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Religionsforum
Atheismus vs. Religionen  

Der substanzielle  Dialog
 
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Für Säkularismus und Religionskritik!


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Dieses Thema hat 57 Antworten
und wurde 1.817 mal aufgerufen
 Judentum
Seiten 1 | 2 | 3
the swot ( Gast )
Beiträge:

12.11.2006 19:24
G´ttliche Vorsehung im Judentum antworten

Der freie Wille des Menschen und das daraus resultierende Ringen bei der Wahl zwischen Gut und Böse, ermöglichen zusammen des Menschen zukünftiges Glück.
Gut und Böse gibt es nicht nur im Bezug auf den Menschen. Es existiert durch die Schöpfung hindurch, in allen ihren Dimensionen und Bereichen, auf allen Stufen des Geistes und der Seele und in allen Welten.
Das bestehende Verhältnis von Gut und Böse ist nicht zu jeder Zeit und für alle Menschen gleich. Es gibt Menschen, die von Natur aus mehr dem Guten zuneigen und andere, die mehr dem Bösen zuneigen. Ein Mensch wird unter Berücksichtigung seiner natürlichen Anlagen daran gemessen, wie er von seinem freien Willen Gebrauch macht.
G'tt überwacht seine Geschöpfe, um Gutes zu belohnen, Böses zu bestrafen und die Wesen anzuleiten, Seine gesegnete Güte zu erlangen.
Lohn und Strafe werden nicht aufgrund einzelner Taten einer Person gemessen oder festgesetzt; es gibt vielmehr viele verschiedene Aspekte der Bewertung.
Die Taten eines Menschen werden unter Berücksichtigung seiner vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Beziehungen zu seinen Mitmenschen Eltern, Kindern, Verwandten, Freunden, Nachbarn und Mitbürgern abgewogen.
Wie gesagt, verwirklichen sich Lohn und Strafe hauptsächlich in der Kommenden Welt. Es gibt sie nichtsdestoweniger entsprechend dem bereits Gesagten aus verschiedenen Gründen auch schon in dieser Welt.
G'ttes wohltätige Herrschaft über die Welt erfordert gelegentlich eine Begrenzung des freien Willens des Menschen oder sogar dessen vollständige Aufhebung.
Um die Welt zu leiten und um auf das Zusammenspiel von Gut und Böse in ihr Einfluß zu nehmen, schuf G'tt höhere Mächte, die auf die Welt einwirken, wie Engel, Himmelskörper und Sternenkonstellationen.
G'tt stattete den Menschen mit den seinem freien Willen unterstellten Fähigkeiten aus, nicht nur auf die materielle Welt, sondern auch auf spirituelle Welten über ihm Einfluß zu nehmen, sei es im Guten, sei es, G'tt bewahre, im Bösen.

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Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

12.11.2006 22:37
#2 RE: G´ttliche Vorsehung im Judentum antworten

Donnerwetter, es gibt einen freien Willen des Menschen?

Dann ist Gott doch nicht allmächtig?

Ach so, stimmt ja, Gott hat darauf verzichtet, seine Allmacht auch auf den Willen der Menschen auszudehnen.
Aber auch wenn er selbst darauf verzichtet hat, allmächtig ist er dann nicht mehr.

Ach so, er kann sich die Allmacht jederzeit wieder vollständig machen.
Aber dann ist wieder der Wille des Menschen nicht frei, allerhöchstens zeitweilig. Woran willst du aber erkennen, ob jetzt gerade diese Zeit ist?
Gott ist unergründbar. Du kannst es also nicht wissen.

Der Wille des Menschen ist nicht frei, sondern determiniert.




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Ilijah Offline



Beiträge: 16

13.11.2006 17:11
#3 RE: G´ttliche Vorsehung im Judentum antworten

Ja, ein gutes Beispiel wäre doch Adam & Eva.

Doch ist er.

Warum sollte er schon deswegen nicht allmächtig seien? Er hat schließlich das Herz des Pharao 'verstockt', damit er all' diese Zeichen tun kann, vor den Augen der Kinder Israel's.

Naja, definiere mal: freier Wille? Das zu tun, was man tun will, oder etwa nicht? Wie gesagt: Adam & Eva.

