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Religionsforum
Atheismus vs. Religionen  

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Dieses Thema hat 231 Antworten
und wurde 9.051 mal aufgerufen
 Atheismus/Agnostizismus
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Nieselpriem ( Gast )
Beiträge:

15.03.2008 05:00
#201 RE: @Lukrez antworten

Zitat von Arturo
Außerdem was soll der Spruch mit dem jüdischen Blut ?? Judentum ist keine Rasse. Das solltest du doch langsam wissen.

Stimmt. Das weiß eigentlich jeder. Bis auf viele Juden natürlich. Die halten sich nämlich sehr wohl für eine eigene Rasse. Wie ich zu dieser Behauptung komme? Nun, ganz einfach. Der Grund dafür findet sich in eben jener Regel, die ihr hier diskutiert. Der Ursprung, weshalb ursprünglich nur die weibliche Blutlinie ausschlaggebend für die Zugehörigkeit zum Judentum bestimmend war, ist ein sehr simpler. Ein Mann konnte sich bis vor garnicht langer Zeit absolut nicht sicher sein, ob seine Nachkommen auch wirklich die seinen waren. Bei einer Mutter ist die Sache dagegen sehr eindeutig. Also zählt sehr wohl die Blutlinie, die du hier kritisierst. Und das Pochen auf eine Blutlinie bedeutet nichts anderes, als sich rassisch abzugrenzen. Eigentlich vollkommen logisch, wenn man mal vom nazigeprägten Denken Abstand nimmt. Natürlich ist es ein absolutes Pfui, die Juden als Rasse zu bezeichnen. Es sei denn, man ist selbst einer. Dann ist diese Behauptung nämlich religiös begründet.

Und noch etwas finde ich sehr interessant.

Zitat von Arturo
1. Es gibt über 1,5 Milliarden Christen aber 10 Millionen Juden. Wenn das Christentum massiv unter Juden missioniert, befürchte ich, das es vielleich schon in 100 Jahren kaum noch Juden geben wird.

Warum sollte das ein Problem darstellen? Eine religion, deren Anhänger sich durch Überzeugungsarbeit (und nichts anderes ist moderne Missionsarbeit) von ihre angestammten Glaubenszugehörigkeit abringen und zu einer anderen bekehren lassen, kann ganz offensichtlich nicht sonderlich gut gewesen sein. Wenn also das Judentum dem Christentum überlegen ist (falls man bei Religionen überhaupt von Überlegenheit sprechen kann), dann besteht doch garkeine Gefahr. Falls es aber durch christliche Missionsarbeit ausstirbt, dann war das Christentum wohl doch besser. Sowas nennt man gesunde Konkurrenz. Funktioniert eigentlich überall, nur nicht bei Religionen. Da wird aus der freien Markt- dann schnell eine Planwirtschaft. Und wie gut DIE funktioniert hat, sollte eigentlich auch jedem Wessi bekannt sein.

Arturo Offline



Beiträge: 88

15.03.2008 23:20
#202 RE: @Lukrez antworten
Zitat von Christian D!
@ Arturo
Danke für die Nachhilfe in Theologie, das war aber nicht die Antwort auf meine Frage.
...

>> Stimmt... ich war zu schnell.

Da der Hinduismus nicht missioniert, sollte er seitens der Kirchen in Ruhe gelassen werden.
Eine Sonderstellung ( wie im Judentum ) wäre für mich persönlich nicht unbedingt notwendig.

Die Christen sollten unter Moslems missionieren. Villeicht erreichen sie ja, das der islamische Terror mit Hilfe der "Nächstenliebe" aufhört

Arturo
Pamuk Offline

Drachentöter


Beiträge: 850

15.03.2008 23:51
#203 RE: @Lukrez antworten

In Antwort auf:
Natürlich ist es ein absolutes Pfui, die Juden als Rasse zu bezeichnen. Es sei denn, man ist selbst einer. Dann ist diese Behauptung nämlich religiös begründet.


