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Atheismus vs. Religionen  


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Dieses Thema hat 91 Antworten
und wurde 1.221 mal aufgerufen
 Atheismus/Agnostizismus
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Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

25.09.2019 19:38
#26 RE: "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

Und zu erwähnen ist auch noch, dass in den Rollen von Qumran Zitate von Jesus gefunden wurden, die schon ein paar hundert Jahre vor ihm niedergeschrieben wurden.

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

25.09.2019 19:42
#27 RE: "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

Zitat von Gysi im Beitrag #2393
[quote="Perquestavolta"] Och. Immer muss du treten und hauenSag doch einfach mal: Ja, du hast Recht.

Tut mir leid Gysi. Du bist noch immer Idealist. Und ich bin schon seit meinem 8 Lebensjahr Atheist.

Gysi Online

Atheist


Beiträge: 19.107

25.09.2019 19:55
#28 "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

Zitat von Perquestavolta
Du bist noch immer Idealist. Und ich bin schon seit meinem 8 Lebensjahr Atheist.

Ich bin kein "Idealist", auch ich bin ein Atheist - ich erkenne lediglich diesen Jesus von Nazareth als eine historische Person an. Und das braucht dir auch nicht leid zu tun.

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

25.09.2019 22:42
#29 RE: "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

Zitat von Gysi im Beitrag #2396
[quote="Perquestavolta"]Ich bin kein "Idealist", auch ich bin ein Atheist - ich erkenne lediglich diesen Jesus von Nazareth als eine historische Person an. Und das braucht dir auch nicht leid zu tun.

Wenn es mir leid täte hätte ich es dir bestimmt netter mitgeteilt.
Und bezüglich deiner Selbsteinschätzung, kein Idealist zu sein, kommst du auch nicht gerade besonders überzeugend rüber.

Es gibt kein pauschales Richtig oder Falsch und somit auch keine pauschale ideale Wahrheit. Auch die Beatles haben selber nie so ganz die Ideale gelebt, die sie besungen haben. Das nur nebenbei. Und ich bin mir sicher dass du versteht, was ich damit sagen will.
Auch wir Atheisten leben nicht in der Wahrheit die an irgendwelche absoluten Idealwerte gebunden ist, mit denen wir uns zwingend identifizieren müssen, wie du gelegentlich anderslautend behauptest. Werte sind immer relativ, weil sie andere Referenzwerte zum Vergleich brauchen und da sind wir Menschen immer überaus kleinlich, wenn wir dabei selber mal zu kurz kommen sollten.

Bezüglich eines historischen Jesus gibt es keinen einzigen historisch abgesicherten Nachweis. Wenn die allermeisten kreationistischen Bibelforscher und gläubigen Historiker die ganzen Widersprüche in der Jesusgeschichte großzügig ignorieren, dann könnte einem Atheisten die Un-wissenschftliche Absicht hinter dieser Großzügigkeit auch auffallen.

Gysi Online

Atheist


Beiträge: 19.107

26.09.2019 09:26
#30 "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

Zitat von Perquestavolta
Bezüglich eines historischen Jesus gibt es keinen einzigen historisch abgesicherten Nachweis. Wenn die allermeisten kreationistischen Bibelforscher und gläubigen Historiker die ganzen Widersprüche in der Jesusgeschichte großzügig ignorieren, dann könnte einem Atheisten die Un-wissenschftliche Absicht hinter dieser Großzügigkeit auch auffallen

Ich glaube nicht den Kreationisten, und nicht den anderen Christen - aber den Leugnern selbst eines historisch existent gewesenen Jesus glaube ich auch nicht. Ich glaube eher den Juden, die Jesus in die große Gruppe der Heilsbringer und Wanderprediger einreihen, die es damals gab.

Du vertrittst eine extreme Position, die du noch schlechter belegen kannst, als die Historiker den "echten" Jesus belegen können. Was haben Wahrscheinlichkeitsvermutungen mit "Idealismus" zu tun? Ein (philosophischer) Idealist geht davon aus, dass die Realität der Abglanz einer Idee ist. So wie Platon das dachte. Und auch der historische Jesus ist für mich kein "Idealfall" - was sollen diese vergurkten Gedankenspiele?