Keiner wird (hier) wohl wissen, wie das genau so ist - außer der, der den Gott Israel's begegnet hat.

the swot ( Gast )
Beiträge:

13.11.2006 20:39
#4 RE: G´ttliche Vorsehung im Judentum antworten

In Antwort auf:
Donnerwetter, es gibt einen freien Willen des Menschen?

Dann ist Gott doch nicht allmächtig?


ja es gibt den freien Willen. Das schränkt allerdings nicht G´ttes Allmacht ein. der mensch muss mit dem freien Willen gut umgehen können. Kann er es nicht können Strafen des Herrn folgen.
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DeGaertner Offline



Beiträge: 1.193

13.11.2006 22:32
#5 RE: G´ttliche Vorsehung im Judentum antworten

In Antwort auf:
Das bestehende Verhältnis von Gut und Böse ist nicht zu jeder Zeit und für alle Menschen gleich. Es gibt Menschen, die von Natur aus mehr dem Guten zuneigen und andere, die mehr dem Bösen zuneigen. Ein Mensch wird unter Berücksichtigung seiner natürlichen Anlagen daran gemessen, wie er von seinem freien Willen Gebrauch macht.


Gut und Böse??

so wie
warm und kalt ?
Schwarz und weiß ?

Definiere Gut....definiere Böse.

Ich bin gespannt....

atz



Und hütet euch vor den leuchtenden Augen der Missionare, die vorgeben euch die Wahrheit zu bringen ....
denn das Leuchten könnte auch die Sonne sein , die durch die hohle Birne scheint !!

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

13.11.2006 22:55
#6 RE: G´ttliche Vorsehung im Judentum antworten

In Antwort auf:
Ja es gibt den freien Willen. Das schränkt allerdings nicht G´ttes Allmacht ein.


Das ist wohl wirklich ein Schluss, den nur Gläubige ziehen können.




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SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 5.475

14.11.2006 07:18
#7 RE: G´ttliche Vorsehung im Judentum antworten

Der freie Wille bezieht sich doch lediglich auf die Entscheidungsfreiheit des Menschen, entweder Gottes Willen gemäß zu leben, oder es eben nicht zu tun.

Dass der Wille an sich determiniert ist, will doch keiner bestreiten. Wenn ich Gott diene, dann will ich das doch, also muss ich mich mit den Aussagen dieses Gottes auseinandergesetzt haben. Und ein Atheist will das eben nicht. auch er wird ausgiebig studiert haben, damit seine Willensentscheidung auch eine grundlage besitzt.

Nichts anderes sagt dieser Begriff aus. Und was bis dato mit dem begriff allmacht, Allwissenheit so alles in Zusammenhang gebracht wird bereitet selbst mir bauchschmerzen, so ist es für mich ein außerordentlicher beweis von Macht, wenn man diese delegieren kann.


In Memory of Soul-Society

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Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

14.11.2006 09:28
#8 RE: G´ttliche Vorsehung im Judentum antworten

In Antwort auf:
Der freie Wille bezieht sich doch lediglich auf die Entscheidungsfreiheit des Menschen, entweder Gottes Willen gemäß zu leben, oder es eben nicht zu tun.


Meinst du, nachdem jeder diese Entscheidung gefällt hat, bestimmt doch wieder Gott das Handeln jedes Einzelnen? Wäre nach dem Spatz/Dach Gleichnis nur logisch. Aber damit wäre wieder die Entscheidungsfreiheit des Menschen weg.

Wenn nicht, wäre die Allmacht Gottes weg. Eigentlich ist sie das doch schon, wenn nur in einer einzigen Sekunde bei einer einzigen Entscheidung ein Einzelner mal nicht gemacht hat, was Gott wollte. Eine andere Möglichkeit sehe ich beim besten Willen nicht. Denn Allmacht bedeutet für mich ganz klar alles umsetzen zu können, was man will. Es beinhaltet also auch Allwissen, Allgegenwart ja sogar Allzeitlichkeit. Letzteres nicht nur in dem Sinne der ewigen Existenz, sondern auch und vor allem in dem Sinne, über die Zeit zu herrschen bis hin zu einfach noch mal die Uhr zurückdrehen und was besser machen. Obwohl das ja eigentlich auf Grund der Allwissenheit gar nicht nötig wäre. Er hätte alles gleich von Anfang an richtig (so wie er es will) machen können. Wenn er das aber gemacht hat, also auch alles Schlechte von ihm gewollt war, welches Recht hätte er dann zu strafen?




