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Religionsforum
Atheismus vs. Religionen  

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Dieses Thema hat 6 Antworten
und wurde 2.732 mal aufgerufen
 Philosophie und Wissenschaft
Nisse Offline

Mitglied

Beiträge: 3

24.04.2005 16:07
Wann ist Religion Religion und Fanatismus Fanatismus??? antworten

Ich als (hoffentlicher ) Abiturient dieses Jahres habe mir für meine mündliche Religionsprüfung das genannte Thema ausgesucht, da mir diese Frage nicht aus dem Kopf ging. Es gibt andere Grundsätzliche Fragen, die genauso interessant sind, aber dieses Thema ist einfach bei mir hängen geblieben!

Dieses Thema läßt sich Theologisch, Anthropologisch, Soziologisch und Naturwissentschaftlich behandeln.

Ich persönlich bin der Meinugn, das es keine Konkrete Grenze zwischen Religiosität und Fanatismus gibt, daß beides im Wesen zum Großen Teil das selbe ist. Wie genau man diese Gebiete teilt ist, wenn überhaupt Ansichtssache, denke ich.

Oder gibt es eurer Meinung nach z.B. Konkrete Ansätze, wonach ihr die Frage Auflösen würdet?

Für eine Anregende Diskussion wäre ich dankbar!

selbst Offline

Mitglied

Beiträge: 30

26.04.2005 08:15
#2 RE:Wann ist Religion Religion und Fanatismus Fanatismus??? antworten

Hallo Nisse,

Religion ist immer Religion ebenso der Fanatismus. Ich würde als Ansatz etymologisch vorgehen: Wobei das Abstraktum fanatismus vom Adjektiv fanatisch abstammt und dieses von lat. fanaticus: religiös, schwärmerisch, von der Gottheit ergriffen zu lat. fanum : Ort der Gottheit, Tempel.
Wobei jeder Religiöse sich fanatisch verhalten kann wenn er von der "gottheit ergriffen" ist oder es meint zu sein. Fanatismus entsteht aus der vermeintlichen Gewissheit der wahren Religion und ihrer rigerosen Verfechtug gegenüber anderen. Wobei bei jedem Fanatismus ein Zweifel enthalten ist denn sonst bräuchte die Wahrheit der Religion nicht so verfochten zu werden. Allerdings ist dieser Zweifel für den Fanatiker selbstredend unbewusst.
Aber wie das Thema Naturwissenschaftlich behandelt werden soll ist mir ein Rätzel.

selbst

Nisse Offline

Mitglied

Beiträge: 3

26.04.2005 10:24
#3 RE:Wann ist Religion Religion und Fanatismus Fanatismus??? antworten

Hallo selbst, danke für deine Antwort.

Als ich mich Anfangs mit diesem Thema beschäftigt habe, habe ich überlegt, was die wohl unterschiedlichsten Sichtweisen auf ein derartiges Thema sein könnten. Hierzu gehörte die Naturwissenschaft gegenüber der Theologie. Mittlerweile muß ich sagen, daß du Recht hast:

In Antwort auf:
Aber wie das Thema Naturwissenschaftlich behandelt werden soll ist mir ein Rätzel
Dies ist wohl schlecht möglich.

Dein Ansatz gefällt mir. Hätte ich drauf kommen müßen, das Wort Fanatismus im Ursprung zu klären! Danke.
Ich brauche allerdings noch Meinungen zu diesem Thema, siehe folgendem Ausschnitt meiner kürlich versendeten E-Mail:

"[...]
Für meine mündliche Prüfung habe ich mir das Thema „Wann ist Religion Religion und Fanatismus Fanatismus“, also die Abgrenzung, sofern oder wenn dies überhaupt möglich ist, beider Themenbereiche, wobei der Begriff „Religion“ eher mit Religiosität substituiert werden kann.
Das Konzept nach dem ich arbeite sieht vor, mit einer möglichen Erklärung von Religion/Religiosität sowie des Fanatismus auf der Basis von Definitionen (Aus Naturwissenschaftlicher, Anthropologischer, Theologischer und Soziologischer Sicht wenn möglich) zu beginnen, frei nach den Motti: Ursprung von Religion[...] und Was hat sich verändert, früher – heute.
Dann gedenke ich eine Abgrenzung der Themen zu versuchen und hier liegt mein Problem:
Die Abgrenzung soll möglichst Wissenschaftlich sein, durch ein Fazit von mir selbst ergänzt.
Da sowohl Religion/Religiosität als auch Fanatismus, wie eigentlich alle Bedeutungstragenden Begriffe nicht Feststehend aus einer Sicht beschrieben oder erklärt werden können, gedenke ich diese Aufgabe durch die Kombination von einigen Fakten aber vielmehr aus Meinungen und Thesen zu lösen.
Die Meinungen und Thesen müßen z.T. selbstverständlich von sogenannten „Experten“ verfasst sein
Daher wende ich mich an Sie,[...], um Sie zu fragen, ob Sie zu diesem Thema ein kurzes Statement [...] abgeben könnten?!
[...]"

Könntest du/Ihr mir deine/eure Sicht der Dinge mitteilen?

selbst Offline

Mitglied

Beiträge: 30

29.04.2005 14:45
#4 RE:Wann ist Religion Religion und Fanatismus Fanatismus??? antworten

Hallo Nisse,

Also die Abgrenzung ist recht leicht insofern es auch Fanatismus gibt der nicht religiös daherkommt. Die Bedeutung des fanatismus vom Worte her (duden): rigeroses unduldsames eintreten für eine sache oder idee als ziel, das kompromißlos durchzusetzen versucht wird. Und diese sache oder Idee kann vieles sein Beispiele aus der Historie: Sowjektkommunismus als Stalinismus wo die vermeintliche Wahrheit sogar vor dem Töten der eigenen „Abweichler“ nicht halt machte ( große säuberungen ab 1936 in UdSSR) und was unter den Nazi´s in Europa geschah ist auch ein bekanntes Beispiel ( zb: ausgehend vom Rassenwahn die kompromisslose umsetzung dieses mit den bekannten traurigen Folgen). Bei religiösen Fanatismus gibt es nun genug beispiele ( Hexenverfolgung, Verfehlungen der Inquisition , in der Gegenbewegung zb. die Bilderstürmer etc).
Also die Abgrenzung ist allein schon dadurch gegeben das es auch anderweitigen fanatismus gibt.

Im Übrigen fehlt bei deinen Betrachtungsweisen, meiner meinung nach, die psychologische sichtweise. Versuchsmal damit. Denn hier ist die eigentliche Schwierigkeit des Fanatismus zu suchen – worin unterscheiden sich die einzelene Fanatiker (und folgen) untereinander ob nun religiös begründet oder nicht? Den unterschied gibt es hier nämlich nicht mehr- wie in der sozilogischen sicht usw.) Den der Fanatiker ist aus dem gleichen wenn nicht aus dem selben Holz geschnitzt. Es zeichnet ja gerade den Fanatismus aus das er an seinen handlungen und seiner zugrunde liegenden psychischen Einstellungen erkannt wird (siehe def. oben) dabei ist der inhalt gleichgültig ( für diese defintion).

Es git etwas gemeinsame an dem man den fanatismus erkennt und das ist es eben was ihn zum fanatismus macht. Und dies ist eben die rigorose und rücksichtlose verfolgung einer idee )oder sache) und wie die eytmologie schon bekannt gibt an „bessenheit“ des oder derjenigen erinnert.

Ich weiß nun nicht ob ich ein sogenannter „experte“ bin – aber eines ist für den fanatismus und genauer den Fanatiker(in) bezeichnend.
Sie sind erfüllt von etwas das , so fühlen und daher wissen sie es – größer ist als sie selbst. Sie gehen als verfechter einer „höheren“ Wahrheit in dieser auf und beziehen dadurch das sie selbst es nicht mehr sind, die dies tun, ihre Kraft und Energie aus diesem Höherem sei Gott oder eine andere Idee. Und da sie sich dieser Sache/Idee ganz anheim gegeben haben sind sie unfähig amders als kompromislos und rigoros zu handeln weil sie eben selbst nicht mehr vorhanden sind – ihre intellektuellen funktionen sind hierin aufgelöst und stehen ihnen – als ich und/oder allg. als Menshcen nicht mehr zu verfügungen. Man spricht deswegen auch von bessesenheit oder beseelheit von einer Idee etc. Aber dies ist noch nicht das was sie zum fanatiker macht sondern dass sie ihre Taten danach ausrichten oder besser das sie ihre Besseenheit oder Besseltheit versuchen umzusetzen und dies ohne Rücksicht auf andere „Seelen“, Ideen und Menschen. Im grunde erhöht sich das schwache Ich des Fanatikers durch ein vermeintliche Stärkeres, weil höheres, aber eben durch den Untergang des Eigenen oder dessen Auflösung im Anderen stärkeren – liegt die Schwäche des Fanatikers eben weil sein ich so schwach ist muss er andere Ichs die seine Ideen ablehnen so rigoros entgegentreten weil die ihn daran erinnern das er sein eigenes zu gunsten oder besser ungunsten des anderen aufgab. Es bleibt ihm keine Möglichkeit als eben fanatsich zu sein, vorrausgesetzt er ist es wirklich – es steht nicht mehr in seiner Entscheidungsgewalt hier zu entscheiden.

ich hoffe das hilft dir etwas weiter!

