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Religionsforum
Atheismus vs. Religionen  

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Dieses Thema hat 231 Antworten
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 Atheismus/Agnostizismus
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Fenris Offline

Freidenker

Beiträge: 1.345

26.01.2007 13:16
#76 RE: Gegenfrage - warum sollten Christen nicht versuchen andere zu bekehren antworten

In Antwort auf:
Das hatte gar nichts mit Religion zu tun.


Es wäre interessant zu erfahren, woher denn diese Angst kam. Möglich wäre doch, dass man gerade in den "sexuell" begründeten Tabus eine Mixtur aus allen möglichen Informationen braute. Ist ja auch ein Thema, das bei allen drei grossen Religionen ein fast unverhältnismässigen grossen Kapitel beansprucht und wo der Feind, für einmal, von allen als der gleiche identifiziert wird.


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Das Tier taugt zu allem, was es soll, vollkommen. Der Mensch zu nichts recht, als was er lernt, liebt und übt. (Johann Heinrich Pestalozzi 1746-1827)

Fenris Offline

Freidenker

Beiträge: 1.345

26.01.2007 13:23
#77 RE: Gegenfrage - warum sollten Christen nicht versuchen andere zu bekehren antworten

Zitat von the swot
Bei der Frau spielt die Blutung eine Rolle....Während dieser Zeit gilt sie als unrein.



Ja gut, aber warum, wie wird das begründet? Wie ist diese "Unreinheit "zu verstehen? Habe mich mal zur Reinigung etwas informiert und finde nachstehenden Artikel ganz interessant.

http://www.talmud.de/cms/Die_Mikweh.98.0.html

Auch hier ist aber festzustellen, dass es die Männer sind, die das Regelwerk verwalten und anpassen sich aber selber nie in eine solche Ecke drängen.


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Das Tier taugt zu allem, was es soll, vollkommen. Der Mensch zu nichts recht, als was er lernt, liebt und übt. (Johann Heinrich Pestalozzi 1746-1827)

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

26.01.2007 13:32
#78 RE: Gegenfrage - warum sollten Christen nicht versuchen andere zu bekehren antworten

In Antwort auf:
Es wäre interessant zu erfahren, woher denn diese Angst kam.


Stimmt, manches hat wohl in der Vergangenheit seinen Ursprung in Religion und sich inzwischen bloß losgelöst.
Während bei manchen, wie Weihnachten, zumindest noch bekannt ist, wo es herkommt, ist es bei anderem völlig vergessen.
Für meine Mutter war es einfach Hauswirtschaftslehre, für mich Aberglaube.




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Fenris Offline

Freidenker

Beiträge: 1.345

26.01.2007 16:35
#79 RE: Gegenfrage - warum sollten Christen nicht versuchen andere zu bekehren antworten

Hab mir grad überlegt, wie das eigentlich bei mir zu Hause war. Das Umfeld hätte nämlich gestimmt, ländliche Gegend, erzkatholisches, kleines Dorf, meine Mutter Jahrgang 1920 hat eh jeglichen Unsinn der Kirche mitgemacht und mir mit den befohlenen Kirchgängen die halbe Jugend gestohlen. Von daher betrachtet, hätte es eigentlich auch bei mir einmal im Monat nicht zu futtern geben dürfen, an den blöden Fisch immer freitags kann ich mich zwar noch erinnern aber dass es mal gar nichts gab? Meine wie soll das gehen, wenn die Regel in der Regel 4-5 Tage dauert? Solch ein Fasten hätten ich und mein Körper sicher nicht vergessen. Die Nachbarskinder waren eigentlich diejenigen, die immer etwas schwächelten, viel krank waren und schlechte Zähne hatten. Möglicherweise war deren Mutter noch katholischer, wobei meine eigentlich nur noch von der Madonna höchstpersönlich hätte übertroffen werden können und das auch nur wegen dem ganzen Empfängnistheater.
Vielleicht war ich ja das „Einmachglas“, das schlecht wurde? Die Indizien sprechen jedenfalls nicht dagegen. Meine, aus der Sicht meiner Mutter, des Dorfpfarrers und des Taufpaten muss man es doch als Misserfolg werten, wenn einer wie ich, der trotz mehrjähriger Erfahrung als Messdiener und aufmerksamer Vielfrager im Religionsunterricht schlussendlich zum Atheisten verkommt. Noch heute kann man meine frühkindlichen Schnitzereien in den Kirchbänken sowie den Brandfleck auf der Altarstufe, als mir im hypnoseähnlichen Halleluja die Kohle aus dem Weihrau(s)chgefäss sprang, bestaunen. Es waren somit doch die besten Vorraussetzungen für eine vatikanische Karriere vorhanden zumindest die Schweizergarde hätte man ins Auge fassen können. Als Mann in Uniform in Rom mit antikem Phallussymbol, praktisch ein Ein-Mann-Kreuzzug, was hätte ich da Römerinnen…..eines der meistfotografierten Sujets der Japanerinnen……Italien , Amerika, Hollywood das wären die nächst logischen Schritte gewesen…. aber was soll’s, was wäre wenn hilft auch nicht mehr. Hat eben nicht sein sollen, wie konnte Mutter ausgerechnet bei dieser Regel so nachlässig sein, ein und aus hätte sie gehen können beim Paps dort, Taubenfüttern auf dem Petersplatz….aber eben, wenn man sich nicht mal an die simpelsten Gebote halten kann.. die anderen als Heiden beschimpfen aber selber keine Ahnung…eigentlich sollte ich sie aus dem Testament streichen…Auge um Auge…


