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Atheismus vs. Religionen  


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Dieses Thema hat 25 Antworten
und wurde 555 mal aufgerufen
 Atheismus/Agnostizismus
Seiten 1 | 2
SnookerRI Online

Soul-Societist


Beiträge: 8.078

07.10.2019 18:09
#1 RE: "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

Zitat von Gysi im Beitrag #2411
Ich will nicht die Religionsfreiheit abschaffen,[...]
Ahh... na dann muss hier wohl ein Missverständnis vorliegen:

Zitat von Gysi
In diesen Jahren zeigt sich, dass die Religionsfreiheit DER Geburtsfehler der Demokratie ist. Schafft sie daher ab, im Namen der Demokratie!

Erinnerst du dich noch daran? (16.03.2017) im Islam-Forum...der Thread mit der totalen Unterwerfung....



Zitat von Gysi im Beitrag #2411
[...] ich will mir die Freiheit nehmen, Religionen substanziell kritisieren zu dürfen, ohne um meine Reputation und um mein Leben fürchten zu müssen! Deine Unterstellungen sind pure Hetze aus dem Kernland der Lügen! Dein Tonfall wird scharf, weil ich mir diese Freiheit erlaube. Bist du neuerdings ein Verfechter des Islam?
Wie ich dir anhand des Textbeleges gezeigt habe, war es 1. keine Unterstellung, daher auch 2. keine Hetze, und wenn du dein eigenes Repertoir von Aussagen als "Kernland der Lügen" bezeichnest - nun gut ...soll mir recht sein. Den scharfen Ton schlägst also auch dieses Mal du selbst an - und richtest dich damit sogar gegen deine eigenen Aussagen, wobei es ja nicht das Schlimmste wäre, wenn du deine Meinung diesbezüglich tatsächlich geändert hättest.
Meinetwegen darfst du dir in deiner Freiheit alles erlauben, was dir so in den Sinn kommt. Ich nehme das zur Kenntnis und werde dich bei Gelegenheit daran erinnern. Und wenn dir das genügt um in mir einen Verfechter des Islams zu sehen, kann ich auch dafür genügend Humor aufbringen...


Zitat von Gysi im Beitrag #2411
Es gibt so viele Glaubensrichtungen. Also Vermutungen in Bezug auf die Gottesexistenz, sein Verlangen nach Unterwerfung, die Ewigkeit, die Transzendenz und den ZWEIFEL an den Inhalten; und die Enttäuschung darüber, dass so viele Gläubige heute noch dem Manipulativcharakter des religiösen Glaubens verfallen! Also muss man darüber doch mehr diskutieren, inhaltlich, um zu etwas mehr Klarheit darüber zu kommen. Dazu gehört auch freie KRITIK - sie ist der Kompass der Erkenntnis!
Deswegen verstehe ich nicht recht, warum du dich so vehement dagegen wehrst, wenn es um deine Vermutungen zur Gottesexistenz geht. Zeigt dir der Kompass da etwa nicht in die angestrebte Richtung?

Zitat von Gysi im Beitrag #2411
Aber du hast ja unter all diesen verschieden Gläubigen zufällig tatsächlich den richtigen Glauben eingeimpft bekommen. Du bist sogar in den richtigen Glauben hineingeboren! Was für ein glücklicher Zufall...
Viel weniger ein glücklicher Zufall als viel mehr ein lebenslanges Streben nach Wahrheit und Erkenntnis. Ob mein aktueller Standpunkt richtig ist kann ich zwar annehmen und ich kann auch davon überzeugt sein. Mehr aber auch nicht. Ist das bei dir etwa anders?

Zitat von Gysi im Beitrag #2411
WARUM sind dann deine Glaubensbegründungen nur so haarsträubend ausweichend und unglaubwürdig? Wer so wahr ist wie du, muss doch selber die hellste Fackel der Wahrheit sein! Du weißt doch, dass wir deine Argumente für hanebüchen halten! Vielleicht weißt du auch, dass sie hanebüchen sind!
Erwartest du etwa, dass die Glaubensbegründungen eines Theisten für einen Atheisten treffend und glaubwürdig sein können? Wie soll das möglich sein, ohne dass der Atheiste sich selbst verliert? Du - und letztlich jeder überzeugte Atheist ha(s)t die Freiheit (und gebrauch(s)t sie auch), Glaubensbegründungen für hanebüchen, haarsträubend ausweichend und unglaubwürdig zu halten. Erfreue dich doch an dieser Freiheit. Von mir aus kannst du dich auch selbst für die hellste Fackel der Wahrheit halten. Ich benötige solche Titel nicht. Die hellste Fackel der Wahrheit ist immer die Quelle der Wahrheit selbst, niemals der, der nach ihr strebt.

Zitat von Gysi im Beitrag #2411
Nie ein Hauch der Kritik, des Zweifels, was deine (eure) biblische Spezialauslegung betrifft (die dann auch noch mit dem hier herrschenden HUMANISMUS als harmonisiert gepriesen wird... Scheinheiligkeit und Zynismus sind der Mix eurer Rhetorik!) - und du hältst einen intellektuellen AUSTAUSCH zwischen uns Atheisten und dir für möglich? WENN von dem, was wir dir vermitteln wollen, NICHTS rüberkommt, bist du für die Erkenntnisforschung verloren. Aber das sagte ich dir ja bereits. Es ist DEIN Schaden, und ich finde den wirklich bedauerlich!
Selbstverständlich ist der intellektuelle Austausch zwischen Atheisten und Theisten möglich. Und ohne Schaden kommt man davon, wenn man die gegensätzliche Position tolerieren kann. Wie sagtest du selbst mal mit Bezug auf die Meinungsfreiheit:

Zitat von Gysi
Wir können die Positionen nicht verhandeln - nur tolerieren.




