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Atheismus vs. Religionen  

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Dieses Thema hat 154 Antworten
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 Atheismus/Agnostizismus
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Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.092

08.09.2006 17:30
#51 "Leben" nach dem Tod - nach atheistischer Ansicht möglich? antworten

@ Xeres
Ich will dir das ewige Leben jetzt auch nicht nachschmeißen, wenn du es doch gar nicht haben willst... Aber die Naturgesetze schmeißen es dir trotzdem nach - nix zu machen.

Die Paralleluniversen sind überigens nicht an einem anderen Ort oder so was. In die schlittert man gegebenenfalls automatisch rein, ohne dass man es merkt. Stell dir mal vor, vor 10 Jahren hattest du einen Unfall. Dein Leben steht auf Messers Schneide. Du gehst doch auch von der Determiniertheit der Existenz aus, richtig? Jede Situation wird in der Regel ja durch seine Determinanten zwingend hergestellt. Aber diese Determinanten können auch reine Zufallssituationen herstellen: D.h., die Determinanten bieten zwei oder mehrere Möglichkeiten der logischen Schlussfolgerung an. Was geschieht dann? Da gibt es in der Vielweltentheorie eine Theorie, die sich "Schrödingers Katze" nennt. => Es wir beides geschehen. Weil beides geschehen kann! In der einen Welt (Universum) das eine, in der anderen das andere. De8in Leben steht also auf Messer Schneide. Die Determinanten stellen eine reine Zufallssituation her: Leben oder Tod. => In dem einen Universum stirbst du, in dem anderen lebst du weiter. Vom anderen Universum wissen die Hinterbliebenden nichts. Und von diesem, in dem du schon gestorben bist, weißt du nichts! Genau genommen ist dieses Universum auch erst mit der Patt-Situation des reinen Zufalls entstanden! (Wollte ich nur mal als Beispiel erwähnen, um das Verständnis für die Paralleuniversen vielleicht ein bisschen zu verdeutlichen.)

Gysi
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Die Menschheit befindet sich in der Vorgeschichte der Menschheit (Karl Marx)

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.092

08.09.2006 17:42
#52  "Leben" nach dem Tod - nach atheistischer Ansicht möglich? antworten
In Antwort auf:
Woher leitest Du das ab, im Zusammenhang mit dem Urknall und der darauf folgenden Expansion der Materie? Um unendlich viele Universen zu haben, müsste doch auch ein unendlicher Raum vorhanden sein, dies würde aber der Theorie von der Ausdehnung des Alls widersprechen oder meinst Du, dass gleichzeitig unendliche viele Räume und somit auch unendlich viele Universen entstanden?
Raum und Zeit dieses Universums sind doch erst mit der "Geburt" dieses Universums entstanden. Als muss ein raum- und zeitloser Zustand unser Universum geschaffen haben. Das ist nichts anderes als die Ewigkeit. Und die wird sich nicht nur einmal so einen Joke leisten, sondern - immer wieder. Unendliche mal. Die Unendlichkeit kennt nichs anderes - keine Relation!
In Antwort auf:
Ethik und Moral sind für mich Begriffe, welche durch religiöses Gedankengut geprägt sind und sich dadurch von Begriffen wie Recht und Ordnung unterscheiden. Also zwei paar Schuhe für mich.
Na, das sehe ich anders. Und nicht nur ich. Wozu gibt es denn (den religionsfreien) Ethik-Unterricht?
In Antwort auf:
Wie funktioniert Deine Theorie wenn man, im Gegensatz zu Tipler, von der „Big Rip“ Theorie ausgeht?
Weiß ich nicht. Ich weiß aber leider auch nicht, was die "Big Rip"-Theorie ist. Was ist sie denn?

Gysi
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Die Menschheit befindet sich in der Vorgeschichte der Menschheit (Karl Marx)

Xeres Offline




Beiträge: 2.587

08.09.2006 17:54
#53 RE: "Leben" nach dem Tod - nach atheistischer Ansicht möglich? antworten

Das Prinzip hinter den Paralleluniversen ist mir schon klar - aber für mich resultiert eben kein ewiges Leben. So oft ich auch existieren mag, das ändert ja nichts an diesem Universum. Wenn ich in diesem sterbe bin ich auch in diesem Tod.
Die viele Welten Theorie ist in so fern praktisch, das damit Zeitreisen ohne Paradoxa möglich wären, aber trotzdem halte ich sie nicht für eine richtige Interpretation der in der Quantenphysik beobachtbaren Effekte. Ich glaube nicht das jeder objektive Zufall tatsächlich Real wird - ich ziehe die Kopenhagener Deutung vor
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Wenn die geistige Sonne tiefsteht, werfen auch Zwerge große Schatten.

