Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 
Religionsforum
Atheismus vs. Religionen  


Der substanzielle  Dialog 

Für (echten) Säkularismus und freie Religionskritik!


Mach mit! Du auch!


Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 29 Antworten
und wurde 212 mal aufgerufen
 Philosophie und Wissenschaft
Seiten 1 | 2
Reklov Offline




Beiträge: 5.755

16.07.2020 12:51
#1 RE: Der Rassist in uns Antworten

Zitat
*) Ich möchte alle Schweine aufrichtig dafür um Verzeihung bitten, dass auch ich ich den Begriff 'Schwein' nach alter Tradition hier negativ konnotiert habe.

Gysi,

... erst das vom Menschen auf engstem Raum gehaltene Wildschwein wurde nach und nach zum unreinen "Haus-Schwein", zur "Sau", weil man es zwang, im eigenen Kot zu stehen.
Das im Wald lebende Wildschwein existiert dort in einer sehr reinlichen Weise.

Um Verzeihung bitten sollte der Mensch aber sowieso viele Tiere, die er aus ihrem natürlichen Lebensraum gerissen hat, um sie für seine Zwecke zu unterjochen.

Gruß von Reklov

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.883

16.07.2020 16:04
#2  Der Rassist in uns Antworten

Zitat von Reklov
Um Verzeihung bitten sollte der Mensch aber sowieso viele Tiere, die er aus ihrem natürlichen Lebensraum gerissen hat, um sie für seine Zwecke zu unterjochen.

Jaaa!

Die Frage ist jedoch: Durfte er das? Ja, er durfte. Denn er konnte! Durfte der Mensch Tiere domestizieren? Durfte Kain das? (Oder Abel?) Offensichtlich. Ich glaube, das ist auch eine Frage des Gebens und Nehmens. Was geben wir den Tieren, die wir zu Nutztieren gemacht haben? Lassen und geben wir denen ein gutes Leben für die Milch, den Käse und das Fleisch? In die Wildnis können wir die domestizierten Tiere eh nicht mehr entlassen.

_____________________________________________
"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Reklov Offline




Beiträge: 5.755

16.07.2020 22:14
#3 RE: Der Rassist in uns Antworten

Zitat
In die Wildnis können wir die domestizierten Tiere eh nicht mehr entlassen.

Gysi,

... manches Haustier (Hund, Katze, Pferd, Rind etc.) könnte sich, in Freiheit entlassen, recht gut durchschlagen. Die Umstellungen wären am Anfang sicher mit Verlusten verbunden, aber die Natur der Tiere würde sich nach und nach wieder den gegebenen Umständen anpassen.
Ob aber z.B. in den Kultur-Landschaften Deutschlands noch der frühere Ausgleich von Jagd- und Beutetieren funktionieren würde, bleibt eine Frage, denn immerhin war Deutschland im Mittelalter von einer vielfach größeren Waldfläche bedeckt.

Gruß von Reklov

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.883

18.07.2020 09:14
#4 Der Rassist in uns Antworten

Zitat von Reklov
.. manches Haustier (Hund, Katze, Pferd, Rind etc.) könnte sich, in Freiheit entlassen, recht gut durchschlagen.

Es werden etliche Haustiere gerne zu einem Urlaubsbeginn ausgesetzt. An diesen Tieren sieht man, dass sie das nicht können!

Zitat
Die Umstellungen wären am Anfang sicher mit Verlusten verbunden,

So kann man das auch sagen...

_____________________________________________
"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Reklov Offline




Beiträge: 5.755

18.07.2020 20:39
#5 RE: Der Rassist in uns Antworten

Zitat
Es werden etliche Haustiere gerne zu einem Urlaubsbeginn ausgesetzt. An diesen Tieren sieht man, dass sie das nicht können!

Gysi,

... kommt darauf an, wo man Haustiere aussetzt.

Entlässt man z.B. Pferde, Ziegen oder Rinder in eine "Gras-Landschaft", kommen sie sicher zurecht.

Auch entlassene Hunde fallen in "alte Jagdmuster" zurück:

Vor kurzem berichtete die in Gibraltar erscheinende »Olive-Press« über ein haarsträubendes Ereignis im Santa Teresa Industriegebiet in der Nähe des Flughafens Málaga. Ein Bulgare ging dort an einem Sonntag nichts ahnend seines staubigen Weges, als auf einmal vier große streunende Hunde über ihn herfielen. Der Mann hatte großes Glück, dass nach einigen Minuten zufällig eine Polizeistreife vorbei fuhr. Sie fanden den Mann nackt auf der Straße liegend und aus etlichen Wunden blutend, während die Hunde weiter an ihm herumzerrten. Mit Schüssen in die Luft wurden die Hunde vertrieben. Der Mann kam in ein Hospital in Málaga, wo er knapp überlebte. Ein privater Wachmann, der das Industriegebiet bewachte, hatte von dem Vorfall nichts mitgekriegt, musste aber einräumen, dass er von dem Rudel streuender Hunde Kenntnis hatte.

Der streunende Hund ist eine Art Indikator für extreme, zugespitzte Krisensituationen: zum Beispiel im Krieg, wenn Menschen von zu Hause vertrieben werden, wenn Städte bombardiert werden, wenn die Bevölkerung auf der Flucht ist. Doch manchmal genügen auch weniger dramatische Situationen, etwa ein Regime-Wechsel wie nach dem Ende der Sowjetunion. Die Sichtbarkeit streunender Hunde, ihre Anzahl und Arroganz sagen viel aus. Je kritischer der Zustand der Menschen, der menschlichen Gesellschaft, um so wohler fühlen sie sich. Die Sichtbarkeit streunender Hunde ist ein Zeichen für den Unfrieden unter den Menschen.“

In jedem Fall: Jean Rolin verschafft uns mit seinen Reportagen nicht nur Einblicke von den Rändern der Welt, wie der Untertitel der deutschen Ausgabe suggeriert.

"Ich habe in diesem Zusammenhang auch Länder besucht, die nicht in einer zugespitzten Krisensituation steckten: zum Beispiel Chile, wo sich die allgemeine Lage gerade deutlich verbesserte. Trotzdem waren dort streunende Hunde weiterhin ungemein präsent, vor allem in den armen, aber auch in den chiquen Vierteln. Das eine von zwei Malen, wo ich dort von streunenden Hunden attackiert wurde, war direkt vor dem Palacio de La Maneda, dem Präsidentenpalast in Santiago de Chile.“

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.755

19.07.2020 12:00
#6 RE: Der Rassist in uns Antworten

Zitat
Wollten die Tiere das überhaupt? Haben Tiere Eigenverantwortung, in der Dimension?