Zitat von Gysi im Beitrag #2411
Mit dir ist es wie bei Reklov: Wenn du in Erklärungsnot bist, sagst du nicht "Ich bin in Erklärungsnot", nein, du wirst hochnäsig, stur und kryptisch - schwer verständlich. Eins ist neu: Du bist von Beginn an im Punching-Modus. Dann werden wir die nächsten Tage wohl noch viel Spaß miteinander haben... Und ich stelle - wie du siehst - mich gerne darauf ein!
Ich sehe....dass du dich auf deine Interpretation meiner Aussagen einstellst. "Unterstellungen", "Hetze", "Kernland der Lügen" ... usw. Das interpretierst du in meinen Beitrag hinein. Du scheinst den "Harmagedon-Thread" noch in bester Erinnerung zu haben. Den Punching-Modus schau ich mir gerne an, wenn es wieder heißt: Gysi vs. PQV oder Gysi vs. Reklov


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Gysi Offline

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07.10.2019 19:13
#2  "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

Zitat von Snooker
Wie ich dir anhand des Textbeleges gezeigt habe, war es 1. keine Unterstellung, daher auch 2. keine Hetze, und wenn du dein eigenes Repertoir von Aussagen als "Kernland der Lügen" bezeichnest - nun gut ...soll mir recht sein.

Ach, zwei Jahre alte Beiträge von mir sammest du auf besondere Seiten, um sie ggf. gegen mich verwenden zu können? Mit einem Schief-Grinse-Smiley? Na, dann weiß ich wenigstens, woran ich mit dir bin.

Jeder soll jeden Scheiß glauben, an den er mit seinem maximalmanipulierten Verstand nur glaubt. Aber säkulare Pflichtschulen sollten unseren Kindern säkularen Ethikunterricht erteilen und keinen Religionsunterricht. In diesem Ethikunterricht sollte auch vor religiöser Manipulation gewarnt werden. Und einen kleinen diesbezüglichen Zusatz zu der Religionsfreiheit könnte das Grundgesetz auch sehr gut vertragen. Den Religionsvertretern muss explizit gesagt werden, dass ihre sog. Religions"freiheit" ihre scharfen Grenzen in unseren demokratischen Gesetzen haben muss!

Was sagst du dazu?

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07.10.2019 19:45
#3 RE: "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

Zitat von Gysi im Beitrag #2417
Ach, zwei Jahre alte Beiträge von mir sammest du auf besondere Seiten, um sie ggf. gegen mich verwenden zu können? Mit einem Schief-Grinse-Smiley? Na, dann weiß ich wenigstens, woran ich mit dir bin.
Die Suchfunktion des Forums listet sogar noch ältere Beiträge auf. "Besondere Seiten" braucht es dafür also nicht. Aufmerksames Lesen reicht völlig aus. Du kannst den Aluhut also wieder abnehmen. Ich beziehe mich außerdem lieber auf deine Aussagen selbst, als auf irgendwelche Unterstellungen. Deswegen weiß ich auch, woran ich mit dir bin ...

Zitat von Gysi im Beitrag #2417
Jeder soll jeden Scheiß glauben, an den er mit seinem maximalmanipulierten Verstand nur glaubt. Aber säkulare Pflichtschulen sollten unseren Kindern säkularen Ethikunterricht erteilen und keinen Religionsunterricht. In diesem Ethikunterricht sollte auch vor religiöser Manipulation gewarnt werden. Und einen kleinen diesbezüglichen Zusatz zu der Religionsfreiheit könnte das Grundgesetz auch sehr gut vertragen. Den Religionsvertretern muss explizit gesagt werden, dass ihre sog. Religions"freiheit" ihre scharfen Grenzen in unseren demokratischen Gesetzen haben muss!

Was sagst du dazu?
Es ist ja nicht so, als ob wir uns darüber das erste Mal unterhalten würden. Ich zitiere mal mich selbst vom 28.04.2018

Zitat von Snooker
Nach meiner Erfahrung trägt der Religionsunterricht maßgeblich dazu bei, dass aus Kindern lupenreine Atheisten werden. Ich habe da als Schüler oft gesessen und mich gefragt, was das mit Religion zu tun haben soll. Selbst der Pastor konnte keine Inhalte vermitteln, sondern zog es vor, die Botschaft des Evangeliums ins Lächerliche zu ziehen. Er war auch bei den Eltern umstritten.



(Ich antwortete Dir damals auf deine Erfahrung mit dem Lehrer Bodelschwingh, [der wirklich so hieß] )

Ich habe im Ethikunterricht jedenfalls mehr über Religionen gelernt, als das im Religionsunterricht möglich gewesen wäre.


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Gysi Offline

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08.10.2019 09:22
#4 "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

Zitat von Snooker
Ich habe im Ethikunterricht jedenfalls mehr über Religionen gelernt, als das im Religionsunterricht möglich gewesen wäre.

Du hattest Ethikunterricht? Und der hat dir die Religionen nahe gebracht? Und diese Lehre hat dich zu der einzig wahren Religionsgemeinschaft gebracht, den ZEUGEN JEHOVAS?

Zitat
Ich beziehe mich außerdem lieber auf deine Aussagen selbst, als auf irgendwelche Unterstellungen. Deswegen weiß ich auch, woran ich mit dir bin ...

Mache aus der Diskussion keine Zersetzungsarbeit, dann ist alles okay.

Zitat
Nach meiner Erfahrung trägt der Religionsunterricht maßgeblich dazu bei, dass aus Kindern lupenreine Atheisten werden. Ich habe da als Schüler oft gesessen und mich gefragt, was das mit Religion zu tun haben soll. Selbst der Pastor konnte keine Inhalte vermitteln, sondern zog es vor, die Botschaft des Evangeliums ins Lächerliche zu ziehen. Er war auch bei den Eltern umstritten.

