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Religionsforum
Atheismus vs. Religionen  

Der substanzielle  Dialog
 
"Je suis Charlie!"
Für Säkularismus und Religionskritik!


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Dieses Thema hat 231 Antworten
und wurde 8.979 mal aufgerufen
 Atheismus/Agnostizismus
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89 ( Gast )
Beiträge:

24.11.2007 18:12
#101 RE: Gegenfrage - warum sollten Christen nicht versuchen andere zu bekehren antworten

In Antwort auf:
Der Glaube an Jesus ist deshalb ausschlaggebend, weil kein Mensch auf der Welt ohne Sünde ist.
Erst durch die Gnade Jesu können wir uns von der Schuld befreien, aber auch nur wenn wir sein Angebot annehmen.
Da fällt mir noch eine Frage ein, die du nicht beantworten kannst, nehme ich an.
Wenn nur die Gnade Jesu zur Erlösung führt, was ist mit den Abermillionen Menschlein, die vor dem Auftritt seiner Herrlichkeit gelebt haben?

Lukrez Offline




Beiträge: 5.513

24.11.2007 19:59
#102 RE: Gegenfrage - warum sollten Christen nicht versuchen andere zu bekehren antworten

In Antwort auf:
Wenn nur die Gnade Jesu zur Erlösung führt, was ist mit den Abermillionen Menschlein, die vor dem Auftritt seiner Herrlichkeit gelebt haben?

Die übliche arrogante religiöse Überheblichkeit halt...
Wir sollten uns mit diesen bornierten Typen nicht zu lange aufhalten - das lähmt nur das Denken und auch das Forum!
Was ist mit denen, die nie von Jesus hören werden?

__________________________________________________
Wenn du es nicht wagst, den Sinnen zu trauen, stürzen die Pfeiler des Lebens ein.
De nihilo nihil. Aus Nichts wird nichts.
Zu soviel Unheil hat schon die Religion die Menschen verleitet.
(Lukrez)

Tao-Ho Offline

Zennois


Beiträge: 5.365

24.11.2007 21:24
#103 RE: Gegenfrage - warum sollten Christen nicht versuchen andere zu bekehren antworten

In Antwort auf:
Was ist mit denen, die nie von Jesus hören werden?

Hm, da wäre z. B. Römer 5, der Vers 13
Zitat von Bibel
Denn die Sünde war wohl in der Welt, ehe das Gesetz kam;
aber wo kein Gesetz ist, da wird Sünde nicht angerechnet.

Also: Wenn einer noch nie was von Jesus gehört hat, ist es schon O.K., wenn
er mal ein bisschen über die Strenge schlägt...
Hm, dann ist missionieren ganz schon unfair. Soll man die Leutchen doch
in Frieden sündigen lassen, oder?

Ach, höre gerade eine Stimme von hinten: Das ist übrigens der Grund warum
sich Kaiser Konstantin erst auf dem Totenbett hat taufen lassen.
Ganz schön weise, dieses Früchtchen...

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So wie die Lotosblume lieblich und unbefleckt aus dem Schlamm sich erhebt...
() Tao-Ho

Lukrez Offline




Beiträge: 5.513

24.11.2007 21:48
#104 RE: Gegenfrage - warum sollten Christen nicht versuchen andere zu bekehren antworten

In Antwort auf:
Denn die Sünde war wohl in der Welt, ehe das Gesetz kam;
aber wo kein Gesetz ist, da wird Sünde nicht angerechnet.

Hatten denn Adam und Eva kein Gesetz?
Dann kann die Erbsünde also nicht angerechnet werden!
Und die Erbsünde wird ja immer angerechnet:
Der Tod ist der Sünde Sold - wie die Christen ja immer so schön sagen...

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(Lukrez)

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 5.472

24.11.2007 21:57
#105 RE: Gegenfrage - warum sollten Christen nicht versuchen andere zu bekehren antworten

In Antwort auf:
Hm, dann ist missionieren ganz schon unfair. Soll man die Leutchen doch
in Frieden sündigen lassen, oder?

