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Atheismus vs. Religionen  


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Dieses Thema hat 272 Antworten
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 Weltliche Ideologien + Politik
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SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 8.325

30.06.2020 17:08
#76 RE: Der Rassist in uns Antworten

Zitat von Gysi im Beitrag #70

Zitat von Snooker
Wenn du nochmal nachliest, wirst du vielleicht bemerken, dass ich das nicht behauptet habe. Es geht immer noch um dein Statement aus #56.
Ich habe diesen Bibelvers zitiert. Zitiert! Nicht selbst geschrieben! Er ist von Moses. Also gottinspiriert. Nun hat Gott über Jesus mit uns Menschen einen neuen Bund geschlossen. Aber nicht mit den Homosexuellen! Die sollen zwar nicht mehr abgemurkst werden, aber doch weiterhin stigmatisiert, sozial vernichtet und ausgegrenzt! Sie sollen auch nicht in den Himmel kommen! Oder in das Königreich Gottes. Wollen sie ja auch gar nicht! Aber Gott bietet ihnen das auch nicht an. Ist das alles von mir nun richtig gesehen oder falsch?

Da du ja irgendwie nicht von deinen Kategoerien "richtig" und "falsch" wegkommst und dazu noch in Extremen denkst, komme ich trotzdem nicht umhin zu sagen, dass von allem etwas dabei ist. Aber zunächst müsstest du mir mal belegen, wodurch Homosexuelle "weiterhin stigmatisiert, sozial vernichtet und ausgegrenzt" werden sollen.


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Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.953

30.06.2020 17:37
#77 Der Rassist in uns Antworten

Zitat von Snooker
Aber zunächst müsstest du mir mal belegen, wodurch Homosexuelle "weiterhin stigmatisiert, sozial vernichtet und ausgegrenzt" werden sollen.

Ach, du heilige Scheiße! Geht das mit dem scheinheiligen Verstecken, den Ausflüchten und den Gedächtislücken schon wieder los? Ich meine die entsprechenden Bibelverse in Neuen Testament und immer noch den Moses-Satz, der ja immerhin von Gott inspiriert oder zumindest geduldet war, oder? Und euer Verhalten zu den Schwulen (und Lesben)! Eure Ausgrenzung und eure Wegwendung von denen. Und eure Bemerkung, dass die im Himmel oder im Königreich nichts verloren hätten. In der Ewigkeit, die nur für die Edlen und vor Gott Bewährten vorgesehen ist! Natürlich tut ihr denen nichts. Das ist ja auch nett. Aber eure Haltung zu denen ist nicht menschlich, nicht christlich im Sinne der Nächstenliebe. Das Verhalten ist arrogant, abweisend - rassistisch - und nicht respektvoll, nicht gut!

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SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 8.325

30.06.2020 18:12
#78 RE: Der Rassist in uns Antworten

Zitat von Gysi im Beitrag #77
Ach, du heilige Scheiße! Geht das mit dem scheinheiligen Verstecken, den Ausflüchten und den Gedächtislücken schon wieder los?
Keineswegs. Zwischen den Bibeltexten und deinen Interpretationen und Wertungen liegt allerdings ein beträchtlicher Unterschied. So liest du aus diesen Texten z.B. eine "soziale Vernichtung" heraus... Warum?



Zitat von Gysi im Beitrag #77
Ich meine die entsprechenden Bibelverse in Neuen Testament und immer noch den Moses-Satz, der ja immerhin von Gott inspiriert oder zumindest geduldet war, oder? Und euer Verhalten zu den Schwulen (und Lesben)! Eure Ausgrenzung und eure Wegwendung von denen.
Wir wenden uns keineswegs ab. Homosexuellen in meinem Umfeld begegne ich weder ausgrenzend noch wegwendend. Im Gegensatz zu einigen meiner Arbeitskollegen, die Homosexuelle mit den entwürdigenden Bezeichnungen titulieren. Es hat was damit zu tun, ob man die Entscheidung eines Menschen akzeptieren kann oder nicht.


Zitat von Gysi im Beitrag #77
Und eure Bemerkung, dass die im Himmel oder im Königreich nichts verloren hätten. In der Ewigkeit, die nur für die Edlen und vor Gott Bewährten vorgesehen ist!
Und nochmal. Kein Homosexueller will im Königreich Gottes etwas verloren haben. Das wäre für ihn die Höllenstrafe. Willst DU jetzt derjenige sein, der ihn dazu nötigt?


Zitat von Gysi im Beitrag #77
Aber eure Haltung zu denen ist nicht menschlich, nicht christlich im Sinne der Nächstenliebe. Das Verhalten ist arrogant, abweisend - rassistisch - und nicht respektvoll, nicht gut!
Sie in ein Paradies zu nötigen, was sie gar nicht haben wollen - das ist nicht menschlich, arrogant, abweisend - rassistisch - und nicht respektvoll, nicht gut!