Ja, sowas gibt's. Die Gratwanderung zwischen Urlehre und Moderne ist nicht leicht bis unmöglich. Aber du hast ja erfreulicherweise die Zeugen gehabt...

Zitat
Es ist ja nicht so, als ob wir uns darüber das erste Mal unterhalten würden. Ich zitiere mal mich selbst vom 28.04.2018

Dann bist du mit mir doch eigentlich ebenso der Auffassung, dass die "Religionsfreiheit" im Grunde eine Farce ist, Blendwerk, das nicht funktionieren kann! Denn weltliche, profane Gesetze diktieren den Religionen ihre Wirkungsgrenzen! Wie kann ein Gott von dummen Menschen eingegrenzt werden? "Religionsfreiheit" darf/kann - in einer ausgereiften Demokratie - nur Folklore sein... (Ihr wird aber heute noch - besonders dem Islam - zu viel Wirkungsraum gelassen! Das tut der Bildung der Kinder zu Toleranz und demokratischem Verhalten nicht gut! Wenn man die Religionsfreiheit nicht als ein von der Demokratie und der Meinungsfreiheit eingegrenztes Feld behandelt, ist sie in der Tat nur ein "Geburtsfehler der Demokratie"! Aus Toleranzbesoffenheit gegenüber reaktionären religiösen Kräften, die die Leuchtkraft des HUMANISMUS verschmähen!)

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Athon Offline




Beiträge: 3.332

08.10.2019 10:10
#5 RE: "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

@Gysi

Zitat von Gysi #2421
"Religionsfreiheit" darf/kann - in einer ausgereiften Demokratie - nur Folklore sein... (Ihr wird aber heute noch - besonders dem Islam - zu viel Wirkungsraum gelassen! Das tut der Bildung der Kinder zu Toleranz und demokratischem Verhalten nicht gut!


Ich bin ein grundsätzlicher Verfechter demokratischer Freiheiten, wozu auch selbstverständlich die Religionsfreiheit gehört. Ihr müssen aber staatlicherseits dort Grenzen gesetzt werden, wo die Ausübung dieser Freiheit anderen Menschen Schaden zufügt. Nicht nur der Islam dient hier als trauriges Beispiel.

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Gysi Offline

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08.10.2019 13:06
#6 RE: "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

Zitat von Athon
Ich bin ein grundsätzlicher Verfechter demokratischer Freiheiten, wozu auch selbstverständlich die Religionsfreiheit gehört. Ihr müssen aber staatlicherseits dort Grenzen gesetzt werden, wo die Ausübung dieser Freiheit anderen Menschen Schaden zufügt.

Ja, natürlich. Wenn hier irgendjemand meint, dass Gott aber mehr zu sagen hat, als der Mensch, hat er die Rechnung ohne den Wirt gemacht!

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Gysi Offline

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08.10.2019 13:55
#7 "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

Zitat von Snooker
Zitat von Gysi im Beitrag #2400
Er bräuchte es uns bloß zu sagen. Warum tut er das denn nicht? Dann wüssten wir besser, was wir nicht tun sollten!
Als ob das jemanden aus der wachsenden Zahl Atheisten wirklich interessierte. Das wäre dann wohl ein Widerspruch in sich. Es hat doch seine Gründe, warum man unbedingt Atheist werden will

Du verstehst den rhetorischen Charakter meiner Frage nicht. Das tust du übrigens oft nicht. Da bist du Reklov ähnlich. Der versteht das Zwischen-den-Zeilen-Geschriebene, das Einschlüpfen in Rollenspiele und den Witz genauso wenig. Du solltest nicht so viel lachen und grinsen, sondern die Grobklotzigkeit deiner Wahrnehmung beweinen. Sie ist vermutlich eine Folgewirkung deiner religiösen Manipulation!

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08.10.2019 17:58
#8 RE: "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

Zitat von Gysi im Beitrag #2421
Du hattest Ethikunterricht? Und der hat dir die Religionen nahe gebracht? Und diese Lehre hat dich zu der einzig wahren Religionsgemeinschaft gebracht, den ZEUGEN JEHOVAS?
Ohne das jetzt weiter zu vertiefen: Der Ethikunterricht war ein lohnenswerter Teilaspekt des Strebens nach Wahrheit - einer von vielen.


Zitat von Gysi im Beitrag #2421
Mache aus der Diskussion keine Zersetzungsarbeit, dann ist alles okay.
Solange ich kein Atheist bin, wirst du meine Beiträge stets als Zersetzungsarbeit bezeichnen. Ich erinnere mich da an folgene Aussage von dir:

Zitat von Gysi
Aber was du hier abziehst, ist keine produktive Kommunikation, die Verständnis, Lernenwollen und wirkliche Lehre bringt. => Diese Kommunikation ist kein Informationsstrom, sondern propagandistische DESinformation. Eben gute Arbeit eines Generalsekretärs einer Partei...



Ich schau ja ab und zu mal ins Forum, ob es irgendeinen Gläubigen gibt, dem du produktive Kommunikation bescheinigst, ohne dass er dafür zum Atheismus konvertiren muss.