Gysi,

... Tiere sind "instinktgesteuert". Ein "freier Wille", wie wir ihn größtenteils besitzen, ist ihnen nicht gegeben. Auch die "Erkenntnis" der Tiere ist begrenzt.
Ein Fisch schnappt nun mal nach dem Köder an der Angelschnur, weil er darin eine "Beute" sieht und letzten Winter konnte ich in meiner Mausefalle 4 Mäuse fangen, welche den darin befindlichen Kekskrümeln nicht widerstehen konnten. Ich habe die Mäuse dann vor einem alten Holzschuppen auf einer nahen Wiese wieder springen lassen.

Bei der Aufzucht ihrer Jungen zeigen Tiere hohe Sorgfalt. - Ob man dies aber schon mit dem Wort "Eigenverantwortung" belegen kann, mag fraglich bleiben. Auch der Überlebenstrieb der Tiere ist mit diesem Wort nicht richtig getroffen.

Verantwortung (im menschlichen Sinn) würde z.B. ein Löwe nur dann zeigen/beweisen können, würde er sich nur auf seine Beutetiere beschränken und keinesfalls Menschen anfallen. Auch ein Hai schnappt nach jedem Menschen, der sich im Meer als "essbare Beute" anbietet. Dies kann ihm keiner verübeln, denn er hat weder eine Vorstellung von sich, noch von dem tragischen Leid, das er verursacht, wenn er einen Menschen unter das Wasser zieht und zerfleischt. Er macht dies ja nicht aus "Mordlust", sondern hat nun mal eine sehr große "Speisekarte".

Warum sich z.B. Mambas nachts in die Hütten von Eingeborenen schleichen, um ihre tödlichen Giftzähne in die Schlafenden zu bohren, steht ebenfalls auf einem Fragebogen zur Natur.

Nicht ohne Grund wurde der Schlange auch in der Bibel eine "heimtückische" Rolle auf den Leib geschrieben, denn die semitischen Wanderhirten der Antike werden sicher täglich auf ihren Wegen mit Schlangen konfrontiert worden sein und nicht selten erlebt haben, wie ein Stammesmitglied an einem Giftschlangenbiss vor ihren Augen starb.

Gruß von Reklov

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.883

19.07.2020 12:25
#7  Der Rassist in uns Antworten

Zitat von Reklov
Ein Fisch schnappt nun mal nach dem Köder an der Angelschnur, weil er darin eine "Beute" sieht

Ich weiß auch nicht, in welchem Maß ein Fisch über Selbstreflexionsvermögen und Eigenverantwortung verfügt. Aber ich ahne, dass wir Menschen unseren eigenen 'Logos' nicht so hoch hängen sollten. Wir schnappen doch auch oft bedenkenlos nach dem neuesten Mercedes-Modell, weil der deinen Sozialstatus bestätigt. Nur so als Beispiel. Wir wissen, dass wir unser Konsumverhalten ändern müssen. Aber die Schnappreflexe sind nicht leicht zu unterdrücken!

Ich weiß nicht, ob Fische die Angelschicksale ihrer Artgenossen erfassen können und von denen lernen, indem sie durch so einen blitzenden Metallhaken an der Wasseroberfläche gewarnt sind. Aber bei vielen anderen Spezies (Affen, Erdmännchen, Eichhörnchen, Stadtvögel) ist es so, dass sie äußerst lernfähig auf neue Gefahren reagieren und sie erfolgreich meiden! Sie können das, weil sie sich untereinander offenbar über diese gefährlichen Neuheiten informiert haben!

Und was die sonst noch so alles können, unsere lange Zeit zu sehr unterschätzten Tiere: Heute nachmittag habe ich bei Phoenix was über die 'Baumeister der Natur' gesehen:
"Der Goldkopf-Zistensänger (Cystola exilis) Südostasiens näht regelrecht Blätter zusammen, um dann in deren beutelartigem Innern ein behagliches Nest zu errichten." (Internet) Und wie toll das aussieht! Ich bin richtiggehend geflasht!

_____________________________________________
"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Reklov Offline




Beiträge: 5.755

19.07.2020 19:39
#8 RE: Der Rassist in uns Antworten

Zitat
Wir schnappen doch auch oft bedenkenlos nach dem neuesten Mercedes-Modell, weil der deinen Sozialstatus bestätigt. Nur so als Beispiel. Wir wissen, dass wir unser Konsumverhalten ändern müssen. Aber die Schnappreflexe sind nicht leicht zu unterdrücken!

Gysi,

... scheinbar haben die Schnappreflexe beim Kauf eines Mercedes gewaltig nachgelassen, denn die Halden sind z.Z. voll mit nicht absetzbaren Modellen. Der Sozialstatus ist in der Corona-Krise auch nicht so bedeutend, weil der Virus arm und reich "erwischen" kann.

Das Konsumverhalten kann ein "selbstbewusster" Mensch leicht ändern. Der "Doofi" rennt halt weiter den scheinbar seelig machenden Angeboten nach.

Die AWG-Werbung, welche öfter in meinem Briefkasten landet, lockt sogar mit dem Slogan:
>> ALLE WERDEN GLÜCKLICH << - Vordergründiger geht es nun wirklich nicht mehr.

Zitat
Und was die sonst noch so alles können, unsere lange Zeit zu sehr unterschätzten Tiere: Heute nachmittag habe ich bei Phoenix was über die 'Baumeister der Natur' gesehen:

Es ist schon erstaunlich, was manche Tiere mit dem Material machen, welches sie in ihrer Umgebung vorfinden. - Mit den techn. Werken des Menschen ist es jedoch in keiner Weise vergleichbar. Dazu müssten die Tiere ganz andere Gehirnleistungen abrufen können.

Aber - auch der Mensch ist noch lange nicht "vollkommen". Dies erkannte u.a. auch der Arzt und Psychotherapeut Alfred Adler. Dieser führte dessen Minderwertigkeitskomplexe auf das Bewusstsein von ihrer Unvollkommenheit zurück.

Gruß von Reklov

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.883

19.07.2020 20:30
#9  Der Rassist in uns Antworten

Zitat von Reklov
Aber - auch der Mensch ist noch lange nicht "vollkommen".