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Gaja Offline



Beiträge: 48

12.03.2007 07:12
#80 RE: Gegenfrage - warum sollten Christen nicht versuchen andere zu bekehren antworten

In Antwort auf:
Christian D!
Es gibt sehr viele Menschen - insbesondere auf dieser Seite - die wohl der Meinung sind das jeder der sich "Christ" schimpft ihn bekehren will. Ich frage mich ob gewissen Personen die Worte "Bitte Bekehren" auf der Stirn tragen den micht hat bisher noch nie jemand zu seiner Religion bekehren wollen.

Herje, ihr tut ja so also wenn da drausen Scharen von Zeugen Jehovas u.ä. rumlaufen. Glaubt ihr nicht das ihr da etwas übertreibt. Meiner Meinung nach versuchen wohl eher die Atheisten uns von ihrer Meinung zu überzeugen.

Das musste einfach mal loswerden!

mfg und ein schönes Leben noch

Christian D!


Ich denk es kommt drauf an, wo man wohnt
In einer groß Stadt wie HH oder Berlin, wird man so etwas wohl kaum finden.
Ich persönlich, habe schon meine bekannschaft mit , nehmen wir sie Bekerer, gehabt.
Auf meine gegen Fragen, mussten viele erst einmal nachdenken, oder haben immer wieder das gleiche gefasselt

In Antwort auf:
Meiner Meinung nach versuchen wohl eher die Atheisten uns von ihrer Meinung zu überzeugen.


Seh ich nicht so, ihre Argomente fallen, anscheinend nur schwer wiegender aus.
Wie kommt es sonst, das man sollch eine Meinung hat?

Mich hat noch nie ein Atheist versucht von örgend etwas zu überzeugen. Im gegenteil,
sie scheinen bis jetzt die einzigsten zu sein,die einen anderen so nehmen wie sie sind. Mit Glaube oder ohne.

emporda ( Gast )
Beiträge:

11.06.2007 18:09
#81 RE: Gegenfrage - warum sollten Christen nicht versuchen andere zu bekehren antworten

Ich persönlich, habe schon meine bekannschaft mit , nehmen wir sie Bekerer, gehabt.
Auf meine gegen Fragen, mussten viele erst einmal nachdenken, oder haben immer wieder das gleiche gefasselt.
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Ganz einfach, Christen kennen den realen Hintergrund auch nicht und sind nur billige Drückerkolonnen in Sachen Religion wie etwa bei den Z.J., die von Tüt zu Tür ziehen auf der Suche nach dem Idioten von heute.

Der Punkt ist eher der, dass der bigotte Bodensatz der Menschheit nicht zu den hellen Leuchten zählt. Es gibt signifikante Korrelationen für diese Tatsache - je frommer um so dümmer. Leute wie die Forumsvertreter der heiligen Inquisition verstehen die komplexen Zusammenhänge nicht weil sie es nicht wollen, sie sind dazu vollkommen unfähig. Wer Jahrzehnte ein einziges Buch studiert, bei dem es zu jeder Geschichte nur eine einzige offizielle Losung samt Dogma gibt, der hat schlicht verlernt frei und ungebunden ohne Dogmen zu denken bzw. sein Gehirn einzuschalten sobald der Pfaffe wegschaut.