Zitat von Gysi im Beitrag #2421
Dann bist du mit mir doch eigentlich ebenso der Auffassung, dass die "Religionsfreiheit" im Grunde eine Farce ist, Blendwerk, das nicht funktionieren kann! Denn weltliche, profane Gesetze diktieren den Religionen ihre Wirkungsgrenzen! Wie kann ein Gott von dummen Menschen eingegrenzt werden? "Religionsfreiheit" darf/kann - in einer ausgereiften Demokratie - nur Folklore sein... (Ihr wird aber heute noch - besonders dem Islam - zu viel Wirkungsraum gelassen! Das tut der Bildung der Kinder zu Toleranz und demokratischem Verhalten nicht gut! Wenn man die Religionsfreiheit nicht als ein von der Demokratie und der Meinungsfreiheit eingegrenztes Feld behandelt, ist sie in der Tat nur ein "Geburtsfehler der Demokratie"! Aus Toleranzbesoffenheit gegenüber reaktionären religiösen Kräften, die die Leuchtkraft des HUMANISMUS verschmähen!)



Du schränkst es ja schon selbst ein: Bildung zu Toleranz ist erforderlich, aber Toleranzbesoffenheit eher unerwünscht. Die goldene Mitte führt nicht über oberflächliche Beschreibung der Begriffe "Religionsfreiheit" oder "Meinungsfreiheit". Das sind Worthülsen, die je nach Gusto mit allem Möglichen gefüllt werden können, um damit dann den anderen zu zeigen, dass sie sich ändern müssen. Das führt in eine Sackgasse. Wenn man die Welt verändern möchte, muss man bei sich selbst anfangen. Das ist das Einzige, was funktionieren - kann


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08.10.2019 18:03
#9 RE: "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

Zitat von Gysi im Beitrag #2424

Zitat von Snooker
Zitat von Gysi im Beitrag #2400
Er bräuchte es uns bloß zu sagen. Warum tut er das denn nicht? Dann wüssten wir besser, was wir nicht tun sollten!
Als ob das jemanden aus der wachsenden Zahl Atheisten wirklich interessierte. Das wäre dann wohl ein Widerspruch in sich. Es hat doch seine Gründe, warum man unbedingt Atheist werden will
Du verstehst den rhetorischen Charakter meiner Frage nicht. Das tust du übrigens oft nicht. Da bist du Reklov ähnlich. Der versteht das Zwischen-den-Zeilen-Geschriebene, das Einschlüpfen in Rollenspiele und den Witz genauso wenig. Du solltest nicht so viel lachen und grinsen, sondern die Grobklotzigkeit deiner Wahrnehmung beweinen. Sie ist vermutlich eine Folgewirkung deiner religiösen Manipulation!



Deine Antwort zeigt mir aber jetzt, dass ich den rhetorischen Charakter deiner Frage ganz recht verstanden habe. Natürlich ist das nicht in deinem Sinn, sonst würdest du mir ja nicht Grobklotzigkeit meiner Wahrnehmung vorwerfen, die ich als Folge meiner religiösen Manipulation zu beweinen hätte. Und wenn das tatsächlich so ist, könnte ich darüber jetzt noch viel mehr lachen.


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08.10.2019 18:07
#10 RE: "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

Zitat von Gysi im Beitrag #2423

Zitat von Athon
Ich bin ein grundsätzlicher Verfechter demokratischer Freiheiten, wozu auch selbstverständlich die Religionsfreiheit gehört. Ihr müssen aber staatlicherseits dort Grenzen gesetzt werden, wo die Ausübung dieser Freiheit anderen Menschen Schaden zufügt.
Ja, natürlich. Wenn hier irgendjemand meint, dass Gott aber mehr zu sagen hat, als der Mensch, hat er die Rechnung ohne den Wirt gemacht!


Da "Gott" für einen Atheisten logischerweise eine Erfindung von Menschen ist, kann es logischerweise doch nur darum gehen, welcher Mensch mehr zu sagen hat. Aber eines steht fest: Die Rechnung präsentiert der Wirt.


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Gysi Offline

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08.10.2019 18:28
#11  "Gott" und Universum logisch betrachtet Antworten

Zitat von Snooker
Solange ich kein Atheist bin, wirst du meine Beiträge stets als Zersetzungsarbeit bezeichnen. Ich erinnere mich da an folgene Aussage von dir:

Zitat von Gysi: Aber was du hier abziehst, ist keine produktive Kommunikation, die Verständnis, Lernenwollen und wirkliche Lehre bringt. => Diese Kommunikation ist kein Informationsstrom, sondern propagandistische DESinformation. Eben gute Arbeit eines Generalsekretärs einer Partei...

Ich habe von DIR geredet. Und nicht über irgendeinen Gläubigen! Das verwechselst du immer wieder! (Und auch so sieht Zersetzungsarbeit aus!)

Zitat
Ich schau ja ab und zu mal ins Forum, ob es irgendeinen Gläubigen gibt, dem du produktive Kommunikation bescheinigst, ohne dass er dafür zum Atheismus konvertiren muss.

Welche Beispiele kannst du aufführen? Wer sich hier meldet, ist schon religiös engagiert. Leider sind etliche auch verschroben, rechthaberisch und unfähig zur Selbstkritik. Atheisten können eben leicht(er) sagen: Ups, da habe ich mich geirrt! KRITIK ist eben der Treibstoff zur Erkenntnis. Während der GLAUBE der Treibstoff der Religion ist!

Zitat
Das führt in eine Sackgasse. Wenn man die Welt verändern möchte, muss man bei sich selbst anfangen. Das ist das Einzige, was funktionieren - kann

Für einen, der sich mir meine Auffassug zur Religionsfreiheit als Tretmine ausgelegt hat, weichst du mir zu sehr aus...

Zitat
Aber eines steht fest: Die Rechnung präsentiert der Wirt.

Gott? Ich meinte den Menschen, der sich mit dem HUMANISMUS gegen die THEOLOGIE emanzipiert!