Mit freundlichen Grüßen selbst

Nisse Offline

Mitglied

Beiträge: 3

07.05.2005 16:51
#5 RE:Wann ist Religion Religion und Fanatismus Fanatismus??? antworten

Hallo Selbst,

deinen Psychologischen Ansatz habe ich bereits vorgenommen. Als Hauptsächliche Quelle hierfür möchte ich http://www.lptw.de/vortraege2003/pdf/haynal03.pdf anführen.
Ist zwar viel aber gar nicht mal so dumm, wie ich glaube.

Sobald ich fertig bin, werde ich mein Projekt, insofern unser Lehrer meine Arbeit einigermaßen annehmbar findet, hier veröffentlichen.
Bis dahin möchte ich schon mal für deine Kurzfristige Hilfe hier helfen, selbst.
Deine Beurteilung des Problems werde ich noch einbringen, da Meinungsvielfalt sehr wichtig bei derart theoretischen Arbeiten sind, wie ich finde.

Also danke und "bis denn dann!"

Gysj ( Gast )
Beiträge:

10.09.2005 16:30
#6 RE: Wann ist Religion Religion und Fanatismus Fanatismus??? antworten

NIEDE MIT GYSI!

goerke Offline

Mitglied

Beiträge: 2

16.12.2005 18:05
#7 RE: Kreationismus antworten

Kreationismus
ist ein religiöser Fundamentalismus mit bigotten Wurzeln in England, der Begriff selber wurde um 1920 von Harold Clark geprägt. Die Kreationisten sehen den biblischen Schöpfungsglauben durch die Naturwissenschaften bedroht, jeder wahre Christ muss Darwins Evolutionslehre ablehnen. Die ohne Irrtümer und Widersprüche überlieferte Bibel ist ewige Wahrheit und göttliche Offenbarung zugleich, ihr Weltbild ist statisch und beliebig in die Zukunft fortzuschreiben. Die Erde ist immobil und flach (Hiob 9:6, 1.Sam 2:8, Psalm 104:5), Kontinente und Meere waren immer so wie heute, Lebewesen und Rassen wie von Gott geschaffen. Tiere sind nur ausgestorben, eine Evolution durch Anpassung und eine Artenabfolge ist ausgeschlossen.

Die katholische Kirche hat 1996 die Evolution als mit der Bibel vereinbar erklärt, dewegen führen die Kreationisten einen Zweifrontenkrieg. Das zwingt sie zu wissentlichen Falschaussagen, zu nicht existierenden Referenzen und Nennung von Autoren die nie etwas geschrieben haben. Übliche Methodik ist es in Nebensätzen Fragwürdiges als Tatsache darzustellen, logische Zusammenhänge umzukehren, beliebige Behauptungen aufzustellen und die Erkenntnisse der Wissenschaften total oder zum Teil zu leugnen. Die Internetpräsenz religiöser Sekten belegt ein lukratives Geschäft mit der menschlichen Einfalt, die Ausstrahlung auf etwa 20 Satellitenkanälen in Europa und rund 1700 Radiostationen in den USA ist nicht gerade billig. Es ist der Versuch das aristotelische, statische Weltbild des Altertums neu zu beleben und dogmatisch gegen Fakten und Erkenntnisse wissenschaftlicher Forschung abzuschotten. Die perfekte Analogie zur Wertigkeit von Evolution und Kreationismus ist die von Astonomie und Astrolgie.

Alle monotheistische Religionen pflegen das Existenz sichernde Dogma allein Gläubige werden gegen Gebühr gute Menschen, die Ungläubigen sind mit Feuer und Schwert auszurotten. Der Religionsfanatiker und Jurist C. Merl verkündet 2005 im SPIEGEL-Forum „die Einwohner von Sodom und Gomorra hatten gesündigt, waren für Gottes Experiment nicht mehr zu gebrauchen und deswegen zur Vernichtung freigegeben“. Auf dieser biblischen Tradition basierte der Rassenwahn der NAZI`s sowie die Religionskriege im Mittelalters, wer an die Bewegung glaubt ist gut, treu und heldenhaft. Die Nichtgläubigen sind dagegen als Untermenschen zu vernichten. Hier schliesst sich der Kreis, im Museum des ICR (Institut of Creation Science, Californien) hängen Bilder von Hitler, Lenin, Stalin und Marx und werden dort als grosse Kreationisten verehrt.

Abstammung und Genetik
Ein Grippevirus benötigte nur 4 Tage zur Mutation durch Zufall, um gegen den neuen Wirkstoff OSELTAMIVIR resistent zu werden, welcher eigens entwickelt wurde seine Verbreitung zu verhindern. Von allen Primaten ist das Erbgut des Schimpansen dem modernen Menschen am nächsten und unterscheidet sich nur um 1,6 %, das ist deutlich weniger als zwischen Afrikanischen und Indischen Elefanten. Die 1997 und 2000 untersuchte mitochondriale Neanderthaler DNS war vor 500.000 Jahren noch gemeinsames Erbgut mit dem modernen Menschen (Homo Heidelbergensis), sein Erbgut weicht um einen höheren Wert. Dabei war der Neanderthaler nicht der plumpe dumme Wilde früher Darstellungen, er hatte Werkzeuge und Kultur in Form von Schmuck, Musikinstrumenten und Grabbeigaben.
Nach Funden wie etwa in Mille/Äthiopien und Olduvai/Tansania gab es vor etwa 4,5 bis 7 Millionen Jahren einen aufrecht gehenden Affenmenschen als Urahn und davon abstammend mindestens drei verschiedene Menschenarten, wobei die Abstammungslinie der Flores Zwergmenschen noch unklar ist. Das erste Auftreten des modernen Menschen wie etwa als „Omo-1“ Fossile aus Äthiopien liegt 195.000 Jahre zurück, die erste Besiedlung Westeuropa mit England datiert in die Zeit vor 700.000 bis 850.000 Jahre. Durch einen vererbten DNA-Kopierfehler auf dem Y-Chromosom der Männer konnte die Abstammung der Europäer, Asiaten und Nordamerikaner über 2.000 Generationen zurück verfolgt werden auf einen noch in Kirgisen siedelnden Stamm.
Biblische Überlieferung
Der älteste erhaltene biblische Text ist die 7,5 Meter lange Jesajarolle aus Qumram um 180 B.C. entstanden. Weitere Texte des Tanach existieren nur in Fragmenten, andere Funde geben klare Hinweise auf verlorene Texte. Die Unterchiede zwischen den hebräischen Texten und der altgriechischen Septuaginta aus Alexandria sind ganz erheblich, Hauptgrund sind die fehlenden Vokale in Hebräisch, die nur durch Punkte über den Konsonaten markiert sind. Die Evangelisten haben ab 120 A.C. ihnen bekanntes Material und Mythen zusammengedichtet und nach bestem Wissen persönliche Akzente gesetzt, Wesentliches überhöht und Unverständliches zu erklärt. Der Sinflutmythos, die Altersanggaben sowie 5- bzw. 6-stellige Kriegerzahlen (4.Mose 2, 2.Cr 26:12) sind reine Aufschneiderei. Eine Ernährungsbasis für so viele Menschen in einer Halbwüste mit steinzeitlichen Wildpflanzen und Grabstockbau war unmöglich, mit dem Ackerbau wurde im Mesopotamien erst um 1100 B.C. begonnen. Ohne Dezimalsystem bei totalem Analphabetismus war Zählen über 100 reiner Zufall. Die Zahl NULL wird um 500 A.C. ins Zahlensystem eingeführt, Vorzeichen noch viel später und haben dadurch erst Rechnen mit grossen Zahlen möglich gemacht. Die Summerer nutzten die NULL bereits vor 5000 Jahren als Schriftzeichen aber nicht im Zahlensystem. Man versuche nur ohne Dezimalsystem mit römischen Zahlen die Multiplikation LXIV * CXXVII = zu lösen. Enoch war im Hebräischen Text 65 Jahre und in Altgriechisch bereits 165 Jahre alt, Methusalem lebte 782 Jahre bzw. 802 Jahre - typische Fehler aus Unfähigkeit.