Dem stünde dann bloß ein anderer biblischer grundsatz aus Hes. 3:18-21 im Wege...

sozusagen Unterlassene Hilfeleistung! Die ist nicht nur seitens der Legislative der BR Deutschland strafbar


In Memory of Soul-Society

Wohl gibt es zwei Arten von Freunden und es sind diese: Käufliche und Unbezahlbare

Wo Wahrheit ist, ist Bescheidenheit (K.H.Deschner)

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89 ( Gast )
Beiträge:

24.11.2007 22:24
#106 RE: Gegenfrage - warum sollten Christen nicht versuchen andere zu bekehren antworten

Zitat von SnookerRI

Dem stünde dann bloß ein anderer biblischer grundsatz aus Hes. 3:18-21 im Wege...

Ihr versucht also euer Bestes, unsere jämmerliche ungläubige Haut zu retten und seit auf Gedeih und Verderb zur Rettung, respektive Mission verdonnert. Ob ihr wollt oder nicht.

Das Hesekiel-Zitat war noch nie in mein Bewusstsein gedrungen.....hmm.

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 5.472

24.11.2007 23:05
#107 RE: Gegenfrage - warum sollten Christen nicht versuchen andere zu bekehren antworten

In Antwort auf:
Ob ihr wollt oder nicht.

Na ein christ will schon helfen. Das wollen wahrscheinlich nicht die wenigsten. Dei reaktion des Einzelnen auf die ihm überbrachte Information ist das Entscheidende.


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qilin Offline




Beiträge: 3.552

25.11.2007 07:25
#108 RE: Gegenfrage - warum sollten Christen nicht versuchen andere zu bekehren antworten
Zitat von qilin
wo kann man dort entnehmen, dass 'nur die Gnade Jesu uns von der Schuld befreit, aber auch nur wenn wir sein Angebot annehmen?'
Zitat von Azatoth
Johannes 14,6-7: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.
Wenn ihr mich erkannt habt, so werdet ihr auch meinen Vater erkennen. Und von nun an kennt ihr ihn und habt ihn gesehen.

Das Erkennen, ist die bewusste Annahme des Gnadenangebotes. Ungewollte oder zufällige Gnädigkeit gibt es nicht.

Das allerdings ist Deine persönliche Meinung, in keiner Weise denknotwendig... Besser hast Du die Frage ja selbst schon beantwortet mit
In Antwort auf:
Römer 2,14 - 15: Denn wenn Heiden, die das Gesetz nicht haben, doch von Natur tun, was das Gesetz fordert, so sind sie, obwohl sie das Gesetz nicht haben, sich selbst Gesetz.
Sie beweisen damit, daß in ihr Herz geschrieben ist, was das Gesetz fordert, zumal ihr Gewissen es ihnen bezeugt, dazu auch die Gedanken, die einander anklagen oder auch entschuldigen."

___________________________
Nichts bedarf so sehr der Reform
wie die Meinungen anderer Leute. [Mark Twain]

() qilin

Tao-Ho Offline

Zennois


Beiträge: 5.365

25.11.2007 09:18
#109 RE: Gegenfrage - warum sollten Christen nicht versuchen andere zu bekehren antworten

Was sagt uns das Ganze? Gott (oder die Bibelschreiber / wir wollen ja beide
Seiten betrachten) wussten nie so recht was sie eigentlich wollten bzw. für
richtig erachtet haben.

Guten Morgen Snooker.
War schon klar, dass Du dieses Zitat bringst. Wurde in der Versammlung meines
Ex-Mannes immer gewürzt mit den Worten: "Wenn Du siehst das ein anderer Mensch
eine wunderschöne, aber vergiftete Torte isst, würdest Du ihn nicht davon
abhalten wollen?"
Da kann ich nur entgegenhalten: "Ich sage ihm einmal (ev´tl. zweimal) das er
eine vergiftete Torte isst und dann lass ich ihn. Gibt ja Krankenhäuser und
Ärzte (und zur Not Röm. 2 vers 14 + 15...)

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() Tao-Ho

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 5.472

25.11.2007 10:11
#110 RE: Gegenfrage - warum sollten Christen nicht versuchen andere zu bekehren antworten

In Antwort auf:
Da kann ich nur entgegenhalten: "Ich sage ihm einmal (ev´tl. zweimal) das er
eine vergiftete Torte isst und dann lass ich ihn. Gibt ja Krankenhäuser und
Ärzte
Ob derjenige es aber in der Situation bis zum Arzt oder ins Krankenhaus schafft? Ein Arzt ist selten in der Nähe, wenn man sich in gefahr begibt, und auch ein Krankenhaus liegt meist nicht direkt um die Ecke. Ich bin mir sicher, dass du jemandem, dem du helfen kannst, auch helfen wirst. Und das nicht nur ein oder zweimal...
Du wirst die Verantwortung ihm zu helfen bestimmt nicht von dir weisen und denken, dass ein, zwei warnhinweise ausreichen und wenn er nicht hört ist es halt sein Pech. Ich denke nicht, dass dir der Mensch dann egal ist...