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08.10.2019 19:29
#12 RE: Antworten

Zitat von Gysi im Beitrag Religionsfreiheit
Ich habe von DIR geredet. Und nicht über irgendeinen Gläubigen! Das verwechselst du immer wieder! (Und auch so sieht Zersetzungsarbeit aus!)
Genau das meine ich, Gysi


Zitat von Gysi im Beitrag Religionsfreiheit
Welche Beispiele kannst du aufführen? Wer sich hier meldet, ist schon religiös engagiert. Leider sind etliche auch verschroben, rechthaberisch und unfähig zur Selbstkritik. Atheisten können eben leicht(er) sagen: Ups, da habe ich mich geirrt! KRITIK ist eben der Treibstoff zur Erkenntnis. Während der GLAUBE der Treibstoff der Religion ist!
Ja, das sehe ich hier jeden Tag!



Zitat von Gysi im Beitrag Religionsfreiheit
Für einen, der sich mir meine Auffassug zur Religionsfreiheit als Tretmine ausgelegt hat, weichst du mir zu sehr aus...
Auf deine Tretminen musst du schon selber treten - oder sie halt besser verstecken.

Zitat von Gysi im Beitrag Religionsfreiheit
Gott? Ich meinte den Menschen, der sich mit dem HUMANISMUS gegen die THEOLOGIE emanzipiert!
Emanzipieren muss sich der Mensch zunächst nur von einem: seiner eigenen Überheblichkeit.


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Gysi Offline

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09.10.2019 10:13
#13 Religionsfreiheit Antworten

Zitat von Snooker
Ja, das sehe ich hier jeden Tag!

Und Religion dröhnt dich zu und macht dich taub für jede wichtige Information zur Bewältigung einer normalen Diskussion, eines normalen Gedankenaustauschs. Das sehe ICH (z.B. an dir) jeden Tag!

Zitat
Auf deine Tretminen musst du schon selber treten - oder sie halt besser verstecken.

Das hättest du wohl gerne! Zudem brauche ich nichts zu verstecken. Das war auch nicht MEINE Tretmine! Du hast einen Grundsatz von mir aus dem Kontext gerissen und so zu einer umfunktioniert. Das solltest du nicht tun, wenn dir an einer guten Diskussion gelegen wäre.

Zitat
Emanzipieren muss sich der Mensch zunächst nur von einem: seiner eigenen Überheblichkeit.

Bin ich überheblich? Die Menschen müssen sich ZU SICH bekennen! Erst der, der seine Fehler und Irrtümer einsehen kann, ist real und nicht überheblich!

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09.10.2019 17:56
#14 RE: Religionsfreiheit Antworten

Zitat von Gysi im Beitrag #13
Und Religion dröhnt dich zu und macht dich taub für jede wichtige Information zur Bewältigung einer normalen Diskussion, eines normalen Gedankenaustauschs. Das sehe ICH (z.B. an dir) jeden Tag!
Nun du leitest ein Religionsforum, an dem sich (noch) Religiöse beteiligen können. Gewissermaßen musst du also mit den "tauben" und "zugedröhnten" Typen wie mir rechnen, und das weißt du doch sicher nicht erst seit gestern. Wenn du aber schon selbst sagst, ich sei "taub" und "zugedröhnt" (für jede wichtige Information zur Bewältigung einer normalen Diskussion, eines normalen Gedankenaustauschs) - frage ich mich natürlich schon, warum du mich nicht einfach ignorierst...Ich mein - was kannst du schon bei einem tauben und zugedröhnten Typen wie mich erreichen?

Und dass du das aus purer Langeweile machst, kann ich nicht glauben


Zitat von Gysi im Beitrag #13
Das hättest du wohl gerne! Zudem brauche ich nichts zu verstecken. Das war auch nicht MEINE Tretmine! Du hast einen Grundsatz von mir aus dem Kontext gerissen und so zu einer umfunktioniert. Das solltest du nicht tun, wenn dir an einer guten Diskussion gelegen wäre.
Mir liegt sehr an einer guten Diskussion - auch wenn mein Diskussionspartner mich für taub und zugedröhnt hält. Ich freue mich, wenn User auch mal zu ihren Aussagen stehen und nicht gleich wilde Verschwörungen oder gar Tretminen heraufbeschwören. Sowas zersetzt eine Diskussion nur.

Zitat von Gysi im Beitrag #13
Bin ich überheblich? Die Menschen müssen sich ZU SICH bekennen! Erst der, der seine Fehler und Irrtümer einsehen kann, ist real und nicht überheblich!
Jeder Mensch ist überheblich. Inwieweit das einem bewusst wird und infolgedessen man bereit ist, an sich zu arbeiten, bleibt jedem selbst überlassen. Wie gesagt: Wenn man etwas verändern will, muss man bei sich selbst anfangen.


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Gysi Offline

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09.10.2019 18:04
#15 Religionsfreiheit Antworten

Zitat von Snooker
Nun du leitest ein Religionsforum, an dem sich (noch) Religiöse beteiligen können. Gewissermaßen musst du also mit den "tauben" und "zugedröhnten" Typen wie mir rechnen, und das weißt du doch sicher nicht erst seit gestern. Wenn du aber schon selbst sagst, ich sei "taub" und "zugedröhnt" (für jede wichtige Information zur Bewältigung einer normalen Diskussion, eines normalen Gedankenaustauschs) - frage ich mich natürlich schon, warum du mich nicht einfach ignorierst...Ich mein - was kannst du schon bei einem tauben und zugedröhnten Typen wie mich erreichen?

Nein, ich ignoriere dich nicht. Ich sage dir lediglich, an was es dir mangelt. Und wenn du es nicht hörst, werde ich eben etwas lauter. Was ich erreichen kann? Das weiß ich nicht.

Zitat
Jeder Mensch ist überheblich. Inwieweit das einem bewusst wird und infolgedessen man bereit ist, an sich zu arbeiten, bleibt jedem selbst überlassen.

Der Satz ist gut!