Juden bezeichnen sich als Volk und nicht als Rasse. Als Rasse haben uns die Deutschen gesehen, nicht wir. Sollte irgendwann mal als Fakt akzeptiert werden!

________________________
...

Arturo Offline



Beiträge: 88

16.03.2008 00:20
#204 RE: @Lukrez antworten
Nieselpriem
"Ein Mann konnte sich bis vor garnicht langer Zeit absolut nicht sicher sein, ob seine Nachkommen auch wirklich die seinen waren."

>> Heutzutage jedoch schon. Deswegen bin ich dafür, das das Gesetzt der mütterlichen Abstammung ( bezüglich des jüdisch-sein ) langsam modernisiert werden soll.
Das ist doch unfair, wenn eine Jüdin sich für einen Mann frei entscheiden kann ( unabhängig von seiner Religion und der ethnischen Herkunft ) und ein Jude muß sich unbedingt ein Jüdin suchen, da sonst seine Kinder Nichtjuden wären.

"Natürlich ist es ein absolutes Pfui, die Juden als Rasse zu bezeichnen. Es sei denn, man ist selbst einer. Dann ist diese Behauptung nämlich religiös begründet."

Juden, die das behaupten kennen sich nicht aus. das Judentum ist ethnisch nicht homogen. Es gibt die Ashkenazim, Sefaradim, orientalische-persische Juden usw. Sie unterscheiden sich sowohl linguistisch, kulturell als auch physisch stark voneinander.

"Eine religion, deren Anhänger sich durch Überzeugungsarbeit (und nichts anderes ist moderne Missionsarbeit) von ihre angestammten Glaubenszugehörigkeit abringen und zu einer anderen bekehren lassen, kann ganz offensichtlich nicht sonderlich gut gewesen sein. Wenn also das Judentum dem Christentum überlegen ist (falls man bei Religionen überhaupt von Überlegenheit sprechen kann), dann besteht doch garkeine Gefahr. Falls es aber durch christliche Missionsarbeit ausstirbt, dann war das Christentum wohl doch besser."

>> Es geht nicht um eine bessere od. schlechtere Religion. Es geht darum, das das Christentum keinen Respekt vor seiner Mutterreligion hat ( Judentum ).

Christliche Missionare geben sich jüdisch wenn sie unter Juden missionieren. Es geht immer nach einem bestimmten Muster. Es werden bewußt falsch übersetzte und aus dem Zusammenhang gerissene Bibelzitate für die Missionsarbeit verwendet.
Schau man jedoch genau nach, verwandeln sich diese Zitate ( im Zusammenhang mit der ganzen Textpassage ) zu einem ganz anderem Verständniß.

Judenmission ist für mich per se antijudaistisch. Sie unterwandert bewußt und mit einer sehr ausgeklügelten
( aber unehrlichen ) Taktik das jüdische Volk und sucht sich wenig informierte Juden aus, die dann zum Christentum konvertieren ( die es aber unter normalen Umständen nicht tun würden ).

Es gibt christl. Strömungen, die tatsächlich glauben, das wenn eine bestimmte Anzahl von Juden zum Christentum bekehrt wird, dann wird das Warten auf den Messias endlich vorbei sein.

Das ist absoluter Quatsch.
Es fehlt die theologische Grundlage dafür. Nirgends in den hebräischen Schriften wird von einem zweimaligen Besuch des Messias berichtet. Es ist eine theologische Hypothese, von der sich die Großkirchen zum Glück endlich distanziert haben.

"Sowas nennt man gesunde Konkurrenz. Funktioniert eigentlich überall, nur nicht bei Religionen. Da wird aus der freien Markt- dann schnell eine Planwirtschaft. Und wie gut DIE funktioniert hat, sollte eigentlich auch jedem Wessi bekannt sein."

>> Naja. Das hört (oberflächlich gesehen) wirklich nach Planwirtschaft an. Ist das aber nicht.
Das Problem ist einfach, das den Heiden (Nichtjuden), die später die Religion für sich entdeckt haben ( Griechen, Römer, Araber ) es nicht vertsehen konnten, warum Gott seinen Bund mit einem so kleinen und unbedeutenden Hebräervölkchen geschloßen hat.