Es ist eine eher philosophische Frage - muss man fromm sein um dumm zu sein oder genügt es schlicht dumm zu sein um fromm zu werden. Das mag manchem arrogant erscheinen, nur Tausende religiöse Pamphlete der frommen Einheitsdoktrin belegen diesen Schluss mehr als überdeutlich. Nicht umsonst tummeln sich auf diesem Gebiet Hunderte von Sekten, von denen einzelne ein Bilanzvermögen von 1 Milliarde US$ aufweisen. Mit der Einfalt der Menschen kann man leicht und ohne Arbeit Reichtum anhäufen, den jeden Morgen lässt Gott einen neuen Idioten aufstehen.

Aus der dumpfen Angst heraus nicht zu begreifen was vorgeht, muss die Welt der Bigotten statisch sein und es auch auf ewig bleiben. Konzepte wie die flache Erde als Zentrum des göttlichen Universums oder eine Sonne die sich um die Erde dreht, waren und sind dem größten Einfaltspinsel verständlich. Man brauchte sich nicht mit gekrümmten Räumen, relativer Zeit, Rotlichtverschiebung, fremden Sprachen, C-14 Datierungen, Dendrologie und Aminosäuren abmühen. Das ist doch alles Mumpitz, wozu also überhaupt denken?. Wissenschaft ist kompliziert, erfordert ein hohes Fachwissen und Jahre Erfahrung mit den Fakten und eine ganz spezifische Denkweise, die bereit ist alles in Frage zu stellen.

Dagegen sind Religion und Theologie keine Wissenschaften, freies und ungebundenes Denken ohne Dogmen ist nicht nur verboten sondern auch überflüssig, das Ergebnis steht immer schon von Anfang an fest. Wer sich nicht an diese Vorgabe hält, der wird von der heiligen Glaubenkongregation (früher heilige Inquisition) aussortiert und verdammt.

Die Mehrheit der 1,2 Milliarden Katholen und 0,8 Milliarden Evangelen sind nur harmlose und friedliche Mitläufer, die sich ihre Glaubensinhalte mehr oder weniger zurechtstutzen und daraus ihre seelischen Krücken schnitzen, obwohl die katholischen Glaubensdogmen ihnen deswegen ewige Höllenqualen garantieren. Wer dabei zu sehr daneben haut, dem zeigt die heilige Glaubenskongregation wo es lang geht und entfernt ihn still und heimlich aus dem Kreis der Erlauchten – oft mit Verlust der bürgerlichen Existenz.

Eine Gefahr für die Menschheit sind die Fundamentalisten, für die der spezifische Glaubensinhalt absolut, heilig und erhaben ist. Gegenteilige Fakten zählen nicht, die Wissenschaft hat sich dem Glauben unterzuordnen. Wenn die Realität ihrer Welt nicht mehr zum Glauben passt, dann muss man die Realität eben ändern – notfalls mit Gewalt.

Diese Menschen haben Millionen Mitmenschen zum Segen ihres Gottes in Kriege getrieben, auf Scheiterhaufen verbrannt, gefoltert, beraubt, bestohlen und betrogen. Und sie werden es wieder tun. Genau so sehr wie sie blind und fanatisch sind, genau so wenig sind sie belehrbar bzw. willens sich in ihrem Handeln den gesellschaftlichen Mehrheiten und Vorgaben zu beugen.


Christian D! ( Gast )
Beiträge:

14.06.2007 20:21
#82 RE: Gegenfrage - warum sollten Christen nicht versuchen andere zu bekehren antworten

OK, ich kann mich nicht mehr zurück halten! Eigentlich wollte ich mindestens einen Monat nichts mehr schreiben aber hier bleibt mir einfach die Spucke weg!

Emporda - was haben dir die Christen eigentlich je getan das du so eine Hetze auf sie machst? Du fällst hier einzig und allein durch Hassparolen auf.
Du stellst die Christen so da wie Hitler die Juden - als Bedrohung für die gesammt Welt. Wenn es noch mehr von deiner Sorte geben würde wäret IHR eine ernst zunehmende bedohung für die Welt!