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Athon Offline




Beiträge: 3.535

30.06.2020 19:02
#79 RE: Der Rassist in uns Antworten

@SnookerRI

Zitat von Snooker #78
Und nochmal. Kein Homosexueller will im Königreich Gottes etwas verloren haben. Das wäre für ihn die Höllenstrafe. Willst DU jetzt derjenige sein, der ihn dazu nötigt?


Eine solche Entscheidung könnte ein Homosexueller aber auch treffen, wenn die biblische Vorgabe nur für die Existenz im Paradies gälte und nicht bereits für sein irdischen Leben, oder? Und weil es eben nicht so ist, kann daraus eine klare Stigmatisierung abgeleitet werden.

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SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 8.325

30.06.2020 19:11
#80 RE: Der Rassist in uns Antworten

Zitat von Athon im Beitrag #79
Eine solche Entscheidung könnte ein Homosexueller aber auch treffen, wenn die biblische Vorgabe nur für die Existenz im Paradies gälte und nicht bereits für sein irdischen Leben, oder? Und weil es eben nicht so ist, kann daraus eine klare Stigmatisierung abgeleitet werden.

Nun, ich sehe ja an deiner Argumentation, dass man das wohl kann... wenn man es will. Ich will es nicht.


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Gysi Offline

Atheist


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01.07.2020 09:01
#81 Der Rassist in uns Antworten

Zitat von Snooker
Und nochmal. Kein Homosexueller will im Königreich Gottes etwas verloren haben. Das wäre für ihn die Höllenstrafe. Willst DU jetzt derjenige sein, der ihn dazu nötigt?

Natürlich will kein Schwuler in einem 'Königreich' was verloren haben, das bis zur Oberkante und in die tiefste Pore seiner Untertanen RASSISTISCH ist! Die Lesben auch nicht, die sind in der patriarchalischen Bibel bezeichenderweise übersehen worden. Niemand will bei euch leben! Nur die Zeugen Jehovas, Menschen also, die vor Gott genügend veredelt sind für sein ewiges Reich...

Aber ich muss euch enttäuschen: Dieses Reich gibt es nur in eurer Fantasie! In der Realität ist es nicht und wird es nie sein. Die Realität siebt eure Gedanken, und übrig bleibt von denen nur der Rassismus, der ganz real, trotz aller Leugnung dieser, an EUCH kleben bleibt!

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Athon Offline




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01.07.2020 10:29
#82 RE: Der Rassist in uns Antworten

@SnookerRI

Zitat von Snooker #80
Nun, ich sehe ja an deiner Argumentation, dass man das wohl kann... wenn man es will. Ich will es nicht.


Dann wäre also etwas, was sein kann, zur Gültigkeit vom Willen abhängig...?

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Reklov Offline




Beiträge: 5.814

01.07.2020 11:25
#83 RE: Der Rassist in uns Antworten

Zitat
Wie würdest du deine eigenen rassistischen Anteile in dir und im Laufe deines Lebens einschätzen?

Gysi,

... ich spielte mit meiner Band über viele Jahre auch in den um Stuttgart gelegenen Ami-Klubs. Dort lernte ich viele, in der US-Army diendende Afro-Amerikaner kennen und kam blenden mit ihnen aus. Allerdings beschränkte sich dies auf kurze Zeitspannen - vor, während und nach unseren Gigs.

Migranten aus Afrika konnte ich noch nicht kontakten.
In Genua und in manchen südfranz. Orten haben sie aber inzwischen manches alte Wohnviertel "beschlagnahmt" und leben dort in "altersschwachen" Häusern meistens von Sozialhilfe. Wie zu lesen war, haben sich in diesen Straßenzügen auch Drogenhandel und Prostitution breit gemacht.

Eine Masseneinwanderung von Afrikanern nach Deutschland wäre aber ehrlich gesagt nicht in meinem Sinn. Wir bekämen dann die gleichen Probleme, mit denen die Polizei in anderen südeurop. Ländern zu kämpfen hat.

Man sieht es bei uns z.B. an den "arabischen Clans", welche Situationen sich in deren Wohnvierteln entwickelt haben. Bei Razzien wurden dort u.a. Drogen und unangemeldete Waffen beschlagnahmt.

Die Völker der Erde sollten sich besuchen, um sich besser verstehen zu lernen, aber nicht unbedingt ihre angestammten Ländergrenzen in Massen verlassen, um in anderen Ländern zu leben. Deutscher wird man auch nicht, nur weil man einen deutschen Pass hat.

