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Religionsforum
Atheismus vs. Religionen  

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Dieses Thema hat 30 Antworten
und wurde 1.385 mal aufgerufen
 Christentum
Seiten 1 | 2
Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.099

18.07.2006 22:17
#1 Flugblätteraktion antworten

In Antwort auf:
Die ist gar nicht mal so schlecht.... Hauptsache die Menschen werden zum nachdenklen angeregt, ob das immer noch vermittelte Gottesbild ein ethisch tragbares ist...
Stimmt. Aber wieso muss denn die menschliche Ethik mit der Gottes übereinstimmen? Wir formulieren sie doch aus UNSEREN Bedürfnissen. Und dann sehen wir zu, dass da ein Gott steht, der diese Ethik tragen kann. Fuhrwerkt uns ein Gott dazwischen, der dieser Ethik nicht entspricht, sagen wir: Nö, an sowas können wir nicht glauben. Also MACHEN wir uns diesen Gott nach UNSERER Ethik. Da können wir doch gleich darauf verzichten und lassen nur die ETHIK stehen, auf die wir ´NICHT verzichten können.

Gysi
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Die Menschheit befindet sich in der Vorgeschichte der Menschheit (Karl Marx)

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 5.475

19.07.2006 14:08
#2 RE: Flugblätteraktion antworten

In Antwort auf:
Wir formulieren sie doch aus UNSEREN Bedürfnissen. Und dann sehen wir zu, dass da ein Gott steht, der diese Ethik tragen kann. Fuhrwerkt uns ein Gott dazwischen, der dieser Ethik nicht entspricht, sagen wir: Nö, an sowas können wir nicht glauben. Also MACHEN wir uns diesen Gott nach UNSERER Ethik.

Du siehst ja selbst gysi, dass das Gottesbild in der heutigen Gesellschaft ein - um es milde auszudrücken - Desolates ist! Wir wissen auch wer dafür die Verantwortung trägt. Einige hegen die Vermutung, dass sich Kirche und Bibel (nicht nur) in diesem Punkt extremst widersprechen, obwohl das eine von dem anderen als vermeintliche Basis verstanden wird. Da könnte man den hebel ansetzen.

Ich fände es nur schade, wenn sich eine solch kluge aktion auf das Niveau der Kirchen begibt, indem sie das allgemeinvertretene Verständnis von Texten, die die Kirche zeit ihrer Existenz als Mittel der Angst zum Zweck der Kontrolle, Bereicherung und Erhalt ihrer Macht missbraucht haben.
Es ist hier schon sehr viel über das verständniss solcher texte diskutiert worden und mir fällt immer wieder auf wie tief verwurzelt der gedanke an einen grausamen Gott ist, so wie es die Kirche stets zu proklamieren wusste. Von dieser Angst weg führen in erster linie zwei Wege, die sich zum Beispiel durch eine Flugblattaktion darstellen lassen:

1) kirchenkritische theistische Darstellung: Verweis auf die kirchlichen Lehren und das Widerlegen dieser anhand der bibel (begrenzt auf 2 Punkte z.B. Höllenlehre, Unsterblichkeit der Seele)

2) anti/a-theistische Darstellung:
Dahinein passen dann schon wieder die Vorschläge von Bruder Spaghettus ganz gut, bei dem das Gottesbild an sich infrage gestellt wird.

In beiden Fällen und das sollte ja das Ziel sein, wird auf arge Missstände hingewiesen, die die Leute zum nachdenken anregen sollten...



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Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.099

19.07.2006 15:48
#3 Flugblätteraktion antworten

@ Snooker

Du kümmerst dich um eine hohe Ethik, das ist auch schön. Nur versuchst du einen ihr entsprechenden Gott darum herum zu basteln! Die Ethik hast du schon, du suchst nur noch den Gott dieser Ethik. Du gehst also davon aus, dass eine tolle Grundstimmung nur von Gott kommen kann! Woher weißt du das? Die Bibel schreibt davon nichts, die schreibt von einem charakterlich zweifelhaften Gott, der verblüffenderweise dem eines leidbringenden Despoten ähnelt... Ja, woher kommt denn DAS? Wir haben eine Ethik in uns, die der des biblischen Gottes überlegen ist! Woher weißt du von einem bessern Gott?
Um dir gleich meine Antwort mitzugeben: Das "Bessere" kommt aus unserer Erfahrung, Vision und Hoffnung.

Gysi
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Die Menschheit befindet sich in der Vorgeschichte der Menschheit (Karl Marx)

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 5.475

19.07.2006 18:32
#4 RE: Flugblätteraktion antworten

In Antwort auf:
Nur versuchst du einen ihr entsprechenden Gott darum herum zu basteln!

Ich bin bemüht, den Gott der Bibel kennenzulernen das stimmt. Und dass das einer bastelstunde gleichkommt, nämlich das herausfiltern des von menschen erdachten von dem, was die Bibel über das Bild Gottes schildert, Und da sind die Unterschiede doch sehr weit gefasst.

In Antwort auf:
Die Bibel schreibt davon nichts, die schreibt von einem charakterlich zweifelhaften Gott, der verblüffenderweise dem eines leidbringenden Despoten ähnelt...

Das ist doch genau das bild, was die Kirchen bzw. ihr verständnis der Texte wiedergeben! Nichts anderes Gysi. Und alle Atheisten müssten wissen, warum die Kriche dieses Verständnis gewählt hat. Manchmal wünschte ich mir eurerseits mehr Verständnis für solche, die sich einem solchen bild widersetzen, aber trotzdem bei einem theistischen weltbild bleiben, und versuchen, dieses durch den Diskurs zu verifizieren. Ich habe schließlich auch verständnis für jeden, der sich für ein leben ohne gott entscheidet.

Was Atheisten und kritische Christen gleicherweise kritisieren ist ein Gottesbild, dass von den kirchen über Jahrhunderte lang gefestigt wurde, und zwar aus gnaz bekannten gründen. Die einen wenden sich dem Atheismus zu, die anderen halten ein anderes theistisches Weltbild für erstrebenwert.

Es gibt nicht nur den kirchlichen Theismus, so wie es nicht nur eine Sorte Atheismus gibt.



