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Dieses Thema hat 118 Antworten
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 Weltliche Ideologien + Politik
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Athon Offline




Beiträge: 3.331

01.08.2020 07:51
#101 RE: Kapitalismus und Konsum Antworten

@SnookerRI

Zitat von Snooker #100
Wenn das deine authentische Interpretation dieser Aussage ist, dann soll es ganz gewiss so sein. Ich werde mich hüten, irgendeinem Individuum Vorgaben hinsichtlich seiner ureigenen, authentischen Interpretationen zu machen.


Das wäre ja auch noch schöner. Aber das, was Du als "authentische Interpretation" Deiner Aussage bezeichnet hast, beinhaltet nichts weiter, als die Frage, ob eine entsprechende Interpretation zutreffendenfalls auch tatsächlich Deine Ansicht wiederspiegelt. Ich möchte keinesfalls auf falschen Voraussetzungen aufbauen...

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SnookerRI Offline

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Beiträge: 8.073

01.08.2020 11:20
#102 RE: Kapitalismus und Konsum Antworten

Zitat von Athon im Beitrag #101
Das wäre ja auch noch schöner. Aber das, was Du als "authentische Interpretation" Deiner Aussage bezeichnet hast, beinhaltet nichts weiter, als die Frage, ob eine entsprechende Interpretation zutreffendenfalls auch tatsächlich Deine Ansicht wiederspiegelt. Ich möchte keinesfalls auf falschen Voraussetzungen aufbauen...


Musst du mich jetzt noch zusätzlich an deiner Lesefähigkeit und deinem Verständnis von Grammatik zweifeln lassen? (Achtung: Rhetorische Frage!) Ich habe ganz bewusst mit der konditionalen Satzverbindung "Wenn" begonnen. Informiere dich bitte - aber diesmal privat - was man mit diesen Formulierungen ausdrückt, wenn du es nicht (mehr) weißt. Ich bin doch nicht dein Nachhilfe-Lehrer .

Das bedeutet für den vorliegenden Fall, dass ich deine in #99 verschriftlichte Aussage zu keinem Zeitpunkt als deine authentische Interpretation bezeichnet habe. (Auch und gerade grammatikalisch nicht). Wie kommst du darauf?

Überdies: Seit wann ist deine Interpretation von meiner tatsächlichen Ansicht abhängig? In der Vergangenheit war dir meine Ansicht in Bezug auf deine Interpretation - um es mal gelinde auszudrücken - scheißegal.


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Athon Offline




Beiträge: 3.331

01.08.2020 17:38
#103 RE: Kapitalismus und Konsum Antworten

@SnookerRI

Zitat von Snooker #102
Das bedeutet für den vorliegenden Fall, dass ich deine in #99 verschriftlichte Aussage zu keinem Zeitpunkt als deine authentische Interpretation bezeichnet habe. (Auch und gerade grammatikalisch nicht). Wie kommst du darauf?


Ich möchte nur wissen, o b Deine Aussage in #98

Zitat
Was bleibt einem Menschen, für den Gott wenn überhaupt nur eine Erfindung von Menschen ist, da auch anderes übrig, als resignierend mit einem "Leider..." in Bezug auf den Wunschtraum abzuschließen.


sich für einen Menschen, der "Gott" eben nicht als Erfindung von Menschen ansieht, andere Möglichkeiten ergeben, mit den hier angesprochenen Konsum-Problemen ohne ein resignierendes "Leider" umzugehen und eine praktikable Lösung anzubieten.

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SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 8.073

01.08.2020 17:59
#104 RE: Kapitalismus und Konsum Antworten

Zitat von Athon im Beitrag #103
sich für einen Menschen, der "Gott" eben nicht als Erfindung von Menschen ansieht, andere Möglichkeiten ergeben, mit den hier angesprochenen Konsum-Problemen ohne ein resignierendes "Leider" umzugehen und eine praktikable Lösung anzubieten.
Offensichtlich ja. Das ist ja gerade eine Folge oder Wirkung der anderen Sichtweise...


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Athon Offline




Beiträge: 3.331

01.08.2020 21:23
#105 RE: Kapitalismus und Konsum Antworten

@SnookerRI

Zitat von Snooker #104
Offensichtlich ja. Das ist ja gerade eine Folge oder Wirkung der anderen Sichtweise...


Und welche in der Praxis wirksamen könnten das sein?