Aber schon klar: Du versuchst, mich auf eine Zielscheibe zu tackern, weil du dich von mir in meiner Anweisung, Reklov nicht mehr beleidigen zu dürfen, unangemessen unterdrückt fühlst... Wenn dir deine Hassprojektionen genommen werden, brauchst du eben neue Projektionsflächen... Deswegen sagte ich dir gestern ja: Immer musst du hauen und treten... Du sollstest mal lieber dein Diskussionsverhalten generell selbstkritisch überprüfen...

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Reklov Offline




Beiträge: 5.985

26.09.2019 10:52
#31 RE: "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

Zitat
Markus hat Jesus nicht mal gekannt, Reklov.

Perquestavolta,

... kein so tief greifendes Argument, denn - noch heute schreiben viele anerkannte Historiker Bücher über Personen, die sie nicht/nie persönlich gekannt haben!

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.985

26.09.2019 12:52
#32 RE: "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

Zitat
Und ich bin schon seit meinem 8 Lebensjahr Atheist.

Perquestavolta,

... sich mit 8 Jahren für oder gegen etwas zu entscheiden, ist zwar möglich, das Wissen und das damit verbundene "Bewusstsein" befinden sich aber noch am Anfang einer "Entwicklung".
Selbst für einen "Erwachsenen" gilt, dass das Individuelle nur ein Gegenstand der Anschauung, nicht des Denkens ist. Für ein Individuum gibt es nur einen Namen, keinen Begriff. In der bloßen Anschauung aber ist das Individuum, weil nicht gedacht, auch nicht für das Bewusstsein wirklich da.

Das Individuum ist das Unerreichbare, Unaussagbare, Unerkennbare, ein Unendliches, in das der Mensch erkennend eindringen kann, das er aber nie erschöpft, sei es nun das Individuum des Weltganzen oder jedes einzelne Individuum.

Die uns so erscheinende Endlosigkeit des Seienden ist übersichtlicher geworden in einer endlichen Welt von Begriffen oder des Allgemeinen; die Sprache bezeichnet durch Worte eine Sache. Würde aber die Sprache alle Dinge bezeichnen durch je individuelle Worte, so würde es so viel Worte geben, wie Gegenstände. Die Sprache hätte ihren Sinn verfehlt. Sie wäre so unverständlich wie die Gegenstände selbst. - Eine Endlosigkeit in Worten wäre so wenig wissend festzuhalten wie eine Endlosigkeit von Gegenständen. Es würde also eine bloße Verdoppelung der Endlosigkeit vorliegen.

Aber - die Sprache ist Sprache der Begriffe, die Begriffe ergreifen die Sache, d.h. das Allgemeine.

Wieviel aber kann schon ein Achtjähriger davon "ahnen", um sich in der Welt zu orientieren, sich entsprechend auszurichten - wenn selbst Erwachsene sich, nur denkend in Zwischenstufen, das Sein als jeweilige Einheit von Allgemeinem und Besonderem erfassen können?

Gruß von Reklov

Athon Offline




Beiträge: 3.623

26.09.2019 12:53
#33 RE: "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

@Reklov

Zitat von Reklov #2399
... kein so tief greifendes Argument, denn - noch heute schreiben viele anerkannte Historiker Bücher über Personen, die sie nicht/nie persönlich gekannt haben!


Tja, mit Argumenten ist das so eine Sache. Wenn z. B. Herodes bereits 4 vor Chr. starb, warum hätte er dann zu Lebzeiten aus den bekannten Gründen die Tötung aller seinerzeit Neugeborenen anordnen sollen? Aufgrund des Gebotes von Kaiser Augustus fand zur Zeit, als Cyrenius Landpfleger in Syrien war, die erste "Volkszählung" statt, was auch die schwangere Maria und ihren Mann Joseph veranlasste, sich auf den Weg nach Bethlehem zu machen. Cyrenius gab nach Auffassung der Historiker aber erst im Jahre 6 nach Chr. den Befehl zu dieser Zählung.