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Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.099

19.07.2006 19:00
#5 Die Ethik und Gott antworten

Mir fiel früher öfters auf, dass die Gläubigen zu irgendwelchen Katastrophen fragten: "Warum hat Gott das zugelassen?" Es gibt Leute, die deshalb ihren Glauben verloren. Den Gläubigen wird offenbar ein anderer, ein bessererm Gott beigebracht, als der, der in der Bibel steht. Viele Gläubige stellen echte Ansprüche an ihren Gott, und wenn er die nicht erfüllt, dann hören die einfach auf, an ihn zu glauben. Einen Gott, der gegen ihre vitalen Interessen agiert, schließen sie offenbar aus! Das fand ich immer merkwürdig. Einerseits zerfließen sie in Demut, sind von seiner Existenz total überzeugt, aber nur, wenn er gefällt. Gefällt er nicht, ist er nicht nur böse, nein, er existiert nicht einmal! Und du Snooker, musst doch zugeben, dass du Gott auch nur durch den Religionsunterricht kennengelernt hast. Der gefällt dir auch nicht so recht, also muss ein neues Bild her. Die Frage ist, muss er dir auch gefallen, um existent zu sein? Hat er nicht vielleicht einen Willen, der von deinem abgeht? (Alles fiktive Fragen, aus meiner Sicht, das ist klar... )

Gysi
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Die Menschheit befindet sich in der Vorgeschichte der Menschheit (Karl Marx)

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 5.475

19.07.2006 19:19
#6 RE: Die Ethik und Gott antworten

In Antwort auf:
Und du Snooker, musst doch zugeben, dass du Gott auch nur durch den Religionsunterricht kennengelernt hast. Der gefällt dir auch nicht so recht, also muss ein neues Bild her. Die Frage ist, muss er dir auch gefallen, um existent zu sein? Hat er nicht vielleicht einen Willen, der von deinem abgeht?

Ich hatte das Glück unter zwei verschiedenen Arten des RU vergleichen zu können. Den in der Schule, wo sich der Lehrer und insbesondere der Pfarrer über Jesus und seine Lehren lustig machten, was dann schlussendlich her in sexualkunde und hausaufgaben machen ausartete, und dem was meine Eltern mir mitgaben, wo wirklich an hand der bibel argumentiert wurde.

Deswegen kann ich auch sagen, dass ich mit dem biblischen Bild gerade in bezug auf die gesellschaftliche Wirkung sehr zufrieden bin, dass dieses mein Gottesbild dem der kirchen in so großem Maße zuwiderläuft, dass ich grade auch aus kirchlichen Lagern reichlichem Druck gegenüberstehe. Jedoch muss ich sagen, dass ein immer größerer Druck aus dieser Richtung mir zeigt, dass ich auf dem richtigen weg bin.

Zudem betrachte ich mein momentanes Gottesbild, wie ihr alle wisst als Momentaufnahme meines relativ jungen Lebens und meiner Möglichkeit Erkenntnisse zu sammeln. Nichts ist daher unmöglich.

Natürlich kann ein gott existieren, ohne dass er mir persönlich gefällt"


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emanuel ( Gast )
Beiträge:

19.07.2006 20:18
#7 RE: Die Ethik und Gott antworten
eines lasst euch gesagt sein, es ist viel zu gering bemessen einen gott für die menschen aufzustöbern.

mit all den vorlieben und abwehrmechanismen der menschen.

damit nähern wir uns bestenfalls in der ahnenreihe dem "vater" ohne das ziel zu erreichen.

natürlich können wir nun daran gehen und jeden einzelnen es erlauben,
seinen persönlichen und privaten "größenwahn" zu pflegen.

auf dieser grundlage vertrete ich jedoch die meinung die menschen als art tun gut daran,
sich ihre eigenen werte in einer gemeinschaft zu bewahren.

falsch ist es alle erfahrungen und bestände der vergangenheit unwiederbringlich zu vernichten,
das passiert nehmlich dann wenn alle religionskonstruktionen beiseite gelassen werden,
und spätestens in der nächsten generation ein hypermodernes modell aufgestülpt wird.

eine andere variante bietet sich aus der antike an,
in der jene religion die alle anderen überflügelt den sieg erringen sollte.

mit unseren heutigen maßstäben gemessen bedeutet das eine qualitative verbesserung des lebens
und danach ein ausleuchten und dokumentieren über die kameralinse hinaus in jene bereiche,
die heute nur für einige wenige zugänglich sind,
wie es ein hahnenkammrennen (abwärts) oder die achttausender (aufwärts) vermuten lassen.

und ein

Fenris Offline

Freidenker

Beiträge: 1.345

25.07.2006 11:22
#8 RE: Die Ethik und Gott antworten

@Snooker

In Antwort auf:
Deswegen kann ich auch sagen, dass ich mit dem biblischen Bild gerade in bezug auf die gesellschaftliche Wirkung sehr zufrieden bin,

Könnte es sein, dass man sich also eine Religion aussucht, sofern man auf der Suche war/ist, die einfach der eigenen Vorstellung eines sinnvollen Lebens und einer annehmbaren Gesellschaftsform entspricht? Da ja jeder Gläubige gleichzeitig auch Atheist ist, indem er ja seine Religion einer anderen vorzieht, muss sein Entscheid, diese oder jene Religion zu wählen, sich mit gewissen Ansprüche an diese decken. Dies wäre wohl das, was Gysi mit "sich einen Gott drumherum basteln" meint. Würde das aber nicht auch gleichzeitig bedeuten, dass man ja bereits auf seinem richtigen Weg ist/war, einfach ohne dafür ein Label zu haben?
Was dann natürlich wieder zur erwähnten Frage führt, wieso man dann ein, in grossen Teilen unpassendes Konzept übernimmt, welches durch die über Jahrhunderte langen und teilweise diametralen Auslegungen nur noch in Bruchstücken brauchbar erscheint?

Würde sich aber nur ein Gesellschaftsbild, das weitgehend auf dem natürlichen gewachsenen Konsens eines friedlichen Zusammenlebens zwischen den Menschen basiert, in der Religion wiederspiegeln, wäre dieses eher Ab- als Vorbild und die starren Strukturen dienten demnach nicht dem vorgegauckelten Zweck, der Menschheit einen besseren Weg aufzuzeigen, sondern dem Festhalten an irdischen Machtansprüchen. Diese sind ja auch hauptsächliche verantwortlich für die verschiedenen Kehrtwendungen der Kirche in den letzten 2000 Jahren.
Erst wenn man feststellen müsste, dass man vorher (ohne Religion)eine völlig untaugliche Vorstellung oder Ueberzeugung bezüglich des erwähntes Konsens besass und dieser ausschliesslich und nur dank der Religion sich schlussendlich einstellte, wäre der Anspruch der Religion gerechtfertigt.
Da hingegen auch Atheisten absolut normale Ethik- und Moralvorstellungen besitzen und ebenfalls grundsätzlich gesellschaftstauglich sind, entzieht diese Tatsache der Religion ihren Anspruch, Leitbild einer besseren Menschheit zu sein.

In diesem Zusammenhang wäre es interessant zu erfahren, auf welchem Standpunkt der Druck der Kirche, welchem Du ausgesetzt bist, basiert.



__________________________________________________
Religion: Dies ist eine Packungsbeilage, bitte lesen Sie sie mit einer Fachperson oder sprechen Sie mit dem Medikament in Ihrer Apotheke. (Fenris)

vanini Offline



Beiträge: 502

25.07.2006 13:41
#9 RE: Die Ethik und Gott antworten
Zitat von SnookerRI
Deswegen kann ich auch sagen, dass ich mit dem biblischen Bild gerade in bezug auf die gesellschaftliche Wirkung sehr zufrieden bin...