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.092

08.09.2006 17:58
#54  "Leben" nach dem Tod - nach atheistischer Ansicht möglich? antworten

In Antwort auf:
ich ziehe die Kopenhagener Deutung vor
Könntest du die bitte nochmal erklären? Hab davon gehört, aber wieder vergessen, was es damit auf sich hat.

Gysi
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Die Menschheit befindet sich in der Vorgeschichte der Menschheit (Karl Marx)

Xeres Offline




Beiträge: 2.587

08.09.2006 18:16
#55 RE: "Leben" nach dem Tod - nach atheistischer Ansicht möglich? antworten

Warum nicht...
Nach der Kopenhagener Deutung besitzt die Wellenfunktion eines Quantenobjekts keine Realität, sie ist Ausdruck des prinzipiellen, nichtdeterministischen Charakters von Naturvorgängen die auf Quantenniveau ablaufen.
Das bedeutet, das über Quantenobjekte nur Wahrscheinlichkeitsaussagen möglich sind, keine exakten Vorhersagen. Dazu sagte Albert Einstein bekanntermaßen "Gott würfelt nicht!".
Ich glaube, die objektive Zufälligkeit von Quantenobjekten ist eine direkte Eigenschaft der Natur - darum ist die Zukunft niemals determiniert.

Apropos unendlich kleiner Raum & Zeit beim Urknall (der Big Rip wäre der Endknall, wenn das Universum in eine Singularität zusammenstürzt):
Die kleinste räumliche Länge ist die Planck-Länge, die kleinste Zeit die Planck-Zeit. Beide sind so unvorstellbar klein, das ihre Eigenschaften als Raum und Zeit verloren gehen. Darüber hinaus sind dir 4 Grundkräfte der Natur in einer Superkraft vereinigt.
Dieser Zustand hat nichts unendliches an sich, er weicht nur von unserem heutigem Universum so sehr ab, dass man ihn nur noch theoretisch erfassen kann.
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Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.092

08.09.2006 18:38
#56  "Leben" nach dem Tod - nach atheistischer Ansicht möglich? antworten

In Antwort auf:
Ich glaube, die objektive Zufälligkeit von Quantenobjekten ist eine direkte Eigenschaft der Natur - darum ist die Zukunft niemals determiniert.
Ah ja, danke. Steven Hawking geht von der Determination aus. Ich wüsste auch nicht, was dagegen spricht. Die Quantenobjekte, o.k. Aber so, wie wir unser Leben auf der Zeitschiene erfahren, ist doch alles sehr determiniert. Was wir scheinbar ohne Ursächlichkeit erfassen, muss noch lange nicht undeterminiert sein... Aber mal abgesehen davon: Hier im Thread geht es doch um die Ewigkeit als Schöpfungsboden für das Endliche. Und um die Unendlichkeit aller Endlichkeiten (unendlich viele Universen). Da kann Gott 1000 mal den Spielverderber markieren , was hat das mit der Schlussfolgerung der Unendlichkeiten zu tun?

Gysi
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Die Menschheit befindet sich in der Vorgeschichte der Menschheit (Karl Marx)

Xeres Offline




Beiträge: 2.587

10.09.2006 22:57
#57 RE: "Leben" nach dem Tod - nach atheistischer Ansicht möglich? antworten

Gedankenexperimente mit der Unendlichkeit sind mitunter recht interessant...
Da wir bereits festgestellt haben, dass wir, wenn man unendlich viele Parallelwelten zusammen betrachtet, "ewig" lebt, will ich noch schnell den Umkehrschluss festhalten:
Es gibt unendlich viele Paralleluniversen in denen man nie geboren wird. Eine kleinere Unendlichkeit ist die Zahl der Universen, in der man auf eine mehr oder weniger unangenehme Art und Weise ins Grass beißt.
Alle denkbaren, grausammen Massenmorde geschehen genauso, wie es Möglichkeiten ihrer Durchfürung gibt. Ausgleichenderweise gibt es genausoviele Universen in denen Paradiesische Zustände herrschen.
So ist das mit der Unendlichkeit - man kann sie von vielen Seite betrachten, aber nicht von unendlich vielen.
Mag es von mir aus alle Universen geben, ich habe mit einem genug zu tun.
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Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

11.09.2006 08:07
#58 RE: "Leben" nach dem Tod - nach atheistischer Ansicht möglich? antworten

Es gibt kleinere und größere Unendlichkeiten?




