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Dieses Thema hat 272 Antworten
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 Weltliche Ideologien + Politik
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Gysi Online

Atheist


Beiträge: 18.886

03.07.2020 14:04
#101 Der Rassist in uns Antworten

Zitat von Reklov
... wie ein Wissenschaftler in einem essay anmerkte, (...) Die beschenkten Weibchen wiederum bekommen mehr zu essen ohne Energie in die Jagd zu stecken oder Jagdrisiken einzugehen. <<(Quelle: Internet)

Schön. Und was hat das alles mit meinem Vergleich Mensch - Affe (resp. Weißer - Affe; Schwarzer - Affe) zu tun, den etliche Leute einerseits wissenschaftlich korrekt, aber andrerseits rassistisch nennen?

Es geht hier doch um das Thema Der Rassist in uns.

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Reklov Offline




Beiträge: 5.756

03.07.2020 16:58
#102 RE: Der Rassist in uns Antworten

Zitat
Und was hat das alles mit meinem Vergleich Mensch - Affe (resp. Weißer - Affe; Schwarzer - Affe) zu tun, den etliche Leute einerseits wissenschaftlich korrekt, aber andrerseits rassistisch nennen?
Es geht hier doch um das Thema Der Rassist in uns.

Gysi,

... meine Zeilen haben sehr viel mit dem Thema zu tun, denn der Streit zwischen Menschen versch. Rassen od. die Jagd von Affen auf andere Artgenossen, ist das "alte biologische Erbe, welches beide Arten in ihren Zellen mit sich tragen.

Ob solche gespeicherten "evolutionären Informationen" durch Erziehung allein wegzuwischen sind, bleibt als Frage offen, denn darüber wissen wir nichts.

Ähnlich ist es ja z.B. auch bei "schönen" und "häßlichen" Menschen. Zumindest beim ersten Anblick schwärmen alle Männer um die "schöne" Frau - die "häßliche" wird weniger beachtet, im härtesten Fall sogar verhöhnt.
Auch Frauen schauen nicht auf einen häßlichen Dicken, der auch noch schielt, mag er auch sonst viele Vorteile in sich tragen, mit dem er den "schönen" Rivalen übertrumpft.

Schwarze Haut wirkt zunächst mal ungewohnt und befremdlich auf uns. Erst ein besseres Kennenlernen vermag diese optische Barrikade zu überwinden.

In den USA, aber auch in anderen Ländern, findet man leider noch reichliche Voruteile gegenüber Dunkelhäutigen, was natürlich mit der Historie von Amerika zusammenhängt.

Genau wie bei uns nicht wenige Einwanderer in Polizei-Fälle verwickelt sind, haben die Afroamerikaner in den Staaten eine stolze Bilanz von Gesetzesbrüchen vorzuweisen. Wen es interessiert, der kann ja entsprechende Statistiken/Berichte lesen. Auch solche Tatsachen sind bestes Futter für Rassisten.

Gruß von Reklov

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 8.255

03.07.2020 17:05
#103 RE: Der Rassist in uns Antworten

Zitat von Gysi im Beitrag #99
Können wir den Vergleich zwischen Gorillas und Weißen, Chinesen, Indern usw. anstellen? Ohne Probleme! Aber zwischen Schwarzafrikanern, Afro-Amerikanern und den (anderen) Primaten stellen wir uns deutlich verklemmt an! Und es scheint mir auch so, dass ein solcher Vergleich den Schwarzen wirklich kränken würde! Er fühlt sich mehr den Affen näher mit seiner negriden Gesichtsform und der dunklen Haut.
Ist das wirklich so, oder ist das vielleicht nur eine Wahrnehmung von "Weißen"? So ein Vergleich an sich dürfte unter Evolutionisten ja normalerweise keinerlei Empfindungen auslösen, die als Diskriminierung wahrgenommen werden. Es erscheint mir auch so, dass die mit diesem Vergleich verbundene Abwertung für die Kränkung sorgt... Das kann man u.A. beobachten, wenn man im Fußballstadion Zeuge von "weißem Affengebrüll" wird, sobald ein "Schwarzer" im Ballbesitz ist. Ob die "weißen Brüllaffen" sich einfach nur mit dem gemeinsamen Vorfahren solidarisieren wollen...? Wohl eher nicht!

Die Frage ist also: Warum kann ein solcher Vergleich überhaupt dafür verwendet werden, "Personen der Farbe" (PoC) zu diskriminieren?

Können sich auch Affen diskriminiert fühlen? Berechtigt wäre es, wenn man sieht, was manche Stellvertreter des sog. homo sapiens aus einem Vergleich zwischen Menschen und Affen zu schlussfolgern imstande sind.

Zitat von Gysi im Beitrag #99
Wir wissen ja eh, dass da irgendetwas schief gelaufen ist im Verhältnis zwischen uns. Haben die weißen Kolonialisten das Selbstbewusstsein der Schwarzen zerstört? Wahrscheinlich. Wird das durch durch die political correctness diktierten Diskussionsverbote wieder aufgebaut? Wohl nicht.
Mit Sicherheit nicht. Die pc soll ja vom eigentlichen Problem ablenken. Es soll eine Fassade aufgebaut werden, die zwar von außen durch Parolen wie #BLM und ähnliches schön angepinselt ist.... Dahinter gehen aber Unterdrückung und moderner Kolonialismus genau so weiter, wie bisher auch.


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Reklov Offline




Beiträge: 5.756

03.07.2020 17:14
#104 RE: Der Rassist in uns Antworten

Zitat
Eine Verständnisfrage: Meinst du mit 'Jugendlichen' die unter 16? Eine 'Verführung' von über 16-Jährigen - in einem üblichen Respektrahmen - würde ich nicht als moralisch verwerflich ansehen.