Ich gebe aber zu, nicht beurteilen zu können, wie sich eine ständige Einwanderung von Afrikanern und Arabern auf Deutschland und Europa auswirken könnte. Gefühlsmäßig würde ich dem abern nicht zustimmen wollen.

Umgekehrt betrachtet, hat auch die "Kolonialzeit des weißen Mannes" bestimmten afrikan. Ländern viel Unheil, Unterdrückung und Ausbeutung gebracht. Der belgische König hat sich unlängst beim Präsidenten des Kongo dafür entschuldigt. Dies ist zwar ein noble Geste - welche aber das damalige Unrecht nicht wieder ungeschehen machen kann.

Gruß von Reklov

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.953

01.07.2020 11:57
#84 Der Rassist in uns Antworten

Zitat von Reklov
... ich spielte mit meiner Band über viele Jahre auch in den um Stuttgart gelegenen Ami-Klubs. Dort lernte ich viele, in der US-Army diendende Afro-Amerikaner kennen und kam blenden mit ihnen aus. Allerdings beschränkte sich dies auf kurze Zeitspannen - vor, während und nach unseren Gigs.

Ja. Reale Kontakte, Bekanntschaften und Freundschaften helfen, um durch Vorurteile belastete Beziehungen zu normalisieren.

Zitat
Ich gebe aber zu, nicht beurteilen zu können, wie sich eine ständige Einwanderung von Afrikanern und Arabern auf Deutschland und Europa auswirken könnte. Gefühlsmäßig würde ich dem abern nicht zustimmen wollen.

Zu einem normalisierten Verhältnis - oder einem Verhältnis, das sich normalisieren soll - gehört, dass man sich nicht mit Höflichkeiten zuschleimt, sondern auch mal was Kritisches sagt! Wir müssen auch zusehen, welche Migranten von der Ausbildung her zu uns passen. Das humanistische Motiv soll auch eine Rolle spielen, klar. Wir müssen aber auch sagen können, dass wir auf Clankriminalität gerne verzichten können. Dass Religionskonflikte zwischen Muslimen, Christen und Atheisten, wenn sie denn schon da sind, auch ausdiskutiert können werden müssen! Ohne, dass die Islamkritiker gleich mit sozialer Vernichtung bedroht werden!

Wir müssen zu all den Problemen, die - was eigentlich falsch ist - unter dem Begriff 'Rassismus' zusammengekehrt werden, reden: übereinander, miteinander! Wir sollten uns mehr begegnen - Begegnungen helfen immer. Wir dürfen durch die political correctness nicht lernen, Konflikte zu unterdrücken! Denn dann reißt die Plane irgendwann, die wir über die Probelme gespannt haben! Und eine Fraktion bildet sich, die nicht mehr redet und schimpft, sondern nur noch schlägt, schreit, beleidigt, Häuser abfackelt und mordet! Weil sie nichts anderes kann. Und weil ihr die zivile Auseinandersetzung nicht beigebracht worden ist.

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SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 8.325

01.07.2020 13:21
#85 RE: Der Rassist in uns Antworten

Zitat von Gysi im Beitrag #81
Natürlich will kein Schwuler in einem 'Königreich' was verloren haben, das bis zur Oberkante und in die tiefste Pore seiner Untertanen RASSISTISCH ist! Die Lesben auch nicht, die sind in der patriarchalischen Bibel bezeichenderweise übersehen worden. Niemand will bei euch leben! Nur die Zeugen Jehovas, Menschen also, die vor Gott genügend veredelt sind für sein ewiges Reich...
Rassistischer kann man es nicht ausdrücken... Chapeau!

Zitat von Gysi im Beitrag #81
Aber ich muss euch enttäuschen: Dieses Reich gibt es nur in eurer Fantasie! In der Realität ist es nicht und wird es nie sein. Die Realität siebt eure Gedanken, und übrig bleibt von denen nur der Rassismus, der ganz real, trotz aller Leugnung dieser, an EUCH kleben bleibt!
Das Reich, von dem du sprichst, in welchem die Untertanen bis zur Oberkante und in die tiefste Pore RASSISTISCH sind, existiert tatsächlich nur in deiner Fantasie. Das ist nichtsdestotrotz deine Wirklichkeit, in der du auch den Rassismus manifestiert siehst.


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SnookerRI Offline

Soul-Societist


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01.07.2020 13:23
#86 RE: Der Rassist in uns Antworten

Zitat von Athon im Beitrag #82
Dann wäre also etwas, was sein kann, zur Gültigkeit vom Willen abhängig...?
Offensichtlich! Für dich ist es doch gültig und du willst es doch auch so sehen ... Also bitte... Nimm es doch so an.


