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Atheismus vs. Religionen  


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Dieses Thema hat 55 Antworten
und wurde 994 mal aufgerufen
 Christentum
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Reklov Offline




Beiträge: 5.596

28.06.2020 17:23
#51 RE: J. Christus Antworten

Zitat
Mexiko und Italien sind tiefkatholisch dominiert. Also nicht atheistisch. Oder hast du irgendwelche Informationen darüber, dass die organisierte Bandenkriminalität atheistisch dominiert ist?

Gysi,

... der in den einzelnen Ländern vorherrschende Glaube kann wenig ausrichten, spielt keine tragende Rolle, wenn der Mensch die Botschaft seiner Religion nicht annehmen oder verinnerlichen kann, oder diese gar für verbrecherische Zwecke als Alibi benützt.

Eines unter vielen anderen Stichwörtern hierzu wäre z.B. die "Bartholomäusnacht". Sie war ein Pogrom an französischen Protestanten, den Hugenotten, das in der Nacht vom 23. zum 24. August 1572, dem Bartholomäustag, stattfand. Admiral Gaspard de Coligny und weitere Führer der Hugenotten wurden dabei ermordet. Sie waren anlässlich der (vermeintlich der Versöhnung dienenden) Hochzeit des Protestanten Heinrich von Navarra (des späteren Königs Heinrich IV.) mit Margarete von Valois in Paris versammelt. In derselben Nacht wurden weitere Tausende Protestanten in Paris und in den Folgetagen frankreichweit ermordet - und zwar von Katholiken!

Gruß von Reklov

Gysi Online

Atheist


Beiträge: 18.630

29.06.2020 08:13
#52  J. Christus Antworten

Zitat von Reklov
In derselben Nacht wurden weitere Tausende Protestanten in Paris und in den Folgetagen frankreichweit ermordet - und zwar von Katholiken!

Auch an deinem Beispiel sieht man doch, was Glaube für die Moral bedeutet: nämlich nicht viel! Da sind meine säkularen Argumente doch überzeugender (#50), oder?

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Reklov Offline




Beiträge: 5.596

29.06.2020 15:12
#53 RE: J. Christus Antworten

Zitat
Auch an deinem Beispiel sieht man doch, was Glaube für die Moral bedeutet: nämlich nicht viel! Da sind meine säkularen Argumente doch überzeugender (#50), oder?

Gysi,

... bei Dir mögen solche Argumente durchaus wirken; bei Kriminellen spielen solche Überlegungen keine Rolle!

Hinter Deine Punkte habe ich die "andere Seite" (in Klammer) aufgeführt.

1. Ich habe keine Lust auf Ärger. - (Kriminelle scheuen den Ärger nicht. Sie leben mit ihm.)

2. Ich komme mit meinem Geld aus. - (Kriminelle Wiederholungstäter scheinbar nicht.)

3. Ich tue anderen nicht an, was auch mir nicht angetan werden soll! Ich bekomme dann ein schlechtes Gewissen! Und das hat was mit meinen biologischen Anlagen der Spiegelneuronen zu tun, mit meiner Empathie - und nicht mit einem Gott! - (Kriminelle haben kein "schlechtes Gewissen" oder zumindest können sie es besser verdrängen.)
Dazu müsstest Du aber auch u.a. beantworten können, wer od. was denn solche Spiegelneuronen "geschaffen" hat?

4. Ich will, dass meine Umwelt mir vertrauen kann! So, wie ich auch ihr nach Möglichkeit vertrauen können will! - (Kriminelle pfeifen auf das Vertrauen von denen, die sie schädigen wollen, nützen es aber gerne, z.B. beim Betrug, zu ihrem Vorteil aus. Allerdings legen manche Banden allergrößten Wert auf Vertrauen innerhalb ihrer Gang. Wer dieses verlezt, bezahlt es nicht selten mit dem Leben.)