Gysi,

... eine "lebensfremde Frage", welche Du hierzu stellst, sollte doch auch Dir bekannt sein, dass mancher 16-Jährige noch die Psyche eines 13-Jährigen hat - mancher 13-Jährige einen älteren Jungen jedoch leicht übertreffen kann, was die innere Entwicklung angeht.

Weder Homo- noch Bisexualität waren meine Themen, denn ich fahre (schon seit jeher) nun mal voll auf Frauen ab. Allerdings, das sage ich offen, sollten sie nicht "verbaut" sein, sonst fallen sie durch mein optisches Raster.
Man kann zwar auch mit weniger attraktiven Damen ein interessantes und förderliches Gespräch führen, aber dabei fehlt dann auch jegliches "Knistern". - Schätze, dies wird wohl nicht nur mir so gehen.

Gruß von Reklov

Gysi Online

Atheist


Beiträge: 18.886

03.07.2020 17:31
#105  Der Rassist in uns Antworten

Zitat von Reklov
Weder Homo- noch Bisexualität waren meine Themen, denn ich fahre (schon seit jeher) nun mal voll auf Frauen ab.

Das Thema ist in diesem Faden doch nicht die Hetero-, sondern die Homosexualität und ihre Diskriminierung!

Und wenn du die 'Verführung' von 'Jugendlichen' durch Schwule stigmatisierst, ist das schon schräg. Kommt doch drauf an, wie alt der 'Verführer' selber ist. Und wie alt der 'Jugendliche'.

Und deine Order, die Schwulen mögen bitteschon 'unter sich' bleiben, ist auch wundersam. Warum soll ein Schwuler nicht mit einem Jungen anbändeln zu versuchen, von dem er noch gar nicht weiß, wie seine sexuelle Präferenz ist? Was heißt zudem, 'unter sich bleiben'? Sollen sie in einem separierten Stadtteil wohnen? Dürfen sie kene Heten mehr ansprechen? Woher weiß denn der Schwule, wer Hete ist und wer nicht? Und ein Heterosexueller kann doch immer noch sagen: Vielen Dank für deine Bemühungen, aber ich bin nix für dich!

Zitat
Man kann zwar auch mit weniger attraktiven Damen ein interessantes und förderliches Gespräch führen, aber dabei fehlt dann auch jegliches "Knistern". - Schätze, dies wird wohl nicht nur mir so gehen.

Ganz schön sexistisch, dieser Satz. Hättest du eigentlich sparen können... Ist doch völlig fadenfremd, der Satz. Themenfremdheit zeichet deine Beiträge in letzter Zeit noch intensiver aus als sonst... Obwohl... Sexismus gehört zu dem Themengebiet 'Rassismus' ja auch. Sexuelle Diskriminierung, ethnische Diskriminierung, biologische. Religiöse. Das Feld ist weit. Aber wir sollten uns nicht in Beliebigkeit verlieren und bei dem jeweiligen Faden bleiben.

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Gysi Online

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Beiträge: 18.886

03.07.2020 17:53
#106 Der Rassist in uns Antworten

Zitat von Snooker
Die Frage ist also: Warum kann ein solcher Vergleich überhaupt dafür verwendet werden, "Personen der Farbe" (PoC) zu diskriminieren?

Weil er funktioniert ! Kennst du Dave Davis, den deutschen und schwarzen Komiker? Der begrüßte sein Publikum immer mit dem Satz: "Ja, was für niedliche Albino-Äffchen sehe ich denn da?" Und alles lachte, klar. Ich auch. Umgekehrt ginge das nicht. Ein weißer Komiker könnte sein Publikum in Kinshasa nicht mit: 'Oh, was für niedliche Bonobos' begrüßen.

Warum geht das eine, das andere nicht? Weil durch die Kolonialisationsgeschichte der Vergleich Mensch - Affe für Schwarze negativ konnotiert wurde - und für Weiße nicht! Da würde ich mir von dem Schwarzen mehr Selbstbewusstsein wünschen und diese Negativkonnotation nicht übernehmen!

Als Frank Elstner noch 'Wetten dass...? machte, hatte er mal Roberto Blanco zu Gast. Und der plapperte und plapperte und fuhr dem Moderator immer wieder in die Parade hinein. Dann sagte er zu Roberto: "Roberto, halte endlich den Mund, sonst musst du zurück in den Busch!" Roberto lachte herzhaft auf! So ein unverkrampftes Verhältnis zwischen Weißen und Schwarzen würde ich mir mehr wünschen!

Zitat
die zwar von außen durch Parolen wie #BLM und ähnliches schön angepinselt ist.... Dahinter gehen aber Unterdrückung und moderner Kolonialismus genau so weiter, wie bisher auch.

Findest du die weltweite Kampange 'Black lives matter' nicht gut? Sie wird von Schwarzen - also direkt Betroffenen - getragen!

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SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 8.255

03.07.2020 19:06
#107 RE: Der Rassist in uns Antworten

Zitat von Gysi im Beitrag #106
Weil er funktioniert ! Kennst du Dave Davis, den deutschen und schwarzen Komiker? Der begrüßte sein Publikum immer mit dem Satz: "Ja, was für niedliche Albino-Äffchen sehe ich denn da?" Und alles lachte, klar. Ich auch. Umgekehrt ginge das nicht. Ein weißer Komiker könnte sein Publikum in Kinshasa nicht mit: 'Oh, was für niedliche Bonobos' begrüßen.
Schon bezeichnend, wenn der Gedanke an rassistischer Diskriminierung sogar schon in der Comedy greift. Aber warum funktioniert das so? Warum kann ein weißer Komiker sich nicht so einleiten, wie Dave Davis das kann? Das bringt mich zum nächsten Punkt:

Zitat von Gysi im Beitrag #106
Warum geht das eine, das andere nicht? Weil durch die Kolonialisationsgeschichte der Vergleich Mensch - Affe für Schwarze negativ konnotiert wurde - und für Weiße nicht! Da würde ich mir von dem Schwarzen mehr Selbstbewusstsein wünschen und diese Negativkonnotation nicht übernehmen!