Recureda esto sinperguenza!

the swot ( Gast )
Beiträge:

14.06.2007 20:24
#83 RE: Gegenfrage - warum sollten Christen nicht versuchen andere zu bekehren antworten

Naja die größte Bedrohung für die Welt waren in der Geschichte bisher auch immer die Christen...

Casmiel Offline

Diabolist


Beiträge: 712

14.06.2007 20:33
#84 RE: Gegenfrage - warum sollten Christen nicht versuchen andere zu bekehren antworten

Ich bin zwar selbst kein Christ - aber ein wenig verteidigen möchte ich an dieser Stelle schon.
Mir scheint es heutzutage so als haben die Christen aus der Geschichte gelernt - Etwas wie ein Kreuzzug oder eine Inquisition ist heutzutager nicht mehr denkbar - zumindest aus der Sicht der heutigen allgemeinen Christenheit

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Erleuchtung erlangt man nicht, indem man sich dem Licht hingibt, sondern indem man die Dunkelheit ergründet (C.G. Jung)

the swot ( Gast )
Beiträge:

14.06.2007 20:36
#85 RE: Gegenfrage - warum sollten Christen nicht versuchen andere zu bekehren antworten

Ja mag sein dass sie gelernt haben...ändert aber nichts an der Tatsache, dass unter anderem im Namen des Christentums die größten Verbrechen verübt wurden. Und eine Religion lebt letztendlich durch ihre Anhänger.

Casmiel Offline

Diabolist


Beiträge: 712

14.06.2007 20:49
#86 RE: Gegenfrage - warum sollten Christen nicht versuchen andere zu bekehren antworten

z.B grade die Kreuzzüge werden heute noch von islamistischen Führern zur Volksverhetzung benutzt.
Ich denke man sollte die Vergangenheit des Christentums in Erinnerung behalten und sie als Mahnmal sehen dass wenn die Kirchen zu viel Macht erlangen und sich zu stark in unser weltliches Leben mit ihrer leider oft durchdringenden korrupten Ader einmischen unseren Verstand und die Menschheit vergiften. Deshalb sollte es überall in jedem Staat eine strikte laizistische Trennung geben.

Trotzdem kann man das heutige Christentum nur schwerlich mit den Zuständen im Mittelalter vergleichen.
Damals ist auch der Großteil der einfachen Bevölkerung schon fast fundamentalistisch erzogen und geleitet worden.
Solche Anhänger sind heute um einiges seltener anzutreffen.
Man kann allgemein ganz sicher sagen dass das Christentum heute sich viel mehr für den Frieden als für den heiligen Krieg engagiert.

Wir sprechen ja nun grade über aktuelle Thematiken deshalb finde ich sollte man das Christentum auch unter aktuellen Gesichtspunkten sehen.
Und nicht nur auf seine schändliche Geschichte zurückgreifen

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SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 5.472

14.06.2007 22:16
#87 RE: Gegenfrage - warum sollten Christen nicht versuchen andere zu bekehren antworten

In Antwort auf:
Und eine Religion lebt letztendlich durch ihre Anhänger.

Aklso leben sollte sie ja eigentlich durch die Schriften, so sie denn welche haben - also Bibel, Torah, Koran, Veden, etc. Aushängeschild sind dann meist die Gläubigen selbst, wobei man da differenzieren muss, zwischen traditionell Gläubigen und solchen, die ihren glauben noch ernst nehmen wollen. Zumindest das!

Dass du in mir und meinesgleichen eine Bedrohung siehst, find ich zwar schade, ist aber wohl nicht zu ändern. Na hoffentlich siehst du in mir nicht den hellebardenschwingenden Kreuzritter... weder materiell noch im Geiste


In Memory of Soul-Society

Wohl gibt es zwei Arten von Freunden und es sind diese: Käufliche und Unbezahlbare

Wo Wahrheit ist, ist Bescheidenheit (K.H.Deschner)

Wir wissen nur so viel, wie wir fragen (Wessel Gansfort, 1419-1489)

Relix Offline

Wertekiller


Beiträge: 3.480

15.06.2007 14:24
#88 RE: Gegenfrage - warum sollten Christen nicht versuchen andere zu bekehren antworten

Man sollte auf jeden Fall wie beim Holocaust zumindest innerhalb der christliche, oder zumindest katholischen Gemeinden Aufarbeitungen vornehmen, da aufgrund der Inquisition nicht weniger gestorben sind als bei Letzterem.