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SnookerRI Offline

Soul-Societist


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02.08.2020 09:59
#106 RE: Kapitalismus und Konsum Antworten

Zitat von Athon im Beitrag #105
Und welche in der Praxis wirksamen könnten das sein?


Die Umsetzung biblischer Grundsätze, die den Konsum betreffen. Allem voran, dass man durch den wirtschaftlichen Konsum kein Eigentum erwirbt, über das man nach Belieben verfügen kann. Allein diesen einen einen Grundsatz auf sich wirken zu lassen, lenkt das Bewusstsein für den persönlichen Konsum in eine Richtung, die dem Kapitalismus in keiner Weise Recht sein kann. Dieser wirbt nämlich genau mit der Gier nach mehr Besitz und Eigentum auf Kosten anderer (Mensch und Natur), welche sich in den Köpfen der Menschen manifestiert hat und nun gepflegt wird.


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Athon Offline




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03.08.2020 20:01
#107 RE: Kapitalismus und Konsum Antworten

@SnookerRI

Zitat von Snooker #106
Die Umsetzung biblischer Grundsätze, die den Konsum betreffen. Allem voran, dass man durch den wirtschaftlichen Konsum kein Eigentum erwirbt, über das man nach Belieben verfügen kann. Allein diesen einen einen Grundsatz auf sich wirken zu lassen, lenkt das Bewusstsein für den persönlichen Konsum in eine Richtung, die dem Kapitalismus in keiner Weise Recht sein kann. Dieser wirbt nämlich genau mit der Gier nach mehr Besitz und Eigentum auf Kosten anderer (Mensch und Natur), welche sich in den Köpfen der Menschen manifestiert hat und nun gepflegt wird.


Nur zur Verdeutlichung: Heißt das, dass mir der Apfel, den ich esse, eigentumsrechtlich nicht gehört? Oder die Waschmaschine, der Computer? Klingt irgendwie nach Kommunismus...

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SnookerRI Offline

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05.08.2020 18:53
#108 RE: Kapitalismus und Konsum Antworten

Zitat von Athon im Beitrag #107
Nur zur Verdeutlichung: Heißt das, dass mir der Apfel, den ich esse, eigentumsrechtlich nicht gehört? Oder die Waschmaschine, der Computer? Klingt irgendwie nach Kommunismus...

Dabei sollte es klar sein, dass es hier nicht um Eigentum im wirtschaftlichen Sinne geht; auch nicht um Kapitalismus kontra Kommunismus. Deswegen schrieb ich doch, dass man durch wirtschaftlichen Konsum kein Eigentum erwirbt.

Es geht dabei vielmehr um die Frage: Was hat der Mensch, das er nicht bekommen hat?


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Athon Offline




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06.08.2020 18:52
#109 RE: Kapitalismus und Konsum Antworten

@SnookerRI

Zitat von Snooker #108
Dabei sollte es klar sein, dass es hier nicht um Eigentum im wirtschaftlichen Sinne geht; auch nicht um Kapitalismus kontra Kommunismus. Deswegen schrieb ich doch, dass man durch wirtschaftlichen Konsum kein Eigentum erwirbt


Den Sinn Deiner Aussagen hast Du hier aber schon häufig klarer formuliert...

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SnookerRI Offline

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Beiträge: 8.073

06.08.2020 19:02
#110 RE: Kapitalismus und Konsum Antworten

Zitat von Athon im Beitrag #109
]
Den Sinn Deiner Aussagen hast Du hier aber schon häufig klarer formuliert...
Ich fasse das mal als Lob auf, auch wenn es sicherlich nicht so gemeint ist...


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Athon Offline




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06.08.2020 20:16
#111 RE: Kapitalismus und Konsum Antworten

@SnookerRI

Zitat von Snooker #110
Ich fasse das mal als Lob auf, auch wenn es sicherlich nicht so gemeint ist..


Es war eine durchaus wohlwollende Feststellung eines Sachverhalts, Snooker. Darin steckt natürlich auch der Hinweis, alles klar zu formulieren. Dann gibt's auch keine grammatikalischen Probleme...

Aber, was hat nun der Mensch, was er nicht bekommen hat? Das kommt ganz darauf an, durch welche Brille man es betrachtet: Dein Glaube sagt, dass er alles von Jehova erhalten hat. Ein Atheist sagt, alles, was der Mensch erhielt, beruht auf Evolution, auf Entwicklung. Bin ich bis hierhin auf dem "richtigen" Weg?

