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Atheismus vs. Religionen  

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Dieses Thema hat 30 Antworten
und wurde 2.660 mal aufgerufen
 Islam
Seiten 1 | 2
kenan Offline

Mitglied

Beiträge: 3

22.04.2005 19:18
Islam antworten

ich bin christ und frage! wie kann Mohammed 28 Frauen haben wenn Gott ehebruch verbietet?
Wie kann der islam nur durch kriege entstanden worden sein, wenn Gott der Friede ist?

selbst Offline

Mitglied

Beiträge: 30

26.04.2005 08:27
#2 RE:Islam antworten

Hallo Kenan,

Weil der islam die Vielweiberei erlaubt und deswegen dies kein Ehebruch darstellt.
Und weil Gott, unteranderem der Friede ist, wurde erstmal mit dem Schwert der Frieden Gottes verkündet. Der Islam ist halt kein Christentum mit "liebe deine Feinde". Islam heisst Unterwerfung und wenn man sich dem Islam besser Allah unterwirft so findet der Muslim darin seinen Frieden. Und da sich bei der Aunsbreitung des ISlam nicht alle freiwillig der Liebe Gottes ergaben so wurde zum Schwert gegriffen - was allerdings bei den "wüstensöhnen" nicht ungewöhnlich war und ist.

selbst


Tom ( Gast )
Beiträge:

26.04.2005 18:21
#3 RE:Islam antworten

@selbst: Deine Aussagen sind leider nicht korrekt.

Im Koran steht zwar, dass man mehrere Frauen haben kann, aber nur, wenn man alle ganz gleich behandelt und es steht AUCH, dass es niemanden gelingen wird, mehrere Frauen gleich zu behandeln, somit ist es nicht erlaubt. Beim Propheten war das natürlich was anderes, der war ja schließlich der Prophet und wer ist schon so gläubig wie er, na ja, ich denke mal, fast keiner. Außerdem liegt die Entscheidung ja schließlich eh bei der Frau, ob sie jetzt einen Mann heiratet oder nicht und wenn sie nicht damit einverstanden ist, dass der zukünftige Ehemann mehrere Frauen hat, muss sie ihn ja nicht heiraten, somit ist diese Sache mal geklärt.

Die ersten Moslems wollten den Islam einfach weitergeben, und haben überhaupt nicht zum Schwert gegriffen. Die anderen Leute waren es, die sie mit Steinen beworfen, gefoltert und getötet haben. Und sie haben sich nicht gewährt, da sie ja keine Erlaubnis dafür hatten und genau aus diesem Grund sind dann die folgenden Verse gekommen: Sure 2 Vers 190 und erst dann hat es Krieg gegeben.
So waren die Moslems und du hast diese leider mit den Christen verwechselt, denn diese waren es (die Kreuzritter), die gesagt haben: "Entweder wirst du Christ, oder wir kreuzigen dich!"

Ich bin Moslem und habe überhaupt nichts gegen Christen oder Juden und sage über ihre Religion nichts, was ich nicht weis sondern informiere mich zuerst bzw. lies z.b. die Bibel und sag dann nur Tatsachen.

selbst Offline

Mitglied

Beiträge: 30

27.04.2005 02:13
#4 RE:Islam antworten

@Tom: Danke für die korrektur

Soweit mir bekannt darf er ( der freie Muslim) nur 4 Frauen haben der Sklave nur 2, leider kenne ich die Koranstelle nicht ausendig - wäre freundlich wenn du sie mir angeben würdest.

Ob nun Sure 2 Vers 190 genau aus diesem Grund gekommen ist – halte ich für etwas blasphemisch. Aber zu Art des Krieges : steht nicht geschrieben „ Tötet sie, wo ihr sie auch findet, verjagt sie, von wo sie euch verjagt haben, denn Verführung ist schlimmer als Töten. ... Bekämpfen sie euch, so tötet sie; dies ist der Entgelt der Ungläubigen“ Sure 2 Vers 187. Alles im allem ließt sich das nicht sehr friedlich.
Mag sein, dass der Überlieferung nach die ersten Muslime friedlich waren, das waren der Überlieferung die Urchristen auch – dies hinderte aber niemanden von beiden daran unglaubliche Greueltaten im Namen Allahs oder Gottes (christl.) in folge zu begehen. Ob eine Relion firedlich genannt werden kann entscheidet doch nicht der Glaubensinhalt sondern die taten der Gläubigen in der Geschichte. Selbstredend kann man alles als Mißbrauch darstellen aber dadurch wird die Geschichte keine andere.

Und ich habe nicht die Christen (kreuzfahrer) mit den Muslimen verwechselt, weil Christen nicht nur mit dem Schwert das heilige land „zurückerobern“ wollten sondern auch andere Religionen mit dem Schwerte nieder zwangen und zwar Weltweit so sie es vermochten!

Im übrigen halte ich deine laxe begründung für Mohammends Vielweiberei, wobei ich dies Zahl nur durch Kenan kenne, für zumindest sehr zweifelhaft: denn selbst der Prophet Mohammed ibn Abdallah steht nicht über dem Allerbarmer und Allbarmherzigen Gott. Diese Ansicht hast du bestimmt nicht aus einer Koranschule.

Es ist gewiss löblich wenn Du dich erst informierst bevor du etwas über religionen sagst, aber so gewiss die Bibel Tatsache ist so gewiss ist auch das in ihr nicht nur Tatsachen stehen. Außerdem gibt es neben den Religiösen Tatsachen noch ebensolche Gedanken und diese zog ich bei der Beantwortung der Fragen heran.

mfg selbst


Tom ( Gast )
Beiträge:

27.04.2005 17:11
#5 RE:Islam antworten

Mohammed war auch nur ein Mensch und es steht ja, es wird niemandem gelingen, mehrere Frauen ganz gleich zu behandeln. jetzt war es aber so, das der Koran in einer Zeit gekommen ist, in der Frauen wie nichts behandeln worden sind. Menschen haben dann den Islam angenommen, aber hätte Mohammed das nur gesagt über die Frauen, also dass sie ganz gleich sind wie die Männer, gewiss, die Männer hätten es ihm nicht geglaubt. Und deshalb hat Mohammed mehrere Frauen gehabt. Er hat sowohl arme Frauen, als auch reiche Frauen geheiratet, freie und versklavte Frauen, ... um den Männern zu zeigen, das sie Frauen gerecht behandeln müssen und das sie, wenn sie heiraten wollen und EINE Frau heiraten möchten, dass es jede Frau sein kann, nicht nur z.b. reiche.
Deshalb hatte Mohammed mehrere Frauen aber keinem anderen Mann ist das erlaubt, wie ich vorher schon beschrieben ist.

Das Problem ist, dass man sich umbedingt bilden muss, und lesen, lesen, lesen. Einfach so ist es schwer, IN UNSERER ZEIT, den Koran richtig zu verstehen.

Ein Beispiel: Prophet Mohammed hat gesagt, also ein Hadith (und wer dem Propheten gehorcht, der gehorcht Gott): Derjenige, dessen Hosen/Gewand am Boden schleift, hat einen sicheren Platz in der Hölle (das ist jetzt ein Beispiel, natürlich ist Allah der Allerbarmer, der Barmherzige, der die Sünden vergibt, wem er will, außer, dass man ihm einen anderen zur Seite stellt)
Ohne Wissen könnte man sich denken, oje, baggy jeans, oje :( . Jedoch war das auf das Leben vor 1400 Jahren bezogen. Denn damals hatte man sowenig Stoff/Gewand, nur soviel um sich grademal so zu bedecken, aber wer hatte viel Stoff/Gewand?-->Die Reichen, die ihr Vermögen nicht für gute Zwecke ausgeben wollten, auf die ist das bezogen.

und sure 2 vers 190: es ist nunmal auf die quuraisch (damaliges volk in mekka) bezogen, es steht ja, und vertreibt sie, von wo sie euch vertrieben haben, natürlich sind da die quuraisch gemeint.

was ich noch zum christentum sagen wollte:

Sure 5 Vers 17:
Ungläubig sind gewiss diejenigen, die sagen: "Gott ist Christus, der Sohn Marias."

Sure 5 Vers 3:
Heute habe ich eure Religion vervollkommnet und meine Gnade an euch vollendet, und Ich habe daran Gefallen, dass der Islam eure Religion sei.

Sure 4 Vers 171:
O ihr Leute, des Buches, übertreibt nicht in eurer Religion uns sagt über Gott nur die Wahrheit. Christus Jesus, der Sohn Marias, ist doch nur der Gesandte Gottes und sein Wort, das er zu Maria hinüberbrachte, und ein Geist von Ihm. So glaubt an Gott und seine Gesandten. Und sagt nicht: Drei. Hört auf, das ist besser für euch. Gott ist doch ein einziger Gott. Preis sei Ihm, und erhaben ist Er darüber, dass er ein Kind habe.