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Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.092

11.09.2006 09:28
#59 "Leben" nach dem Tod - nach atheistischer Ansicht möglich? antworten

In Antwort auf:
Eine kleinere Unendlichkeit ist die Zahl der Universen, in der man auf eine mehr oder weniger unangenehme Art und Weise ins Grass beißt.
Was möglich ist, geschieht. Sowas auch. Uns bleibt nicht die Option offen: Och, weil das doch recht unangenehm erscheint, lassen wir es einfach nicht sein. Die Wissenschaft sucht nicht nach "frohen Botschaften", sondern nach der Wirklichkeit. Wenn die Wirklichkeit aber so eine "frohe Botschaft" in sich trägt (oder tragen sollte) - na, ich beschwere mich darüber nicht...

Gysi
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Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

11.09.2006 14:02
#60 RE: "Leben" nach dem Tod - nach atheistischer Ansicht möglich? antworten
Das meinte ich nicht. Ich dachte nur, innerhalb von Unendlichkeiten gibt es auch nur unendlich große Gruppen und nicht "eine kleinere Unendlichkeit" Die Zahl der Universen, in denen man ins Gras beißt wäre nmM genau so unendlich wie die, in denen man das nicht macht.




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Xeres Offline




Beiträge: 2.587

11.09.2006 14:16
#61 RE: "Leben" nach dem Tod - nach atheistischer Ansicht möglich? antworten

@Bruder Spaghettus

In Antwort auf:
Es gibt kleinere und größere Unendlichkeiten?
Ja.

@Gysi
In Antwort auf:
Och, weil das doch recht unangenehm erscheint, lassen wir es einfach nicht sein.
Ich beschwere mich ebenfalls nicht, denn selbt wenn es Paralleluniversen gibt (wovon ich nicht ausgehe) beinflussen diese mich ja nicht. Aber was nützt einem da die Ewigkeitsgarantie der Ewigkeit? In unendlichen Paralleluniversen ist alles möglich, aber ist es ewiges Leben? Nein. Kann es den Menschen Hoffung machen, das irgendwo eine Bessere Welt ist? Nein, es gibt auch noch schlimmere.
Irgendwie besitzt diese Theorie - so wie ich sie sehe - keinen praktischen Nutzen.

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Fenris Offline

Freidenker

Beiträge: 1.345

12.09.2006 16:08
#62 RE: "Leben" nach dem Tod - nach atheistischer Ansicht möglich? antworten

@Gysi

In Antwort auf:
Weiß ich nicht. Ich weiß aber leider auch nicht, was die "Big Rip"-Theorie ist. Was ist sie denn?

In Antwort auf:
(der Big Rip wäre der Endknall, wenn das Universum in eine Singularität zusammenstürzt):


Nun, bin ja auch kein Astrophysiker , vereinfacht basiert die „Big Rip“ Theorie auf der Erkenntnis, dass sich das Weltall nicht mit einer konstanten Geschwindigkeit ausdehnt, sondern diese sich progressiv verhält und die Ausdehnungsgeschwindigkeit somit ständig zunimmt. Dadurch sieht sie, im Gegensatz zu jenen Theorien, welche das Ende des Universum in einer Art Implosion sehen was dann möglicherweise wieder zu einer extremen Verdichtung führt und das Ganze von vorne losgeht (Ewigkeit), das Ende in einer Explosion, die Alles inklusive der Atomkerne zerreisst (rip) und schlussendlich die Materie vernichtet.

In Antwort auf:
Na, das sehe ich anders. Und nicht nur ich. Wozu gibt es denn (den religionsfreien) Ethik-Unterricht?


Was mich zum Schluss kommen lässt, dass der Unterricht früher nicht religionsfrei war.

Es wäre abzuklären, welche Ethik man in der Umgangssprache meistens bemüht. Meines Erachtens wird sie nach wie vor besonders im Zusammenhang mit „Gut und Böse“ erwähnt um daraus die richtige Antwort abzuleiten.
Da Ethik nicht gleich Ethik ist, lassen sich m.E. beide Behauptungen aufstellen.


