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Religionsforum
Atheismus vs. Religionen  


Der substanzielle  Dialog 

Für (echten) Säkularismus und freie Religionskritik!


Wir trauern um die Opfer des islamistischen
Terrors in Frankreich und Österreich



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Dieses Thema hat 18 Antworten
und wurde 388 mal aufgerufen
 Islamismus/Islam
Athon Offline




Beiträge: 3.577

03.11.2020 12:05
Wo seid ihr, Muslime? Antworten

Wieder mussten Menschen im Namen des Propheten sterben. Sinnlos, würdelos.

Wo sind all die friedliebenden Muslime, von denen ihr Zentralrat anlässlich solcher Gräueltaten immer wieder spricht? Warum verstecken sie sich? Warum gehen sie nicht zu Tausenden auf die Straße und empören sich? DAS wäre ein wirkliches Zeichen, sich von unkritischer Haltung zur Gewalt abzugrenzen.

Auch die muslimische Religionsgemeinschaft will vom deutschen Staat anerkannt werden. Dann muss sie aber auf die vielen löblichen Worte auch Taten folgen lassen.

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NUR DER ZWEIFEL LÄSST UNS DENKEN

Reklov Offline




Beiträge: 5.897

03.11.2020 15:06
#2 RE: Wo seid ihr, Muslime? Antworten

Zitat
Wo sind all die friedliebenden Muslime, von denen ihr Zentralrat anlässlich solcher Gräueltaten immer wieder spricht? Warum verstecken sie sich? Warum gehen sie nicht zu Tausenden auf die Straße und empören sich? DAS wäre ein wirkliches Zeichen, sich von unkritischer Haltung zur Gewalt abzugrenzen.

Auch die muslimische Religionsgemeinschaft will vom deutschen Staat anerkannt werden. Dann muss sie aber auf die vielen löblichen Worte auch Taten folgen lassen.

Athon,

... die hier lebenden Muslime nutzen Deutschland als "Arbeitsplatz", können und wollen sich aber mit unserer Kultur, die ja ebenfalls eine lange Geschichte vorweisen kann, nicht indentifzieren, ja kennen diese in der Regel nicht.

Dazu kommt, dass Christentum und Islam die WAHRHEIT jeweils für sich beanspruchen. Auf der einen Seite steht Jesus als "Gottes Sohn" und die andere Seite hält es mit dem Propheten Mohammed.
Da es aber nur eine Wahrheit geben kann, irrt eine Ansicht von beiden - oder aber, sie irren gar beide!?

Hierzu mein oft erwähnter Satz: Religion hat mit "Gott" nur wenig zu tun!

Das Christentum hält Verspottungen seiner Religion zwar aus, aber auch nur, weil den Führern die Zähne gezogen wurden. Ansonsten gäbe es noch heute Scheiterhaufen für Ungläubige unter den Christen.

Dem Islam sind die Zähne noch nicht gezogen worden und so rekrutiert er (besonders unter den jungen Leuten) stets neue "Gotteskrieger", die bereit sind, für ihren Glauben zu töten.

Meine Meinung dazu:

Wir (auch Frankreich und England) haben einen großen Fehler gemacht, als wir unsere Heimat zum Dauerwohnsitz für islamische Einwanderer eingerichtet haben, denn unsere Flächen sind nicht so groß, wie die in Amerika. - Man hätte besser eine weisere Lösung finden können/müssen, indem man die Arbeitserlaubnis auf z.B. 20 Jahre beschränkt und dann die erworbenen Rentenanteile auf die Heimatkonten der durchaus fleißigen und friedliebenden islamischen Arbeitnehmer zu überweisen.
Klar - unseren Industriekapitänen war und ist es in erster Linie wichtig, schlecht bezahlte Leute für Arbeiten einzusetzen, die keiner von uns gerne machen will.
Mit den Einwanderern aus christl. Ländern funktioniert das Zusammenleben scheinbar besser, zumindest gewaltloser.

Warum sich kein islam. Vertreter lautstark in den Medien gegen die Terrorakte seiner Glaubensbrüder wendet, ist mir mehr als suspekt.
Im 3. Reich war es ja ähnlich: Als der Terror gegen Juden, Zigeuner und andere, als minderwertig erklärte Menschen (wie z.B. Slawen) losbrach, regte sich unter den Deutschen nur vereinzelter Widerstand.

Die einstige Aussage von Christian Wulff, "der Islam gehöre nun auch zu Deutschland", ist wahr geworden. Die Frage aber bleibt: Passt er denn auch zu Deutschland?