Malak Offline

Mitglied


Beiträge: 68

28.04.2005 10:17
#6 RE:Islam antworten

Ich verstehe jetzt nicht wirklich, was du mit diesen Versen bezweckst. Koenntest du das bitte erlaetern?

MfG Malak
Rechtschreibfehler sind gewollt und zur allgemeinen Belustigung gedacht!

Tom ( Gast )
Beiträge:

28.04.2005 19:32
#7 RE:Islam antworten

Hallo Malak!

Ich will damit nur sagen, dass das Evangelium genauso wie die Thora und der Koran von Gott gekommen sind von EIN UND DEM SELBEN GOTT, jedoch glauben die Christen an den dreieinheitlichen Gott, darum heist es ja auch die HEILIGE DREIFALTIGKEIT, IM NAMEN DES VATERS, DES SOHNEN UND DES HEILIGEN GEISTES. Somit kann man eigentlich sagen, dass Christen nicht einmal Monothoisten sind wenn es trotzdem einen Christ gibt, der sagt, nein, an das glaub ich nicht (heilige Dreifaltigkeit), ich glaube nur an einen Gott, Gott ist ein Einziger, dann ist das zwar absolut richtig, jedoch hat das dann nichts mit dem Christentum zu tun.

selbst Offline

Mitglied

Beiträge: 30

29.04.2005 13:42
#8 RE:Islam antworten

@Tom: Deine Aussage ist leider nicht korrekt.


Du schreibst:"jedoch glauben die Christen an den dreieinheitlichen Gott"

Die Christen glauben an den dreieinigen Gott - nicht an den dreieinheitlichen!

Zitat:"kann man eigentlich sagen, dass Christen nicht einmal Monothoisten sind wenn es trotzdem einen Christ gibt, der sagt, nein, an das glaub ich nicht (heilige Dreifaltigkeit), ich glaube nur an einen Gott, Gott ist ein Einziger, dann ist das zwar absolut richtig, jedoch hat das dann nichts mit dem Christentum zu tun."

Deine Annahme Christen seien keine Monotheisten ist grundweg falsch - sie sind Monotheisten. Die an den einzigen alleinigen Gott Glauben. Und Gott ist ein Einziger und eben nur weil er der dreifaltige Gott ist. Unterschieden insich und doch identisch und nur einer! Leider hast du die Trinität nicht verstanden - macht ja nichts sonst wärest du kein Moslem mehr sondern Christ!
Und wenn ein Christ nicht an die Trinität glaubt so ist er kein Christ!

selbst


Tom ( Gast )
Beiträge:

29.04.2005 20:25
#9 RE:Islam antworten

Und Gott ist ein Einziger und eben nur weil er der dreifaltige Gott ist. Unterschieden insich und doch identisch und nur einer!

Das heisst also bevor Jesus gekommen ist, war Gott nicht vollständig, oder was? Gott ist ein Einziger und Jesus ist nur ein Gesandter.

Malak Offline

Mitglied


Beiträge: 68

30.04.2005 10:38
#10 RE:Islam antworten

Stimmt. Jedoch muss man noch etwas sagen. Mir ist an der heutigen kathilischen (nicht nur christlichen) Kirche schon sehr oft aufgefallen, dass "Heiligen" schon fast wie Götter verehrt werden. Jetzt ist das wieder etwas abgeschwäch aber vor 50 Jahren war alles um diesen Heiligenkult gerichtet. Das war zum Beispiel in anderen christlichen Religionen anders. Man sollte da auch unterscheiden zwischen katholisch evangelisch und orthodix (wo es auch wieder viele Formen gibt). Im evangelschen Christentum dürfen Priester ja heiraten usw.

MfG Malak
Rechtschreibfehler sind gewollt und zur allgemeinen Belustigung gedacht!

MuhammadAli Offline

Mitglied

Beiträge: 17

21.05.2005 18:23
#11 RE:Islam antworten

Schönen Guten Tag,
A Salam o Alaikom,

Im damaligen Arabien war es üblich, dass Männer viele Frauen hatten - manchmal sogar Harems.
Der Islam ist grundsätzlich gegen Vielweiberei. Jedoch geht es bei der Überlieferung des Korans und des Islams im Allgemeinen um eine Entwicklung. Gott verbot nicht von heute auf morgen, die Vielweiberei - er beschränkte es viel eher im laufer der Zeit auf vier Frauen.
Dieses Gesetz wurde möglicherweisezu einem späteren Zeitpunkt festgelegt, also nachdem der Prophet bereits mehrere Frauen zur Ehefrau genommen hatte. Die Anzahl, wie es hier im Forum mit 28 beziffert wird, kann so nicht festgelegt werden, da es verschiedene Angaben aus verschiedenen Quellen gibt.

Jedoch möchte ich hinzufügen, dass die Ehe des Propheten unterschiedliche Ursachen haben.

- Er heiratete Frauen, die in Sklaverei lebten, um sie auf diese Weise zu befreien.
- Viele Frauen wollten den Propheten heiraten.
- Heiraten bedeutete auch vereinigung mit anderen Stämmen, territoriale Erweiterung, Machtverstärkung etc.
- viele Frauen (Witwen) konnten nicht für sich Sorgen

In einer solchen Position und zu damaligen Verhältnissen hatte die Ehe einen anderen Stellenwert als heute.

Vier Frauen sind laut Islam erlaubt zu heiraten, jedoch nur, wenn man alle Frauen gleichberechtigt behandelt. Dies beinhaltet die gleichberechtigte Behandlungin jeglicher Weise, sowohl finanziel als auch Sexuell oder zeitlich oder wie auch immer. Dies ist nicht möglich.

Jedoch möchte ich hinzufügen, dass es im Islam nicht darum geht zu Morden (Ungläubige zu töten), Frauen zu unterdrücken, Kopftuch zu erzwingen, Frauen dürfen nicht arbeiten oder zur Schule gehen, Selbstmordanschläge etc.
Das ist eine Vergewaltigung der Religion- das sind nicht die Werte des Islams!

Wie kannst du behaupten, dass der islam durch Kriege entstanden ist? Gegen den Islam wurden Kriege geführt, wie auch zu Beginn des Judentum und des Christentum. Sobald eine neue Religion entsteht sind grundsätzlich ältere Religionen und Mächte gefährdet, um dies entgegenzu wirken, wurde der Prophet vertrieben und es wurde versucht ihn zu morden, wie es zuvor auch beispielsweise bei Jesus, Friede sei mit ihm, der Fall war. Der Koran wurde in Abschnitten durch den Erzengel Gabriel auf die Erde gebracht - je nach Situation wurde geschrieben " Tötet die Ungläubigen" - Im Krieg war dies erlaubt! Dabei muss aber auch festgelegt werden wer ungläubig ist? Außerhalb des Krieges ist es verboten: tötest du einen Menschen so ist es als ob du die ganze Menscheit tötest. Man soll in Frieden mit Ungläubige leben "Lakum dina kum wa liya din - Euch Eure Religion und mir meine"

Der Islam ist eine friedliche, frauenfreundliche, tolerante Religion, wobei der Islam weder Christentum noch Judentum ausschließt. Wir glauben alle an den ein und denselben Gott!

hallo ( Gast )
Beiträge:

21.05.2005 19:48
#12 RE:Islam antworten

@MuhammadAli: amin bruder, besser hätte ich es auch nicht schreiben können. aber du darfst es unseren mitmenschen nicht übel nehmen, dass sie so über den islam denken. wir leben hier in europa, das vorwiegend christlich ist und die leute hier bekommen ihr wissen über den islam nur, in denen sie sendungen von "ntv" oder "n24" sehen.

ein kleines beispiel: in einer deutschstunde haben wir einmal eine "Verbesserung der HÜ" gemacht und mein Deutschlehrer hat zwei wörter aufgeschrieben (oder drei, weiß ich nicht mehr, ist aber hier nicht so wichtig): alarm und alam

zu alarm hat er gesagt: so schreibt man das wort richtig (also z.b. den alarm auslösen)
zu alam hat er gesagt: das ist eine islamische gottheit.

siehst du, was ich meine, die leute haben überhaupt kein wissen über den islam.

du kannst diese menschen nicht rechtleiten, du kannst nur den rechtleiten, gegen den allah barmherzig ist.

sure 18 vers 57:
Und wer ist ungerechter als der, der an die Zeichen seines Herrn gemahnt wurde, er wandte sich aber ab von ihnen und vergaß, was seine Hände vorausgeschickt hatten? Wahrlich, Wir haben Schleier über ihre Herzen gelegt, so daß sie es nicht begreifen, und Taubheit in ihre Ohren. Und selbst wenn du sie zum rechten Weg rufst, werden sie nie den rechten Weg einschlagen.

jetzt wird warscheinlich von gysi oder malak z.b. die nachricht kommen: na dann kann ich eh nichts machen, dann glaub ich halt nicht an gott und es ist unmöglich mich zu ändern.

nehmen wir mal an, allah leitet sie nicht recht,
was Er bis jetzt warscheinlich noch nicht getan hätte, ich meine, zu glauben, das die erde durch den urknall entstanden ist und das es durch diesen dann jedes tier, das es heute gibt, entstanden ist und auch die affen, von denen wir abstammen???,
dann ist das, weil sie ja nicht an gott glauben und weil sie unrecht tun und die existenz gottes zu leugnen ist unrecht genug. also durch ihr verhalten werden sie nicht rechtgeleitet.