Auch wenn du's gar nicht gern hören magst: Dein Gottesbild ist eben nicht das der Bibel, sondern du hast dir eines nach deinen ethischen Grundsätzen zurechtgelegt und versuchst, dies mit ausgewählten Bibelversen zu stützen.

Der Punkt, um den es insbesondere mir geht, ist aber, dass das Gottesbild der Bibel nicht nur auf's Extremste widersprüchlich ist (und nach den elementarsten Gesetzen der Verstandestätigkeit auch sein muss), sondern, insgesamt gesehen, außer der intellektuellen Absurdität, auch ethisch geradezu eine Katastrophe ist. Darum auch muss die Bibel als Ganzes ein schändliches Machwerk genannt werden, und zwar sofern man sie nicht als ein kulturhistorisches Zeugnis betrachtet, sondern ernsthaft als höchsten aktuellen Maßstab von Ethik und Moral.

Dass nun Gläubige wie du seit Langem versuchen, die Ungeheuerlichkeiten dieser "Heiligen Schrift" mit allen möglichen Mitteln zu relativieren, ehrt zwar in gewisser Hinsicht diese Zeitgenossen, gleichwohl ist dieses Unterfangen völlig aussichtslos. Denn zum einen sind die Absurditäten, wie schon genugsam gezeigt, bereits in den wesentlichen Grundlagen der biblischen Verkündigung unauflöslich verankert, weshalb diese zu beseitigen bedeutete, die ganze Schrift fahren zu lassen.

Zum anderen kann man eine Schrift, der man den Rang "Wort Gottes" zuerkennt, ja nicht einfach mal ändern, weshalb man sie "auslegen" muss. Um nun aus der Bibel überhaupt etwas ethisch Hochwertiges heraus zu lesen, bedarf es nicht nur erst einmal eines ethischen Maßstabes, der an die Bibel von außen angelegt wird, und nach welchem dann "für's Töpfchen" und "für's Kröpfchen" eingeteilt wird (und wobei dann sogleich zu fragen ist, weshalb man sich dann nicht gleich unter Weglassung der unsäglichen Bibel direkt dieses Maßstabes bedient), sondern auch einer hohen und mit allerlei wohlmeinenden exegetischen Tricks und Winkelzügen gespickten Auslegungsstrategie, um vor sich und anderen diese Einteilung nachvollziehbar glaubhaft zu machen.

Das Resultat hiervon ist dieses, dass nach dem Motto "Gleich und Gleich gesellt sich gern..." diejenigen, welche versuchen, aus der Bibel und ihrer Botschaft noch etwas halbwegs Akzeptables zu zimmern denjenigen hoffnungslos(!!!) unterlegen sind, die unaufhörlich und überall wie Pilze aus dem Boden sprießen und lauthals verkünden, dass jegliches Wort der Bibel "heiliges" und "unantastbares Wort Gottes" sei, welches Wort für Wort "absolut wahr" sei und darum auch Wort für Wort gelten und befolgt werden müsse.

So lange du nun, Snooker, auf der religiös-biblischen Ebene verharrst, hast du gegen eine solche knallharte Argumentation nicht den Hauch einer Chance. So wie hier im Forum zeigt sich dieser Umstand in fast allen christlich religiösen Kreisen der Gesellschaft, die zunehmend von der sogenannten "Erweckung" heimgesucht werden. Dieser Begriff sagt zwar eigentlich, zumindest auf das klare Denken bezogen, das Gegenteil dessen, was dieses Phänomen in Wirklichkeit bewirkt - gleichwohl ist der Reiz der einfachen und primitiven Antwort auf komplexe und nicht umfassend zu beantwortende Fragen im Verein mit der Heiligsprechung niederster menschlicher Instinkte ein unwiderstehlicher Köder zur Verstandes- und Urteildomestizierung, und die Bibel ein geradezu perfektes Werkzeug dafür!


Sage mir, was du glaubst, und ich sage dir, wer du bist.

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 5.475

25.07.2006 18:09
#10 RE: Die Ethik und Gott antworten

In Antwort auf:
Könnte es sein, dass man sich also eine Religion aussucht, sofern man auf der Suche war/ist, die einfach der eigenen Vorstellung eines sinnvollen Lebens und einer annehmbaren Gesellschaftsform entspricht?

Natürlich könnte das sein, und in der tat findet sich dieses Konzept in vielen neuzeitlicheren Mischreligionen! Genausogut könnte es aber auch sein, dass die beschreibung eines sinnvollen lebens sowie einer annehmbaren Gesellschaftsform direkt der Bibel entspringt, so unsagbar "unglaublich" sich das auch für dich und vanini anhören mag!

In Antwort auf:
Da ja jeder Gläubige gleichzeitig auch Atheist ist, indem er ja seine Religion einer anderen vorzieht, muss sein Entscheid, diese oder jene Religion zu wählen, sich mit gewissen Ansprüche an diese decken.
Das stimmt soweit, Fenris! Jeder mensch sucht sich eine Ideologie mit der er persönlich am besten klarkommt, seien es nun theistische, atheistische, oder ganz was anderes! Und da es gerade eine rein persönliche Sache ist, und dieses Teil der Persönlichkeitsentfaltung ist, verhält sich pauschale religionskritik auch wie ein Schlag in die Luft.

In Antwort auf:
Dies wäre wohl das, was Gysi mit "sich einen Gott drumherum basteln" meint. Würde das aber nicht auch gleichzeitig bedeuten, dass man ja bereits auf seinem richtigen Weg ist/war, einfach ohne dafür ein Label zu haben?
Dass ein Atheist keinen Gott, wie den klassisch oder kirchlich theistischen annimmt, ist das eine. Ob er im Leben tatsächlich ohne ein höheres Prinzip, an dass er sich festhält klarkommt ist schon wieder ein anderes Gleis. In Gesprächen mit Atheisten fällt auf, dass sie häufig Wissenschaft, Logik, und Rationalität als das Non plus Ultra im leben ansehen, ohne immer dabei an die Grenzen zu denken, dass all dies zeitbedingtes Vermutungswissen ist, wo von jetzt auf gleich neue Erkenntnisse ganze Gedanken-konstrukte in sich zusammenfallen lassen können. Auch hier sei ein gutes beispiel die Evolution...
Die Problematik von altbackenen Vorstekllungen loszulassen teilen sich sowohl Theismus als auch Atheismus samt Gefolge.

In Antwort auf:
Was dann natürlich wieder zur erwähnten Frage führt, wieso man dann ein, in grossen Teilen unpassendes Konzept übernimmt, welches durch die über Jahrhunderte langen und teilweise diametralen Auslegungen nur noch in Bruchstücken brauchbar erscheint?