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Athon Offline




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02.07.2020 08:16
#87 RE: Der Rassist in uns Antworten

@SnookerRI

Zitat von Snooker #86
Offensichtlich! Für dich ist es doch gültig und du willst es doch auch so sehen ... Also bitte... Nimm es doch so an.


Gibt es etwa nichts, dass man als zutreffend anerkennt, obwohl man es nicht will? Problematisch wird es erst, wenn etwas nicht anerkennt, weil man es nicht will. Oder darf...

Ich bezweifele ja nicht, dass Du Homosexuellen nicht abwertend oder ausgrenzend begegnest, Snooker. Dieser Respekt endet allerdings, wenn durch praktisches Ausleben ihrer Sexualität gegen biblische Vorgaben verstoßen wird. Insofern wird eine Stigmatisierung bereits in der Bibel manifestiert. Und weil Du ja nichts weiter tust, als "Gottes" Wort zu befolgen, weist Du auch jeglichen an Dich persönlich gerichteten Vorwurf der Stigmatisierung von Dir.

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Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.953

02.07.2020 08:23
#88 Der Rassist in uns Antworten

Ich würde zum Thema gerne auch mal außerbiblisch fortfahren. Das Thema 'Rassismus' ist in unserer gesellschaftlichen Praxis heute zu 99 % kein religiöses Problem! Ist ja gut, dass Snooker all unsere Aufmerksamkeit bindet, aber die Welt, die uns beschäftigt, ist etwas mehr als er.

Das Attribut 'rassistisch' ist ja schon eine Keule, mit der man Menschen und Meinungen anhaltend verdammt. Sollte man vorsichtig gebrauchen, meine ich. Der Begriff 'Diskriminierung' ist da oft nützlicher (siehe auch #59). Oder der Begriff 'Vorurteile'.

Mir fallen etliche Facetten ein, die wir alle im Kopf haben und zum Thema diskutiert werden können und sollten.
Ich will erstmal dies aufgreifen: Man sagt ja gerne, dass Schwarzafrikaner und Afro-Amerikaner musikalisch mehr als Weiße talentiert seien. Sie könnten besser singen im Schnitt, könnten besser tanzen, hätten 'Rhythmus im Blut' usf. Im Grunde ist das eine rassistische Charakterbeschreibung! Aber ist sie bösartig? Doch wohl eher im Gegenteil. Trotzdem ist sie möglicherweise falsch, ich weiß es nicht so genau.
Aber gegen die Weißen ist sie ja negativ konnotiert: Wir seien zu steif, unmusikalisch, lebensentfremdeter, unemotional usf. Würde aber solche Bemerkungen jemand von den Weißen als eine rassistische Abqualifizierung kränken? Wohl eher icht.

Es gibt Rassismus, der nicht negativ konnotiert werden muss!

Aber es gibt natürlich auch Rassimus, der negativ konnotiert ist und abgeschafft gehört!
Man sollte sich die Fälle genauer anschauen und nach einem ethischen Maßstab beurteilen, den man allerdings nicht einfach nur als 'Rassismus' über einen als 'Rassisten' Ausgemachten rädert! Ein bisschen Rücksicht und Vorsicht gehört zu der Bewältigung dieses Gesellschaftsproblems schon zu.
(Rücksicht und Vorsicht - und Selbstkritik - sollen das 'antirassistische' Engagement fördern - und gewiss nicht verwässern, relativieren oder gar zunichte machen!)

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Reklov Offline




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02.07.2020 13:02
#89 RE: Der Rassist in uns Antworten

Zitat
Ich bezweifele ja nicht, dass Du Homosexuellen nicht abwertend oder ausgrenzend begegnest, Snooker. Dieser Respekt endet allerdings, wenn durch praktisches Ausleben ihrer Sexualität gegen biblische Vorgaben verstoßen wird.

Athon,

... wenn sich Homosexuelle nur auf sich beschränken, sollte man sie nicht abwerten, denn das so gerne als "widernatürlich" Verurteilte kommt in der Natur nun mal vor. - Sobald aber das Verführen Jugendlicher mit ins Spiel kommt, hört jeder Spaß auf!

Gruß von Reklov

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.953

02.07.2020 14:12
#90  Der Rassist in uns Antworten

Zitat von Reklov
Sobald aber das Verführen Jugendlicher mit ins Spiel kommt, hört jeder Spaß auf!

Auf jeden Fall! Ist das aber ein bevorzugter Charakterausfall der Schwulen?

Eine Verständnisfrage: Meinst du mit 'Jugendlichen' die unter 16? Eine 'Verführung' von über 16-Jährigen - in einem üblichen Respektrahmen - würde ich nicht als moralisch verwerflich ansehen.

