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Religionsforum
Atheismus vs. Religionen  

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Für Säkularismus und Religionskritik!


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Dieses Thema hat 16 Antworten
und wurde 864 mal aufgerufen
 Christentum
Tiphereth Offline




Beiträge: 7

22.07.2006 23:04
Die Einheit der Religionen antworten


Die Einheit der Religionen

Viele von uns sind von den kirchlichen Institutionen, in denen sie aufgewachsen sind, enttäuscht. Manche treten aus, manche konvertieren, vielen ist es egal. Trotzdem sind alle Menschen auf der suche nach dem Sinn des Lebens, sehnen sich im Innersten ihres Herzens nach etwas, dass sie nicht beschreiben können. Sie sind ihr ganzes Leben lang auf der Suche nach dem Ursprung ihres Seins und der göttlichen Liebe, die sie nicht erkennen und finden können. Viele geben sich dann mit weltlichen Dingen zufrieden, die sie jedoch nicht wirklich erfüllen können. Der Mensch will auf etwas vertrauen, auf etwas bauen, dass ihn nicht enttäuscht, etwas was ihn aufrecht hält. Vertrauen ist dasselbe wie Glaube; ich glaube dir – ich vertraue dir - jeder Mensch will darauf vertrauen, dass er nicht enttäuscht wird, aber man kann nur jemandem vertrauen, wenn man bedingungslos lieben kann, wenn man sich hingeben kann, seinen Egoismus „aufgeben“ kann.


Der gemeinsame Glaube der Menschheit auf die liebe ist so alt wie die Menschheit selbst. Schon in der Altsteinzeit haben sich Formen der Religionen entwickelt, die darauf vertrauen, dass es eine höhere macht (= Liebe) gibt, der man vertrauen kann. Re-ligio (lat.) bedeutet, sich zurückverbinden, sich dem Ursprung wieder zuwenden, aus dem man gekommen ist. Aus dem Nichts erschaffen, zur Schöpfung geformt, ist der sehnlichste Wusch nach Vereinigung, nach Überwindung der Trennung in den Menschen lebendig und Triebkraft ihres Lebens. Im physischen Bereich als Fortpflanzungstrieb („Vereinigung“), in höheren Bereichen als Gebet und Meditation ausgeformt, ist die Sehnsucht nach Liebe und Geborgenheit die Triebfeder allen Handelns und Tun („Karma“).

Der Glaube alter Hochkulturen (Mesopotanien, Ägypten, Indogermanen, Arier und Inder) legt davon Zeugnis ab. In den Veden wurden religiöse Texte im Sanskrit niedergeschrieben als Gleichnis für diese stärkste aller Kräfte im gesamten Universum.

Zaratrustra, Griechen und Römer mit ihren Göttern Pantheon, Kelten und Germanen beschrieben Geschichten ihrer Götter. Die Azteken, Mayas und Inkas hatten eine „Religion“, aber auch die Chinesen, Japaner und Koreaner. Inder und Tibeter hatten die Religionen des Hinduismus bzw. Buddhismus im Osten; Moslems, Juden und Christen formten Religionen im Westen. Obwohl es im exoterischen Bereich der „äußeren Lehre“ Unterschiede zwischen den verschiedenen Religionen gibt, so ist jeder Unterschied im esoterischen Bereich der „inneren Lehre“ aufgehoben. Wenn es so scheint, als gäbe es viele verschiedene Religionen, viele verschiedene Rituale und Glaubensrichtungen, so ist es in Wahrheit nur die einzige Religion: „Die Religion der Liebe.“

Als Jesus Christus von sich behauptete: „Niemand kommt zum Vater, außer durch mich!“, so meinte er nicht, dass allein durch seine Person „Heil“ für die Menschen kommt und nur das Christentum (röm.kath., griech-orthodox, evan. Kirche) die alleinseligmachende Wahrheit verkündet, sondern dass nur die Liebe (und er ist die personifizierte Liebe!) frei macht und Erlösung schenkt. In einem Zustand der „Unio Mystica“ (Samadhi) verkündete Christus diese Wahrheit, meinte aber damit nicht seine Person, sondern die Liebe an sich, deren Inkarnationen er war!!

