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Religionsforum
Atheismus vs. Religionen  

Der substanzielle  Dialog
 
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Für Säkularismus und Religionskritik!


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Dieses Thema hat 19 Antworten
und wurde 732 mal aufgerufen
 Christentum
Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

25.10.2006 10:29
Glücklicher ohne Gott antworten

Genaueres im Spiegel

Und wer´s immer noch nicht glaubt, kann dann noch mir hier klicken.




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Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.127

25.10.2006 10:41
#2 Glücklicher ohne Gott antworten

In Antwort auf:
Als Beispiele lassen sich junge Muslime anführen, die Flugzeuge in Hochhäuser fliegen. Oder amerikanische Christen, die Abtreibungskliniken in die Luft jagen. Aus Harris' Sicht waren da mitnichten Extremisten am Werk, die ihre Religion nur falsch verstanden haben. Ganz im Gegenteil: Sie hätten sich nur an den Wortlaut ihrer jeweiligen heiligen Schriften gehalten. Denn diese seien nun einmal Anthologien von Gewalt, Racheakten und Dekreten, denen zufolge Ungläubige sterben müssen.
Der Artikel ist ja der Hammer! Wow! Sooo schlecht kann Amerika nicht sein, wenn er solche Bewegungen hervorbringt!

Gysi
__________________
Die Menschheit befindet sich in der Vorgeschichte der Menschheit (Karl Marx)

Ronnie77 ( Gast )
Beiträge:

25.10.2006 10:54
#3 RE: Glücklicher ohne Gott antworten

Ja die Moslems, Christen, Juden, sie alle töten für die Religion.
Moslems die Flugzeuge in Hochhäuser steuern, wiedergeborene Christen, die unter dem Motto "So help me god" töten.

Das traurige an diesen Religionen ist, dass man nur eine Marionette ist.
Man wurde für etwas programmiert und führt es dann aus.

Die Anhänger von der Evolutionstheorie versuchen ihrerseits zu beweisen, dass es keinen Gott gibt.
Sie verfeinerten die Evolutionstheorie und versuchen menschen zur Abkehr zu bewegen.

Meiner Meinung nach kann es aber auch gehen, wenn man die Kinder nicht mehr in die Gotteshäuser schleppt.
Hat ein Kind ein Bedürfnis an Gott zu glauben? Ich glaube nicht!
Ab einen bestimmten Zeitpunkt wird das Kind von alleine zu fragen beginnen. Das ist dann das eigentliche Wunder!
Es kann sich dann selbst entscheiden.
Umfragen in zeitungen haben gezeigt, dass Kinder, die nicht so religiös erzogen wurden auch meist Atheisten wurden.

Joshua ( Gast )
Beiträge:

25.10.2006 11:30
#4 RE: Glücklicher ohne Gott antworten
Gott sagte Mose einen Gebot, der Thora geschrieben hat, - töte nicht. Jesus sagt in Evangelium Gebot - töte nicht.

Aber der Mensch tötet. Danach sagt er - du hast getötet.

Dazu sagt er - ich bin nicht deine Marionetten.

Ist das nicht Paradox?

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 5.475

25.10.2006 13:15
#5 RE: Glücklicher ohne Gott antworten

In Antwort auf:
Umfragen in zeitungen haben gezeigt, dass Kinder, die nicht so religiös erzogen wurden auch meist Atheisten wurden.

Wer ohne religion aufwächst wird atheistisch erzogen. das ist mal logisch und von daher auch eher ein Wunder wenn man sagt... dass solche kinder dann "meist" Atheisten wurden.

Das was heute vonseiten selbsternannter Christen verbockt wird; wie menschen sich als Richter über andere menschen aufspielen können, und das dann anhand der Schriften belegen zu wollen, das kann heute von den wenigen, die ihre Religion ernst nehmen, nicht mehr aufgearbeitet werden...

Die hobbyatheisten werden immer und immer wieder auf solche Menschen verweisen, die im namen der religion Gräeultaten und Verbrechen gegen die menschlichkeit begehen, um dann sagen zu können: Ha seht ihr wohin der glaube führt? Besser ist es, wir werden alle Atheisten!

Ein Atheist dagegen schüttelt über solche eine Argumentation nur den Kopf.

Wenn man jemanden dabei erwischt wie er klaut, er aber sagt, dass er nicht geklaut habe: Wie sehn die tatsachen aus?