Du sagst es ja bereits selbst, wodurch das biblische konzept nach heutigem Verständnis im Allgemeinen unbrauchbar wurde. Durch eine Auslegungsstrategie, die auf Machterhalt, habgier, und Unterdrückung von Untergebenen ausgelegt war. Alles Eigenschaften, die die Bibel verurteilt, woraus man den Schluss ziehen kann, dass die Kirche offensichtlich kein annehmbares Interpretationsinstrument darstellt. Wenn man es nun schafft, sämtliche Kirchliche Erinnerungen mit denen man in der Jugend konfrontiert wurde, auszublenden, mag man zu zu dem Ergebniss kommen, dass das Bild, welches die Bibel zeichnet, ein ganz anderes ist, als man bisher immer annahm.

In Antwort auf:
Erst wenn man feststellen müsste, dass man vorher (ohne Religion)eine völlig untaugliche Vorstellung oder Ueberzeugung bezüglich des erwähntes Konsens besass und dieser ausschliesslich und nur dank der Religion sich schlussendlich einstellte, wäre der Anspruch der Religion gerechtfertigt.


Verfäälst du nun nicht in das andere Extrem? Warum denn: Nur Religion! oder Nur Atheismus! ? Warum kann man nicht versuchen Wege zu finden, bei denen beide Ideologien das gleiche Ziel verfolgen?

In Antwort auf:
Da hingegen auch Atheisten absolut normale Ethik- und Moralvorstellungen besitzen und ebenfalls grundsätzlich gesellschaftstauglich sind, entzieht diese Tatsache der Religion ihren Anspruch, Leitbild einer besseren Menschheit zu sein.

Das Schlüsslewort heißt Fundamentalismus! Dieser findet sich in theistischen wie atheistischen Strömungen wieder, aber eben nicht in Allen ! Daran misst sich, ob eine Ideologie gesellschaftstauglich ist, oder nicht. Wer ist denn so vermessen zu behaupten, Alleine die Religionen schufen eine bessere gesellschaft; ebenso wenig kann man behaupten, dass jede athesitische Strömung den Frieden bringt. Es muss also ein Mittelweg gefunden werden, dafür spricht das heute Offensichtliche. Vielleicht zeichnet sich in zukunft ein klareres Bild, ob nun nur der Atheismus gelten darf, nur der theismus oder doch beide in Koexistenz. Wir sind immer noch ein Gutes Stück vom Ziel entfernt, und sich jetzt schon gedanken um die Siegesfeier zu machen, kann einem um den Sieg bringen.

In Antwort auf:
In diesem Zusammenhang wäre es interessant zu erfahren, auf welchem Standpunkt der Druck der Kirche, welchem Du ausgesetzt bist, basiert.
Dies müsstest du etwas näher erläutern, ich weiß nicht genau, was du nun von mir hören willst. Etwa worauf ich meine kirchekritik gründe?

mfg, Ralf


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Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.099

25.07.2006 18:41
#11 Die Ethik und Gott antworten
In Antwort auf:
Dass ein Atheist keinen Gott, wie den klassisch oder kirchlich theistischen annimmt, ist das eine.
Ich hatte den Thread mit der Kritik begonnen, dass die meisten Christen einen Gott nach ihrer Ethik formen. Die Ethik ist also auch bei den Gläubigen eher da als Gott! Das ist ein Fakt, der doch zu denken geben sollte.
In Antwort auf:
In Gesprächen mit Atheisten fällt auf, dass sie häufig Wissenschaft, Logik, und Rationalität als das Non plus Ultra im leben ansehen,
Wir sehen sie als unschlagbares Instrument zur Wirklichkeits-Reflektion - wenn es darum geht, das WESEN hinter den sinnlichen Wahrnehmungen zu erkennen. WESENs-Erkenntnisse brauchen wir, um unsere Arbeit und Denk-Arbeit und -Produkte zu organisieren. Zu den Denk-Produkten gehören auch die Religionen. Sie sind ein Produkt unserer Gedankenarbeit. Die Religionsverhafteten sagen, das stimmt nicht - Religion ist Post aus dem Himmel, eine Sendung Gottes. Die Atheisten sagen, nein, sie ist menschliche Gedankenarbeit - aber eine lausig schlechte! Einig sind sich beide Fraktionen, dass Religion KEINE GUTE MENSCHLICHE Gedankenarbeit ist... (Die Atheisten betonen das Wort "gute", die Gläubigen das Wort "Menschliche".)

Gysi
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emanuel ( Gast )
Beiträge:

25.07.2006 22:05
#12 RE: Die Ethik und Gott antworten

ich bin emanuel,

ich sage,

wenn jemand daran gehen möchte, den gläubigen menschen, zum beispiel den christen, eine neue idee des glaubens zu vermitteln nach seiner erfahrung und nach den modernsten wissenschaftlichen erkenntnissen, dann darf er es nicht so in den weg leiten, alle bisherigen gebote und vorschriften über den haufen zu werfen, wie bei einer hausdurchsuchung eines kriminellen, denn dann hat er schon verloren. das wäre nämlich der versuch eine trennung der traditionellen christlichen bräuchen mit der heiligen schrift zu verlangen.

"die bibel sagt etwas anderes, als es die kirche lehrt."

aus, ende, funkstille.

der anfang ist dort, wo selbst diese heilige schrift in frage gestellt werden soll.
es ist der punkt mit der ewigkeit, der am anfang steht.

"die ewigkeit gibt es für dich nicht so, wie man sie dir erzählt hat.
diese ewigkeit ist jedoch so enorm groß, dass du meinen könntest, sie hört niemals auf."

so beginnt es. denn jeder gläubige mensch jeder religion ist mittlerweile der meinung, er kommt so schlecht und recht in eine art himmel und hat dann als gott selbst ausgesorgt. das ist natürlich falsch.
der gläubige mensch wert nicht mehr ab, sondern er beginnt zu denken.

aber genau so spitzt der atheist oder agnostiker sein verbliebenes gesundes ohr, der immer noch im hinterstübchen eine variante in reserve hat, im fall des falles, man weiß ja nicht, und er denkt plötzlich laut, denn sprechen konnte er nie

"was ist denn das, habe ich etwas versäumt?"

und ein


Joshua ( Gast )
Beiträge:

25.07.2006 22:21
#13 RE: Die Ethik und Gott antworten
Zitat von emanuel
wenn jemand daran gehen möchte, den gläubigen menschen, zum beispiel den christen, eine neue idee des glaubens zu vermitteln nach seiner erfahrung und nach den modernsten wissenschaftlichen erkenntnissen, dann darf er es nicht so in den weg leiten, alle bisherigen gebote und vorschriften über den haufen zu werfen,

Christentum Offene Glaubens Bekenntnis, wo immer neue Gottes neu Offenbahrungen eintreten können. Selbst Jesus sagte: ich habe nicht alles erzählt. Mehr könnt ihr nicht mehr begreifen. Aber was wir schon haben, genug um vom Geist geboren zu werden - d.h. an diesem Leben schon mit Jesus sterben und auferstehen.