Brauchen wir denn arabische Clans, die sich, (genau wie zahlreiche illegale Afrikaner) nur mit gesetzeswidrigen "Geschäften" bei uns über Wasser halten wollen oder können?

Die dadurch entstehenden Kosten (aus Steuergeldern finanziert!) sind, laut Polizeisprecher, schwindelerregend, decken ständige Polizei-Arbeit, Gefängniskosten und nötige Sozialarbeit ab.

Frage: Glaubt denn einer, man würde mit uns, als Arbeitnehmer in Arabien, ähnlich sorgsam umgehen?
Wer daran zweifelt, der braucht ja nur einen Blick auf die Methoden werfen, mit denen z.B. die reichen Saudis ihre Gastarbeiter aus Indien und Pakistan ausbeuten.
Eine TV-Doku zeigte dies erschreckend und abstoßend deutlich auf.

Gruß von Reklov

Gysi Online

Atheist


Beiträge: 19.028

03.11.2020 15:40
#3 Wo seid ihr, Muslime? Antworten

Zitat von Reklov
Meine Meinung dazu:
Wir (auch Frankreich und England) haben einen großen Fehler gemacht, als wir unsere Heimat zum Dauerwohnsitz für islamische Einwanderer eingerichtet haben, denn unsere Flächen sind nicht so groß, wie die in Amerika.

Ich glaube immer noch, dass der Fehler das Nichtdiskutieren der religiösen - und damit auch der islamischen - Inhalte ist! Wenn der Koran von vornherein der Kritik unterzogen wäre, wüssten die Muslime Bescheid über eine ernstgenommene Streitkultur und hätten sich darauf einrichten können!

Zitat
Man hätte besser eine weisere Lösung finden können/müssen, indem man die Arbeitserlaubnis auf z.B. 20 Jahre beschränkt und dann die erworbenen Rentenanteile auf die Heimatkonten der durchaus fleißigen und friedliebenden islamischen Arbeitnehmer zu überweisen.

Und was ist mit den Kindern, die in den 20 Jahren hier groß geworden sind? Das sind Deutsche, und die hast du dann an den Backen mit ihrer islamischen Prägung, die nun mal stark UNGLÄUBIGENFEINDLICH ist! Ein Faktum, das immer noch nicht wirklich diskutiert wird hier in unseren Landen und Ländern!

Quintessenz: Wir haben selber Schuld an der Entfremdung zwischen unseren säkularen, laizistischen Staaten und den Muslimen, die hier leben! Weil wir schon immer eine substanzielle Diskussion über den Islam vermieden haben! Und zwar exakt aus Angst vor dem religiös motivierten Terror, der uns jetzt trotzdem um die Ohren fliegt!

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Reklov Offline




Beiträge: 5.897

04.11.2020 12:44
#4 RE: Wo seid ihr, Muslime? Antworten

Zitat
Ich glaube immer noch, dass der Fehler das Nichtdiskutieren der religiösen - und damit auch der islamischen - Inhalte ist! Wenn der Koran von vornherein der Kritik unterzogen wäre, wüssten die Muslime Bescheid über eine ernstgenommene Streitkultur und hätten sich darauf einrichten können!

Gysi,

... über was sollte man schon streiten können, wenn es zum Thema der Transzendenz kommt? Man sieht ja bereits hier im Forum, wie schnell die sprachlichen, auch mit wissenschaftlichen Zahlen untermauerten Argumente die unterschiedlichen Weltdeutungen an den Klippen des Unwissens (Dawkins "not enough informations") zerschellen lassen.
Leute, wie Du, erklären zum Schluss, weil sie transzendente Inhalte nicht nachvollziehen können, sprachliche Deutungen von anderen zum "Blabla".

Zitat
Und was ist mit den Kindern, die in den 20 Jahren hier groß geworden sind? Das sind Deutsche, und die hast du dann an den Backen mit ihrer islamischen Prägung, die nun mal stark UNGLÄUBIGENFEINDLICH ist! Ein Faktum, das immer noch nicht wirklich diskutiert wird hier in unseren Landen und Ländern!

Hätten die Politiker in weiser Voraussicht schon den ersten "Gastarbeitern" seinerzeit klar gemacht, dass das Wort "Gast" bei uns keinen Daueraufenthalt signalisiert, weil ein "Gast" ja irgenwann wieder vom besuchten Ort weggeht, so wäre auch keiner der "Gastarbeiter" darauf gekommen, sich in Deutschland z.B. Immobilien zu kaufen, hätte auch seine Familienplanung ganz anders geplant/gestaltet.