Daraus ergeben sich aus meiner Sicht folgende logisch ableitbaren Feststellungen:

Lukas hat sich hinsichtlich der Deutung des Zeitpunktes von Jesus' Geburt geirrt oder/und
Lukas hat sich hinsichtlich der Lebzeiten von Herodes und Cyrenius geirrt.
Die Ansicht der Historiker über das Todesjahr von Herodes und die Schaffenszeit von Cyrenius ist unzutreffend.
Die heutige Zeitrechnung ist unzutreffend, sofern sie auf der Geburt Jesu beruht.

Wozu tendierst Du...?

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NUR DER ZWEIFEL LÄSST UNS DENKEN

Reklov Offline




Beiträge: 5.985

26.09.2019 13:35
#34 RE: "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

Zitat
Wenn z. B. Herodes bereits 4 vor Chr. starb, warum hätte er dann zu Lebzeiten aus den bekannten Gründen die Tötung aller seinerzeit Neugeborenen anordnen sollen?

Athon,

... Ich nehme an, Dir ist nicht bekannt, dass es 2 Regenten mit dem Namen Herodes gab (?)

Herodes der Große: Geboren 73 v. Chr. - Gestorben: 4 v. Chr., in Jericho.

Herodes Antipas (ca. 25 / 23 v. Chr. bis 39 n. Chr.) ist einer der Söhne und Erben Herodes des Großen. Die Politik seines Vaters setzte er fort. Wenn ich mich noch recht an die Bibelstelle erinnere, so ist es auch dieser Herodes, der Jesus in dessen Gefängnis besucht, ein Gespräch mit ihm will, ja sogar einige "Wunder/Zaubertricks" vorgeführt haben möchte. Jesus antwortet diesem "Kaiser von Roms Gnaden" jedoch mit keinem einzigen Satz.

>> Als aber Herodes Jesus sah, freute er sich sehr; denn er hätte ihn längst gerne gesehen; denn er hatte von ihm gehört und hoffte, er würde ein Zeichen von ihm sehen. << (Lk 23,8).

>> Aber Herodes (Antipas) mit seinen Soldaten verachtete und verspottete ihn, legte ihm ein weißes Gewand an und sandte ihn zurück zu Pilatus.“ (Lk 23,11). Herodes hört sich zwar die vorgetragenen Anklagen der Hohenpriester an, doch für ihn sind sie nicht stichhaltig genug, um Jesus zu verurteilen. Wäre von Jesus eine Gefahr für Volk und Staat, ja sogar für den Vierfürsten ausgegangen, hätte er dies bereits früher in Galiläa bemerkt (Lk 9,9). Um ihn jedoch wegen mangelnder Beweise zu entlasten und freizusprechen, dafür ist er den Anklägern gegenüber zu feige. Nach der Charakterisierung durch Jesus glich er einem Fuchs (Füchsin), der mit List seinen eigenen Vorteil sucht (Lk 13,32). Und so überspielt er seine innere Zerrissenheit mit verachtenden und spöttischen Äußerungen gegenüber Jesus. Damit erniedrigt und demütigt er Jesus vor seinen Soldaten und der jüdischen Elite. Jesus aber lässt sie jetzt gewähren. So schickt Herodes ihn zu Pilatus zurück mit dem symbolischen Hinweis: „Keinerlei Schuld, die den Tod verdient hätte <<.

Ebenso ohne Antworten blieben die anderen an der Anklage beteiligten Personen:
Die Juden wiederholten ihre Anklagepunkte. Und als Jesus von den Hohenpriestern und Ältesten verklagt wurde, antwortete er nichts. (Mt 27,12; Mk 15,3). Jesus macht auch hier keinen Gebrauch von seinem Recht, sich zu verantworten oder zu verteidigen. Pilatus aber fragte ihn abermals: Antwortest du nichts? Siehe, wie hart sie dich verklagen! Jesus aber antwortete nichts mehr, sodass sich Pilatus verwunderte.“ (Mk 15,4-5). Der Evangelist Matthäus ergänzt: Und er antwortete ihm nicht auf ein einziges Wort.“ (Mt 27,13-14).

Wenn die biblische Schilderung den Tatsachen entspricht, so ergibt sich für mich persönlich daraus, dass es Jesus für völlig überflüssig und zwecklos hielt, sich mit den von Hass verblendeten Gipsköpfen zu unterhalten, die ihn aus niedriegen und eitlen Beweggründen "ans Kreuz" liefern wollten.