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SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 5.475

21.11.2006 09:55
#9 RE: G´ttliche Vorsehung im Judentum antworten

In Antwort auf:
Meinst du, nachdem jeder diese Entscheidung gefällt hat, bestimmt doch wieder Gott das Handeln jedes Einzelnen? Wäre nach dem Spatz/Dach Gleichnis nur logisch. Aber damit wäre wieder die Entscheidungsfreiheit des Menschen weg.


Zu jeder zeit entscheidet sich jeder mensch - bewusst oder unbewusst, ob er nach Gottes Grundsätzen leben möchte oder nicht. Wenn man die Entscheidung wider Gott trifft, akzeptiert Gott das! Darum sind wir Menschen, Spaghettus, und keine programmierbaren Roboter. Dass einige dann mit dem Begriff Allmacht in Konflikt kommen, beiseitiges Phänomen.

In Antwort auf:
Wenn nicht, wäre die Allmacht Gottes weg. Eigentlich ist sie das doch schon, wenn nur in einer einzigen Sekunde bei einer einzigen Entscheidung ein Einzelner mal nicht gemacht hat, was Gott wollte.


Was will gott denn: Gott will, dass vernunftbegabte geschöpfe in Einheit und Wohlstand friedlich zusammenleben. Als einzige Bedingung stellte er fest, dass es notwendig war, seinen Rat anzunehmen. Und das war die Entscheidung des menschen: Wollte er das oder wollte er das nicht. Wie sich die Mneschen nun entschieden haben und weiterhin entscheiden wird nicht durch Gottes Allmacht bestimmt, noch trübt sich diese durch eine Entscheidung gegen Gottes Rat.

In Antwort auf:
Denn Allmacht bedeutet für mich ganz klar alles umsetzen zu können, was man will.
Dem ist in der tat so. Es bedeutet aber auch, das nicht tun zu können was man nicht will. Gott will nicht in die Entscheidungsfreiheit des menschen eingreifen, also kann er es nicht. Auch das ist Allmacht salto rückwärts.

In Antwort auf:
Er hätte alles gleich von Anfang an richtig (so wie er es will) machen können.
Hat er ja Er wollte MENSCHEN haben, keine Roboter; Menschen, die sich aufgrund der Fähigkeit Erkenntnis in sich aufzunehmen, für oder gegen ein Vertrauen zu Gott entscheiden können
. Durch diese Freiheit hat er die Möglichkeit in Betracht gezogen, dass es Menschen geben könnte, die nicht an ihn glauben wollten. Solche, die ihren eigenen Weg gehen würden.

In Antwort auf:
Wenn er das aber gemacht hat, also auch alles Schlechte von ihm gewollt war, welches Recht hätte er dann zu strafen?


Gar keines, wie denn auch? Da hast du auf jeden fall recht! Aber das ist ein Punkt, den mir noch kein Atheist erklären konnte. Wir sehen, dass es Schlechtes in mannigfaltiger Weise gibt. Wir sehen das Menschen es tun. Nun wird - weil wir es als böse verstehen - Gott zum Hauptverantwortlichen gemacht, weil er ja Menschen und keine Roboter wollte. Er ist also dafür verantwortlich, dass es Menschen gibt, die allerlei Schmarrn verzapfen, durch den andere Menshcen sowie tiere und Pflanzen zu schaden kommen.

Andererseits - wenn Menschen etwas "Gutes" Schaffen, in Wirtschaft, Technik, Medizin, wird das als Kuturleistung höchster Güte, als der Beweis für die Evolution und den fortschritt herangezogen. Spricht dann jemand von Gott? Aber wehe die eine technik wird dann verwandt um Menschen zu vertilgen. Dann ist Gott ganz schnell wieder da um ihm vorzuwerfen, er habe ja all das Schlechte gewollt.

Warum das Spaghettus? Warum will bzw. können Menschen nicht die Verantwortung für ihr Handeln übernehmen? Warum muss für alles Schlechte ein gott herhalten, ein Gott, der menschlicher nicht sein könnte, der fehler macht, wie jeder mensch von heute? Gehört das evtl sogar zur Evolution?