Und die Tiere leisten viel mehr, als wir bisher nur ahnen konnten oder wollten! Das ist das, was ich - auf den kürzesten Nenner gebracht - sagen will! Sie leben und fühlen wie wir! Denken, planen, kommunizieren, organisieren und bauen tun sie auch!

Und was mich bei diesem Piepmatz so 'geflasht' hatte: Sein Sinn für Schönheit, die Ästhetik! Was der da machte, das war - Kunst! Die Tiere leben und fühlen wie wir!

Sie haben (meistens) nicht das Hirnvolumen wie wir , die körperlichen Voraussetzungen, um so gut zu sein wie wir, sagst du. Das ist mir auch klar. Aber das muss man nicht erwähnen, wenn wir dabei sind, die Größe der Tiere entdeckt wird und ihre Nähe zu uns!

'Die Tiere sind 'instinktgeleitet'. sagst du, um uns mit unserem 'Logos' von ihnen zu unterscheiden. Aber strategisches Denken (beim Beutefang, bei der Verteidigung gegen Fressfeinde), Überlebenswillen, Baufähigkeiten (Nester, Höhlen, Speisekammern, Labyrinthe), Gefühle und einen Sinn für Ästhetik haben die auch! Und wir sind ebenso 'instinktgeleitet', vom Unterbewusstsein gesteuert, da brauchen wir uns spätestens seit Sigmund Freud nichts vorzumachen!

All die 'Qualitäten', die uns 'auszeichnen', finden wir auch bei den Tieren vor. Und das ist eine Erkenntnis, die wir nicht mit Abgrenzung zu den Tieren zur Erhöhung unserer eigenen Spezies kontern sollten!

_____________________________________________
"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Reklov Offline




Beiträge: 5.755

20.07.2020 14:12
#10 RE: Der Rassist in uns Antworten

Zitat
All die 'Qualitäten', die uns 'auszeichnen', finden wir auch bei den Tieren vor. Und das ist eine Erkenntnis, die wir nicht mit Abgrenzung zu den Tieren zur Erhöhung unserer eigenen Spezies kontern sollten!

Gysi,

... jetzt übertreibst Du aber etwas!

Der Mensch macht z.B. KUNST (Malerei, Literatur, Film, Theater etc.), hat zudem auch ein anderes Bewusstsein von seiner "Endlichkeit" und wenn er zu den Sternen blickt, dann sind das für ihn nun mal mehr, als nur helle Lichtpunkte am Himmel, welche seine Netzhaut "registriert" - ohne sie recht einordnen zu können.

Gruß von Reklov

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.883

20.07.2020 14:28
#11  Der Rassist in uns Antworten

Zitat von Reklov
... jetzt übertreibst Du aber etwas!

Nein garnicht! Wir haben alles aus der Natur, alles! Schau dir die wunderbaren Tiere an, sie sind der Anfang unserer Existenz! Und dieser Anfang hat noch einen anfänglicheren Anfang, schon klar. Aber überspringe die Tiere nicht, sie sind der Hammer! Nicht 'Gott' - die Tiere!

Zitat
und wenn er zu den Sternen blickt, dann sind das für ihn nun mal mehr, als nur helle Lichtpunkte am Himmel, welche seine Netzhaut "registriert" - ohne sie recht einordnen zu können.

Wann fingen wir an zu kapieren, dass die glitzernden Punkte da oben Sonnen wie unsere Sonne sind? Vor 500 Jahren? Vor 2.000? Ich weiß es nicht. Aber der Homo Sapiens existiert seit 300.000 Jahren. Und die meiste Zeit wusste er von der Milchstraße auch nicht mehr, als dass sie ein Himmelsteppich von glitzernden Perlen ist! Waren wir da den Tieren schon überlegen? Offenbar schon. Aber nicht sehr. Unsere vermeintliche Überlegenheit gewannen wir erst mit entscheidenen Erkenntnissen und technologischen Änderungen unserer Lebensart hier auf diesem Planeten hinzu.

_____________________________________________
"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Reklov Offline




Beiträge: 5.755

21.07.2020 13:23
#12 RE: Der Rassist in uns Antworten

Zitat
Waren wir da den Tieren schon überlegen? Offenbar schon. Aber nicht sehr. Unsere vermeintliche Überlegenheit gewannen wir erst mit entscheidenen Erkenntnissen und technologischen Änderungen unserer Lebensart hier auf diesem Planeten hinzu.

Gysi,

... Du sagst es ja nun deutlich: WIR haben/konnten uns entwickeln! Und dies (so , meine ich), weil uns ein anderes biologisches "Konzept" gegeben ist, als unseren damaligen "Verwandten", welche immer noch auf den Bäumen sitzen (oder im Zoo).

Zitat
Nein garnicht! Wir haben alles aus der Natur, alles! Schau dir die wunderbaren Tiere an, sie sind der Anfang unserer Existenz! Und dieser Anfang hat noch einen anfänglicheren Anfang, schon klar. Aber überspringe die Tiere nicht, sie sind der Hammer! Nicht 'Gott' - die Tiere!

Klar haben wir alles aus der Natur. Nur, - von wem hat es die Natur? Ohne den exakt justierten Abstand zur Sonne wäre die uns bekannte Natur der Erde so garnicht möglich/lebensfähig! - Nun kann ja einer diesen exakten Abstand zur Sonne leicht als reinen Zufall betrachten. Dann müsste er aber auch gleich einen 2. Zufall dazu stellen, nämlich das ideale Volumen unserer Erdkugel! - Von den sich daraus entwickelnden "Bedingungen für Lebensformen" will ich dabei noch nicht sprechen, denn dies bringt unzählige unbeantwortbare Fragen auf den Tisch.

Für mich ist die ganze Schöpfung - auch die Tiere - der Hammer. Ich überspringe sie keinesfalls, sehe sie aber auf ihrer Stufe "stehen geblieben", obwohl sie, genau wie wir, einst aus den Ur-Bakterien entstanden sein sollen, wie es uns "Experten" lehren.
Diese Ur-Bakterien sollen wiederum per "Meteoriten-Flugpost" auf unserem Planeten gelandet sein und hier unter günstigen Lebensbedingungen ihre "Evolution" begonnen haben. Dies ergibt sich aus Ur-Bakterien, die man in Meteoriten in einem See in Mexico gefunden hat.

Ein ideales "Verteiler-System" angesichts der unermesslichen Weiten im Kosmos! Für mich ist auch dies kein Zufall, sondern der Ausdruck eines uns unbekannten "Schöpferwillens".