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Wohl gibt es zwei Arten von freunden und es sind diese: Käufliche und Unbezahlbare

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Te grati coluimus, Odor atrox quo nons superfundis intolerabilis est (Epica - facade of reality)

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

25.10.2006 13:56
#6 RE: Glücklicher ohne Gott antworten

Da antworte ich mal mit einem Zitat und dem Link dazu:

In der Vernunft und in unserer eigenen Natur werden wir Führer haben, die viel sicherer sind als jene Götter, denen die Geistlichkeit nach ihrem Gutdünken irgendwelche Worte in den Mund legt und deren Sprache sie je nach ihren Interessen auslegt.
(Paul Thiry D'Holbach) http://www.schulfach-ethik.de/ethik/Personen/holbach.htm

Recht geben kann ich dir aber soweit, dass es sowohl bei Religiösen als auch bei Atheisten solche und solche gibt. Es scheint also unabhängig von der Weltanschauung zu sein, ob man eine Ethik entwickelt oder nicht.
Schuld daran könnte wieder mal die Evolution sein. Es spricht manches dafür, dass kooperativers Verhalten bessere Überlebenschancen bringt. Es wäre also evolutionär durchaus sinnvoll, sowas in dne Genen zu hinterlegen. Als Indiz könnte gelten, dass solchen Verhalten auch bei Tieren üblich ist, die wohl anerkannter Maßen keine Ethik aufgebaut haben.




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SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 5.475

25.10.2006 14:33
#7 RE: Glücklicher ohne Gott antworten

In Antwort auf:
In der Vernunft und in unserer eigenen Natur werden wir Führer haben, die viel sicherer sind als jene Götter, denen die Geistlichkeit nach ihrem Gutdünken irgendwelche Worte in den Mund legt und deren Sprache sie je nach ihren Interessen auslegt.
(Paul Thiry D'Holbach)


naja wie viel sicherer diese Führer sind, sehen wir ja alltäglich in politik, Wirtschaft Wissenschaft etc. Wenn jeder Führer sein kann, wird es keinen Führer geben, sondern nur Krieg, wie wir es heute sehen. Und der Kulturkampf - im Speziellen die Auseinandersetzung zwischen Atheismus und den religionen wird sich soweit zuspitzen, dass sich die politischen Systeme gegen jede religion wenden, sie angreifen und vernichten werden. Das klingt utopisch? Schaut euch in der Welt um: immer mehr religiöse fanatiker hüben wie drüben feilen an irrigen feindbildern. Es geht nur noch um die Durchsetzung der eigene Ideologien weswegn man nach mitteln sucht, womit sich die menschn fesseln und in einen bann pferchen lassen. Was dann geschieht kann sich jeder ausmalen.

In Antwort auf:
Es spricht manches dafür, dass kooperativers Verhalten bessere Überlebenschancen bringt. Es wäre also evolutionär durchaus sinnvoll, sowas in dne Genen zu hinterlegen. Als Indiz könnte gelten, dass solchen Verhalten auch bei Tieren üblich ist, die wohl anerkannter Maßen keine Ethik aufgebaut haben.


Ich hoffe, die Evolution beeilt sich da ein bisschen. Das Problem radiert sich nämlich ansonsten von selbst.

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Fenris Offline

Freidenker

Beiträge: 1.345

25.10.2006 17:14
#8 RE: Glücklicher ohne Gott antworten

Genannter Richard Dawkins hat unter dem Titel "Good And Bad Reasons For Believing" einen Brief an seine Tochter Juliet geschrieben, worin er sie vor drei Dingen warnt, Tradition, Autorität und Offenbarung. Leider nur in englisch aber relativ einfach zu lesen und vorallem mit einer simplen Logik.

Wen's interessiert


http://www.fortunecity.com/emachines/e11/86/dawkins2.html
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Das Tier taugt zu allem, was es soll, vollkommen. Der Mensch zu nichts recht, als was er lernt, liebt und übt. (Johann Heinrich Pestalozzi 1746-1827)

Ronnie77 ( Gast )
Beiträge:

27.10.2006 09:50
#9 RE: Glücklicher ohne Gott antworten

In Antwort auf:

Wer ohne religion aufwächst wird atheistisch erzogen. das ist mal logisch und von daher auch eher ein Wunder wenn man sagt... dass solche kinder dann "meist" Atheisten wurden.



Man kann also sagen, dass die Kinder für irgend etwas konditioniert werden.

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

27.10.2006 16:10
#10 RE: Glücklicher ohne Gott antworten

Das ist wohl so.

Besonders wichtig ist das natürlich für Sachen, die man nicht mit dem Verstand erfassen sonder einfach glauben muss. Deshalb legen die Kirchen auch Wert auf möglichst frühzeitige Indoktrination.




