint man "bescheuert".

Perquestavolta,

... ist nun jemand "bescheuert", der von der Norm abweicht, oder sind diejenigen "bescheuert", welche sich der vorgegebenen Norm brav anpassen? - Diese Frage stellt sich sowohl bei Sitten und Gebräuchen, bei Glaubensansichten bis hin zu Geschmacksfragen.
Ist also jemand "bescheuert", wenn er "Porno guckt" oder ist einer "bescheuert", wenn er den zweitstärksten menschlichen Trieb (nach dem Hungertrieb!) verdrängt - gar in die Schmuddelecke stellt?

Die über Jahrhunderte verbreitete kirchliche Forderung, Sex dürfe nur zum Zwecke der Zeugung betrieben werden, musste nach und nach weichen.
Heute wird Sex auch als "Spaßfaktor" verstanden und dementsprechend "vermarktet".
Wer sich davon nicht angesprochen fühlt, muss ja nicht mitmachen.

Sexualität wurde/wird besonders gerne von regierenden Machern und Moralhütern kontrolliert. Es zeigt aber die Geschichte, dass überall dort, wo "Kontrollettis" den Deckel draufzumachen versuchten, die Sexualität stets andere "Ventile" fand und diese auch öffnete.

Gruß von Reklov

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 6.359

16.04.2019 20:16
#1455 RE: "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

Zitat von Perquestavolta im Beitrag #1449

Dass du "abartig" einen an Waffel hast, Snooker, war mir und wahrscheinlich auch den meisten anderen hier eigentlich schon klar.
Dass du das jetzt aber auch noch unbedingt unterschreiben willst, hätte ich mir selbst in meinen kühnsten Träumen nicht erwartet.



Aber PQV, du weißt doch: Ich unterschreibe alles abartig gerne, was dein Gehirn dazu triggert, esoterische Hirnwahrheiten zu erzeugen. Aber nur unter einer Bedingung: Du teilst sie weiter schön fleißig in deinen Beiträgen mit...


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Athon Offline




Beiträge: 2.277

18.04.2019 15:54
#1456 RE: "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

@Reklov

Zitat von Reklov #1453
... eine nicht nur zu dieser Bibelstelle oft gestellte Frage!


Logisch. Weil sie auf der Hand liegt. Offensichtlich ist es einem Gläubigen aber wohl nicht möglich, schreckliche Geschehnisse und Katastrophen zum Anlass zu nehmen, die Existenz "Gottes" wenigstens ansatzweise kritisch zu hinterfragen.

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SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 6.359

18.04.2019 18:59
#1457 RE: "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

Zitat von Athon im Beitrag #1456
@Reklov

Zitat von Reklov #1453
... eine nicht nur zu dieser Bibelstelle oft gestellte Frage!

Logisch. Weil sie auf der Hand liegt. Offensichtlich ist es einem Gläubigen aber wohl nicht möglich, schreckliche Geschehnisse und Katastrophen zum Anlass zu nehmen, die Existenz "Gottes" wenigstens ansatzweise kritisch zu hinterfragen.



Offensichtlich ist es einem Atheisten aber wohl nicht möglich, schreckliche Geschehnisse und Katastrophen zum Anlass zu nehmen, die angenommene Nicht-Existenz "Gottes" wenigstens ansatzweise kritisch zu hinterfragen.

Fällt dir da was auf?

Aber mach das Fass mal ruhig auf: Inwieweit sprechen denn schreckliche Geschehnisse und Katastrophen gegen die Existenz eines Gottes?


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Reklov Offline




Beiträge: 5.035

18.04.2019 19:24
#1458 RE: "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

Zitat
Logisch. Weil sie auf der Hand liegt. Offensichtlich ist es einem Gläubigen aber wohl nicht möglich, schreckliche Geschehnisse und Katastrophen zum Anlass zu nehmen, die Existenz "Gottes" wenigstens ansatzweise kritisch zu hinterfragen.

SnookerRI,

das kann man nun auch nicht behaupten, denn in der Theosophie werden ja z.B. gedankliche Bemühungen unternommen, aufkommenden Fragen zu lösen.