Natürlich möchte man niemandem auf die Nerven gehen. Auch christen möchten das nicht, wenn sie mit anderen über ihren Glauben sprechen. Was erreicht man wohl bei jemandem, der sich durch das Thema oder die Herangehensweise genervt fühlt? Eben nichts, bzw. eher das gegenteil von dem, was man eigentlich möchte.

Warum sich so mancher Atheist und Agnostiker von den Bemühungen der Christen belästigt fühlt, ist hier ja schon teilweise angeklungen: Da ist z.B. der Anspruch, die biblische Wahrheit zu besitzen, der Gedanke der Werbung für eine bestimmte Organisation... und auch Zweifel an der Aufrichtigkeit einiger Missionare. Hinzu kommen diverse persönliche Überlegungen (aus Erfahrungen), die zu Barrieren gegen jeden Gedanken an einen personifizierten Gott werden.
Wenn man all das berücksichtigt kann man die Reaktion von Atheisten sehr gut nachempfinden, denn bei den drei Erstgenannten Gründen, kommt das persönliche Interesse am Menschen selbst immer zu kurz, oder findet keine Beachtung.

Es ist sicherlich nicht einfach, als Christ dem Bild welches, Atheisten von Gläubigen haben, entgegenzuwirken. Ich möchte auch ganz realistisch sagen, dass das wahrscheinlich jahrhunderte benötigte; eine Zeitspanne, in der den menschen genug Zeit gegeben wird, über Generationen das kirchliche Gottesbild, was vielen Atheisten vorschwebt, zu verarbeiten.


In Memory of Soul-Society

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Reinecke ( gelöscht )
Beiträge:

25.11.2007 11:48
#111 RE: Gegenfrage - warum sollten Christen nicht versuchen andere zu bekehren antworten
In Antwort auf:
qilin schrieb: 'nur die Gnade Jesu uns von der Schuld befreit, aber auch nur wenn wir sein Angebot annehmen'

Ich hab die ev. Rechtfertigungslehre auch so verstanden: Glaub an Jesus, und alles ist gut. Aber die Sünde ist ja uch eher ne katholische Geschichte...
89 ( Gast )
Beiträge:

25.11.2007 12:03
#112 RE: Gegenfrage - warum sollten Christen nicht versuchen andere zu bekehren antworten

Zitat von SnookerRI
Dei reaktion des Einzelnen auf die ihm überbrachte Information ist das Entscheidende.
Wenn das Wohlwollen des einzelnen, angesprochenen Menschen in dem Maße von der überbrachten Botschaft abhängt, sind die christlichen od. sonstigen Missionare natürlich nicht zu beneiden.
Ihnen ist geboten, die Leute auf den, ihrer Meinung nach, gerechten und besten Weg zu führen und diese Ignoranten wollen gar nichts davon hören.
Allerdings habe ich auch oft den Eindruck, die eifrigsten Missionare sind so von ihrer Botschaft durchdrungen, das es sie einen Scheißdreck interessiert, ob der andere mental für das Ganze überhaupt offen ist. (Vielleicht deshalb die oft doch vornehm zurückhaltende Art der Z.J., wenn sie in der Fußgängerpassage mit ihren Blättchen stehen und niemanden ansprechen...?)

Dann gibt es aber natürlich auch die Situation, wo fundamentalistische Clans unter dem Deckmantel des sozialen Engagement die Bibel gleich in das Fresspaket integrieren, welches sie nach 'ner Naturkatastrophe wohlwollend überreichen und sich selbst auf die Schulter klopfen....'eventuell wieder 'ne Seele gerettet.'

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 5.472

25.11.2007 15:31
#113 RE: Gegenfrage - warum sollten Christen nicht versuchen andere zu bekehren antworten

In Antwort auf:
Ihnen ist geboten, die Leute auf den, ihrer Meinung nach, gerechten und besten Weg zu führen und diese Ignoranten wollen gar nichts davon hören.
Das ist ganz normaler Alltag... "Ignorant" hat aber einen eher zynischen Beigeschmack, von einer Art Überlegenheitsgefühl... Ist wichtig, dass das nicht so rüber kommt.