Pilatus selbst fand keine Schuld am Angeklagten und beabsichtigte, dass "jüd. Problem" durch eine Abstimmung der Volksmenge lösen zu können, indem er den "berüchtigten Gefangenen Barabbas" neben Jesus stellte, in der Hoffnung, die Menge würde dann doch noch für die Freilassung Jesu stimmen. Wie uns aber die Bibel erzählt: Weit gefehlt!

Eigentlich sollte sich die Priesterschaft an diesem Tag mit dem Opfern der Passahlämmer im Tempel beschäftigen. Sie aber sind voller Unruhe und beeilen sich das wahre Opferlamm Gottes zu schlachten (Jes 53; Joh 1,29; Mt 20,18).

Gruß von Reklov

Athon Offline




Beiträge: 3.623

26.09.2019 14:38
#35 RE: "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

@Reklov

Zitat von Reklov #2402
... Ich nehme an, Dir ist nicht bekannt, dass es 2 Regenten mit dem Namen Herodes gab (?)

Herodes der Große: Geboren 73 v. Chr. - Gestorben: 4 v. Chr., in Jericho.


Doch, ist es:

Zitat von Wikipedia
Als Kindermord in Bethlehem (traditionell auch Bethlehemitischer Kindermord) bezeichnet die christliche Tradition die in der Weihnachtsgeschichte des Matthäusevangeliums (Mt 2 EU) überlieferte Tötung aller männlichen Kleinkinder in Bethlehem, die von König Herodes dem Großen angeordnet worden sei, um den – wie ihn der Evangelist nennt – neugeborenen König der Juden, Jesus von Nazaret, zu beseitigen.


Zitat von Bibelkommentare.de
Als seine Pläne von den Magiern durchkreuzt wurden, ordnete er die Tötung aller Kinder in der Gegend an, aber Gott hatte seinen Sohn der Macht Herodes' entzogen (Mt 2,1-22). Herodes starb im Jahr 4 v. Chr.


Und jetzt Du wieder...

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NUR DER ZWEIFEL LÄSST UNS DENKEN

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

26.09.2019 15:32
#36 RE: "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

https://de.wikipedia.org/wiki/Au%C3%9Fer...us_von_Nazareta
Es gibt keine einzige als historisch gesichert geltende außerbiblische Erwähnung Jesu.
In der Bibel steht kein einziges Wort darüber, welchen Beruf Jesus ausübte. Die Erwähnung durch Markus, dass Jesus wohl den Beruf seines Stiefvaters erlernte haben könnte, hat keine historischen Grundlage. Schon alleine die haarsträubenden Ungenauigkeiten und Widersprüche bezüglich seiner Geburtsumstände und seiner angeblichen Herkunft zeigen, dass sich jemand die Biografie von Jesus zu einem viel späteren Zeitpunkt aus den Haaren gezogen haben muss.

Dass es zudem noch nicht mal eine genaue Jahreszahl bezüglich seiner angeblichen Kreuzigung gibt, macht die ganze Sache nicht einfacher, sondern nur noch viel unglaubwürdiger.


Einen namentlich als Nazareth benannten Ort gab in der Zeit in der Jesus gelebt haben soll, noch überhaupt nicht. was aber nicht heißt, dass es keinen Ort gab, welcher später als Nazareth benannt wurde. Aber das ist ein deutlicher Unterschied.

Es gab die Nasirärer, die aber mit einem Ort namens Nazareth gleichviel zu tun haben, wie der Arsch mit den Augen. https://de.wikipedia.org/wiki/Nasir%C3%A4er

Gysi Online

Atheist


Beiträge: 19.107

26.09.2019 16:55
#37 "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

Zitat von Perquestavolta
Es gibt keine einzige als historisch gesichert geltende außerbiblische Erwähnung Jesu.

Da haben ein paar fanatisierte Glaubensbrüder ihrem verstorbenen Leader ein paar Hommagen nachgeliefert. Und mangels korrekter Daten haben sie seine Biografie mehr schlecht als recht - und maßlos überhöhend in ihrem Fanatismus - nachgezimmert, Herrgott! Die Leute haben damals nicht so geschrieben wie heute die Journalisten der New York Times! Hältst du das denn wirklich für unmöglich?