Die esoterische Lehre (geheime Lehre), die der masse verborgen und nur wenigen bekannt war, weil sie es nicht verstanden, wurde von einigen wenigen spirituellen Lehrern an ihre Schüler (Jünger) weitervermittelt. Wahre lehre ist immer individuell und kann nicht von der Kanzel gepredigt werden. Die Lehrmeister des spirituellen Pfades in den Religion wussten jedoch um die verborgene Wahrheit und gaben ihre Weisheit und Liebe gerne einem eingeweihten Kreis von Schülern weiter. Im östl. Kulturkreis werden diese Heilige als Guru, Roshi, Scheik, bzw. im westlichen Kulturkreis als Zaddiks, Starez oder Mönchväter (Beichtväter) bezeichnet. Leider gibt es in der heutigen Zeit viele sog. „New Age“-Bewegungen, die mit der Sehnsucht der Menschen ihre Geschäfte macht. Ein Seminar zur Lebensbewältigung (Atmung, Tantra-Yoga, etc.) kostet viel, viel Geld. Doch sollte man sich eines vor Augen halten: Ein echter Meister gibt freiwillig, ohne Geld seine liebe an andere weiter. An diejenigen, die aufrichtig und mit reinem herzen auf der suche nach Gott sind. Alles andere sind Trend- und Spielwerk, wertlos, obwohl es viel kosten mag („Wert ist“). Liebe kann man nicht kaufen. Liebe gibt sich selbst, bedingungslos und ohne Gegenleistung!

Die Aspekte einer wahren Liebe werden im Hohen Lied der Liebe (Apostel Paulus) sehr schön beschrieben. 1. Kor. 13

Das Hohelied der Liebe

Ich zeige Euch jetzt noch einen anderen Weg, einen der alles übersteigt:

Wenn ich in den Sprachen der Menschen und Engel redete, hätte aber die Liebe nicht, wäre ich dröhnendes Erz oder eine lärmende Pauke.
Und wenn ich prophetisch reden könnte und alle Geheimnisse wüsste und alle Erkenntnis hätte; wenn ich alle Glaubenskraft besässe und Berge damit versetzen könnte, hätte aber die Liebe nicht, wäre ich nichts.
Und wenn ich meine ganze Habe verschenkte, und wenn ich meinen Leib dem Feuer übergäbe, hätte aber die Liebe nicht, nützte es mir nichts.
Die Liebe ist langmütig, die Liebe ist gütig. Sie ereifert sich nicht, sie prahlt nicht, sie bläht sich nicht auf. Sie handelt nicht ungehörig, sucht nicht ihren Vorteil, lässt sich nicht zum Zorn reizen, trägt das Böse nicht nach. Sie freut sich nicht über das Unrecht, sondern freut sich an der Wahrheit.
Sie erträgt alles, sie glaubt alles, hofft alles, hält allem stand. Die Liebe hört niemals auf. Prophetisches Reden hat ein Ende, Zungenrede verstummt, Erkenntnis vergeht. Denn Stückwerk ist unser Erkennen, Stückwerk unser prophetisches Reden; wenn aber das Vollendete kommt, vergeht alles Stückwerk.
Als ich ein Kind war, redete ich wie ein Kind, dachte wie ein Kind und urteilte wie ein Kind; als ich aber Mann wurde, legte ich ab, was kindisch an mir war.
Jetzt schauen wir in einen Spiegel und sehen nur rätselhafte Umrisse, dann aber schauen wir von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich unvollkommen, dann aber werde ich durch und durch erkennen, so wie auch ich durch und durch erkannt worden bin.

Für jetzt bleiben Glaube , Hoffnung, Liebe, diese drei; / doch am größten unter ihnen ist die Liebe

Der Sinn unseres Lebens besteht darin lieben zu lernen. So ein Leben ist geprägt vom Glauben und der Hoffnung an die göttliche Liebe. Der Glaube an die Liebe lässt uns in keiner Lebenslage ohne Hoffnung sein; nicht bei wichtigen Entscheidungen und bei verschiedenen Vorhaben, nicht bei Unglücksfällen und Enttäuschungen, nicht in Verfehlungen und Einsamkeit, nicht in Krankheit und Tod. Das göttliche Selbst wirkt schon jetzt in unserem Leben, es lenkt und leitet es. Deshalb soll man sich durch niemanden die Freude rauben lassen, die in der Hoffnung gründet. In dieser Hoffnung muß man wachsen: Durch Geduld mit sich selbst und den Mitmenschen, durch Wachsamkeit, Treue und Ertragen von Schwierigkeiten. Die Hoffnung gibt aber auch Mut sich für die Überwindung schlechter Lebensbedingungen und Zustände auch dann einzusetzen, wenn es aussichtslos scheint.

Glaube und Hoffnung an die Liebe sind unser Ja zum Leben. Sie befähigen und ermutigen uns, das eigene Leben und das Leben in Gemeinschaft sinnvoll zu gestalten und an der Evolution der Menschheit und an der Entwicklung einer menschenwürdigen Umwelt mitzuwirken.