Zitat
Wenn man etwas verändern will, muss man bei sich selbst anfangen.

Ich habe schon früh "angefangen".

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Beiträge: 8.078

09.10.2019 18:24
#16 RE: Religionsfreiheit Antworten

Zitat von Gysi im Beitrag #15
Nein, ich ignoriere dich nicht. Ich sage dir lediglich, an was es dir mangelt. Und wenn du es nicht hörst, werde ich eben etwas lauter. Was ich erreichen kann? Das weiß ich nicht.
Dann lassen wir uns einfach überraschen. Ich möchte aber nicht, dass du dich zu sehr aufregst. Du brauchst ja auch noch Energie und genug Lautstärke um Reklov zu erreichen oder um PQV zu managen.



Zitat von Gysi im Beitrag #15
Ich habe schon früh "angefangen".
Das freut mich! Man kann nie früh genug anfangen. Noch wichtiger ist nur, dass man nicht mehr aufhört, solange man lebt.


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Gysi Offline

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Beiträge: 18.719

09.10.2019 18:34
#17 Religionsfreiheit Antworten

Zitat von Snooker
Ich möchte aber nicht, dass du dich zu sehr aufregst. Du brauchst ja auch noch Energie und genug Lautstärke um Reklov zu erreichen oder um PQV zu managen.

Mach dir keine Sorgen, 15 Jahre RF haben mich trainiert.

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hirni Offline



Beiträge: 4

28.02.2020 20:30
#18 religionsfreiheit und demokratie Antworten

wer die religionsfreiheiheiheit abschaffen will ist fundamentalist und kein demokrat.
zur erinnerng:
die religionsfreiheit ist eine der grössten errungenschaften der aufklärung im kampf gegen den adel und die katholische kirche.
in einer funktionierenden demokratie geht das gewaltmonopol auf den staat über und religion ist keine gravierende gefahr mehr für die bürger.
zwar hat die katholische kirche die demokratie nur halbherzig im 2.vatikanum anerkannt, wie ihre sympathie für faschistische regimes, wie unter pavelic,franco, salazar oder pinochet belegen.
auch hat die katholische kirche durch das konkordat mehr einfluss als ihr aufgrund ihrer sinkenden mitgliederzahl zustehen würde, aber sie kann ihre moralvorstellungen nur bei kirchlichen mitarbeitern auch exekutieren.
in einer funktioninieren demokratie ist es möglich die religion an die kandare zu zu nehmen, wie das laizistische frankreich oder schweden belegt, wo die zahl der atheisten am höchsten in europa ist. zwar ist die katholische kirche nicht wirklich demokratisch geworden, wie ihre innere struktur belegt.aber sobald die demokratie schwächen zeigt, zeigt sie ihre krallen, wie sich am beispiel polen ablesen lässt, wo sie den verfassungsgerichtshof unter ihre kontrolle bringen möchte. jeder politisch interessierte weiss, keine demokratie ohne funktionierenden verfassungsgerichtshof.

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.719

29.02.2020 09:42
#19  religionsfreiheit und demokratie Antworten

Zitat von Hirni
wer die religionsfreiheiheiheit abschaffen will ist fundamentalist und kein demokrat.

Moin, Hirni! Erstmal ein HERZLICHES WILLKOMMEN hier im RF!

Wer hat hier was gegen die (sogenannte) Religionsfreiheit? Allerdings hat die Demokratie den Anspruch, auch für sie den Rahmen zu setzen, wie du ja ebenso sagst. Zur Religionsfreiheit gehört prinzipiell auch die Kritik der Religionen!

Wer kritisiert aber zum Beispiel den Ungläubigenhass im Koran als nicht integrationsförderlich? Die Einsuggerierung der Religionsfreiheit in unsere Köpfe hat doch eher eine aufgeregt-ängstliche Einfärbung und nicht zur Demokratieverteidigung sondern zum Respektschweigen gegenüber den Gläubigen geführt! Gerade zu den Religionen geben wir die Meinungsfreiheit in voreiligem Gehorsam (vor was?) und aufgrund der Angst vor Konflikten auf! So wird keine Demokratie gelebt!

Religionen sind im Kern antidemokratisch und wissenschaftsfeindlich. Aber das wird gerne beschwiegen. So wissen es die meisten auch nicht, und so bleiben sie als Sollbruchstellen der Demokratie im Heiligennimbus und der Gottgläubigkeit behütet!

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Miranda Offline




Beiträge: 206

29.02.2020 17:04
#20 RE: religionsfreiheit und demokratie Antworten

Zitat von hirni im Beitrag #18
wer die religionsfreiheiheiheit abschaffen will..

Du bist für Religionsfreiheit ja. Bist du auch für Lügenfreiheit ?

Zitat
und kein demokrat

Meinst du Demokratie sei das beste ?

Zitat
der aufklärung

Eine richtige Aufklärung habe wir garnicht

Zitat
das gewaltmonopol auf den staat

Also ist der Staat ein: Gewalttäter

findest du das o.k. ?

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Beiträge: 8.078

29.02.2020 20:26
#21 RE: religionsfreiheit und demokratie Antworten

Auch von mir ein Herzliches Willkommen im Forum, hirni! Ich wünsche dir viel Freude an den Diskussionen.

Zitat von hirni im Beitrag #18

in einer funktionierenden demokratie geht das gewaltmonopol auf den staat über und religion ist keine gravierende gefahr mehr für die bürger.
Worin könnte denn deiner Meinung nach die gravierende Gefahr der Religion für die Bürger begründet liegen? In einer "funktionierenden Demokratie" ist das Volk - zumindest nominell - der Souverän, der Gewalt ausübt. Das Volk wiederum besteht aus Bürgern, von denen sich hierzulande noch viele - zumindest nominell - als religiös bezeichnen.