Ab da (!) hat die Politik ( von der du sprichst ) ihre Finger im Spiel. Der jüdische Rabbi Yeshua ( Jesus ) wurde heidnisch instrumentalisiert, damit die Heiden sich vom Judentum lösen konnten ( bzw. sich erhabener fühlen konnten ).
Später kam auf einmal Mohammed, der sich sowohl von den Juden als auch von den Christen gelöst hat um die primitiven Beduinen zu überzeugen, das sie das neue auserwählte Volk Gottes sind ( genauso wie vorher die Römer und Griechen vorher )
Das ist Politik. Deshalb akzeptiere ich weder das Christentum noch den Islam als Nachfolgereligionen des Judentums.
Sie haben die alte jüdische Religion politisiert um Macht und Ruhm zu erlangen. das ist Politik pur!


Und nun haben wir den Schlamassel.

Gruß
Artur
Nieselpriem ( Gast )
Beiträge:

16.03.2008 04:18
#205 RE: @Lukrez antworten

Zitat von Arturo
Das ist doch unfair, wenn eine Jüdin sich für einen Mann frei entscheiden kann ( unabhängig von seiner Religion und der ethnischen Herkunft ) und ein Jude muß sich unbedingt ein Jüdin suchen, da sonst seine Kinder Nichtjuden wären.


Natürlich ist das unfair. Aber hat irgendwann mal irgendwer festgelegt, dass Religion fair sein muss? Religion ist vor allem unlogisch, aber fair bestimmt nicht. Besonders bei monotheistischen Religionen (und dazu zählt nunmal auch das Judentum) wird doch ständig darauf bestanden, es gäbe nur einen, nämlich den eigenen Gott und alle anderen Götter wären nur Götzen. Ist das fair? Wer Fairness will, muss Religion verbieten.

Zitat von Arturo
Es geht nicht um eine bessere od. schlechtere Religion. Es geht darum, das das Christentum keinen Respekt vor seiner Mutterreligion hat ( Judentum ).

Man muss nicht zwangsläufig Respekt für etwas aufbringen, nur weil es die Grundlage/den Ursprung von etwas anderem bildet. Man kann auch die eigenen Eltern verabscheuen, auch wenn sie einen gezeugt haben. Ich handhabe das persönlich zumindest so. Ob sie es denn auch verdient haben, ist eine andere Frage. Aber Respekt aus Prinzip halte ich für falsch.

Zitat von Arturo
Judenmission ist für mich per se antijudaistisch.

Und ist etwas zwangsläufig schlecht, nur weil es kontra Judentum ist? Das muss doch nicht zwangsläufig einen rechten Hintergrund haben. Aber ich persönlich kenne auch den einen oder anderen Juden, der ein echtes Arschloch ist. Antijudaistisch hat immer diesen Nazibeigeschmack. Aber im eigentlichen Wortsinn ist es auch nichts anderes als antichristlich oder antiislamisch. Und da regen sich die Juden ja auch nicht auf.

Zitat von Arturo
Sie unterwandert bewußt und mit einer sehr ausgeklügelten
( aber unehrlichen ) Taktik das jüdische Volk und sucht sich wenig informierte Juden aus, die dann zum Christentum konvertieren ( die es aber unter normalen Umständen nicht tun würden ).

Ein Jude (gleiches gilt eigentlich für jeden Religionszugehörigen), der seine eigene Religion nicht kennt, macht irgendetwas falsch. Ist zumindest meine persönliche Meinung.

Zitat von Arturo
Das Problem ist einfach, das den Heiden (Nichtjuden), die später die Religion für sich entdeckt haben ( Griechen, Römer, Araber ) es nicht vertsehen konnten, warum Gott seinen Bund mit einem so kleinen und unbedeutenden Hebräervölkchen geschloßen hat.

