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Religionsforum
Atheismus vs. Religionen  


Der substanzielle  Dialog 

Für (echten) Säkularismus und freie Religionskritik!

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Dieses Thema hat 22 Antworten
und wurde 724 mal aufgerufen
 Christentum
badhofer Offline




Beiträge: 60

22.03.2019 22:19
Tötet uns etwas lebloses? antworten

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Alles begann vor 2000 Jahren

Eine Philosophie kam in die Welt. Dreihundert Jahre später erkennen die Herrscher des Römischen Reiches,
dass sich mit der Unterwürfigkeit dieser Philosophie ihr Volk leichter lenken lässt.
Deshalb wird sie am 01.01.300 zur Staatsreligion erhoben. Startkapital: 1 symbolischer EURO
Später wird man diese Religion „Christentum“ nennen.

Weiter auf
Das Kapitalozän (das wahnwitzigste Kapital aller Zeiten)
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Als wir Kinder waren, wurde uns gelehrt:
Du sollst nicht lügen!
Jetzt sind wir groß geworden, jetzt fragen wir:
Was ist die Wahrheit?
die internetgeneration

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 17.198

23.03.2019 11:16
#2 Tötet uns etwas lebloses? antworten

Also, deine Wertrechnung (des Christentums) ist natürlich - ääh - dummes Zeug.

Aber was willst du uns eigentlich mitteilen? Ich verstehe dich nicht. Dass in der Erziehung zur Unterwürfigkeit auch für die Herrschenden eine Attraktivität dieser (damals) neuen Religion steckt, liegt auf der Hand. Der entscheidende Vorteil dürfte aber wohl das Heilsversprechen (des ewigen Lebens) für ALLE (Willfährigen) sein.

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Perquestavolta Offline



Beiträge: 4.246

23.03.2019 11:57
#3 RE: Tötet uns etwas lebloses? antworten

Hab ich auch nicht verstanden.
Mit dem Leblosen meint bahofer sicher das Geld.. aber das gab es schon lange vor den Römern. Natürlich ist Geld schon immer das beliebteste Zahlungsmittel dafür gewesen, um zu hören oder zu sehen was man hören oder sehen will.

Wer glaubt der muss auch zweifeln können.
Wer im Glauben nicht zweifelt, ist entweder ein Kind oder ein Idiot.

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 17.198

23.03.2019 19:17
#4  Tötet uns etwas lebloses? antworten

Ach so. Die Katholische Kirche hat Kohle, zweifellos. Aber sooo viel (Quadrillionen Euro... ) nun gerade nicht... Und mit ihrer Kohle will sie politische Entscheidungen steuern? Wie? Ist sie daran beteiligt, über Börsenspekulationen die Grundlebensmittelpreise auch für die "Dritte Welt" zu erhöhen? Kritik ist immer gut. Aber wer unglaubwürdige Kritik überlaut herausposaunt, läuft Gefahr, die Adressaten der Kritik pauschliert auch die realorientierte Kritik ablehnen zu lassen!
Der Schuss geht dann nach hinten los, Herr Badhofer...

Tötet uns etwas Lebloses? Du redest vom Kapitalismus, richtig? Kapital ist nichts Falsches. Man muss es allerdings beherrschen können. Und nicht umgekehrt. Uns tötet eine ohnmächtige (nationale, regionalistische) Politik gegenüber dem immer mehr globalisierten Kapitalismus! Die Politik muss globalisiert werden! Mit der Kirche hat das alles weniger zu tun...

Zigtausend Quadrillionen Euro... hat nur der Herr links vom Text.

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Reklov Offline




Beiträge: 4.865

24.03.2019 12:44
#5 RE: Tötet uns etwas lebloses? antworten

Zitat
Man muss es allerdings beherrschen können. Und nicht umgekehrt. Uns tötet eine ohnmächtige (nationale, regionalistische) Politik gegenüber dem immer mehr globalisierten Kapitalismus! Die Politik muss globalisiert werden! Mit der Kirche hat das alles weniger zu tun...