Stattdessen ließ man Jahre später in den Medien die Parole kursieren: >> Wir riefen Arbeitskräfte und es kamen Menschen. <<. - Klar - auf diese Weise kann man ein Volk auch vor vollendete Tatsachen stellen.

Die in Deutschland geborenen islamischen Einwanderer erfahren auf diese oder jene Weise eine Unterrichtsstunde in Demokratie - können zudem deren Vorteile am eigenen Leib "erfahren", was nicht völlig ohne Wirkung bleibt, denn viele junge Mädchen und Jungs aus diesem Kulturkreis tragen westliche Mode, hören westliche Musik, studieren hier - etc.

Zitat
Quintessenz: Wir haben selber Schuld an der Entfremdung zwischen unseren säkularen, laizistischen Staaten und den Muslimen, die hier leben! Weil wir schon immer eine substanzielle Diskussion über den Islam vermieden haben! Und zwar exakt aus Angst vor dem religiös motivierten Terror, der uns jetzt trotzdem um die Ohren fliegt!

Deine Meinung übersieht, dass es ja auch keinen Dialog zwischen Atheisten und gläubigen Christen in Deutschland gibt. Und dies nicht, weil solches mit Angst vor christlichem Terror verbunden ist, sondern, weil beide Seiten nicht viel mehr zu bieten hätten, als es ansatzweise z.B. hier im Forum geschieht.

Ich denke, dass die Hauptangst des Islams, darin besteht, dass er an "weltlichem Wissen" nicht viel anzubieten hat und seine Vorherrschaft nur mit dominantem Druck verteidigen/erhalten kann, während es im Westen immerhin leicht möglich ist, aus der Kirche auszutreten.

Die islamistischen Terroristen sind (wie gestern ein in Deutschland lebender Moslem sagte) "Verführte", welche von Quellen im Ausland systematisch indoktriniert und finanziert wurden/werden. Ein Fehler wäre es, nun alle Koran-Gläubigen unter Generalverdacht zu stellen, denn auch im Christentum gibt es große Abstufungen - von fanatischen hardcore Bibelverteidigern, bis hin zu äußerst toleranten Zeitgenossen.

Gruß von Reklov

Gysi Online

Atheist


Beiträge: 19.028

04.11.2020 16:18
#5  Wo seid ihr, Muslime? Antworten

Zitat von Reklov
Deine Meinung übersieht, dass es ja auch keinen Dialog zwischen Atheisten und gläubigen Christen in Deutschland gibt.

Das 'übersieht' meine Meinung nicht! Beides ist und wäre vonnöten gewesen! Wobei ich aber sehe, dass es substanzielle Abhandlungen zum Christentum gibt (Franz Bugglé)! Das ist schon auseinandergenommen worden! Nur der Islam - an den wagt man sich nicht so ran! Hamed Abdel Samad tat das. Aber wer sonst noch? Einige. Aber die verschiedenen Blöcke reden nicht miteinander! So hat sich im Gegenteil die Tradition festgesetzt, dass man über Religion nicht redet, aus Respektgründen! Hier in diesem meinungsfreiheitlichen Land, das alles, aber auch alles durch die erbarmungslose Mühle der Kritik quetscht! Nur nicht die Religion! Die ist ja was Heiliges! Das kann ein Atheist wie ich nicht erkennen. Und das schweigende Erschauern vor dem Islam und seinem Heiligen Buch muss doch jeden gläubigen Muslim zu der Überzeugung bringen, auf einer allgemeingültig 'richtigen' Seite zu stehen, die selbst die Ungläubigen nicht anzugreifen wagen. Und wer es dann doch tut, der ist doch wirklich böse...

Ich meine - 'Gast'arbeiter nach 5 Jahren rauszuschmeißen, das hätte uns doch - im Ländervergleich - nur den Makel nicht überwundener nationalistischer Grundeinstellung gebracht! Und so ist es dann ja auch nicht gekommen.

Es hat insgesamt keinen Sinn, den Fehlern, die wir angeblich gemacht haben, nachzuheulen. Die Frage ist: Was können wir JETZT tun? Ich sage immer noch, und das wäre ein Appell an die Medien: Fangt an, kritisch und substanziell über die Religionen zu reden! Auch über den Islam! Und bindet die entsprechenden Verbände und Interessenvertreter in die Diskussionen mit ein! Wir haben eine STREITKULTUR! Und die verlangt, dass wir liefern!