Es scheint mir so, als sei für die Schwarzen nicht der Vergleich an sich negativ konnotiert, sondern das, was die manche Weiße aus diesem Vergleich ableiten, nämlich eine Wertminderung der Schwarzen - Ein Überlegenheitsgefühl, unabhängig von der Kolonialisationsgeschichte.


Zitat von Gysi im Beitrag #106
Findest du die weltweite Kampange 'Black lives matter' nicht gut? Sie wird von Schwarzen - also direkt Betroffenen - getragen!
#Black Lives matter gibt es jetzt seit ca. 7 Jahren. Und selbst Obama - erst von der Idee begeistert, kam nicht um scharfe Kritik herum. Was hat sich in unserer vernetzten Welt bisher getan? Und BLM ist bei weitem nicht die einzige Kampagne gegen Rassismus und Polizeigewalt. Eine Kampagne ist erst dann gut, wenn sie wirklich imstande ist, was zu verändern. Und da liegt das Problem, das auch Obama ansprach: Bei Protesten lauthals zu schreien, erregt Aufmerksamkeit... Aber was wird sich dadurch verändern? Die reine Umbesetzung von Personen in ihren Ämtern ändert an der Einstellung der Menschen nichts. Ebenso wenig die "politisch korrekte" Änderung von traditionellen Straßennamen und öffentlichen Plätzen oder Gebäuden.

Gerade das wird uns aber als Mobilisierung gegen den Rassismus verkauft. Mir scheint es da plausibel, dass es genug Leute gibt, die von der momentan geschwungenen Rassismuskeule und der Diskussion um die pc ganz ordentlich profitieren. Und das sind nicht die Opfer von Rassismus, sondern eher diejenigen, die sich jetzt in den Medien als "Vorreiter gegen den Rassismus" etablieren wollen.


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Athon Offline




Beiträge: 3.467

03.07.2020 19:53
#108 RE: Der Rassist in uns Antworten

@SnookerRI

Zitat von Snooker #107
Gerade das wird uns aber als Mobilisierung gegen den Rassismus verkauft. Mir scheint es da plausibel, dass es genug Leute gibt, die von der momentan geschwungenen Rassismuskeule und der Diskussion um die pc ganz ordentlich profitieren. Und das sind nicht die Opfer von Rassismus, sondern eher diejenigen, die sich jetzt in den Medien als "Vorreiter gegen den Rassismus" etablieren wollen.


Warum verallgemeinerst Du, Snooker? Kannst Du Dir nicht vorstellen, dass auch außerhalb biblischer Gefolgschaft Menschen agieren können, deren Willen es ist, Änderungen am Bestehenden zu erwirken? Ist doch wohl auch eine Form der Diskreminierung, oder? Deine hier ständig propagierte Heiligsprechung der ZJ geht mir jedenfalls langsam mächtig auf den Keks...

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NUR DER ZWEIFEL LÄSST UNS DENKEN

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 8.255

03.07.2020 20:25
#109 RE: Der Rassist in uns Antworten

Zitat von Athon im Beitrag #108
Warum verallgemeinerst Du, Snooker? Kannst Du Dir nicht vorstellen, dass auch außerhalb biblischer Gefolgschaft Menschen agieren können, deren Willen es ist, Änderungen am Bestehenden zu erwirken? Ist doch wohl auch eine Form der Diskreminierung, oder? Deine hier ständig propagierte Heiligsprechung der ZJ geht mir jedenfalls langsam mächtig auf den Keks...


Es geht hier weder ums Verallgemeinern, eine biblische Gefolgschaft, noch um eine - in welcher Weise auch immer - wahrgenommene "ständig propagierte Heiligsprechung der ZJ". Geh dir damit also lieber selber auf den Keks.

In Gemahnung an Gysi´s Worte aus #88 soll das Religiöse - vor allem das biblische - aus diesem Thema rausgehalten werden. Das gilt dann wohl auch für dich, Athon


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Gysi Online

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04.07.2020 08:47
#110 Der Rassist in uns Antworten

Zitat von Snooker
Es scheint mir so, als sei für die Schwarzen nicht der Vergleich an sich negativ konnotiert, sondern das, was die manche Weiße aus diesem Vergleich ableiten, nämlich eine Wertminderung der Schwarzen - Ein Überlegenheitsgefühl,

Die Wertminderung der Schwarzen war den Kolonialisten mit der Macht ihrer Gewehre gegeben! Dann trafen sie unzivilisierte Wilde an, aus ihrer Perspektive. Sprache, Soziologie und Religion der schwarzen Stämme waren denen unverständlich und 'wild'. Keine Klamottern an, nur Lendenschurz und blanke Brüste - na, hör mal!

Zitat
Gerade das wird uns aber als Mobilisierung gegen den Rassismus verkauft. Mir scheint es da plausibel, dass es genug Leute gibt, die von der momentan geschwungenen Rassismuskeule und der Diskussion um die pc ganz ordentlich profitieren. Und das sind nicht die Opfer von Rassismus, sondern eher diejenigen, die sich jetzt in den Medien als "Vorreiter gegen den Rassismus" etablieren wollen.

Dass Gutmenschen durch die Unterstützung dieser Kampagne ihre Eitelkeit putzen können, wäre als ihr einziges Ergebnis zu wenig, klar. Aber diese Kampagne ist nicht falsch! Denn sie fördert das Bewusstsein von dem Rassenproblem und die Solidarität für die um Emanzipation kämpfenden Benachteiligten!