Zitat
... wenn sich Homosexuelle nur auf sich beschränken, sollte man sie nicht abwerten, denn das so gerne als "widernatürlich" Verurteilte kommt in der Natur nun mal vor.

Bisexualität such.

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SnookerRI Offline

Soul-Societist


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02.07.2020 16:31
#91 RE: Der Rassist in uns Antworten

Zitat von Athon im Beitrag #87
Gibt es etwa nichts, dass man als zutreffend anerkennt, obwohl man es nicht will?
Doch, doch. Das war allerdings gar nicht kein Gegenstand der Betrachtung.

Zitat von Athon im Beitrag #87
Problematisch wird es erst, wenn etwas nicht anerkennt, weil man es nicht will. Oder darf...
Ja, das Problem kennst du bestimmt aus eigener Erfahrung ganz gut...

Zitat von Athon im Beitrag #87
Ich bezweifele ja nicht, dass Du Homosexuellen nicht abwertend oder ausgrenzend begegnest, Snooker. Dieser Respekt endet allerdings, wenn durch praktisches Ausleben ihrer Sexualität gegen biblische Vorgaben verstoßen wird.
Nein Athon. Genau das Gegenteil ist der Fall. Dann beginnt der Respekt erst, oder wird gewissermaßen auf ein höheres Level berufen. Einen Menschen zu respektieren, mit dem man die gleichen Werte teilt, sollte gar keine Herausforderung sein, und kann deswegen auch kaum als Gradmesser für Respekt verwendet werden. Aber: Respektiert man auch Menschen, die völlig andere Werte vertreten? Da wird es dann spannend.


Zitat von Athon im Beitrag #87
Insofern wird eine Stigmatisierung bereits in der Bibel manifestiert. Und weil Du ja nichts weiter tust, als "Gottes" Wort zu befolgen, weist Du auch jeglichen an Dich persönlich gerichteten Vorwurf der Stigmatisierung von Dir.
Es ist deine Sache, die Bibel so zu interpretieren, dass aus dem Urteil über die Handlungsweise dem Menschen das Recht zufällt ebenfalls über die Menschen ein Urteil zu fällen. Ich sehe das anders und die Gründe dafür habe ich dir erklärt.


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Athon Offline




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02.07.2020 18:59
#92 RE: Der Rassist in uns Antworten

@Gysi

Zitat von Gysi #88
Ich würde zum Thema gerne auch mal außerbiblisch fortfahren. Das Thema 'Rassismus' ist in unserer gesellschaftlichen Praxis heute zu 99 % kein religiöses Problem!


Und auch kein angeborenes. Jede Form des Rassismus, der Diskreminierung o. ä. ist aus meiner Sicht anerzogen oder beruht auf Einflüssen anderer. Deshalb würde ich die Einführung eines Pflichtfaches "Ethik" bereits in den Grundschulen für notwendig ansehen, statt staatlicherseits über die Verrohung eines Teils unserer Gesellschaft zu jammern. "Wehret den Anfängen" war schon immer ein guter Ratgeber, meine ich.

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Athon Offline




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02.07.2020 19:03
#93 RE: Der Rassist in uns Antworten

@SnookerRI

Zitat von Snooker #91
Einen Menschen zu respektieren, mit dem man die gleichen Werte teilt, sollte gar keine Herausforderung sein, und kann deswegen auch kaum als Gradmesser für Respekt verwendet werden.


Was sind denn diese "Werte", Snooker? Ausschließlich der gemeinsame Glaube oder vielleicht auch Verhaltensweisen, die anders sind als die eigenen? Respektiert ein ZJ solche Werte wirklich...?

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SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 8.325

02.07.2020 21:53
#94 RE: Der Rassist in uns Antworten

Zitat von Gysi im Beitrag #88
Ich würde zum Thema gerne auch mal außerbiblisch fortfahren. Das Thema 'Rassismus' ist in unserer gesellschaftlichen Praxis heute zu 99 % kein religiöses Problem! Ist ja gut, dass Snooker all unsere Aufmerksamkeit bindet, aber die Welt, die uns beschäftigt, ist etwas mehr als er.
Hätte ich deinen Einstieg in #11 besser ignoriert? Es schien mir so, als wolltest du den "Tempelrandalierer" Jesus unbedingt in die Diskussion miteinfließen lassen.

Zitat von Gysi im Beitrag #88
Das Attribut 'rassistisch' ist ja schon eine Keule, mit der man Menschen und Meinungen anhaltend verdammt. Sollte man vorsichtig gebrauchen, meine ich. Der Begriff 'Diskriminierung' ist da oft nützlicher (siehe auch #59). Oder der Begriff 'Vorurteile'.
Der Begriff Diskriminierung wird zusehends ebenfalls als "Keule" verwendet, um bestimmte Ansichten und die Menschen dahinter zu verdammen.