Und was ist Wissenschaft? Das ist nur eine Anleitung über die Natur. Das Wesen - Geist ist nicht mit Wissenschaft zu knacken.

emanuel ( Gast )
Beiträge:

25.07.2006 22:32
#14 RE: Die Ethik und Gott antworten

In Antwort auf:
Selbst Jesus sagte: ich habe nicht alles erzählt.

er hat vielleicht nicht alles erzählt, aber bestimmt hat er das wichtigste für dich eingepackt,
oder einpacken lassen.

sicher hat er nicht gesagt: ich bin der anfang und die ewigkeit,

sondern ganz bestimmt hat er festhalten lassen: ich bin der anfang und das ende.

auch wenn du und ich und millionen von menschen damit nichts anfangen können, oder wollen.

und ein


vanini Offline



Beiträge: 502

26.07.2006 12:14
#15 RE: Die Ethik und Gott antworten
Zitat von emanuel
genau so bedenklich werde ich aber auch wenn da einer kommt und meint
"hau´ rein in den saftigen braten, nacher kommt nix mehr!"
was ist wenn nun doch!
eiskalt auf dem falschen fuß erwischt?
[...]
aber genau so spitzt der atheist oder agnostiker sein verbliebenes gesundes ohr, der immer noch im hinterstübchen eine variante in reserve hat, im fall des falles, man weiß ja nicht, und er denkt plötzlich laut, denn sprechen konnte er nie
"was ist denn das, habe ich etwas versäumt?"


Der "Atheist oder Agnostiker" redet eben nur von Dingen, die er überhaupt wissen kann, während Zeitgenossen wie du von Dingen reden, die sie eben nicht wissen können - weshalb das, was dabei dann rauskommt, auch so 'nen gequirlter Mist ist.

Indem du Ersteren nun deinen erbärmlichen primitiv-Opportunismus unterstellst, der sich nach allen Seiten absichern will ("...was ist, wenn doch..."), anstatt eine klare, durch selbständiges Denken erworbene Meinung zu vertreten, diskreditierst du dich selbst - wieder mal.

Als Versicherungsvertreter, der alten Omis Policen auf's Auge drückt, die sie niemals brauchen, wärst du wahrscheinlich ziemlich erfolgreich...

Was noch mal das "...was ist, wenn doch..." angeht, will ich dich noch einmal daran erinnern, dass der transzendenten Dinge, deren Nichtexistenz man nicht beweisen kann, unendlich viele sein können - du also reichlich zu tun haben wirst, dich angemessen auf das "wenn doch" vorzubereiten...


Sage mir, was du glaubst, und ich sage dir, wer du bist.

Xeres Offline




Beiträge: 2.587

26.07.2006 12:49
#16 RE: Die Ethik und Gott antworten

In Antwort auf:
Was noch mal das "...was ist, wenn doch..." angeht, will ich dich noch einmal daran erinnern, dass der transzendenten Dinge, deren Nichtexistenz man nicht beweisen kann, unendlich viele sein können - du also reichlich zu tun haben wirst, dich angemessen auf das "wenn doch" vorzubereiten...
Ein Atheist glaubt nur an einen Gott weniger als ein Theist ^^
__________________________________________________
Wenn die geistige Sonne tiefsteht, werfen auch Zwerge große Schatten.

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 5.475

26.07.2006 17:28
#17 RE: Die Ethik und Gott antworten

Hallo Gysi!

In Antwort auf:

Sie sind ein Produkt unserer Gedankenarbeit.

und
In Antwort auf:
Religion ist Post aus dem Himmel, eine Sendung Gottes.
halte ich zunächst einmal für miteinander vereinbar. Denn wenn ich mir die Bibel oder sonstige Schriften ansehe, leiste ich definitiv gedankenarbeit, erst die resultate dieser, lassen sich weiter differenzieren...



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Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.099

26.07.2006 17:44
#18 Die Ethik und Gott antworten

In Antwort auf:
Denn wenn ich mir die Bibel oder sonstige Schriften ansehe, leiste ich definitiv gedankenarbeit,
Stimmt. Und zwischen der Aufnahme der Himmelsbotschaft und der bewussten Annahme und Übersetzung in die Kommunikation (reden, schreiben) steht die INTERPRETATION: Wie könnte es Gott gemeint haben? Und du wirst IMMER auf ein Ergebnis kommen, das besagt, wie DU es meinst! Du kannst dann behaupten: Gott hat mich inspiriert. => Und ich behaupte, dass du auf diese Weise Gott nach deinem Bilde formst, nicht umgekehrt!

Gysi
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SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 5.475

26.07.2006 17:50
#19 RE: Die Ethik und Gott antworten

In Antwort auf:
Auch wenn du's gar nicht gern hören magst: Dein Gottesbild ist eben nicht das der Bibel, sondern du hast dir eines nach deinen ethischen Grundsätzen zurechtgelegt und versuchst, dies mit ausgewählten Bibelversen zu stützen.
Daran, lieber vanini, wirst du festhalten, ganz egal wie ich es dir auch noch erklären mag! Denn alle meien Erklärungen sind theistisch motivierte Winkelzüge und Zirkelschlüsse, die mit Logik nichts zu tun haben. Zumindest aus deiner Sicht!

In Antwort auf:
Darum auch muss die Bibel als Ganzes ein schändliches Machwerk genannt werden, und zwar sofern man sie nicht als ein kulturhistorisches Zeugnis betrachtet, sondern ernsthaft als höchsten aktuellen Maßstab von Ethik und Moral.

Siehe oben, Dieses Urteil kann ich nicht stürzen wollen, weil es deines ist, was du aufgrund deiner Erfahrungen, in welcher Hinsicht auch immer, getroffen hast. Das ist ein fakt, den ich als Gläubiger schlicht zu respektieren habe. Würde ich mich darüber aufregen, würde ich deine Persönlichkeit, und deine Empfindungen kritisieren, und das ist es was ich nicht wollen kann. Ebenso wünschte ich mir jedoch von seiten des Atheismus Verständnis, dass ich durch mein Gottesbild, das sich auf die Bibel stützt, zu einer gesellschaftsfähigen Moral gekommen bin, welche imstande ist noch verfeinert zu werden.

Gleiches trifft im Übrigen auch auf Gysi zu: Wir haben unser beider verständnis bezüglich des "Baumes der Erkenntnis von gut und Böse" verglichen, doch es ist und bleibt seine Lesart, und sein Urteil. Das will ich respektieren.