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SnookerRI Offline

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Beiträge: 8.073

06.08.2020 21:15
#112 RE: Kapitalismus und Konsum Antworten

Zitat von Athon im Beitrag #111
Es war eine durchaus wohlwollende Feststellung eines Sachverhalts, Snooker. Darin steckt natürlich auch der Hinweis, alles klar zu formulieren. Dann gibt's auch keine grammatikalischen Probleme...
Wie wir festgestellt haben, hatten deine grammatikalischen Probleme nichts mit einer - in irgendeiner Art und Weise - unklaren Formulierung zu tun. Du hast ja selbst eingeräumt, den Sinn meiner Aussagen wohl verstanden zu haben... und darauf kommt es schließlich an. Deine Probleme solltest du demnach privat bewältigen können.


Aber, was hat nun der Mensch, was er nicht bekommen hat? Das kommt ganz darauf an, durch welche Brille man es betrachtet: Dein Glaube sagt, dass er alles von Jehova erhalten hat. Ein Atheist sagt, alles, was der Mensch erhielt, beruht auf Evolution, auf Entwicklung. Bin ich bis hierhin auf dem "richtigen" Weg? [/quote]Ja, wenn du einen "Prozess" wie die Evolution, so wie Atheisten sie sich vorstellen, als etwas bezeichnen kannst, der etwas geben kann. Ich nehme aber doch an, dass diese Art von Geben nicht bewusst bzw. im Sinne einer bestimmten Zielsetzung erfolgt. Denn die Evolution ist ja ziel- und planlos.


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Athon Offline




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07.08.2020 13:29
#113 RE: Kapitalismus und Konsum Antworten

@SnookerRI

Zitat von Snooker #112
Ja, wenn du einen "Prozess" wie die Evolution, so wie Atheisten sie sich vorstellen, als etwas bezeichnen kannst, der etwas geben kann. Ich nehme aber doch an, dass diese Art von Geben nicht bewusst bzw. im Sinne einer bestimmten Zielsetzung erfolgt. Denn die Evolution ist ja ziel- und planlos.


Evolution "gibt" nichts im Sinne einer aktiven Handlung, trotzdem hat der Mensch -neben allem anderen Lebenden- seine Existenz aber "erhalten". Vielleicht sind es ja auch nur die Begrifflichkeiten, die das Ganze so kompliziert machen...

Zitat
Wie wir festgestellt haben, hatten deine grammatikalischen Probleme nichts mit einer - in irgendeiner Art und Weise - unklaren Formulierung zu tun.


Du hast das festgestellt, niemand sonst...

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SnookerRI Offline

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07.08.2020 14:07
#114 RE: Kapitalismus und Konsum Antworten

Zitat von Athon im Beitrag #113
Evolution "gibt" nichts im Sinne einer aktiven Handlung, trotzdem hat der Mensch -neben allem anderen Lebenden- seine Existenz aber "erhalten".
Ist das vielleicht ein Grund, warum der Mensch selbst mit den Ressourcen so "ziel und planlos" umgeht? Es sei denn man betrachtet Verschwendung und Zerstörung als "Plan"



Zitat von Athon im Beitrag #113
Vielleicht sind es ja auch nur die Begrifflichkeiten, die das Ganze so kompliziert machen...
"kompliziert" - würde ich es nicht nennen. Sie beschreiben ein und denselben Sachverhalt aus unterschiedlichen Blickwinkeln.



Zitat von Athon im Beitrag #113
Du hast das festgestellt, niemand sonst...

Du selbst hast doch das Argument dafür geliefert. Dem habe ich mich nur angeschlossen.


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Athon Offline




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Gestern 08:24
#115 RE: Kapitalismus und Konsum Antworten

@SnookerRI

Zitat von Snooker #114
Ist das vielleicht ein Grund, warum der Mensch selbst mit den Ressourcen so "ziel und planlos" umgeht? Es sei denn man betrachtet Verschwendung und Zerstörung als "Plan"


Der Mensch hat den Verstand und damit die Möglichkeit, die Fehlerhaftigkeit seines Tuns zu begreifen und nunmehr entsprechend gegenzusteuern, was zu einem großen Teil auch geschieht. Um zu einer solchen Erkenntnis zu gelangen, bedurfte es z. B. des Klimawandels, der Corona-Krise usw. Dies sind "Ereignisse", die in der weiteren Vergangenheit noch niemand auf dem Schirm hatte und demzufolge keine Konsequenzen nach sich zogen. Es bewahrheitet sich immer wieder: Hinterher ist man immer schlauer...