Was meinst du denn, was sich jetzt bessern kann? Und sollte. Was meinst du, was wir Weiße im ruhigeren Europa (in Bezug auf die Schwarzendiskriminierung) tun können?

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Gysi Online

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04.07.2020 09:20
#111 Der Rassist in uns Antworten

Zitat von Snooker
In Gemahnung an Gysi´s Worte aus #88 soll das Religiöse - vor allem das biblische - aus diesem Thema rausgehalten werden. Das gilt dann wohl auch für dich, Athon

Du hast nicht von den ZJs geredet, sondern allgemeiner, das hat Athon wohl missverstanden.

Aber ich habe keinem verboten, hier nicht auf religiöse Schnittmengen zurückzugreifen! Ich habe lediglich gesagt, dass das Thema 'Rassismus' wohl nur wenig was mit Religion zu tun hat! Ich will mir einfach nicht auch diesen Thread durch die leidige Auseinandersetzung mit dir über die Zeugen Jehovas zerreißen lassen!

Wir haben wirklich auch andere Themen und Probleme! Aber zum Thema 'Religiöse Diskriminierung' kommen wir bestimmt noch! Doch erstmal bitteschön was anderes... Ist doch angenehm zu erfahren, dass ein Diskussionsstrang hier im RF vielleicht einigermaßen funktionieren kann und nicht in eine Snooker-Zeugen-Jehovas-Show entgleist... Die offenbar nicht nur ich so langsam nicht mehr akzeptieren kann.

Du machst derzeit den Snooker und nicht den Zeugen Jehovas - das klappt doch, scheint mir.

Wir können auch gerne einen Thread 'Religiöse Diskriminierung unter bes. Berücksichtigung der Diskriminierung der Jeugen Jehovas' aufmachen.

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SnookerRI Offline

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04.07.2020 09:27
#112 RE: Der Rassist in uns Antworten

Zitat von Gysi im Beitrag #110
Die Wertminderung der Schwarzen war den Kolonialisten mit der Macht ihrer Gewehre gegeben!
Und heute? Was gibt den Kolonialisten heute die Macht, eine Wertminderung der Afikaner zu pflegen? Ist es nicht die fortlaufende politische Einmischung in deren Angelegenheiten und nicht zuletzt auch die Macht des Finanzkapitals - u.A. der Zwang, die Märkte für den europäischen Handel (zu pro-europäischen Konditionen) zu öffnen? So wird die Abhängigkeit der Afrikaner aufrechterhalten. Und wer abhängig ist, wird auch weiterhin von denen, denen er in seiner Abhängigkeit ausgeliefert ist, als minderwertig wahrgenommen.

Und da diejenigen, die diese Abhängigkeit auf politischer und wirtschaftlicher Ebene pflegen, von den jeweiligen Volkskörpern mehrheitlich in die Parlamente gewählt worden sind, mag der Eindruck entstehen, dass die Europäer diese koloniale Wertminderung der Afrikaner unterstützen. Dann brauch man sich auch nicht zu wundern, dass Kampagnen wie BLM - so gut die vorgeschalteten Motive auch sein mögen - keine Kraft zur Veränderung in der Gesellschaft behalten, sondern nur das lautstarke Protestieren, welches dann zu hektisch-aktionistischen Handlungen, wie den erwähnten Umbenennungen führt, die völlig am eigentlichen Problem vorbeirauschen und letztlich nur zu einer Verstärkung der Polarisierung führen.


Zitat von Gysi im Beitrag #110
Denn sie fördert das Bewusstsein von dem Rassenproblem und die Solidarität für die um Emanzipation kämpfenden Benachteiligten!
Dass die Kampagne ideologisch falsch sei, hat auch niemand behauptet. Falsch ist vielmehr, dass es überhaupt einer solchen Kampagne bedarf, um Menschen bewusst zu machen, dass sie ein Rassenproblem in der Gesellschaft haben.

Zitat von Gysi im Beitrag #110
Was meinst du denn, was sich jetzt bessern kann? Und sollte. Was meinst du, was wir Weiße im ruhigeren Europa (in Bezug auf die Schwarzendiskriminierung) tun können?
Jeder Einzelne muss sich Gedanken darüber machen, warum es überhaupt zu einer Überbewertung einer bestimmten Gruppe (ungeachtet welcher Merkmale) von Menschen über eine oder mehrere andere Gruppen kommen kann. Liegt es in der evolutionistischen Denkweise begründet - dem Überleben des am besten Angepassten - , dass man sich selbst als derjenige wahrnehmen muss, der besser angepasst ist, als andere, um sein Überleben zu sichern?


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SnookerRI Offline

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04.07.2020 09:51
#113 RE: Der Rassist in uns Antworten

Zitat von Gysi im Beitrag #111
Du hast nicht von den ZJs geredet, sondern allgemeiner, das hat Athon wohl missverstanden.
Mal sehen, was er selbst dazu sagt...

Zitat von Gysi im Beitrag #111
Aber ich habe keinem verboten, hier nicht auf religiöse Schnittmengen zurückzugreifen! Ich habe lediglich gesagt, dass das Thema 'Rassismus' wohl nur wenig was mit Religion zu tun hat! Ich will mir einfach nicht auch diesen Thread durch die leidige Auseinandersetzung mit dir über die Zeugen Jehovas zerreißen lassen!
Ganz genau! Leider gibt es hier sehr viele Threads, in denen genau das passiert ist. PQV hatte seinerzeit ebenfalls das Problem, in dieser Hinsicht sachlich zu bleiben und das Thread-Thema im Fokus zu behalten. Leider - so scheint es - macht es Athon ihm jetzt gleich. Wieviele Threads sind deswegen schon versandet, oder eben zu einer Abwertungs-Show gegenüber Snooker und den Zeugen Jehovas verkommen....