Die Auferstehung Christi als zentrales Dogma der Christenheit wurde dazu gedichtet, im ältesten Text wird nur ein leerer Sarg erwähnt. Das Dogma der Dreifaltigkeit wird durch Bischof Athanasius aus dem Orient um 390 A.C. erfunden, in der ältesten vorhandenen Bibelversion existiert der Vers 1.Joh 5:7 nicht. Ähnlich ist es mit den heiligen 3 Königen und deren namentlicher Nennung. Im Mittelmeerraum gab es damals keine Äpfelbäume, die von Eva im Paradies gereichte Frucht der Erkenntnis war – wenn überhaupt - eine Feige. Die Teilung des roten Meeres durch Moses ist ein Übersetzungsfehler, im alten Text ist von einem Schilfmeer die Rede. Das Wort jungeFrau (alma) im Syriacus Sinaiticus wird als Jungfrau (bethulah) übersetzt und begründet den Jungfrauenkult der Kirche, der 431 A.C. auf dem Konzil zu Ephesus vom heidnischen Kult um Ischtar, Aschera und Artemis übernommen wird. Die Sintflut wird vom Gilgamesch Epos (Schreiber Sin-leqe-uninni) kopiert, am Euphrat sind Überschwemmungen ein beinahe jährliches Ereignis. Diese Arche hat 3 x 3 Meter Fläche, das Holz ist vom Abbruch der Hütte und die Flut dauert 7 Tage.

Die Konzile von Laodicea (363 A.C) und Carthage (397 A.C) schliessen Bücher wie Offenbarung, Weisheit Tobit, Judith, und Makkabäer aus. Viele Texte unterschiedlicher Qualität über einen Messias und Gott in Aramäisch, Hebräisch und ab 400 B.C. in Altgriechisch wie das Nazaräer Evangelium, das Hebräer Evangelium, das Evangelium der Zwölf oder einzelne Jesus Logien werden nicht in die Bibel aufgenommen. Hauptstreitpunkt dieser Konzile war, welche der vielen Bücher von Gott inspiriert waren und welche nicht. Da es auch um Macht und Pfründe ging, war Mord und Bestechung unter den Bischöfen der Konzile wie Papst St.Cyril üblich und nachprüfbar. Der 392 A.C. von Papst Damasus I beauftragte Vulgata-Verfasser Hieronymus warnte seinem Auftraggeber in den vielen differierenden Quellen wäre schwerlich die Wahrheit anzutreffen. Es dauert noch weitere 500 Jahre, bis seine Vulgata die sehr kurze Bibel Vetus Latina ablöst.
Nach der Erhebung zur Staatsreligion 380 A.C. vernichtet die Amtskirche systematisch alte urchristliche Texte sofern sie damaligen Dogmen zuwider laufen wie etwa die Schriften des „Origenes“ oder die Bibliothek in Alexandria. Die Vulgata wird 1590 A.C. unter Papst Sixtus V. als authentische Bibel „Editio Sixtina“ revidiert und kirchenamtlich für fehlerlos erklärt. Sie war voller Fehler, wurde notgedrungen unterdrückt und 1592 A.C. unter Papst Clemens VIII durch die fehlerlose „Editio Clementina“ ersetzt. Auch sie enthielt viele Fehler und wurde erneut ersetzt. Die Rede von einer gefälschten Bibel ist weitaus zutreffender als die Behauptung des Gegenteils. 1199 A.C verbietet Papst Innozenz jegliche Lektüre der Bibel in privaten Zusammenkünften. Wieso die Bibel auf der Synode von Tarragona 1234 A.C auf den Index der verbotenen Schriften kommt, deren Besitz bis 1478 A.C. mit dem Tode bestraft wird, ist mit göttlicher Offenbahrung der ewigen Wahrheit unvereinbar. Ähnlich erging es 1383 A.C. dem als Ketzer veruteilten John Wyclif, dessen englische Vulgata Übersetzung verboten wird. 1979 wird die Bibel als Nova Vulgata neu verlegt.
Dabei bleibt Vers 1.Tim-4 erhalten, der all jene als Heuchler und Lügenredner bezeichnet, die Ehe und bestimmte Speisen verbieten. Offenbar haben das Papst Benedikt VIII und Kaiser Heinrich II nicht gelesen, als sie 1022 A.C die Heirat für alle Priester endgültig untersagen. Wer also die Bibel unabdingbar als ewige Wahrheit definiert, der sollte erst klar sagen welche der vielen Bibeltexte.
Religiöser Fanatismus und seine Auswirkung
Besonders in den USA resultiert religiöser Fanatismus in vielen Absurditäten wie 1925 der „Affenprozess“ gegen den Lehrer Scopes, der trotz Verbot Darwins Evolutionslehre unterrichtet und zu einem Monatslohn Strafe verurteilt wird. In Kansas verliert Biologielehrer Stan Roth seinen Job, er weigert sich den unwissenschaftlichen Ursprung des Lebens nach der Genesis zu unterrichten. Daraufhin machte die Schülerin Anna Harvey Front gegen den Pädagogen, der nach 40 Jahren Schuldienst gefeuert wird. In den USA wird 1963 als Murray vers. Curlett Fall beten und lesen aus der Bibel an den Schulen verboten, 1986 erfolgt die Trennung von Kirche und Staat mit dem Verbot Religion zu unterrichten. Daraufhin betreiben die religiösen Fundamentalisten „Intelligent Design“ unter dem Deckmantel einer Wissenschaft ohne spezifische Reizworte. Diese Wissenschaft beruht nach den Kreationisten auf strengster innerer Redlichkeit, die Herkunft und Entwicklung des Menschen durch den „Creator“ ist zweifelsfrei gegeben und wissenschaftlich nicht nachvollziehbar. Ziel und Zweck ist es den ersten Zusatzartikel der US-Verfassung zu unterlaufen und Religion als Wissenschaft getarnt wieder im Schulunterricht zu etablieren.

Die Glaubensfanatiker geben nicht auf und erringen eine Reihe von Siegen. Die kalifornische Schulbehörde wird in den 90er Jahren zu 225,000 US$ Strafe verurteilt, weil sie dem ICR die Wissenschaftlichkeit abspricht. 1995 werden Schulbücher in Alabama mit Stickern beklebt, nach denen die Evolution "eine umstrittene Theorie ist, die nicht als Tatsache angesehen werden darf". In Kentucky müssen Buchseiten zum Thema "Urknall“ überklebt werden. In Louisiana und Arizona müssen Lehrer vor Lektionen über Darwins Lehre Warnungen verlesen. In Dover County wird Biologie nur noch mit Warnhinweisen verabreicht, die Evolutionslehre sei nur eine mit "Lücken und Problemen behaftete Theorie“. Als besonderer Erfolg zählt 1999 das Verbot durch die Schulbehörde von Kansas im Unterricht Evolution und Urknall in staatlichen Leistungsprüfungen abzufragen oder gar zu erwähnen. Im November 2005 ändert die Schulbehörde von Georgia im letzten Moment eine Beschlussvorlage, wonach der Begriff Evolution und Erkenntnisse wie das Erdalter oder die Plattentektonik aus dem Unterricht gestrichen werden. Ein Gesetzentwurf in Missouri bedingt ab 2006 solche Lehrer zu feuern, die Evolution und „Intelligent Design“ im Unterricht nicht gleichwertig behandeln. Wenn Gerichte darüber entscheiden müssen welches Wissen richtig oder falsch ist, dann degeneriert die Wissenschaft letztendlich zur Ansichtssache.

Etwa 55% aller Amerikaner glauben an die biblische Schöpfung und nur 35% halten die Evolution für wissenschaftlich fundiert. Dabei sind Frauen, Republikaner und Ungebildete deutlich bigotter als Männer, Demokraten und Gebildete. Bigotte Studenten mit Schmalspurwissen und Aberglauben haben grosse Probleme an privaten Eliteuniversitäten wie Harvard, Stanford und Princeton. Für Wissenschaftler ist das Leugnen von Fakten und Erkenntnissen fatal für die Karriere und nicht durch schlichte Einfalt und Gebet zu kompensieren. Überzeugte Kreationisten wie der Seismologe und Geologe Glenn Morton mussten den kreationistischen Aberglauben hinter sich lassen. Kongressmitglieder wie William J. Bryan und Tom Delay behaupten Darwins Lehre sei schuld am Drogenproblem, der Kriminalität, an 100 Millionen Toten in den Weltkriegen, den Schiessereien in den Schulen und dergleichen mehr. Dagegen steht Kreationismus für gute Regierung wie etwa bei Nixon, echtes Familienleben und „wahre Wissenschaft“ – was immer das ist. Ob die mehrfache gerichtsnotorische Geldwäscherei des Tom Delay auch dazu gehört bleibt ungeklärt.