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SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 5.475

27.10.2006 21:45
#11 RE: Glücklicher ohne Gott antworten

In Antwort auf:
Besonders wichtig ist das natürlich für Sachen, die man nicht mit dem Verstand erfassen sonder einfach glauben muss.

ganz recht Bruder, und da man in allen Bereichen des lebens letzlich glauben muss, was gelehrt wird, sind wir alle ebensdieser mehr oder weniger früh einsetzenden Indoktrination unterworfen...



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Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

27.10.2006 21:56
#12 RE: Glücklicher ohne Gott antworten
Klar, wir werden alle frühkindlich geprägt.

Aber müssen wir wirklich in allen Bereichen des Lebens glauben? Ich meine, wir müssen das in keinem Bereich.

Wir wissen vielmehr, dass das, was wir wissen nur Momentaufnahme ist, dass ständig neue Fakten auftreten können, die unser jetziges Wissen und damit unsere jetzige Meinung ändern können. Wir denken also in keinem Moment, dass alles so ist wie wir gerade vermuten. Wir zweifeln und können mit diesen Zweifeln prima leben.

Was soll das mit glauben zu tun haben?




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SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 5.475

28.10.2006 07:57
#13 RE: Glücklicher ohne Gott antworten

In Antwort auf:
Wir wissen vielmehr, dass das, was wir wissen nur Momentaufnahme ist, dass ständig neue Fakten auftreten können, die unser jetziges Wissen und damit unsere jetzige Meinung ändern können. Wir denken also in keinem Moment, dass alles so ist wie wir gerade vermuten. Wir zweifeln und können mit diesen Zweifeln prima leben.
Genau das ist es doch, Bruder! Dieser naturwissenschaftliche Zweifel lässt sich ebenso auch auf das biblische Verständnis anwenden. Auch da ist Zweifel oberstes gebot. Welcher Gläubige kann denn sagen, dass sich die Dinge genauso verhalten wie, ER es sich vorstellt? Niemand, der sich nicht umgehend lächerlich machen wollte. So wie es dementsprechend auch kein Wissenschaftler wagen würde, sein verständnis als die einzig gültige Wahrheit zu vermitteln.

Dieser Glaube hat mit dem kirchlich-fanatisch-dogmatiscehn Glauben natürlich nichts zu tun...

Aber auch hier gilt: Glauben ist nicht gleich Glauben und nicht jeder Glaube bedeutet: Nichts wissen wollen.


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Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

28.10.2006 12:07
#14 RE: Glücklicher ohne Gott antworten

In Antwort auf:
Welcher Gläubige kann denn sagen, dass sich die Dinge genauso verhalten wie, ER es sich vorstellt?


Da hast du wohl Recht. Aber außer denen, für die Glaube das gleiche ist wie für dich, also die meisten glauben trotzdem genau das.

Du hast dir deinen Gott nach deinen ethischen Werten gebaut. Weil deine ethischen Werte gut sind, ist auch dein Gott gut.

Wer sich aber umgekehrt seine ethischen Werte bei Gott sucht und dabei das übernimmt, was er irgendwann mal von irgendwem in einem Alter gelehrt bekommen hat, als er noch nicht selbst kritisch denken konnte, muss zwangsläufig scheitern.

In Antwort auf:
Glauben ist nicht gleich Glauben und nicht jeder Glaube bedeutet: Nichts wissen wollen.


Ersterem stimme ich voll zu. Eigentlich aus dem Zweiten. Nur das halt wohl dort jeder unter Wissen was anderes versteht. Suche nach Wissen im Sinne von Erkenntnis durch Zweifeln habe ich bisher noch in keinem Glauben gefunden, in dem es personalisierte Götter gibt. In der Bibel schon gleich gar nicht.

Ich denke selbst für dich, der du zweifellos hinterfragst, gibt es aber auch konkrete Gebiete, die für dich klar uns selbstverständlich sind, die Existenz von Gott z.B., die Göttlichkeit Jesu, sein Opfertod usw. Denn wenn du das nicht tun würdest, wärest du eigentlich kein Gläubiger mehr sondern eher ein Suchender, der halt im Moment auf seinem Weg gerade an der Station Gott angekommen ist. Vielleicht bist du das sogar?




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SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 5.475

28.10.2006 14:12
#15 RE: Glücklicher ohne Gott antworten

In Antwort auf:
Wer sich aber umgekehrt seine ethischen Werte bei Gott sucht und dabei das übernimmt, was er irgendwann mal von irgendwem in einem Alter gelehrt bekommen hat, als er noch nicht selbst kritisch denken konnte, muss zwangsläufig scheitern.