EHER halte ich es für unwahrscheinlich, dass da über 70 Fans ihre Liebesbriefe an einen erfundenen Robin Hood als denn an eine REAL GEWESENE PERSON nachschicken! Solche Leute wie Jesus gab es damals zuhauf! WARUM soll denn dann DIESER EINE ausgerechnet NICHT EXISTENT gewesen sein?

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Perquestavolta ( gelöscht )
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26.09.2019 19:48
#38 RE: "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

Zitat von Gysi im Beitrag #2405
[quote="Perquestavolta"]Es gibt keine einzige als historisch gesichert geltende außerbiblische Erwähnung Jesu.
Da haben ein paar fanatisierte Glaubensbrüder ihrem verstorbenen Leader ein paar Hommagen nachgeliefert. Und mangels korrekter Daten haben sie seine Biografie mehr schlecht als recht - und maßlos überhöhend in ihrem Fanatismus - nachgezimmert, Herrgott!

Siehe Wilhelm Tel... auch mit dieser literarische Figur, die es in Wirklichkeit nie gegeben hat, ist genau das selbe passiert. Seit fast 700 Jahren gilt dieser Wilhelm Tel als Gründervater der Schweiz.

Perquestavolta ( gelöscht )
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26.09.2019 21:30
#39 RE: "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

Warum gibt es keine einzige formale historische Niederschrift über Pontius Pilatus? Der einzig vage Beleg, dass dieser Pontius überhaupt wirklich mal existiert haben soll, ist das Bruchstück einer Steinstele welche angeblich von einem italienischen Archäologen in einem römischen Amphitheater in Israel ausgegraben wurde.

Schaut man sich mal das Schriftbild dieser Stele genauer an, könnte man fast meinen, dass da jemand diese Stele in tendenziöser Absicht nachbearbeitet hat. https://de.wikipedia.org/wiki/Pontius_Pilatus

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/c...ritima_BW_5.JPG

Da sind offensichtlich einige Teile der Inschrift weg gemeiselt worden.. Da sind auch eindeutig Buchstaben tendenziös umgearbeitet worden. Beim Anfertigen der Schriftbilder solcher Ehrungs-Stelen, haben sich die Römer auch sonst deutlich mehr angestrengt.

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

26.09.2019 21:52
#40 RE: "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

https://de.wikipedia.org/wiki/Jerusalem-Syndrom

Religiöser Wahn..

Das Urchristentum war eine fanatische jüdische Endzeitsekte. Mitglieder solcher Sekten habe oft schwere psychische Probleme. Die Mesiaserwartung ist im Judentum weit älter, als unsere römische Zeitrechnenung.

Religiöser Wahn. https://de.wikipedia.org/wiki/Religi%C3%B6ser_Wahn Leute die sich für einen Messias halten und denen es gelingt, Leute von der selben Gattung Mitmenschen um sich zu scharren, die selber auch ständig Muttergotteserscheinungen haben.. gibt es auch heute noch.

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

26.09.2019 22:09
#41 RE: "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

https://rp-online.de/leben/gesundheit/ps...en_aid-17552245

Wie groß ist in Anbetracht solcher Tatsachen die Wahrscheinlichkeit.. das Jesus viel mehr eine schizophrene Erkrankung, als denn eine reale historischen Person gewesen ist?

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

27.09.2019 00:30
#42 RE: "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

Warum gibt es auch in den jüdischen Chroniken nicht eine einzige Erwähnung bezügliche eines Stadthalters von Jerusalem Namens Pontius Pilaius?
In all diesen Chroniken aus der Zeit, in der Jesus gelebt haben soll, gibt es jede Menge genaueste biografischer Niederschriften über wesentlich bedeutungslosere Wichtel.

Gysi Online

Atheist


Beiträge: 19.107

27.09.2019 09:33
#43 "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

Zitat von Perquestavolta
Warum gibt es auch in den jüdischen Chroniken nicht eine einzige Erwähnung bezügliche eines Stadthalters von Jerusalem Namens Pontius Pilaius?

Ich kenne mich mit den jüdischen Chroniken nicht so aus. Aber mir ist auch nie aufgefallen, dass irgend jemand die Existenz des Pontius Pilatus angezweifelt hat.