Wikipedia meint dazu:
Das Wort Theosophie (von griechisch θεοσοφία theosophía „Göttliche Weisheit“) ist eine Sammelbezeichnung für mystisch-religiöse und spekulativ-naturphilosophische Denkansätze, die die Welt pantheistisch als Entwicklung Gottes auffassen, alles Wissen direkt auf Gott beziehen und in dieser Verbindung Gott oder das Göttliche auf einem Weg intuitiver Schauung unmittelbar zu erfahren trachten. Theosophische Züge finden sich unter anderem in den mystischen Lehren von Jakob Böhme, Friedrich Christoph Oetinger, Paracelsus, Emanuel Swedenborg und Louis Claude de Saint-Martin, der jüdischen Kabbala und der russischen Religionsphilosophie.

Durch solche Bücher sollte sich einer zunächst durcharbeiten (wollen), um dann sachliche Kritik zu üben. Ich kenne lediglich die Bücher von J.Böhme, E.Swedenborg und die jüd. Kabbala.

"Schreckliche Geschehnisse und Katastrophen" passieren immer wieder. Schaut man z.B. auf das aktuelle Bus-Unglück von Madeira (29 Tote!), so frägt man sich, warum so viele Menschen sterben mussten, andere Insassen wiederum überlebten und warum eine Frau, welche "zu spät" kam, den Bus also "verpasste", hierdurch wahrscheinlich ihrem Tod entgangen ist - oder entgehen durfte? Das evtl. Versagen der Bremsen wird nun u.a. untersucht.

Gruß von Reklov

Athon Offline




Beiträge: 2.277

18.04.2019 20:05
#1459 RE: "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

@SnookerRI

Zitat von Snooker #1457
Offensichtlich ist es einem Atheisten aber wohl nicht möglich, schreckliche Geschehnisse und Katastrophen zum Anlass zu nehmen, die angenommene Nicht-Existenz "Gottes" wenigstens ansatzweise kritisch zu hinterfragen.
Fällt dir da was auf?


Du setzt bei Deiner Gegenüberstellung voraus, dass sich das Verhältnis der Existenz "Gottes" zu dessen Nicht-Existenz auf 50:50 beläuft. Jedoch ist die Existenz oder Nichtexistenz aus meiner Sicht alleinig von den unterschiedlichen menschlichen Sichtweisen abhängig, beruht also auf subjektivem Empfinden. Stellt man sich dabei aber die Frage, inwieweit kann denn "Gottes" Existenz oder Nicht-Existenz objektiv bewiesen werden, kommt man unweigerlich zu dem Ergebnis, dass der Beweis einer Nicht-Existenz schon aus logischen Gründen unmöglich ist und somit allenfalls Beiweise für eine Existenz beigebracht werden können. Dies ist bisher aber nicht geschehen und sollte sich auch in Zukunft schwierig gestalten. Somit besteht kein objektiver Grund, die Existenz "Gottes" vorauszusetzen.

Zitat
Inwieweit sprechen denn schreckliche Geschehnisse und Katastrophen gegen die Existenz eines Gottes?


Inwieweit sprechen denn schreckliche Geschehnisse und Katastrophen für die Existenz eines "Gottes". Da fällt doch wohl auch Dir etwas auf...

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SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 6.359

18.04.2019 20:08
#1460 RE: "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #1458

Zitat
Logisch. Weil sie auf der Hand liegt. Offensichtlich ist es einem Gläubigen aber wohl nicht möglich, schreckliche Geschehnisse und Katastrophen zum Anlass zu nehmen, die Existenz "Gottes" wenigstens ansatzweise kritisch zu hinterfragen.
SnookerRI,

das kann man nun auch nicht behaupten, denn in der Theosophie werden ja z.B. gedankliche Bemühungen unternommen, aufkommenden Fragen zu lösen.