Gysi,

... selbst wenn Politik globalisiert werden könnte, würde sich die "Geldelite" ihre globalen Spielchen nicht verderben lassen. Das Rad von Bestechung, Betrug und Unterdrückung würde sich lediglich mit anderen "Zahnkranz-Übersetzungen" in neu geschalteten Gängen bewegen!

Gruß von Reklov

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 17.198

24.03.2019 15:25
#6 Tötet uns etwas lebloses? antworten

Zitat von Reklov
... selbst wenn Politik globalisiert werden könnte, würde sich die "Geldelite" ihre globalen Spielchen nicht verderben lassen.

Also sind wir machtlos - so oder so? Sollen wir auf den Untergang der Welt warten? Auf Harmagedon? Was hältst du von Badhofers Theorie? Denn um die geht es hier...

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

badhofer Offline




Beiträge: 60

24.03.2019 21:29
#7 RE: Tötet uns etwas lebloses? antworten

Zitat von Gysi im Beitrag #2
Also, deine Wertrechnung (des Christentums) ist natürlich - ääh - dummes Zeug.


Ok, da hast du recht. Ich habe willkürliche Zahlen angenommen, weil bei so einer Summe es ohnehin keine Rolle spielt. Das ist natürlich falsch. Jetzt habe ich es genauer errechnet.
Die Parameter (2% + 1,2% + alle 100 Jahre eine Halbierung) sind so gewählt, dass sie sicher nicht übertrieben sind, eher untertreiben. Die Gesamtsumme wird dadurch sicherlich transparenter, auch wenn sie nur eine Schätzung ist, die wahrscheinlich bei weitem in der Höhe zu tief heraus kommt.

Vielen Dank, dass du mich darauf hingewiesen hast.
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Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 17.198

25.03.2019 09:43
#8 Tötet uns etwas lebloses? antworten

Zitat von Badhofer
Die Parameter (2% + 1,2% + alle 100 Jahre eine Halbierung) sind so gewählt, dass sie sicher nicht übertrieben sind,

Du räumst wenigstens Fehler ein, das kann man nicht von jedem hier behaupten... Aber auch deine Parameter sind falsch. Du kannst nicht von 1 Euro Anfangskapital ausgehen und von einem kontinuierlichen Zinsgewinn über die vielen Jahrhunderte von 2 % pro Jahr. Was käme denn dabei raus? Sooo ville nu' auch wieder nich'... Kontinuierliche Zinsgewinne setzen kontinuierliches Wachstum voraus, eine stabile Wirtschaft und bitteschön keine Kriege! Und die ökonomischen Werte werden immer noch über die aktuellen Interessen und Bedarfe bestimmt. Und nicht von einer Ein-Euro-Anlage, die da irgend jemand mal vor 2.000 Jahren getätigt hat. Es wäre interessant zu wissen, was die Katholische Kirche denn heute an Vermögen hat. Müsste doch irgendwie 'rauszubekommen sein.

Na, da haben wir es doch:

Zitat von Frerek
Frerk führte im Jahr 2013 neue Berechnungen durch, nach denen sich das Vermögen der katholischen Kirche 2013 auf bis zu 200 Milliarden Euro belief. Haupteinnahmequellen der Kirche seien die Kirchensteuer, Vermögenserträge und Staatsleistungen. (Zitat über Goggle-Suchbegriff 'Katholische Kirche Vermögen')



Uns tötet nichts "Lebloses". Uns tötet die OHNMACHT unserer Politik! Und die - das behaupte ich - müsste nicht ohnmächtig sein! Die "Friday-for-future"-Kids machen es uns vor.

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Athon Offline




Beiträge: 2.180

25.03.2019 10:56
#9 RE: Tötet uns etwas lebloses? antworten

@Gysi

Zitat
Uns tötet die OHNMACHT unserer Politik!


Vermutlich wird uns das ZDF heute Abend, 21.45 Uhr, ein Beispiel liefern: Die Macht der Clans.