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Reklov Offline




Beiträge: 5.897

05.11.2020 11:16
#6 RE: Wo seid ihr, Muslime? Antworten

Zitat
So hat sich im Gegenteil die Tradition festgesetzt, dass man über Religion nicht redet, aus Respektgründen!

Gysi,

... es sind wohl weniger die "Respektgründe", sondern unser Unwissen und das damit verbundene Sprachvermögen, über die Transzendenz etwas Gültiges auszusagen. Ich wiederhole, dass unsere Ratsoligkeit schon bei der Erscheinung des Menschen beginnt - trotz Psychologen, Psychiatern, Anthropologen und Priestern.

Zitat
Ich meine - 'Gast'arbeiter nach 5 Jahren rauszuschmeißen, das hätte uns doch - im Ländervergleich - nur den Makel nicht überwundener nationalistischer Grundeinstellung gebracht! Und so ist es dann ja auch nicht gekommen.

Kannst Du nicht lesen? Ich sprach von 20 Jahren!!! - Nach solch einem Zeitraum könnte sich mancher/manche Gastarbeiter/in für die folgende Zeit in der Heimat etwas ersparen. Zudem müsste ihm unser Staat die erworbenen Rentenanteile mitgeben. (Auch nicht so schlecht.)

Ich kenne übrigens 3 Albaner, die sich hier als Kleinunternehmer mit dem Innenausbau von Immobilien gutes Geld verdienen. Alle von ihnen planen, mal wieder in die Heimat zurückzukehren.
Ein Kroate, der früher in meiner Band über 3 Jahre das Schlagzeug sehr gut bediente, arbeitete tagsüber als Kaufmann. Auch er hat schon früh in seiner Heimat ein kleines Haus am Meer finanziert, in welches er und seine Frau später ziehen wollten. Diese Immobilie wurde damals von seinen Verwandten gepflegt. Heute lebt er am Meeresstrand in seiner Heimat.

Zitat
Fangt an, kritisch und substanziell über die Religionen zu reden!

Hier im Land sprechen ja nicht einmal die Vertreter der 2 christl. Konfessionen miteinander. Einer der Gründe: Das Katholische hält die Hostie für den Leib Christi und will dies keinesfalls nur als Symbol verstanden wissen. Ebenso den Messwein, der für das Blut des Heilands erklärt wird.
Die Evangelische Kirche macht da aber nicht mit!

Der Islam betrachtet z.B. die Person Jesu lediglich als einen der Propheten aus den Reihen semitischer Stämme.

Diskussion? Fehlanzeige!

Gruß von Reklov

Gysi Online

Atheist


Beiträge: 19.028

05.11.2020 12:31
#7  Wo seid ihr, Muslime? Antworten

Zitat von Reklov
Hier im Land sprechen ja nicht einmal die Vertreter der 2 christl. Konfessionen miteinander. Einer der Gründe: Das Katholische hält die Hostie für den Leib Christi und will dies keinesfalls nur als Symbol verstanden wissen. Ebenso den Messwein, der für das Blut des Heilands erklärt wird.
Die Evangelische Kirche macht da aber nicht mit!

Der Islam betrachtet z.B. die Person Jesu lediglich als einen der Propheten aus den Reihen semitischer Stämme.

Diskussion? Fehlanzeige!

Ja. Glaube kann eigentlich auch gar nicht diskutiert werden, ohne den Boden dieses Glaubens als irreal zu entblättern! Und das geht offenbar sehr schnell... Wenn man eine Religion anschaut, also nicht in ihr drin ist, dann sieht man die logischen Brüche und Unmöglichkeiten. Wenn man in ihr drin ist, nicht. Für den eigenen 'Laden', für das eigene Bekenntnis ist man kritikblind!

Zitat
Kannst Du nicht lesen? Ich sprach von 20 Jahren!!!

Das ist doch noch schlimmer! So geht man mit Menschen nicht um!

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Athon Offline




Beiträge: 3.577

05.11.2020 14:19
#8 RE: Wo seid ihr, Muslime? Antworten

@Gysi

Zitat von Gysi #3
Ich glaube immer noch, dass der Fehler das Nichtdiskutieren der religiösen - und damit auch der islamischen - Inhalte ist! Wenn der Koran von vornherein der Kritik unterzogen wäre, wüssten die Muslime Bescheid über eine ernstgenommene Streitkultur und hätten sich darauf einrichten können!