Wikipedia berichtet hierzu: Pontius Pilatus war von 26 bis 36 n. Chr. Präfekt des römischen Kaisers Tiberius in der Provinz Judäa. (...) Darüber hinaus finden sich einigermaßen gesicherte historische Aussagen über Pilatus vor allem bei Flavius Josephus in seinen Werken De bello Judaico und in den Antiquitates. Auch Philo von Alexandria berichtet über ihn. (...)
Aufgrund der schlechten Quellenlage wurde gelegentlich sogar angenommen, dass Pontius Pilatus keine historische Person gewesen sei. Seit dem Fund der Pilatus-Inschrift im Jahre 1961 in Caesarea, der ehemaligen Residenzstadt des Pilatus, gilt seine Existenz jedoch als gesichert.

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Reklov Offline




Beiträge: 5.985

27.09.2019 20:54
#44 RE: "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

Zitat
Warum gibt es keine einzige formale historische Niederschrift über Pontius Pilatus? Der einzig vage Beleg, dass dieser Pontius überhaupt wirklich mal existiert haben soll, ist das Bruchstück einer Steinstele welche angeblich von einem italienischen Archäologen in einem römischen Amphitheater in Israel ausgegraben wurde.

Perquestavolta,

Meine Info dazu: ... die Römer zerstörten damals (77 n.Chr.) nicht nur Jerusalem, sondern auch zahlreiche andere Dörfer, landwirtschaftliche Siedlungen, machten das Land also regelrecht platt. Nicht ohne Grund begann ein großer Exodus. Viele Juden siedelten sich rings ums Mittelmeer an, begannen von dort aus, ihre Geschäfte und ihr Leben neu zu ordnen.-

Alexander Demandts Bücher dürfen zurecht als Standardwerke gelten. Mit den Mitteln des Historikers prüft er, was über Pontius Pilatus überliefert ist. Und das ist nicht viel. Er gehörte dem Ritterstand an, jener zweihöchsten Stufe in der römischen Gesellschaftspyramide, aus der Augustus, der Sieger der Bürgerkriege, zahlreiche Funktionsträger heranzog. Sie sollten ein Gegengewicht bilden gegen die Vertreter der Senatsaristokratie, die noch eine Vorstellung hatten von ihrer alten Macht und darüber dem neuen Princeps durchaus grollten. Allerdings waren viele berühmte Familien in den endlosen Kriegen ausgelöscht worden, so dass sich für neureiche Aufsteiger im jungen Kaiserreich beste Chancen boten.

Diese Rivalität wird auch in der Bibel deutlich: Der Statthalter Judäas unterstand dem – senatorischen – "Landpfleger" von Syrien, der zugleich Kommandeur der römischen Orientarmee war. Publius Sulpicius Quirinius, bekannt aus der Weihnachtsgeschichte, machte bekanntlich den Anfang.

Pontius Pilatus, der fünfte Statthalter auf dem Posten in Palästina, stammte vermutlich aus dem Samnitenland, könnte eine militärische Karriere durchlaufen haben und amtierte von 26 bis 36. Mehr ist über sein Leben nicht bekannt. Allein die Dauer in einer der unruhigsten Provinzen des Reiches lässt allerdings darauf schließen, dass der Kaiser Tiberius mit ihm zufrieden war.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.985

27.09.2019 21:01
#45 RE: "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

Zitat
Und jetzt Du wieder...

Athon,

... mir kamen auch Zeilen unter die Augen, die sagten, dass man dem Herodes den Kindermord als Rufschädigung angedichtet haben soll, da er beim Volk äußerst verhasst war.

Leider gab es in dieser Zeit nicht das, was man mit der heutigen Presse vergleichen könnte. So sind Historiker eben oft auf Berichte von Chronisten angewiesen und diese schrieben ja ihren Regenten gerne nach dem Munde.

Gruß von Reklov

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

27.09.2019 22:08
#46 RE: "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

Zitat von Gysi im Beitrag #2411
äfekt des römischen Kaisers Tiberius in der Provinz Judäa. (...) Darüber hinaus finden sich einigermaßen gesicherte historische Aussagen über Pilatus vor allem bei Flavius Josephus in seinen Werken De bello Judaico und in den Antiquitates. Auch Philo von Alexandria berichtet über ihn. (...)
Aufgrund der schlechten Quellenlage wurde gelegentlich sogar angenommen, dass Pontius Pilatus keine historische Person gewesen sei. Seit dem Fund der Pilatus-Inschrift im Jahre 1961 in Caesarea, der ehemaligen Residenzstadt des Pilatus, gilt seine Existenz jedoch als gesichert.