Warum? Weil er nicht bei gott gesucht hat, sondern bei Menschen. Bei Menschen, die die Bibel seit jeher instrumentalisierten, um eigene Vorstellungen zu verwirklichen wenn es um Erhalt bzw. Ausweitung von macht ging.

In Antwort auf:
Du hast dir deinen Gott nach deinen ethischen Werten gebaut. Weil deine ethischen Werte gut sind, ist auch dein Gott gut.
Wenn es bei dir keinen guten , dass heißt mesnchenfreundlichen gott geben darf, dann ist dem zweifelsohne so.


In Antwort auf:
Nur das halt wohl dort jeder unter Wissen was anderes versteht. Suche nach Wissen im Sinne von Erkenntnis durch Zweifeln habe ich bisher noch in keinem Glauben gefunden, in dem es personalisierte Götter gibt. In der Bibel schon gleich gar nicht.
Gut da habe ich eben andere Erfahrungen gemacht. Das liegt womöglich daran, dass ich mich in einem sehr zeitaufwendigen Abschnitt meines Lebens, von allem, was an Lehren über Gott existierte - eben auch überhaupt seine Existenz - distanziert, um dann von Grund auf neu zu forschen. Ich hätte nie wieder theist werden können, wenn ich weiterhin mit den kirchlichen Vorgaben gearbeitet hätte.

Dass sich im Verlauf des lebens einiges konkretisiert, ist nicht das Problem. Du arbeitest ja auch nach der Devise: Es gibt keinen Gott und bist davon ebenso überzeugt wie ich vom gegenteil. Nur dürfen selbst diese elementaren Thesen nie unantastbar werden. und wenn daran schon gezweifelt werden darf, wie viel mehr dann an all dem, was auf diesen Arbeitshypothesen aufbaut.
Dennoch muss man seine momentane Sicht nach aussen vertreten, dürfen, ohne gleich als rückständing und erkenntnisrenitentbezeichnet zu werden.

In beiden lagern gibt es schwarze und weiße schafe, und allein das zeigt uns doch worauf es eigentlich ankommt. Macht meine persönliche Einstellung ein liebenswertes mitglied der gesellschaft aus mir, oder lässt sie mich zu einem - nach eigenen Begierden strebenden Monster werden?



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Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

28.10.2006 19:49
#16 RE: Glücklicher ohne Gott antworten

In Antwort auf:
Warum? Weil er nicht bei gott gesucht hat, sondern bei Menschen.


Nach meiner Meinung nicht. Sondern weil er "seine Meinung" ungeprüft übernommen hat.
Wenn du das Suchen bei Menschen als falsch an sich siehst, erklärst du alle atheistischen ethischen Werte als zum Scheitern verurteilt. Ich glaube aber nicht, dass dies wirklich deine Meinung ist.

In Antwort auf:
Wenn es bei dir keinen guten , dass heißt mesnchenfreundlichen gott geben darf, dann ist dem zweifelsohne so.

Klar darf´s den geben, und ich habe ES ja auch schon gefunden. Das es darüber hinaus für mich keinen Gott gibt, egel welcher Art, weißt du.

In Antwort auf:
Dennoch muss man seine momentane Sicht nach aussen vertreten, dürfen, ohne gleich als rückständing und erkenntnisrenitentbezeichnet zu werden.


Selbstverständlich, das ist völlig normal.
Ich sehe dich aber als große Ausnahme. Der normale Gläubige betrachtet seinen Standpunkt nicht als momentane Sicht, sondern als ewige Wahrheit. Ich verstehe es sogar wenn er unter diesem Gesichtspunkt unbedingt diese Wahrheit als alleinigen Maßstab für das Handeln aller propagiert.
Es ist nur einfach falsch und deshalb inakzeptabel.

In Antwort auf:
In beiden lagern gibt es schwarze und weiße schafe, und allein das zeigt uns doch worauf es eigentlich ankommt. Macht meine persönliche Einstellung ein liebenswertes mitglied der gesellschaft aus mir, oder lässt sie mich zu einem - nach eigenen Begierden strebenden Monster werden?


Ich strebe ausschließllich nach eigenen Begierden. Na gut, vielleicht ist Begierden nicht der richtige Ausdruck. Sagen wir es so, mir geht es darum, das eigene Wohlbefinden zu steigern und das eigene Leid zu minimieren. Ausschließlich darum.
Nur gehört zu meinem Wohlbefinden halt auch, dass es denen um mich herum ebenfalls gut geht. Dazu gehört, dass ich auch mal gern helfe. Nicht selbstlos, sondern weil ich dann zufrieden mit mir bin und dadurch mein Wohlbefinden steigt. Das Ego zu befriedigen muss also nicht unbedingt schlecht sein, wenn das Ego nur das richtige will.