Zitat von Gysi im Beitrag #111
Wir haben wirklich auch andere Themen und Probleme! Aber zum Thema 'Religiöse Diskriminierung' kommen wir bestimmt noch! Doch erstmal bitteschön was anderes... Ist doch angenehm zu erfahren, dass ein Diskussionsstrang hier im RF vielleicht einigermaßen funktionieren kann und nicht in eine Snooker-Zeugen-Jehovas-Show entgleist... Die offenbar nicht nur ich so langsam nicht mehr akzeptieren kann.
Ich habe PQV für dieses ständige Abgleiten in so vielen Threads in seine - "Scheiß auf alle Zeugen Jehovas und ganz besonders Snooker"-Ideologie stets kritisiert. Ebenso werde ich Athon kritisieren, wenn er jetzt tatsächlich auf den gleichen Zug aufspringen will.

Ihr habt hier mittlerweile genug Threads, in denen ihr euch über euer Bild von Zeugen Jehovas auskotzen könnt. Eigentlich sollte ein einziger Thread dafür genügen. Dann könnte in den anderen Threads die Sachlichkeit hinsichtlich der Thematik, die im Thread besprochen werden soll,auch eher beibehalten werden.

Zitat von Gysi im Beitrag #111
Du machst derzeit den Snooker und nicht den Zeugen Jehovas - das klappt doch, scheint mir.

Das sehe ich etwas anders. Wir unterhalten uns hier nicht anhand verschiedener "Persönlichkeiten", (d.h. "Snooker", "Zeuge Jehovas", "Gysi", "Athon", Atheist", "Reklov", "Ur-Grund-Gläubiger" etc) sondern anhand unserer Ansichten, die wir als "Gysi", "Athon", "Reklov", und "Snooker" vertreten. In diesem Sinne gehört der Atheismus zu euch wie meine oder Reklovs religiöse Überzeugung zu uns gehören.

Zitat von Gysi im Beitrag #111
Wir können auch gerne einen Thread 'Religiöse Diskriminierung unter bes. Berücksichtigung der Diskriminierung der Jeugen Jehovas' aufmachen.
Gerne, wenn dieses Thema dem Interesse der Foren-User entspricht...


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Gysi Online

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04.07.2020 09:56
#114  Der Rassist in uns Antworten

Zitat von Snooker
Und heute? Was gibt den Kolonialisten heute die Macht, eine Wertminderung der Afikaner zu pflegen? Ist es nicht die fortlaufende politische Einmischung in deren Angelegenheiten und nicht zuletzt auch die Macht des Finanzkapitals - u.A. der Zwang, die Märkte für den europäischen Handel (zu pro-europäischen Konditionen) zu öffnen? So wird die Abhängigkeit der Afrikaner aufrechterhalten. Und wer abhängig ist, wird auch weiterhin von denen, denen er in seiner Abhängigkeit ausgeliefert ist, als minderwertig wahrgenommen.

Du schmeißt da was zusammen in einen Topf, was nicht zusammengehört: Den Kapitalismus und den Rassismus! Der Kapitalismus existiert auch ohne Rassismus und der Rassismus ohne Kapitalismus! Nicht im Kongo werden die Schwarzen umgenietet, es war sein Heimatland USA, in dem George Floyd von einem Cop ohne Not erwürgt worden ist! In dem Martin Luther King erschossen wurde.

Dass hier in Europa rechtsradikale, gewaltbereite und gewalttätige Gruppen aus dem Boden schießen, hat auch wenig mit Kapitalismus zu tun - und ganz gewiss nicht mit seiner allgemein hier herrschenden Variante der Sozialen Marktwirtschaft... - sondern eben was mit RASSISMUS! Und der hat andere Ursachen als den Kapitalismus! Ich kenne die These, dass der Kapitalismus alles zu verantworten hat, aber erstens haben wir keinen 'reinen' Kapitalismus und zweitens ist mir eine rein ökonomische Schuldzuweisung für alles zu vulgär-ökonomisch und entschieden zu eindimensional!

Zitat
Liegt es in der evolutionistischen Denkweise begründet - dem Überleben des am besten Angepassten - , dass man sich selbst als derjenige wahrnehmen muss, der besser angepasst ist, als andere, um sein Überleben zu sichern?

Das wäre Vulgär-Darwinismus! In der Natur ist eine Solidarität unter den einzelnen Tier-Spezies auch angelegt!

Um uns Deutsche zu entnazifizieren, haben wir in den letzten Jahrzehnten intensive Geschichtsaufarbeitung betrieben, und ich finde, die haben wir gut gemacht! Und diese Geschichtsaufarbeitung müssen wir (besonders die US-Amerikaner!) ebenfalls zum Thema Kolonialismus vorantreiben, um zu ähnlich guten Ergebnissen zu gelangen!

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04.07.2020 10:34
#115 RE: Der Rassist in uns Antworten

Zitat von Gysi im Beitrag #114
Du schmeißt da was zusammen in einen Topf, was nicht zusammengehört: Den Kapitalismus und den Rassismus! Der Kapitalismus existiert auch ohne Rassismus und der Rassismus ohne Kapitalismus! Nicht im Kongo werden die Schwarzen umgenietet, es war sein Heimatland USA, in dem George Floyd von einem Cop ohne Not erwürgt worden ist! In dem Martin Luther King erschossen wurde.
Ich bezweifele keineswegs, dass beide Mechaniken - Rassismus und Kapitalismus - auch unabhängig voneinander bestehen und wirken können. Im Kongo wurden und werden leider immer noch viele Afrikaner von Afrikanern umgenietet. Ist das dann kein Rassismus, wenn sich unterschiedliche Stämme und deren Milizen gegenseitig massakrieren? Woher die Waffen wohl kommen? Dass Rassismus und Kapitalismus unabhängig voneinander existieren, hält sie offensichtlich nicht davon, zugunsten der Profiteure "gemeinsame Sache" zu machen.