Ist es nicht ein Grundtenor und Hauptanklagepunkt seitens der Atheisten gegenüber den Theisten, ihre Eigenverantwortung im leben auf einen Gott zu schieben, was dann abhängigkeit zur definitvien Folge hätte? Warum kommt dann einheitlich in Diskussionen über Gott ein Gottesbild zu stande, dass dem eines Prügelknaben gleicht?
Warum will man sich dann nicht selbst in die Verantwortung nehmen: ES GIBT KEINEN GOTT! Folglich kann es keinen geben, der für das Schlechte verantwortlich gemacht werden kann, noch kann dieser Gott dann der christliche jüdische, islamische oder sonst was sein.
Es wird ein Gott konstruiert, der absurder nicht sein kann - indem er das Böse einsetzt um das Gute zu regulieren. Wer will denn ernsthaft an so einen gott glauben?

So und jetzt halt ich meinen theistischen schnabel


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Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

21.11.2006 11:08
#10 RE: G´ttliche Vorsehung im Judentum antworten

In Antwort auf:
So und jetzt halt ich meinen theistischen schnabe


Ja, war ein bisschen viel auf einmal, aber ging noch.
Was nicht ging, jedenfalls für mich, und wohl auch nie gehen wird, ist mit dem Allmachtbegriff so umzugehen wie du.
Sicher, wenn dein Gott seine Allmacht einfach nicht auf allen Gebieten anwenden will, ist dass nicht gleich Verzicht auf Allmacht.
Wenn er dann aber die Sintflut schickt um alles wegzuwaschen was sich auf Grund seines Desinteresses bzw. seiner Duldung nun mal so entwickelt hat, ist das für mich strafen. Wobei man bei dir ja nie weiß, wie den Gott genau aussieht, also ob du dem überhaupt die Sintflut anrechnest. Glaube aber micht schon zu erinnern, die Bibel hälst du für maßgeblich und richtig.

Ist dein Gott auch erkennbar? Wie kannst du wissen, was er will?

Aber bin ich schon wieder bei einem Thema, was wir wohl schon mal hatten (dein Gottesbild) und das nicht hier diskutiert werden soll auch wenn es natürlich immer dazu gehört.

Ich denke auch, bei diesem theoretischen theologisieren werden wir nie unter einen Hut kommen, schon weil wir da wohl auch einfach nicht die gleiche Sprache haben. Und weil ich halt nie genau weiß, was nun zu deinem Gott gehört. Beim offiziellen Gott der Kirchen ist die Diskussion einfacher, der ist klar definiert. Vielleicht sollte ich solche Diskussionen lieber dir und andern Gläubigen überlassen.

Wir haben auch noch genug mit den praktischen Auswirkungen des Glaubens bzw. der Weltanschauung wo meist klarer ist, worum es geht.





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Fenris Offline

Freidenker

Beiträge: 1.345

21.11.2006 11:58
#11 RE: G´ttliche Vorsehung im Judentum antworten

Sorry, dass ich mich hier einmische, aber es könnten möglicherweise ein paar Missverständnisse entstehen wenn man da nicht etwas mehr differenziert.
Wer die Leitungen in Fortschritt und Technik also das "Gute", der Evolution und dem Menschen anrechnet und die schlimmen Dinge und somit das "Böse", Gott in die Schuhe schiebt, ist ein Idiot und vertritt nicht den atheistischen Standpunkt. Wer nicht existiert kann auch für nichts verantwortlich gemacht werden.

In Antwort auf:
Warum kommt dann einheitlich in Diskussionen über Gott ein Gottesbild zu stande, dass dem eines Prügelknaben gleicht?

Ist das wirklich ein Grundtenor von solchen Diskussionen? Ich denke je mehr man einen Gott mit Dingen wie Allmacht, Liebe und Güte, also alles Eigenschaften die wir von uns selber kennen, überhäuft, desto grösser wird damit auch der Widerspruch dieser personifizierten Gestalt, wenn sie sich aus nachweislich schlimmen Dingen heraushält.

Wenn Supermann einmal nicht auftaucht um die U-Bahn zu retten, ist die Stimmung der Menschen sofort auch zweifelnd und man fragt sich, „wo ist er denn“ oder „warum hat er nicht“, was ebenso, obwohl versteckt, einer Schuldzuweisung gleichkommt. Dies hat aber mit dem Bild von Supermann und seinen „übermenschlichen“ Fähigkeiten zu tun. Wenn man jemandem unterstellt, er könnte dies und das und dieser es dann versäumt eben jenes zu tun, speziell wenn er ja die Möglichkeiten und Fähigkeiten hätte es zu tun, wird er (berechtigterweise) als Sündenbock dargestellt. Was schlussendlich so abwegig nicht ist. Es stellt sich daher die Frage, wer zeichnet solch ein Gottesbild und warum.