Alles liebe, und Friede sei mit Euch..

Tiphereth

Xeres Offline




Beiträge: 2.587

22.07.2006 23:27
#2 RE: Die Einheit der Religionen antworten

In Antwort auf:
Der Sinn unseres Lebens besteht darin lieben zu lernen.
Also alles läuft darauf hinaus das alle einander gern haben und frieden überall herrscht? Ist sicherlich wünschenswert, wenn auch leider unpraktikabel.
Aber wozu braucht man dann noch die Religion als Vermittler zwischendurch?
__________________________________________________
Gott ist nur eine Arbeitshypothese. Es zeigt sich, daß alles auch ohne Gott geht und zwar ebenso gut wie vorher.
(Dietrich Bonhoeffer, dt. ev. Theologe, 1906-1945)

Tiphereth Offline




Beiträge: 7

23.07.2006 00:06
#3 RE: Die Einheit der Religionen antworten

Zitat von Xeres
In Antwort auf:
Der Sinn unseres Lebens besteht darin lieben zu lernen.
Also alles läuft darauf hinaus das alle einander gern haben und frieden überall herrscht? Ist sicherlich wünschenswert, wenn auch leider unpraktikabel.
Aber wozu braucht man dann noch die Religion als Vermittler zwischendurch?
__________________________________________________
Gott ist nur eine Arbeitshypothese. Es zeigt sich, daß alles auch ohne Gott geht und zwar ebenso gut wie vorher.
(Dietrich Bonhoeffer, dt. ev. Theologe, 1906-1945)

Hallo Xeres,

ich denke mal, dass kann man offen lassen weil ich im Grunde die Liebe als Oberste Religion sprich als Glauben betrachte, welche alle in sich vereint. Eine Religion ist nur solange gut, solange sie einem die nötige Freiheit lässt sich in ihr zu finden. Wenn sie auf das Fundament des Dogmatischen ausgelebt wird ist sie ohne Inhalt und verpasst ihre Botschaft. Eine Religion kann einem helfen das was man, Er oder Sie im Leben verloren hat an Wertvorstellung wieder zu finden, oder sie gar neu zu entdecken..Ich meine die Inneren Werte. Eine Religion ist aber nicht zwingend notwenig dafür..

Also meine Ansicht ist die, dass der Glaube und nicht eine Religion ausschlaggebend ist um eine Spiritualität aufs höchste Niveau zu entwickeln und die Liebe als den Vermittler für alle Menschen dabei zu betrachten..

Deswegen bin ich der Meinung, dass in einem Selbst alles gegeben ist um zu wissen nach was man sucht, insofern es einem möglich ist sich selbst zu akzeptieren, zu Erkennen und bewusst damit umzugehen.

Wenn jemand eine Religion brauch, ist es mir Recht, weil ich im grunde alle Religionen gleichermaßen akzeptiere auf ihr Grundfundament des Friedens und der Liebe. Es liegt ja nicht an einer Religion, dass die Menschen sie nicht verstehen.

Liebe Grüsse

Tiphereth

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

23.07.2006 06:18
#4 RE: Die Einheit der Religionen antworten

In Antwort auf:
Wenn jemand eine Religion brauch, ist es mir Recht, weil ich im grunde alle Religionen gleichermaßen akzeptiere auf ihr Grundfundament des Friedens und der Liebe. Es liegt ja nicht an einer Religion, dass die Menschen sie nicht verstehen.

Richtig, an den Menschen liegt es nicht. Religion ist nie verständlich, ja, Verstand ist für sie sogar der Hauptfeind. Nicht umsonst heißen die Anhänger "Gläubige". Diese vielen unsinnigen Geschichten und Vorstellungen der Religionen kann man höchstens glauben.

Glauben versetzt Berge und vollbringt Wunder. Woran man glaubt, ist schlichtweg egal. Warum also nicht an sich selbst glauben? Klar, wer sich selbst nur schwach, hilflos und ohnmächtig fühlt, für den ist das wohl recht schwer. Mag sein, dass dieser wohlig in Religion abtauchen kann.

Der bessere Weg wäre aber wohl auch für ihn, sein eigenes Ich zu stärken. In schweren Fällen hilft dabei ein Psyhologe weit besser als jeder "Gott". Vor allem aber hilft es, die Welt offen und nicht durch den Schleier von Geschichten, die aus dem Unwissen weit zurückliegender Zeiten entstanden, zu sehen.

