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Religionsforum
Atheismus vs. Religionen  

Der substanzielle  Dialog
 
"Je suis Charlie!"
Für Säkularismus und Religionskritik!


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Dieses Thema hat 8 Antworten
und wurde 867 mal aufgerufen
 Philosophie und Wissenschaft
Stoffkind Offline



Beiträge: 5

09.01.2007 12:52
RELIGIONSKRITIK antworten

Hallo, kann mir jemand bei dieser Frage behilflich sein?
Ist echt wichtig denn ich schreib bald ne Religionsklausur:

Weiß jemand wo man die ganzen Gedanken zu Religion- bzw- zur Religionskritik am Überschaulichsten hat?
Also von jedem Autor wie zum Beispiel Anselm von Canterbury oder Immanuel Kant, Platon, Aristotheles, und halt ihre ganzen Theorien?
Wäre nett wenn ihr mir ne Seite/Seiten nennen könntet.
Danke schön

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.127

09.01.2007 12:57
#2 RELIGIONSKRITIK antworten

Na, da hast du dir aber ein Thema an Land gezogen...
Versuch's mal damit => http://de.wikipedia.org/wiki/Religionskritik

Viel Erfolg wünsche ich dir!

Gysi
_______________________________
Die Menschheit befindet sich in der Vorgeschichte der Menschheit (Karl Marx)

Stoffkind Offline



Beiträge: 5

09.01.2007 13:30
#3 RE: RELIGIONSKRITIK antworten

Hi, mir ist grad aufgefallen dass Paul von d`Holbach fehlt. Und das kommt morgen hundertprozentig in der Arbeit dran. Ich hab hier zwar einen Text von ihm aber ich finde trotzdem ne halbe seite zu wenig. Gibt es irgendwo eine klare Übersicht von seiner Theorie, oder seinen Argumenten?

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

09.01.2007 21:06
#4 RE: RELIGIONSKRITIK antworten

Na, da brauchst du einfach nur nach "d`Holbach" zu googeln, da kommen massenhaft Einträge.






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Stoffkind Offline



Beiträge: 5

10.01.2007 07:53
#5 RE: RELIGIONSKRITIK antworten

Ja, hab ich schon aber ich brauch den Inhalt von seinem Werk " System der Natur oder von den Gesetzen der physischen und der moralischen Welt -bitte schnell.!!!

Stoffkind Offline



Beiträge: 5

10.01.2007 08:10
#6 RE: RELIGIONSKRITIK antworten

kann mir denn wirklich keiner helfen?
den text muss ich bis heut geschnallt haben aber der ist sowas von schwer zu verstehen..
naja, falls jemand zeit hat:
System der Natur oder von den Gesetzen der physischen und der moralischen Welt
(1770)

Die Religion, die von jeher nur auf der Unwissenheit basierte und sich von der Einbildungskraft leiten ließ, gründete die Moral nicht auf die Natur des Menschen, auf seine Beziehungen zu anderen Menschen, auf die Pflichten, die sich notwendig aus diesen Beziehungen ergeben: sie errichtete die Moral lieber auf imaginären Beziehungen, die zwischen dem Menschen und unsichtbaren Kräften bestehen sollen, die sie sich aufs Geratewohl ausgedacht hatte und die sie auf dem Wege der Fälschung sogar sprechen ließ. Diese unsichtbaren Götter wurden von der Religion immer als böswillige Tyrannen beschrieben, die zu unumschränkten Herren und Vorbildern des Verhaltens des Menschen wurden. Der Mensch wurde böse, ungesellig, nutzlos, unruhig und fanatisch, sobald er die vergötterten Tyrannen nachahmen oder sich den Lehren ihrer Interpreten gemäß verhalten wolle. Diese allein zogen aus der Religion und aus der Finsternis, die sie über den menschlichen Geist verbreitete, Nutzen. Die Völker kannten weder die Natur noch die Vernunft noch die Wahrheit: Sie hatten nur Religionen, ohne bestimmte Ideen von der Moral oder der Tugend zu haben. Wenn der Mensch seinen Mitmenschen Böses antat, so glaubte er seinen Gott beleidigt zu haben; er glaubte aber freigesprochen zu werden, wenn er sich vor ihm demütigte, ihm Geschenke darbrachte und sich die Zuneigung des Priesters erwarb.

So gab die Religion - weit entfernt, der Moral eine sichere, natürliche und erkennbare Basis zu geben - ihr eine schwankende, ideelle und ganz unverständliche Grundlage ... So kam es, dass die Summe der Leiden des Menschengeschlechts nicht geringer wurde, sondern dass sie im Gegenteil durch seine Religionen, durch seine Regierungen, durch seine Erziehung, durch seine Anschauungen, kurz, durch alle Institutionen anwuchs, die man ihm unter dem Vorwand, sein Schicksal viel angenehmer zu machen, aufzwang. Man kann es nicht oft genug wiederholen: der Irrtum ist die wahre Quelle der Leiden von denen die Menschheit heimgesucht wird; nicht die Natur machte sie unglücklich; nicht eine Erbsünde hat die Menschen schlecht und unglücklich gemacht: allein dem Irrtum verdanken wir diese bedauerlichen Wirkungen...
Die theologischen oder metaphysischen Attribute Gottes sind in der Tat nur reine Negationen der Eigenschaften, die sich am Menschen oder an allen ihm bekannten Dingen finden.