Entscheidend ist für mich, worüber diskutiert werden soll: Über den Glauben an sich oder doch eher über die aus dem Glauben erwachsenden Auswirkungen auf die, die eben nicht glauben? Aus meiner Sicht ist der Glaube per se nicht antastbar und wird grundgesetzlich garantiert. Das ist auch gut so. Was bisher in unserer Gesellschaft aber versäumt wurde, ist - wie schon festgestellt - eine Diskussion über die Teile des Glaubens, die Konsequenzen für Menschen haben, die außerhalb dieser Weltanschauung agieren. Und diese Folgen werden von unserem Grundgesetz nun einmal nicht gedeckt. Es ist an der Zeit, diese Thematik publik zu machen und auch Gläubige - in diesem Falle die Muslime - davon zu überzeugen, dass Worte allein nicht genug sind. Würde sich in unserer Medienlandschaft jemand finden lassen, der bereit wäre, dies zu thematisieren...?

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Reklov Offline




Beiträge: 5.897

05.11.2020 14:29
#9 RE: Wo seid ihr, Muslime? Antworten

Zitat
Es ist an der Zeit, diese Thematik publik zu machen und auch Gläubige - in diesem Falle die Muslime - davon zu überzeugen, dass Worte allein nicht genug sind. Würde sich in unserer Medienlandschaft jemand finden lassen, der bereit wäre, dies zu thematisieren...?

Athon,

... welche Medien könnten z.B. der "Bildrede Jesu" >> Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben << etwas Gewichtiges entgegensetzen?

Auch der Koran enthält Sätze, die nicht leicht umzuwerfen sind, wenngleich er auch "zersetzende" Gedanken vorträgt.

Gruß von Reklov

Gysi Online

Atheist


Beiträge: 19.028

05.11.2020 16:59
#10 Wo seid ihr, Muslime? Antworten

Zitat von Athon
Und diese Folgen werden von unserem Grundgesetz nun einmal nicht gedeckt. Es ist an der Zeit, diese Thematik publik zu machen und auch Gläubige - in diesem Falle die Muslime - davon zu überzeugen, dass Worte allein nicht genug sind. Würde sich in unserer Medienlandschaft jemand finden lassen, der bereit wäre, dies zu thematisieren...?

Wäre doch ganz leicht. Sie haben nur Schiss davor! Der STERN könnte mal einen Titelreport "Was für einen Wert hat der Ungläubige für euch Muslime"? herausbringen. Dazu eine Latte passender Koranverse und mit denen an die DITIB antreten.

Dann sähen die Muslime ja selber, dass Frauengleichberechtigung im Koran nicht vorkommt und Ungläubigenhass in eine demokratische, pluralistische Gesellschaft der Religionsfreiheit nicht so reinpasst. Offene Kritik würde auch manche Muslime selbstkritisch machen - da bin ich von überzeugt! Dann könnten sie sich darum bemühen, den Koran moderner zu interpretieren, wie ihr Islamprofessor Mouhanad Khorchide es in Deutschland (Uni Münster) schon vorpredigt. Und wie die Ex-Muslime Hamed Abdel Samad und Ayaan Hirsi Ali es in ihren Büchern dringend anraten! Etliche würden dann konsequent den Weg der beiden zuletzt Genannten gehen. Davor haben die Vertreter der Islamverbände gewiss Angst.

Eines sollte doch allen klar sein: Wie kann man auf ein gemeinsames Europa hoffen, in dem ein erheblicher Prozentsatz der Kinder in UNGLÄUBIGENHASS erzogen wird? Der schafft nicht nur Terroristen, sondern durch religiöse Grundvorgaben komplett voneinander entfremdete und sich potenziell immer feindlich gegenüberstehende Großgemeinschaften! Das darf das Ergebnis der so vielgepriesenen Religionsfreiheit nicht sein!

Du sagst, dass der Glaube rechtlich geschützt sei. Kann man den Glauben rechtlich schützen? Die öffentliche Ritualisierung des Glaubens (z.B. in Moscheen) kann man rechtlich schützen. Was du tief in deinem Herzenskämmerlein fühlst und denkst, kann eh kaum jemand kontrollieren und verbieten. Das sollte man auch nicht versuchen. Nur besprechen, privat. Und steuern. Wenn in diesen Moscheen aber z.B. türkische Nationalverherrlichung und Distanz zu den Deutschen gepredigt wird (siehe 'Inside Islam' von Constantin Schreiber), dann hat die 'Religions'freiheit' in ihrer Freiheit ein Feld betreten, das sie in einer demokratischen Gesellschaft - auch im Namen der Religionsfreiheit - nicht betreten darf!