(War gestern bei der Podiumsdiskussion zum Philosophikum Lech - Robert Menasse meinte, er verstehe nicht, warum man Christen nicht aufgrund der Inquisition wegen Wiederbetätigung anklage)

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"Philosophie besteht aus Fragen, die niemals beantwortet werden können. Religion besteht aus Antworten, die niemals hinterfragt werden dürfen."
-Anonym

Arturo Offline



Beiträge: 88

29.09.2007 19:43
#89 RE: Gegenfrage - warum sollten Christen nicht versuchen andere zu bekehren antworten
"warum sollten Christen nicht versuchen andere zu bekehren"

>> Ganz einfach : Jeder gute Mensch, der nach den noachidischen Geboten lebt, wird an der kommenden Welt ( eintreffen der Messias ) teilhaben. Es ist unerheblich welchem Volksstamm und Religion er angehört. Gott ist kein Rassist !

Christen sind aber davon überzeugt, das allein der Glaube an Jesus ( als Erlöser ) ausschlaggebend ist. Das Christentum hat sich weit von seiner Wurzel ( Judentum ) entfernt und genau das ist das Problem !

Liebe Christen, beschäftigt euch mehr mir eurer Wurzel ( das Judentum ), denn ohne Wurzeln kann kein Baum existieren !!!!

Gruß Arturo
Casmiel Offline

Diabolist


Beiträge: 712

29.09.2007 20:03
#90 RE: Gegenfrage - warum sollten Christen nicht versuchen andere zu bekehren antworten

Also sollen sich die Christen mehr am alten Testament orientieren ? Bitte nicht, das liest sich ja wie eine Kriegschronik

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Erleuchtung erlangt man nicht, indem man sich dem Licht hingibt, sondern indem man die Dunkelheit ergründet (C.G. Jung)

Reinecke ( gelöscht )
Beiträge:

30.09.2007 11:23
#91 RE: Gegenfrage - warum sollten Christen nicht versuchen andere zu bekehren antworten

Naja, es ist ja auch ne Kriegschronik...

Und um die Threadfrage zu beantworten: Weils den zu Bekehrenden auf die Nerven geht. Mir zumindest.

Azatoth Offline



Beiträge: 56

24.11.2007 08:45
#92 RE: Gegenfrage - warum sollten Christen nicht versuchen andere zu bekehren antworten

In Antwort auf:
"warum sollten Christen nicht versuchen andere zu bekehren"

>> Ganz einfach : Jeder gute Mensch, der nach den noachidischen Geboten lebt, wird an der kommenden Welt ( eintreffen der Messias ) teilhaben. Es ist unerheblich welchem Volksstamm und Religion er angehört. Gott ist kein Rassist !

Christen sind aber davon überzeugt, das allein der Glaube an Jesus ( als Erlöser ) ausschlaggebend ist. Das Christentum hat sich weit von seiner Wurzel ( Judentum ) entfernt und genau das ist das Problem !

Liebe Christen, beschäftigt euch mehr mir eurer Wurzel ( das Judentum ), denn ohne Wurzeln kann kein Baum existieren !!!!

Gruß Arturo





Der Glaube an Jesus ist deshalb ausschlaggebend, weil kein Mensch auf der Welt ohne Sünde ist.
Erst durch die Gnade Jesu können wir uns von der Schuld befreien, aber auch nur wenn wir sein Angebot annehmen.
Wer gesündigt hat, und irgendwann damit aufhört, ist deshalb nicht frei von seiner Schuld, sondern nach wie vor zum Tode verurteilt.
Nach weltlichen Maßstäben würde ja auch kein Gericht der Welt einen Mörder freisprechen nur weil er den Rest der Welt am leben ließ, oder ?

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

24.11.2007 10:41
#93 RE: Gegenfrage - warum sollten Christen nicht versuchen andere zu bekehren antworten

Du solltest eigentlich schon gemerkt haben, dass es hier nicht um Diskussion religöser Fachfragen geht, sondern um die Unterschiede zwischen atheistischen und religiösen Weltanschauungen.

Wenn du nun aus deiner Sicht behauptest, kein Mensch ist ohne Sünde, ist das einfach falsch. Denn das gilt halt auch nur für deine Weltsicht.

Ich bin ohne Sünde. Alle anderen Atheisten auch, genau wie die Agnostiker.
Sünde ist Verstoß gegen Gottes Gebote. Wo kein Gott auch keine Sünde.