Kreationismus als ideologische Doktrin duldet keinerlei kritische Betrachtung seiner Kernthese, bietet aber für alle Fragen einfachste Modelle und ist auch dem schlichtesten Gemüt zu vermitteln. Diese Vorgehensweise ist typisch für Sekten und Pseudowissenschaften. Die Kreationisten folgen dabei zwanghaft ihrer schwarz-weiss Ideolgie sie allein sind die aufgeklärten Guten, die Anderen sind nur dumme Ignoranten. Bekanntester Vertreter dieser schlichten Einfalt bei reduziertem IQ ist Präsident Georg W. Bush jun, der im August 2005 an allen Schulen Unterrichtung von „intelligent design“ und Evolutionslehre fordert. Sein Vorgänger Ronals Reagan stand ihm wenig nach, vor politischen Entscheidungen suchte er immer einen Wahrsager auf. Mit 135 Millionen US$ an Zuschüssen wurde eine Warnschrift an den US-Schulen verteilt, nach der Mädchen schwanger werden wenn sie Jungen in den Schritt fassen, AIDS wird schon durch Berührung übertragen und Kondome führen in 30% der Anwendung zur Schwangerschaft (in Realität sind es unter 2%).

Aus den „Science and Engineering Indicators 2002“ der „National Science Foundation“ geht klar hervor, dass wesentliche Teile der US-Bevölkerung unfähig sind zwischen Wissenschaft und Pseudowissenschaft zu unterscheiden. Obwohl diese Leute vorgeben sich für Wissenschaft und Technik zu interessieren, leitet sich daraus keine vertiefte Kenntnis ab. Nur 54% der Befragten wusste, dass die Erde 1 Jahr benötigt um die Sonne zu umkreisen. Nach einer Gallup Umfrage von 2004 glauben 45% aller Amerikaner, dass Gott die Menschen in den letzten 10.000 Jahre zusammen mit den Dinosauriern schuf. Die Herausgeber der 1563 US-Tageszeitungen sind zu 49 % überzeugt Menschen und Dinosaurier lebten zusammen auf der Erde, allen voran der „Discovery Channe“ und Lens Armstrong Sponsor. Nur 1/3 der US-Bevölkerung ist geistig fähig einfache wissenschaftliche Analysen wie etwa einen Dreisatz nachzuvollziehen. Zu diesem Bild schlichter Einfalt passt, dass 7% der Amerikaner totale Analphabeten sind mit 48% als Spitzenwert für die Stadt Detroit, weitere 8% können allenfalls den eigenen Namen schreiben. Das Bildungssystem der USA ermöglicht Kindern reicher Eltern eine Spitzenausbildung an privaten Universitäten, die grosse Masse wird dagegen in erbärmlicher Weise abgefertigt. Das Unterrichtsmaterial ist von miserabler Qualität und unterliegt ausserdem dem Einfluss selbsternannter lokaler Grössen einer mächtigen Schulbehörde, was Verirrungen wie „intelligent design“ erst möglich macht.

Kreationistische Argumente
Die modernen Datierungen von Fossilien durch den Zerfall von Nukliden mit Halbwertzeiten von 1.000 bis zu Milliarden von Jahren, durch Dendrologie, durch Kalkbildung in Sedimenten, durch Nachweis seltener Spurenelemente, durch Röntgen Luminizens, durch Eisbohrkerne aus Grönland und der Antarktis mit bis zu 650.000 Jahresschichten, durch eingeschlossene perfekt erhaltene Insekten und Samen im Bernstein mit bis zu 40 Millionen Jahren sind für Kreationisten alle falsch. Als pseudowissenschaftliche Begründung muss jede Uhr eine Feder haben, die immer wieder aufgezogen werden kann. Hätte die Erde ein Alter unter 10.000 Jahren, dann müssten die schnell zerfallende Nuklide in grossen Mengen nachgewiesen werden können, aber nichts dergleichen. Neben Sorgfallt bei der Probenentnahme bietet jedes Nuklid nur einen begrenzten Zeitrahmen an verwertbaren Ergebnissen, was Kreationisten nutzen bestimmte Messungen zu diskreditieren. Die C-14 Methode mit einer Halbwertzeit von 5730 (+-40) Jahren eignet sich bestens für einen Altersbereich von 1.000 bis 60.000 Jahren, mittels Massenspektrometrie wird dazu der noch verbliebene C-14 Anteil in Relation gesetzt. Der Anteil von Hafnium-182 im Mondgestein mit 9 Millionen Jahren Halbwertzeit reicht gut für ein Erdalter von etwa 4.5 Milliarden Jahren.

Die Erklärungsversuche für eine biblisch jungen Erde wie Verlust von Sonnenmaterie, Ansammlung kosmischen Staubs, Existenz kurzlebiger Kometen, Änderung des Mondabstandes, Linksdrehung von Monden, Ausdehnung von Sternenhaufen, Existenz der Saturnringe, Auskühlung von Saturn und Jupiter, Abfall des Erdmagnetismus, Lavamassen auf der Erde, Mineralgehalt der Weltmeere, Heliumgehalt der Athmosphere, die Schöpfung der Arten in Grundtypen usw. sind widerlegt. Das bringt Verfasser wie etwa Dr. Hovind nicht dazu ihre Ansätze zu revidieren. Ein weiteres Argument der Kreationisten ist die Komplexität des Menschen, es wäre niemals möglich die Evolution zu wiederholen und so den Menschen zu erschaffen. Das zeigt nur wie sehr sie im biblischen Anspruch gefangen sind, der Mensch als Ebenbild Gottes steht über der ihm untergeordneten Natur. Die Evolution könnte jederzeit wiederholt werden, allerdings gäbe es bei der Vielzahl von Katastrophen und Zufällen ein vollkommen anderes Ergebnis und sicher keinen Menschen als Resultat.

Fossilien in geologischen Schichtungen wie die Dinosaurier wurden von Gott extra angelegt um uns zu verwirren und unseren Glauben zu prüfen. Eine biblische Erwähnung von Dinosauriern gibt es nicht. Wenn Fossilien von Saurier nur in bestimmten geologischen Schichten vorkommen, hat das nichts mit deren Aussterben vor 65 Millionen Jahren zu tun, sondern ist nach „EVOLUTION FACTS INC, Tennessee“ darauf zurückzuführen, weil sie sich schneller laufend als andere vor der Sintflut retten wollten. Versteinerte Fussspuren in Glenn Rose und Antelope Springs dienen den Kreationisten als Beweis für die gemeinsame Existenz von Mensch und Saurier. Eifrige Kreationisten haben bei den Versteinerungen im Paluxy-River sogar mit Hammer und Meisel nachgeholfen. Dinosaurier, die zufällig die Sintflut überlebten, sind ausgestorben weil auf Jahrzehnte Vulkanismus jegliche Sonneneinstrahlung auf der Erdoberfläche blockierte. Wie die 100 Millionen Arten und Menschen das überlebt haben, wird von den Kreationisten nicht verraten.

Das Licht von Milliarden Lichtjahre entfernter Sterne erreichte die Erde sofort nach der Schöpfung, weil Gott es am ersten Tag schuf. Alles Licht älter als 6.000 Jahre ist nur ein Video Gottes und kann nicht wirklich untersucht werden. Dr. Russell Humphreys vom ICR änder mit von ihm postulierten „weissen Löchern“ des Universums Einsteins Relativitätstheorie dahingehend ab, dass die Lichtgeschwindigkeit kein konstanter Wert ist, Millionen Mal grösser sein kann und alle auf Einsteins Theorien basierende Erkenntnisse falsch sind. Dr. Bouw beweist dass die Sonne sich um die Erde dreht, was Marschall und Sandra Hall auf Konferencen vortragen. Diese Pseudowissenschaftler fahren gleichzeitig mit eingeschalteter GPS-Navigation spazieren, obwohl das GPS-System ohne Einsteins Physik und Formeln keine brauchbaren Ergebnisse liefern kann.

Wegen der erdnahen Schöpfung des Lichts gab es Pflanzen auf der Erde lange bevor die Sonne schien, die je nach Dogma der Kreationisten einen Tag oder Äonen ohne Licht durchgehalten haben. Die Krater von Mond und Mars und die Ringe des Saturn sind aus dem ewigen Kampf zwischen Satan und dem Erzengel Michael (The Remarkable Birth of Planet Earth, Henry Morris, ICR). Das ist Kaffeesatz lesen auf dem Niveau von Spiderman. Seitdem das ICR sogar Doktortitel als „Kämpfer für das Christentum“ vergeben kann, ist auch ein Titel für Dr. Donald Duck denkbar.

Pseudowissenschaft des „Creation Science“
Der ICR Kreationist Dr. Richard Bliss hat einen Titel der „University of Saritosa“, eine Titelschmiede für beliebige Diplome, die aus einem Hotelzimmer besteht. Der ICR Mitbegründer Dr. Kelly Segraves hat einen Dr. der „Christian University“ und einen Master der „Sequoia University“. Beide Bildungsstätten existieren überhaupt nicht. Der ICR Mitbegründer Dr. Harold Slusher hat einen nicht anerkannten Titel der „Columbia Pacific University“ und einen nicht anerkannten Ehrendoktor der Bibelschule „Indiana Christian University“. Der ICR Kreationist Dr. Cliffort Burdick hat einen Titel der „University of Physical Sciences“ in Arizona, die nur aus einem Postfach besteht. Der Kreationist Dr. Carl Bauw hat seinen Titel von der nicht anerkannten Bibelschule „College of Advanced Education”, Rev. Dr. Dr. Dr. Dr Carl Baugh aus Glen Rose, Texas hat seine Sears-Roeback Titel nicht durch Studium erworben usw. Das sind die herausragenden „Wissenschaftler“ des ICR und des „Creation Science“, entsprechend ist die Qualität des Resultats.