So könnten wir uns nun trefflich und weiterhin über das verständnis der Bibel streiten, wir wir es tatsächlich oft schon taten. und doch würde am Ende jeder das annehmen, was er anzunehmen imstande ist, ganz gleich was ihn zur Annahme bewegte. Und das muss beiderseits Akzeptanz finden, denn sonst wird man mit wenig Erbaulichem zugeworfen, wie es hier in zahlreichen Threads wie ein Mahnmal dokumentiert ist.

In Antwort auf:
So lange du nun, Snooker, auf der religiös-biblischen Ebene verharrst, hast du gegen eine solche knallharte Argumentation nicht den Hauch einer Chance.
Das ist mir nicht erst seit Neuestem völlig klar, vanini! Das liegt aber schon in der Natur der Sache, denn sonst müsste man nicht zwischen Atheismus und Theismus unterscheiden. Was mir nun auch für den Atheismus fremd erscheint ist dieses Pochen auf die Unfehlbarkeit der eigenen meinung. Das ist hier Dialog, und kein Battle, bei dem es um Chancen geht, die andere Meinung niederzumachen. Zumindest bin ich bemüht, es so zu sehen. Ich versuche hier, aus der Menge an Informationen und gedanken aus den unterschiedlichsten "religiösen" Strömungen, ein annehmbares Weltbild zu schaffen, ohne mich auf das momentane Verständnis einer dieser Schienen einschießen zu wollen.

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SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 5.475

26.07.2006 18:01
#20 RE: Die Ethik und Gott antworten

In Antwort auf:
INTERPRETATION: Wie könnte es Gott gemeint haben? Und du wirst IMMER auf ein Ergebnis kommen, das besagt, wie DU es meinst! Du kannst dann behaupten: Gott hat mich inspiriert.

Ja und Nein! Natürlich steht dort ersteinmal die Interpretation, wie du sie schildertest, mit nachfolgendem Resultat. Mit der Folge:

In Antwort auf:
=> Und ich behaupte, dass du auf diese Weise Gott nach deinem Bilde formst, nicht umgekehrt!

Hättest du meiner Meinung nach dann recht, wenn ich es bei meiner persönlichen Interpretation beließe, und diese als Faktum hinstellte mit dem Verweis auf ewigwährende Gültigkeit, wodurch dann aber auch postwendend das Motiv meiner Interpretation offenkundig würde. Mit der Bibel arbeitet man jedoch nicht nur einmal, sondern ständig, das alleine bedingt schon Änderungen. Auch solche, die meiner Persönlichkeit widerstreben; das ist gar nicht mal so selten. Wenn man nun noch zusätzliche Infomationen sucht, entsteht bald ein sehr komplexes Konstrukt, bei dem eines systembedingend wird. --> Veränderung! Wie sagt es Herbert Grönemeyer: Stillstand ist der Tod; Geht voran, bleibt alles Anders! Der erste stein fehlt in der Mauer, der Durchbruch ist da!


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Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.099

26.07.2006 18:11
#21 Die Ethik und Gott antworten
In Antwort auf:
Veränderung! Wie sagt es Herbert Grönemeyer: Stillstand ist der Tod;
Oder: "Nur wer sich ändert, ist sich treu!", nach Wölfchen Biermann. Aber für eine Religion, die sich ein heiliges, für alle Ewigkeit geltendes Buch in den Weg gelegt hat, ist Veränderung GIFT!

Gysi
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Die Menschheit befindet sich in der Vorgeschichte der Menschheit (Karl Marx)

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 5.475

26.07.2006 18:22
#22 RE: Die Ethik und Gott antworten

In Antwort auf:
für alle Ewigkeit geltendes Buch in den Weg gelegt hat, ist Veränderung GIFT!
Selbst wenn das so wäre - was ich nicht so sehe, da die botschaft der bibel begrenzt ist - so würde das immer noch bedeuten, dass das Verständins dieses Buches der Zeit unterworfen ist, und damit veränderungen zu einem Muss werden, andernfalls watet man wie die Kirche stest durch den Morast des religiösen Mittelalters.

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vanini Offline



Beiträge: 502

26.07.2006 18:27
#23 RE: Die Ethik und Gott antworten
@Snooker

In Antwort auf:
Genausogut könnte es aber auch sein, dass die beschreibung eines sinnvollen lebens sowie einer annehmbaren Gesellschaftsform direkt der Bibel entspringt, so unsagbar "unglaublich" sich das auch für dich und vanini anhören mag!

Dann müsste in dieser Bibel allerdings etwas völlig anderes drin stehen, als nun mal eben drin steht...


In Antwort auf:
In Gesprächen mit Atheisten fällt auf, dass sie häufig Wissenschaft, Logik, und Rationalität als das Non plus Ultra im leben ansehen, ohne immer dabei an die Grenzen zu denken, dass all dies zeitbedingtes Vermutungswissen ist, wo von jetzt auf gleich neue Erkenntnisse ganze Gedanken-konstrukte in sich zusammenfallen lassen können. Auch hier sei ein gutes beispiel die Evolution...

Logik und Rationalität sind ja Resultate der bewussten Verstandestätigkeit des Menschen, und Bewusstsein und Intelligenz sind nicht nur nachweibar real, sondern letztlich das Einzige, worin sich der Mensch vom Tier unterscheidet. Insofern ist es zwar nicht das "Nonplusultra im Leben", wohl aber eben die entscheidende Igredienz, welche den Menschen zum Menschen macht - und sogar die unausweichlich notwendige Grundlage, religiöses Gedankengut zu entwickeln... Insofern ist, sich grundsätzlich und in allen Dingen zumindest immer jene zu stützen, das Vernünftigste, was die Vernunft tun kann.

Du scheinst auch von Wissenschaft wenig zu wissen, Snooker, denn die philosophische Essenz wissenschaftlichen Denkens und Arbeitens ist ja gerade die Erkenntnis, dass der menschlichen Erkenntnis unüberwindliche Grenzen gesetzt sind, über die sie niemals hinaus kann. Genau darum auch kann und will Wissenschaft keine Aussagen oder Beweise irgend welcher Art über transzendente Dinge machen, weil sie damit überhaupt nichts zu schaffen hat.

Dass aber die Wissenschaft oder besser wissenschaftlich denkende Menschen die Anwürfe der Religion abweisen müssen, welche gar zu gern entweder die Wissenschaft benützen will, um ihre transzendenen Phantasien zu "beweisen" (was natürlich absoluter Unsinn ist) oder aber die Wissenschaft diffamiert, wenn sie Tatsachen und Erkenntnisse zu Tage fördert, welche der Religion nicht passen - das ist natürlich klar und sollte niemanden verwundern.

In diese Untiefen gerätst du auch, wenn du vom "Beispiel der Evolution" redest, Snooker. Denn erstens meinst du wohl eigentlich die Evolutionstheorie und zweitens ist gerade diese Evolutionstheorie ein Paradebeispiel dafür, wie die Seifenblasen religiös motivierter sachunkundiger Wissenschaftskritik am Felsen einer auf Empirie gegründeten wissenschaftlichen Theorie zerplatzen!