GOTT LEITET DIEJENIGEN NICHT RECHT, DIE UNRECHT TUN.

MuhammadAli: Glaubst du, du kannst jeden vom islam überzeugen, und jeder tritt zum islam über, und die welt ist perfekt, nein, das ist die prüfung von unserem herrn.

MuhammadAli Offline

Mitglied

Beiträge: 17

21.05.2005 22:28
#13 RE:Islam antworten

Hallo Hallo!

Danke für deinen netten Beitrag. Es ist schön, dass du so verständnisvoll gegenübe runserer Mitmenschen bist und zudemist es schön, dass du dich für deinen Glauben einsetzt.

Ich nehme es meinen Mitmenschen nichts übel. ich finde es sogar interessant wenn Menschen unterschiedliche Meinungen haben und man auf zivilisierte Weise miteinander kommuniziert. Dieses forum ist mir nur in sofern wichtig, weil ich meinen MItmenschen mitteilen will.

ES IST NICHT DER ISLAM, DER SCHLECHT IST ,SONDERN ES SIND WIR MENSCHEN.

Es gibt soviele Moslems, die klauen, und schlagen und morden und vergewaltigen...sind diese menschen rechtgeleitet? Allah allein kennt die Herzen der Menschen. Ich kenne weder Gysi noch Malak und ich weiss nicht, was in deren Herzen ist. Es ist möglich, dass Allah sie mehr liebt als mich.

Einige unsere Glaubensbrüder sind wahrlich keine guten Vorbilder und ich möchte nicht sagen, dass ich ein gutes Vorbild bin, aber ich möchte lediglich auf gegenseitigen Respekt hinweisen.

Ich bin nicht hier, damit Menschenzum Islam konvertieren, sondern damit wir uns gegenseitig verstehen. Vielleicht sagt eines Tages ein Freund von Gysi: " Hey, die Moslems sind alles Idioten" und vielleicht wird Gysi sagen: Ja alle, aber ich kenne so ein paar aus dem Forum, die sind nicht sso!"

hallo ( Gast )
Beiträge:

22.05.2005 09:37
#14 RE:Islam antworten

hallo MuhammadAli!

O ihr Menschen, Wir haben euch aus Mann und Frau erschaffen und euch zu Völkern und Stämmen gemacht, auf daß ihr einander erkennen möget. Wahrlich, vor Allah ist von euch der Angesehenste, welcher der Gottesfürchtigste ist. Wahrlich, Allah ist Allwissend, Allkundig. [49:13

hallo ( Gast )
Beiträge:

22.05.2005 09:51
#15 RE:Islam antworten

Und Wir haben das Buch mit der Wahrheit zu dir herabgesandt, das bestätigt, was von der Schrift vor ihm da war und darüber Gewißheit gibt; richte also zwischen ihnen nach dem, was Allah herabgesandt hat und folge nicht ihren Neigungen, von der Wahrheit abzuweichen, die zu dir gekommen ist. Für jeden von euch haben Wir Richtlinien und eine Laufbahn bestimmt. Und wenn Allah gewollt hätte, hätte Er euch zu einer einzigen Gemeinde gemacht. Er wollte euch aber in alledem, was Er euch gegeben hat, auf die Probe stellen. Darum sollt ihr um die guten Dinge wetteifern. Zu Allah werdet ihr allesamt zurückkehren; und dann wird Er euch das kundtun, worüber ihr uneins waret. [5:48]

michael Offline

Mitglied

Beiträge: 5

25.07.2005 19:20
#16 RE:Islam antworten

was sagst du da erst dazu fast alle kriege die es auf unserer erde gab wurden im name gottes gefürd " GOTT MIT UNS" aber darüber denkt ihr ja nicht nach

kk61 Offline

Mitglied

Beiträge: 6

27.07.2005 00:45
#17 RE:Islam antworten

"Ob nun Sure 2 Vers 190 genau aus diesem Grund gekommen ist – halte ich für etwas blasphemisch. Aber zu Art des Krieges : steht nicht geschrieben „ Tötet sie, wo ihr sie auch findet, verjagt sie, von wo sie euch verjagt haben, denn Verführung ist schlimmer als Töten. ... Bekämpfen sie euch, so tötet sie; dies ist der Entgelt der Ungläubigen“ Sure 2 Vers 187. Alles im allem ließt sich das nicht sehr friedlich.
Mag sein, dass der Überlieferung nach die ersten Muslime friedlich waren, das waren der Überlieferung die Urchristen auch – dies hinderte aber niemanden von beiden daran unglaubliche Greueltaten im Namen Allahs oder Gottes (christl.) in folge zu begehen. Ob eine Relion firedlich genannt werden kann entscheidet doch nicht der Glaubensinhalt sondern die taten der Gläubigen in der Geschichte. Selbstredend kann man alles als Mißbrauch darstellen aber dadurch wird die Geschichte keine andere."

Das sit ein Fehler. Man darf nicht eine Stelle aus dem Kuran raus holen und es so darstellen. So ist es richtig:

2:190-192

190. Und kämpfet für Allahs Sache gegen jene, die euch bekämpfen, doch überschreitet das Maß nicht, denn Allah liebt nicht die Maßlosen.

191. Und tötet sie, wo immer ihr auf sie stoßt, und vertreibt sie von dort, von wo sie euch vertrieben; denn Verfolgung ist ärger als Totschlag. Bekämpft sie aber nicht bei der Heiligen Moschee, solange sie euch dort nicht angreifen. Doch wenn sie euch angreifen, dann kämpft wider sie; das ist die Vergeltung für die Ungläubigen.

192. Wenn sie jedoch ablassen, dann ist Allah allvergebend, barmherzig


Der Vers 2:190 ist sehr wichtig. Da wird die notwehr ausgedrückt. Wenn ein Heer beschliesßt den Islam zu bekämpfen und ihn auszulöschen, ist es erlaubt ein Verteidigungskrieg zu führen, aber man darf den Maß nicht überschreiten. Beispiel: Wenn der Feind deine Kinder (Beispiel) umgebracht hat, darf der moslem nicht die kinder des feindes umbringen (keine rache verüben). Und wenn der feind aufhört müssen die moslems auch sofort aufhören.

Man darf nicht zusammengehörige Stellen im kuran einzel auslegen, weil sie dann eine andere funktion oder aussage haben.
Beispiel: Ein finger hat keine funktion aber fünf finger und damit eine hand sehr wohl.

Mfg
kk61

kk61 Offline

Mitglied

Beiträge: 6

27.07.2005 00:50
#18 RE:Islam antworten

@Tom:
Falsch übersetzt:"und sure 2 vers 190: es ist nunmal auf die quuraisch (damaliges volk in mekka) bezogen, es steht ja, und vertreibt sie, von wo sie euch vertrieben haben, natürlich sind da die quuraisch gemeint."

RICHTIGE ÜBERSETZUNG:190. Und kämpfet für Allahs Sache gegen jene, DIE EUCH BEKÄMPFEN , doch überschreitet das Maß nicht, denn Allah liebt nicht die Maßlosen.

191. Und tötet sie, wo immer ihr auf sie stoßt, und vertreibt sie von dort, von wo sie euch vertrieben; denn Verfolgung ist ärger als Totschlag. Bekämpft sie aber nicht bei der Heiligen Moschee, solange sie euch dort nicht angreifen. Doch wenn sie euch angreifen, dann kämpft wider sie; das ist die Vergeltung für die Ungläubigen.

192. Wenn sie jedoch ablassen, dann ist Allah allvergebend, barmherzig


"Sure 5 Vers 17:
Ungläubig sind gewiss diejenigen, die sagen: "Gott ist Christus, der Sohn Marias."

Und dieser Vers sagt:
2:62
Wahrlich, die Gläubigen und die Juden und die Christen und die Sabäer – wer immer (unter diesen) wahrhaft an Allah glaubt und an den Jüngsten Tag und gute Werke tut –, sie sollen ihren Lohn empfangen von ihrem Herrn, und keine Furcht soll über sie kommen, noch sollen sie trauern.


kk61 Offline

Mitglied

Beiträge: 6

27.07.2005 00:56
#19 RE:Islam antworten

Das mit der Vielehe funktioniert so:

1. Unser Prophet hat so viele Frauen weil sie witwen oder arme menschen waren. Und er nahm sie frau (und versorgte sie ausreichend) damit Frieden mit anderen Stämmen geschlossen werden konnte.
2. Die Gelehrten sagen dass man erst wenn es Männermängel (z.B. nach Kriegen)mehrere Frauen heiraten kann (mit der einverständnis der frau)
3.Oder man heiratet verarmte oder witwen um sie zu vesorgen (aber nur wenn man kann).