Gruß von Reklov

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.883

21.07.2020 14:53
#13 Der Rassist in uns Antworten

Zitat von Reklov
Und dies (so , meine ich), weil uns ein anderes biologisches "Konzept" gegeben ist, als unseren damaligen "Verwandten", welche immer noch auf den Bäumen sitzen (oder im Zoo).

Und wer gab es uns? 'Gott', sagten die Philosophen, die nichts von der Evolution wussten. 'Die Evolution', sagen die Philosophen, die sie kennen. Und wer oder was gab uns die Evolution'? SO sieht die Fragenkette aus! Überspringe nichts, das führt nur zu Irritationen, die wir erfreulicherweise nicht mehr nötig haben!

Zitat
Ohne den exakt justierten Abstand zur Sonne wäre die uns bekannte Natur der Erde so garnicht möglich/lebensfähig!

Und diese Bedingungen haben sich so erstellt, wie sie da stehen! Wenn sie sich hicht so erstellt hätten, gäbe es uns nicht, Punkt! Es gibt beinahe endlos viele planetarische Konstellationen, die diese Bedingungen für ein biologisches Leben (nach unserer Art) nicht erstellen! Milliarden, Billionen, Billiarden bewusstlose Versuche nach den bewusstlos und blind gefolgten Gesetzen der Natur!

Genau diese Bedingungen, die unser Sonnensystem für unsere Biologie auf unserer Erde zusammengestellt hat, sind eben doch ein Produkt des Zufalls, den du immer noch bestreitest! Unsere Entstehung ist noch viel, viel zufälliger als ein Lottohauptgewinn! Ein planender (und dazu noch perfekter) Gott hätte nicht den 'Produktionsausschuss' von derart vielen 'Fehlversuchen'. Du bist immer noch von der Vorstellung getrieben, dass unsere Entstehung 'gewollt' ist. Warum? Wie kommst du denn darauf? Wir sind nicht 'gewollt'! Wir sind einfach nur so entstanden.

Du hast Angst um deine Bedeutung. Dass du letzten Endes bedeutungslos bist! Du brauchst davor keine Angst zu haben. Hab ich ja auch nicht. Wir Endlichen sind in der Ewigkeit eingebettet. Und alles Endliche ist auch ewig in der Unendlichkeit!

_____________________________________________
"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Reklov Offline




Beiträge: 5.755

24.07.2020 16:08
#14 RE: Der Rassist in uns Antworten

Zitat
Milliarden, Billionen, Billiarden bewusstlose Versuche nach den bewusstlos und blind gefolgten Gesetzen der Natur!

Gysi,

... solche Worte sind aber auch nur Dein "bewusstloser Versuch", mit hohen Zahlen-Vermutungen zu jonglieren. - Diese können jedoch keinerlei Richtigkeit beanspruchen, weil uns dafür jede Anschauung fehlt! - Unser Sonnensystem "überblicken" wir. Das uns nächst gelegene ist aber schon mal über 3 Lichtjahre entfernt!

Außerdem: Gesetze mögen "blind" und "bewusstlos" sein - aber nicht der Gesetzgeber. Die vor vielen Gerichtsgebäuden mit Augenbinde und Waagschale dargestellte röm. Göttin Justitia ist eine nicht sehr geglückte Darstellung aus der Antike, denn eine "Göttin" würde nie "blind (ohne Ansehen der Person)" Recht sprechen, sondern sich stets sorgsam den Einzelfall anschauen. (Dies nur als Anmerkung.)

Zitat
Genau diese Bedingungen, die unser Sonnensystem für unsere Biologie auf unserer Erde zusammengestellt hat, sind eben doch ein Produkt des Zufalls, den du immer noch bestreitest! Unsere Entstehung ist noch viel, viel zufälliger als ein Lottohauptgewinn! Ein planender (und dazu noch perfekter) Gott hätte nicht den 'Produktionsausschuss' von derart vielen 'Fehlversuchen'.

Das sind aber lediglich Deine persönlichen Ansichten. Diese darfst Du zwar kundtun, aber es wäre seriöser, würdest Du sie als persönliche Glaubensansichten äußern und nicht so schreiben, als wärest DU bei der Erschaffung der Welt zugegen gewesen..
Was weißt DU schon von einem "Produktionsausschuss", den sich ein "Welten-Erschaffer" locker genehmigen kann - ja evtl. sogar muss, um in solch unvorstellbar gigantischen Dimensionen zu planen, zu erschaffen. Da ist jede, auch Deine, kleinkarierte menschliche Vorstellung von Ökonomie nun wirklich überfordert, also untauglich - zumal ja keine Energie "verloren" geht.
Und - was DU als "Fehlversuch" ansiehst, könnten lediglich "Stufen einer Treppe" sein, deren gesamtes Ausmaß von Deinem 3-dimensionalen Gehirn überhaupt nicht erfasst werden kann. Du kannst Dir ja nicht einmal die Strecke eines Lichtjahres korrekt vor Augen führen. Ganz einfach, weil Du sie nie "gefahren/geflogen" bist.

Zitat
Du hast Angst um deine Bedeutung. Dass du letzten Endes bedeutungslos bist! Du brauchst davor keine Angst zu haben. Hab ich ja auch nicht. Wir Endlichen sind in der Ewigkeit eingebettet. Und alles Endliche ist auch ewig in der Unendlichkeit!

Wer sich an den Worten Jesu orientiert, kennt überhaupt keine Angst, denn der "Meister" hatte keinen seiner Mitmenschen als "bedeutungslos" gesehen, - weder die Reichen und Schönen, noch die Armen, bis hin zu den Lepra-Kranken.

Nach dem Energie-Erhaltungsgesetz "verschwindet" ja nichts, sondern wird nur umgewandelt. Die Frage nach dem persönlichen Bewusstsein ist damit aber keinesfalls geklärt, sondern hier ist lediglich die Physik (wie sie der Mensch bisher erkannt hat) in materiellen Bereichen angesprochen.
Keiner von uns hat also den blassesten Schimmer einer Ahnung, was mit unserer Seele und dem damit verbundenen Bewusstsein passiert, wenn wir unsere Körperhülle "abgeben" müssen.

Es ist also nicht damit getan, zu schreiben, dass alles Endliche in der Ewigkeit eingebettet sei, denn die hierzu auftretenden Fragen überschreiten die Existenz von Quanten und deren Erforschung.