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Reklov Offline




Beiträge: 5.897

06.11.2020 12:44
#11 RE: Wo seid ihr, Muslime? Antworten

Zitat
Wäre doch ganz leicht. Sie haben nur Schiss davor! Der STERN könnte mal einen Titelreport "Was für einen Wert hat der Ungläubige für euch Muslime"? herausbringen. Dazu eine Latte passender Koranverse und mit denen an die DITIB antreten.

Gysi,

der STERN brachte vor vielen Jahren eine sehr guten Report, der alle Weltreligionen mit ihren geistigen Unterschieden vorstellte, deren Historie beleuchtete und deren derzeitige Verbreitung auf unserer Erde per Landkarten aufzeigte.

Zitat
Dann sähen die Muslime ja selber, dass Frauengleichberechtigung im Koran nicht vorkommt und Ungläubigenhass in eine demokratische, pluralistische Gesellschaft der Religionsfreiheit nicht so reinpasst. Offene Kritik würde auch manche Muslime selbstkritisch machen - da bin ich von überzeugt! Dann könnten sie sich darum bemühen, den Koran moderner zu interpretieren, wie ihr Islamprofessor Mouhanad Khorchide es in Deutschland (Uni Münster) schon vorpredigt. Und wie die Ex-Muslime Hamed Abdel Samad und Ayaan Hirsi Ali es in ihren Büchern dringend anraten! Etliche würden dann konsequent den Weg der beiden zuletzt Genannten gehen. Davor haben die Vertreter der Islamverbände gewiss Angst.

Modernes Bewusstsein wächst sicher in manchem Koran-Leser heran, weil die ja alle nuch nicht gerade blind durchs Leben tappen.
Nicht nur Islamverbände haben "Angst" vor gewissen Veränderungen, denn dies bedeutet auch stets eine Veränderung der Gesellschaft und der sie beherrschenden Machtverhältnisse.
Man bedenke dabei: Frauen konnten in Deutschland bei der Wahl zur Deutschen Nationalversammlung am 19. Januar 1919 erstmals auf nationaler Ebene ihr Wahlrecht nutzen.

Das Bürgerliche Gesetzbuch schrieb es vor:
Wollte eine Frau arbeiten, musste das ihr Ehemann erlauben. Erst 1977 wurde das Gesetz geändert. Bis 1. Juli 1958 hatte der Mann, wenn es ihm beliebte, den Anstellungsvertrag der Frau nach eigenem Ermessen und ohne deren Zustimmung fristlos kündigen können. In Bayern mussten Lehrerinnen zölibatär leben wie Priester – heirateten sie, mussten sie ihren Beruf aufgeben. Denn sie sollten entweder voll und ganz für die Erziehung fremder Kinder zur Verfügung stehen. Oder alle Zeit der Welt haben, um den eigenen Nachwuchs zu hegen.

Man sollte also einer vom Islam so lange geprägten Kultur entsprechende Zeit einräumen, denn "steter Tropfen höhlt den Stein". Veränderungen ergeben sich nach und nach und die Wahrheit bricht sich überall ihre Bahn, überwindet jedes Hindernis.

Gruß von Reklov

Gysi Online

Atheist


Beiträge: 19.028

06.11.2020 16:17
#12 Wo seid ihr, Muslime? Antworten

Zitat von Reklov
der STERN brachte vor vielen Jahren eine sehr guten Report, der alle Weltreligionen mit ihren geistigen Unterschieden vorstellte, deren Historie beleuchtete und deren derzeitige Verbreitung auf unserer Erde per Landkarten aufzeigte.

Ja, ich erinnere mich! Ein schöner Anfang! Und was ist daraus geworden? Nix!

Zitat
Man sollte also einer vom Islam so lange geprägten Kultur entsprechende Zeit einräumen, denn "steter Tropfen höhlt den Stein". Veränderungen ergeben sich nach und nach und die Wahrheit bricht sich überall ihre Bahn, überwindet jedes Hindernis.

Und so lange soll z. B. auch das Recht auf die Lehre zum Ungläubigenhass gelten? Das ist großzügig gedacht! Und wie lange soll das dauern? Bedeutet das auch, dass wir uns z.B. im Zeichnen von Mohammed-Karrrikaturen zurücknehmen müssen? Und uns in die Predigten in den Moscheen nicht einzumischen haben, wenn da z.B. Deutschenfeidlichkeit (wir sind ja die Ungläubigen...) propgiert und der türkische Nationalismus verherrlicht wird?

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Athon Offline




Beiträge: 3.577

06.11.2020 17:18
#13 RE: Wo seid ihr, Muslime? Antworten

@Gysi

Zitat von Gysi #10
Du sagst, dass der Glaube rechtlich geschützt sei. Kann man den Glauben rechtlich schützen?