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.127

27.07.2005 09:18
#20 Islam antworten

Moin, Moin, kk61, herzlich willkommen erst mal!

Die berühmte Sure 2/191 kann man aber verschieden interpretieren. Wer bestimmt z.B., wann ein Vorgang "Ungläubiger" als Angriffskrieg definiert wird? Von "Krieg" ist in diesem Surensatz auch nicht die Rede. Als Angriff wird von einigen Muslimen (nach all meiner Erfahrung) schon jegliche zivile, argumentative Kritik verstanden. Und wenn die auch noch emotional eingefärbt wird - dann gute Nacht...
Du sagst, man darf die Sätze nicht so aus dem Zusammenhang reißen. Das sehe ich auch so. Aber eben im KANON des Hasses gegen die "Ungläubigen", der sich durch den ganzen Koran zieht, kann man gerade die Sure 2/191 nicht gerade als ungefährlich verstehen... Es ist in der Tat der Koran insgesamt, den ich als Lebensanleitung für eine Glaubensgemeinschaft, die sich in eine andere Gesellschaft (mit anderen Lebensgrundlagen) integrieren möchte, nicht empfehlen kann...

Gysi
________________________
Die Menschheit befindet sich in der Vorgeschichte der Menschheit (Karl Marx)

said Offline

Mitglied


Beiträge: 13

28.07.2005 23:23
#21 RE:Islam antworten

Warum heiratete der Prophet Muhammad gleich mehrere Frauen?





Einige Kritiker des Islam haben, entweder weil sie nicht genau wussten, was es mit den Ehen des Propheten Muhammad, Friede sei mit ihm, auf sich hatte, oder weil sie mit dem, was sie wussten, nicht ehrlich und objektiv umgingen, den Propheten als einen zügellosen Wüstling verunglimpft. Sie haben ihm Charakterschwächen vorgeworfen, die schon mit einer durchschnittlichen Tugendhaftigkeit kaum vereinbar sind, geschweige denn mit der eines Propheten und des letzten Gesandten Gottes, dem besten aller Vorbilder, dem die ganze Menschheit folgen soll. Wenn man jedoch einfach einmal die Fakten auflistet - was dank der großen Anzahl von Biografien und authentischen Aufzeichnungen der Aussagen und Handlungen des Propheten gar kein Problem darstellt -, wird deutlich, dass der Prophet ein äußerst diszipliniertes Leben führte. Seine Ehen waren ein Teil dieser Disziplin und ein Teil der vielen, vielen Belastungen, die er als Gottes letzter Gesandter auf sich nahm.

Es gibt mehrere Gründe dafür, dass der Prophet gleich mehrere Frauen heiratete; sie alle hatten, selbst wenn man den privaten Charakter einiger dieser Gründe berücksichtigt, mit seiner Rolle als Oberhaupt der neuen islamischen Umma zu tun, mit seinem Wunsch also, seiner Anhängerschaft die Normen und Werten des Islam nahe zu bringen. Im Folgenden möchte ich versuchen, einige dieser Gründe zu erläutern und dabei zu zeigen, dass die in diesem Zusammenhang gegen den Propheten erhobenen Vorwürfe nicht nur abscheulich und unangemessen, sondern auch vollkommen falsch sind.

Der Prophet heiratete erstmals im Alter von 25 Jahren. Zu jener Zeit war er noch nicht zu seiner Mission berufen worden. Unter Berücksichtigung des kulturellen Umfelds, in dem er lebte, des Klimas oder auch anderer Gesichtspunkte wie seiner Jugend, ist es durchaus als bemerkenswert einzustufen, dass er auf Grund seiner vollkommenen Keuschheit, aber auch auf Grund seiner Integrität und Zuverlässigkeit in allen anderen Bereichen einen überaus guten Ruf genoss. Als ihm das Amt des Propheten übertragen wurde, machte er sich sehr schnell Feinde, die sich nicht scheuten, Verleumdungen über ihn zu verbreiten. Doch nicht ein einziges Mal wagte es einer von ihnen (obwohl sie doch unwissende und skrupellose Menschen waren), dem Propheten etwas anzudichten, was niemand hätte glauben können. Man muss sich vor Augen führen, dass Keuschheit und Selbstdisziplin von Anfang an die Basis seines Lebens darstellten und dass dies auch immer so blieb.

Im Alter von 25 Jahren, in der Blüte seines Lebens, heiratete Muhammad Khadidscha, eine Frau, die viele Jahre älter war als er. Diese Ehe war in den Augen des Propheten und Gottes etwas sehr Außergewöhnliches. 23 Jahre lang war sein Leben mit Khadischa von immer währender Freude und vollkommener Treue geprägt. Im achten Jahr seiner Prophetenschaft jedoch starb Khadidscha, und der Prophet war wieder genauso allein, wie er es bis zu seinem 25. Lebensjahr gewesen war, nur dass er jetzt Kinder hatte. Seine Gegner können nicht bestreiten, sondern müssen vielmehr zugeben, dass während der langen Jahre seiner Ehe kein einziger Makel seine Moral getrübt hatte. Zu Lebzeiten Khadidschas nahm der Prophet keine andere Frau, obwohl die öffentliche Meinung seiner Anhängerschaft ihm dies durchaus zugestanden hätten, wenn er es denn gewollt hätte. Nach Khadidschas Tod lebte Muhammad vier oder fünf Jahre lang allein. All seine anderen Eheschließungen erfolgten erst, nachdem er 55 Jahre alt geworden war, in einem Alter also, in dem der Mensch normalerweise nur noch ein sehr geringes Interesse an einer Heirat verspürt. Der Vorwurf, die Ehen, die er noch in diesem fortgeschrittenen Alter einging, würden seine Lüsternheit und Maßlosigkeit beweisen, entbehrt nicht nur jeder Grundlage, sondern ist auch bösartig.

Eine Frage, die mir oft gestellt wird, lautet: Wie können Vielehe und die Rolle Muhammads als Prophet miteinander im Einklang stehen? Für die Beantwortung dieser Frage sind einige Punkte von besonderer Wichtigkeit. Aber zunächst wollen wir zum Ausdruck bringen, dass Menschen, die Fragen wie diese ständig aufwerfen, über den Islam und die Religion schlecht informiert sind oder absichtlich Richtiges und Falsches durcheinander bringen, um andere zu täuschen und Zweifel zu verbreiten. Weiterhin wird oft vergessen, dass auch die bedeutenden jüdischen Patriarchen, die in Bibel und Koran als Propheten bezeichnet und von den Anhängern der drei Religionen Judentum, Christentum und Islam als Vorbilder in Sachen moralischer Stärke verehrt werden, alle die Polygamie praktizierten.

Die Polygamie ist keine Erfindung der Muslime. Was den Propheten des Islam betrifft, so werden wir sehen, dass seine Ehen für seine Mission eine weitaus größere Bedeutung hatten, als die Menschen gemeinhin glauben.

Dass der Prophet mehrere Frauen ehelichte, war in gewisser Hinsicht sogar eine Notwendigkeit, durch deren Praxis (oder Sunna) die Statuten und Normen des muslimischen Gesetzes etabliert werden sollten. Die Religion darf nicht von den privaten Beziehungen zwischen Eheleuten und von Angelegenheiten, die nur die Partner voneinander wissen können, ausgeschlossen werden. Deshalb sollten Frauen mit klaren Anweisungen und Ratschlägen Rechtleitung geben können, ohne auf Anspielungen und Andeutungen zurückgreifen zu müssen, die das, was sie mitzuteilen haben, unklar und unverständlich erscheinen lassen. Die keuschen und tugendhaften Frauen des Propheten waren Lehrmeisterinnen, die dafür verantwortlich waren, den Menschen die Normen und Regeln, die das Verhalten der Muslime in ihrem Privatleben betreffen, zu vermitteln und weiterzugeben.

Einige Ehen des Propheten Muhammad, Friede sei mit ihm, wurden aus ganz bestimmten Gründen geschlossen, die mit seinen Frauen zu tun hatten:

1. Da sich unter ihnen Frauen jüngeren, mittleren und gesetzten Alters befanden, konnten die Erfordernisse und Normen des islamischen Gesetzes vor dem Hintergrund verschiedener Lebensabschnitte und Erfahrungen dargestellt werden. Die einzelnen Bestimmungen dieses Gesetzes wurden zunächst in der Familie des Propheten erlernt und angewandt, bevor sie dann über die Unterweisung der Frauen des Propheten an andere Muslime weitergegeben wurden.