Philosophisch solltest Du zu solchen Themen schon noch angestrengter "nacharbeiten".
Wenn Dir solches nicht gegeben ist, dann sollte eben das Zitat von A. Einstein genügen:
>> Falls Gott die Welt geschaffen hat, war seine Hauptsorge sicher nicht, sie so zu machen, dass wir sie verstehen können. <<

Gruß von Reklov

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.883

24.07.2020 17:09
#15  Der Rassist in uns Antworten

Zitat von Reklov
Da ist jede, auch Deine, kleinkarierte menschliche Vorstellung von Ökonomie nun wirklich überfordert, also untauglich - zumal ja keine Energie "verloren" geht.

Zwischen der menschlichen Ökonomie und der der Natur gibt es einen Unterschied: Die menschliche ist eine Ökonomie der knappen Güter. Und die der Natur ist die des Überflusses und der Verschwendung! Ergo: Sie ist gar keine! (Sie 'produziert', aber nicht ökonomisch.)

Sie kann auch keine Ökonomie sein, weil der Zufall sie (innerhalb der Naturgesetze) regiert und nicht eine Person, die Knappheit produktiv gezielt einsetzen kann!
Oder anders ausgedrückt: Dieses Verschwendungs'prinzip' der Natur ist ein starkes Indiz für die Nichtexistenz Gottes!

Zitat
denn der "Meister" hatte keinen seiner Mitmenschen als "bedeutungslos" gesehen, - weder die Reichen und Schönen, noch die Armen, bis hin zu den Lepra-Kranken.

Nee, nur die Ungläubigen. Die hatte er in die 'Feueröfen' verdammt... Die dann in den 40ern des 20. Jahrhunderts von den Nationalsozialisten realisiert wurden. Jesus hatte mit seiner Verurteilung der Ungläubigen eine DISKRIMINIERUNG festgelegt, die wir heute als RASSISMUS beschreiben. Um mal auf das THEMA zurückzukommen...

Zitat
Es ist also nicht damit getan, zu schreiben, dass alles Endliche in der Ewigkeit eingebettet sei, denn die hierzu auftretenden Fragen überschreiten die Existenz von Quanten und deren Erforschung.

Aber es hilft!

Zitat
Philosophisch solltest Du zu solchen Themen schon noch angestrengter "nacharbeiten".

Ich tue, was ich kann und was ich für richtig halte! Wenn dir das zuwenig ist, musst du schon für dich selbst 'nacharbeiten'... Aber du lehnst ja jedes Indiz ab, das gegen eine Gottesexistenz spricht! Das macht Erkenntnisforschung schwierig, wenn es diesen Gott nicht gibt...

Zitat
A. Einstein genügen:
>> Falls Gott die Welt geschaffen hat, war seine Hauptsorge sicher nicht, sie so zu machen, dass wir sie verstehen können. <<

Jetzt zerre doch den armen Albert Einstein nicht schon wieder in dein Boot, um der Gottesexistenz einen starken Fürsprecher beizugesellen! Einstein war nicht gottgläubig! Er war ein Atheist! Schon zu seinen Lebzeiten gab es eine Reihe von Gottgläubigen, die Zitate von ihm als Gottesbeweise demonstrierten! Und er war von ihnen GENERVT! 'Gott' zog er stets mit einem leicht ironischen Zungenschlag ins Gespräch! SO muss man seine "Gottreden" verstehen! => Albert Einstein und Gott

_____________________________________________
"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Reklov Offline




Beiträge: 5.755

25.07.2020 11:46
#16 RE: Der Rassist in uns Antworten

Zitat
Zwischen der menschlichen Ökonomie und der der Natur gibt es einen Unterschied: Die menschliche ist eine Ökonomie der knappen Güter. Und die der Natur ist die des Überflusses und der Verschwendung! Ergo: Sie ist gar keine! (Sie 'produziert', aber nicht ökonomisch.)

Sie kann auch keine Ökonomie sein, weil der Zufall sie (innerhalb der Naturgesetze) regiert und nicht eine Person, die Knappheit produktiv gezielt einsetzen kann!
Oder anders ausgedrückt: Dieses Verschwendungs'prinzip' der Natur ist ein starkes Indiz für die Nichtexistenz Gottes!

Gysi,

... "natürlich" ist die Natur mit Überfluss ausgestattet - und dies hat der "Schöpfer" wohl bedacht, denn somit sind "Verluste" locker auszugleichen.
Wie bekannt, haben ja manche Tierarten reichliche Nachkommen. Dies ist aber "geplant", denn schon im Baby-Alter erleiden diese hohe Verluste - aus vielerlei Gründen.
Ein starkes Indiz für die Existenz eines Überwesens, das wir in unserer Sprache mit "Gott" belegt haben, ist gerade dieser verschwenderische "Überfluss", denn es entspricht nun mal dem Göttlichen, nicht ökonomisch beschränkt handeln zu müssen, wie es manche "Erbsenzähler" tun müssen, welche in Firmen alles berechnen und optimieren, um mit geringstem Aufwand/Einsatz größtmöglichen Gewinn zu erzielen.

Gedanke hierzu:
Für wen sollte denn ein göttliches Wesen "Gewinn erzielen müssen"? Warum solltes ES denn nicht auch riesigen "Ausschuss" mit einkalkulieren, weiß ES doch, dass alles wieder in der ewigen atomaren Ur-Form mündet, welche die "Bausteine" für neue Formen bereitstellt.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.755

25.07.2020 11:54
#17 RE: Der Rassist in uns Antworten

Zitat
Jetzt zerre doch den armen Albert Einstein nicht schon wieder in dein Boot, um der Gottesexistenz einen starken Fürsprecher beizugesellen! Einstein war nicht gottgläubig! Er war ein Atheist! Schon zu seinen Lebzeiten gab es eine Reihe von Gottgläubigen, die Zitate von ihm als Gottesbeweise demonstrierten! Und er war von ihnen GENERVT! 'Gott' zog er stets mit einem leicht ironischen Zungenschlag ins Gespräch! SO muss man seine "Gottreden" verstehen!

Gysi,

... Einstein war weder "arm", noch habe ich mit ihm über Gott sprechen können. Nur ein persönlicher Eindruck könnte mir den Mann näher bringen - auch seine Sprache zu diesem Thema. Einstein kann mit seinen Zitaten Gott keinesfalls beweisen! Allenfalls können diese zum Nachdenken anregen. Auch Dich!
Wie Du Einsteins Gottreden auffasst, ist dem Filter in Deiner Psychostruktur geschuldet! Ironie ist bei Einstein-Zitaten lediglich eine sprachliche Zierde, welche neue Gedanken-Tore weit öffnet!