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Tiphereth Offline




Beiträge: 7

23.07.2006 10:39
#5 RE: Die Einheit der Religionen antworten
Zitat von Bruder Spaghettus

Richtig, an den Menschen liegt es nicht. Religion ist nie verständlich, ja, Verstand ist für sie sogar der Hauptfeind. Nicht umsonst heißen die Anhänger "Gläubige". Diese vielen unsinnigen Geschichten und Vorstellungen der Religionen kann man höchstens glauben.
Glauben versetzt Berge und vollbringt Wunder. Woran man glaubt, ist schlichtweg egal. Warum also nicht an sich selbst glauben? Klar, wer sich selbst nur schwach, hilflos und ohnmächtig fühlt, für den ist das wohl recht schwer. Mag sein, dass dieser wohlig in Religion abtauchen kann.
Der bessere Weg wäre aber wohl auch für ihn, sein eigenes Ich zu stärken. In schweren Fällen hilft dabei ein Psyhologe weit besser als jeder "Gott". Vor allem aber hilft es, die Welt offen und nicht durch den Schleier von Geschichten, die aus dem Unwissen weit zurückliegender Zeiten entstanden, zu sehen.

Hallo Bruder Spagettus,

Deswegen sprach ich davon, dass man sich erst selbst in einer Religion finden muß, nur dann ist man in der Lage ihre Botschaft zu verstehen. Es ist zu unterscheiden zwischen verstehen und nicht verstehen wollen.

Wie sollte dies ausschauen an sich selbst nur alleine zu glauben? Sich einzubeziehen in dem was man um sich herum hat, die Welt, die Pflanzen, die Tiere, die Menschen. Wenn ich diese bewusst Wahrnehme, kann ich auch den nötigen Respekt in ihrer Beschaffenheit zollen. Wie sollte das aber gehen aus einem ICH bezogenen Leben heraus. Wenn es heisst in dir ist der Tempel, heisst es nicht liebe nur dein ICH bezogenes Leben, sondern es heisst glaube an dich und beziehe dich in das gesamte mit ein.

Psychologen zerstören Glauben, weil sie bestreben alles aus der Wissenschaft heraus zu erklären. Auf den meisten zumindest trifft dieses so zu. Aber da gibt es nun mal noch einiges mehr als Theorien, welche man einen Namen gibt und sie Krankheit benennt um sich mit ihr nicht weiter auseisender setzen zu müssen ;)

LG Tiphereth

ps. Ein Weg entsteht, indem man ihn geht.

sparrow Offline



Beiträge: 9

23.07.2006 11:00
#6 RE: Die Einheit der Religionen antworten

@Tiphereth:
sicher hast du recht, wenn du sagst, dass es besser ist, wenn ein mensch selber zu (s)einer religion findet, als wenn sie ihm übergeholfen wird. allerdings (auf jeden fall für mich) lassen quasi alle religionen sehr viel interpretationsspielraum. und deshalb
denke ich nicht, dass der mensch von heute noch religionen im ursprünglichen sinne braucht.
ich sehe religionen (vor allem christentum, judentum, islam) als moralischen und gesellschaftlichen leitfaden an, der in einer geschichte verpackt ist, um es den menschen von vor 2000-3000jahren verständlich zu machen. ich denke und hoffe aber, dass der mensch heutzutage weiter ist. normaler weise ersetzen wir doch inzwischen religiöse werte durch unsere eigenen werte,die auf unsere erfahrung mit der gesellschaft beruhen (nicht nur aber auch)(in dem zusammenhang wäre auch mal ne "leitkultur" diskusion sehr interessant) fakt ist aber auch, dass wir auch nach 2000 jahren unsere religionen nicht immer richtig verstehen (wollen) daraus resultiert leider auch zu teilen der fundamentalismus (hey, ich will keine religionen verbieten, auch wenn sich das jetzt eventuell so anhört)
prinzipiell ist das halt nen schweres feld. wir könnten sicher ohne, aber so richtig wollen tun wir auch nicht.
es ist halt immer ne frage, was man daraus macht. verschreibt man sich einer religion mit leib und seele oder zieht man aus ihr einfach nur lehren, die einem im umgang mit mitmenschen helfen können.

sparrow <= irgenwie tolerant der kleine

emanuel ( Gast )
Beiträge:

23.07.2006 11:16
#7 RE: Die Einheit der Religionen antworten
ich bin emanuel,

ich sage,

die problematik liegt darin zu unterscheiden, zwischen einbem objektiven und einem subjektiven gottesbild,
deren begriffe in den religionen immer vermischt wurden.