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Nicht Gott schuf den Menschen, der Mensch schuf Gott! Und hat bis heute daran zu schaffen...

badhofer Offline




Beiträge: 60

25.03.2019 16:49
#10 RE: Tötet uns etwas lebloses? antworten

Zitat
Zitat Gysi: Es wäre interessant zu wissen, was die Katholische Kirche denn heute an Vermögen hat. Müsste doch irgendwie 'rauszubekommen sein


Vor ca. 3 Jahren hat der Chef der österreichischen Bischofskonferenz diesbezüglich angesprochen im ORF gesagt:
"Es ist nicht möglich, festzustellen, wieviel Vermögen die Weltkirche hat".


Zitat
Zitat Gysi: Uns tötet die OHNMACHT unserer Politik!



Politiker waren immer schon nur Marionetten

https://youtu.be/0OO-tarb3pU
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Reklov Offline




Beiträge: 4.865

25.03.2019 17:25
#11 RE: Tötet uns etwas lebloses? antworten

Zitat
Und die - das behaupte ich - müsste nicht ohnmächtig sein! Die "Friday-for-future"-Kids machen es uns vor.

Gysi,

... Protest wird dem "gemeinen Volk" von den oft unsichtbaren Führungskreisen gewährt, schließlich sollte ja in einer Demokratie auch Dampf abgelassen werden können.
Übersteigt aber der Protest duldbare Grenzen, wird das Mittel des Polizeitknüppels eingesetzt - oder im härtesten Fall - gar das Militär.

Was die "Friday-for-future"-Kids überhaupt bewirken werden können, ist also abzuwarten!

Gruß von Reklov

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 17.198

25.03.2019 17:36
#12 Tötet uns etwas lebloses? antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #11

Zitat
Und die - das behaupte ich - müsste nicht ohnmächtig sein! Die "Friday-for-future"-Kids machen es uns vor.

... Protest wird dem "gemeinen Volk" von den oft unsichtbaren Führungskreisen gewährt, schließlich sollte ja in einer Demokratie auch Dampf abgelassen werden können.
Übersteigt aber der Protest duldbare Grenzen, wird das Mittel des Polizeitknüppels eingesetzt - oder im härtesten Fall - gar das Militär.

Was die "Friday-for-future"-Kids überhaupt bewirken werden können, ist also abzuwarten!

Gruß von

Du glaubst doch wohl nicht im Ernst, dass die Polizei gegen die Schülerinnen und Schüler mit Gewalt vorgehen wird? DANN hätten sie nämlich auf ganzer Linie wirklich gewonnen! Du darfst nicht vergessen, dass sie in der Gesellschaft einen Rückhalt haben, wie wir 68er oder wir Aufrüstungsgegner in den 80ern in der breiten Masse bei weitem nie erfahren hatten!
Die Kids machen uns Alten in Sachen Revolution echt was vor! Greta Thunberg sagte zu recht: "Wir haben schon jetzt Geschichte geschrieben."

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Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 17.198

25.03.2019 17:57
#13 Tötet uns etwas lebloses? antworten

Zitat von Badofer
Politiker waren immer schon nur Marionetten

Sie sind vom internationalen Kapital abhängig, von Exporten, Importpreisen, internationaler Konkurrenz. Die 200 Mrd. Euro Weltvermögen der Katholischen Kirche (wenn es mal so richtig errechnet ist) sind jedoch im Verhältnis zu dem Weltvermögen der führenden Staaten und der Mega-Kapitalisten zusammen eher Peanuts. Ich kann die Kirchen auch nicht leiden, aber wir sollten doch bei den Realitäten bleiben. Ich sehe in den Religionen ebenso eine ungute Macht. Aber die kannst du nicht nur ökonomisch berechnen. Die ist mehr in den Traditionen und dem umfassenden Zugriff auf die Kindererziehung begründet.

PS: Ich habe deinen letzen Beitrag formattechnisch ein wenig korrigiert, weil der zu viel Breitraum einnahm. So müssen wir (auf der ganzen Seite über 50 Beiträge) nicht mehr von links nach rechts scrollen und umgekehrt. Ich hoffe, du hast Verständnis dafür.