Die Frage ist also: Was wird in der gesellschaftlichen Sprache aus den Begriffen wie "Rassismus" und "Diskriminierung" gemacht? Und wichtiger noch: Warum wird es so gemacht?

Zitat von Gysi im Beitrag #88
Mir fallen etliche Facetten ein, die wir alle im Kopf haben und zum Thema diskutiert werden können und sollten.
Ich will erstmal dies aufgreifen: Man sagt ja gerne, dass Schwarzafrikaner und Afro-Amerikaner musikalisch mehr als Weiße talentiert seien. Sie könnten besser singen im Schnitt, könnten besser tanzen, hätten 'Rhythmus im Blut' usf. Im Grunde ist das eine rassistische Charakterbeschreibung! Aber ist sie bösartig? Doch wohl eher im Gegenteil. Trotzdem ist sie möglicherweise falsch, ich weiß es nicht so genau.
Aber gegen die Weißen ist sie ja negativ konnotiert: Wir seien zu steif, unmusikalisch, lebensentfremdeter, unemotional usf. Würde aber solche Bemerkungen jemand von den Weißen als eine rassistische Abqualifizierung kränken? Wohl eher icht.
Das musikalische Talent einer Person hat wohl kaum etwas mit der Hautfarbe zu tun. Es ist eher eine Frage, ob und von wem das Talent bemerkt und entsprechend gefördert wird. Wieviele Talente bleiben unentdeckt, weil sie nicht die Möglichkeiten bekommen, ihre Fähigkeiten zu nutzen und zu entwickeln? Das betrifft ja nicht nur die Musik. Es wäre also interessant herauszufinden, warum "man gerne sagt", dass Schwarzafrikaner und Afro-Amerikaner musikalisch mehr als Weiße talentiert seien. Auf welcher grundsätzlichen Überlegung beruht diese Aussage? Jede Volksgruppe hat ihren eigenen Umgang mit Musik. Das spricht eher dafür, dass das Talent für Musik bei Menschen generell vorhanden ist, aber unterschiedlich ausgeprägt ist. Die Herkunft oder Hautfarbe spielt dabei keine Rolle.

Wann immer solche Aussagen verwendet werden, um ein bestimmtes Merkmal über ein anderes zu stellen, sind sie ohnehin unbrauchbar. Das führt Menschen nicht zueinander sondern trennt sie voneinander.
Zitat von Gysi im Beitrag #88
Es gibt Rassismus, der nicht negativ konnotiert werden muss!

Aber es gibt natürlich auch Rassimus, der negativ konnotiert ist und abgeschafft gehört!
Man sollte sich die Fälle genauer anschauen und nach einem ethischen Maßstab beurteilen, den man allerdings nicht einfach nur als 'Rassismus' über einen als 'Rassisten' Ausgemachten rädert! Ein bisschen Rücksicht und Vorsicht gehört zu der Bewältigung dieses Gesellschaftsproblems schon zu.
(Rücksicht und Vorsicht - und Selbstkritik - sollen das 'antirassistische' Engagement fördern - und gewiss nicht verwässern, relativieren oder gar zunichte machen!)

Ein genauer Blick auf die Fälle lohnt sich ganz sicher. Die Thematik muss auch in der Gesellschaft im Gespräch bleiben. Sie muss offen kommuniziert werden. Denn offensichtlich sind wir alle davon direkt betroffen.


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SnookerRI Offline

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02.07.2020 22:28
#95 RE: Der Rassist in uns Antworten

Zitat von Athon im Beitrag #93
Was sind denn diese "Werte", Snooker? Ausschließlich der gemeinsame Glaube oder vielleicht auch Verhaltensweisen, die anders sind als die eigenen? Respektiert ein ZJ solche Werte wirklich...?

Ich habe ganz allgemein von Werten gesprochen, Athon. Auch um damit Gysi´s Bitte aus #88 Rechnung zu tragen. Wenn also allgemein von Werten die Rede ist, sind offensichtlich auch solche miteinbezogen, die sich in "Verhaltensweisen, die anders sind als die eigenen", äußern.


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Gysi Offline

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03.07.2020 08:38
#96 Der Rassist in uns Antworten

Zitat von Athon
Deshalb würde ich die Einführung eines Pflichtfaches "Ethik" bereits in den Grundschulen für notwendig ansehen,

Unbedingt! Lernen und reden bringen einen nach vorn. Auch ethisch.