am anfang dazu ist die vereinigung aller religionen in der form der politik einer UNO nicht nur denkbar, sondern unbedingt erforderlich.

erst dann kann man daran gehen die allmacht oder materialismus vom persönlichen ahnenkult zu trennen.

meine begründung dazu:

die sinnvolle lebensgestaltung dreier generationen oder mehr läßt sich nicht von heute auf morgen durchführen,
aber die menschen von morgen brauchen diese perspektive!

ein reiches betätigungsfeld und arbeit für die in letzter zeit so oft zitierten psychologen und terrapeuten .
es kommt nicht von ungefähr, dass ich unlängst in einem anderen forum für religionen noch mehr geld gefordert habe.
seither stehe ich in einem schiefen licht und man vermutet den kapitalisten in mir, was jedoch nur in dem bild zum tragen kommt und nicht der wirklichkeit entspricht.

ich bin konfessionslos und werde es auch bleiben.

und ein

Tiphereth Offline




Beiträge: 7

23.07.2006 11:32
#8 RE: Die Einheit der Religionen antworten
Zitat von sparrow
verschreibt man sich einer religion mit leib und seele oder zieht man aus ihr einfach nur lehren, die einem im umgang mit mitmenschen helfen können.

Hallo Sparrow,

letzter Satz hört sich doch ganz vernünftig an. Wenn man sich einer Religion mit Leib und Seele verschreibt, hat man dann auch ihre Botschaft vernommen, oder gibt man nur seine eigene Lebensverantwortung in ihr ab? Heisst es sich einer Religion zu ergeben, ihr folge zu leisten ohne ihren Inhalt zu vernehmen? Oder ist es nicht viel Sinnvoller nach ihren Lehren zu versuchen zu leben, sich von ihr inspirieren zu lassen, andere Menschen davon teilhaben zu lassen und dessen Resultat zu erkennen. Wenn ich nun mich für viele Religionen interessiere, kann ich auch verschiedne Weisheiten und Lebensphilosophien von ihnen in mich hinein intrigieren, dass sorgt einmal für Toleranz zu anders gläubigen Menschen und es Isoliert vor allem nicht, weil das Fundament ebbend die Liebe und der Frieden beinhaltet.

Das schlimme ist oftmals, dass Menschen welche behaupten nur an sich selbst zu glauben nur so lange an sich glauben , so lange sie ihre Umgebung weiterhin gleichmäßig wahrnahmen. Sie glauben sich selbst zu schätzen, aber schätzen doch eher ihren mittleren Wohlstand in materiellen dingen. Aber dies ist der Punkt, welche einen beschenkt in der Spirituellen Entwicklung. Denn immer dann, wo man glaubt zu meditieren macht man sich im unterbewussten sorgen über seine materielle Existenz.

LG Tiphereth

emanuel ( Gast )
Beiträge:

23.07.2006 13:04
#9 RE: Die Einheit der Religionen antworten

In Antwort auf:
Denn immer dann, wo man glaubt zu meditieren macht man sich im unterbewussten sorgen über seine materielle Existenz.

darin mag auch der grund verborgen sein, eine annäherung oder änderung in den sogenannten religiösen gepflogenheiten kann nicht von unten kommen, sondern sie muß von ganz oben in der jeweiligen religionsgemeinschaft ausgelöst werden. sonst steht der jeweilige mensch immer im zwiespalt mit seinen gefühlen und auferlegten gesetzen religiöser natur.

darüber hinaus sehe ich da noch einen zusätzlichen gesichtspunkt (wie kann man nur so klein sein und eine so lange nase haben?!), der heute nur sehr gering zu erkennen ist. in einer solchen einheitlichen gemeinschaft könnten die religionen gemeinsam gegen kriegerische auseinandersetzungen eine resolution verfassen und so den unterschied von glauben und staat sehr deutlich zum ausdruck bringen ohne dabei in misskredit zu fallen, etwa in der form, dass alle dagegen sind und sich die landesübliche religion der stimme enthält.

eben genau so, wie es in der UNO praktiziert wird.
bestimmt nichts umwerfendes, jedoch kommt dann kein halbstarker mehr daher und plärrt ins mikro, alle seine handlungen wären im glauben an gott durchgeführt worden.

und ein

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

23.07.2006 14:01
#10 RE: Die Einheit der Religionen antworten

@Tiphereth

In Antwort auf:

Es ist zu unterscheiden zwischen verstehen und nicht verstehen wollen.