In Antwort auf:
Du sagst es ja bereits selbst, wodurch das biblische konzept nach heutigem Verständnis im Allgemeinen unbrauchbar wurde. Durch eine Auslegungsstrategie, die auf Machterhalt, habgier, und Unterdrückung von Untergebenen ausgelegt war. Alles Eigenschaften, die die Bibel verurteilt...

Korrekt muss es heißen: "Alles Eigenschaften, die in bestimmten Teilen der Bibel verurteilt werden..."
Denn in anderen Teilen der Bibel werden genau jene wie überhaupt die niedrigsten und schändlichsten menschlichen Eigenschaften kultiviert. Daraus kann man sich dann nehmen, was einem gerade passt - und immer jegliche Kritik mit dem "Heiliges-Wort-Gottes-Argument" abwehren.


In Antwort auf:
Verfäälst du nun nicht in das andere Extrem? Warum denn: Nur Religion! oder Nur Atheismus! ? Warum kann man nicht versuchen Wege zu finden, bei denen beide Ideologien das gleiche Ziel verfolgen?

Hier wirfst du etwas sehr unbedacht Religion, Atheismus und Ideologie in einen Topf. Und aus den verschiedensten Welt- und Menschenanschauungen eine Art philosophische eierlegende Wollmilchsau machen zu wollen, halte ich für ein völlig aussichts- und sinnloses Unterfangen. Es würde reichen, sich gesellschaftlich auf bestimmte essentielle und für alle gültige ethische Grundsätze zu einigen und darüber hinaus jeden glauben oder nicht glauben zu lassen, was er will - so lange dadurch eben die besagten ethischen Grundsätze nicht berührt oder gefährdet werden. Und in dieser Hinsicht sehe ich sowohl Bibel als auch Koran als höchst problematisch an!


Sage mir, was du glaubst, und ich sage dir, wer du bist.

Fenris Offline

Freidenker

Beiträge: 1.345

27.07.2006 13:54
#24 RE: Die Ethik und Gott antworten
@Ralf

In Antwort auf:
Natürlich könnte das sein, und in der tat findet sich dieses Konzept in vielen neuzeitlicheren Mischreligionen! Genausogut könnte es aber auch sein, dass die beschreibung eines sinnvollen lebens sowie einer annehmbaren Gesellschaftsform direkt der Bibel entspringt, so unsagbar "unglaublich" sich das auch für dich und vanini anhören mag!


Das die Bibel gewisse Grundlagen einer Gesellschaftsform aufzeigt bejahe ich durchaus und ebenso ist der historische Wert unbestritten. Er zeigt unter anderem auf, dass man sich auch zur damaligen Zeit Gedanken zur Gesellschaft machte und nach Wegen suchte, die eventuell ein besseres Zusammenleben, und darin unterscheidet sich das Konzept der Bibel vom den modernen der heutigen Zeit, innerhalb einer kulturell homogenen Gruppe ermöglichte.

Mein Problem fängt erst dort an, wo man mir weismachen will, dass Gott höchst persönlich dies verfasst und daher dies unverrückbar auf immer und ewig gelten soll. Wenn man dann noch das Gottesbild nimmt, in welchem er als Schöpfer von Allem gepriesen wird erschein mir die Tatsache, dass er seine Regeln und Gesetze einem einzigen Mann, ohne Zeugen auf einem Berg in der Wüste in Form von Steintafeln übergibt, wie ein ganz wirklich ganz miserabler Film!

Das sich der Schöpfer des Universums, dieser Art der Kommunikation verschreibt, welche wen man sie genauer betrachtet eigentlich gar keine ist, muss meines Erachtens einfach instinktiv gewisse Zweifel wecken und aufkommen lassen. Das gleiche Gefühl beschleicht mich, wenn er zum Zwecke der Prüfung und der Auslese den „Glauben“ installiert, als Fundament des gesamten Konzepts.

Wenn man konsequent in diese Richtung Fragen stellt, endet man am Schluss bei nebulösen Erklärungen im Stile „Gottes Wege sind unergründlich“ welche aber nur als Argument akzeptiert werden wenn es darum geht sich und seinen Glauben zu schützen.
Diese unergründlichen Wege erscheinen aber glasklar, wenn es darum geht mit ihrer Hilfe Gottes vernünftiges Handeln erklären zu wollen. Alle Diskussion über die gesellschaftlich relevanten Themen der Bibel sind, und das ist der Krux, für den Gläubigen untrennbar mit der Existenz von Gott verknüpft.

In Antwort auf:
In Gesprächen mit Atheisten fällt auf, dass sie häufig Wissenschaft, Logik, und Rationalität als das Non plus Ultra im leben ansehen, ohne immer dabei an die Grenzen zu denken, dass all dies zeitbedingtes Vermutungswissen ist, wo von jetzt auf gleich neue Erkenntnisse ganze Gedanken-konstrukte in sich zusammenfallen lassen können.

Das stimmt absolut und Fanatismus, gleich welcher Couleur oder Seite ist, wie Du schon richtig feststellst, auch nie das probate Mittel um solche Dinge zu hinterfragen. Meiner Meinung nach funktioniert Wissenschaft auch nur, wenn man einerseits eine gesunde Skepsis bewahrt und gleichzeitig über eine geistige Offenheit verfügt, welche dafür sorgt, dass man nicht unter dem einstürzenden Gedanken-Konstrukt begraben wird. Auch hier ist die Grenze manchmal schleichend und man muss ständig auf der Hut sein, nicht alle Eier im selben Korb zu transportieren.

Im Konzept des Gottes-Glauben habe ich aber enorme Schwierigkeiten, solch eine Offenheit und Bereitschaft neue Erkenntnisse einzubeziehen, erkennen zu können.


In Antwort auf:
Dies müsstest du etwas näher erläutern, ich weiß nicht genau, was du nun von mir hören willst. Etwa worauf ich meine kirchekritik gründe?


Du sprachst davon, dass Du immer mehr Druck von seitens der Kirche verspürst und ich wollte wissen, wie man das verstehen soll, ob das Druck im Zusammenhang mit Deinem Umfeld oder allgemeiner respektive spezifischer Art ist.


__________________________________________________
Religion: Dies ist eine Packungsbeilage, bitte lesen Sie sie mit einer Fachperson oder sprechen Sie mit dem Medikament in Ihrer Apotheke. (Fenris)

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 5.475

30.07.2006 11:07
#25 RE: Die Ethik und Gott antworten
@vanini

In Antwort auf:
Dann müsste in dieser Bibel allerdings etwas völlig anderes drin stehen, als nun mal eben drin steht...
Entweder, oder das Verständins hinsichtlich des gelesenen müsste ein anderes sein! Ist denn dies so unbekannt: Nimm eine Schrift, mit philosophischen Textinhalt und lass sie hundert Leute Lesen. Das Resultat sind mindesten hundert verschiedene Verständnisse. In einer Diskussion mag man sich dann auf einiges einigen, aber unter hundert Leuten auf ein, in allen Punkten gleiches Verständnis zu kommen, ist schon sehr viel komplizierter. Das ist die Denkarbeit, die man leisten muss. Nicht nur mit der Bibel. Letztlich mit allem Geschriebenen mehr oder weniger. Dass ist ja gerade die Dynamik des geschriebenen Wortes. Und es ist durchaus empfehlenswert, so viele Verständnismöglichkeiten kennenzulernen, um aus diesen Pool dann die zu wählen, die ethisch vertretbar erscheint.