Meiner Meinung ist es eben problematisch, da Gott ja nicht bewiesen ist, Dinge über ihn zu verbreiten wie

In Antwort auf:
nach Gottes Grundsätzen

akzeptiert Gott das

Gott will, dass vernunftbegabte geschöpfe in Einheit und Wohlstand friedlich zusammenleben

einzige Bedingung stellte er fest, dass es notwendig war,

welche im Extremfall suggerieren, ihn und seine Motive gleich zu kennen, wie die des eigenen Nachbarn. Dass man dann erklärungstechnisch ins Trudeln gerät, wenn sich der nette Kerl trotz Mord und Totschlag nie zu erkenne gibt, ist verständlich nur kann diese Untätigkeit nicht einfach mit dem uns überlassenen freien Willen abgetan werden.

Würde Gott einfach nur als Gott gesehen, ohne menschlichen Anspruch ihn zu kennen ,zu wissen was er will, wie er es will und was er ganz bestimmt nicht will, würde man ihn viel einfacher in unser Denken und unsere Welt integrieren können.



__________________________________________________
Das Tier taugt zu allem, was es soll, vollkommen. Der Mensch zu nichts recht, als was er lernt, liebt und übt. (Johann Heinrich Pestalozzi 1746-1827)

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 5.475

23.11.2006 08:46
#12 RE: G´ttliche Vorsehung im Judentum antworten

In Antwort auf:
Wenn er dann aber die Sintflut schickt um alles wegzuwaschen was sich auf Grund seines Desinteresses bzw. seiner Duldung nun mal so entwickelt hat, ist das für mich strafen.


Hat Gott wirklich so gedacht: Ach verdammt: Die Menschen hören nicht mehr auf mich ... ist doch alles uncool, aber warte denen werde ich es schon noch zeigen?
Wie liest du: 1. Mo 6:5a Der Flutbericht leitet sich wie folgt ein.

Da sah JHWH, daß die Schlechtigkeit des Menschen ausnehmend groß war auf der Erde.

Nicht weil die Menschen nicht mehr an ihn glaubten, sondern weil sie in ihren taten und handlungen dem Vorsatz Gottes entgegentraten, Frieden auf der Erde zu stiften, - ihren Auftrag also verleugneten - so setzte Gott durch die Flut ein zeichen, dass er diese Schlechtigkeit nicht dulden würde.
Was gefällt dir denn an Gottes Herangehensweise im Einzelnen nicht?
Und was würdest du besser machen?

In Antwort auf:
Wir haben auch noch genug mit den praktischen Auswirkungen des Glaubens bzw. der Weltanschauung wo meist klarer ist, worum es geht.


Das ist wohl richtig! Jedoch werden wir mitunter nicht umhin kommen, uns hin und wieder auch mit den Hintergründen und Grundfesten unserer Ansichten auseinanderzusetzen - einfach um eines klaren Verständis willen. Denn die frage: Warum denkst du so? orientiert sich sehr schnell den verschiedenen Grundgedanken des Glaubens. Wir können dies ja auf ein erträgliches maß beschränken. Und das Atheismus und Theismus nicht unter einem Hut zu kriegen sind, liegt auch in der Natur der Sache, was aber nicht bedeuten darf, auf martiale art und Weise seinen Unwillen zum Ausdruck zu bringen.

In Antwort auf:
Beim offiziellen Gott der Kirchen ist die Diskussion einfacher, der ist klar definiert. Vielleicht sollte ich solche Diskussionen lieber dir und andern Gläubigen überlassen.
ganz schwieriges unterfangen. naja dann hätten die Atheisten hier sehr viel mehr zu lachen.

liebe grüße
und nen guten Morgen...ich trink jetzt noch n

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Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

23.11.2006 10:22
#13 RE: G´ttliche Vorsehung im Judentum antworten

In Antwort auf:
Was gefällt dir denn an Gottes Herangehensweise im Einzelnen nicht?
Und was würdest du besser machen?


Endlich mal ne einfach zu beantwortende Frage.