Welche Art von Logik ist das? Ich unterscheide zwischen verstehen und nicht verstehen oder zwischen nicht verstehen wollen oder nicht verstehen können. Im Zusammenhang mit meinem von dir zitierten Beirag finde ich aber dies alles unerheblich. Da geht es eher um Verzicht auf Verstand. Denn das ist es, was Religionen verlangen.

In Antwort auf:
Wie sollte dies ausschauen an sich selbst nur alleine zu glauben? Sich einzubeziehen in dem was man um sich herum hat, die Welt, die Pflanzen, die Tiere, die Menschen. Wenn ich diese bewusst Wahrnehme, kann ich auch den nötigen Respekt in ihrer Beschaffenheit zollen. Wie sollte das aber gehen aus einem ICH bezogenen Leben heraus.

Wo willst du anfangen? In vorchristlicher Zeit? Na, dann mal ab zu Epikur. Eine Ethik, die bezogen auf das Ich Werte geschaffen hat, die Christen noch heute gerne für sich vereinnamen. Oder lieber moderner? Dann ab zum evolutionären Humanismus.

In Antwort auf:
Psychologen zerstören Glauben, weil sie bestreben alles aus der Wissenschaft heraus zu erklären. Auf den meisten zumindest trifft dieses so zu. Aber da gibt es nun mal noch einiges mehr als Theorien, welche man einen Namen gibt und sie Krankheit benennt um sich mit ihr nicht weiter auseisender setzen zu müssen ;)

Genau. Wie z.B. die von Russels Teekanne. Habe allerdings noch nie davon gehört, dass die jemand als Krankheit eingestuft hätte.

In Antwort auf:
Das schlimme ist oftmals, dass Menschen welche behaupten nur an sich selbst zu glauben nur so lange an sich glauben , so lange sie ihre Umgebung weiterhin gleichmäßig wahrnahmen. Sie glauben sich selbst zu schätzen, aber schätzen doch eher ihren mittleren Wohlstand in materiellen dingen.

Schade, ich hatte gehofft, du könntest zwischen dem Glauben an sich selbst und den Glauben an seine materiellen Werte bzw. seine eigene Leistung unterscheiden. Natürlich geht es darum, an sich selbst als eigenverantwortliches Individuum zu glauben, sich selbst seine Ethik zu schaffen und deren Werte immer wieder zu hinterfragen und zu aktualisieren.

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sparrow Offline



Beiträge: 9

23.07.2006 14:34
#11 RE: Die Einheit der Religionen antworten

In Antwort auf:
Hallo Sparrow,
letzter Satz hört sich doch ganz vernünftig an. Wenn man sich einer Religion mit Leib und Seele verschreibt, hat man dann auch ihre Botschaft vernommen, oder gibt man nur seine eigene Lebensverantwortung in ihr ab?...

genau diese frage vermaggerae ich nicht zu beantworten (da ich noch nie abhängig war von irgendwelchen meinungen und geschichten (muttis rockzipfel mal ausgenommen)) allerdings bin ich der meinung, dass man auch immer einen gewissen abstand braucht, um solche sachen "objektiv" bewerten zu können. aber gerade das wird wohl den meisten schwer fallen. fragst du einen fundameentalist (nur mal angenommen du kommst so weit), so wird er dir auch sagen, dass er sich mit leib und seele seinem glauben verschrieben hat und die darin erhaltenen botschaften erhalten hat und diese auch ausführt. das macht ihn in seinen augen sogar noch zu einem besseren gläubigen...

In Antwort auf:
...Oder ist es nicht viel Sinnvoller nach ihren Lehren zu versuchen zu leben, sich von ihr inspirieren zu lassen, andere Menschen davon teilhaben zu lassen und dessen Resultat zu erkennen...

mein reden. wobei halt die frage ist, was du mit "davon teilhaben" meinst. wenn ich durch die buddhistischen ratschläge, die ich z.b. versuch zu befolgen, ein ausgeglichenerer mensch werde, profitiert mein umfeld enorm davon, ohne direkt daran teilzuhaben. wenn du etwas wie eine missionierung im sinne hast, so muss ich dir widersprechen. der mensch ist mündig. also lasse ich ihm seine eigenen entscheidungen. wenn er nach rat fragt, so werde ich ihm nicht meinen vorenthalten. aber die geschichte hat nun eineindeutig gezeigt, dass freie menschen die friedlichsten sind.

