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Religionsforum
Atheismus vs. Religionen  

Der substanzielle  Dialog
 
"Je suis Charlie!"
Für Säkularismus und Religionskritik!


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Dieses Thema hat 231 Antworten
und wurde 9.051 mal aufgerufen
 Atheismus/Agnostizismus
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Fuente Offline



Beiträge: 78

01.03.2008 17:08
#126 @Arturo antworten
"Lass uns Klatext reden. Jeder so freundliche Christ ist sich 100% bewußt, das alle Juden ( außer Judenchristen sprich: missionierte Juden ) nicht an der kommenden Welt teilhaben werden.
Das wird die jeder Pfarrer/Priester sagen ( wenn er sich trauen würde ). "

Das ist definitiv falsch. Lehre der kath. Kirche ist:

"Bei ihrer Besinnung auf das Geheimnis der Kirche gedenkt die Heilige Synode des Bandes, wodurch das Volk des Neuen Bundes mit dem Stamme Abrahams geistlich verbunden ist. So anerkennt die Kirche Christi, daß nach dem Heilsgeheimnis Gottes die Anfänge ihres Glaubens und ihrer Erwählung sich schon bei den Patriarchen, bei Moses und den Propheten finden. Sie bekennt, daß alle Christgläubigen als Söhne Abrahams dem Glauben nach6 in der Berufung dieses Patriarchen eingeschlossen sind und daß in dem Auszug des erwählten Volkes aus dem Lande der Knechtschaft das Heil der Kirche geheimnisvoll vorgebildet ist. Deshalb kann die Kirche auch nicht vergessen, daß sie durch jenes Volk, mit dem Gott aus unsagbarem Erbarmen den Alten Bund geschlossen hat, die Offenbarung des Alten Testamentes empfing und genährt wird von der Wurzel des guten Ölbaums, in den die Heiden als wilde Schößlinge eingepfropft sind7. Denn die Kirche glaubt, daß Christus, unser Friede, Juden und Heiden durch das Kreuz versöhnt und beide in sich vereinigt hat8. Die Kirche hat auch stets die Worte des Apostels Paulus vor Augen, der von seinen Stammverwandten sagt, daß "ihnen die Annahme an Sohnes Statt und die Herrlichkeit, der Bund und das Gesetz, der Gottesdienst und die Verheißungen gehören wie auch die Väter und daß aus ihnen Christus dem Fleische nach stammt" (Röm 9,4-5), der Sohn der Jungfrau Maria. Auch hält sie sich gegenwärtig, daß aus dem jüdischen Volk die Apostel stammen, die Grundfesten und Säulen der Kirche, sowie die meisten jener ersten Jünger, die das Evangelium Christi der Welt verkündet haben. Wie die Schrift bezeugt, hat Jerusalem die Zeit seiner Heimsuchung nicht erkannt9, und ein großer Teil der Juden hat das Evangelium nicht angenommen, ja nicht wenige haben sich seiner Ausbreitung widersetzt10. Nichtsdestoweniger sind die Juden nach dem Zeugnis der Apostel immer noch von Gott geliebt um der Väter willen; sind doch seine Gnadengaben und seine Berufung unwiderruflich11. Mit den Propheten und mit demselben Apostel erwartet die Kirche den Tag, der nur Gott bekannt ist, an dem alle Völker mit einer Stimme den Herrn anrufen und ihm "Schulter an Schulter dienen" (Soph 3,9)12. Da also das Christen und Juden gemeinsame geistliche Erbe so reich ist, will die Heilige Synode die gegenseitige Kenntnis und Achtung fördern, die vor allem die Frucht biblischer und theologischer Studien sowie des brüderlichen Gespräches ist. Obgleich die jüdischen Obrigkeiten mit ihren Anhängern auf den Tod Christi gedrungen haben13, kann man dennoch die Ereignisse seines Leidens weder allen damals lebenden Juden ohne Unterschied noch den heutigen Juden zur Last legen. Gewiß ist die Kirche das neue Volk Gottes, trotzdem darf man die Juden nicht als von Gott verworfen oder verflucht darstellen, als wäre dies aus der Heiligen Schrift zu folgern. Darum sollen alle dafür Sorge tragen, daß niemand in der Katechese oder bei der Predigt des Gotteswortes etwas lehre, das mit der evangelischen Wahrheit und dem Geiste Christi nicht im Einklang steht. Im Bewußtsein des Erbes, das sie mit den Juden gemeinsam hat, beklagt die Kirche, die alle VerfoIgungen gegen irgendwelche Menschen verwirft, nicht aus politischen Gründen, sondern auf Antrieb der religiösen Liebe des Evangeliums alle Haßausbrüche, Verfolgungen und Manifestationen des Antisemitismus, die sich zu irgendeiner Zeit und von irgend jemandem gegen die Juden gerichtet haben. Auch hat ja Christus, wie die Kirche immer gelehrt hat und lehrt, in Freiheit, um der Sünden aller Menschen willen, sein Leiden und seinen Tod aus unendlicher Liebe auf sich genommen, damit alle das Heil erlangen. So ist es die Aufgabe der Predigt der Kirche, das Kreuz Christi als Zeichen der universalen Liebe Gottes und als Quelle aller Gnaden zu verkünden. "(Nostra Aetate(4), Erklärung des II.Vatikanischen Konzils)