Wenn ich alles das so nach meinem Willen geschaffen hätte, würde ich die Ursachen für das Übermaß der "Schlechtigkeit" bei mir suchen. Ich würde auch erst mal meinen Begriff der "Schlechtigkeit" überprüfen. Auf jeden Fall würde ich aber nicht die Träger der Schlechtigkeit ausrotten und für ihr schlechtes Handeln strafen (das dies lt.Bibel mit beabsichtigt war, lasse ich mir nicht ausreden)sondern die Schlechtigkeit selbst. Da ich allmächtig wäre, bräuchte ich dann nicht mal den aufwändigen und schwierigen Weg der Erziehung gehen sondern die Träger einfach so konstruieren, dass sie keinen Spaß mehr an Schlechtigkeit haben. Auch darin würde ich keine Beeinträchtigung des "freien Willens" sehen, denn wenn es keinen Spaß mehr macht verzichten sie ja freiwillig.

In Antwort auf:
...Denn die frage: Warum denkst du so? orientiert sich sehr schnell den verschiedenen Grundgedanken des Glaubens.


Da bin ich mir nicht 100%ig sicher. Wir hatte schon mal festgestellt, wie wir von unterschiedlichen Standpunkten doch zu den gleichen oder sehr ähnlichen Ergebnissen kommen. Natürlich gibt es Glaubens- bzw. Denkrichtungen, die gesellschaftlich schädliche Aktionen begünstigen. Aber auch bei deren Anhängern gibt es solche und solche.

Ich denke, das läuft wechselseitig. Einesteils beeinflusst die Denk/Glaubensrichtung uns, andererseits wir auch die Denk/Glaubensrichtung. Für mich bist du ein schönes Beispiel. Aber auch andere Christen bauen sich ihren Gott nach ner Art Baukastenprinzip zusammen. Denker sicher auch.
Mit welcher Richtung man startet liegt wohl sehr am kulturellen Hintergrund, an Erfahrungen aus Kindheit und Jugend. Später sollte sich das aber ändern, macht es auch meist.
Aber natürlich können wir immer auch über Grundgedanken des Glauben reden. Für mich aber inzwischen mehr weils interessant ist, nicht weils wichtig wäre. Wichtig wird für mich eher, wie Religion funktioniert, also warum sie bei manchen zum Lebensinhalt wird, bei anderen nicht und daraus folgend, wie man gesellschaftlichen Einfluss von Religion minimieren bis komplett verhindern kann.




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Ronnie77 ( Gast )
Beiträge:

22.12.2006 17:00
#14 RE: G´ttliche Vorsehung im Judentum antworten
@theswot


"G'tt überwacht seine Geschöpfe, um Gutes zu belohnen, Böses zu bestrafen und die Wesen anzuleiten, Seine gesegnete Güte zu erlangen."

So stelle ich mir einen Despoten vor.
Oder auch einen Automaten, der so programmiert ist oder wurde um alles was dem System schadet auszuschalten.


"Die Taten eines Menschen werden unter Berücksichtigung seiner vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Beziehungen zu seinen Mitmenschen Eltern, Kindern, Verwandten, Freunden, Nachbarn und Mitbürgern abgewogen."

Das Judentum ist eine reine Gesetzesreligion, ja die Gesetzesreligion.
Die Keimzelle des Judentums war wahrscheinlich der Auszug aus Ägypten.

"Wie gesagt, verwirklichen sich Lohn und Strafe hauptsächlich in der Kommenden Welt."

1. Woher willst du das wissen?
2. Es ist noch keiner "von der kommenden Welt" zurückgekehrt! Nichteinmal Moses!

Es ist in anderen Religionen, wie im Christentum genauso: man tut etwas Gutes, man ist brav, folgsam
gottesfürchtig und hofft auf das "jenseitige Heil".
Das jetzige Leben scheint nicht so viel wert zu sein, es ist mehr auf das Jenseits ausgerichtet.

Antony11 ( Gast )
Beiträge:

24.12.2006 20:24
#15 RE: G´ttliche Vorsehung im Judentum antworten

Zitat von Fenris
Sorry, dass ich mich hier einmische, aber ......
Würde Gott einfach nur als Gott gesehen, ohne menschlichen Anspruch ihn zu kennen ,zu wissen was er will, wie er es will und was er ganz bestimmt nicht will, würde man ihn viel einfacher in unser Denken und unsere Welt integrieren können.

Das meinst aber auch nur Du !