In Antwort auf:
...Wenn ich nun mich für viele Religionen interessiere, kann ich auch verschiedne Weisheiten und Lebensphilosophien von ihnen in mich hinein intrigieren, dass sorgt einmal für Toleranz zu anders gläubigen Menschen und es Isoliert vor allem nicht, weil das Fundament ebbend die Liebe und der Frieden beinhaltet...

bis zum letzten halbsatz gehe ich mit. ich bin mir nur nicht sicher ob der mensch nur mit frieden und lieben leben kann. denn zum menschen gehören ebenfalls hass und wut. die frage ist halt wie ich damit umgehe. schlucke ich meine empfindungen runter und "explodiere" irgendwann oder polter ich gleich darauf los, wenn mir etwas nicht gefällt oder finde ich noch einen dritten weg.

In Antwort auf:
...Das schlimme ist oftmals, dass Menschen welche behaupten nur an sich selbst zu glauben nur so lange an sich glauben , so lange sie ihre Umgebung weiterhin gleichmäßig wahrnahmen. Sie glauben sich selbst zu schätzen, aber schätzen doch eher ihren mittleren Wohlstand in materiellen dingen. Aber dies ist der Punkt, welche einen beschenkt in der Spirituellen Entwicklung. Denn immer dann, wo man glaubt zu meditieren macht man sich im unterbewussten sorgen über seine materielle Existenz.

wow, so ganz steig ich jetzt nicht dahinter, was du möchtest, aber ich versuchs mal:
der mensch muss an sich selbst glauben, dass ist halt nun eine der grundeinstellungen, die für ein erfolgreiches leben (jetzt nicht in finanzieller hinsicht) meiner meinung nach unabdingbar ist. natürlich, wenn ich mit meiner umwelt (also eigentlich mit mir) nicht mehr zufrieden bin, komme ich in jeglicher hinsicht in schwierigkeiten, allerdings passiert das, ob ich an eine religion glaube oder nicht. das sich nichtgläubige aber nur an ihrem finanziellen wohlstand "aufgeilen" stimmt aber auf keinen fall. klar dieser ist leider überall sehr wichtig, aber zum glück nicht nur lebensbestimmend.
kommen wir nun zum letzten satz. den check ich ehrlich nicht. vielleicht bleib ich ja auch nur am meditieren hängen, finanziellen und materiellen unabhängg ist. und die angst abzurutschen ist immer und überall vorhanden (außer man kann perfekt meditieren) deshalb sind auch schon früher die leute in kirchen, etc. gegangen

sparrow <= gerade ein wenig konfus

Tiphereth Offline




Beiträge: 7

24.07.2006 00:51
#12 RE: Die Einheit der Religionen antworten
Hallo Sparrow,

In Antwort auf:
wow, so ganz steig ich jetzt nicht dahinter, was du möchtest, aber ich versuchs mal:
der mensch muss an sich selbst glauben, dass ist halt nun eine der grundeinstellungen, die für ein erfolgreiches leben (jetzt nicht in finanzieller hinsicht) meiner meinung nach unabdingbar ist. natürlich, wenn ich mit meiner umwelt (also eigentlich mit mir) nicht mehr zufrieden bin, komme ich in jeglicher hinsicht in schwierigkeiten, allerdings passiert das, ob ich an eine religion glaube oder nicht. das sich nichtgläubige aber nur an ihrem finanziellen wohlstand "aufgeilen" stimmt aber auf keinen fall. klar dieser ist leider überall sehr wichtig, aber zum glück nicht nur lebensbestimmend.

Sei mal nicht gleich konfus ,

Fakt ist doch, dass die meisten Menschen ihre Leere irgendwie füllen wollen. Jetzt wird es schwer, weil ich möchte nicht anmaßend wirken. Jeder Mensch kann nur nach seinem eigenen Maßstäben sein bewusst oder ebbend unbewusstes leben wahrnehmen, weil jeder diesbezüglich eine andere Wahrnehmung hat. Nach meinen Erlebnissen, kann ich sagen, dass ich viele Menschen getroffen habe im Beruf oder auch privat, welche irgendwann wach geworden sind und sich sagten, dass kann ja wohl nicht alles sein als eingerittener Arbeitsgaul zu arbeiten, und den Rest des Abends sich vom TV zu setzen und sich für die allgemeine Volksverblödung aufzuopfern.

Viele Menschen haben ebbend keine Zeit mehr für Details. Weder können sie mit Krankheiten umgehen, noch haben sie Zeit um ihre Krankheit zu verstehen und somit ihren Körper, welcher versucht zu ihnen zu sprechen. Auch haben Stadtmenschen oft nur noch einen verarmten Bezug zur Natur, und allem was in ihr gegeben ist. Wenn sie Seelich leiden, versuchen sie es auszugleichen oft mit Drogenkonsum oder anderweitigen dingen, um ein Gefühl der Geborgenheit zu Erlangen, welche sie in ihrer unterkühlten geprägten Gesellschaft und Umwelt nicht mehr im Mahsse des nötigen erhalten.