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hirni Offline



Beiträge: 4

29.02.2020 21:33
#22 fundis auf dem vormarsch? Antworten

Zitat von hirni im Beitrag #18
wer die religionsfreiheiheiheit abschaffen will ist fundamentalist und kein demokrat.
zur erinnerng:
die religionsfreiheit ist eine der grössten errungenschaften der aufklärung im kampf gegen den adel und die katholische kirche.
in einer funktionierenden demokratie geht das gewaltmonopol auf den staat über und religion ist keine gravierende gefahr mehr für die bürger.
zwar hat die katholische kirche die demokratie nur halbherzig im 2.vatikanum anerkannt, wie ihre sympathie für faschistische regimes, wie unter pavelic,franco, salazar oder pinochet belegen.
auch hat die katholische kirche durch das konkordat mehr einfluss als ihr aufgrund ihrer sinkenden mitgliederzahl zustehen würde, aber sie kann ihre moralvorstellungen nur bei kirchlichen mitarbeitern auch exekutieren.
in einer funktioninieren demokratie ist es möglich die religion an die kandare zu zu nehmen, wie das laizistische frankreich oder schweden belegt, wo die zahl der atheisten am höchsten in europa ist. zwar ist die katholische kirche nicht wirklich demokratisch geworden, wie ihre innere struktur belegt.aber sobald die demokratie schwächen zeigt, zeigt sie ihre krallen, wie sich am beispiel polen ablesen lässt, wo sie den verfassungsgerichtshof unter ihre kontrolle bringen möchte. jeder politisch interessierte weiss, keine demokratie ohne funktionierenden verfassungsgerichtshof.

#19 religionsfreiheit und demokratie Diesen Beitrag zitieren

Zitat von Hirniwer die religionsfreiheiheiheit abschaffen will ist fundamentalist und kein demokrat.

Moin, Hirni! Erstmal ein HERZLICHES WILLKOMMEN hier im RF!

Wer hat hier was gegen die (sogenannte) Religionsfreiheit? Allerdings hat die Demokratie den Anspruch, auch für sie den Rahmen zu setzen, wie du ja ebenso sagst. Zur Religionsfreiheit gehört prinzipiell auch die Kritik der Religionen!

Wer kritisiert aber zum Beispiel den Ungläubigenhass im Koran als nicht integrationsförderlich?
.
was den islam betrifft muss folgendes berücksichtigt werden. das christentum ist in der aufklärung gezähmt worden, während der islam die aufklärung noch vor sich hat. deshalb erscheint uns fälschlicherweise das christentum als eine viel tolerantere religion als der islam. was historisch falsch ist. nach der top islamexertin gudrun krämer im "spiegel",ist die geschichte des islams weit weniger blutig verlaufen als die des christentums.es gab zeiten wo der islam dem christentum in fast allen belangen überlegen war. ("goldenes zeitalter")
.
"Die Einsuggerierung der Religionsfreiheit in unsere Köpfe hat doch eher eine aufgeregt-ängstliche Einfärbung und nicht zur Demokratieverteidigung sondern zum Respektschweigen gegenüber den Gläubigen geführt!"
finde ich nicht! gerade das beispiel schweden zeigt, wie religionen entmachtet werden können. in schweden gab es bis vor kurzem noch ein staatskirchentum. eine diskriminierung von minderheiten wie homosexuelle wird auch bei religionen nicht mehr geduldet. statt dessen steigt der anteil an konfessionsfreien und atheisten unaufhörlich an.lediglich der blasphemieparagraf muss in deutschland abgeschafft werden, das ist demokratieunwürdig und nicht verschärft, wie dies einige bayrische politiker verlangen.

" Gerade zu den Religionen geben wir die Meinungsfreiheit in voreiligem Gehorsam (vor was?) und aufgrund der Angst vor Konflikten auf! So wird keine Demokratie gelebt"
das gilt natürlich nur dort wo die religion das sagen hat.aber das gilt für jedes undemokratische system. wir müssen unterscheiden zwischen katholischer kirche und einem aufgeklärten protestantismus. während die katholische kirche in einigen bereichen, wie dem exorzismus, (teufelsaustreibung) noch tief im mittelalter steckt, hat sich der protestantismus zu einer sehr modernen religion entwickelt. der hauptverdienst der entmythologisiesierung der bibel gebührt dem protestantismus. allerdings sagen progressive protestanten, dass derzeit eine entwicklung zurück feststellbar ist. klar ist, dass derzeit konservative protestanten und evangelikale der katholischen kirche näher stehen als einem aufgeklärten protestantantismus.

Religionen sind im Kern antidemokratisch und wissenschaftsfeindlich. Aber das wird gerne beschwiegen. So wissen es die meisten auch nicht, und so bleiben sie als Sollbruchstellen der Demokratie im Heiligennimbus und der Gottgläubigkeit behüt
.
religionen sind zweifellos wissenschaftsfeindlich, aber in unterschiedlichen aussmass. das gilt besonders für die katholische kirche, wie dies die kirchengeschichte belegt. man kann die wissenschaftsfeindlichkeit besonders an der evolutionstheorie festmachen. aber inzwischen wird sogar in der katholischen kirche die evolutinstheorie halbherzig anerkannt, halbherzig deshalb, weil der papst kardinal schönborn getattete, seine krause theorie von einem "intelligent design" in einem buch zu veröffentlichen.
.