"Die katholische Kirche lehnt nichts von alledem ab, was in diesen Religionen wahr und heilig ist. Mit aufrichtigem Ernst betrachtet sie jene Handlungs- und Lebensweisen, jene Vorschriften und Lehren, die zwar in manchem von dem abweichen, was sie selber für wahr hält und lehrt, doch nicht selten einen Strahl jener Wahrheit erkennen lassen, die alle Menschen erleuchtet"Nostra Aetate(2), Erklärung des II.Vatikanischen Konzils)

"Diejenigen endlich, die das Evangelium noch nicht empfangen haben, sind auf das Gottesvolk auf verschiedene Weise hingeordnet32. In erster Linie jenes Volk, dem der Bund und die Verheißungen gegeben worden sind und aus dem Christus dem Fleische nach geboren ist (vgl. Röm 9,4-5), dieses seiner Erwählung nach um der Väter willen so teure Volk: die Gaben und Berufung Gottes nämlich sind ohne Reue (vgl. Röm 11,28-29). ...Wer nämlich das Evangelium Christi und seine Kirche ohne Schuld nicht kennt, Gott aber aus ehrlichem Herzen sucht, seinen im Anruf des Gewissens erkannten Willen unter dem Einfluß der Gnade in der Tat zu erfüllen trachtet, kann das ewige Heil erlangen" (Lumen Gentium(16), Erklärung des II.Vatikanischen Konzils)

Das fürs erste mal.Gott alein entscheidet, wer an der "kommenden Welt" teilhaben wird. Und auch aus katholischer Sicht, ist der Alte Bund nicht aufgehoben, die Heilszusage Jahwes an sein Volk steht noch immer.
Gruß Fuente
Fuente Offline



Beiträge: 78

01.03.2008 17:20
#127 @Lukrez antworten

"Mit solchen Leuten habe ich tatsächlich immer nur sehr schlechte Erfahrungen gemacht.
Ich posaune meinen Atheismus ja auch nicht andauernd hinaus - Christen scheinen das aber oft vollkommen normal zu finden."

Das ist eine bestimmte Klientel Christen, v.a. Freikirchler, die den Leuten so auf die Nerven gehen. Dabei heisst es doch klar: "Seid stets bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen, der nach der Hoffnung fragt, die euch erfüllt"(1Petr 3,15)Und nicht: Geht den Leuten ständig auf den Sack.(sorry). Ein solches Verhalten ist kontraproduktiv. Wenn jemand fragt, sich interessiert zeigt, werde ich meinen Glauben bekennen und versuchen seine FRagen zu beantworten. Ansonsten soll man Christ sein vorleben, dann kommen früher oder später eh Fragen.
Gruß Fuente

Christian D! ( Gast )
Beiträge:

01.03.2008 21:53
#128 RE: @Lukrez antworten
@ Fuente

Mein lieber Brunnen. Punkt, Komma, Strick und ab und zu mal die Enter-Taste sind nicht schädlich. Ebensowenig wie das vermeiden von Mostertexten.
Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

02.03.2008 17:29
#129 RE: @Lukrez antworten

@ Fuente
Missionierungspflicht gilt für alle Christen.