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Gysi Offline

Atheist


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12.09.2006 16:19
#63  "Leben" nach dem Tod - nach atheistischer Ansicht möglich? antworten

In Antwort auf:
Big Rip
Ah ja. Tipler nennt ihn den "Omega-Punkt". Kann aber auch ganz anders kommen. Aber beides berührt die Vielwelten-Theorie - und die Idee von den unendlich vielen Universen - nicht.
In Antwort auf:
Meines Erachtens wird sie nach wie vor besonders im Zusammenhang mit „Gut und Böse“ erwähnt um daraus die richtige Antwort abzuleiten.
Gibt es denn kein "Gut" und "Böse"? Nur setzt kein Gott die Kategorien fest, sondern es ist der Mensch der das tut. Und der Mensch haut dir einen auf die Mütze, wenn du "böse" bist! Das soll den Kindern beigebracht werden - und das ist ja auch richtig so.
Oder?

Gysi
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Fenris Offline

Freidenker

Beiträge: 1.345

12.09.2006 16:40
#64 RE: "Leben" nach dem Tod - nach atheistischer Ansicht möglich? antworten
In Antwort auf:
Ah ja. Tipler nennt ihn den "Omega-Punkt".


Dachte, Tipler geht auch von einer Implosion am Ende aus?

In Antwort auf:
Gibt es denn kein "Gut" und "Böse"?


Bevorzuge "Richtig" und "Falsch"
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Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.092

12.09.2006 16:49
#65 "Leben" nach dem Tod - nach atheistischer Ansicht möglich? antworten
In Antwort auf:
Dachte, Tipler geht auch von einer Implosion am Ende aus?
Dat is' doch dat selbe.
In Antwort auf:
Bevorzuge "Richtig" und "Falsch"
Auch schön. Klingt mir aber zu technisch. Na ja - alles eine Sache der Gewöhnung...

Gysi
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Fenris Offline

Freidenker

Beiträge: 1.345

12.09.2006 17:17
#66 RE: "Leben" nach dem Tod - nach atheistischer Ansicht möglich? antworten


In Antwort auf:
Dat is' doch dat selbe.


Is es nischt! Bei der Implosion wird die Materie auf einem Punkt verdichtet bis zum Punktwo sie faktisch nicht mehr vorhanden ist, was sie aber trotzdem ist, um dann wieder zu explodieren.

Bei der anderen Geschichte wird die Materie vernichtet, endgültig.

Is dat jetzt dat selbe??
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Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.092

12.09.2006 18:07
#67 "Leben" nach dem Tod - nach atheistischer Ansicht möglich? antworten

In Antwort auf:
Bei der anderen Geschichte wird die Materie vernichtet, endgültig.

Ach so. Ist aber für die Unendlichkeitstheorie (unendlich viele Universen aus dem zeitlosen Zustand) trotzdem uninteressant.

Gysi
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Xeres Offline




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12.09.2006 18:37
#68 RE: "Leben" nach dem Tod - nach atheistischer Ansicht möglich? antworten

In Antwort auf:
Bei der anderen Geschichte wird die Materie vernichtet, endgültig.
Das würde aber den Energieerhaltungssatz verletzen... Materie kann in Energie umgewandelt werden, aber im geschlossenem System Universum geht nichts verloren. Es sei denn, die Physikalischen Gesetze würden sich bei dem Zusammensturz verändern.
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Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

12.09.2006 18:53
#69 RE: "Leben" nach dem Tod - nach atheistischer Ansicht möglich? antworten

In Antwort auf:
Bevorzuge "Richtig" und "Falsch"

Auch schön. Klingt mir aber zu technisch. Na ja - alles eine Sache der Gewöhnung..


Was haltet ihr von fair und unfair?
Auch Moralprinzipien können in gegenseitigen Konflikt kommen. Was unter einem Gesichtspunkt gut ist, kann unter einem anderen böse sein, unter einem anderen einfach normal. Fair bzw. unfair sein berücksichtigt das.




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Xeres Offline




Beiträge: 2.587

12.09.2006 21:57
#70 RE: "Leben" nach dem Tod - nach atheistischer Ansicht möglich? antworten

In Antwort auf:
Auch Moralprinzipien können in gegenseitigen Konflikt kommen. Was unter einem Gesichtspunkt gut ist, kann unter einem anderen böse sein, unter einem anderen einfach normal. Fair bzw. unfair sein berücksichtigt das.
In wie fern soll das anders sein als Gut und Böse? Es bleibt doch subjektiv. Ich find's fair wenn sich ein Tiger ein Rind aus der Herde holen darf um zu überleben. Das Rind hat da vielleicht eher eine abweichende Meinung.
Je nach dem, welchen Standpunkt man hat, sieht man die Welt anders.
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Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

13.09.2006 08:33
#71 RE: "Leben" nach dem Tod - nach atheistischer Ansicht möglich? antworten

Genau das meine ich ja.