2. Die Tatsache, dass seine Frauen aus unterschiedlichen Familien und Stämmen kamen, ermöglichte dem Propheten, Bande der Verwandtschaft und Verbundenheit zu knüpfen, die sich durch die gesamte Umma zogen. So gelang es ihm, ein Gefühl tiefer Zuneigung unter den Menschen der neuen Umma zu verbreiten. Er schaffte es auf äußerst praktische Art und Weise, Gleichheit und Brüderlichkeit auf der Grundlage der Religion unter ihnen zu schaffen und zu bewahren.

3. Jede einzelne seiner Frauen aus den verschiedenen Stämmen erwies sich zu Lebzeiten des Propheten und auch nach seinem Tod als großer Gewinn für die Sache des Islam. Sie alle übermittelten ihren Stämmen seine Botschaft und verdeutlichten ihnen wichtige Punkte: äußerliche und innerliche Erfahrungen, die Qualitäten, die Verhaltensweisen und den Glauben ihres Mannes, dessen Leben in allen - öffentlichen wie privaten - Einzelheiten die Verkörperung des Koran darstellte und den Islam in der Praxis. So erfuhren alle Stammesangehörigen, Männer wie Frauen, vom Koran, von den Hadithen, vom tafsir (Interpretation und Kommentar des Koran) und vom fiqh (Gesetzeswissenschaft des Islam) und lernten so die Essenz und den Geist des Islam kennen.

4. Durch seine Ehen knüpfte der Prophet Muhammad ein Netz von verwandtschaftlichen Beziehungen, das die gesamte Arabische Halbinsel umspannte. Dies bedeutete, dass er sich frei bewegen konnte und in jeder Familie als Familienmitglied betrachtet wurde. Alle hatten das Gefühl, zu ihm persönlich gehen zu können, um von ihm etwas über das Leben im Diesseits und das Jenseits zu erfahren. Aber nicht nur die einzelnen Menschen, sondern auch die Stämme profitierten von ihrer Nähe zum Propheten. Sie schätzen sich glücklich und waren stolz auf die Frauen, die mit ihm verheiratet waren - die Ummaiyaden etwa auf Umm Habiba, die Haschemiten auf Zainab bint Dschahsch und die Banu Makhzum auf Umm Salam.

Was wir bis zu dieser Stelle erläutert haben, ist sehr allgemein gehalten und lässt sich teilweise auch auf andere Propheten übertragen. Doch nun werden wir uns den Lebensläufen der ummahat al mu’minin (der Mütter der Gläubigen) zuwenden, und zwar nicht in der Reihenfolge ihrer Eheschließungen mit dem Propheten, sondern aus einer anderen Perspektive.

I

Khadidscha war die erste Frau des Propheten. Als sie heirateten, war sie 40, Muhammad 25 Jahre alt. Sie war die Mutter aller seiner Kinder mit Ausnahme seines Sohnes Ibrahim, der nicht lange lebte. Khadidscha war ihrem Mann nicht nur Ehefrau, sondern auch Freundin. Sie teilte seine Interessen und Ideale auf bemerkenswerte Art und Weise. Ihre Ehe war sehr glücklich. 23 Jahre lang lebten sie in vollkommener Harmonie zusammen. Bei jeder von den Götzendienern vorgebrachten Beleidigung und Schmähung gegen den Propheten stand Khadidscha ihm als seine liebste Gefährtin und Helferin zur Seite. Er liebte sie von ganzem Herzen und heiratete zu ihren Lebzeiten keine andere Frau. Diese Ehe ist allen anderen Ehen ein Vorbild an Vertrautheit, Freundschaft, gegenseitigem Respekt, Unterstützung und Trost. Obwohl sich der Prophet Muhammad, Friede sei mit ihm, all seinen Frauen gegenüber aufrichtig und treu verhielt, vergaß er Khadidscha auch nach ihrem Tod niemals. Bei vielen Gelegenheiten sprach er ausführlich über ihre Tugenden und Verdienste. Der Prophet heiratete erst vier oder fünf Jahre nach ihrem Tod erneut. Er sorgte für seine Kinder und indem er sich darum kümmerte, dass sie genug zu essen bekamen, und sich mit ihren Sorgen und Nöten auseinander setzte, nahm er die Pflichten von Mutter und Vater gleichzeitig wahr. Diesem Mann vorzuwerfen, er sei ein Genussmensch oder gar ein Schürzenjäger gewesen, ist die abscheulichste und dümmste Lüge, die man sich vorstellen kann: Denn wenn auch nur ein einziges Fünkchen Wahrheit in dieser Behauptung läge, hätte er nicht so leben können, wie er es getan hat.

II

Aischa war Muhammads zweite Frau, wenn auch nicht in der Reihenfolge seiner Trauungen. Sie war die Tochter seines engsten Freundes und ergebensten Anhängers Abu Bakr. Als einer der Ersten, die zum Islam übergetreten waren, hatte Abu Bakr lange Zeit gehofft, die tiefe Zuneigung zwischen ihm und dem Propheten dadurch zementieren zu können, dass er ihm seine Tochter zur Frau gibt. Dadurch, dass er Aischa heiratete, zeichnete der Prophet einen Mann aus, der während seiner gesamten Mission als Prophet gute wie schlechte Zeiten mit ihm teilte. So wurde Abu Bakr und Aischa Siddiqa die Ehre zuteil, dem Propheten spirituell und physisch nahe zu stehen. Aischa, die sich als eine überaus intelligente und weise Frau erwies, verfügte außerdem über die Persönlichkeit, die Mission des Propheten weiterzuführen. Ihre Ehe war ihr eine Lehrzeit, in der sie auf ihre Rolle als spirituelle Führerin und Lehrerin für alle Frauen dieser Welt vorbereitet wurde. Sie wurde eine der Hauptschülerinnen und Mitstreiterinnen des Propheten. In seiner Obhut reiften ihre Fähigkeiten und Talente - wie die von so vielen anderen Muslimen jener gesegneten Zeit - heran und vervollkommneten sich, sodass sie an einem Ort der Freude als Ehefrau und Schülerin mit ihm zusammenlebte. Ihr Leben und ihre Verdienste um den Islam nach ihrer Heirat bewiesen, dass dieser außergewöhnliche Mensch es wert war, die Frau des Propheten zu sein. Denn als die Zeit gekommen war, bewährte sie sich als eine der angesehensten Hadith-Autoritäten, als ausgezeichnete Koran-Exegetin und als hervorragende und kenntnisreiche Expertin des islamischen Rechts (faqiha). Mit ihrer einzigartigen Intelligenz repräsentierte sie in der Tat die inneren und äußeren Qualitäten und Erfahrungen (zahir und batin) des Propheten Muhammad, Friede sei mit ihm. Genau dies sind sicherlich die Gründe dafür, dass dem Propheten in seinem Traum mitgeteilt wurde, er werde Aischa heiraten. Zu einer Zeit, als sie noch unschuldig war und nichts über Männer und weltliche Dinge wusste, war sie bereit und schloss sich der Familie des Propheten an.

III

Umm Salama stammte aus dem Stamm der Makhzum und war zunächst mit ihrem Cousin verheiratet. Das Ehepaar hatte den Islam gleich in den Anfangstagen angenommen und war nach Abessinien ausgewandert, um den Nachstellungen der Quraisch zu entgehen. Nach der Rückkehr aus Abessinien emigrierten beide mit ihren vier Kindern nach Medina. Ihr Ehemann nahm an vielen Kriegszügen teil und erlitt bei der Schlacht von Uhud schwere Verletzungen, an denen er später starb. Abu Bakr und Umar machten Umm Salama einen Heiratsantrag, da sie um ihr schweres Schicksal als mittellose Witwe, die ihre Kinder versorgen musste, dies aber kaum allein schaffte, wussten. Sie lehnte ihre Anträge jedoch ab, da sie der Meinung war, niemand könne ihren verstorbenen Gatten ersetzen.

Einige Zeit später macht ihr der Prophet selbst einen Antrag, was völlig korrekt und normal war. Denn diese großartige Frau, die sich nie gescheut hatte, für ihren Glauben an den Islam Opfer zu bringen und zu leiden, war nun auf sich allein gestellt, nachdem sie viele Jahre lang im edelsten Stamm Arabiens gelebt hatte. Sie durfte nicht hängen gelassen und zum Betteln gezwungen werden. Auf Grund ihrer Frömmigkeit, ihrer Aufrichtigkeit und allen Leids, das sie ertragen musste, verdiente sie es zweifellos, Unterstützung zu erhalten. Dadurch, dass der Prophet sie in seine Familie aufnahm, tat er das, was er schon seit seiner Jugendzeit getan hatte: Er war denen ein Freund, die keine Freunde hatten, versorgte diejenigen, die ohne Unterstützung dastanden, und beschützte jene, die schutzlos waren. In der Situation, in der sich Umm Salama befand, hätte man ihr das, woran es ihr mangelte, nicht liebenswerter oder barmherziger zukommen lassen können.