Wikipedia meint dazu:
Das Wort Theosophie (von griechisch θεοσοφία theosophía „Göttliche Weisheit“) ist eine Sammelbezeichnung für mystisch-religiöse und spekulativ-naturphilosophische Denkansätze, die die Welt pantheistisch als Entwicklung Gottes auffassen, alles Wissen direkt auf Gott beziehen und in dieser Verbindung Gott oder das Göttliche auf einem Weg intuitiver Schauung unmittelbar zu erfahren trachten. Theosophische Züge finden sich unter anderem in den mystischen Lehren von Jakob Böhme, Friedrich Christoph Oetinger, Paracelsus, Emanuel Swedenborg und Louis Claude de Saint-Martin, der jüdischen Kabbala und der russischen Religionsphilosophie.

Durch solche Bücher sollte sich einer zunächst durcharbeiten (wollen), um dann sachliche Kritik zu üben. Ich kenne lediglich die Bücher von J.Böhme, E.Swedenborg und die jüd. Kabbala.

"Schreckliche Geschehnisse und Katastrophen" passieren immer wieder. Schaut man z.B. auf das aktuelle Bus-Unglück von Madeira (29 Tote!), so frägt man sich, warum so viele Menschen sterben mussten, andere Insassen wiederum überlebten und warum eine Frau, welche "zu spät" kam, den Bus also "verpasste", hierdurch wahrscheinlich ihrem Tod entgangen ist - oder entgehen durfte? Das evtl. Versagen der Bremsen wird nun u.a. untersucht.

Gruß von Reklov


Du wolltest wahrscheinlich an @Athon addressieren, daher nur in Kürze: Ich halte die Theosophie, gemäß der von dir angeführten Definition, nicht für eine aussagekräftige Methode derartig Fragen zu untersuchen. Dennoch mögen Überschneidungen und letzlich auch gemeinsam getroffene Aussagen durchaus im Bereich des Möglichen liegen.


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SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 6.359

18.04.2019 20:20
#1461 RE: "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

Zitat von Athon im Beitrag #1459
@SnookerRI
[quote="Snooker #1457"]Du setzt bei Deiner Gegenüberstellung voraus, dass sich das Verhältnis der Existenz "Gottes" zu dessen Nicht-Existenz auf 50:50 beläuft.
Ich weiß zwar nicht, wie du zu diesem Schluss kommen kannst, aber er trifft nicht zu. Entweder etwas oder jemand existiert oder etwas oder jemand existiert nicht. Ich sehe da keine Möglichkeit ein "Verhältnis" zu konstruieren. Deine Mutter war ja auch nicht 50:50 mit dir schwanger....(meine mit mir übrigens auch nicht...)



Zitat von Athon im Beitrag #1459
Jedoch ist die Existenz oder Nichtexistenz aus meiner Sicht alleinig von den unterschiedlichen menschlichen Sichtweisen abhängig, beruht also auf subjektivem Empfinden. Stellt man sich dabei aber die Frage, inwieweit kann denn "Gottes" Existenz oder Nicht-Existenz objektiv bewiesen werden, kommt man unweigerlich zu dem Ergebnis, dass der Beweis einer Nicht-Existenz schon aus logischen Gründen unmöglich ist und somit allenfalls Beiweise für eine Existenz beigebracht werden können. Dies ist bisher aber nicht geschehen und sollte sich auch in Zukunft schwierig gestalten. Somit besteht kein objektiver Grund, die Existenz "Gottes" vorauszusetzen.
Da hast du vollkommen Recht. Somit wird es also quasi unmöglich die Existenz Gottes zu beweisen, solange das subjektive Empfinden für die Nichtexistenz plädiert. Wunderbar Athon...


Zitat von Athon im Beitrag #1459
Inwieweit sprechen denn schreckliche Geschehnisse und Katastrophen gegen die Existenz eines Gottes?

Inwieweit sprechen denn schreckliche Geschehnisse und Katastrophen für die Existenz eines "Gottes". Da fällt doch wohl auch Dir etwas auf...

Oh ja: Mir fällt auf, dass eine solche Überlegung - ob in die eine oder andere Richtung - völlig ungeeignet ist, die Frage um die Existenz Gottes zu erörtern.... Aber vielleicht fällt dir ja noch was anderes auf....