Gruß von Reklov

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.883

25.07.2020 12:14
#18  Der Rassist in uns Antworten

Zitat von Reklov
denn es entspricht nun mal dem Göttlichen, nicht ökonomisch beschränkt handeln zu müssen,

Es entspringt auf jeden Fall schon mal dem Wesen des Zufalls, ohne Plan was zustandebringen zu können! Dazu ist der Überfluss hilfreich! Das 'Wesen des Göttlichen' kannst du nicht kennen. Du stellst es dir nur vor!

Zitat
... "natürlich" ist die Natur mit Überfluss ausgestattet - und dies hat der "Schöpfer" wohl bedacht, denn somit sind "Verluste" locker auszugleichen.

Es gibt über 99 % Spezies, die auf dieser Erde schon gelebt haben, aber aufgrund eines Mangels an Lebensmitteln und sonstiger Lebensbedingungen schon ausgestorben sind! Die haben keine Gelegenheit mehr dazu, den 'Überfluss' einzufordern, den ihnen ein gnadenreicher Schöpfer via Planung beigestellt haben sollte...

Zitat
Ironie ist bei Einstein-Zitaten lediglich eine sprachliche Zierde, welche neue Gedanken-Tore weit öffnet!

Geh doch einfach mal in den Thread "Albert Einstein und Gott" (Forum: Wissenschaft und Philosophie) rein. Da wird ein entscheidender Brief diskutiert, den Einstein ein Jahr vor seinem Tod schrieb.

Würde mich freuen, wenn wir auf das THEMA zurückkommen könnten. => RASSISMUS, Diskriminierung! => Ungläubigendiskriminierung! DAS ist doch ein Thema, das uns dazu anhält, unsere Antirassismus-Ethik wohl außerhalb der Bibel und des Koran entwickeln zu müssen...

_____________________________________________
"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Reklov Offline




Beiträge: 5.755

26.07.2020 11:13
#19 RE: Der Rassist in uns Antworten

Zitat
Sie kann auch keine Ökonomie sein, weil der Zufall sie (innerhalb der Naturgesetze) regiert und nicht eine Person, die Knappheit produktiv gezielt einsetzen kann!
Oder anders ausgedrückt: Dieses Verschwendungs'prinzip' der Natur ist ein starkes Indiz für die Nichtexistenz Gottes!

Gysi,

... auch innerhalb der Naturgesetze gibt es keinen Zufall, denn auch hier ist alles bedingt. So stoßen sich z.B. Feuer und Wasser nicht zufällig ab und auch Stoffumwandlungen (chem. Reaktionen) sind nicht ein seit jeher bestehender Vorgang/Ablauf eines "Gesetzes" ohne Gesetzgeber. (Meine ich.)

Das Verschwendungs'prinzip' der Natur ist für mich eher ein starkes Indiz, welch gewaltige Ressourcen im Schöpfungsprozess eingeplant und dann eingesetzt wurden/werden - wenn dies erforderlich wird.

Zitat
Es gibt über 99 % Spezies, die auf dieser Erde schon gelebt haben, aber aufgrund eines Mangels an Lebensmitteln und sonstiger Lebensbedingungen schon ausgestorben sind! Die haben keine Gelegenheit mehr dazu, den 'Überfluss' einzufordern, den ihnen ein gnadenreicher Schöpfer via Planung beigestellt haben sollte...

Bevor wir wieder zum eigentlichen Thema zurückkehren:
Auch im menschlichen "Produktionsprozess" gibt es unzählige Dinge, die "aussterben". So ist z.B. der Schriftsetzer, welcher die erforderlichen Bleibuchtaben noch in den 50er Jahren aus dem Setzkasten "pflückte", in dieser Weise nicht mehr vorhanden, weil ihn moderne Bildschirm-Technik von heute auf morgen "ersetzte".
Den von Dir erwähnten ausgestorbenen Tierarten stehen aber auch viele gegenüber, die sich seit Ur-Zeiten erhalten konnten, wenngleich manche von denen ihr Aussehen gewaltig verändert haben, um besser/angepasster überleben zu können.
Dieser "Wandel" scheint im Plan der Schöpfung aber auch nicht eine solche Tragödie zu sein, wie sie mancher Mensch aus seiner Perspektive empfindet/bewertet/bedauert.

Gruß von Reklov

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.883

26.07.2020 12:48
#20 Gott und die Natur Antworten

Zitat von Reklov
... auch innerhalb der Naturgesetze gibt es keinen Zufall, denn auch hier ist alles bedingt.

Das ist natürlich richtig. Ich meine ja auch ungeplante Ergebnisse! Ein Lottogewinn ist vom Schicksal nicht geplant. Er geschieht einfach. Ohne Planer. Und so ist das mit der Erde und ihrer Evolution auch geschehen!

Zitat
Das Verschwendungs'prinzip' der Natur ist für mich eher ein starkes Indiz, welch gewaltige Ressourcen im Schöpfungsprozess eingeplant und dann eingesetzt wurden/werden - wenn dies erforderlich wird.

Nee. Es ist ein Indiz für die Planlosigkeit der Natur! Wenn es einen Schöpfer gäbe, der die Menschen geplant hat, hätte er sich nicht ausgerechnet einer 'Planung' bedienen müssen, die einen Schöpfer doch überflüssig macht!

Zitat
Dieser "Wandel" scheint im Plan der Schöpfung aber auch nicht eine solche Tragödie zu sein, wie sie mancher Mensch aus seiner Perspektive empfindet/bewertet/bedauert.

Wer macht das? Ich rede lediglich von der Gleichgültigkeit und Gnadenlosigkeit der Natur. Als ein weiteres Indiz für ihre Gottlosigkeit! Es gibt nicht nur den Überfluss - es gibt auch den Mangel! Was für die einen gut ist, ist für andere schlecht. So geht das mit der Evolution. NICHTS deutet in ihr auf gezielte Planung hin!

Jetzt kannst du ja noch sagen, dass doch irgendeiner der Evolutionsknopf gedrückt haben muss! Das deutet aber auf einen sehr unterbeschäftigten Gott... Ich kann mir da eher vorstellen, dass die EXISTENZ diesen Knopfdruck ebenso automatisiert hat, wie das ganze darauffolgende evolutionäre Geschehen auch...