Titan Offline

Ex-Thetan

Beiträge: 1.223

30.12.2006 21:16
#16 RE: G´ttliche Vorsehung im Judentum antworten

@Snooker
Genau, dass ist ein Punkt den ich bei euch Zeugen Jehovas nicht verstehe.
Was ich (übrigens kann man das auch in anderen Übersetzungen lesen)
nicht verstehe ist, weshalb ihr sagt, dass Gott unsere Entscheidungen
akzeptiert.
Aber diesen ist auch Grenzen gesetzt.
Wenn jemand anstatt auf Gott auf seinen eigenen Verstand vertraut muss er
rechenschaft ablegen.
Gott wartet lange, bestraft aber an einem von ihm fest gesetzten Zeitpunkt.
Gott wird die Menschen richten.
Gideon hatte Gott auch gefolgt ohne seine Anweisungen zu hinterfragen.
Ich verstehe nicht wie man da sagen kann, dass Gott alles akzeptiert.

Robin87 Offline



Beiträge: 1.848

30.12.2006 21:27
#17 RE: G´ttliche Vorsehung im Judentum antworten

SnookerRI glaubt nicht an Gott. Da ist es total egal was er über ihn so labert. Wahrscheinlich macht er das nur, weil er gerne so viel plaudert.

Titan Offline

Ex-Thetan

Beiträge: 1.223

30.12.2006 21:30
#18 RE: G´ttliche Vorsehung im Judentum antworten
Und ob er das tut.
Er hat ein anderes Bibelverständniss als du, genauso
wie ich ein anderes als du habe.
Er glaubt eben an die Lehren der Zeugen.
Das merkt man an seinen Argumenten.
Außerdem weiß ich, dass er Zusammenkünfte von den Zeugen besucht.
Ich bin da mal auch hin gegangen.
Aber alle Ansichten teilen kann ich nicht.

Robin87 Offline



Beiträge: 1.848

30.12.2006 21:33
#19 RE: G´ttliche Vorsehung im Judentum antworten
Er hat mir einst gesagt, er glaubt nicht an Gott.
Das war in etwa so:
Ich fragte ihn: "An was glaubst du dann? An irgendso einen Ding im Himmel?"
Er antwortete: "Nur weil ich an keinen Ding im Himmel glaube, muss das noch lange nicht heißen dass nicht ein Christ bin."

Titan Offline

Ex-Thetan

Beiträge: 1.223

30.12.2006 21:38
#20 RE: G´ttliche Vorsehung im Judentum antworten
Er Argumentiert zumindest wie ein Zeuge.
Die vertreten die Ansichten die er rein postet.
Gott ist ein Geist für diese Leute.
Für mich allerdings auch.
Allerdings bin ich kein Zeuge.
Die haben ein anders Gottesbild.
Gott lebt zwar im Himmel aber damit
muss nicht der Stoffliche Bereich gemeint sein.
Ich vermute, dass er das mit seiner Aussage meint.

the swot ( Gast )
Beiträge:

30.12.2006 21:54
#21 RE: G´ttliche Vorsehung im Judentum antworten

Woran glaubst du denn genau?
_____________________________________________
http://41419.dynamicboard.de/
Barukh atah Adonaj hamewarekh et Amo Jisrael baShalom-Gelobt seist du Ewiger, der du dein Volk Israel mit Frieden segnest!

Deine Augen werden Jerusalem sehen, eine sichere Wohnung, ein Zelt, das nicht wandert, dessen Pflöcke niemals ausgezogen werden, dessen Stricke niemals reißen. Aber dort wird der Herr in Herrlichkeit für uns sein ... (Jes 33,20-21).

Nieder mit dem SPIEGEL!

Titan Offline

Ex-Thetan

Beiträge: 1.223

30.12.2006 22:09
#22 RE: G´ttliche Vorsehung im Judentum antworten

Ich glaube an Gott jedoh nicht an die Dreieingkeit.
Ich suche eine Christliche Gruppe die zu meinen Vorstellungen passt.
Ich glaube an Jahwe und Jesus.
Jedoch ist Jesus für mich nicht Gott.
Der Heilige Geist ist für mich keine Person(Früher habe ich das geglaubt).
Er ist für mich ein Sohn Gottes der von Gott zwar besondere Fähigkeiten erhielt,
aber nicht Gott selbst ist.
Er ist für mich der Mittler zwischen Gott und den Menschen.