In Antwort auf:
wohlwollend überreichen und sich selbst auf die Schulter klopfen....'eventuell wieder 'ne Seele gerettet.'
Bei dem Motiv kämen mir aber arge Zweifel an der Aufrichtigkeit.


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Tao-Ho Offline

Zennois


Beiträge: 5.365

25.11.2007 17:53
#114 RE: Gegenfrage - warum sollten Christen nicht versuchen andere zu bekehren antworten

In Antwort auf:
bin mir sicher, dass du jemandem, dem du helfen kannst, auch helfen wirst. Und das nicht nur ein oder zweimal...

Sicher würde ich das tun, aber ich würde niemals jemanden z. B. mit Gewalt davon abhalten, wenn er z. B. Selbstmord machen
will, denn ich habe nicht das Recht meinen Willen immer und überall über einen anderen Menschen zu stellen.

Sicher würde ich versuchen einen Selbstmörder von seiner Tat abzubringen, aber wenn er das tun will dann wird er
das tun und ich habe das gefälligst zu akzeptieren. Immerhin ist es sein Leben und nicht meins und ein Mensch
hat ab einem gewissen Alter das Recht sich selbst zu bestimmen, solange es nicht das Leben anderer gefährdet.

Ein Selbstmörder, der eine vergiftete Torte isst, ist genauso ungefährlich für die Allgemeinheit wie ein Atheist.
Die Sache wird nur dann anders, wenn der Selbstmörder einen anderen Weg wählt aus dem Leben zu scheiden, wie z. B.
mit dem Auto als Geisterfahrer über die Autobahn zu rasen. (oder wenn der Atheist Religionsunterricht, egal welcher
Art, verbieten will).

Hm, weiss nicht so recht ob das so verstanden wird, wie ich es meine. (habe mal wieder den ganzen Tag kein Deutsch
gedacht...)

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() Tao-Ho

89 ( Gast )
Beiträge:

25.11.2007 18:54
#115 RE: Gegenfrage - warum sollten Christen nicht versuchen andere zu bekehren antworten

In Antwort auf:
Bei dem Motiv kämen mir aber arge Zweifel an der Aufrichtigkeit.
Das wollte ich ja damit sagen...

0815 Offline



Beiträge: 55

29.02.2008 18:33
#116 RE: Gegenfrage - warum sollten Christen nicht versuchen andere zu bekehren antworten

"Warum solten Christen nicht versuchen andere zu bekehren"
Wenn man das Gespräch mit der Absicht der Bekehrung führt,
stellt man sich auf dieselbe Stufe mit Stalinisten , Kommunisten , Sozialisten etcpp.
Mit Leuten , welche einem einst verboten haben über Gott zu reden im Sinne einer Bekehrung.

Bekehrt (den eigenen Willen aufgezwängt)haben schon viele zu vielem.
Es erfordert der Respekt vor einer anderen Person , dass man sie für so mündig hält selbstdenkend
seinen Weg zu finden.


Dass man allerdings über den eigenen Glauben nur bedingt reden scheint modern zu sein.
Man rede öffentlich sicherheitshalber lieber von TV- Sendungen (Big brother und co) ,der yellow -ress , Fußball und co.
Hierbei haftet einem bestimmt kein dümmliches Image an.

Wer aber sagt er habe den Rosenkranz gebetet ( also nichts mit abenteuerlichen Jakobs- Weg Trip
oder mal n' hipper Rückzug in einem Orden so zur inneren Einkehr, oder Club-Med in Indien oder , oder..)
wird vermutlich als naiv angesehen.


Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

29.02.2008 19:22
#117 RE: Gegenfrage - warum sollten Christen nicht versuchen andere zu bekehren antworten

In Antwort auf:
Wer aber sagt er habe den Rosenkranz gebetet ( also nichts mit abenteuerlichen Jakobs- Weg Trip
oder mal n' hipper Rückzug in einem Orden so zur inneren Einkehr, oder Club-Med in Indien oder , oder..)
wird vermutlich als naiv angesehen.

Was wäre da schlimm dran? Hört sich doch so an, als ob du ganz bewusst nicht zu den Darstellungschristen gehören möchtest.
Wie kommst du dann auf den Gedanken bzw. Wunsch, dem Abbeten von Rosenkränzen möge besondere Achtung entgegenschlagen?