Zitat
Statt staatlicherseits über die Verrohung eines Teils unserer Gesellschaft zu jammern. "Wehret den Anfängen" war schon immer ein guter Ratgeber, meine ich.

Verroht war unsere Gesellschaft auch in den 30ern, was den Rassismus angeht... Und auch schon vorher, was die sexuelle Diskriminierung von Schwulen und Lesben angeht! Am Anfang des 20. Jahrhunderts (und bestimmt nicht erst da!) hatte es etliche Selbstmorde von Schwulen gegeben, die ihre soziale Ächtung nicht aushalten konnten - und oft auch selber dran glaubten, krank und 'nicht richtig' zu sein. Sie gaben für ihre Stigmatisierung, die sie zu erleiden hatten, sich auch noch selber die Schuld!

Wir haben - wie ich schon sagte - enorm hinzugewonnen, und das in der kurzen Zeit! Da kann man nicht erwarten, dass Rassismus und sexuelle Diskriminierungen schon jetzt bis in die Ppren aus den Bürgern herausgewaschen ist! Wir haben da noch was zu tun. Aber wie sagte Mutti? => "Wir schaffen das!" Die Generationen, die nach uns kommen, haben da den Vorteil einer besseren antirassistischen Erziehung, die sie unbefangener gegenüber Schwarzen, Schwulen und anderen Minderheiten macht.

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Gysi Offline

Atheist


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03.07.2020 08:54
#97  Der Rassist in uns Antworten

Zitat von Snooker
Hätte ich deinen Einstieg in #11 besser ignoriert? Es schien mir so, als wolltest du den "Tempelrandalierer" Jesus unbedingt in die Diskussion miteinfließen lassen.

Ich will den Dialog-Forenrandalierer aus dem Fokus dieses Threads entfernt sehen! Sein Thema ist: Der Rassist in uns.

Zitat
Ein genauer Blick auf die Fälle lohnt sich ganz sicher. Die Thematik muss auch in der Gesellschaft im Gespräch bleiben. Sie muss offen kommuniziert werden. Denn offensichtlich sind wir alle davon direkt betroffen

Hoffen wir, dass die 'Kommunikation' zu diesem - eher nichtreligiösen Thema - mit dir auch klappt...

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SnookerRI Offline

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03.07.2020 09:22
#98 RE: Der Rassist in uns Antworten

Zitat von Gysi im Beitrag #97
Ich will den Dialog-Forenrandalierer aus dem Fokus dieses Threads sehen! Sein Thema ist: Der Rassist in uns.
Gut so! Und doch war deine Geschichte am Anfang ein ganz brauchbarer Einstieg in die Thematik. Zudem ist es quasi (du hast den Thread erstellt) "dein" Thread, weswegen ein gewisser Fokus auf dich selbst kein Problem darstellen sollte.


Zitat von Gysi im Beitrag #97
Hoffen wir, dass die 'Kommunikation' zu diesem - eher nichtreligiösen Thema - mit dir auch klappt...
An mir soll´s nicht scheitern...


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Gysi Offline

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03.07.2020 09:27
#99 Der Rassist in uns Antworten

Mir fallen etliche Facetten ein, die wir alle im Kopf haben und zum Thema diskutiert werden können und sollten.

Nehmen wir mal die nächste: Seit Darwin wissen wir ja (oder wir sollten es wissen...), dass 'der Mensch vom Affen abstammt', wie der Volksmund lapidar sagt. So werden gerne physiognomische Vergleiche angestellt zwischen dem Menschen und seinen anderen Primaten. Was entdecken wir an Gleichheiten zwischen unseren Körpern und Gesichtern usf. Können wir den Vergleich zwischen Gorillas und Weißen, Chinesen, Indern usw. anstellen? Ohne Probleme! Aber zwischen Schwarzafrikanern, Afro-Amerikanern und den (anderen) Primaten stellen wir uns deutlich verklemmt an! Und es scheint mir auch so, dass ein solcher Vergleich den Schwarzen wirklich kränken würde! Er fühlt sich mehr den Affen näher mit seiner negriden Gesichtsform und der dunklen Haut. Wir wissen ja eh, dass da irgendetwas schief gelaufen ist im Verhältnis zwischen uns. Haben die weißen Kolonialisten das Selbstbewusstsein der Schwarzen zerstört? Wahrscheinlich. Wird das durch durch die political correctness diktierten Diskussionsverbote wieder aufgebaut? Wohl nicht.

Unsere zwischenmenschlichen Beziehungen leben nicht von sterilen Höflichkeiten sondern von authentischen Gefühlen! Und diesen Authentizismus verbieten wir uns! Und das ist für eine Verflechtung, eine Assimilisierung, unserer Ethnien nicht gut! Bewusst Argumente zu verstecken, weil sie beleidigen könnten, ist schon eine Beleidigung! Und falsche Überempfindlichkeiten verhindern freundschaftliche Nähe!