Alles beginnt völlig anders auf einen zu wirken, wenn man es sich wirklich nur bewusst machen würde. Denn es macht unabhängig und frei.


In Antwort auf:
kommen wir nun zum letzten satz. den check ich ehrlich nicht. vielleicht bleib ich ja auch nur am meditieren hängen, finanziellen und materiellen unabhängg ist. und die angst abzurutschen ist immer und überall vorhanden (außer man kann perfekt meditieren) deshalb sind auch schon früher die leute in kirchen, etc. gegangen
sparrow <= gerade ein wenig konfus

OK ganz einfach gesagt, im wenigen ist das gute und geistig Reiche zu finden, und im vielen der Überfluss und die Unzufriedenheit. Leider verliert man die Details wahrzunehmen, weil man immer dazu verleitet wird etwas neues kennen lernen zu müssen. Oder einfach nur für andere Dinge da sein zu müßen, wie für die hohen erwartungen, welche man schon vorher hat, oder der Kick, die wirkung auf diese man sich glaubt dadurch einzulassen.

Was ich mit der Mediation sagen wollte, dass es Menschen durch Kummer, Sorgen usw. immer schwerer oder gar unmöglich fällt eine tiefgehende Mediation zu erreichen, welche einem Spirituell bereichern könnte. Ich glaube, dass da eine Religion helfen kann, um sich von der Umgebung, welche einen doch im hier und jetzt hält sich besser zu lösen, um letztendlich eine bessere Spirituelle Ebene zu erhalten.

LG Tiphereth

Fenris Offline

Freidenker

Beiträge: 1.345

24.07.2006 10:31
#13 RE: Die Einheit der Religionen antworten

@Tiphereth

In Antwort auf:
Leider gibt es in der heutigen Zeit viele sog. „New Age“-Bewegungen, die mit der Sehnsucht der Menschen ihre Geschäfte macht.

Nun da ist doch der Konzern mit Namen Vatikan leuchtendes Vorbild. Macht ständig die hohle Hand und verschleudert Unsummen für „Angestellte“ und seine Protzbauten. Gläubige pilgern Hosianna singend zu den Stätten der Fronarbeit und bewundern die herrlichen Klöster und Picknicken auf deren weitläufigen Ländereien. Alles Mahnmale der geistigen Versklavung mittels Himmel und Hölle.

Von dieser Warte aus betrachtet, haben die Anhänger von New Age Bewegungen einen entscheidenden Vorteile, sie machen es, im Gegensatz zum gesellschaftlichen Zwang der Kirche, freiwillig. Sie sind daher nicht Opfer irgendeiner Macht sondern ihrer eigenen Unfähigkeit, ihrem Leben selber einen Sinn zu geben.


__________________________________________________
Religion: Dies ist eine Packungsbeilage, bitte lesen Sie sie mit einer Fachperson oder sprechen Sie mit dem Medikament in Ihrer Apotheke. (Fenris)

dersogeht Offline



Beiträge: 39

02.09.2006 18:41
#14 RE: Die Einheit der Religionen antworten

Die Einheit der Religionen liegt nicht in den Ausprägungen des Heilsweges. Sie liegt im Heil selbst. Das Heil, oder wenn man so will der heile Mensch ist in allen Religionen das gleiche. Wer nur tief genug buddelt kommt zum selben Ergebnis.

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

03.09.2006 15:07
#15 RE: Die Einheit der Religionen antworten

In Antwort auf:
Wer nur tief genug buddelt kommt zum selben Ergebnis.


Lebenssinn liegt nicht in Gott sondern in jedem selbst?




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dersogeht Offline



Beiträge: 39

03.09.2006 22:42
#16 RE: Die Einheit der Religionen antworten

Befindet sich Gott außerhalb von uns selbst?

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

04.09.2006 08:15
#17 RE: Die Einheit der Religionen antworten

Weder noch.

Außerhalb von uns befindet sich keinerlei Gott, in manchen von uns lediglich eine Illussion eines Gottes.




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 Sprung  
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"Ich bin völlig anderer Meinung als Sie. Aber ich werde mein Leben dafür einsetzen,
dass Sie sie sagen dürfen!" (Voltaire)

"Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!" (Immanuel Kant)

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=> "Der selbstbestimmte Mensch"

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