0815 Offline



Beiträge: 55

29.02.2008 19:41
#118 RE: Gegenfrage - warum sollten Christen nicht versuchen andere zu bekehren antworten

@Spaghettus
Das war nur ein Beispiel (ich bete gar keinen Rosenkranz, falls Du diese Information brauchst)

Was ich sagen wollte ist, dass man über jedem amderen Unsinn öffentlich reden kann, nur eben nicht über "Gott und die Welt".
Wenn es gestattet ist, dann ohne "Hysterie" (Man erinnere sich an die Prediger auf den öffentlichen Plätzen")
Das ganze sollte möglichst sachlich, von Glaubenspraxis und von Glaubenspraxis frei sein.

Aber ich darf euphorisch grölend wegen eines Fußballspiels durch die Straßen trotteln.

Zu Zeiten der DDR war es ebenfalls tabu...und die USA sind bigott. Na und wie sieht's in Burma aus oder im Tibet .
Hach , nö.

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

29.02.2008 20:03
#119 RE: Gegenfrage - warum sollten Christen nicht versuchen andere zu bekehren antworten

Ich verstehe nicht worauf du hinaus willst.

Ich habe nicht nur grölende Fussballfans auf den Straßen gesehen, sonder auch völlig ausgetickte "Gottesanbeter". Nicht nur auf entsprechenden Kirchentagen, auch wenn The Call ihren unheilvollen Ruf gesendet hat. Geht alles.

Was beklagst du genau, was nicht gehen soll?

0815 Offline



Beiträge: 55

29.02.2008 20:22
#120 RE: Gegenfrage - warum sollten Christen nicht versuchen andere zu bekehren antworten

Ich meine eben dies was Du beschreibst, dass man sich sehr präzise ausdrücken muß,
damit ´man nicht in falsche Schubladen gesteckt wird und sein religiöses Leben besser
für sich behält.
Wer heute am Arbeitsplatz frohlockt, dass er Christ ist (also nicht nur zur Weihnachtszeit,
da scheint dieses Thema ja wieder obligat) - einfach so-
und sich mit Bruder Spaghettus über die Bibelpassage XY unterhalten hat,
der bekommt in manchen Kreisen (naturwissenschaftliche Berufe usw.)
vermutlich zumindest nen schiefen Blick.
Noch problematischer sind extrem fremde Richtungen.

Es geht alles, wenn man es aushalten kann.

Lukrez Offline




Beiträge: 5.513

29.02.2008 21:36
#121 RE: Gegenfrage - warum sollten Christen nicht versuchen andere zu bekehren antworten

In Antwort auf:
Wer heute am Arbeitsplatz frohlockt, dass er Christ ist (also nicht nur zur Weihnachtszeit,
da scheint dieses Thema ja wieder obligat) - einfach so- ...

Mit solchen Leuten habe ich tatsächlich immer nur sehr schlechte Erfahrungen gemacht.
Ich posaune meinen Atheismus ja auch nicht andauernd hinaus - Christen scheinen das aber oft vollkommen normal zu finden.
Über meine Weltanschauung rede ich nur mit Personen die dafür auch Interesse zeigen.
Und die Missionare nerven sowieso immer unsäglich!

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(Lukrez)

Christian D! ( Gast )
Beiträge:

29.02.2008 21:43
#122 RE: Gegenfrage - warum sollten Christen nicht versuchen andere zu bekehren antworten

In Antwort auf:
Wer heute am Arbeitsplatz frohlockt, dass er Christ ist (also nicht nur zur Weihnachtszeit,
da scheint dieses Thema ja wieder obligat) - einfach so-
und sich mit Bruder Spaghettus über die Bibelpassage XY unterhalten hat,
der bekommt in manchen Kreisen (naturwissenschaftliche Berufe usw.)
vermutlich zumindest nen schiefen Blick.


Würde ich zumindest als unangenehm uns störend empfinden wenn mich jemand bei der Arbeit mit religiösen Texten vollmüllt - stell dir mal vor da wäre ein Moslem der dir (ohne dass du es willst) Pasagen aus dem Koran vorließt - wie fändest du das?
Ob jemand sagt das er einen Glauben hat und welchen nocht dazu empfinde ich nicht als störend - gehört auch dazu dass man weiß wie der andere tickt.