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Reklov Offline




Beiträge: 4.865

25.03.2019 18:05
#14 RE: Tötet uns etwas lebloses? antworten

Zitat
Also sind wir machtlos - so oder so? Sollen wir auf den Untergang der Welt warten? Auf Harmagedon? Was hältst du von Badhofers Theorie? Denn um die geht es hier...

Gysi,

... NEIN, ganz machtlos sind wir, die Konsumenten nun auch nicht, denn allein mit unserem Kaufverhalten können wir manche Produzenten in die Knie zwingen, z.B. über Öffentlichkeitsarbeit oder Kaufverweigerung.
Machtlos waren wir aber alle, als man uns, ohne groß zu fragen, den Euro andrehte und jeder merkte, dass er auf dem Lohnzettel nur die Hälfte der bisherigen Summe stehen hatte, die Preise am Markt aber sich schnell nach oben ausrichteten. Zu DM-Zeiten kostete z.B. ein halbwegs guter Herren-Schuh um die 70 - 120 DM. Heute kostet er zwar den gleichen Preis, bezahlt werden muss aber in EUR.

Von Harmagedon halte ich nicht so viel, denn dieses alte Schlagwort wird sich u.U. völlig anders "in Szene setzen", als es sich die meisten Volkssagen "ausmalen" konnten.

Zu Badhofers Theorie könnte man anmerken, dass die Idee des Christentums von den damaligen Machthabern nicht mehr wirksam bekämpft werden konnte, weil sie einer darin fixierten Aussagen, "vor Gott sind alle Menschen gleich", nun mal nichts Würdigeres entgegensetzen konnten - und das zu einer Zeit, in der das Sklaventum als eine gesellschaftliche Selbstverständlichkeit akzeptiert wurde, mit all dem damit verbundenen Elend!
So machten die Mächtigen aus der immer stärker werdenden christl. Bewegung ein "Werkzeug", von dem sie annahmen, dieses auch für ihre Zwecke bestens verwenden zu können.
Die zahlreichen Religionskriege zeigten dann aber jedem deutlich, dass sich Wahrheit gegenüber List, Lüge, Heuchelei, Unterdrückung und Betrug früher oder später durchsetzt, üble Machenschaften "entlarvt" und zwar oft auf eine unvorhersehbare, nicht geahnte Weise!

Gruß von Reklov

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 17.198

25.03.2019 18:14
#15 Tötet uns etwas lebloses? antworten

Zitat von Reklov
NEIN, ganz machtlos sind wir, die Konsumenten nun auch nicht, denn allein mit unserem Kaufverhalten können wir manche Produzenten in die Knie zwingen, z.B. über Öffentlichkeitsarbeit oder Kaufverweigerung.

SEHR GUT! Dieser Meinung bin ich auch! Wir sollten lernen zu entscheiden, für was wir unsere immer mehr wachsende Produktivität einsetzen! Was wir also PRODUZIEREN, um es dann zu konsumieren. Das dürfen auch Güter sein, die man nur kollektiv konsumieren kann. Wie Bildung, Forschung und so fort.
Die Kosten dafür werden über die Steuern verrechnet. Wir sollten also die alte Unsitte aufgeben, über alle Steuern zu jammern. Es kommt immer noch darauf an, für was die ausgegeben werden.

Zitat
Machtlos waren wir aber alle, als man uns, ohne groß zu fragen, den Euro andrehte und jeder merkte, dass er auf dem Lohnzettel nur die Hälfte der bisherigen Summe stehen hatte, die Preise am Markt aber sich schnell nach oben ausrichteten.

Die Preise der Elektro-Geräte sind in den Keller gefallen! Ich habe insgesamt nicht den Eindruck, in Versorgungsnöte geraten zu sein. Gut: Seit über 30 Jahren wohne ich in der selben Butze und brauche mich nicht um eine neue zu kümmern. Denn die sind mittlerweile teuer geworden.