Gruß von Reklov

Gysi Online

Atheist


Beiträge: 18.630

29.06.2020 15:26
#54  J. Christus Antworten

Zitat von Reklov
... bei Dir mögen solche Argumente durchaus wirken; bei Kriminellen spielen solche Überlegungen keine Rolle!

Du sagst, dass nur der Glaube an Gott und an die Verantwortung für ein Leben nach dem Tod die Menschen zur Rechtschaffenheit diszipliniert! Dem widerspreche ich klipp und klar!

- Der Kriminelle ist nicht kriminell wegen seiner Gottlosigkeit, sondern wegen einer zu asozialem Verhalten entgleisten Erziehung!

- Der Atheist ist nicht kriminell, weil er ein Atheist ist! Er führt in den weitaus meisten Fällen ein vorbildliches Leben!

- Der Gläubige ist nicht automatisch 'rechtschaffen'! Er kann seine Handlungen vor seinen eigenen Augen als sein eigener Richter zur 'Rechtschaffenheit' hinbiegen! Indem er dem Staat, den Ungläubigen oder was weiß ich wen, die Schuld für sein Handeln zuschiebt! Er kann es auch tun, weil er sich eh der Gnade des Herrn gewiss ist...

Also - der Glaube an Gott bringt gar nichts! Nur der Glaube an die MENSCHEN und an die Kraft des Vertrauens - in andere, und des Vertrauens, das andere in DICH setzen können!

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Reklov Offline




Beiträge: 5.596

30.06.2020 11:47
#55 RE: J. Christus Antworten

Zitat
- Der Kriminelle ist nicht kriminell wegen seiner Gottlosigkeit, sondern wegen einer zu asozialem Verhalten entgleisten Erziehung!

Gysi,

... dem widerspreche ich, denn nicht jeder Kriminelle entstammt einer verwahrlosten Familie, die ihm keine rechte Erziehung bot!
Das Wesen des Menschen ist mit einem Schwamm vergleichbar. Er saugt schon im Kindesalter nur das auf, was seiner "eigentlichen" Art entspricht. Das Hinbiegen und Ziehen=Erziehung durch strafende od. aufklärende Reaktionen von Eltern od. Schule nimmt mancher nur hin, weil er nicht auf die "schiefe Bahn" (mit den bekannten Folgen) geraten will, aber nicht, weil er an die Kraft des Vertrauens glaubt. Das ist überall so und auch in Deiner Stadt nicht anders.

Es gibt zudem genügend Beispiele von Kindern aus verwahrlosten Familien, die dennoch ihren "rechten Weg" finden. Ganz einfach, weil ihr Wesen ganz anders gepolt ist. Inwieweit hier Erbfaktoren mitspielen, vermag ich jedoch nicht zu beurteilen.

Gruß von Reklov

Gysi Online

Atheist


Beiträge: 18.630

30.06.2020 13:53
#56  J. Christus Antworten

Zitat von Reklov
... dem widerspreche ich, denn nicht jeder Kriminelle entstammt einer verwahrlosten Familie, die ihm keine rechte Erziehung bot!

Nicht jeder. Aber doch die meisten, oder? Die weitaus meisten kriminellen Karrieren sind Phänomene gesellschaftlicher Schäden: Erziehung, Milieuschäden: äußere soziale Bedingungen. Genetische Defekte (die aber auch nur für Triebverbrechen verantwortlich sein können) sind eher die Ausnahme.

Die Angst vor Gott könnte noch ein positiver sozialer Regulator sein. Vielleicht. Aber braucht man den? Ich halte es da für vorteilhafter, den Kindern die Gründe von Moral, Ethik und die Vorteile sozialen Verhaltens nicht archaisch-religiös sondern soziologisch zu erklären! Diese Erklärung leuchtet nämlich ein! Und ist zudem nicht mit Angst, sondern mit realen Lebensbedingungen und etwas freundlicher begründet...

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

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