Hier ist wirklich irgendetwas schief gelaufen zwischen uns! Und es ist nicht die gefühlssterilisierende political correctness, die uns dabei hilft, dieses Schiefgelaufene wieder gradezubiegen. Jedenfalls nicht in der Wucht und erstickenden Dichte, wie sie heute auf uns lastet!

Was ist nur falsch daran, den Affen evolutionär so nahe zu sein? Seit wir von der Nähe wissen, haben wir die Primaten zu respektieren und zu lieben gelernt! Wir haben daraus nicht die Konsequenz gezogen, uns zu hassen... Früher hatten wir die Primaten bedenkenlos abgeknallt, heute lassen wir sie in Ruhe leben. (Bis auf die schrecklichen Tierversuche - anderes Thema!) Wir Weißen haben zwischen den Affen und uns ein positiveres Verhältnis hergestellt. Aber Rassisten (wirkliche Rassisten) haben die schwarzen Eingeborenen und Sklaven mit 'Nigger' und 'Affe' beleidigt! Und in dem Bezug das Verhältnis Affe - Mensch negativ konnotiert! Müssen wir diese negative Konnotation dummer Rassisten weiter würdigen? Der Affe ist evolutionär unser nächster Verwandter! Das gilt für die Weißen, die Gelben, Roten und Schwarzen gleich!

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Reklov Offline




Beiträge: 5.814

03.07.2020 11:33
#100 RE: Der Rassist in uns Antworten

Zitat
Nehmen wir mal die nächste: Seit Darwin wissen wir ja (oder wir sollten es wissen...), dass 'der Mensch vom Affen abstammt', wie der Volksmund lapidar sagt.

Gysi,

... wie ein Wissenschaftler in einem essay anmerkte, sei dies keine zwingende Tatsache, denn es könnte genauso richtig sein, dass der Affe vom Menschen abstamme, es jedoch vorzog, auf "seiner Baum-Heimat" sitzen zu bleiben, während wir unseren Fort-Schritt auf ungewissem Savannenboden gewagt, gesucht und gefunden hätten. Entweder notgedrungen oder aus Neugier.
Jedenfalls wurden wir am schutzlosen Boden mit Situationen und Gefahren konfrontiert, die uns zwangen, in vielerlei Hinsicht "erfinderisch" zu werden.
Die auf den Bäumen gebliebenen Affen mussten dies nicht. Für ihr Überleben genügte/genügt das schnelle Turnen von Ast zu Ast und Nahrung (Blätter und Früchte) gab/gibt es in den Urwäldern reichlich.

Dabei müssen sie ihre Strategie an ihren jeweiligen Lebensraum anpassen. Christophe Boesch und seien Kollegen haben beobachtet, dass sich das Jagdverhalten von Wald- und Savannen-Schimpansen unterscheidet. Waldschimpansen sind die Spezialisten unter den Jägern: Jedes Tier übernimmt eigene Aufgaben bei der Jagd. Sie jagen in größeren Gruppen und suchen sich gezielt erwachsene Beutetiere aus. Außerdem teilen sie häufiger die Beute als ihre Artgenossen in der Savanne.

Affen essen aber auch Fleisch:

>> Schimpansen ernähren sich zum überwiegenden Teil vegetarisch: Früchte und Blätter stehen ganz oben auf ihrer Speisekarte, aber auch Blüten, Samen, Nüsse und Honig. Hin und wieder essen Schimpansen jedoch auch Fleisch. In Gruppen gehen sie auf die Jagd nach Buschschweinen, Buschböcken und Blauduckern, einer kleinen Waldantilopen-Art. Im Taï-Nationalpark sind jedoch Colobus-Stummelaffen ihre Lieblingsbeute: 95 Prozent der Jagdzüge gelten diesen meist auf Bäumen lebenden Affen.

Schimpansen teilen ihre Jagdbeute in der Regel nur mit Verwandten. Manchmal geben Männchen aber auch nicht verwandten Weibchen Fleisch ab. Ihre Großzügigkeit ist aber offenbar nicht ganz selbstlos: Denn die jagenden Männchen bekommen nämlich Sex gegen Fleisch, wie Cristina Gomes, vom Leipziger Max-Planck-Institut, herausfand. So können Männchen ihre Aussichten auf Nachkommen erhöhen. Die beschenkten Weibchen wiederum bekommen mehr zu essen ohne Energie in die Jagd zu stecken oder Jagdrisiken einzugehen. <<
(Quelle: Internet)

Gruß von Reklov

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