Zitat
Zu Badhofers Theorie könnte man anmerken, dass die Idee des Christentums von den damaligen Machthabern nicht mehr wirksam bekämpft werden konnte, weil sie einer darin fixierten Aussagen, "vor Gott sind alle Menschen gleich", nun mal nichts Würdigeres entgegensetzen konnten

Auch dem kann ich nur zustimmen.

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Perquestavolta Offline



Beiträge: 4.246

26.03.2019 08:55
#16 RE: Tötet uns etwas lebloses? antworten

Wäre schön, wenn ideale Zustände realisierbar wären. Funktioniert aber leider nicht.
Jedes System hängt in unserer Welt mit anderen Systemen zusammen. Ob physikalisch, soziologisch, wirtschaftlich.. oder sonst irgendwie.
Ideale Zustände auf der eine Seite, belasten immer anderer Bezugssysteme. Das ist ein Naturgesetz.

Wohlstand in Europa heißt Armut anderswo.

Ich weis, da werden jetzt viele meinen es besser zu verstehen.

"Stell dir vor es wäre Krieg und keiner ginge hin." Schöner Gedanke, aber auch naiver Unsinn.
Das Kaufverhalten des einen und das Kaufverhalten des anderen liegt ganz unterschiedlichen Bedürfnissen und Problemen zu Grunde.

Wer glaubt der muss auch zweifeln können.
Wer im Glauben nicht zweifelt, ist entweder ein Kind oder ein Idiot.

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 17.198

26.03.2019 09:19
#17  Tötet uns etwas lebloses? antworten

Zitat von Perquestavolta
Wohlstand in Europa heißt Armut anderswo.

Das heißt also, dass wir unseren Wohlstand zu 100 % der Ausbeutung armer Länder verdanken? Och nööö...

Zitat
"Stell dir vor es wäre Krieg und keiner ginge hin." Schöner Gedanke, aber auch naiver Unsinn.

Na, egal. Fakt ist, dass unsere Geschichte mit Kriegen übersät ist, die Ökonomien zerstört haben. Die Geschichte kennt kein stabiles Kapitalwachstum über eine längere Zeit. Die immer wieder zerplatzenden Finanzblasen zeugen auch davon. Können wir uns auf den Wert der Katholischen Kirche auf 200 Mrd. Euro einigen? Wie viele Katholiken gibt es? So 800 Mio., glaube ich.
200 Mrd. geteilt durch 800 Mio.... also mal Butter bei die Fische: Sooo ville ist das nicht... Natürlich können 200 Mrd. Euro ökonomisch was bewegen. Aber mit den großen Kapitalströmen, die zum Beispiel die Grundnahrungsmittelpreise im Welthandel künstlich nach oben schießen lassen, haben die Katholen nicht so viel zu schaffen.

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Perquestavolta Offline



Beiträge: 4.246

26.03.2019 10:44
#18 RE: Tötet uns etwas lebloses? antworten

Zitat von Gysi im Beitrag #17

200 Mrd. geteilt durch 800 Mio.... also mal Butter bei die Fische: Sooo ville ist das nicht... Natürlich können 200 Mrd. Euro ökonomisch was bewegen. Aber mit den großen Kapitalströmen, die zum Beispiel die Grundnahrungsmittelpreise im Welthandel künstlich nach oben schießen lassen, haben die Katholen nicht so viel zu schaffen.

In der Breite sind die Katholen arm wie "Kirchenmäuse". Aber es gibt auch jede Menge Katholen unter den Spitzenverdienern.
Der Welthandel ist aber ganz in der Hand der "Evangelikalen".https://www.academia.edu/8029715/Die_Tea...the_Subalterns_

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Reklov Offline




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26.03.2019 12:22
#19 RE: Tötet uns etwas lebloses? antworten

Zitat
Der Welthandel ist aber ganz in der Hand der "Evangelikalen".