Und zurück zum Thema. Es nervt wirklich einfach von Leuten missioniert zu werden, die meist nicht einmal in der Lage sind, logisch zu argumentieren sondern einfach verlangen, irgendwelche alten Schwarten als einzige und unumstößliche Wahrheit anzuerkennen.
Für mich ist diese Art von Mission einfach unerträgliche Arroganz.
Und wer kann schon arrogante Typen leiden.

Azatoth Offline



Beiträge: 56

24.11.2007 11:18
#94 RE: Gegenfrage - warum sollten Christen nicht versuchen andere zu bekehren antworten

Ich verlange von niemandem die Bibel anzuerkennen. Mir geht es nur darum Irrtümer über die Bibel richtig zu stellen wo ich mich in der Lage dazu sehe. Ich bezog mich rein auf Arturos Post, und wenn er meine Antwort nützlich findet, dann reicht mir das. Unabhängig davon wie ihr anderen damit umgeht. Klar kann man mir jetzt deswegen Arroganz vorwerfen, aber muss man gleich so weit gehen ? Deine Reaktion klingt nicht weniger arrogant.

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

24.11.2007 12:20
#95 RE: Gegenfrage - warum sollten Christen nicht versuchen andere zu bekehren antworten

Wir sind nun aber mal hier um den Dialog zwischen Atheismus und Religion zu führen, nicht den interreligiösen. Auch wenn sich eine Antwort auf einen konkreten Beitrag bezieht, sind doch immer alle mit in der Diskussion drin und berechtigt, jederzeit einzugreifen.
Ja, das ist sogar erwünscht.

Die Arroganz die ich meine ist die, seine eigene Wahrheit als einzig mögliche darzustellen, seine Weltanschauung als einzig richtige. Ich glaube nicht, dass ich das mache.

Nieselpriem ( Gast )
Beiträge:

24.11.2007 13:01
#96 RE: Gegenfrage - warum sollten Christen nicht versuchen andere zu bekehren antworten
Azatoth, wie kann denn bittschön jemand sündigen, der noch niemals etwas von deinem Gott gehört hat? Und ja, solche Menschen gibt es! Bitte erkläre mir das!
qilin Offline




Beiträge: 3.552

24.11.2007 15:03
#97 RE: Gegenfrage - warum sollten Christen nicht versuchen andere zu bekehren antworten

Zitat von Azatoth
Der Glaube an Jesus ist deshalb ausschlaggebend, weil kein Mensch auf der Welt ohne Sünde ist.
Erst durch die Gnade Jesu können wir uns von der Schuld befreien, aber auch nur wenn wir sein Angebot annehmen.
Wer gesündigt hat, und irgendwann damit aufhört, ist deshalb nicht frei von seiner Schuld, sondern nach wie vor zum Tode verurteilt.
Nach weltlichen Maßstäben würde ja auch kein Gericht der Welt einen Mörder freisprechen nur weil er den Rest der Welt am leben ließ, oder ?
Nun, ich würde 'Sünde' nicht so eng definieren, eher allgemein als 'Schuld' - aber selbst wenn ich die Bibel wörtlich nehmen sollte -
wo kann man dort entnehmen, dass 'nur die Gnade Jesu uns von der Schuld befreit, aber auch nur wenn wir sein Angebot annehmen'
Möglich dass manche christliche Gruppierungen das so sehen, aber allgemein christliches Glaubensgut ist es nicht, und biblisch begründbar
wohl auch nur sehr schwer...

___________________________
Nichts bedarf so sehr der Reform
wie die Meinungen anderer Leute. [Mark Twain]

() qilin

Azatoth Offline



Beiträge: 56

24.11.2007 15:52
#98 RE: Gegenfrage - warum sollten Christen nicht versuchen andere zu bekehren antworten

@Bruder Spaghettus

Also ich stelle meine Sicht auch nicht als die einzig richtige hin, ich kenne ja auch gar nicht alle Weltansichten um das beurteilen zu können.
Nur wenn jemand sagt, dass die Bibel an einer bestimmten Stelle unschlüssig oder total unsinnig wäre, dann prüfe ich das nach und teile mein Ergebnis dazu mit. In dem Fall hat Arturo behauptet, dass der Glaube an Jesus gemäß der Bibel unnötig wäre. Ich habe hoffentlich klar dargestellt, dass der Glaube an Jesus eben doch biblisch begründbar ist. Mehr wollte ich nicht. Wenn jemand das immer noch anders sieht, können wir die Diskussion dazu gerne fort setzen.