Betrachten wir die ganze Sache einfach mal "wissenschaftlich" neutral und sachlich.

Gibt es eine Wahrscheinlichkeit, dass es diesen Pontius (Pont = Brücke) Pilatus (Pila = Ball) in echt gegeben hat?


Es ist nicht unbedingt ganz auszuschließen.

Gibt es eine Wahrscheinlichkeit, dass es den Pilatus nicht gegeben hat?

Mit Ausnahme die des Paulus, gibt es für keinen einzigen Protagonisten der biblischen Geschichten eine brauchbare biografische Genauigkeit. Diese Möglichkeit ist also auch gegeben.

Herkunft des Pontius Pilatus ist unbekannt. Über den Abgang des Pontius Pilatus gibt es nicht mehr, als ein paar sich deutlich von voneinander unterscheidende Legenden. In der östlich Orthodoxen Kirche, wird der Pilatus sogar als ein Heiliger verehrt.

Ist es wahrscheinlich, dass römische Kaiser irgend einen völlig Unbekannten zum Prokurator einer nicht ganz unbedeutenden römischen Provinz ernannten. Das ist ziemlich unwahrscheinlich.



Bezüglich der dir erwähnten Chronisten, Gysi:

Es ist nicht anzunehmen, dass diese den Pilatus persönlich gekannt haben. Und es ist auch davon auszugehen, dass es sich diesen Chronisten nicht um "Kriegsberichterstatter" handelt, die überall am Ort des Geschehens selbst dabei waren.

Man begeht überhaupt kein Sakrileg, wenn man davon ausgeht, dass diese Leute auch selbst oft einfach nur irgendwelche Gerüchte mit ihrer eigenen Fantasie ausgeschmückt haben.


Wo wurde der angeblich archäologische Pontius Pilatus-Bweweis-Stein gefunden? Wer war der Finder? Gibt es bezüglich der Biografie des Finder Unstimmigkeiten in siener politischen und persönlichen weltanschaulichen Überzeugung?

Als angeblicher Fundort dieses (angeblichen) Pilatus-Ehrungs-Steines wird eine Treppe in einem römischen Amphitheater angegeben.

Welchen Grund hatten Römische Bau-Fachleute einen Gedenkstein in der Treppe eines Amphitheaters einzuarbeiten. Natürlich kann so etwas vorkommen.. wenn nicht genügend andere Steine vorhanden sind, die man als Baumaterial verwenden könnte. Aber das war bei diesem Amphitheater in Cesarea Maritima wohl nicht der Fall.

Bezüglich des Finders: Ein Archäologe der sowohl beim Mossulini wie auch beim Vatikan sehr beliebt war und deswegen im Weltkrieg nach Rumänien geschickt wurde, um dort wichtige Ausgrabungen zu leiten, anstatt mit seine meisten anderen Kollegen an der Front das Vaterland verteidigen zu müssen.

Gibt es auf dieser Ehrungstafel des Pontius Pilatus Unstimmigkeiten, die auf eine mögliche Fälschung hinweisen?

Ja die gibt es auch. Ausgebrochene Vertiefungen wo ursprünglich mal Schriftzeichen ein gemeiselt waren. Diese Ausbrüche, bzw. Vertiefungen sind von einer solch intermitierenden Regelmäßigkeit, dass man schon sehr naiv darüber hinwegschauen muss, damit sie einem nicht sofort auffallen.
Ein natürliche Ursache für diese ausgebrochenen Schriftzeichen ist mit aller Wahrscheinlichkeit auszuschließen. Zumal sie auch genau dort, wo die Eindeutigkeit der erwünschten Beweiskraft des Steines überhaupt nicht vorkommen.