Wer mich missionieren will, geht mir auf den Sack. Egal von welcher Ecke aus er kommt.
Zumal ja völlig gesichert ist, dass Christen, Moslem, Juden sowieso alle falsch liegen, es gibt nun mal nur einen einzigen wahren Gott und das ist ES, nicht Papa, Sohn und Täubchen.

Christian D! ( Gast )
Beiträge:

02.03.2008 18:07
#130 RE: @Lukrez antworten

Ach quatsch Fuente, hör nicht auf ihn! Komm zu uns, zur Kirche des Babas - dem Gott der Sangria.

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 5.475

02.03.2008 20:55
#131 RE: @Lukrez antworten

In Antwort auf:
Zumal ja völlig gesichert ist, dass Christen, Moslem, Juden sowieso alle falsch liegen, es gibt nun mal nur einen einzigen wahren Gott und das ist ES, nicht Papa, Sohn und Täubchen.


na na na - völlig gesichert? Immerhin verlangt doch das Monster selbst auch den Zweifel seiner Gläubigen an seine Existenz...


In Memory of Soul-Society

Wohl gibt es zwei Arten von Freunden und es sind diese: Käufliche und Unbezahlbare

Wo Wahrheit ist, ist Bescheidenheit (K.H.Deschner)

Wir wissen nur so viel, wie wir fragen (Wessel Gansfort, 1419-1489)

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

02.03.2008 21:59
#132 RE: @Lukrez antworten

Eh, das ist unfair, die Leute mit ihren eigenen Waffen zu schlagen.

qilin Offline




Beiträge: 3.552

03.03.2008 13:38
#133 RE: @Lukrez antworten

Zitat von Bruder Spaghettus
@ Fuente
Missionierungspflicht gilt für alle Christen.
Offensichtlich ist diese eherne Pflicht dem Theologiestudenten Fuente bisher entgangen
Er und Snooker handeln also grob unchristlich, indem sie uns nicht zu missionieren versuchen


Zitat von Fuente
Ein solches Verhalten ist kontraproduktiv. Wenn jemand fragt, sich interessiert zeigt, werde ich meinen Glauben bekennen und
versuchen seine FRagen zu beantworten. Ansonsten soll man Christ sein vorleben, dann kommen früher oder später eh Fragen.
Scheint mir auch das vernünftigere Verfahren - könnte vielleicht selbst dem alten JHWH inzwischen aufgefallen sein...

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Nichts bedarf so sehr der Reform
wie die Meinungen anderer Leute. [Mark Twain]

() qilin

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

03.03.2008 14:43
#134 RE: @Lukrez antworten

In Antwort auf:
Er und Snooker handeln also grob unchristlich, indem sie uns nicht zu missionieren versuchen
Wer sagt dir das? Vielleicht machen sie es nur deutlich geschickter als die Masse?

Ansonsten aber, ja. Hat Snooker auch nie abgestritten, sondern sogar mit ner weniger bekannten Stelle zusätzlich belegt:
Hesekiel 3
18. Wenn ich dem Gottlosen sage: Du mußt des Todes sterben, und du warnst ihn nicht und sagst es ihm nicht, damit sich der Gottlose vor seinem gottlosen Wesen hüte, auf daß er lebendig bleibe: so wird der Gottlose um seiner Sünde willen sterben; aber sein Blut will ich von deiner Hand fordern.
19. Wo du aber den Gottlosen warnst und er sich nicht bekehrt von seinem gottlosen Wesen und Wege, so wird er um seiner Sünde willen sterben; aber du hast deine Seele errettet.


Matthäus 28 und Markus 16 sind ja eigentlich die, die immer zitiert werden.

0815 Offline



Beiträge: 55

03.03.2008 14:54
#135 RE: @Bruder Spaghettus antworten

Mich macht Fanatismus auch aggressiv.
Trotzdem versuche ich mich auf das Niveau des Gegenübers einzustellen.
(Am Arbeitsplatz ja fast ein MUSS)
Wenn sich also ein 40Jähriger mit mir über Germanys next top model unterhalten möchte-
offenbar eines der Interessen- dann stelle ich mich darauf ein .
Eine Frage des Respekts und der Höflichkeit.
Wenn jemand mir etwas von seiner Religion erzählen möchte ,
dann sage ich nicht : verschwinde mit Deinem Müll.
Denn offenbar ist es zentral bei dieser Person.
Ich muß im Fall a weder zur Glotze rennen noch im Fall b
die Angst vor Zwangskonvertierung vermeiden.
Es kann sein , dass viele Fundamentale stark spalten "in gut und böse"
- sprich sie sehen die Spötter unter dem Kreuz.
Geht man nun dieser Diskussion gänzlich aus dem Weg,
bestätigt man weiter diese Auftrennung.
Und auch einem stolzen Atheist ( ich habe dieses Schild seinerzeit nie vor mir hergetragen, wozu ? )
könnte am friedlichem Miteinander gelegen sein.