@Nieselpriem

Römer 2,14 - 15 :
-----------------
Denn wenn Heiden, die das Gesetz nicht haben, doch von Natur tun, was das Gesetz fordert, so sind sie, obwohl sie das Gesetz nicht haben, sich selbst Gesetz.
Sie beweisen damit, daß in ihr Herz geschrieben ist, was das Gesetz fordert, zumal ihr Gewissen es ihnen bezeugt, dazu auch die Gedanken, die einander anklagen oder auch entschuldigen."


Matthäus 22, 36 - 40 :
----------------------
Meister, welches ist das höchste Gebot im Gesetz?
Jesus aber antwortete ihm: «Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt».
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: «Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst».
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten.


Römer 13,8 - 10 :
-----------------
Seid niemandem etwas schuldig, außer, daß ihr euch untereinander liebt; denn wer den andern liebt, der hat das Gesetz erfüllt.
Denn was da gesagt ist : «Du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht töten; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht begehren», und was da sonst an Geboten ist, das wird in diesem Wort zusammengefaßt : «Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.»
Die Liebe btut dem Nächsten nichts Böses. So ist nun die Liebe des Gesetzes Erfüllung.


Römer 1, 20 :
-------------
Denn Gottes unsichtbares Wesen, das ist seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit der Schöpfung der Welt ersehen aus seinen Werken, wenn man sie wahrnimmt, so daß sie keine Entschuldigung haben.



Die Reihenfolge der Zitate habe ich bewusst so gewählt.

Azatoth Offline



Beiträge: 56

24.11.2007 16:07
#99 RE: Gegenfrage - warum sollten Christen nicht versuchen andere zu bekehren antworten

In Antwort auf:
wo kann man dort entnehmen, dass 'nur die Gnade Jesu uns von der Schuld befreit, aber auch nur wenn wir sein Angebot annehmen'


Johannes 14,6-7 :
---------------
Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.
Wenn ihr mich erkannt habt, so werdet ihr auch meinen Vater erkennen. Und von nun an kennt ihr ihn und habt ihn gesehen.


Das Erkennen, ist die bewusste Annahme des Gnadenangebotes. Ungewollte oder zufällige Gnädigkeit gibt es nicht.

Römer 5,15 :
------------
Aber nicht verhält sich's mit der Gabe wie mit der Sünde. Denn wenn durch die Sünde des Einen die Vielen gestorben sind, um wieviel mehr ist Gottes Gnade und Gabe den vielen überreich zuteil geworden durch die Gnade des einen Menschen Jesus Christus.

Nieselpriem ( Gast )
Beiträge:

24.11.2007 17:42
#100 RE: Gegenfrage - warum sollten Christen nicht versuchen andere zu bekehren antworten

Tja Azatoth, das hast du wunderschön zitiert. Aber es beantwortet meine Frage nicht im Geringsten. Nehmen wir doch einfach mal das Beispiel des Ehebruchs. Die Ehe als solches wird bei allen Kulturen dieser Erde anders gehandhabt. Mehrehen sind hier ein wunderbares Beispiel. Wenn jetzt aber jemand die Ehe bricht, weil er seine Partnerin nicht mehr liebt, seine Geliebte aber schon, dann hat er sich ja für die Liebe entschieden, aber gegen ein Gebot. Hat er nun gesündigt, oder nicht? Und es gibt auch Völker, bei denen es durchaus üblich ist, dass man fremd schnackselt, ohne dabei zu sündigen. Die kennen die Sünden der Bibel noch nichtmal. Was ist denn nun mit denen? Wie kann Gott einen Menschen für ein ihm unverständliches Vergehen strafen, wo dieser Mensch doch noch nicht einmal wußte, dass er ein Verbrechen begangen hat? Fragen über Fragen, auf die deine Bibel keine Antwort bietet. Ok, das habe ich auch nicht erwartet, denn sie ist nur ein fehlbares Buch. Wenn sich jetzt aber jemand darauf beruft, sie wäre Gottes Wort, dann muss logischerweise auch dieser Gott fehlbar sein, sonst hätte er es ja unmissverständlich und universal gültig formulieren können. Also irgendwie stimmt da hinten und vorne nix.

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