Umm Salama war ähnlich intelligent wie Aischa. Auch sie besaß eine schnelle Auffassungsgabe und brachte alle Fähigkeiten und Talente mit, um eine spirituelle Führerin und Lehrerin zu werden. Als der großzügige und mitfühlende Prophet sie unter seinen Schutz stellte, erhielt die Schule des Wissens und der Rechtleitung damit gleichzeitig eine neue Schülerin, der später alle Frauen dieser Welt zu Dank verpflichtet sein sollten. Wir wollen uns an dieser Stelle in Erinnerung rufen, dass der Prophet zu jener Zeit auf das Alter von 60 Jahren zuging. Dass er eine Witwe mit mehreren Kindern zur Frau nahm und die damit verbundenen Verpflichtungen und finanziellen Belastungen auf sich nahm, kann nur voller demütiger Bewunderung für die unerschöpflichen Reserven seiner Menschlichkeit und seines Mitgefühls zur Kenntnis genommen werden.

IV

Umm Habiba war die Tochter von Abu Sufyan, der lange Zeit der entschlossenste Feind der Mission des Propheten sowie der entschlossenste Unterstützter des kufr (Unglaubens) war. Dennoch gehörte seine Tochter zu den Ersten, die den Islam annahmen. Sie wanderte nach Abessinien aus, weil sie von den Ungläubigen verfolgt wurde. Dort trat ihr Mann zum Christentum über. Sie aber trennte sich von ihm und blieb Muslimin. Als ihr Mann kurz darauf starb, war sie ganz allein im Exil und völlig verzweifelt.

Zu jener Zeit hatte der Prophet erst sehr wenige Gefährten um sich geschart. Materielle Mittel, um sich selbst geschweige denn andere zu versorgen, standen kaum zur Verfügung. Welche Optionen blieben Umm Habiba angesichts dessen? Sie hätte zum Christentum übertreten und auf die Unterstützung der Christen hoffen können. Das aber war undenkbar. Sie hätte in das Haus ihres Vaters zurückkehren können, das nun zu einer Kommandozentrale im Krieg gegen den Islam geworden war. Aber auch das war unvorstellbar. Sie hätte als Bettlerin von Haus zu Haus ziehen können. Für jemanden, der zu einer der wohlhabendsten und edelsten arabischen Familien gehört hatte, schied aber auch diese Option aus, da sie Schande über den Namen dieser Familie gebracht hätte.

Gott entschädigte Umm Habiba für alles, was sie verloren oder für den Islam geopfert hatte: Sie hatte ein einsames Exil in einer unsicheren Umgebung unter Menschen, die einem anderen Volk und einer anderen Religion als der ihren angehörten, erdulden müssen. Außerdem hatten sie die Konvertierung ihres Mannes und sein Tod sehr bedrückt. Als der Prophet von ihrer misslichen Lage erfuhr, ließ er ihr durch den Negus einen Heiratsantrag übermitteln. Damit handelte er ebenso ehrenhaft wie großzügig und erbrachte den praktischen Beweis für den Vers: Und Wir entsandten dich nur aus Barmherzigkeit für alle Welten. (21:107)

So also wurde Umm Habiba als Ehefrau und Schülerin in die Familie des Propheten integriert und trug viel zum moralischen und spirituellen Leben der Muslime bei, die von ihr lernten und ihr Wissen wiederum an die nachfolgenden Generationen weitergaben.

Durch diese Heirat verknüpfte der Prophet sich selbst und seine Familie mit der mächtigen Familie Abu Sufyans, was diese dazu veranlasste, eine ganz andere Haltung dem Islam gegenüber einzunehmen. Der Einfluss dieser Heirat ging fortan weit über die Familie Abu Sufyans hinaus und erstreckte sich bis auf die Dynastie der Umayyaden, die fast einhundert Jahre lang an der Spitze der Muslime standen. Der Stamm, dessen Angehörige den Islam mit so fanatischem Hass bekämpft hatten, brachte einige der berühmtesten Kämpfer, Administratoren und Gouverneure der Frühzeit des Islam hervor. Dieser Umschwung begann zweifelsohne mit der Heirat des Propheten mit Umm Habiba. Das Ausmaß der Großzügigkeit und des Edelmuts des Propheten hatte ihre Angehörigen ohne Frage überwältigt.

V

Zainab bint Dschahsch war ebenfalls eine Frau edler Abstammung und dazu eine nahe Verwandte des Propheten. Darüber hinaus war sie eine äußerst fromme Frau, die viel fastete, lange Nachtwachen hielt und großzügig für die Armen spendete. Als der Prophet für Zaid um Zainabs Hand anhielt, waren Zainab und ihre Familie zunächst nicht einverstanden. Die Familie hatte gehofft, ihre Tochter dem Propheten zur Frau zu geben. Als sie aber erkannten, dass die Heirat Zainabs und Zaids dem Wunsch des Propheten entsprach, willigten sie ein, weil sie den Propheten liebten und seine Autorität respektierten. Somit fand die Heirat statt.

Zaid war als Kind im Verlauf von Stammesfehden gefangen genommen und als Sklave verkauft worden. Die großzügige Khadidscha, deren Sklave er war, machte Zaid Muhammad, dem späteren Propheten, zum Hochzeitsgeschenk. Der Prophet seinerseits gab Zaid sofort die Freiheit zurück und nahm ihn kurz darauf als seinen Sohn an. Er bestand darauf, dass Zaid Zainab heiraten solle, weil er ein Ideal verwirklichen und unter den Muslimen Gleichheit schaffen und etablieren wollte. Er bemühte sich, das aus alter Zeit stammende arabische Vorurteil gegen die Heirat von Sklaven oder freigelassenen ehemaligen Sklaven mit einer ‚frei geborenen’ Frau aus der Welt zu schaffen. Dieser schwierigen Aufgabe widmete er sich, indem er zunächst mit seinen eigenen Verwandten einen Anfang machte.

Die Ehe war aber weder für Zainab noch für Zaid glücklich. Zainab, eine Frau edler Abstammung, war eine gute und sehr fromme Muslimin mit außergewöhnlichen Eigenschaften. Zaid, der freigelassene ehemalige Sklave, gehörte zu den Ersten, die den Islam angenommen hatten, und auch er war ein guter Muslim. Beide liebten den Propheten und gehorchten ihm, aber ihre Ehe war für beide Seiten unerträglich, da die Ehepartner einfach nicht zueinander passten. Zaid brachte bei mehreren Gelegenheiten den Wunsch vor, die Ehe scheiden zu lassen. Der Prophet jedoch bestand darauf, Zaid sollte an ihr festhalten und sich nicht von Zainab trennen. Eines Tages aber, Muhammad führte gerade ein Gespräch, kam der Erzengel Gabriel und überbrachte ihm eine Offenbarung Gottes.[1] In den betreffenden Versen hieß es, dass der Prophet bereits geheiratet habe: ...verbanden Wir sie ehelich mit dir ... (33:37) Diese Aufforderung war eine der härtesten Prüfungen, der sich der Prophet jemals zu stellen hatte. Gott verlangte nämlich vom ihm, gegen die Traditionen seines Volks zu verstoßen und damit ein Tabu zu brechen (siehe unten). Gott zuliebe musste er jedoch handeln, wie ihm befohlen wurde. Aischa berichtete später: „Hätte der Gesandte Allahs jemals den Wunsch gehabt, etwas von dem, was ihm offenbart wurde, zu verschweigen, dann hätte er mit Sicherheit diesen Vers verschwiegen.“[2]

Die Weisheit Gottes wusste um die Notwendigkeit, eine so beeindruckende und edle Frau wie Zainab in die Familie des Propheten aufzunehmen, um sie auf diese Weise mit wahrem Wissen zu versorgen und auf ihre Aufgabe vorzubereiten, die Muslime zu führen und zu unterweisen. Nach der Hochzeit erwies sich Zainab als gute Ehefrau des Propheten: Sie war sich ihrer Verantwortung und der Tatsache bewusst, dass ihre Rolle viel Feingefühl verlangte. Dafür, dass sie ihrer Verantwortung gerecht wurde, wurde sie von der Allgemeinheit bewundert.

In der dschahiliya, der Zeit der Unwissenheit vor dem Islam, wurde ein Adoptivsohn wie ein leiblicher Sohn betrachtet. Die Ehefrau eines Adoptivsohnes stand folglich auf der gleichen Stufe wie die Ehefrau eines leiblichen Sohnes. Einem Koranvers zufolge gehören die Ehefrauen eurer Söhne, die aus euren Lenden hervorgegangen sind, zu dem Personenkreis, die ein Mann nicht heiraten darf. Dieses Verbot gilt jedoch nicht für Adoptivsöhne, zu denen keine reine Blutsverwandtschaft besteht. Was uns heute ganz selbstverständlich erscheint, war es damals keineswegs. Das heidnische Tabu, ehemalige Ehefrauen von Adoptivsöhnen zu heiraten, war tief verwurzelt. Der Prophet wurde von der Offenbarung aufgefordert, Zainab zu heiraten, um diesen Brauch zu eliminieren.