qilin Offline




Beiträge: 3.552

03.03.2008 15:27
#136 RE: @Lukrez antworten
In Antwort auf:
Wer sagt dir das? Vielleicht machen sie es nur deutlich geschickter als die Masse?
Nun, jedenfalls tun sie das nach eigener Aussage nicht - sie müssten also lügen, wenn
sie's doch täten - etwas, das ich niemand ohne zwingenden Grund unterstellen möchte.


In Antwort auf:
Matthäus 28 und Markus 16 sind ja eigentlich die, die immer zitiert werden.
Mk 16 und Mt 28 sind aber Aufträge an die Jünger, nicht an alle Christen - sofern
man im Zusammenhang mit Jesus überhaupt von 'Christen' reden sollte - nach der
Meinung der meisten (auch kirchlichen) Fachleute wollte der ja überhaupt keine
neue Religion gründen (Ich vermute sehr stark, dass diese Abschlüsse der beiden
Evangelien spätere Einschübe sind).

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wie die Meinungen anderer Leute. [Mark Twain]

() qilin

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

03.03.2008 16:09
#137 RE: @Lukrez antworten

In Antwort auf:
Mk 16 und Mt 28 sind aber Aufträge an die Jünger, nicht an alle Christen

Wenn man es wörtlich nimmt schon. Aber abgeleitet wird es doch für alle Christen. http://de.wikipedia.org/wiki/Missionsbefehl

qilin Offline




Beiträge: 3.552

03.03.2008 16:31
#138 RE: @Lukrez antworten

Also dieser Wiki-Seite kann ich nur entnehmen, dass diese Frage nicht nur heute,
sondern von Alters her ziemlich verschieden gesehen wurde, aber nicht, dass der
Satz "Darum geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern"
an alle Christen gerichtet wäre - wäre das so, dann hätte die Völkerwanderung
wohl bis heute noch nicht aufgehört...
Es gibt wohl christliche Gruppierungen die das so sehen - wie z.B. die von Fuente
erwähnten Evangelikalen (und zumindest z.T. die ZJ) - aber die gehen auch meist
nicht zu allen Völkern, sondern bleiben lieber zu Hause - allgemein christlichen
Befehl
kann ich darin keinen sehen.

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wie die Meinungen anderer Leute. [Mark Twain]

() qilin

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

03.03.2008 17:40
#139 RE: @Lukrez antworten
Ich nun wieder halte den Satz von der WikiSeite: Er ist nach christlichem Selbstverständnis eine Begründung für die Mission und für die Taufe. für völlig eindeutig.
Was ja auch die Praxis beweist. Wären Taufe und Mission nur und ausschließlich als Auftrag an die Jünger verstanden worden, hätten die ja nach deren Tod aufhören müssen. Welch herrlicher Gedanke.
qilin Offline




Beiträge: 3.552

04.03.2008 07:54
#140 RE: @Lukrez antworten

Nun, dann sehen wir's eben verschieden - es missioniert nicht JedeR und es tauft nicht JedeR -
und nach dem Verständnis der meisten Christen ist das auch völlig in Ordnung so...
Dass die Jünger Nachfolger hatten die das taten, ist ja klar - daraus entwickelte sich dann die
'Priesterkaste'.

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() qilin

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

04.03.2008 08:42
#141 RE: @Lukrez antworten
In Antwort auf:
es missioniert nicht JedeR und es tauft nicht JedeR -
und nach dem Verständnis der meisten Christen ist das auch völlig in Ordnung so.