DeGaertner Offline



Beiträge: 1.193

30.12.2006 22:13
#23 RE: G´ttliche Vorsehung im Judentum antworten

In Antwort auf:
Nieder mit dem SPIEGEL!


Was hast du denn?
Hat dir die letzte Ausgabe nicht gefallen ?
Zu ketzerisch ?
oder hast du Angst dass sie Recht haben ?


atz
Und hütet euch vor den leuchtenden Augen der Missionare, die vorgeben euch die Wahrheit zu bringen ....
denn das Leuchten könnte auch die Sonne sein , die durch die hohle Birne scheint !!

the swot ( Gast )
Beiträge:

30.12.2006 22:21
#24 RE: G´ttliche Vorsehung im Judentum antworten

In Antwort auf:
Was hast du denn?
Hat dir die letzte Ausgabe nicht gefallen ?
Zu ketzerisch ?
oder hast du Angst dass sie Recht haben ?


Ich lese seit gerauner Zeit den Spiegel mit erhöhter Aufmerksamkeit...Vor allem die Artikel, die irgendwas mit Religion oder Israel zu tun haben...meine Schlussfolgerung:

Der Spiegel ist ein nationalrevolutionäres, antisemitisches Käseblatt.
_____________________________________________
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Barukh atah Adonaj hamewarekh et Amo Jisrael baShalom-Gelobt seist du Ewiger, der du dein Volk Israel mit Frieden segnest!

Deine Augen werden Jerusalem sehen, eine sichere Wohnung, ein Zelt, das nicht wandert, dessen Pflöcke niemals ausgezogen werden, dessen Stricke niemals reißen. Aber dort wird der Herr in Herrlichkeit für uns sein ... (Jes 33,20-21).

Nieder mit dem SPIEGEL!

DeGaertner Offline



Beiträge: 1.193

30.12.2006 23:23
#25 RE: G´ttliche Vorsehung im Judentum antworten

In Antwort auf:
Der Spiegel ist ein nationalrevolutionäres, antisemitisches Käseblatt.



Aber hallo euer Engstirnigkeit.....

Kannst du das Gegenteil von dem was der Spiegel schreibt beweisen oder glaubst du es nur ?
Ich glaube dir gerne, dass es dir mächtig stinkt wenn einer an dem Brett sägt auf dem ihr Gläubigen seit jahrtausenden sitzt...
Aber das Brett wird ja auch seit jahrtausenden immer kürzer.....und schmaler.....und dünner und das ist gut so...
Denn je dünner das Brett...desto eher das rumms.....so siehts aus...

Früher war die Erde flach.....heute ist sie rund.....( für die meisten )
Früher war ein Gewitter der Zorn Gottes....heute schert sich kein Mensch mehr darum...
und so geht es weiter......

Es gibt unwiderlegbare Beweise dafür, dass die Evolution funktioniert und immer noch stattfindet...
Die Werkzeuge der Wissenschaftler werden besser und genauer......die Gläubigen werden als Reaktion nur radikaler....und dümmer.
Denn nur wer sich einer Allgemeinbildung verschliesst kann glauben, dass die Erde flach ist oder dass ein Steißbein nicht verwesen kann....oder dass er von Gott auserwählt ist....
Kann natürlich auch sein, dass es was pathologisches ist....da würd ich bei Sleipnir drauf tippen.

Und je mehr die Wissenschaft die alten Geschichten entlarvt, desto dümmer muss mann sein um immer noch zu glauben.
Das ist Logik.
Dummheit ist nicht das Gegenteil von Intelligenz, sondern die Folge fehlender Bildung und Aufklärung.

Beweise mir das Gegenteil .....

Ich bin kein Antisemit und kein Semit....
Ich bin ein Mensch und das ist gut so.
Ich habe keine Feinde und wenn doch dann kenne ich sie noch nicht.
Du hast viele Feinde oder ? warum nur ? Aber andersrum.....was wärst du ohne deine Feinde ?....na ?

atz



Und hütet euch vor den leuchtenden Augen der Missionare, die vorgeben euch die Wahrheit zu bringen ....
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Koscha? »»
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"Ich bin völlig anderer Meinung als Sie. Aber ich werde mein Leben dafür einsetzen,
dass Sie sie sagen dürfen!" (Voltaire)

"Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!" (Immanuel Kant)

________________________________________

=> "Der selbstbestimmte Mensch"

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