Scharlatanerie gab es schon in der UDSSR unter Stalin mit der Vererbungslehre von Trofim D. Lyssenko, für den Gene und Erbanlagen „unsozialistisch“ waren, somit nicht existentierten und die Vererbung nur durch Erziehung und Zucht erfolgte. Zu seinen glorreichen Erkenntnissen gehört es Pfirischbäume in Kühlhäusern an die Kälte zu gewöhnen und in Sibirien Pfirsichplantagen anzulegen. Das hat Millionen Hungertote gefordert, die politische Führung wurde 35 Jahre lang mit gefälschten Statitstiken abgespeist.

Bibeltexte und Geschichte
Man darf die alten Bibeltexte von Genesis und Sintflut nur im Kontext mit dem damaligen Weltbild interpretieren. Die Erdenscheibe steht auf Säulen im Urmeer, darüber sind die Firmamente wie Käseglocken gestülpt und die Himmelskörper daran aufgehängt. Zur Sintflut hat Gott die Bodenventile (Moses 7:11) geöffnet und die Erde ist im Urmeer versunken. Danach tauchte sie wieder auf und alles Leben der Erde ausgenommen auf Noahs Arche war vernichtet. So erklären die Kreationisten auch die Milliarden an Versteinerungen von Meerestieren in den Wüsten und auf Bergen wie auf dem 700 m hohen Zentralplateau von Saudi Arabien, der Sahara, in Patagonien und in den vielen Hochgebirgen, die alle während der Sintflut entstanden sind.

Der Grieche Erathostenes (275 – 194 B.C. aus Kyrene) hatte den Umfang der runden Erde fast genau berechnet, einen Kosmos mit Kugeln als Planeten postuliert und einen Sternenkalender mit 675 Positionen erstellt. Er war der dritte Bibliothekar der von Ptolemaios gegründeten Bibliothek in Alexandria. Die Verbreitung derartiger Erkenntnisse war mangels Druck- und Kopierverfahren extrem gering, nur ganz wenige Menschen konnten lesen, noch viel weniger konnten schreiben und kaum jemand hatte genug Vermögen sich die sehr teuren Abschriften zu leisten. Schriften des Mathematikers Archimedes (287 – 212 B.C aus Syrakus, Sizilien) sind uns nur bekannt, weil die sehr kostbaren Folianten gereinigt und mehrfach beschrieben wurden. Vieles von dem wenigen Wissen ging durch den Brand der ersten Bibliothek in Alexandria im Jahre 48 B.C. verloren, den römische Legionäre gelegt haben. Die wieder aufgebaute Bibliothek wurde 391 A.C. von den Christen der Amtskirche in Rom zerstört, damit die Erde auf Ewig eine Scheibe bleibe.

Ob seine Sprache überhaupt zwischen diversen Dingen unterscheiden kann, bestimmt offensichtlich wie der Mensch die Realität seiner Umwelt wiedergibt. Keine Sprache kennt Begriffe für Dinge, die in Umwelt, Wissenschaft und Mythologie nicht vorkommen. Wenn Nostradamus (1503 – 1566 A.C. Michel de Notredam) in seinen Alpträumen wirklich Flugzeuge, Panzer und Raketen gesehen hat, mit welchen Worten hätte er seine Mitmenschen warnen können ohne der Kirche aufzufallen. Bei Klartext hätte ihn die heilige Inquisition auf dem Scheiterhaufen verbrannt, vielleicht zusammen mit dem Teufelswerk des Eier legenden Hahns der Stadt Basel. Die belgischen Flamen haben eine eigene Kommissionen, um ihren alten holländischen Dialekt durch Kunstworte etwa für Atomspaltung, Computer und Relativitätstheorie auf „modern“ zu trimmen. Es gibt heute noch Indianerdialekte wie den der Piraha, die keine Zahlworte kennen und in deren Begriffswelt Vergleiche wie etwa „mehr als“, „weniger“ vollkommen unbekannt sind.

Menschen und Tiere auf der Unterseite einer Kugel mit dem Kopf nach unten hängend, so etwas gibt es nicht. Was konnte ein schreibender religiöser Eremit im Zweistromland über Ebbe und Flut wissen, über Seebeben, Vulkane, Zyklone, Gletscher, die Eiskappen der Pole, die langsame Versalzung von Kulturland, die Jetströme der Stratosphäre usw. Was könnte er schreiben über die Berge des Himalaja und der Anden, die ohne künstliche Beatmung langfristig nicht zu besteigen sind oder die Biotope des Regenwaldes im Amazonasdelta, welche ohne jeden Humus aus immensen Regenmengen Millionen von Tierarten in einzigartigen Lebensräumen schaffen. Typische Vertreter sind Hunderte von Kolibriarten, die mit speziellen Schnabelformen auf wenige Blüten als Nahrung angewiesen sind. Sie sind unfähig im Körper Energievorräte für mehr als einen Tag anzulegen und verhungern ohne ihre ständig verfügbare Spezialnahrung umgehend.

Die Verfasser der Bibel hatten keine Vorstellung über die Menschwerdung, die langsame Entwicklung von Kulturen und Techniken und kannten keine zuverlässige Zeiteinteilung. Bis zum heutigen Verständnis des Vulkanismus galten zum Beispiel die exakten Aufzeichnungen von Plinius dem Jüngeren über den Vesuvausbruch im August 79 A.C. als reine Phantasie, die Beschreibung phyroplastischer Ströme war nicht nachvollziehbar. Zur Umwelt der Bibelverfasser gehörten wenige Tiere einer Halbwüste wie Ziege, Schaf, Esel, Kuh, Kamel, Hund, Katze, Huhn und einige Vögel. Adam und Eva kamen bekleidet aus dem Paradies, haben ihren Bauernhof bewirtschaftet und mit zahmen Ochsen die Felder gepflügt. Ihre Kinder bauten bereits feste Häuser, wohnten in Zelten aus gewebten Stoffen, spielten Flöte und Zither, haben Erze und Eisen geschmiedet und kannten nach ägyptischen und babylonischen Artefakten die Schrift (1 Moses 4). Die komplexe menschliche Zivilisation ist in nur einer Generation buchstäblich vom Himmel gefallen.

In Realität haben die Frühmenschen Millionen Jahre als nomadisierende Jäger und Sammler überlebt, haben Raubtieren die Beute abgejagt, sich als deren Beute in Höhlen versteckt, erste Laubhütten gebaut, wurden als Fischer sesshaft, begannen Feldfrüchte und Wildtiere zu domestizieren, haben erste Siedlungen befestigt und sind mit Erfindungen wie Feuer, Rad, Pflug, Keule, Speer, Pfeil mit Bogen, Schleuder, Keramik sowie der Vorratshaltung in der Jungsteinzeit angekommen. Erste Steinwerkzeuge aus Gona in Äthiopien sind bereits 2,6 Millionen Jahre alt. Auf dem sehr langen Weg gab es hoch entwickelte Kulturen, wie die Felsenmalereien in Südfrankreich, Spanien, Australien und der Sahara belegen. Die frühesten menschlichen Siedlungen in Palästina mit noch ungebrannter Keramik sind bis zu 12.000 Jahre alt. Auf die Steinzeit folgte Kupferzeit, Bronzezeit mit dem Mythus der Sintflut, Eisenzeit und zuletzt die Moderne mit Altertum, Mittelalter und Neuzeit. Schmelzen von Meteoreisen mittels Holzkohle bei 1.000 °C durch die Ägypter und Sumerer ist ab 4.000 B.C. bekannt. Stahl konnte man erst schmelzen nachdem etwa ab 1800 A.C. mittels Koks Temperaturen weit über 1500 C° erreicht wurden.

Bibel und Mythen
Eine solche Entwicklung ist nicht in Deckung zu bringen mit 77 Generationen zwischen Schöpfung und Messias (Moses 5), deren Lebenszeiten auf über 900 Jahre gestreckt wurde. Im Lukas Evangelium sind 57 Generation bis Abraham aufgezählt, im Matthäus Evangelium nur 41. Allerdings ist nur das Zeugungsalter von Bedeutung, das dürfte bei 25 Jahren bleiben. Spielereien mit der Zahl 7 sind mythischer Klimbim der Buchreligionen. Der Tiroler Ötzi ist etwa 3300 B.C. als „Zeitgenosse“ von Adam, Kain und Abel an einem Pfeil gestorben, war winterfest in Leder und Pelz bekleidet und besass Geräte wie Kupferaxt und Kupfermesser. Seine Existenz und die seiner Zeitgenossen 4000 km vom Paradies entfernt hebt das biblische Weltbild aus den Angeln.