Zitat von Gysi im Beitrag #114
Dass hier in Europa rechtsradikale, gewaltbereite und gewalttätige Gruppen aus dem Boden schießen, hat auch wenig mit Kapitalismus zu tun - und ganz gewiss nicht mit seiner allgemein hier herrschenden Variante der Sozialen Marktwirtschaft... - sondern eben was mit RASSISMUS! Und der hat andere Ursachen als der Kapitalismus! Ich kenne die These, dass der Kapitalismus alles zu verantworten hat, aber erstens haben wir keinen 'reinen' Kapitalismus und zweitens ist mir eine rein ökonomische Schuldzuweisung für alles zu vulgär-ökonomisch und entschieden zu eindimensional!
Genau diese Eindimensionalität wird durch die Erklärung des Zusammenspiels zwischen Kapitalismus und Rassismus widerlegt. Dabei sind Kapitalismus und Rassismus bei Weitem nicht die einzigen Mitspieler. Die Dimensionalität ist also eher um einiges vielfältiger. Die Gier nach Macht und Einfluss spielt ebenfalls eine Rolle und bedient sich gerne an Rassismus und Kapitalismus.


Zitat von Gysi im Beitrag #114
Das wäre Vulgär-Darwinismus! In der Natur ist eine Solidarität unter den einzelnen Tier-Spezies auch angelegt!
Dann scheint der Vulgär-Darwinismus eine größere Rolle in der Gesellschaft zu spielen, als vielleicht gedacht....Aber woran könnte es denn noch liegen, dass die von dir angeführte Solidarität in Fällen von Rassismus nicht greift?

Zitat von Gysi im Beitrag #114
Um uns Deutsche zu entnazifizieren, haben wir in den letzten Jashrzehnten intensive Geschichtsaufarbeitung betrieben, und ich finde, die haben wir gut gemacht!
Einige politische Vertreter sehen das gerade ganz anders. So will die neue Wehrbeauftragte Högl die Wehrpflicht wieder einsetzen, um die für "Rechtsextremismus anfällige Berufsarmee" abzulösen. Teile des KSK sollen ebenfalls aus diesen Gründen aufgelöst werden, bzw. sind es schon. Rechtsextremismus scheint also laut führenden Politikern nach wie vor ein großes Problem innerhalb der Gesellschaft zu sein.


Zitat von Gysi im Beitrag #114
Und diese Geschichtsaufarbeitung müssen wir (besonders die US-Amerikaner!) ebenfalls zum Thema Kolonialismus vorantreiben, um zu ähnlich guten Ergebnissen zu gelangen!
Aus der Geschichte lernen zu wollen, ist nicht selten von großem Nutzen. Hast du schon ein paar Ideen, welche Themen da vordergründig angesprochen werden sollen?


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Reklov Offline




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04.07.2020 13:04
#116 RE: Der Rassist in uns Antworten

Zitat
Warum soll ein Schwuler nicht mit einem Jungen anbändeln zu versuchen, von dem er noch gar nicht weiß, wie seine sexuelle Präferenz ist? Was heißt zudem, 'unter sich bleiben'? Sollen sie in einem separierten Stadtteil wohnen? Dürfen sie kene Heten mehr ansprechen? Woher weiß denn der Schwule, wer Hete ist und wer nicht?

Gysi,

... Jugendliche stehen nicht ohne Grund unter dem Schutz des Gesetzes, denn ihre Unschuld lässt sie in vielen Fällen auf die Raffinesse der Erwachsenen "hereinfallen". Ein 13-Jähriger kann wohl schlecht "ermessen", was für sexuelle Vorlieben er hat, zumal ihm ja Vergleiche mit Frauen in der Regel fehlen.
Deine Frage hierzu ist also mehr als lebensfremd.
Für Homos gibt es zudem genügend Möglichkeiten, Gleichgesinnte treffen zu können: Lokale, Inserate, Internet, Parties etc.

Zitat
Und ein Heterosexueller kann doch immer noch sagen: Vielen Dank für deine Bemühungen, aber ich bin nix für dich!

Wenn der Angesprochene "erwachsen" ist - geht dies. Ein halbes Kind hat da, wegen seiner Unerfahrenheit, weitaus größere Schwierigkeiten. Vor allem, wenn der Homo seine Verführung raffiniert aufbaut.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.756

04.07.2020 13:14
#117 RE: Der Rassist in uns Antworten

Zitat
Ist das dann kein Rassismus, wenn sich unterschiedliche Stämme und deren Milizen gegenseitig massakrieren? Woher die Waffen wohl kommen? Dass Rassismus und Kapitalismus unabhängig voneinander existieren, hält sie offensichtlich nicht davon, zugunsten der Profiteure "gemeinsame Sache" zu machen.

SnookerRI,

... schon vor der Einwanderung der ersten holländischen "Buren" in Südafrika haben sich die Stämme der Eingeborenen heftig bekriegt. Aus diesem und jenem Grund. Ebenso die Indianer Amerikas. Ebenso, das beschreibt J.Cäsar, die vielen Stämme der Germanen.

Mit Kapitalismus hatte/hat dies weniger zu tun - schon eher mit der biblischen Erzählung von Kain und Abel.
Der größte Feind des Menschen war, ist, bleibt nun mal der Mensch.