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Athon Offline




Beiträge: 2.277

19.04.2019 08:35
#1462 RE: "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

@SnookerRI

Zitat von Snooker 1461
Ich weiß zwar nicht, wie du zu diesem Schluss kommen kannst, aber er trifft nicht zu. Entweder etwas oder jemand existiert oder etwas oder jemand existiert nicht. Ich sehe da keine Möglichkeit ein "Verhältnis" zu konstruieren. Deine Mutter war ja auch nicht 50:50 mit dir schwanger....


Welch ein Vergleich, Snooker, ich bin beeindruckt. Ein Zustand der Schwangerschaft wird doch wohl eindeutig belegbar sein, oder wie...? Aber, bereits bei der Vaterschaft kann durchaus zunächst von einer 50:50-Chance ausgegangen werden, wenn zwei Männer für die Ursache dieser Schwangerschaft in Frage kommen. Dass hier zur entsprechenden Klärung andere Möglichkeiten bestehen, steht auf einem ganz anderen Blatt. Wobei aber selbst das Ergebnis eines Vaterschaftstestes bei maximal 99Komma% Wahrscheinlichkeit liegt.

Zitat
Somit wird es also quasi unmöglich die Existenz Gottes zu beweisen, solange das subjektive Empfinden für die Nichtexistenz plädiert. Wunderbar Athon...


Du hast ein Verständnisproblem: Dass die Existenz "Gottes" bisher objektiv nicht bewiesen werden konnte, liegt doch nicht daran, dass ich oder jeder andere Atheist nicht an seine Existenz glauben. Das wäre bar jeglicher Logik. Ist übrigens das Thread-Thema...

Zitat
Oh ja: Mir fällt auf, dass eine solche Überlegung - ob in die eine oder andere Richtung - völlig ungeeignet ist, die Frage um die Existenz Gottes zu erörtern....


Sie ist nicht geeignet, eine entsprechende Frage zu klären, erörtert kann sie aber trotzdem werden. Um ein subjektives Empfinden in die eine oder andere Richtung zu lenken, reicht eine solche Überlegung nämlich allemal aus...

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Reklov Offline




Beiträge: 5.035

19.04.2019 11:00
#1463 RE: "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

Zitat
Sie ist nicht geeignet, eine entsprechende Frage zu klären, erörtert kann sie aber trotzdem werden. Um ein subjektives Empfinden in die eine oder andere Richtung zu lenken, reicht eine solche Überlegung nämlich allemal aus...

Athon,

... so weit ins "Unbekannte" hineinzugrübeln braucht man garnicht, denn bereits beim Blick auf den Menschen ergeben sich Fragen, die nicht gelöst werden können. Ähnlich wie bei der "Gottesfrage" verlieren sich auch hier die Spuren immer mehr - je weiter man historische und biologische Streckenabschnitte zurückverfolgt.

Dem rein wissenschaftlichen Blick/Verständnis bietet sich lediglich ein unfassbar gewaltiges, wenn auch "entseeltes" kosmisches Szenarium dar.

Gruß von Reklov

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 17.387

19.04.2019 11:14
#1464 "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

Zitat von Reklov
Dem rein wissenschaftlichen Blick/Verständnis bietet sich lediglich ein unfassbar gewaltiges, wenn auch "entseeltes" kosmisches Szenarium dar.

Stimmt doch gar nicht! Die "Seele" selber ist in der wissenschaftlichen Disziplin Psychologie DAS Analyse-, Forschungs- und Therapiethema! Verstand und Gefühl sind doch nicht getrennt! Das ist ein altes - wenn auch hartnäckig sich haltendes - küchenphilosophisches Vorurteil.

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Reklov Offline




Beiträge: 5.035

19.04.2019 11:37
#1465 RE: "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

Zitat
Stimmt doch gar nicht! Die "Seele" selber ist in der wissenschaftlichen Disziplin Psychologie DAS Analyse-, Forschungs- und Therapiethema!