Eine Landschaft 10 Monate lang Tausende Meter unter Salzwasser ist auf Jahre unfruchtbar. Grundwasser und Quellen sind ungeniessbar und im Süsswasser lebende Tiere und Pflanzen tot. Nur der Albatros kann Monate über Wasser im Flug leben und schlafen, andere Vögel verhungern oder ertrinken. Was nach der Flut auf dem Salzschlamm wächst, ernährt allenfalls Schafe. Das Luft ein Gasgemisch ist, nur wenig Wasserdampf löst und dazu grosse Energiemengen braucht, wurde nicht einmal geahnt. Das gesamte gelöste Wasser der Lufthülle ergibt einen Wasserfilm von höchsten 3 cm. Die Welt bestand aus den 3 Elementen Erde, Feuer und Wasser. Sturm, Donner, Blitze, Regen und Nebel waren göttliche Zeichen. Mond- und Sonnenfinsternisse, Kometen und Asteroiden waren Strafen eines höheren Wesens für menschliches Fehlerverhalten, welches nur die Priester deuten konnten. Es gab in allen Glaubensgemeinschaften 100% sichere Endzeitverkünder, keine traf je ein. Das Nachsehen hatten immer nur die vielen Einfalltspinsel wie etwa die „Zeugen Jehovas“ in den Jahren 1874, 1914, 1925 und 1975, die all ihre Habe spendeten und so ein bilanziertes Sektenvermögen von 1 Mrd. US$ schufen.

Biologische Populationen brauchen zur gesunden Vererbung einen breiten Genpool, ein einzelnes Paar hat durch Inzucht und Mutationen viele geschädigte Nachkommen. Kain kann seine biblischen Kinder nur mit einer unbekannten Schwester oder seiner Mutter Eva gezeugt haben, nach 3.Moses-18.6 und 19:11 eine Totsünde für beide. Wenn Gottes Kainsmal ihn vorm Erschlagen schützen sollte, wo kamen die Mörder dafür her. Erste Kulturen haben Rituale und Tabus entwickelt um Inzucht in der Familie zu vermeiden. Im Mittelalter gab es in den Alpentälern häufig behinderte Inzuchtkrüppel. Jede Population braucht in der Vererbung 3% bis 12% an Mutationen. Bei zu wenig stirbt sie mangels Anpassungsfähigkeit an neue Bedingungen aus, bei zu viel geht die Identität der Art verloren. Eine Entwicklung aller komplexen Lebewesen aus jeweils nur einem Paar funktioniert nicht, zumal es auch Tiere gibt die ihr Geschlecht ändern.

Sintflut und Realität
Der irische Bischof Ussher errechnete um 1650 A.C. die göttliche Schöpfung für den 28. Oktober 4004 B.C. und die Sintflut für das Jahr 1490 B.C. Das war nur 21 Jahre vor der Schlacht bei Megiddo in Israel zwischen dem Pharao Thutmosis III und dem syrischen Fürsten von Kadesch, an der einige Tausend Soldaten beteiligt waren. Die ägyptische Beute war 924 Wagen, 2238 Pferde, 2000 Stück Grossvieh und 300 Gefangene, absurd wenn es kurz vorher eine Sintflut gegeben hat. Anders als der biblische Sintflutmythos belegen ägyptische Aufzeichnungen die Schlacht von Megiddo genau. Die Truppen von Thutmosis III kamen aus der Grenzfestung Sile (Tjaru), gelangten nach 10 Tagen nach Gaza und erreichten 11 Tage später Jehem (Chirbel Jimma). Ein Rabbi Schwab spekuliert 1962 in „Torah Views on Science and its Problems“ als Schöpfungsjahr 3773 BC., andere selbsternannte „Experten“ haben unterschiedliche Ergebnisse ermittelt. Alle berufen sich dabei auf eine willkürlich zusammengestoppelte Bibel als absolute Quelle, denn Gott lügt nicht. Wenn es gar nicht mehr passt, schreibt man die Bibel nach Bedarf neu wie die Zeugen Jehovas mit der Neue Welt Bibel, in der Gott etwa 3000 Jahre vor dem Ackerbau die Haustiere erschuf.

Seit der Schöpfung wachsen die Gebirge jährlich um etwa 2 Meter und haben erst in der Neuzeit damit aufgehört, sonst hätte Noahs Arche auf einer 9 km hohen Flutwellen schwimmen müssen. Die Fanatiker um Herrn Morrison vom ICR suchen am Berg Ararat bereits mit der 13.ten Expedition nach Resten der Arche Noah. Die dort vom Kreationisten Dr. Charles Willis 1972 gefundenen Beweise mit deutlichen Photos von Fundstücken der biblischen Arche konnten später zurück verfolgt werden auf einen Aprilscherz der „Kölnische Illustrierte Zeitung“ vom 1. April 1933.

Mittelmeerraum - klimatische Entwicklung
Erdbeben und Flutwellen sind im Mittelmeer häufig wie 1628 B.C. die Insel Santorin und Kreta mit dem Untergang der Minoischen Kultur, danach 1430 B.C. erneut Kreta, 440 B.C. Sparta, 79 A.C. der Vesuv mit Pompeji, um 300 A.C. Alexandria und 1556 A.C. Konstantinopel mit Vernichtung der Osmanischen Flotte - um nur einige zu nennen. Die Dendrologie zeigt für zehn Jahre nach der Katastrophe von Santorin kein Wachstum der Bäume, derart kalt war das Klima und die Ernten schlecht. Die Gegend um das Tote Meer in Verlängerung des ostafrikanischen Grabenbruchs ist geologisch instabil, der historische Ort Numera am Ostufer wurde um 2350 B.C. von einem Erdbeben zerstört. Mit der Klimaverschlechterung bis 2216 B.C. gab es weltweit grosse Kälte und geringe Niederschlägen, in Folge sind in Nubien zwischen Sudan und Ägypten riesige Grassteppen zu Wüsten vertrocknet und viele lokale Kulturen untergegangen. Dies entspricht dem Untergang der 6.ten Dynastie der ägyptischen Reiche, aus dieser Zeit wurden im Norden Ägyptens Gräberfelder mit Tausenden von Hungertoten gefunden. In der Bibel findet dies keinerlei Erwähnung, obwohl die Verhältnisse im östlichen Mittelmeerraum nach Funden in Israel überall gleich schlecht waren und auch dort ganze Landstriche durch Hunger und Elend entvölkert wurden.

Das Mittelmeerklima der letzen 13.000 Jahre war sehr wechselhaft und ähnelt einer gedämpften Schwingung mit Rückkopplung. Das hat sich fortgesetzt mit warmen Perioden oder der kleinen Eiszeit vor nur 250 Jahren. Wenn gemäss den Kreationisten Gott selber den Bibeltext seinen bronzezeitlichen Schreibern in die Feder diktierte, wieso bleiben diese fatalen Ereignisse mit so grossem Einfluss auf die Menschheit ohne jede Erwähnung. Was möchte Gott vertuschen? Oder war es so, das mit dem Verhungern der lokalen Bevölkerung auch die Religion ausstarb.

Sintflut und die Arche
In der Zeit der Römer und Karthager hatte sich die Schiffbautechnik gegenüber der Sintflutzeitzeit erheblich entwickelt, man konnte Galeeren von 40 m Länge und 5,50 m Breite bis zu 200 t Verdrängung zimmern. Je nach Ausbau waren für eine römische Galeere bis zu 2.000 Bäume notwendig, der grösste Teil davon endete als Holzkohle. Dazu waren etwa 20 bis 40 Mann bis zu einem Jahr beschäftigt mit fällen, transportieren, sägen, trocknen, zuschneiden und befestigen. Holz hat in den ersten 2 bis 3 Jahren quer zur Faser einen Schwund von etwa 3%, deswegen wurde nur 10 Jahre getrocknete Eiche oder Zeder verarbeitet. Eine Schiffsbeplankung mit grünem Holz ist fatal, in wenigen Monaten kann man die Finger durch die Fugen stecken und der Kahn versinkt.

Die Decks dieser alten Schiffe hatten um 200 kg/m² Tragfähigkeit wie ein modernes Eigenheim. Die Bohlen waren zur Lastverteilung mangels Technik nicht mit Nut und Feder verzahnt sondern nur dick und schwer. Die Fugen wurden mit Hanf kalfatert, der Teer dazu als Erdpech am Toten Meer gewonnen. Antike Schlachten wurden mit bis zu 600 Galeeren geführt, dazu wurden wie in Spanien ganze Küstenregionen abgeholzt und zu Grassteppen gemacht. Das technische Problem war die kraftschlüssige und biegesteife Verbindung von tragenden Holzbalken ohne Metall bei Spannweiten über 5,50 Meter oder dem längsten gewachsenen Stamm. Selbst 3.000 Jahre später in den Loire Schlössern des Mittelalters sind die grossen Räume noch unter 6 m breit und haben tragende Deckenbalken in einem Stück. Grosse breite Säle wie der in Versailles und Schönbrunn haben dagegen sehr hohe Deckengewölbe und darunter nur eine extrem leichte abgehängte Decken.