Du sollst nicht töten! Klares Gebot, töten ist böse.

Ist es aber nicht. Es gibt Situationen, z.B. zum Beispiel Notwehr, wo auch das erlaubt ist. Das Moralprinzip nicht zu töten konkurriert mit dem Prinzip des Überlebensschutzes. Letzteres ist höher angesiedelt, also ist es fair, sich auch mit dem Mittel des Tötens zu wehren. Fair ist für mich das Abwägen unterschiedlicher Interessen auf gleichberechtigter Höhe.

Bei Tieren gehe ich aber immer davon aus, dass dort keinerlei Moralprinzipien anzuwenden sind.




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Fenris Offline

Freidenker

Beiträge: 1.345

13.09.2006 11:58
#72 RE: "Leben" nach dem Tod - nach atheistischer Ansicht möglich? antworten

In Antwort auf:
Was haltet ihr von fair und unfair?
Auch Moralprinzipien können in gegenseitigen Konflikt kommen. Was unter einem Gesichtspunkt gut ist, kann unter einem anderen böse sein, unter einem anderen einfach normal. Fair bzw. unfair sein berücksichtigt das.


Dem kann ich nur zustimmen. Speziell im Zusammenhang mit Kindern finde ich den Ausdruck „böse“ fehl am Platz, weil man damit ja auch eine Qualifikation des Charakters vornimmt. Wenn ein Kind falsch handelt und ich ihm sage, das war böse, unterstelle ich ihm, dass das Motiv seiner Handlung auf seine Persönlichkeit zurückzuführen ist. Mit “ falsch“ bringe ich hingegen zum Ausdruck, dass der Fehler auf einer falschen Überlegung basiert.


In Antwort auf:
Bei Tieren gehe ich aber immer davon aus, dass dort keinerlei Moralprinzipien anzuwenden sind.


das sehe ich auch so.



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Fenris Offline

Freidenker

Beiträge: 1.345

14.09.2006 11:10
#73 RE: "Leben" nach dem Tod - nach atheistischer Ansicht möglich? antworten

@Gysi

In Antwort auf:
Ist aber für die Unendlichkeitstheorie (unendlich viele Universen aus dem zeitlosen Zustand) trotzdem uninteressant.


Muss wohl zuerst Dein E-Book durchlesen, damit ich da den Überblick kriege.

@Xeres

In Antwort auf:
Das würde aber den Energieerhaltungssatz verletzen... Materie kann in Energie umgewandelt werden, aber im geschlossenem System Universum geht nichts verloren.

Hast Du recht, erscheint mir auch etwas unlogisch wobei die Zustände z.B. in den Schwarzen Löchern auch nur theoretische Annahmen sind und wie sich diese auf die physikalischen Gesetze auswirken ist noch nicht völlig klar.

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Zeus Offline




Beiträge: 103

14.09.2006 11:23
#74 RE: "Leben" nach dem Tod - nach atheistischer Ansicht möglich? antworten

Xeres, mal eine Zwischenfrage: Bist du wirklich der Meinung, dass du nur eine rein biologische Funktion bist, dass also auch das "Ich" eine Funktion ist?

Xeres Offline




Beiträge: 2.587

14.09.2006 13:55
#75 RE: "Leben" nach dem Tod - nach atheistischer Ansicht möglich? antworten

In Antwort auf:
Bist du wirklich der Meinung, dass du nur eine rein biologische Funktion bist, dass also auch das "Ich" eine Funktion ist?
In wie fern "Funktion"? Ich möchte es vermeiden, Körper und Geist als zwei verschiedene Dinge anzusehen. Der Körper lebt und seine komplexe Struktur bildet den Geist, der sich selbst erkennen kann, aber nicht unbedingt mehr ist als die Summe seiner Teile. Das "Ich" ist keine Mystische Wolke Spiritueller Energie die sich in unseren Körper niedergelassem hat, es besteht aus Erinnerungen, Erfahrungen und Veranlagungen die in unserem Hirn zusammengefasst sind. Ein saftiger Hieb auf den Kopf und man ist nicht mehr man selbst.
Ich hoffe, deine Frage lief irgendwo darauf hinaus.
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dass Sie sie sagen dürfen!" (Voltaire)

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