Gysi,

... die Psychologie ist und bleibt eine Erfahrungswissenschaft, die bei jedem Individuum neu aufgebaut werden muss, wie es ja bereits der "Altmeister" S.Freud aus seiner praktischen Erfahrung in einem seiner Bücher beschrieb.

Zitat
Verstand und Gefühl sind doch nicht getrennt!

Das widerspricht alltäglicher Erfahrung, denn - rein gefühlsmäßige Entscheidungen erweisen sich oft als völlig falsch, die verstandesmäßigen viel häufiger als "richtig". Wer sich bei finanziellen Entscheidungen (die ja z.B. bereits beim Kauf eines techn. Gerätes beginnen) auf sein "Gefühl" verlässt, ist in der Regel angeschmiert, wenngleich auch hier Ausnahmen auftreten können.
Nicht ohne Grund wird z.B. bei Streitfällen stets auf Vertragspunkte, auf Paragraphen, auf das sog. Kleingedruckte hingewiesen. Sie alle sind sorgfältige Ausarbeitungen, bei denen das "Gefühl" völlig ausgeschlossen wird.

Gruß von Reklov

Athon Offline




Beiträge: 2.277

19.04.2019 12:40
#1466 RE: "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

@Reklov

Zitat von Reklov #1465
Zitat Gysi
Verstand und Gefühl sind doch nicht getrennt!

Das widerspricht alltäglicher Erfahrung, denn - rein gefühlsmäßige Entscheidungen erweisen sich oft als völlig falsch, die verstandesmäßigen viel häufiger als "richtig".


Ich glaube nicht, dass @Gysi dies so gemeint hat. Verstand und Gefühl sind beide Grundlage menschlichen Handelns und haben ihren Ursprung im Gehirn. Auch wenn unzutreffend immer wieder von "Bauchgefühl" gesprochen wird, ist doch auch Gefühl ohne Gehirn nicht denkbar. Aber, um dies zu begreifen benötigt man ein gewisses Maß an Verstand außerhalb der Transzendenz...

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Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 17.387

19.04.2019 15:46
#1467 "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

Zitat von Athon
Ich glaube nicht, dass @Gysi dies so gemeint hat. Verstand und Gefühl sind beide Grundlage menschlichen Handelns und haben ihren Ursprung im Gehirn. Auch wenn unzutreffend immer wieder von "Bauchgefühl" gesprochen wird, ist doch auch Gefühl ohne Gehirn nicht denkbar. Aber, um dies zu begreifen benötigt man ein gewisses Maß an Verstand außerhalb der Transzendenz...

So ist es. @Reklov will uns sagen, dass Wissenschaft kaltes Denken ist, das vom Fühlen keine Ahnung hat. Fühlen sei eine Domäne der Religion und des Glaubens und außerhalb wissenschaftlicher Analysemöglichkeit... Das, lieber Reklov, ist falsch!

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Perquestavolta Offline



Beiträge: 4.323

19.04.2019 16:28
#1468 RE: "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

Gefühltes Denken..
Oder mein Reklov vielleicht sogar gedachtes Fühlen? Nach eigenen Angaben beschränkt sich sich bei ihm alles Fühlen und Denken auf sein eigenes Innerstes. Sein "Bauchgefühl" usw usf. Also auf seine "Innereien", wenn man so will. Herz, Leber, Gedärme.. oder je nach dem.. halt eben sein Innerstes.

Dass er zum Denken oftmals nur den Darm benutzt, steht außer Zweifel. Solche Aussagen wie: "er hätte schon immer nie verstehen hätte können, warum Atheisten überhaupt alt werden wollen" - "weil ja in 5 Milliarden Jahren die Sonne unsere Erde frisst und dann alles aus wäre."

Spätestens ab hier ist ja dann wohl klar, dass Reklovs Gehirn nur eine Attrappe ist.

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Reklov Offline




Beiträge: 5.035

19.04.2019 20:25
#1469 RE: "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

Zitat
Spätestens ab hier ist ja dann wohl klar, dass Reklovs Gehirn nur eine Attrappe ist.

Perquestavolta,

... hättest Du etwas mehr Gehirn, wäre Dir z.B. klar, dass unser Sonnensystem tatsächlich nur eine "vorübergehende Attrappe" darstellt.