Und jetzt bitte ich um themenrelevante Beiträge. Wir rutschen immer wieder ab, das ist ja auch in Ordnung so, wir sollten aber auch wieder zurückkommen! (Ich kann ja einen neuen Thread für die abgewichenen Beiträge aufmachen: 'Gott und die Natur'.) Und so geht es hier auch weiter! Admin.

_____________________________________________
"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Reklov Offline




Beiträge: 5.755

27.07.2020 11:26
#21 RE: Gott und die Natur Antworten

Zitat
Das ist natürlich richtig. Ich meine ja auch ungeplante Ergebnisse! Ein Lottogewinn ist vom Schicksal nicht geplant. Er geschieht einfach. Ohne Planer. Und so ist das mit der Erde und ihrer Evolution auch geschehen!

Gysi,

... im Wort "SCHICKSAL" ist die alte Ansicht unserer Ahnen "verpackt", dass jedem Menschen seine Erlebnisse "geschickt" werden. Dies kann man zwar verneinen, aber nicht dementsprechend belegen!

Das Lotto-Spiel ist von seinen Betreibern mathematisch so ausgerichtet, dass es für sie einer "Gelddruckmaschine" gleichkommt. Die 49 Tipp-Felder lassen so viele Möglichkeiten offen, dass die Lotto-Gesellschaft immer gewinnt, auch wenn hier und da ein "Glückspilz" die richtigen 6 Felder ankreuzt. Ein solcher Gewinner dient lediglich als Hoffnungsverstärker für die vielen anderen, welche wöchentlich leer ausgehen.
Der Lotto-Gewinner ist nicht planbar - die Lotto-Betreiber aber arbeiten nach einem genau errechneten Plan, dessen Basis auf mathematischen Berechnungen beruht - und die sind zuverlässig.
So konnte sich der "Schöpfer" auch nicht um jedes Lebewesen persönlich kümmern, sondern verließ sich auf das "todsichere" System seiner Naturgesetze. (So könnte man es, zumindest aus menschlicher Sicht, in Sprache kleiden.)

Zitat
Nee. Es ist ein Indiz für die Planlosigkeit der Natur! Wenn es einen Schöpfer gäbe, der die Menschen geplant hat, hätte er sich nicht ausgerechnet einer 'Planung' bedienen müssen, die einen Schöpfer doch überflüssig macht!

Der Augenschein des Menschen trügt - wie so oft!
Sicher kann die Natur nichts planen. Deswegen ist sie auch mit reichlichen Reserven ausgestattet worden.
Die Fortpflanzungsfähigkeit von Flora und Fauna ist in vielen Bereichen mehr als gewaltig. Ein einziger Baum wäre in der Lage, um sich einen ganzen Wald zu bilden, würde er nicht von Mensch und Tier "gestört" werden. Auch über die astronomisch hohe Eier-Zahl von z.B. einem einzigen Störweibchen kann man nur staunen, zumal die Weibchen diese riesigen Mengen seit über 250 Millionen Jahren hervorbringen.
Bei all diesen Prozessen innerhalb der Evolution scheint ein "Schöpfer" überflüssig - aber nicht, wenn man an den Anfang des Prozesses aller Dinge denkt.
Ebenso würde der Blick in einen vollautomatische Machinenpark jeden Ingenieur als "überflüssig" erscheinen lassen - aber nur für den, der den "Augenblick" beurteilt.

Gruß von Reklov

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.883

27.07.2020 14:27
#22 Gott und die Natur Antworten

Zitat von Reklov
... im Wort "SCHICKSAL" ist die alte Ansicht unserer Ahnen "verpackt", dass jedem Menschen seine Erlebnisse "geschickt" werden. Dies kann man zwar verneinen, aber nicht dementsprechend belegen!

Ja, das Schicksal schickt uns was, und das ist mal schick und mal weniger schick... Die Alten haben es dir aber auch angetan. Man darf sie lieben und wertschätzen. Aber Vieles wissen die Neuzeitlichen nun mal besser. Denn wir waren (auch) fleißig und haben den Fundus der Alten genutzt, um auf ihm aufzubauen! Die Alten wären uns wahrscheinlich nicht dankbar, wenn wir jahrtausendelang die alten Philosophien gut gepaukt nur nachplapperten!

Zitat
Bei all diesen Prozessen innerhalb der Evolution scheint ein "Schöpfer" überflüssig - aber nicht, wenn man an den Anfang des Prozesses aller Dinge denkt.
Ebenso würde der Blick in einen vollautomatische Machinenpark jeden Ingenieur als "überflüssig" erscheinen lassen -

Dein Vergleich der Schöpferpersonen Gott und Mensch hat einen Pferdefuß: Der Mensch ist selber ein geschöpftes Wesen. Und Gott kann es nicht sein! Sie haben grundverschiedene Ausgänge. Aber du gehst wie selbstverständlich davon aus, dass man deren Schöpfungsformate eins zu eins vergleichen kann! Wenn man das kann, muss mir die Frage gestattet sein, woher den Gott kommt? Woher der Mensch kommt, das wissen wir ja. Du wirst sagen: Gott hat keine Ursache, denn er kommt aus der Ewigkeit! Und ich sage (in Übereinstimmung mit Athon), dass die Naturgesetze aus der Ewigkeit kommen! Wieso müssen die dann trotzdem in einem personellen Architekten eine Ursache haben? Weil die Evolution den Tastendrücker braucht, den Beginner? Also - ich sagte es schon - die Evolution ist ein komplett biologisch automatisierter Betrieb. Und da der vorstellbar ist - weil existent - kann man sich gut vorstellen, dass die EXISTZENZ (nicht Gott!) den einen Beginner-Akt auch noch in die komplett 'automatisierte' Evolution mit einbinden konnte! Man braucht für sowas keinen Gott, der sich nach einer zehntel Sekunde Arbeit ansonsten eine Ewigkeit lang zu langweilen hat!

_____________________________________________
"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Athon Offline




Beiträge: 3.464

27.07.2020 17:47
#23 RE: Gott und die Natur Antworten

@Reklov

Zitat von Reklov #21
So konnte sich der "Schöpfer" auch nicht um jedes Lebewesen persönlich kümmern, sondern verließ sich auf das "todsichere" System seiner Naturgesetze.


Das sind nicht "seine" Naturgesetze, Reklov. Wozu braucht es einen Schöpfer, wenn die Naturgesetz selbst schon ewig sind? Und die Ewigkeit kann es auch ohne "Gott" geben, denn sie braucht ihn nicht...