Also die Griechen und auch die Römer hatten schon lang vor diesem kleinen, unbedeutenden Wüstenstamm die Religion für sich entdeckt. Die Juden haben nur die religiöse Intoleranz erfunden. Und ob Gott nun diesen Bund geschlossen hat, ist fraglich. Wahrscheinlich haben das nur die Juden so gesehen, und der Rest der Welt hat sie für ziemlich bekloppte Ziegenhirten gehalten. Klingt fies, war aber wahrscheinlich tatsächlich so.

Zitat von Arturo
Der jüdische Rabbi Yeshua ( Jesus ) wurde heidnisch instrumentalisiert, damit die Heiden sich vom Judentum lösen konnten ( bzw. sich erhabener fühlen konnten ).
Später kam auf einmal Mohammed, der sich sowohl von den Juden als auch von den Christen gelöst hat um die primitiven Beduinen zu überzeugen, das sie das neue auserwählte Volk Gottes sind ( genauso wie vorher die Römer und Griechen vorher )
Das ist Politik. Deshalb akzeptiere ich weder das Christentum noch den Islam als Nachfolgereligionen des Judentums.
Sie haben die alte jüdische Religion politisiert um Macht und Ruhm zu erlangen. das ist Politik pur!


Und nun haben wir den Schlamassel.

Naja, aber wenn du mal genau darüber nachdenkst, dann haben die Juden sich durch ihren Monotheismus auch nur überlegen fühlen wollen. Mit anderen Dingen konnten sie auch schlecht auftrumpfen. Die existierenden Hochkulturen um sie herum waren ihnen in so ziemlich allen Dingen haushoch überlegen. Also wollte man sich wenigstens religiös-elitär abgrenzen und hat einfach gesagt: "Wir haben nur einen, den wahren Gott und alle anderen Götter sind lalalallalaaaa!". Und die Stämme aus denen das Judentum einmal hervorgegangen ist, waren auch nicht mehr als die primitiven Beduinen, die du hier am Islam kritisierst. Es waren nomadisierende Ziegenhirten. Jetzt muss man sich natürlich fragen, welches Viech mehr stinkt... Kamel oder Ziege? Na, Scherz beiseite. Im Grunde kommt das Judentum, wenn man es aus deiner Sichtweise betrachtet, auch nicht gerade glänzend weg. Gut, sie waren die ersten echten Monotheisten. Aber das allein macht sie nicht zu besseren Menschen. So gesehen solltest du auch das Judentum ablehnen (was dir sicher sehr schwer fallen wird), da es im Grunde auch nichts anderes ist, als ein Machtinstrument und somit die von dir so abgelehnte Politik. Hätten diese Wüstennomaden damals nicht ihr intolerantes Götterbild entwickelt, hätten wir den ganzen Schlamassel (nettes jüdisches Wort übrigens ) jetzt wirklich nicht.

Zitat von Pamuk
Juden bezeichnen sich als Volk und nicht als Rasse. Als Rasse haben uns die Deutschen gesehen, nicht wir. Sollte irgendwann mal als Fakt akzeptiert werden!

Der Begriff "Volk" ist im ursprüglichen Sinne auch nichts anderes als ein anderes Wort für Rasse (Rasse ist halt moderner und negativ geprägt). Warum, das habe ich bereits in meinem vorangegangenen Post erläutert. Bestimmend war hier die Blutlinie. Und die sollte nunmal das Judentum "rein" halten. Böse Zungen könnten hier durchaus Paralellen zum Nationalsozialismus finden. Soweit gehe ich persönlich natürlich nicht. Aber es ist doch eine Überlegung wert, zumindest dann, wenn man das Ganze mal aus historischer Sicht beleuchtet. Dass das heute natürlich etwas anders gesehen wird, bestreitet auch niemand. Aber der Grundgedanke, der dahinter steckt, ist doch recht auffällig.