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.719

01.03.2020 09:44
#23 fundis auf dem vormarsch? Antworten

Zitat von hirni
was den islam betrifft muss folgendes berücksichtigt werden. das christentum ist in der aufklärung gezähmt worden, während der islam die aufklärung noch vor sich hat. deshalb erscheint uns fälschlicherweise das christentum als eine viel tolerantere religion als der islam. was historisch falsch ist. nach der top islamexertin gudrun krämer im "spiegel",ist die geschichte des islams weit weniger blutig verlaufen als die des christentums.es gab zeiten wo der islam dem christentum in fast allen belangen überlegen war. ("goldenes zeitalter")

Wie können wir den Islam "durch Aufklärung zähmen", wenn wir die Kritik an ihm durch Vorverurteilungen der Islamkritiker verhindern?

Ob es hilfreich ist, das Christentum als die Religion mit der blutigeren Geschichte hinzustellen, weiß ich nicht. Ist der Islam sanftmütiger, weil in seinem Namen weniger Menschen abgemurkst wurden? Es kommt doch darauf an, was mit dem Islam HEUTE dem Integrationswillen angetan wird! Und was wir "Kuffars" der Meinungsfreiheit antun, indem wir uns höchstselbst die Islamkritiker als eine politische Rechtsaußenfraktion auslegen!

Außerdem war nicht "der Islam damals (im 'goldenen Zeitalter'...) dem Christentum überlegen". Sondern die frisch islamisch dominierte arabische Kultur war der westlichen überlegen! Und zwar trotz dem Islam! Und exakt der war es, der für ihren Niedergang gesorgt hat!

Zitat
religionen sind zweifellos wissenschaftsfeindlich, aber in unterschiedlichen aussmass.

Es kommt auf die aktuelle Religionspraxis an, und da unterscheiden sich die Katholiken von den Protestanten. Viele Sekten wie die Zeugen Jehovas sind aber radikal fundamentalistisch. Sie splitteten sich von den Großkirchen, um das religiöse Original zu wahren.

Aber insgesamt ist es - bei den Christen - so, dass die Kirchen die Gläubigen weniger als früher binden. Das ist bei den Muslimen jedoch nicht so. Sie sind an ihrer Religion zu nahe dran, als dass sie der Integration nicht schaden würde.

Ein Vergleich zwischen Bibel und Koran sollte nicht übersehen werden: Der Ungläubigenhass im Koran ist - im Verhältnis zur Bibel - ungleich stark exponiert! Die Psychologie des Koran ist gegen Ungläubige hochaggressiv ausgerichtet! Und das muss ihre Wirkung auf die Gläubigen haben, die in dieser Religion verhaftet sind!

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

hirni Offline



Beiträge: 4

01.03.2020 20:46
#24 demokratie und atheismus Antworten

ich denke, natürlich hat auch die demokratie schwächen, wie das beispiel weimarer republik gezeigt hat. derzeit kenne ich keine bessere regierungsform als eine liberale demokratie. auch das christentum ist kein hort der demokratie, wie die geschichte belegt. wäre das christentum im im kern demokatisch und auf seite der menschenrechte zur zeit der weimarer republik gewesen, hätte sich christen dem nationalsozialismus mutig entgegengestellt. tatsächlich war das christentum zur damaligen zeit, selbst antidemokratisch, antijüdisch und antimodernistisch eingestellt. es war deshalb kein zufall, dass hitler, die nötigen stimmen zur durchsetzung des ermächtigungsgesetzes von der katholischen zentrumspartei erhielt und dass die bischöfe bis zuletzt für hitler gebetet haben.
natürlich ist auch ein militanter atheismus genauso gefährlich wie die katholische kirche, wie z. b.jener user der die abschaffung der religionsfreiheit fordert.
zwar hat die ähnlichkeit zwischen katholischer kirche und sowjetischen kommunismus, bereits bertrand russell festgestellt, ("darum hassen sich beide so") kurioserweise kommt auch der vatikanprofessor gustav a. wetter zum selben ergebnis. "er hat in seinem buch über den "dialektischen materialismus" die unübersehbaren ähnlichkeiten zwischen den römisch katholischen und den sowjetisch kommunistischen system als katholischer theologe in aller schärfe herausgestellt." (hans küng, "existiert gott", S 276)

hirni Offline



Beiträge: 4

01.03.2020 21:24
#25 christentum islam Antworten

Zitat von Gysi im Beitrag #23
Wie können wir den Islam "durch Aufklärung zähmen", wenn wir die Kritik an ihm durch Vorverurteilungen der Islamkritiker verhindern?

wie können wir den islam zähmen?
indem wir reformerische kräfte unterstützen. die islamische und und die westliche welt sind heute enger miteiner verbunden als je zuvor. diese nähe schaft gemeinsamkeitem aber auch streitpunkte. auch der interreligiöse dialog macht sinn, auch wenn er manchmal belächelt wird. er hilft, wie gudrun krämer meint, den unterschied zwischen islam, islamismus und islamisch begründeter gewalt zu erkennen. aber natürlich muss die aufklärung von innen kommen.
er
Zitat von Gysi im Beitrag #23
Ob es hilfreich ist, das Christentum als die Religion mit der blutigeren Geschichte hinzustellen, weiß ich nicht. Ist der Islam sanftmütiger,

kennen.
Ob es hilfreich ist, das Christentum als die Religion mit der blutigeren Geschichte hinzustellen, weiß ich nicht. Ist der Islam sanftmütiger,
der islam hat eine eindeutig weniger blutige geschichte als das christentum, wie gudrun krämer schreibt ("geschichte des islams") ohne den islam idealisieren zu wollen. wir wollen uns schliesslich an fakten halten. ein beispiel: obwohl der koran homosexualtät eindeutig verbietet, konnte der arabist thomas bauer in 800 jahren keine einzige verurteilung wegen homosexualität feststellen. heute ist das freilich in etlichen isamischen ländern anders, aber nicht in allen. im grössten islamischen land der welt indonesien z.b. ist auch heute homosexualität kein straftatbestand.

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