Damit nachfolgende Generationen von Muslimen den Bruch des Tabus nicht wieder in Frage stellten, musste er durch die Autorität des Propheten persönlich vollzogen werden. Dass der Prophet das Gebot Gottes gegen die fest verankerten Sitten seiner Leuten durchsetzte, ist nur ein weiterer Beweis für die Glaubensstärke dieses Mannes. Die Araber wurden auf diese Weise von ihrem heidnischen Chaos einer erfundenen Vorschrift, wie hoch angesehen sie auch gewesen sein mag, befreit und mit der biologischen und natürlichen Realität entschädigt.

VI

Dschuwairiya bint Harith war eine der vielen Gefangenen, die die Muslime bei einer militärischen Expedition gemacht hatten. Sie war die Tochter von Harith, dem Oberhaupt des besiegten Stammes der Banu Mustaliq. Auch sie wurde, genau wie die übrigen Mitglieder ihrer stolzen Familie, zusammen mit den ‚gewöhnlichen‘ Leuten ihres Stammes gefangen gehalten. Als Dschuwairiya zum Propheten gebracht wurde, war sie, nicht zuletzt deshalb, weil ihre Verwandten alles verloren hatten, völlig verzweifelt. Gegenüber den Muslimen empfand sie einen tief sitzenden Hass und Feindseligkeit. Der Prophet konnte den verletzten Stolz, die gekränkte Würde und das Leiden dieser Frau gut nachvollziehen. Darüber hinaus wusste er in seiner erhabenen Weisheit, wie man dieses Problem lösen und ihren verletzten Stolz wieder aufrichten konnte. Er erklärte sich damit einverstanden, das Lösegeld für sie zu zahlen, schenkte ihr die Freiheit und machte ihr einen Heiratsantrag. Wie gern Dschuwairiya dieses Angebot annahm, kann man sich leicht vorstellen.

Als die Ansar (die medinensischen Anhänger des Propheten Muhammad) und die Muhadschirun (die Emigranten) erfuhren, dass die Banu Mustaliq durch die Heirat nun zu Verwandten des Propheten geworden waren, ließen sie etwa einhundert Familien, die noch nicht freigekauft worden waren, frei. Ein Stamm, dem eine so große Ehre zuteil geworden war, durfte nicht länger in der Sklaverei verbleiben.[3] Auf diese Weise gewann man die Herzen von Dschuwairiya und ihrem ganzen Stamm. Hundert Familien, die ihre Freiheit erlangt hatten, feierten die Heirat Dschuwairiyas und Muhammads. Dank seiner mitfühlenden Weisheit und seiner Großzügigkeit verwandelte er die Niederlage einiger in einen Sieg aller. Was gerade noch Anlass zu Feindschaft und Verzweiflung gegeben hatte, stiftete nun Freundschaft und Freude.

VII

Safiya war die Tochter von Huyaiy, einem der Oberhäupter des jüdischen Stammes von Khaibar, der die Banu Quraiza überredet hatte, ihren Vertrag mit dem Propheten zu brechen. Von Kindheit an wurde sie Zeuge einer tiefen Feindschaft, die ihre Familie und ihre Verwandten dem Propheten gegenüber hegten. Vater, Bruder und Ehemann verlor sie durch die Hand der Muslime, sie selbst geriet in Gefangenschaft. Die Haltung und das Handeln ihrer Familie und ihrer Verwandten hätten sie eigentlich einen tiefen Hass auf die Muslime und den Wunsch nach Rache verspüren lassen sollen. Drei Tage vor der Ankunft des Propheten in Khaibar und ihrer Gefangennahme während des Kampfes hatte sie jedoch im Traum einen schimmernden Mond gesehen, der von Medina kam, sich in Richtung Khaibar bewegte und ihr schließlich in den Schoß fiel. Später berichtete sie: „Als ich gefangen genommen wurde, begann ich zu hoffen, dass sich mein Traum erfüllen werde.“ Als sie als Gefangene zum Propheten gebracht wurde, ließ dieser sie großzügig frei und bot ihr an, entweder eine Jüdin zu bleiben und zu ihren Leuten zurückzukehren oder den Islam anzunehmen und seine Frau zu werden. „Ich wählte Allah und Seinen Gesandten.“, erzählte Safiya. Kurz darauf heirateten sie.

Nachdem sie in die Familie des Propheten aufgenommen worden war, erhielt Safiya den Titel ‚Mutter der Gläubigen‘. Die Gefährten des Propheten verehrten und respektierten sie als ‚Mutter‘. Sie wiederum sah mit eigenen Augen die Kultiviertheit und die aufrichtige Höflichkeit jener Männer und Frauen, deren Herzen und Gedanken sich Gott unterwarfen. Ihre Einstellung zu ihren früheren Erfahrungen änderten sich ganz und gar. Sie wusste die große Ehre, eine Ehefrau des Propheten zu sein, zu schätzen. Infolge dieser Heirat änderte sich auch die Haltung vieler Juden, da sie nun den Propheten aus der Nähe betrachten und kennen lernen konnten. An dieser Stelle soll auch erwähnt werden, dass die Muslime durch solche engeren Beziehungen zu anderen Völkern und Menschen in die Lage versetzt wurden, zu verstehen, wie diese denken, fühlen und leben. Dieses Wissen wiederum ermöglichte den Muslimen zu lernen, wie sie auf diese anderen einwirken und sie - so Gott will - rechtleiten konnten. Ohne ein gewisses Maß an Vertrauen, das durch so edle Handlungen wie die Heirat des Propheten mit Safiya begründet wurde, hätten weder gegenseitiger Respekt noch Toleranz zu sozialen Normen werden können.

VIII

Sauda bint Zam’ah bint Qais war die Witwe eines gewissen Sakran. Sakran und Sauda hatten ebenfalls zu den Ersten gehört, die den Islam annahmen und nach Abessinien fliehen mussten, um der Verfolgung durch die Götzendiener zu entgehen. Sakran starb im Exil und hinterließ seine Frau vollkommen mittellos. Der Prophet Muhammad, Friede sei mit ihm, hatte zwar selbst Probleme, seinen Lebensunterhalt zu bestreiten, sah aber nur eine einzige Möglichkeit, Sauda zu helfen. Er heiratete sie. Die Hochzeit fand einige Zeit nach dem Tod Khadidschas statt.

IX

Hafsa war die Tochter von Umar ibn al-Khattab, dem späteren zweiten Kalifen des Islam. Ihr Mann, mit dem sie erst nach Abessinien und später nach Medina ausgewandert war, war an den Wunden gestorben, die er in einem Kampf für die Sache Gottes erlitten hatte. Daraufhin blieb sie eine Zeit lang allein. Doch wie schon Abu Bakr sehnte sich auch Umar nach der Ehre und der Gnade, dem Propheten in dieser Welt und im Jenseits nahe zu sein. So nahm der Prophet Hafsa schließlich zu seiner Frau, um die Tochter seines treuen Anhängers zu beschützen und zu unterstützen.

Diese Umstände und Motive lagen also den verschiedenen Ehen des Propheten Muhammad, Friede sei mit ihm, zu Grunde. Wir sehen, dass diese Ehen zum Ziel hatten, hilfsbedürftigen oder verwitweten mittellosen Frauen ein würdiges Dasein zu ermöglichen. Sie dienten dem Zweck, aufgebrachte oder verfeindete Angehörige von Stämmen zu beschwichtigen und ihnen Ehre zuteil werden zu lassen bzw. denjenigen, die einst Feinde gewesen waren, ein gewisses Maß an verwandtschaftlicher Verbundenheit und Harmonie zu schenken. Diese Ehen sollten zuverlässige und ungewöhnlich begabte Menschen, insbesondere einige außergewöhnlich fähige Frauen, für den Islam gewinnen. Sie beabsichtigten, innerhalb des vereinenden Bandes des Glaubens an Gott neue Normen für die Beziehungen zwischen den verschiedenen Völkern zu etablieren und diejenigen Männer durch Familienbande zu ehren, die einst die ersten Führer der muslimischen Umma nach dem Tod des Propheten sein sollten. Diese Ehen hatten überhaupt nichts mit Zügellosigkeit, körperlicher Begierde, Triebhaftigkeit oder mit irgendwelchen anderen der absurden und abscheulichen Anschuldigungen zu tun, die die erbitterten Feinde des Islam gegen den Propheten erhoben haben. Mit Ausnahme von Aischa waren alle Frauen des Propheten Witwen. All seine Ehen (abgesehen von seiner Ehe mit Khadidscha) wurden geschlossen, als er schon in fortgeschrittenem Alter war. Sie waren alles andere als Akte der Zügellosigkeit, sondern unterstrichen vielmehr die Selbstdisziplin Muhammads.