Arturo Offline



Beiträge: 88

16.03.2008 16:30
#206 RE: @Lukrez antworten
Langsam Nieselpriem, nicht so schnell, du schreibst :

"Natürlich ist das unfair. Aber hat irgendwann mal irgendwer festgelegt, dass Religion fair sein muss? Religion ist vor allem unlogisch, aber fair bestimmt nicht. Besonders bei monotheistischen Religionen (und dazu zählt nunmal auch das Judentum) wird doch ständig darauf bestanden, es gäbe nur einen, nämlich den eigenen Gott und alle anderen Götter wären nur Götzen. Ist das fair? Wer Fairness will, muss Religion verbieten."

>> Natürlich kann man in diesem Denkmuster verharren und das tun die meisten Atheisten. Wenn wir aber jedoch die Religion verbieten, zerreren wir aggressiv den Teppich unter den Füßen der Gläubigen weg. Was passiert dann ?
Ihre Welt stürzt zusammen. Alles an was sie geglaut haben wird vernichtet.
Wenn du von Fairness sprichst, dann überlege dir ob das Verbot wirklich fair ist.

Du schreibst :
"Man muss nicht zwangsläufig Respekt für etwas aufbringen, nur weil es die Grundlage/den Ursprung von etwas anderem bildet. Man kann auch die eigenen Eltern verabscheuen, auch wenn sie einen gezeugt haben. Ich handhabe das persönlich zumindest so. Ob sie es denn auch verdient haben, ist eine andere Frage. Aber Respekt aus Prinzip halte ich für falsch."

>> Im Prinzip ist das sehr wichtig seine Eltern zu respektieren. Das ist ein Grundstein des Judentums.
Wenn ich die Respektlosigkeit vieler Menschen ( besonders in den Industrieländern ) gegenüber ihren Eltern sehe, überfällt mich Traurigkeit.
So wie du deine Eltern behandelst, werden dich auch deine Kinder behandeln. Das ist zwar ein alter primitiver Spruch, der aber immer aktuell sein wird.
Auf diesem Respekt basiert unser Familienleben und unsere Beziehungen zu Freunden.

du schreibst :
"Und ist etwas zwangsläufig schlecht, nur weil es kontra Judentum ist? Das muss doch nicht zwangsläufig einen rechten Hintergrund haben. Aber ich persönlich kenne auch den einen oder anderen Juden, der ein echtes Arschloch ist. Antijudaistisch hat immer diesen Nazibeigeschmack. Aber im eigentlichen Wortsinn ist es auch nichts anderes als antichristlich oder antiislamisch. Und da regen sich die Juden ja auch nicht auf."

>> Mit dem Begriff " antijudaistisch" meine ich die Antihaltung gegenüber der jüdischen Religion. Antisemitismus ist dagegen ein Begriff, der sowohl der jüdischen Religion als auch dem jüdischen Volk ablehnend gegenübersteht. Das ist ein feiner Unterschied. Mit anderen Worten:
Es ist mir ehrlichgesagt völlig gleich ob du der jüdischen Religion ( als Atheist ) kritisch gegenüberstehst. Deswegen bist du für mich kein Antisemit. Du solltest nur darauf achten, das diese deine Haltung nicht auf das völkische Begriff des Judentums übergeht. Dann wirds kritisch.

du schreibst:
"Ein Jude (gleiches gilt eigentlich für jeden Religionszugehörigen), der seine eigene Religion nicht kennt, macht irgendetwas falsch. Ist zumindest meine persönliche Meinung."

>> Da bin ich völlig deiner Meinung. Man muß sich mit seinen Wurzeln, Herkunft, Tradition beschäftigen. Wer das nicht tut, hat irgendeine Antipathie gegenüber seiner eigenen Person.

du schreibst :
"Naja, aber wenn du mal genau darüber nachdenkst, dann haben die Juden sich durch ihren Monotheismus auch nur überlegen fühlen wollen. Mit anderen Dingen konnten sie auch schlecht auftrumpfen. Die existierenden Hochkulturen um sie herum waren ihnen in so ziemlich allen Dingen haushoch überlegen. Also wollte man sich wenigstens religiös-elitär abgrenzen und hat einfach gesagt: "Wir haben nur einen, den wahren Gott und alle anderen Götter sind lalalallalaaaa!". Und die Stämme aus denen das Judentum einmal hervorgegangen ist, waren auch nicht mehr als die primitiven Beduinen........