Eine von den Kreationisten erträumte Arche soll 135 * 23 * 13 Meter (Länge * Breite * Höhe) gehabt haben und stützt sich auf biblische Angaben. Das zeigt totale Unkenntnis in der Statik und von Holz als Werkstoff ohne Stahl. Um dieses Schiff in Pontonform mit Tieren bis 6 Meter Höhe und 5 Tonnen Gewicht zu beladen, gäbe es höchsten 2 Decks mit maximal 7,000 m² Stellfläche. Das steht im Gegensatz zu den 3 Etagen der biblischen Arche. Damit die schweren Tiere ins unterste Deck laufen können, ist eine begehbare Rampe von 15% Steigung mit etwa 100 m Länge notwendig. Bleiben die schweren Tiere dagegen auf dem oberen Deck und bewegten sich, dann kentert die Arche, zumal ein Schiff ohne Antrieb hilflos Wind und Wellen ausgeliefert ist. Die Stürme auf dem Mittelmeer sind nicht zu unterschätzen, sie haben manche Yacht in hochfester Kunststoffverbundbauweise zu Kleinholz zerlegt und grosse moderne Fähren bei Maschinenausfall wie etwa in Livorno direkt vorm sicheren Hafen versenkt. Dazu kommt das Trinkwasserproblem, allein die Elefanten saufen 2 m³ am Tag. Für die Dauer der Sintflut wäre die Phantasiearche etwa 1,5 m hoch mit Trinkwasser gefüllt und hätte den wesentlichen Teil der Nutzlast aufgebraucht.

Noah, die Arche und seine Passagiere
Noah hat im Alter von 600 Jahren mit 3 Söhnen und Frauen auf göttliche Weisung die Arche gebaut, in der 100 Millionen Tierarten aus der ganzen Welt Platz fanden, ganz abgesehen davon dass 99% aller Arten nur in den tropischen Regenwäldern vorkommen. Die religiösen Fanatiker haben nur 21.600 Tierarten gezählt, die nach der Bibel in 7 Tagen im 2 Minutentakt in die Arche verladen wurden. Ein Volumen von weit über 50,000 m³ Holz bei Deckenlasten bis 2,000 kg/m² wären für diese Arche notwendig, der Bau hat aber nur wenig Zeit beansprucht. Allein fällen, transportieren und zuschneiden von über 25,000 harten Zedern hätten Noahs 600 Jahre komplett ausgefüllt, sofern der Baumbestand dafür vorhanden war. Natürlich hatte die Arche genug Futter und Trinkwasser für Tiere und Menschen um vollkommen autark zu überleben. Skorbut, Fäulnis, Vitaminmangel, Pilz- und Bakterienbefall hat Gott verboten, da man Tausende m³ Vorräte weder konservieren noch nachzüchten konnte. Er sorgte dafür, dass die grossen Tiere nicht in Panik ihre Holzverschläge zerlegen und übereinander herfallen. Kein schweres Tier oder schneller Läufer kann ohne Schäden an Gelenken und Kreislauf 10 Monate im engen Käfig bleiben.

Die 8 Elefanten in 4 Arten, Deinotherium, Kuduarten, Stegodon, Mastodon, Mammut, Nilpferde, Nashornarten mit Wollnashorn, Pferde, Esel, Kühe, Schafe, Ziegen, Schweine usw. brauchen für die Reise täglich über 5 Tonnen Grünfutter oder etwa 1,500 Tonnen in 800 Ochsenkarren und produzieren etwa 500 Wagenladungen Mist. Für Kreationisten wie Woodmorappe hat Noah die Tiere trainiert nur auf Befehl zu pinkeln. Weitere Tierarten wie Giraffe mit Okapi, Affen mit Gigantopithecus, Antilopenarten, Wildpferdarten, Riesenfaultier, viele Reharten, Kamelarten, etwa 120 Känguruarten, Riesenbeutler, Opossums, Diprotodon, Büffelarten mit Steppenbison, Pandas, Koalas, Jack, Wisent, Wapiti, arktische Moschusochsen, Karibu, Elch usw. brauchen täglich über 25 Tonnen Heu, Rinde oder Blattwerk. Nicht jede Art frisst jede Pflanze bzw. viele Tiere brauchen sehr spezielle Pflanzen wie etwa arktisches Renntiermoos. Das sind vielfach Pflanzen und Tiere für die es in der Sprache der Bibelschreiber nicht einmal Namen gab. Diese Futtermengen in einer Halbwüste zu ernten und zu bevorraten, in der allenfalls Ziegen und Kamele mühsam ihre Nahrung finden, ist in Jahrzehnten auch nicht mit vielen Ernten zu schaffen.

Die Koalas in der Arche haben nur Eukalyptus, die Seidenraupen nur Maulbeerblätter und die Pandas pro Tag nur 40 kg Pfeilbambus bekommen, das Futter wird bei einer Lagerung über 3 Tage ungeniessbar und die Tiere verhungern. Diese Pflanzen wachsen nicht im Mittelmeerraum und wurde von Noah-Airlines direkt aus Fernost eingeflogen zusammen mit dem Futter für andere schwer zu haltende Tiere, wie etwa diverse Affenarten aus Madagaskar, Neu-Guinea usw., die nur von tropischen Früchten und Nüssen leben. Mit Hilfe von Noah-Airlines wurden auch die 1200 Schmetterlingsarten von Costa Rica vor Ort eingefangen, versorgt und direkt zur Arche geflogen, erfreuen doch deren Nachklommen noch immer die Menschen. Viele Tierarten sind an sehr spezielle Umweltbedingungen und Klimata angepasst und können nicht unter den abweichenden Bedingungen einer Halbwüste oder eine feuchten und dunklen Arche leben.

Andere Kreationisten wie etwa Kenn Hamm vom ICR beweisen mit Bibeltexten zweifelsfrei mit innerster Redlichkeit, dass auch die Dinosaurier in der Arche waren und zeigen das in einem eigens dafür gebautem Museum. Wie diese vielen Rassen mit etwa 45 Pflanzenfressern und 59 Fleischfressern in Einzelfällen bis zu 50 m Länge, 15 m Höhe und 80 t Gewicht bei weit über 6,000 t Gesamtgewicht an Dinos in ein Holzschiff von höchsten 300 t Tragfähigkeit passen, bleibt ein göttliches Wunder. Der schwerste Dinosauriers würde nicht einmal in das grösste Schiff der Römer nach 1,000 Jahren weiterer Entwicklung im Schiffbau passen. Es zerbricht unter dem Gewicht nur eines Dinos wie eine Streichholzschachtel unterm Fuss.

Für Tiere mit 20 Tonnen Gewicht je Fuss und 40 Tonnen beim Laufen ist es heute noch schwierig statisch ausreichende Leimholzbinder für die Decks zu fertigen. Noah verfügte über keine Hobelmaschinen, Leimpressen und Kräne. Für Dinosaurier ausreichende Deckenbinder würden bei 8 m Spannweite über 6 Tonnen/Stück wiegen, davon wären für die Arche der Kreationisten etwa 200 Stück erforderlich. Diese Phantasiearche hätte mit einem Deckengewicht von über 2000 Tonnen Holz einen viel zu hohen Schwerpunkt und wäre wie das schwedische Flagschiff „VASA“ 1628 A.C. in Stockholm noch vor der ersten Reise gekentert und gesunken. Diese Arche hätte ohne Nutzlast mehr als 5 Meter Tiefgang gehabt und geleckt wie ein Sieb. Eine Arche für 100 Millionen Tierarten hätte die Grösse eines Supertankers, für den Zedernbedarf würde der ganze Libanon der geschichtlichen Vorzeit nicht ausreichen. Ohne Stahl würde ein Holzschiff dieser Grösse im Sturm zerbrechen und wegen der Undichtigkeiten untergehen. Von der Problematik einen so grossen Schiffskörper zu belüften, zu beleuchten und mit den Ausscheidungen der Tiere innen ausreichend trocken und temperiert zu halten gar nicht zu reden.

Die grossen Raubtiere wie diverse Tiger, Säbelzahnkatzen, Löwe, Steppenlöwe, Panther, diverse Leoparden, Geparde, Pumas, Krokodilarten, Alligatoren, Varane, diverse Bärenarten, tasmanischer Teufel, Wölfe, Hunde, Marder usw. fressen täglich weit über 4 Tonnen Frischfleisch. Mangels Kühltechnik ist für die Versorgung für fast ein Jahr ohne Dinosaurier an Bord eine Herde von 6.000 Schlachtrindern notwendig mit etwa 20 Schlachtungen täglich, die das Platz- und Futterproblem fatal verschärfen. Ein sehr reicher Bauer zu Noah’s Zeiten besass vielleicht 2 Rinder, mehr gab die Halbwüste an Futter nicht her. Die Raubtiere haben nach der Sintflut nicht die noch existierenden 2 Exemplare der Grasfresser jeder Art aufgefressen, sondern haben weit über 10 Generationen auf Nachwuchs bis zur Herdenbildung als Jagdbeute gewartet und auf dem Heimweg nach Asien, Australien und Amerika durch salzige Schlammwüsten und tiefe Ozeane göttlichen Kohldampf geschoben ohne dabei mangels Süsswasser zu verdursten. Einige Tiere wie das Faultier bewegen sich extrem langsam, sie wären heute noch mit dem Rückweg beschäftigt.