Inhaltlich korrekt: Ich hätte schreiben müssen, dass die Ausübung des Glaubens rechtlich geschützt ist.

Zitat von Gysi #12
Und so lange soll z. B. auch das Recht auf die Lehre zum Ungläubigenhass gelten?


Wird der Hass auf Ungläubige mit dem angeblich damit verbundenen "Recht", diese töten zu dürfen, von der Mehrheit der Muslime geteilt? Ich glaube kaum. Dann wären alle hier lebenden Muslime potentielle Straftäter...

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Athon Offline




Beiträge: 3.577

06.11.2020 17:24
#14 RE: Wo seid ihr, Muslime? Antworten

@Reklov

Zitat von Reklov #11
Nicht nur Islamverbände haben "Angst" vor gewissen Veränderungen, denn dies bedeutet auch stets eine Veränderung der Gesellschaft und der sie beherrschenden Machtverhältnisse.


Nein, Reklov. Die Islamverbände haben "Angst", das Kind beim Namen zu nennen: Das Töten von sog. Ungläubigen ist nichts weiter als feiger Mord im Namen ihrer Religion. Und dem muss ein Riegel vorgeschoben werden. Ich glaube nicht, dass dadurch Machtverhältnisse verschoben werden könnten, wenn man sich humanistisch verhält...

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Gysi Online

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06.11.2020 18:02
#15 Wo seid ihr, Muslime? Antworten

Zitat von Athon
Wird der Hass auf Ungläubige mit dem angeblich damit verbundenen "Recht", diese töten zu dürfen, von der Mehrheit der Muslime geteilt?

Der Koran wird als Heiliges Buch von den Muslimen uneingeschränkter anerkannt als die Christen die Bibel als Heiliges Buch anerkennen! Sie wollen die 'Ungläubigen' nicht töten! Solange wir uns friedlich verhalten gegenüber dem Islam... Was ist 'friedliches Verhalten'? Das werden nicht wir zu bestimmen haben... Wie verhält sie die Mehrheit, wie ist sie mehrheitlich eingestellt? Ich weiß es nicht genau. Aber dass wir 'Ungläubigen' bei den 'richtig' gläubigen Muslimen keinen guten Stand haben, ist doch offensichtlich! Und das sieht man auch an dem Sozialgefüge z. B. in Deutschland: Freunde zwischen Muslimen und Christen oder Atheisten gibt es kaum! Nur Geschäftsbeziehungen... Wie ist ihr Verhältnis zur Frauenemanzipation und zur Demokratie? Zum Christentum, zum Atheismus? Zur Religionskritik? Deswegen halte ich ja eine Auseinandersetzung mit den Muslimen über Religion und Unglauben für außerordentlich wichtig.

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Reklov Offline




Beiträge: 5.897

06.11.2020 19:37
#16 RE: Wo seid ihr, Muslime? Antworten

Zitat
Nein, Reklov. Die Islamverbände haben "Angst", das Kind beim Namen zu nennen: Das Töten von sog. Ungläubigen ist nichts weiter als feiger Mord im Namen ihrer Religion. Und dem muss ein Riegel vorgeschoben werden. Ich glaube nicht, dass dadurch Machtverhältnisse verschoben werden könnten, wenn man sich humanistisch verhält...

Athon,

... lies doch bitte diesen beigefügten link und dann urteile nochmal:


https://www.evangelisch.de/inhalte/13724...-zehn-antworten


Machtverlust der Religionsführer
(verbunden mit finanziellen Einbußen) waren immer im Spiel - angefangen bei den antiken Priester-Kasten, welche sich mit Zauber, Magie und Menschenopferkulten ihren Respekt verschafften, - bis hin zu den über mehrere Jahrhunderte praktizierten Verbrechen der kath. Kirche durch deren Inquisition. Allein in Europa, so schätzen Historiker, wurden über einen langen Zeitraum ca. 1 Million Menschen mittels Scheiterhaufen od. mit anderen Tötungspraktiken ermordet.

In Deutschland wurde am 11. April 1775 in Kempten das letzte Todesurteil gegen eine Hexe verhängt. Und der letzte Hexenprozess fand aufgrund des "witchcraft act" vor ca. 70 Jahren in Schottland gegen Helen Duncan, eine Wahrsagerin und Geisterbeschwörerin, statt.