Zitat
warum Atheisten überhaupt alt werden wollen" - "weil ja in 5 Milliarden Jahren die Sonne unsere Erde frisst und dann alles aus wäre."

Das Aus für unser Sonnensystem ist ja nicht meine Erklärung, sondern stammt aus der Astrophysik.
Und wenn sich einer wie Du nach seinem Tod lediglich als "Wurmfraß" begreift, weil es zu mehr halt nicht reicht, dann ist die Frage nach dem Sinn des Alterns besonders hervorzuheben, denn alles was Du hier so unternommen hast und noch tun wirst - wäre, aus Deinem Blickwinkel gesehen, an sich für die Katz' gewesen, wie man hier bei uns zu sagen pflegt. Dies betrifft übrigens nicht nur Atheisten! Hatte ich aber hier auch schon mehrmals vermerkt! - Schon wieder vergessen?

Gruß von Reklov

Perquestavolta Offline



Beiträge: 4.323

19.04.2019 21:01
#1470 RE: "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #1469

Zitat
Spätestens ab hier ist ja dann wohl klar, dass Reklovs Gehirn nur eine Attrappe ist.
Perquestavolta,

... hättest Du etwas mehr Gehirn, wäre Dir z.B. klar, dass unser Sonnensystem tatsächlich nur eine "vorübergehende Attrappe" darstellt.


Und das soll jetzt deine Aussage entschuldigen, dass du schon immer nicht verstehen konntest, warum Atheisten überhaupt alt werden wollen?

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Reklov Offline




Beiträge: 5.035

19.04.2019 21:03
#1471 RE: "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

Zitat
So ist es. @Reklov will uns sagen, dass Wissenschaft kaltes Denken ist, das vom Fühlen keine Ahnung hat. Fühlen sei eine Domäne der Religion und des Glaubens und außerhalb wissenschaftlicher Analysemöglichkeit... Das, lieber Reklov, ist falsch!

Gysi,

... nicht das wir uns falsch verstehen, - Wissenschaftler denken keinesfalls "kalt" und natürlich haben sie Gefühle, wie andere Menschen auch. Nur - bei wissenschaftlicher Arbeit werden Gefühle vor der Tür abgestellt. Hier entscheiden Messungen und Versuchsreihen, die bei Wiederholungen unter gleichen Bedingungen zu den selben Ergebnissen führen müssen, um als gesichertes Wissen zu gelten.

So kann man z.B. die Liebe, Sehnsucht, Trauer, Wut etc. nicht katalogisierend verläsäslich ein- oder zuordnen, auch wenn man mit Messgeräten die Gehirnströme, den Herzschlag etc. von Verliebten messen kann.

Gruß von Reklov

Perquestavolta Offline



Beiträge: 4.323

19.04.2019 21:11
#1472 RE: "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #1471


So kann man z.B. die Liebe, Sehnsucht, Trauer, Wut etc. nicht katalogisierend verläsäslich ein- oder zuordnen, auch wenn man mit Messgeräten die Gehirnströme, den Herzschlag etc. von Verliebten messen kann.




Den Kernspintomograf hast du vergessen. Du stellst immer wieder irgendwelche Scheißbehauptungen auf, die du einfach mal so meinst. Man kann heutzutage ziemlich genau messen und katalogisieren welche Gefühle und Empfindungen gerade am laufen sind, Reklov.

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Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 17.387

20.04.2019 09:33
#1473 "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

Zitat von Reklov
So kann man z.B. die Liebe, Sehnsucht, Trauer, Wut etc. nicht katalogisierend verläsäslich ein- oder zuordnen, auch wenn man mit Messgeräten die Gehirnströme, den Herzschlag etc. von Verliebten messen kann.