Das sehe ich doch genau so. Es ging mir nur um den theoretischen Auftrag. Aber da sich in der Bibel eh alles so oder auch anders exegieren lässt, ist das eigentlich ziemlich belanglos. Fakt ist, auch in der Praxis, dass stündig versucht wird zu missionieren. Teils direkt, teils über christliche Werte, die angeblich die einzigen sind die Moral begründen können teils auch über ganz einfache praktische Zwänge (z.B. Arbeitsplätze und Kindergartenplätze).
maleachi 89 ( Gast )
Beiträge:

04.03.2008 10:15
#142 RE: @Lukrez antworten

In Antwort auf:
Aber da sich in der Bibel eh alles so oder auch anders exegieren lässt, ist das eigentlich ziemlich belanglos.
So ist es. Auch wenn das Missionsgebot Jesu',...gehet hin..usw. eindeutig scheint, würde ich persönlich dieses hinterfragen, zumindest die Deutungsweise vieler Christen heutzutage.
Wenn man Leuten auf die Nerven geht, mit dem Gedanken im Hinterkopf, vermeindliche Seelen zu retten, hat man vielleicht ab und zu einen Glückstreffer, verfehlt aber den eigentlichen Kern der Sache.
Das christliche Selbstverständnis nur an Mission und Taufe festzumachen, ist etwas kurzgefasst. Schon allein die Taufpraxis ist so verschieden, das wir wieder bei Punkt eins wären, es lässt sich so vieles rauslesen und dann hat wahrscheinlich jeder recht.

0815 Offline



Beiträge: 55

04.03.2008 13:08
#143 RE: @Lukrez antworten

Ich bin hier noch recht neu und kenne mich mit den Gepflogenheiten in
einem Religionsforum noch nicht so aus.
Es macht aber nach der kurzen Stipvisite den Anschein, dass es darumn geht hier zu raufen.
Offenbar gehen die Leute einem Bekenntnis zugehörig (atheistisch ist nur eins davon, christlich ein anderes)
hier hinein , um die eigene Position zu konsolidieren.
Das unterscheidet es von anderen Foren (Philosophie etc.)
bei welchem man bei dem gerade aktuellen Thema bleibt und eigene Positionen auch mal überdenkt.
Vermutlich klickt sich hier keiner ein , um einfach mal von seinen religiösen Erfahrungen zu erzählen,
sondern auch diese um sich zu kappeln.
Schade, dass man sich darüber nicht ganz normal unterhalten kann.
Es ist ähnlich wie bestimmte Parteimitglieder in der POlitik stur wie Esel nicht mehr auf das
Anstehende eingehen.
Das ist mein erster Eindruck.
Die Selbstdefinition scheint hier also sehr stark vom Glauben/Unglauben abhängig zu sein.
Diese STellungnahme gehört zu einem Selbst (das eigentlich anzuzweifeln ist)
wie der Mercedes vor der Tür.
Ich-syntones Erleben sozusagen. Na ja , der Schein trügt ja manchmal. Mal sehen,
ob es hier auch etwas mehr Bewegung gibt.

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

04.03.2008 14:04
#144 RE: @Lukrez antworten

Worum es hier geht steht doch ganz groß gleich oben auf der Seite: Atheismus vs. Religion - Der substantielle Dialog.
Natürlich geht es dann um die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Lebensanschauungen. Da ist es geradezu Sinn des Ganzen, zu ergründen warum sieht einer was so und der andere anders und welche Haltung bringt welche Ergebnisse. Denn wenn natürlich auch die Theorie heftig diskutiert wird, der entscheidende Prüfstein ist immer die Praxis.

0815 Offline



Beiträge: 55

04.03.2008 15:31
#145 RE: @Lukrez antworten

Dann bin ich hier falsch.
Denn meine Absicht ist es bei jedem Thema (Thread) neu darüber nachzudenken.
Also keine Kampfhaltung a la "ich bin grün " und ich erkenne sofort das schwarze Parteiprogramm.
Das entspricht auch nicht meiner Suche.
Ich bin da noch nicht so festgelegt.
Nur der Rahmen steht.

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

04.03.2008 16:19
#146 RE: @Lukrez antworten
In Antwort auf:
Denn meine Absicht ist es bei jedem Thema (Thread) neu darüber nachzudenken.