Diese Selbstdisziplin verlangte vom Propheten auch, dass er für jede seiner Frauen so gerecht wie nur eben möglich sorgte und alles, was er seiner Familie an knappen Mitteln für Unterhalt, Wohnraum und finanzielle Unterstützung im Allgemeinen gewährte, gleichmäßig aufteilte. Er widmete all seinen Frauen gleichviel Zeit und betrachtete und behandelte sie alle gleich freundschaftlich und respektvoll. Dass seine Frauen (trotz der Tatsache, dass sie aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten kamen und unterschiedliche Vorlieben und Temperamente hatten) gut miteinander auskamen, ist nicht zuletzt seiner Begabung, Friede und Harmonie zu stiften, zu verdanken. Er war ihnen allen nicht nur Ernährer, sondern auch Freund und Gefährte.

Ein letzter Punkt ist an dieser Stelle noch zu erwähnen: Die Vielzahl der Frauen, die dem Propheten gestattet wurde, stellte eine Ausnahme innerhalb des islamischen Gesetzes dar, die ihm allein vorbehalten war. Einige der Vorzüge und Weisheiten dieser Sonderregelung, haben wir - so wie wir sie verstanden haben - bereits erläutert. Kein anderer Muslim darf mit mehr als vier Frauen gleichzeitig verheiratet sein. Zu jener Zeit, als die Offenbarung, welche die Polygamie beschränkte, kam, waren die Ehen des Propheten schon alle vollzogen. Danach war es auch dem Propheten untersagt, ein weiteres Mal zu heiraten. Möge Gott ihn segnen und ihm Frieden schenken, und möge Er uns in die Lage versetzen, sein edles Vorbild zu verstehen und ihm zu folgen!



Gysi Offline

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Beiträge: 16.127

29.07.2005 08:57
#22 Islam antworten

Lieber Said,

ich habe schon mehrmals in diesem Forum um kürzere Posts gebeten. Weil die langen unkommunikativ sind, am Thema vorbeigehen und von den meisten eh nicht gelesen werden. Trotzdem drückst du immer wieder diese ellenlangen Predigten rein! Was für ein Kommunikationsstil ist das? Was soll der bezwecken? Soll der mürbe machen? Auf jeden Fall zeigt der (von dir in Richtung deiner Leser): Deine/Eure Argumente interessieren mich nicht! Freundlich ist das nicht! Haben wir als "Ungläubige" keine andere Tonart verdient?
Ich halte es nicht für ergiebig, 1. deine langen Posts zu lesen und 2. sie zu beantworten! Diese ellenlangen Posts sind für mich ein Ausdruck der Sprachlosigkeit... Lenkt der Poster nich davon ab, bar jeder guten Antwort zu sein?

Fasse dich bitte kurz, und formuliere deine Posts so, dass sie eine Antwort auf die Posts davor sind. Ich für meinen Teil habe noch was anderes zu tun, als nur deine Kilometer-Posts zu lesen, zu denen ich am Ende, nach all meiner Erfahrung mit diesen 14-Tonnen-Beiträgen, nur sagen kann: Wozu denn das? Danke!

Gysi

(In den 70ern gab es bei uns mal einen schönen Sponti-Spruch: Weniger ist mehr... - Wie wahr!)
_________________________
Die Menschheit befindet sich in der Vorgeschichte der Menschheit (Karl Marx)

said Offline

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Beiträge: 13

30.07.2005 18:03
#23 RE:Islam antworten

Hallo Gysi,

mir ist klar, Dass sie nicht gerne lesen. Da frage ich mich wie sie von Marks sprechen können.
Um Marksist sein zu können, muss man wirklich die marksistische Lehre gelesen haben und die sind auch nicht kurz.
Unser Prohet hatte nicht 28 Frauen. Der Baum hat viele Früchte und der perfekteste war unser Prohet Muhamed.
Seine Liebe, Toleranz und Dialog war so der Massen perfekt, dass man keinen anderen als Beispiel nennen kann.
Als er Mekka verlassen musste, hatte er seinen Kopf runter gesenkt und als sie zur Mekka zürückkehrten, hatte er seinen Kopf so runtergesenkt, dass sein Kopfhöhe mit dem Kamel gleich war. Es gab keine Angebung oder stolz sein.
Keiner wurde zum Islam gezwungen, weil es auch im Koran so steht. Auch bei den Osmanen war das nicht viel anders. Jeder durfte seine Glauben weiterhin beibehalten. Sogar die Juden haben unter Osmanen im Frieden gelebt.
In Palastine war Frieden gewesen.
Als der osmanische Padisah Ertugrul Gazi mit den Türken in der Türkei ankam, er sollte im Zelt schlafen.
Da der koran auch im Zelt war und er aus Respekt zum Koran nicht geschlafen hat. Eines mal hat er dann ein Traum gehabt, dass er ein groses Land gründet und es ist auch so gekommen und dauerte wirklich so lange bis dann irgend wann die Menschen in diesem Lande anfingen zu Lügen, und sich von sünnets trennten.
Sie haben nach Koran gelebt. Der koran sagt das was richtig ist.
Nicht Töten, kein Alkohol, kein Prostitution, keine Morde. Der koran sagt dass man den anderen auch helfen sollte, seinen Brot teilen sollte, natürlich aller Wichtigste für die Geschenke Allahs ihm mit Gebet zu bedanken.
Wir sind alle im Schlaf, wir werden erst aufwachen, wenn wir sterben und dann werden wir unsere Belohnungen bekommen.
Unser Prophet sagte als er starb, ich lasse euch den Koran und meine Sünnets(seine Lebensweise) zürück wenn ihr die befolgt dann werdet ihr nicht euren Weg verlieren.
Er hatte keine Sünden. Er wurde Prophet in dem Alter von 40 und sogar davor hat er korrekt gelebt.Eines mal wo er zu einer Hochzeitsfeier unterwegs war, gelang es ihm nicht seinen Ziel zu erreichen, da sich Nackte Tänzerinnen befanden von dem er natürlich nicht wusste und alkolische getränke waren. zu der Zeit war er noch nicht Prophet und schlief immer ein und erreichte nicht den Ort. Er konnte nicht sündigen. Er trug den Prophetensiegel zwischen seinen Schultern auf dem Rücken. Sie nannten ihn Muhamed el Emin (so gut wie man kann ihn vertrauen). Bei Auseinandersetzungen auch vor dem Islam holten Sie ihn und fragten nach seinen Rat. Auch die, die sich gegen ihn stellten konnten ihn nicht als Lügner,als Unkorrekt beschuldigen.
Sie sagten, dass er Dicher wäre. Er konnte aber nicht lesen und nicht schreiben.
Denn er sollte uns benachrichtigen und uns mit Islam bekennen. Der Jesus sagte doch: Ich muss jetzt gehen damit der Ahmed kommt. Ahmed und Muhamed ist das gleiche Wort.

Gepriesen seist Du. Wir haben kein Wissen, außer dem, das Du uns gelehrt hast. Denn Du bist der Allwissende, der Allweise.« (Sure 2, 32) »Oh Gott gieße Deinen Segen aus über unseren Herrn Mohammed, von Ewigkeit zu Ewigkeit nach der Anzahl der Dinge, die das göttliche Wissen umfasst, und über seine Familie und seine Gefährten und Deinen Frieden über sie und über uns alle Gläubigen (din). Amen. ...und Lob und Preis sei Gott, dem Herrn der Welten.«


said Offline

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Beiträge: 13

30.07.2005 18:09
#24 RE:Islam antworten

Hallo Kennan
können sie mir mal bitte sagen, wo sie das gelesen haben, dass Prohet Muhamed 28 Frauen hatte.

Gepriesen seist Du. Wir haben kein Wissen, außer dem, das Du uns gelehrt hast. Denn Du bist der Allwissende, der Allweise.« (Sure 2, 32) »Oh Gott gieße Deinen Segen aus über unseren Herrn Mohammed, von Ewigkeit zu Ewigkeit nach der Anzahl der Dinge, die das göttliche Wissen umfasst, und über seine Familie und seine Gefährten und Deinen Frieden über sie und über uns alle Gläubigen (din). Amen. ...und Lob und Preis sei Gott, dem Herrn der Welten.«

Muhammad Said Offline

Mitglied

Beiträge: 8

20.09.2005 19:28
#25 RE: RE:Islam antworten

genau, sag mal bitte, wüsste ich auch gerne.

und wenn du der meinung bist dass die quelle gut ist, las uns mal die namen seiner angeblichen 28 frauen hören.

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"Ich bin völlig anderer Meinung als Sie. Aber ich werde mein Leben dafür einsetzen,
dass Sie sie sagen dürfen!" (Voltaire)

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