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SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 5.475

29.10.2006 11:36
#17 RE: Glücklicher ohne Gott antworten

In Antwort auf:
Wenn du das Suchen bei Menschen als falsch an sich siehst, erklärst du alle atheistischen ethischen Werte als zum Scheitern verurteilt. Ich glaube aber nicht, dass dies wirklich deine Meinung ist.

Da hast du recht und wenn ich nicht so schreibfaul gewesen wäre, hätte ich auch noch näher differenziert nämlich dahingehend, dass es ein fehler ist bei Menschen zu suchen, die vorgeben nach der Bibel zu leben, ihr Lebensstil aber das völlige Gegenteil verrät. Wenn man das, wie du sagst ungeprüft übernimmt, führt das zum fall und zu ebensolchem Extremismus, dem wir uns heute stellen müssen.

Ich meinte also lediglich: Wer nach Gott suchen möchte, sollte sich an ihn persönlich wenden und nicht an irgendwelche menschen.
Wer nicht nach gott suchen möchte, hat dieses "Problem" logischerweise nicht.

Er muss sich nur durch den Dschungel verschiedenster menschlicher Ideologien schlagen.

In Antwort auf:
Der normale Gläubige betrachtet seinen Standpunkt nicht als momentane Sicht, sondern als ewige Wahrheit.
In der tat muss er das sogar, bzw. er wird große schwierigkeiten damit haben, kritik am Glaubenkonstrukt üben, denn das will Indoktrination ja unbedingt vermeiden. Es geht in den großen kirchen doch gar nicht um Gottes Wort, sondern um den Erhalt von Macht und besitz. Wer da anfängt zu hinterfragen wird zu einer unausgeglichenen Gleichung, die versucht ist, aus dem System auszubrechen.

Was meinst du Bruder warum sich so viele Menschen inhaltlich von ihrere religion distanzieren und nur noch die tradition als fassade aufrechtgehalten wird? So was kommt halt von sowas!

In Antwort auf:
Nur gehört zu meinem Wohlbefinden halt auch, dass es denen um mich herum ebenfalls gut geht. Dazu gehört, dass ich auch mal gern helfe. Nicht selbstlos, sondern weil ich dann zufrieden mit mir bin und dadurch mein Wohlbefinden steigt. Das Ego zu befriedigen muss also nicht unbedingt schlecht sein, wenn das Ego nur das richtige will.

Hervorragendes Motiv und wieder hätte ich näher differenzieren müssen. Ich meinte mit den eigenen begierden nachgehen nämlich ein Ego das imstande ist über Leichen zu gehen, um sich zu befriedigen.



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O servator, sempiterne
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Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

29.10.2006 15:33
#18 RE: Glücklicher ohne Gott antworten

Wir scheinen in vielem einer Meinung zu sein.

Es ist schon erstaunlich wie man von so unterschiedlichen Weltanschauungen aus doch zu dem gleichen Ergebnis kommt, wenn man sich halt nur bemüht, seine Werte selbst zu definieren. Sollte das ein Hinweis sein, die Weltanschauung selbst wäre gar nicht so wichtig?

Denke ich eigentlich nicht. Aber vielleicht ist es wesentlich unwichtiger bis ganz unwichtig wenn es sich um WA handelt, die dem Einzelnen die Verantwortung für sein Handeln überlassen und ihn so in die Pflicht nehmen.




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Joshua ( Gast )
Beiträge:

30.10.2006 12:38
#19 RE: Glücklicher ohne Gott antworten
Zitat von Bruder Spaghettus
Wir scheinen in vielem einer Meinung zu sein.
Es ist schon erstaunlich wie man von so unterschiedlichen Weltanschauungen aus doch zu dem gleichen Ergebnis kommt


Jetzt suchst du die Parallele. Na, mach weiter. Aber dein Gebet "Nudel unser" gar nicht ähnlich.

Hast du ähnliche Monster Gebote zur Gottes Geboten? Du hast immer noch nicht begründet womit Gottes Gebote schlecht sind, dass sogar wissenschafftliche Gegenargumente fehlen. DIese Religionsforum wie ich richtig lese: Der substanzielle Dialog heißt.

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

30.10.2006 13:20
#20 RE: Glücklicher ohne Gott antworten
Die sind schon mal ein Anfang: http://www.wachstum-an-menschlichkeit.de/gebote.htm

und die eine Lösung:
http://www.giordano-bruno-stiftung.de/human/manangebote.htm




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