In Antwort auf:
Logik und Rationalität sind ja Resultate der bewussten Verstandestätigkeit des Menschen, und Bewusstsein und Intelligenz sind nicht nur nachweibar real, sondern letztlich das Einzige, worin sich der Mensch vom Tier unterscheidet. Insofern ist es zwar nicht das "Nonplusultra im Leben", wohl aber eben die entscheidende Igredienz, welche den Menschen zum Menschen macht - und sogar die unausweichlich notwendige Grundlage, religiöses Gedankengut zu entwickeln... Insofern ist, sich grundsätzlich und in allen Dingen zumindest immer jene zu stützen, das Vernünftigste, was die Vernunft tun kann.
Darin stimme ich dir zu: die frage bleibt nur, ob es vernünftig ist, anzunehmen, dass jedwedes religöses Verständnis Systemen wie Logik und Rationalität widerspricht. Gibt es überhaupt die Logik und die Ratio? Es zeigt sich eher dass diese Systeme ebenfalls bewegt sind, und sich gar nicht an starre Gerüste klammern wollen, so viele Theoretiker sich nämlich mit der Materie beschäftigen..
Ist es ratsam, sich auf ein Urtel einzuschiessen und dies mit mehr oder weniger aggressivität immer wieder vorzuschieben...

In Antwort auf:
Du scheinst auch von Wissenschaft wenig zu wissen, Snooker, denn die philosophische Essenz wissenschaftlichen Denkens und Arbeitens ist ja gerade die Erkenntnis, dass der menschlichen Erkenntnis unüberwindliche Grenzen gesetzt sind, über die sie niemals hinaus kann. Genau darum auch kann und will Wissenschaft keine Aussagen oder Beweise irgend welcher Art über transzendente Dinge machen, weil sie damit überhaupt nichts zu schaffen hat.

Dir kann ich ohnehin nicht wissenschaftlich sein, einzig und allein, weil ich an die Existenz eines Schöpfers glaube, aber darum geht es auch gar nicht, und mir wird nicht klar, was du mit der Diffamierung meiner Person bezwecken möchtest, DU hast das nämlich nicht nötig!
Im übrigen bedeuten heutige Grenzen für menschliche Erkenntnis nicht im geringsten, dass diese nicht überwunden werden könnten. Wenne s sowäre, würden wir uns tatsächlich noch in der Bronzezeit aufhalten. Hätte man sich die technologien, die für uns heute selbstverständlich sind, vor 200 jahren auch nur vorstellen können? Heute mag es unmöglich erscheinen, Aussagen über "transzendente Dinge" zu machen. wer weiß denn aber wie es in 100, 200 jahren aussieht?

In Antwort auf:
Dass aber die Wissenschaft oder besser wissenschaftlich denkende Menschen die Anwürfe der Religion abweisen müssen, welche gar zu gern entweder die Wissenschaft benützen will, um ihre transzendenen Phantasien zu "beweisen" (was natürlich absoluter Unsinn ist) oder aber die Wissenschaft diffamiert, wenn sie Tatsachen und Erkenntnisse zu Tage fördert, welche der Religion nicht passen - das ist natürlich klar und sollte niemanden verwundern.

Kannst du, lieber vanini anhand des Glaubens oder nichtglaubens eines Wissenschaftler urteilen wollen, ob dieser "wissenschaftlich" denkt und arbeitet? Warum müssen wissenschaftlich denkende Menschen "Anwürfe der Religionen" abweisen? Weil eine atheistische Ansicht bis auf unabsehbare zeit die alleinseeligmachende Erkenntnis des menschlichen denkens ist? Wissenschaftlich orientierte Menschen müssen sich an Fakten halten, und das heißt mitnichten, dass sie dabei und deswegen unwissenschaftlich arbeiten. Bei dir scheint der Glaube oder eben Nichtglaube als Kriterium für Wissenschaftlichkeit völlig auzureichen. Kutschera, Hölldobler und Dawkins werden bei dir sicher in großen ehren stehen, während Lönnig, Meadows, Kincheloe und andere ID-Vertreter für dich nichts weiter als perverse Scharlatane sind, die versuchen ihre Meinung durch Wissenschaft zu "beweisen", (was natürlich absoluter Unsinn ist) - ganz gleich wie annerkannt ihre Arbeit ist...

So kann man natürlich auch argumentieren

In Antwort auf:
In diese Untiefen gerätst du auch, wenn du vom "Beispiel der Evolution" redest, Snooker. Denn erstens meinst du wohl eigentlich die Evolutionstheorie und zweitens ist gerade diese Evolutionstheorie ein Paradebeispiel dafür, wie die Seifenblasen religiös motivierter sachunkundiger Wissenschaftskritik am Felsen einer auf Empirie gegründeten wissenschaftlichen Theorie zerplatzen!
Über dieses "zerplatzen" und die Evolutionstheorie im Allgemeinen können wir uns ja gerne im hiesiegen Thread unterhalten...Vielleicht gibt es seifenblasen, die sich als sehr widerstandsfähig erweisen...

In Antwort auf:
Hier wirfst du etwas sehr unbedacht Religion, Atheismus und Ideologie in einen Topf. Und aus den verschiedensten Welt- und Menschenanschauungen eine Art philosophische eierlegende Wollmilchsau machen zu wollen, halte ich für ein völlig aussichts- und sinnloses Unterfangen.
Das ist mir klar, denn du unterstellst jeglichem religiösem Verständnis eine barbarische, perverse, destruktive Haltung zum menschen, die sich in einer eierlegenden wollmilchsau auch immer wieder zum Ausdruck kämen, weswegen eine rein atheistische Haltung der Schlüssel zur gesellschaftlichen Einheit ist.

In Antwort auf:
Es würde reichen, sich gesellschaftlich auf bestimmte essentielle und für alle gültige ethische Grundsätze zu einigen und darüber hinaus jeden glauben oder nicht glauben zu lassen, was er will - so lange dadurch eben die besagten ethischen Grundsätze nicht berührt oder gefährdet werden.
Hervorragend vanini, darauf sollten wir alle hinarbeiten.



In Memory of Soul-Society

Wohl gibt es zwei Arten von freunden und es sind diese: Käufliche und Unbezahlbare

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