Vielleicht ist der Mensch auch selbst schuld, als er z. B. begann, Fleisch als Nahrungsquelle zu entdecken? Die Schöpfungsgeschichte jedenfalls erwähnt lediglich Pflanzen als "geplante" Ernährungsgrundlage. Aber selbst Jesus soll schon Fleisch gegessen haben...

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SnookerRI Offline

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Gestern 09:35
#116 RE: Kapitalismus und Konsum Antworten

Zitat von Athon im Beitrag #115
Der Mensch hat den Verstand und damit die Möglichkeit, die Fehlerhaftigkeit seines Tuns zu begreifen und nunmehr entsprechend gegenzusteuern, was zu einem großen Teil auch geschieht. Um zu einer solchen Erkenntnis zu gelangen, bedurfte es z. B. des Klimawandels, der Corona-Krise usw. Dies sind "Ereignisse", die in der weiteren Vergangenheit noch niemand auf dem Schirm hatte und demzufolge keine Konsequenzen nach sich zogen. Es bewahrheitet sich immer wieder: Hinterher ist man immer schlauer...
Wenn das mal so einfach wäre...

Welcher Katastrophe wird es wohl angesichts der Mühen und des medialen Hypes um die sog. "erneuerbaren Energien" bedürfen, um dem Menschen klar zu machen, dass diese Formen der Energieerzeugung nicht minder umweltschädlich sind, als die konventionelle Energieerzeugung? Zu beachten ist dabei auch, dass der Energieverbrauch in den nächsten Jahren weiter zunehmen dürfte, und das nicht nur aufgrund fortschreitender Digitalisierung. Noch mehr Windräder? Wieviel Stahlbeton wird eigentlich zur Errichtung einer Windkraftanlage benötigt? Von der Menge der eingesetzten Ressourcen kann einem ganz schön schwindelig werden. Und da haben wir noch nicht über die Instandhaltung und den Rückbau gesprochen...Das sind alles Faktoren, die heute schon absehbar sind... Ähnliches lässt sich über die Solarzellentechnologie sagen. Wieviele Katastrophen aufgrund menschlicher Fehler wird der Planet noch verkraften können? Wir arbeiten uns von Katastrophe zu Katastrophe und beten das Mantra "Hinterher weiß man immer mehr" herunter - aber wie lange geht das noch gut?


Zitat von Athon im Beitrag #115
Vielleicht ist der Mensch auch selbst schuld, als er z. B. begann, Fleisch als Nahrungsquelle zu entdecken? Die Schöpfungsgeschichte jedenfalls erwähnt lediglich Pflanzen als "geplante" Ernährungsgrundlage. Aber selbst Jesus soll schon Fleisch gegessen haben...
Natürlich hat er das. Der Genuss von Fleisch war gemäß dem biblischen Bericht direkt nach der Sintflut vorgesehen. Die Schuld in diesem Punkt zu suchen geht meiner Meinung nach am eigentlichen Problem - der Maßlosigkeit und der Profitgier - vorbei.


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Athon Offline




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Gestern 10:33
#117 RE: Kapitalismus und Konsum Antworten

@SnookerRI

Zitat von Snooker #116
Welcher Katastrophe wird es wohl angesichts der Mühen und des medialen Hypes um die sog. "erneuerbaren Energien" bedürfen, um dem Menschen klar zu machen, dass diese Formen der Energieerzeugung nicht minder umweltschädlich sind, als die konventionelle Energieerzeugung? Zu beachten ist dabei auch, dass der Energieverbrauch in den nächsten Jahren weiter zunehmen dürfte, und das nicht nur aufgrund fortschreitender Digitalisierung. Noch mehr Windräder? Wieviel Stahlbeton wird eigentlich zur Errichtung einer Windkraftanlage benötigt? Von der Menge der eingesetzten Ressourcen kann einem ganz schön schwindelig werden. Und da haben wir noch nicht über die Instandhaltung und den Rückbau gesprochen...Das sind alles Faktoren, die heute schon absehbar sind... Ähnliches lässt sich über die Solarzellentechnologie sagen. Wieviele Katastrophen aufgrund menschlicher Fehler wird der Planet noch verkraften können? Wir arbeiten uns von Katastrophe zu Katastrophe und beten das Mantra "Hinterher weiß man immer mehr" herunter - aber wie lange geht das noch gut?


