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Dieses Thema hat 4 Antworten
und wurde 743 mal aufgerufen
 Hinduismus, Buddhismus und Taoismus
Haribol Offline




Beiträge: 12

20.08.2006 17:28
Gaudiya-Vaishnavas antworten

Die Botschaft des Bhagavatam


1. Es gibt nur einen einzigen Gott für alle Religionen und alle Menschen. (sanatan dharma)

2. Dieser eine Gott ist allmächtig, allgut und allgegenwärtig und umfasst alles Geschaffene. Er selber ist die Ursache aller Ursache, die dann selber keine Ursache mehr hat, das heisst ewig besteht. (bhagavan)

3. Die materielle Natur (prakrti), in der wir gegenwärtig leben, ist real und ewig, da sie eine Spiegelung der ewigen spirituellen Wirklichkeit darstellt. Die Dinge (Erscheinungsformen) und unsere Handlungen innerhalb dieser Welt jedoch sind vergänglich und wandelbar. Das ewig Seiende des Ursprunges dieser Welt reflektiert sich aber im Vergänglichen ewiglich als zyklisches Entstehen und Vergehen.

4. Gott ist aber nicht nur immanent in Seiner materiellen Schöpfung gegenwärtig, sondern gleichzeitig auch transzendent dazu, d.h., Er befindet sich weit jenseits dieser Schöpfung ewig in Seinem eigenen Reich (Vrindavana).
Dies bedeutet, dass Er in Seiner Allumfassenheit parallel existiert als allgegenwärtige Energie (brahman) und in einer individualen ewigen Form mit unzähligen anziehenden Eigenschaften in einer unzerstörbaren und unwandelbaren Sphäre weilt.
Würde ihm einer dieser beiden Aspekte fehlen, wäre er nicht vollkommen.

5. Alle Lebewesen (jivas) sind winzig kleine, bewusste und ewige Teile Gottes. In dieser Welt beseelen sie alle Körperformen, also auch Tiere, Pflanzen. Sie behalten ihre Identität bei, auch nach der Befreiung des Kreislaufes der Wiedergeburten. Wenn ihre aufgesetzte materielle Identifikation mit dieser Welt, die nur eine Bedeckung des jiva darstellt, vollkommen abgelegt ist, manifestiert sich erst dessen wahre Individualität (svarupa).
Die Anzahl der jivas ist unbegrenzt, und sie weisen die gleichen spirituellen Eigenschaften wie Gott selber auf (sat, cit, ananda), im Gegensatz zu Gott jedoch nur in begrenztem Ausmass.

6. Der Grossteil der jivas jedoch sind ewig befreit, und verehren Krishna mit Liebe und Hingabe (bhakti) und leben mit Ihm in der spirituellen Welt, wobei sie reine Liebe zu Gott (prema) erfahren.

7. Das Liebesangebot Gottes ist freiwillig, denn Liebe impliziert die Freiwilligkeit. Die Seelen, die nicht nur noch für Gott leben wollen und ihre Prioritäten noch im Zeitweiligen sehen, werden, da sie unzerstörbar sind, an dem Ort ihrer Bewusstseinsausrichtung wiedergeboren, das bedeutet, im Zeitweiligen, in dieser Welt.
Die Seelen nehmen gemäss ihren individuellen Wünschen, Gedanken und den daraus entstehenden Handlungen (karma) innerhalb der materiellen Welt in einer spezifischen Lebensform Geburt (als Pflanze, Tier, Mensch, Deva...) und wandern so fortwährend von einem Körper zum andern (samsara). Es entspricht alles dem Gesetz Gottes, aber nicht Seinem Willen.

8. Das Ziel dieser Seelenwanderung durch die verschiedenen Lebensformen ist es, dass die Seele sich selbst nicht mehr als Teil einer toten Welt erkennt. Das, was sie hindert, ist ihr eigenes Sehnen nach illusionären Freuden (maya), die eigentlich nichts anderes darstellen als ihr verdecktes Suchen nach Gott. Dies erkennend, wendet sie sich wieder Ewigkeit zu, die ihrer Natur entspricht.

9. Durch Seine unbegrenzte Kraft (acintya sakti) ist Krishna jedoch auch in der materiellen Welt erfahrbar, und zwar durch yoga, dem Pfad der Wiederaufnahme der Beziehung mit Ihm.

10. Die Pfade, die Krishna in diese Welt hineinlegt als Möglichkeit der Rückkehr sind unbegrenzt. Sie sind so konzipiert, dass, unabhängig der Verhaftung und des Hineinprojezierens des jiva in die Materie, jede Seele ein Interesse finden kann und angesprochen wird.
Alle Yogapfade sind angelegt wie eine Leiter mit verschiedenen Sprossen, die die Seele durch verschiedene Verwirklichungen hindurchführt.