Perquestavolta,

... das hat, laut meinen Infos, "nachvollziehbare" Gründe. Denn: während der Katholizismus sich selbstverliebt mehr auf seine alten Riten konzentrierte, die Erde nur als ein Jammertal betrachtete, welches es möglichst schnell zu druchschreiten galt, zeigten schon die ersten evangelischen Splittergruppen das, was man bis heute unter "praktischer Arbeit" versteht - und langten mit aller Kraft ihres Körpers und Geistes ordentlich hin.

Nicht ohne Grund ließ z.B. der "Alte Fritz" von Preußen seinerzeit die in Frankreich verfolgten Hugenotten gerne in sein Land kommen, denn sie brachten allerlei Geschick und Know-how mit. - Und es waren z.B. die "Pilgerväter", welche mit der kleinen "Mayflower" den riskanten Seeweg von England nach Westen wagten. Dort wartete auf diejenigen, welche ihren eigenen Glauben auslegen und leben wollten, eine raue Wildnis, die erst mal mühsamst "bearbeitet" werden musste. Auch für später nachrückende Einwanderer galt lange der alte Spruch:

"Die erste Generation (erntet) den Tod, die zweite die Not und die dritte das Brot."

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 4.865

26.03.2019 12:27
#20 RE: Tötet uns etwas lebloses? antworten

Zitat
Aber mit den großen Kapitalströmen, die zum Beispiel die Grundnahrungsmittelpreise im Welthandel künstlich nach oben schießen lassen, haben die Katholen nicht so viel zu schaffen.

Gysi,

jetzt müsste man nur noch wissen, wieviele "Kahtolen" am Drehen der Grundnahrungsmittelpreise mitbeteiligt sind?

Horst Seehofer ließ unlängst verlauten: Diejenigen, welche entscheiden, sind nicht gewählt und diejenigen, welche gewählt sind, haben nichts zu entscheiden." - (Hört, hört!)

Gruß von Reklov

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 17.198

26.03.2019 13:22
#21 Tötet uns etwas lebloses? antworten

Zitat von Reklov
Horst Seehofer ließ unlängst verlauten: Diejenigen, welche entscheiden, sind nicht gewählt und diejenigen, welche gewählt sind, haben nichts zu entscheiden." - (Hört, hört!)

Horsti, der alte verkappte Linksradikalinski - sieh an, sieh an! Zu dem Spruch hat ja Badhofer da oben auch schon verlinkt. Wäre aber schön, wenn Seehofer dieser Einsicht Konsequenzen folgen ließe. Statt sich der Ohnmacht gegenüber dem internationalen Kapital wie gottgegeben zu fügen.

Zitat
jetzt müsste man nur noch wissen, wieviele "Kahtolen" am Drehen der Grundnahrungsmittelpreise mitbeteiligt sind?

Keine Ahnung. Weiß ich nicht. Aber keiner sollte sowas tun dürfen. Wir brauchen international geltende Finanzhandelsgesetze, die sowas verbieten!

Früher hatte die EU mal eine STABEX geschaffen - stabile Exportpreise. Die sollten zur Not auch subventioniert werden. Die ganzen nationalen Landwirtschaften werden ja auch subventioniert. Was ist denn mit der schönen Idee? Nur eine politische tote Kopfgeburt?

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Gysi Offline

Atheist


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26.03.2019 14:01
#22  Tötet uns etwas lebloses? antworten

Zitat von Perquestavolta
Der Welthandel ist aber ganz in der Hand der "Evangelikalen"

Naja... So, wie das jüdische Weltfinanztum, das uns in die Kriege treibt?... Solange der Welthandel total frei ist, werden auch die Welthändler sich den emotionslosen, kalten Gesetzen des Marktes beugen. Ich sage ja, dass wir internationale politisch abgestimmte Regeln brauchen!

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Perquestavolta Offline



Beiträge: 4.246

26.03.2019 14:26
#23 RE: Tötet uns etwas lebloses? antworten

An das jüdische Welt-Finanztum glaube ich eher nicht so. Mafias gibts überall...auch bei den Linken... Der Unterschied zwischen Opportun und Korrupt ist nur Anschauungssache.

Wer glaubt der muss auch zweifeln können.
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