Gras ist zwar darüber gewachsen, die Schuld der Verbrechen aber bleibt bei den Anklägern, den Richtern und ihren Henkern! Sie ist auch keinesfalls mit dem damaligen "Zeitgeist" zu entschuldigen, denn das Neue Testament predigt das Gegenteil.

Die "Mörder" beriefen sich aber seinerzeit auf einen Satz im Alten Testament.
Die Bibel sagt in 2. Mose, 22:17 >> Die Zauberinnen sollst du nicht leben lassen. <<

Gruß von Reklov

Athon Offline




Beiträge: 3.577

08.11.2020 11:27
#17 RE: Wo seid ihr, Muslime? Antworten

@Reklov

Zitat von Reklov #16
... lies doch bitte diesen beigefügten link und dann urteile nochmal:


Worin glaubst Du, zwischen den dort angeführten Argumenten und meiner Meinung eine Diskrepanz zu erkennen? Nein, Reklov. Ich möchte nichts weiter, als dass sich die Muslime genau auf die in diesem Link genannten Argumente besinnen und ihr Handeln danach ausrichten. Worte und Bekundungen sind einfach zu wenig, um der Verblendung Einhalt zu gebieten.

Dazu ein Auszug aus einem Artikel der Neuen Zürcher Zeitung vom 6. 11. 20:

Zitat
Die muslimische Zivilgesellschaft in Europa muss klare Zeichen setzen und stärkeres Vertrauen in die demokratisch-liberale Ordnung bekunden, auch wenn sie befürchten muss, dass sie damit innerislamischen Dissens auslöst oder dass ihre Beiträge gegen sie instrumentalisiert werden. Sie muss sich trauen, auch im Scheinwerferlicht einer überdurchschnittlichen medialen Aufmerksamkeit und trotz dem verbreiteten Generalverdacht gegen den Islam kritische Momente ihrer eigenen religiösen Tradition zu diskutieren.

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Reklov Offline




Beiträge: 5.897

09.11.2020 17:05
#18 RE: Wo seid ihr, Muslime? Antworten

Zitat
Die muslimische Zivilgesellschaft in Europa muss klare Zeichen setzen und stärkeres Vertrauen in die demokratisch-liberale Ordnung bekunden, auch wenn sie befürchten muss, dass sie damit innerislamischen Dissens auslöst oder dass ihre Beiträge gegen sie instrumentalisiert werden. Sie muss sich trauen, auch im Scheinwerferlicht einer überdurchschnittlichen medialen Aufmerksamkeit und trotz dem verbreiteten Generalverdacht gegen den Islam kritische Momente ihrer eigenen religiösen Tradition zu diskutieren.

Athon,

... das wäre optimal, bleibt aber vorläufig wohl nur ein Wunsch. Deswegen bin ich der Meinung: Das "Morgenland" passt nicht zum "Abendland". Die Völker der Welt können sich zwar alle gerne und oft über Reisen und Gedchäftsbeziehungen näher und gut kennenlernen - aber eben nicht optimal zusammen leben. Zumindest jetzt noch nicht. Die kulturellen Prägungen und die damit verbundene Wesensarten sind doch zu groß.

Gruß von Reklov

Athon Offline




Beiträge: 3.577

10.11.2020 12:38
#19 RE: Wo seid ihr, Muslime? Antworten

@Reklov

Zitat von Reklov #18
Die Völker der Welt können sich zwar alle gerne und oft über Reisen und Gedchäftsbeziehungen näher und gut kennenlernen - aber eben nicht optimal zusammen leben. Zumindest jetzt noch nicht. Die kulturellen Prägungen und die damit verbundene Wesensarten sind doch zu groß.


Ich sehe die kulturellen Unterschiede nicht als ausschlaggebend für islamistischen Terror an. Solche Unterschiede bestehen selbst innerhalb ganzer Kontinente und führen trotzdem nicht zu vergleichbaren Taten. Den hier in Europa (und auch anderswo!) lebenden Muslimen muss klar gemacht werden, dass die religiös motivierte Tötung sog. Ungläubiger überall auf der Welt als Verbrechen anzusehen ist und auch sie entscheidend zu dieser Tatsache aktiv beitragen müssen. Demos gegen den franz. Staatspräsidenten Macron sind dafür denkbar ungeeignet.

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 Sprung  
________________________________________

"Ich bin völlig anderer Meinung als Sie. Aber ich werde mein Leben dafür einsetzen,
dass Sie sie sagen dürfen!" (Voltaire)

"Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!" (Immanuel Kant)

________________________________________

=> "Die Ewigkeit gibt es ohne Gott!"

... Platz für Verlinkungsaustausche ...

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