Für viele religiöse Fanatiker waren die Fleischfresser von der Schöpfung übers Paradies bis nach der Sintflut reine Grasfresser. Viele der unterdrückten religösen Texte weisen den Messias und seine Jünger als Vegetarier aus, die Mönche des Mittelalters haben den Biber als Fisch erklärt um die öde Fastenzeit zu bereichern. Nach der Sintflut hat Gott den Tieren neue Gebisse, Verdauungsapparate, Instinkte und Stoffwechsel gegeben und sie als Fleischfresser neu erschaffen. Wieso er dabei die fossilen Fleischfresser der Dinosaurier übersehen hat, bleibt ein der Rätsel des „Intelligent Design“. Nach der Sintflut hat Gott fast alle Pflanzen und Süsswassertiere neu geschaffen, nur wenige Samen überstehen eine derart lange Lagerung im Salzwasser. Über diese zweite Schöpfung schweigt sich die Bibel aus, es wäre an der Zeit für weitere Nachdichtungen ganz im Stil der römischen Kirche oder der Zeugen Jehovas.

Natürlich ist den Kreationisten die Problematik der Futterversorgung auf der Arche auch schon aufgefallen. Deswegen ersann man den Ausweg, das Gott alle Tiere in den Winterschlaf versetzt hat. Dieser Zustand ist eine hormonell gesteuerte Reduzierung des Stoffwechsels, sie funktioniert nur wenn der Organismus die notwendigen Vorraussetzungen hat. Unabdingbar ist jedoch die Ansammlung von Körperfett bis zu 50% des normalen Gewichts. Fast alle Grasfresser auf den Steppen und Savannen sind Fluchttiere, jedes Kilo überflüssiges Fett bedeutet langsamer laufen und sichere Beute der Raubtiere. Die grossen Grasfresser haben kaum Feinde, wie die Elefanten haben sie eine extrem schlechte Futterverwertung von nur 45% und fressen jetzt schon täglich 16 Stunden. Die Raubtiere sind alle Beutegreifer, überflüssiges Gewicht bedeutet langsamer laufen und sehr schnell gibt es keinen Jagderfolg mehr. Ein Löwe, Gepard oder Leopard mit 50% Übergewicht könnte kaum noch stehen, geschweige denn seine Beute jagen.

Die Tiere können nicht zu Fuss durch Kontinente, über Hochgebirge und Ozeane ins Zweistromland kommen. Unabhängig von Höhe und Dauer einer weltweiten Sintflut haben zur gleichen Zeit die „Könige fremder Länder“ in Ägypten, die Chang-Dynastie in China und die Jömon Kultur in Japan regiert. Die Caral Kultur in Peru an der Pazifikküste bestand bereits seit 1000 Jahren, blieb ebenfalls von der Flut verschont und kein Bibelschreiber hat jemals in seinem Leben davon etwas gehört. Ebenso sind im Norden Europas und Amerikas die Nomaden wie Eskimos und Indianer weiter auf die Jagd gegangen, die Eiskappen der Pole und die 3 km dicken Gletscher sind nicht im Wasser geschmolzen und aufgeschwommen. Das Reich der Hethiter mit Hattusa als Hauptstadt 150 km östlich von Ankara existierte in der Zeit von 1800 B.C. bis 1200 B.C., hat auch die Sintflut unbeschadet überlebt und lag als Verbündete der Pharaonen im gleichen geopolitischen Raum.

Nach der Sintflut sind die gigantischen Salzwassermengen spurlos verschwunden, was bei einer Erde als Kugel nur ein Wunder bewirkt. Die von Noah ausgeschickte Taube kam nach Tagen mit einem frischen Olivenzweig zurück, offensichtlich der schnell wachsende Baum, der anstelle von Jahren nur einige Tage braucht. Obwohl auf den verschlammten Salzböden der Erde auf Jahre nur Schafgarbe und Strandhafer wachsen kann, haben Millionen von Tieren den Heimweg über Kontinente und Weltmeere bewältigt und sind weder verhungert noch verdurstet.

Geschichte und Realität
Dazu kommen alle unsere festen Zeitwerte und Bezugspunkte ins Wanken. Die Sonne mit 1,3 Millionen km Durchmesser in 150 Millionen km Entfernung strahlt gigantische 4,2 Millionen Tonnen Masse pro Sekunde ins Weltall und zieht gleichzeitig stellaren Staub an. Die Bahnen der Planeten ändern sich minimal. Die Rotation der Erde wird durch Reibung von Luft und Wasser langsamer, wenn auch nur um etwa 1,5 Millisekunden in 100 Jahren. In der Frühzeit des Devon hatte ein Erdentag um 21 Stunden bei weit über 400 Tagen im Jahr. Unser Mond vergrössert seine 384.400 km mittlere Erdentfernung jährlich um 38 mm, in der Frühzeit stand er doppelt so gross am Himmel, in ferner Zukunft wird er bei einem 40 Stunden Erdentag nahezu fest am Himmel stehen. Gezeiten gibt es dann nicht mehr und die runde Erde wird zur ovalen Kartoffel. Nach dem Ende der Kernverschmelzung mit derzeit 73% Wasserstoff im Sonnenofen wird sie in etwa 4,5 Milliarden Jahren zum roten Riesen, dehnt sich bis weit über die Erdenbahn hinaus aus, bevor sie zusammen mit einigen ihrer Planeten als weisser Zwerg mit unvorstellbarer Dichte endet.

Frühzeitdatierungen sind schwierig, man kann nicht wie Bischof Ussher in einem falschen Kalender zurückblättern um Frühgeschichte zeitlich einzuordnen. Damals hatte jede Kultur ihre eigene Zeitrechnung, selbst die von Sparta und Athen unterschieden sich gravierend um bis zu einem Monat pro Jahr und wurde willkürlich angepasst. Die zeitliche Einordnung alter Dokumente ist nur sinnvoll, wenn der Ort der Aufzeichnung mit den jeweiligen Zeitangaben bekannt und diese willkürliche Skala an astronomischen oder zeitlich gesicherten Fakten zu eichen ist.

Jesus kam vor dem Jahre 4 B.C. lange vor seiner biblischen Geburt (Matt-2:1) im Jahr NULL zur Welt, sein Lebensweg passt nicht in die Regentschaft des Herodes unter Kaiser Augustus. Die endet mit dessen Tod 4 B.C. als Jesus mit Vater Joseph bereits in Ägypten ist. Der Sohn Herodes-Antipas regierte danach als „tetrarch“ Gallilea und die Westbank bis zu seiner Verbannung nach Lyon in Gallien im Jahr 37 A.C. Um das Jahr 34 A.C. heiratet er seine verwitwete Schwägerin Herodias, deren Intrigen ihm alsbald den Thron kosten. Herodes-Antipas kommt in der Bibel gar nicht vor. Der dritte Sohn des Herodes, Archelaus (Matt 2:22), wird nur nationaler Führer (ethnarch) von Samara und Judäa mit Bethlehem und wird wegen Unfähigkeit schon im Jahr 6 A.C. nach Vienne in Gallien verbannt. Diese Zeitangaben aus römischen Quellen sind relativ zuverlässig.

Nur wem Gott seine Erleuchtung als Gnade gewährte, der kann genaue Kenntnis erlangen. Wegen Interpretationen vielfach manipulierter Bibeltexte, fahrlässigem Umgang mit Fakten und Naturgesetzen sowie der Ausgrenzung aller Nichtgläubigen ist die Pseudowissenschaft des „Intelligent Design“ nichts als ein Wettbewerb absurder Spinnereien. Die Anzahl verschiedener kreationistischer Argumente ist nur begrenzt durch die Anzahl der teilnehmenden Spinner. Allerdings behält sich besonders die römische Kirche die wahre Auslegung von Fakten vor und vermeidet so gefährliche Diskussionen und Fragen. Deswegen wird ab 1999 Exorzismus nach “De Exorcismis et Supplicationibus Quibusdam“ gelehrt, der beste Teilnehmer überwacht dann das 300 Jahre gültige Verbot der Kirche die Gabel als reines Teufelswerk zu benutzen

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"Ich bin völlig anderer Meinung als Sie. Aber ich werde mein Leben dafür einsetzen,
dass Sie sie sagen dürfen!" (Voltaire)

"Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!" (Immanuel Kant)

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