Das passiert doch sowieso automatisch, wenn man sich mit Argumenten auseinander setzt. Genau so selbstverständlich ist doch aber auch, dass man, wenn man erst mal sicher ist, die richtige Position für sich gefunden zu haben, die nicht immer grundsätzlich in Frage stellt.
0815 Offline



Beiträge: 55

04.03.2008 17:27
#147 RE: @Lukrez antworten

nein, das ist für mich nicht selbstverständlich.
denn die konsequenzen dieses vorgehens habe ich bereits zu spüren bekommen.
ich merke nämlich, dass man mit Projektionen seitens des
anderen überschüttet wird ,weil es eher um Gerangel denn um die "sache", die
gerade gesprochen wird (das können natürlich auch beispiele aus der
eigenen erfahrung zur verdeutlichung sein)geht.
es ist mühsam sich jedesmal neu zu erklären:
Projektion , projektion ,projektion etc aufgrund bereits vorbestehender
polarisierender haltung.

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 5.475

04.03.2008 17:42
#148 RE: @Lukrez antworten

In Antwort auf:
Wenn man Leuten auf die Nerven geht, mit dem Gedanken im Hinterkopf, vermeindliche Seelen zu retten, hat man vielleicht ab und zu einen Glückstreffer, verfehlt aber den eigentlichen Kern der Sache.
Wie betrachstest du denn dann das Predigtwerk Jesu selbst und das seiner Jünger, der Apostel, die sich mit eben diesem Predigen den Zorn der anderen leute auf sich zogen?

Dass praktizierte Mission nicht zwingend gleichbedeutend mit der Mission im Vorbild Jesu Christi sollte wohl jedem klar sein. Nicht jeder Geistliche missioniert, aus christlichen Motiven heraus. Dann sähe die Geschichte der kirche wahrlich anders aus.

In Antwort auf:
das wir wieder bei Punkt eins wären, es lässt sich so vieles rauslesen und dann hat wahrscheinlich jeder recht.
Offensichtlich kommt man mit den vielen Exegesen, die es gibt, nicht gleich weit. In den meisten Fällen stößt man recht schnell auf Unstimmigkeiten zum Schriftwort.

Verständlich ist es trotzdem, dass nicht jeder Atheist sich die Mühe machen möchte, und jede einzelne Exegese auf ihren schlussendlichen Wahrheitsgehalt hin zu überprüfen...


In Memory of Soul-Society

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maleachi 89 ( Gast )
Beiträge:

04.03.2008 19:23
#149 RE: @Lukrez antworten

In Antwort auf:
Dann bin ich hier falsch.
Denn meine Absicht ist es bei jedem Thema (Thread) neu darüber nachzudenken.
Falsch bist du hier bestimmt nicht, selbst wenn du den, dir eigenen Standpunkt, noch nicht gefunden hast. Mitunter ist hier ein klammes, von Überzeugungen durchdrungenes Klima, welches schwer zu durchbrechen zu sein scheint, das ist aber nur im ersten Moment so, die meisten Leute lassen mit sich reden und überdenken in den meisten Fällen auch ihre Position (in den meisten...wie gesagt).

0815 Offline



Beiträge: 55

04.03.2008 19:39
#150 RE: @Lukrez antworten

@meleachi
Danke für Deine freundlichen Worte.
Es soll zwar bei Diskussionen um Gott (oder für Atheisten die Natur )
aus christlicher Sicht dieser bereits anwesend sein.
Doch wenn offenbar manche Überzeugungen
zu dogmatisch sind , dann ist hier offenbar Gott oft fern.
Ja, ich weiß nicht was Gottes Wille ist.
Das kann keiner so genau wissen.
Meines Erachtens fängt seitens der Religionen hier das
Nichtreligiöse an.
Der Zweifel gehört für mich zum rechten Glauben.
Eine atheistische Position ist immer zu verstehen.
(Auch wenn man die Allmacht Gottes nicht widerlegen kann.)
Der Glaube nicht. Eine Bewährung findet nicht über's Missionieren statt,
anderfalls sollte man sich mal fragen, was man für ein überhöhtes Selbstbild hat.
Und wenn man sich darin bewährt, dann gab es schöne Begegnungen.
Das ist doch schon genug.

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"Ich bin völlig anderer Meinung als Sie. Aber ich werde mein Leben dafür einsetzen,
dass Sie sie sagen dürfen!" (Voltaire)

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