Gruß von Reklov

SnookerRI Offline

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04.07.2020 13:27
#118 RE: Der Rassist in uns Antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #117

SnookerRI,... schon vor der Einwanderung der ersten holländischen "Buren" in Südafrika haben sich die Stämme der Eingeborenen heftig bekriegt. Aus diesem und jenem Grund. Ebenso die Indianer Amerikas. Ebenso, das beschreibt J.Cäsar, die vielen Stämme der Germanen.

Mit Kapitalismus hatte/hat dies weniger zu tun

Hat jemand etwas anderes behauptet?

Zitat von Reklov im Beitrag #117
schon eher mit der biblischen Erzählung von Kain und Abel.
Der größte Feind des Menschen war, ist, bleibt nun mal der Mensch.
Das wäre allenfalls ein Thema für einen separaten Thread...


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Gysi Online

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04.07.2020 14:45
#119 Der Rassist in uns Antworten

Zitat
Dann scheint der Vulgär-Darwinismus eine größere Rolle in der Gesellschaft zu spielen, als vielleicht gedacht....Aber woran könnte es denn noch liegen, dass die von dir angeführte Solidarität in Fällen von Rassismus nicht greift?

Als die europäischen Kolonialisten Schwarzafrika entdeckten und unterwarfen, haben sie die Ureinwohner als Wilde wahrgenommen. Imperialistische Unterwerfung ist irgendwie auch ein tradiertes europäisches Selbstverständnis seit Alexander dem Großen. Und dieses Selbstverständnis ist mit dem christlichen Religionsimperialismus auch noch verstärkt worden!

Wir mussten die Eingeborenen ja belehren, religiös 'richtig' beseelen und zu einem zivilen Leben anleiten. Das Wesen von Leitung hatten die Kolonialisten falsch verstanden und dass die Leitung notwendig wäre, auch!

Zitat
Einige politische Vertreter sehen das gerade ganz anders.

Wir haben seit 75 Jahren eine stabile Demokratie und sind in 'das politische Wunder' (Daniel Cohn-Bendit) einer friedensstiftenden EU eingebunden! Klar, meckern kannste immer - aber das ist besser als nichts!

Zitat
Aus der Geschichte lernen zu wollen, ist nicht selten von großem Nutzen. Hast du schon ein paar Ideen, welche Themen da vordergründig angesprochen werden sollen?

- Die imperialistische Geschichte Europas

- Die Geschichte der afrikanischen Kolonisierung

- Die Ethik, die Menschenrechte

- Biologie, Sozialbiologie und Sozialpsychologie: 'der Rassist in uns'!

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04.07.2020 14:57
#120 Der Rassist in uns Antworten

Zitat von Reklov
Wenn der Angesprochene "erwachsen" ist - geht dies. Ein halbes Kind hat da, wegen seiner Unerfahrenheit, weitaus größere Schwierigkeiten. Vor allem, wenn der Homo seine Verführung raffiniert aufbaut.

Erstens ist ein 13-Jähriger kein 16-Jähriger. Zweitens kannst du verbotene Sexualorientierungen an Kindern auch bei Heterosexuellen finden und nicht nur bei Schwulen, die ihre Verführung auch noch raffiniert aufbauen... Machen die das immer so? Den Schwulen traust du aber auch alles Negative zu! Schlechte Erfahrungen gemacht?

Zitat
Für Homos gibt es zudem genügend Möglichkeiten, Gleichgesinnte treffen zu können: Lokale, Inserate, Internet, Parties etc.

Aber woanders haben sie - anders als die Heteros - ihre sexuelle Präferenz zu verstecken, hm? Das klingt nicht nach erlaubter Emanzipation. Das klingt nach Seperation! So nach dem Motto: 'Ich hab nichts gegen Schwule. Aber sie sollen unter sich bleiben!' Klingt genauso wie: 'Ich hab nichts gegen Ausländer! Aber sie sollen in ihren Ländern bleiben!"...

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Athon Offline




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04.07.2020 15:08
#121 RE: Der Rassist in uns Antworten

@SnookerRI

Zitat von Snooker #113
Mal sehen, was er selbst dazu sagt...


Ich gebe zu, dass es mir aufgrund der bisher hier gemachten Erfahrungen teilweise recht schwer fällt, in Deinen Aussagen etwas wahrzunehmen, was außerhalb des religiösen Bereichs liegt. Und Du wirst wohl einräumen können, dass Deine grundlegende Einstellung gegenüber der Welt nicht ohne Einfluss durch das Religiöse bleiben kann.

Ich werde mich aber bemühen, zumindest in diesem Thread themenkonform zu bleiben. Deswegen möchte ich auch eine Frage aufwerfen, die auf einem heutigen "Erlebnis" während des Einkaufens beruht: Ich bemerkte, dass eine andere Kundin die vorgeschriebene Mund- und Nasenbedeckung unterhalb des Kinns trug und habe sie, nachdem sie mich zusätzlich noch mit einem Abstand von höchstens einem halben Meter von der Ware wegdrängte, um dort selbst zugreifen zu können, sowohl auf den korrekten Sitz der "Maske" hingewiesen als auch die Einhaltung des Mindestabstands angemahnt. Nun kann man dies unter den jetzigen Gegebenheiten als einen nicht ungewöhnlichen Vorgang ansehen, wenn nicht der Umstand gewesen wäre, dass die betreffende Kundin eine Farbige war. Ich selbst mache keinen Unterschied, wen ich darauf hinweise, sich nicht im Interesse der Gemeinschaft zu verhalten, aber ich weiß nicht, was die Kundin gedacht haben mag. Bin ich in ihren Augen möglicherweise ein "Rassist"...?