Bei mir im Büro gibt es z. B. haufenweise Moslems (Linde Dresden) und es stört da keinen, wenn Herr M. beispielsweise sagt: "Ne, tut mir leid aber das Mettbrötchen darf ich nicht essen."

Ich finde du siehst die Sache etwas zu verbissen.

In Antwort auf:
Noch problematischer sind extrem fremde Richtungen.

Da allerdings stimme ich dir zu, wenn ich jetzt mitbekommen würde dass ein Kolege Scientologe ist, dann würde ich schon einen gewissen Sicherheitsabstand halten.

Arturo Offline



Beiträge: 88

29.02.2008 21:44
#123 RE: Gegenfrage - warum sollten Christen nicht versuchen andere zu bekehren antworten

Azatoth schrieb :
"Der Glaube an Jesus ist deshalb ausschlaggebend, weil kein Mensch auf der Welt ohne Sünde ist.
Erst durch die Gnade Jesu können wir uns von der Schuld befreien, aber auch nur wenn wir sein Angebot annehmen.
Wer gesündigt hat, und irgendwann damit aufhört, ist deshalb nicht frei von seiner Schuld, sondern nach wie vor zum Tode verurteilt.
Nach weltlichen Maßstäben würde ja auch kein Gericht der Welt einen Mörder freisprechen nur weil er den Rest der Welt am leben ließ, oder ?"

Hallo Azatoth

Lass uns Klatext reden. Jeder so freundliche Christ ist sich 100% bewußt, das alle Juden ( außer Judenchristen sprich: missionierte Juden ) nicht an der kommenden Welt teilhaben werden.
Das wird die jeder Pfarrer/Priester sagen ( wenn er sich trauen würde ).

Jeder vierte Christ glaubt leider immernoch, das die Juden Yehoshua ( griechisch: Jesus ) getötet haben.

Die christliche Bibel wurde stark manipuliert ( hauptsächlich durch Paulus ) um die damaligen Götzenanbeter ( Griechen, Römer ) die "neue Religion" schmackhafter zu machen.

Die damalige Welt konnte sich einen Unvorstellbaren und "unsichtbaren" Gott nicht vorstellen. Es mußte jemand sein, der sichtbar, erklärbar, irdisch und mit gutem Beispiel anwesend war. Und schon wurde unser Yehoshua in diese Rolle eingepasst.

Die christliche Bibel hat nur scheinbar einen jüdischen Charakter. Sie ist aber nicht jüdisch, weil die Heiden die jüdischen Bräuche/Sitten ( Einhalten des Sabbats, koschere Nahrung usw. ) ablehnten . Übrigens genauso wie die heutigen Christen.

Sie begründen es damit, das Yehoshua sie von diese Regeln befreit hat ( durch seinen Opfertod ).

Das ist definitiv falsch! Jehoshua würde sich niemals von seinem Volk abwenden. Er war durch und durch Jude. Ein Semit aus dem Orient, mit dem ich mich heutenoch auf Hebräisch unterhalten würde ( falls er wiederkommt ).

Die Manipulation der christlichen Bibel ist für mich absolut wahrnehmbar und zwar dadurch, das ich mich sowohl mit der Thora als aich mit der Bibel beschäftigt habe.

Vieles wurde von uns ( Juden ) übernpmmen. Vieles wurde aber aus politisch-motivierten Gründen verändert und einiges schlich falsch aus dem Hebrräischen ins Griechische übersetzt.

Die modernen Christen wollen das neue auserwählte Volk sein. Deshalb bezeichnen sie ihre Bibel als das "neue Testament" ( ein Ausdruck, den ich nie benutze ).

Das neue Testament soll praktisch der neue Bund zwischen Gott und den Christen sein.

Merkst du hier was ???

Die Christen zertreten bewußt oder unbewußt ( aus Unkenntniß ) das Judentum indem sie sich als das "neue" auserwählte Volk ( bzw. Religionsgemeinschft ) darstellen.

Das ist absolut unannehmbar. Und ich protestiere laut und deutlich dagegen.

Unser Bund mit Gott hat nie aufgehört zu existieren und besteht weiterhin in der althebräischen Fassung, die die Christen nie in der Lage werden zu begreifen.

Die Christen sollten unseren Yehoshua in Ruhe lassen und sich jemanden anderen suchen, aus dem sie einen Götzen formen können.