Diesen Attributen zufolge ist die Gottheit von allem ausgenommen, was der Mensch an sich selber oder an den ihn umgebenden Dingen als Schwächen oder Unvollkommenheiten bezeichnet. Behaupten, Gott sei unendlich, heißt sagen ..., dass er nicht wie der Mensch oder alle uns bekannten Dinge durch die Grenzen des Raum eingeschränkt ist. Behaupten, Gott sei ewig, heißt sagen dass er nicht wie wir und wie alles, was existiert, einen Anfang gehabt hat und ein Ende haben wird ...

Aus dem verworrenen Gemisch solcher negativen Eigenschaften ist der theologische Gott entstanden . . . Durch die Zusammenstellung dieser unklaren Wörter oder Modifikationen glaubte man irgendeine Sache geschaffen zu haben; man dehnte diese Eigenschaften durch das Denken aus und glaubte einen Gott gebildet zu haben, während man sich nur ein Trugbild ausgedacht hatte. ..das sind die Stoffe, deren sich die Theologie bedient, um das unerklärbare Phantom zusammenzusetzen, vor dem auf die Knie zu sinken sie dem Menschengeschlecht befiehlt.

Ich werde sie fragen, worauf sie die Güte gründen, die sie ihrem Gott törichterweise zuschreiben. Ist denn dieser Gott, werde ich sie fragen gegenüber allen Menschen wohltätig? Kommen nicht auf einen Sterblichen, der den Überfluss und die Gunst des Schicksals genießt, Millionen, die in Not und Elend schmachten? ... Ist die Erde nicht mit Unglücklichen übersät, die nur hier hergekommen zu sein scheinen, um zu leiden, sich zu quälen und zu sterben? Wiegt sich die göttliche Vorhersehung im Schlaf, wenn Hungersnöte, Seuchen, Kriege, Unordnungen sowie physische und moralische Revolutionen wüten denen das Menschengeschlecht dauernd zum Opfer fällt? Ist nicht die Erde, deren Fruchtbarkeit man als eine Wohltat des Himmels betrachtet, in tausend Gegenden trocken und unergiebig?...

Liefert dieser Gott, der das Universum lenkt und ständig über die Erhaltung seiner Geschöpfe wacht, diese nicht schließlich fast immer der Gewalt so vieler unmenschlicher Herrscher aus, die ihr Spiel mit dem Unglück ihrer Untertanen treiben, während jene Elenden vergeblich den Himmel anflehen, dass er ihren vielfältigen Nöten ein Ende bereite, die offensichtlich das Werk einer törichten Verwaltung und nicht der erzürnten Himmel sind . . wenn man glaubt, die Natur sei seinen (sc. Gottes) höchsten Befehlen unterworfen, so muss dieser Gott ebenso häufig voller Ungerechtigkeit, Bosheit, Unklugheit, Unvernunft sein, wie er voller Güte, Weisheit und Gerechtigkeit ist. Wenn ein Frommer, der weniger voreingenommen und inkonsequent als andere ist, nur etwas vernünftig denken wollte, so würde er einem launenhaften Gott misstrauen, der ihn selbst häufig genug leiden lässt; er würde nicht in den Armen eines Henkers, den er törichterweise für seinen Freund oder für seinen Vater hält, Trost suchen.

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

10.01.2007 11:10
#7 RE: RELIGIONSKRITIK antworten

Google mal nach "Theodizee". Da gibt es genug Material. Ich finde das gut: http://www.bfg-bayern.de/ethik/Stichwort...ee_hoerster.htm

Ganz ganz knapp zusammengefasst würde ich es so sehen:

Wenn es einen gütigen und allmächtigen Gott gibt, dürfte es nicht soviel Elend auf der Welt geben. Also gibt es entweder keinen Gott oder der ist nicht entweder nicht gütig, will also das Elend nicht abschaffen oder er ist nicht allmächtig, kann also das Elend nicht abschaffen.
Natürlich gibt es von theologischer Seite verschiedenste Versuche das doch irgendwie hinzkriegen. Da wäre das Elend z.B. nötig, um die Menschen zu reinigen, zu stärken, oder sie haben es sich im Rahmen des freien Willens, denen Gott ihnen angeblich gegeben hat, halt selbst zuzuschreiben. Blöd ist nur, das Elend trifft halt nicht nur die, sondern auch die ganz Braven im Sinne Gottes.




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Stoffkind Offline



Beiträge: 5

14.01.2007 11:42
#8 RE: RELIGIONSKRITIK antworten

wow! dann hab ich ja ganz schön viel Mist geschrieben=)
egal, danke

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

14.01.2007 13:42
#9 RE: RELIGIONSKRITIK antworten

Abwarten, vielleicht sieht dein Lehrer das ja eher so wie du




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