Dann besinnen wir uns also auf unsere "Anfänge", betreiben Ackerbau und Viehzucht, trinken Kuh- und Ziegenmilch selbst und ernähren uns von den Früchten des Feldes. Ein Verkauf möglicher Überproduktion kommt wegen Profitgier nicht in Betracht, also lassen wir sie vergammeln. Und einmal wöchentlich braten wir uns eine Schweinshaxe über offenem Feuer. Natürlich schön braun, weil wir Salz als Geschmacksträger mangels energiefressender Maschinen nicht abbauen dürfen. Wir lesen keine Bücher mehr, auch nicht die Bibel, weil auch deren Herstellung Ressourcen verschwendet. Unsere Frauen bekommen ihren Nachwuchs im von Kerzen beleuchteten Haus wie schon unsere Vorfahren auch. Ist es das, was Dir vorschwebt? Wie lange soll das gutgehen? Die Welt wäre für jeden praktikablen Vorschlag empfänglich, fang einfach einmal an...

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Reklov Offline




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Gestern 11:52
#118 RE: Kapitalismus und Konsum Antworten

Zitat
Dann besinnen wir uns also auf unsere "Anfänge", betreiben Ackerbau und Viehzucht, trinken Kuh- und Ziegenmilch selbst und ernähren uns von den Früchten des Feldes. Ein Verkauf möglicher Überproduktion kommt wegen Profitgier nicht in Betracht, also lassen wir sie vergammeln. Und einmal wöchentlich braten wir uns eine Schweinshaxe über offenem Feuer. Natürlich schön braun, weil wir Salz als Geschmacksträger mangels energiefressender Maschinen nicht abbauen dürfen. Wir lesen keine Bücher mehr, auch nicht die Bibel, weil auch deren Herstellung Ressourcen verschwendet. Unsere Frauen bekommen ihren Nachwuchs im von Kerzen beleuchteten Haus wie schon unsere Vorfahren auch. Ist es das, was Dir vorschwebt? Wie lange soll das gutgehen? Die Welt wäre für jeden praktikablen Vorschlag empfänglich, fang einfach einmal an...

Athon,

... wir müssen nicht zu den "Anfängen" zurück. Wir müssen lediglich den Wahn, der sich aus (z.T. gedankenloser) Gier/Konsumwut in die Wesenheiten der Menschen einschleicht, durch Selbsterkenntnis im Zaum halten. Astatt "Schweinshaxe" würde ich z.B. lieber eine Forelle aus der im Nachbarort befindlichen Zucht verspeisen und Nachwuchs darf keinesfalls bei Kerzenlicht zu Hause entbunden werden, denn in meinem Bekanntenkreis hatte neulich eine junge Frau bei der Geburt ihrer Zwilinge allergrößte Probleme bekommen und hätte die Geburt ohne die Hilfe des Krankenhaus-Teams nicht überlebt. Eine Hebamme "alter Prägung" wäre hier völlig überfordert gewesen.

Ich zitiere hierzu nur mal eine Aussage des Porsche-Chefs. Dieser meinte in einer Jubiläumsrede vor seinen Mitarbeitern: "Wir bauen ein Auto, das im Grunde keiner wirklich braucht."

Das ist nur einer der "Krankheitserreger" in unserer Weltwirtschaft. Die Leute werden mit Angeboten erschlagen, die sie a) nicht benötigen und b) von ihrem eigentlichen Ich entfremden. Das ist aber nur einer der Minuspunkte, welche der Konsumwahn massenhaft "erzeugt."

Gruß von Reklov

SnookerRI Offline

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Gestern 13:47
#119 RE: Kapitalismus und Konsum Antworten

Zitat von Athon im Beitrag #117
Ist es das, was Dir vorschwebt?
Eigentlich hat Reklov dazu schon alles gesagt. Es bringt nichts, in Extreme zu verfallen, die ihrerseits wieder zu Problemen führen, die man sich anhand deiner Beschreibungen nur zu gut vorstellen könnte. Weder radikaler Verzicht - noch übermäßiger Konsum beschreiben einen Weg der Mitte.

Denk mal über Reklov´s Aussage bezüglich der "Krankheitserreger" in unserer Weltwirtschaft nach. Darin steckt eine Menge Potential für die eigene Denkarbeit.


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