11. Das letzliche Ziel und die ursprüngliche Stellung des jiva (svarupa) ist es, reine Liebe zu Krishna zu erfahren und mit Ihm in einer ewigen Sphäre einen liebevollen Austausch zu pflegen.


Wems Interessiert hier mehr info:

http://www.radhe.ch/

http://www.ourswiss.ch/forum/ (Forum)

http://www.bhakti-yoga.ch/

http://www.gauranga-prema.ch/

http://www.vishnupedia.org/wiki/index.ph...Hauptseite

http://www.bap-swami.de/

http://www.caitanya.ch/

http://www.prasadam.de.vu/

http://www.guardian-of-devotion.de/deutsch/index.htm

http://www.vrindavan.org/vrindaGerman.html

http://www.wva-vvrs.org/ (Englisch)


Xeres Offline




Beiträge: 2.587

20.08.2006 18:53
#2 RE: Gaudiya-Vaishnavas antworten

In Antwort auf:
Dieser eine Gott ist allmächtig, allgut
Beides zusammen ist nicht möglich.
In Antwort auf:
Alle Lebewesen (jivas) sind winzig kleine, bewusste und ewige Teile Gottes. [...] Die Anzahl der jivas ist unbegrenzt
Ich halte es für absolut unmöglich, dass sich irgendetwas im Universum in unendlich kleine Teile spalten lässt. Selbst Energie ist Quantisiert. Das bedeutet das die jivas nicht unbegrenzt sein können.
In Antwort auf:
Die Seelen nehmen gemäss ihren individuellen Wünschen, Gedanken und den daraus entstehenden Handlungen (karma) innerhalb der materiellen Welt in einer spezifischen Lebensform Geburt (als Pflanze, Tier, Mensch, Deva...) und wandern so fortwährend von einem Körper zum andern (samsara). Es entspricht alles dem Gesetz Gottes, aber nicht Seinem Willen.
Wo liegt der Unterschied zwischen Gesetz und Willen? Der Gott ist allmächtig, wenn etwas also nicht nach seinem willen verläuft könnte er das ändern.

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Wenn die geistige Sonne tiefsteht, werfen auch Zwerge große Schatten.

Haribol Offline




Beiträge: 12

04.02.2007 09:06
#3 RE: Gaudiya-Vaishnavas antworten

In Antwort auf:

"Beides zusammen ist nicht möglich."

Wieso nicht? Gut aus der sicht des Absoluten ist alles was den Jivas hilft zu erkennen das es besser ist die materielle Welt zu verlassen und zu Gott zurückzukehren. Sie müssen erkennen das sie von Gott vollkommen abhängig sind und nicht unabhängig sein können das versuchen sie aber in der Materie zu sein.

In Antwort auf:

"Ich halte es für absolut unmöglich, dass sich irgendetwas im Universum in unendlich kleine Teile spalten lässt. Selbst Energie ist Quantisiert. Das bedeutet das die jivas nicht unbegrenzt sein können."

Gott ist unbegrenzt, die Jivas sind winzig kleine, bewusste und ewige Teile Gottes somit ist ihren Anzahl auch unbegrenzt da Gott unbegrenzt ist.

In Antwort auf:

"Wo liegt der Unterschied zwischen Gesetz und Willen? Der Gott ist allmächtig, wenn etwas also nicht nach seinem willen verläuft könnte er das ändern."

Gott könnte es zwar ändern aber er tut es nicht weil er damit den freien Willen der Jivas verletzen würde. Gottes Wille ist das die Jivas aus freien Willen zu ihm zurückkehren. Gottes Gesetzt ist das Karma der materiellen Welt.

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

04.02.2007 10:45
#4 RE: Gaudiya-Vaishnavas antworten

In Antwort auf:
In Antwort auf:

"Beides zusammen ist nicht möglich."

Wieso nicht?


Ganz einfach. Wenn es einen Gott geben würde, der allmächtig und allgut ist, egal welcher das wäre, dürfte es auch nur Gutes geben. Das dem nicht so ist, wirst du sicher bestätigen. Wenn dem aber nicht so ist, gibt es nur beschränkte Möglichkeiten:
Gott will nicht, dass es nur gutes gibt - dann ist er nicht allgut.
Gott will, aber kann nicht - dann ist er nicht allmächtig.
Gott kann nicht und will nicht braucht sicher keine Erklärung mehr.

Don't Panic Offline




Beiträge: 438

04.02.2007 12:51
#5 RE: Gaudiya-Vaishnavas antworten
Oder, um es mit Douglas Adams zu sagen: Gott löst sich promt in ein Logikwölkchen auf.
 Sprung  
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