Yehoshua war ein jüdischer Rabbiner und ich bin mir zu 100% sicher, das er das heutige Christentum ( was früher eine kleine jüdische Sekte war ) niemals azeptieren würde.

Und Ihr erwartet Yehoshuas Wiederkehr ??

Da bin ich wirklich gespannt, wie er reagieren würde, wenn er erfahren würde, wieviel Leid das jüdische Volk in den letzen 2000 Jahren durch das Christentum widerfahren ist.

Shalom an alle und tut mir leid wenn ich mit meinen Worten jemanden verletzt haben sollte.
Arturo

Lukrez Offline




Beiträge: 5.513

29.02.2008 21:56
#124 RE: Gegenfrage - warum sollten Christen nicht versuchen andere zu bekehren antworten

In Antwort auf:
Yehoshua war ein jüdischer Rabbiner und ich bin mir zu 100% sicher, das er das heutige Christentum ( was früher eine kleine jüdische Sekte war ) niemals azeptieren würde.

Glaubst du er würde das heutige Judentum akzeptieren?
Hältst du das Judentum für die überlegene Religion und nur die Juden für das auserwählte Volk?
Ich finde die Auseinandersetzungen zwischen den Religionen ja recht witzig!
Jeder ist im Besitz der einzigen Wahrheit.

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SnookerRI Offline

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Beiträge: 5.472

29.02.2008 22:30
#125 RE: Gegenfrage - warum sollten Christen nicht versuchen andere zu bekehren antworten

In Antwort auf:
Das ist absolut unannehmbar. Und ich protestiere laut und deutlich dagegen.
Ist doch gar nicht nötig! Du hast deine Ansicht über das Christentum, andere menschen haben andere Ansichten. Was für dich völlig unannehmbar ist, aus den Gründen, die du nennst, muss nicht für alle gleichermaßen gelten.

Noch drei Dinge zum Inhalt:

In Antwort auf:
Die christliche Bibel wurde stark manipuliert ( hauptsächlich durch Paulus ) um die damaligen Götzenanbeter ( Griechen, Römer ) die "neue Religion" schmackhafter zu machen.

Darum ging es ihm offensichtlich nicht. Sonst hätte er sich andere Lehren überlegt, die ihm nicht den hass des Volkes und letztlich seinen Tod einbrachten. Denn schmackhaft waren die Lehren des Paulus den Wenigsten. Zu diesen gehörten z.B. die Beröer.

In Antwort auf:
Die damalige Welt konnte sich einen Unvorstellbaren und "unsichtbaren" Gott nicht vorstellen. Es mußte jemand sein, der sichtbar, erklärbar, irdisch und mit gutem Beispiel anwesend war. Und schon wurde unser Yehoshua in diese Rolle eingepasst.

Zum einen ist das kein Problem allein der damaligen Welt und zum anderen weißt du nur zu genau, dass die Vorstellung Yehoshua sei Gott erst seit Mitte des dritten Jahhunderts innerhalb des arianischen Streits zustandekam. Yehoshua und auch Paulus prophezeiten schon im vorfeld einen solchen Abfall von den ursprünglichen, christlichen Lehren hin zur völligen Perversion des Glaubens.

Du darfst also tatsächlich annehmen, dass das kirchliche Christentum, wie es sich heute und zeit seines bestehens präsentiert, das absolute Missfallen Gottes erlangt hat.

In Antwort auf:
Jehoshua würde sich niemals von seinem Volk abwenden.
Natürlich war er Jude. Nicht er hat sich vom Volk abgewandt, sondern das Volk von ihm. Er sagte von sich, dass er gekommen sei, um das mosaische Gesetz zu erfüllen. Zu jener zeit sehnten die juden eine Befreiung von der römischen unterdrückung herbei. Oftmals wollten sie Jesus zum König machen. Sie sehen sich auch heute noch nach einen politischen Führer. Das alles wollte jesus ihnen aber nicht bieten. Sein Königreich war kein weltliches. Daraufhin lehnte das Volk ihn ab.

Vielleicht lässt sich ja doch eine Grundlage schaffen, auf der Christen und Juden argumentieren können. Ich denke, das wird auch in deinem Interesse sein...


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"Ich bin völlig anderer Meinung als Sie. Aber ich werde mein Leben dafür einsetzen,
dass Sie sie sagen dürfen!" (Voltaire)

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