Gefühle sind nicht der wissenschaftlichen Messbarkeit entzogen, wie du selber erkennst. Und sie sind der Gegenstand wissenschaftlicher Analyse, Diagnose und Therapie, wenn sie - vielleicht - auch noch nicht so gemessen werden können, wie Ohm und Ampere des Stroms. Zum Beispiel. Aber aus dieser Besonderheit der Gefühle schließt du ja die Göttlichkeit. Alles, was wir noch nicht zu 100 % analysieren, etikettieren, kontrollieren und steuern können, ist gleich von Gott! Gefühle sind ein Ausdruck deiner Biologie! Sie brauchen keine göttliche Leitung um zu sein, wie sie sind - und sie haben sie auch nicht! Dazu sind sie zu sehr der Biologie und der jeweiligen Individualgeschichte unterworfen.

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 6.359

20.04.2019 09:38
#1474 RE: "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

Zitat von Athon im Beitrag #1462
@SnookerRI
Welch ein Vergleich, Snooker, ich bin beeindruckt. Ein Zustand der Schwangerschaft wird doch wohl eindeutig belegbar sein, oder wie...?

Ebenso wie die Existenz Gottes doch wohl eindeutig belegbar ist...


Zitat von Athon im Beitrag #1462
Aber, bereits bei der Vaterschaft kann durchaus zunächst von einer 50:50-Chance ausgegangen werden, wenn zwei Männer für die Ursache dieser Schwangerschaft in Frage kommen. Dass hier zur entsprechenden Klärung andere Möglichkeiten bestehen, steht auf einem ganz anderen Blatt. Wobei aber selbst das Ergebnis eines Vaterschaftstestes bei maximal 99Komma% Wahrscheinlichkeit liegt.
Wer der Vater nun auch ist, ist für den Fakt der Schwangerschaft allerdings unerheblich. Jeder Vater hat zu 100% getroffen, was die Schwangerschaft betrifft.


Zitat von Athon im Beitrag #1462
Du hast ein Verständnisproblem: Dass die Existenz "Gottes" bisher objektiv nicht bewiesen werden konnte, liegt doch nicht daran, dass ich oder jeder andere Atheist nicht an seine Existenz glauben. Das wäre bar jeglicher Logik. Ist übrigens das Thread-Thema...

Du bestätigst mein Verständnis doch: Dass unter anderem du die Existenz Gottes als bisher objektiv nicht bewiesen hälst, liegt im subjektiven Empfinden begründet. Das sagst du doch selbst - ich zitiere:

Zitat von Athon in #1459
Jedoch ist die Existenz oder Nichtexistenz aus meiner Sicht alleinig von den unterschiedlichen menschlichen Sichtweisen abhängig, beruht also auf subjektivem Empfinden.



Die Wertung, ob das nun bar jeder Logik ist, überlasse ich gerne dir.

Zitat von Athon im Beitrag #1462
Sie ist nicht geeignet, eine entsprechende Frage zu klären, erörtert kann sie aber trotzdem werden. Um ein subjektives Empfinden in die eine oder andere Richtung zu lenken, reicht eine solche Überlegung nämlich allemal aus...
Entschuldige bitte Athon, ich hatte den Begriff "Erörterung" im Sinne folgender Definition verstanden:

Zitat von Wikipedia (Erörterung)
Die Erörterung ist eine essayistische Textform, in der die Kerntatsachen („Orte“ bzw. Topoi) eines Sachverhaltes herausgearbeitet und dargestellt werden, um dem Leser eine Urteilsbildung zu ermöglichen. In einer Erörterung kann ein eigener Standpunkt zu einer Fragestellung gefunden, ein Sachurteil abgeleitet und dies argumentativ mit Belegen/Beispielen begründet werden.


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Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 17.387

20.04.2019 09:44
#1475 "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

Zitat von Snooker
Ebenso wie die Existenz Gottes doch wohl eindeutig belegbar ist...

Natürlich... Du denkst doch wissenschasftlich, genau wie wir. Dann zeige uns mal deine "Belege". Also etwas von vielen gleichsam in Übereinstimmung Nachvollziehbares.

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"Ich bin völlig anderer Meinung als Sie. Aber ich werde mein Leben dafür einsetzen,
dass Sie sie sagen dürfen!" (Voltaire)

"Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!" (Immanuel Kant)

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=> "Die Ewigkeit gibt es ohne Gott!"

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