----------------------------------------------------
NUR DER ZWEIFEL LÄSST UNS DENKEN

Reklov Offline




Beiträge: 5.755

28.07.2020 12:37
#24 RE: Gott und die Natur Antworten

Zitat
Das sind nicht "seine" Naturgesetze, Reklov. Wozu braucht es einen Schöpfer, wenn die Naturgesetz selbst schon ewig sind? Und die Ewigkeit kann es auch ohne "Gott" geben, denn sie braucht ihn nicht...

Athon,

... wer sagt denn, dass "die Naturgesetze selbst schon ewig sind"? - Du?

Solches kannst Du allenfalls als Deinen Glaubensinhalt vorstellen, also Deine diesbezügliche Aussage mit "Ich glaube/denke, dass die Naturgesetze selbst schon ewig sind..." einleiten.

Dies wäre nur überflüssig, wärest Du in der Lage zu beweisen, dass Du z.B. beim BIG BANG persönlich anwesend gewesen warst.

Zitat
Und die Ewigkeit kann es auch ohne "Gott" geben, denn sie braucht ihn nicht...


Es "kann" in der Theorie vieles geben! - Auch der Gedanke an eine Ewigkeit findet in menschlichen Vorstellungen seinen Platz. Ob aber darin auch schon chem. und physikal. Prozesse ihren geordneten Gang antreten können, bleibt als Frage offen.
Ich hatte ja unlängst u.a. vermerkt, dass im christl. Denken die Ewigkeit und die damit verbundene Kraft einem so gedachten Gott zugesprochen wird.

Blickt man auf die Forschungsarbeit des Menschen, so ist unser ganzes Wissen stets mit dem Erkennen von Bedingtem verbunden. Wir kennen nichts Unbedingtes und bereits ein so gedachter unbegrenzter Raum strapaziert unsere Vorstellungskraft in höchstem Maße.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.755

28.07.2020 14:23
#25 RE: Gott und die Natur Antworten

Zitat
Ja, das Schicksal schickt uns was, und das ist mal schick und mal weniger schick...

Gysi,

Dein scherzhaftes Wortspiel funktioniert nur phonetisch, denn "schick" wird "chic" geschrieben. Das franz. "chique" hat die Bedeutung von mondän, elegant, luxuriös und hat mit "schicken" (wie es z.B. die Post macht) nichts zu tun.

Zitat
Aber Vieles wissen die Neuzeitlichen nun mal besser. Denn wir waren (auch) fleißig und haben den Fundus der Alten genutzt, um auf ihm aufzubauen! Die Alten wären uns wahrscheinlich nicht dankbar, wenn wir jahrtausendelang die alten Philosophien gut gepaukt nur nachplapperten!

Unsere Forscher haben große "naturwissenschaftliche" Fortschritte gemacht. In der Philosophie sind wir im Grunde aber nicht viel weiter gekommen, als es Platon schon damals war.

Zitat
Der Mensch ist selber ein geschöpftes Wesen. Und Gott kann es nicht sein!

Dass ein "Gott" auch von einem Gott erschaffen werden kann, war ja bereits im Gedankengut der Antike verankert.
Im christl. Gedankengut erschuf z.B. der "EINE GOTT" gleich eine ganze Engelschar. Würde sich nun jamand einen "Gott" vorstellen, welcher den Gott der Christen "erschaffen" hat, so würde sich sofort die Frage stellen, wer denn diesen Gott erschaffen hat und so käme eine unendliche Fragen-Kette in Gang.

Zitat
Woher der Mensch kommt, das wissen wir ja.

Jeder Anthropologe wird Dir hier zurecht widersprechen, denn unsere lange biologische "Spur" geht auf die ersten Ur-Bakterien zurück. Danach ist aber "Sendeschluss".

Zitat
Und ich sage (in Übereinstimmung mit Athon), dass die Naturgesetze aus der Ewigkeit kommen! Wieso müssen die dann trotzdem in einem personellen Architekten eine Ursache haben?

Sich ein Bild von "Gott" zu machen, ist nicht möglich. Schon garnicht ein "personelles"!

Zitat
Also - ich sagte es schon - die Evolution ist ein komplett biologisch automatisierter Betrieb. Und da der vorstellbar ist - weil existent - kann man sich gut vorstellen, dass die EXISTZENZ (nicht Gott!) den einen Beginner-Akt auch noch in die komplett 'automatisierte' Evolution mit einbinden konnte!

Du hast (nicht nur für Dich typisch) völlig verdrängt, dass Leben eine Beseelung braucht und keinesfalls nur als "biologisch automatisierter Betrieb" verstanden werden sollte.
Biologisch funktionieren z.B. die Menschen alle auf ähnliche Weise. Ihre seelische Basis ist aber doch recht unterschiedlich - weil mal mehr, mal weniger, mal vollkommen "zugeschüttet".

Zitat
Man braucht für sowas keinen Gott, der sich nach einer zehntel Sekunde Arbeit ansonsten eine Ewigkeit lang zu langweilen hat!

Das "man" solltest Du besser mit "ich" ersetzen. Außerdem weißt Du weder etwas über eine nötig gewesene Vorarbeit zum BIG BANG, noch vrmagst Du zu wissen, inwieweit ein "Schöpfer" seinen "automatisierten Betrieb" nicht auf einem "Bildschirm" überwacht und, wenn nötig, die Einstellung entprechender Hebel und Ventile verändert, sich also nicht tatenlos "langweilt", sondern überwachend und regulierend aktiv ist.

Wir schützen unsere Anbauten auf den Feldern mit versch. Schädlingsbekämpfungsmitteln.

Welche Schutzmittel könnte ein "Schöpferwesen" für die von ihm geschaffene Natur einsetzen? Zunächst programmiert ES eine nur kurzzeitige Lebensdauer für all seine Geschöpfe und bringt, wenn nötig, auch "biologische Kampfmittel" zur Erhaltung seines "Programms" zum Einsatz.

Gruß von Reklov

Seiten 1 | 2
 Sprung  
________________________________________

"Ich bin völlig anderer Meinung als Sie. Aber ich werde mein Leben dafür einsetzen,
dass Sie sie sagen dürfen!" (Voltaire)

"Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!" (Immanuel Kant)

________________________________________

=> "Die Ewigkeit gibt es ohne Gott!"

... Platz für Verlinkungsaustausche ...

VORSICHT! Vertrauensunwürdige Werbung!

Xobor Erstelle ein eigenes Forum mit Xobor
Datenschutz