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Gysi Online

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04.07.2020 15:20
#122 Der Rassist in uns Antworten

Zitat von Athon
Ich selbst mache keinen Unterschied, wen ich darauf hinweise, sich nicht im Interesse der Gemeinschaft zu verhalten, aber ich weiß nicht, was die Kundin gedacht haben mag. Bin ich in ihren Augen möglicherweise ein "Rassist"...?

Und genau das ist ja das Problem - wir halten unsere Klappen, weil wir ja politisch korrekt sein wollen! Einen Weißen würde ich eher kritisch ansprechen als einen Farbigen! Oder Türken, Nahostler oder Nordafrikaner. Wir verbiegen uns und verziehen uns hinter steifen Höflichkeiten! Das schafft keine guten Gefühle! Wir leben nicht miteinander, null! Wir leben nebeneinander. Ganz schön daneben ist das.

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SnookerRI Offline

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04.07.2020 16:02
#123 RE: Der Rassist in uns Antworten

Zitat von Gysi im Beitrag #119
Als die europäischen Kolonialisten Schwarzafrika entdeckten und unterwarfen, haben sie die Ureinwohner als Wilde wahrgenommen. Imperialistische Unterwerfung ist irgendwie auch ein tradiertes europäisches Selbstverständnis seit Alexander dem Großen. Und dieses Selbstverständnis ist mit dem christlichen Religionsimperialismus auch noch verstärkt worden!

Wir mussten die Eingeborenen ja belehren, religiös 'richtig' beseelen und zu einem zivilen Leben anleiten. Das Wesen von Leitung hatten die Kolonialisten falsch verstanden und dass die Leitung notwendig wäre, auch!
Die gerade wieder aktuelle Diskussion in den Medien zeigt auch, dass sich daran grundsätzlich bis heute nichts geändert hat. Dieses Überlegenheitsgefühl herrscht heute noch in den Köpfen derjenigen, die sich aufgrund rassistischer Merkmale als etwas Besseres betrachten. Den historischen Kolonialismus mit seinen falschen Annahmen bezüglich der Eingeborenen, können wir nicht ungeschehen machen. Unsere Aufgabe ist es, den modernen Kolonialismus zu überwinden.

Zitat von Gysi im Beitrag #119
Wir haben seit 75 Jahren eine stabible Demokratie und sind in 'das politische Wunder' (Daniel Cohn-Bendit) einer friedensstiftenden EU eigebunden! Klar, meckern kannste immer - aber das ist besser als nichts!
Puhh, das ist allein angesichts des EDF der EU (mit 13 Mrd Euro bis 2027), der dazu eigens von Waffenlobbyisten (vornehmlich deutsche und französische) entworfen wurde, um einen ergiebigen Markt zu bedienen, was wiederum den Interessen der Lobbyisten entspricht, eine gewagte Auffassung.

So soll der Anteil an europäischen Waffen auf dem Markt durch den EDF um 35 % gesteigert werden. Unabhängig davon, ob diese Zahl realistisch ist (eher nicht), stellt dass doch eine ganz eigentümliche Vorstellung von "Friedensstiftung" dar.



Zitat von Gysi im Beitrag #119
- Die imperialistische Geschichte Europas

- Die Geschichte der afrikanischen Kolonisierung

- Die Ethik, die Menschenrechte

- Biologie, Sozialbiologie und Sozialpsychologie: 'der Rassist in uns'!
Mögen sich noch viele an der Diskussion beteiligen.


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SnookerRI Offline

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04.07.2020 16:26
#124 RE: Der Rassist in uns Antworten

Zitat von Athon im Beitrag #121
Ich gebe zu, dass es mir aufgrund der bisher hier gemachten Erfahrungen teilweise recht schwer fällt, in Deinen Aussagen etwas wahrzunehmen, was außerhalb des religiösen Bereichs liegt. Und Du wirst wohl einräumen können, dass Deine grundlegende Einstellung gegenüber der Welt nicht ohne Einfluss durch das Religiöse bleiben kann.
Nein, natürlich nicht. Das wäre ja auch unlogisch. Sollte es aber Gysi´s Anliegen sein (oder werden), das "Raushalten von Religiösem" auch auf die diskutierenden Personen auszuweiten, werde ich das selbstverständlich berücksichtigen und euch beiden dann viel Spaß beim Diskutieren wünschen... Vielleicht seid ihr dann ja auch wieder zu dritt - wenn Blacky wieder mit macht.


Zitat von Athon im Beitrag #121
Bin ich in ihren Augen möglicherweise ein "Rassist"...?
Eher nicht, zumindest solange sie die aktuelle Diskussion nicht ausnutzt, um eine Absolution hinsichtlich der Übertretung von Verordnungen für sich zu beanspruchen.


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04.07.2020 17:53
#125 Der Rassist in uns Antworten

Zitat von Snooker
Dieses Überlegenheitsgefühl herrscht heute noch in den Köpfen derjenigen, die sich aufgrund rassistischer Merkmale als etwas Besseres betrachten.

Kennst du EINEN, der so gestrickt ist? Ich nicht! Aber wir tun uns trotzdem mit den Migranten in diesem Lande, in diesem Länderbund Europa, so schwer! Ich sagte ja schon zu Athon, dass wir nicht mit- sondern nebeneinander leben. Eine Mischung wird nicht angestrebt und ist - scheint mir - von vielen auch nicht erwünscht! Das ist nicht gut! Das schafft Vorurteile und Misstrauen. Und das hat die political correctness geschaffen. Damit wir uns nicht wie Kettenhunde an die Gurgeln fallen? Wenn man Menschen an Ketten legt, werden sie aber nun mal böse. Und sie sind es nicht schon von vorn herein...

Zitat
Unsere Aufgabe ist es, den modernen Kolonialismus zu überwinden.

Der moderne Kolonialismus - also der globalisierte Kapitalismus - ist nicht rassistischer Natur!

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