Könnte der Name Pontus Pilatus auch ein Spitzname für eine besonders radikale Art von Regenten gewesen sein, die umgangssprachlich "nicht lange fackelten..... Ja, das könnte auch möglich sein. Zumal man weis, dass die politische Volks-Unzufriedenheit zur damaligen Zeit besonders gerne satyrisch im Amphitheater aufgearbeitet wurde. Im dem Falle gab es nicht ganz unwahrscheinlich, sogra mehrer Pontius Pilatus zur gleichen Zeit.

Amen.

Gysi Online

Atheist


Beiträge: 19.107

28.09.2019 09:26
#47 "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

@Perquestavolta

Du hast mich überzeugt: Pilatus hatte es nie gegeben. Jesus auch nicht. Die Twins Tower hatte die CIA abgemäht. Und der Mond hatte nie menschlichen Besuch. Das RF gibt es nicht und auch nicht Perquestavolta! Dazu sind die Quellenangaben zu dünn.

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Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

28.09.2019 09:45
#48 RE: "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

Zitat von Gysi im Beitrag #2415
@Perquestavolta

Du hast mich überzeugt: Pilatus hatte es nie gegeben. Jesus auch nicht. Die Twins Tower hatte die CIA abgemäht. Und der Mond hatte nie menschlichen Besuch. Das RF gibt es nicht und auch nicht Perquestavolta! Dazu sind die Quellenangaben zu dünn.


schön.. aber leider fehlt deiner Überzeug jedwedes Interesse an wissenschaftlicher und sachlicher Falsifizierbarkeit. Zum Glück ist derzeit die beste Jahrezeit für Pilze. Mal schauen was Pfifferlinge so wert sind, damit ich einen Vergleich habe.

Gysi Online

Atheist


Beiträge: 19.107

28.09.2019 09:54
#49  "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

Zitat von Perquestavolta
schön.. aber leider fehlt deiner Überzeug jedwedes Interesse an wissenschaftlicher und sachlicher Falsifizierbarkeit.

Habe Respekt vor den Verifizierungen - dann reden wir weiter! Du bist strikt auf Anti gebürstet, so wie Reklov auch. Intellektuelle Kreischzwerge. Du bist ja schnell dabei, dich über Reklov mit Schwerstbeleidigungen zu erheben, aber du bist exakt so wie er - nur auf atheistisch! Rechthabenwoller um den Preis argumentativer und charakterlicher Glaubwürdigkeit! So runtergekommen ist das RF.

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Reklov Offline




Beiträge: 5.985

28.09.2019 13:10
#50 RE: "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

Zitat
Ist es wahrscheinlich, dass römische Kaiser irgend einen völlig Unbekannten zum Prokurator einer nicht ganz unbedeutenden römischen Provinz ernannten. Das ist ziemlich unwahrscheinlich.

Perquestavolta,

... was meine Infos dazu betrifft:

Diese damalige röm. Provinz war für die Römer seinerzeit völlig unbedeutend und sie lagerten dort nur ein paar Schutztruppen, weil sie von der jüd. Elite darum gebeten worden waren. Diese taten dies wiederum, weil sie vor Überfällen ihrer "weit mächtigeren Nachbarreiche" sicher sein wollten, denn schließlich hatte man aus der Vergangenheit genügend Lehren ziehen können! - Diese Entscheidung erwies sich zunächst für das kleine Königreich am Ostufer des Mittelmeers als richtig, denn mit der röm. "Militärmaschine" wollte sich niemand anlegen - weder Syrer, Perser, noch Ägypter.

Dass aber die röm. und die jüd. Kultur überhaupt nicht zueinander passten, zeigt ja u.a. das damalige Aufkommen militanter Untergrundkämpfer (Zeloten), welche diese Region in ein echtes "Pulverfass" verwandelten. Kleine röm. Außenposten wurden von ihnen immer wieder überfallen und die Wachmannschaft massakriert. Ausgerechnet in diese unruhige Zeit setzt die Bibel das Auftreten Jesu. Nach der Zerstörung Jerusalems kam es noch zu einer Art Endkampf gegen die Römer:
60 bis 70 nach Christus war die von König Herodes gebaute Bergfestung Masada von den Zeloten, jüdischen radikalen Widerständlern, besetzt. Nachdem die Römer Jerusalem im Jahr 70 erobert und zerstört hatten, begann schließlich die Belagerung Masadas. Den Rest erzählt die Geschichte.

Gruß von Reklov

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