>> Wenn man von Abraham ausgeht sollte man bedenken, das er Chaldäer war. Die Chaldäer waren ein altes Kulturvolk aus dem Zweistromland. Die Stadt Ur ( Abrahams Heimatstadt ) ist eine der ältesten Städe der Erde. Er war sozusagen ein Teil dieser Hochkultur.
Ich will damit sagen, das er nich ein primitiver Beduine war ( wie du sagst ) sondern hatte durchaus die Weitsicht zu erkennen.
Die Beduinen dagen waren in der südlichen saudischen Wüste beheimatet, die ständig Raubzüge ins Zweistromland unternahmen ( genauso wie die alten Germanen, die außer Krieg und Jagd und Sex keine Interessen hatten )....

Der jüdische Monotheismus stammt aus der ältesten urbanen menschlichen Zivilisation.
Du kannst ihn nicht einfach mit Füßen zertreten. Das ist unklug.

Gruß
Arturo
Nieselpriem ( Gast )
Beiträge:

16.03.2008 18:22
#207 RE: @Lukrez antworten

In Antwort auf:
Natürlich kann man in diesem Denkmuster verharren und das tun die meisten Atheisten. Wenn wir aber jedoch die Religion verbieten, zerreren wir aggressiv den Teppich unter den Füßen der Gläubigen weg. Was passiert dann ?
Ihre Welt stürzt zusammen. Alles an was sie geglaut haben wird vernichtet.
Wenn du von Fairness sprichst, dann überlege dir ob das Verbot wirklich fair ist.

Ich sagte nicht, dass ich Religion pauschal verbieten will. Aber DU hast dich doch über eine unfaire Regelung innerhalb deiner Religion beklagt. Das ist auch völlig in Ordnung. Nur ist das bei weitem nicht die einzige unfaire Stelle. Wer also WIRKLICH auf Fairness besteht, der muss Religion konsequenterweise abschaffen. Oder anders gesagt... wenn man alle Ungerechtigkeiten innerhalb der Religionen abschafft, was bleibt dann noch übrig? Doch nur reiner Humanismus. Und der funktioniert auch oder gerade ohne Religion sehr gut.

In Antwort auf:
Im Prinzip ist das sehr wichtig seine Eltern zu respektieren. Das ist ein Grundstein des Judentums.
Wenn ich die Respektlosigkeit vieler Menschen ( besonders in den Industrieländern ) gegenüber ihren Eltern sehe, überfällt mich Traurigkeit.
So wie du deine Eltern behandelst, werden dich auch deine Kinder behandeln. Das ist zwar ein alter primitiver Spruch, der aber immer aktuell sein wird.

Das mag durchaus stimmen. Aber wenn ICH sehe, wie viele ELTERN ihre KINDER behandeln, egal in welchem Kulturkreis, dann wird MIR schlecht. Denn so, wie du deine Kinder behandelst, werden sie auch dich behandeln. Und dieser Spruch ist noch viel aktueller. Respekt muss man sich verdienen. Und wer seine Kinder nicht respektiert, der hat ihren Respekt auch nicht verdient. Jedes Ding hat 2 Seiten. Religionen übersehen das gern.

In Antwort auf:
Mit dem Begriff " antijudaistisch" meine ich die Antihaltung gegenüber der jüdischen Religion. Antisemitismus ist dagegen ein Begriff, der sowohl der jüdischen Religion als auch dem jüdischen Volk ablehnend gegenübersteht. Das ist ein feiner Unterschied.

Viele Menschen, allen voran die Juden, vergessen gern, dass sie nicht die einzigen Semiten sind, sondern sogar nur einen kleinen Teil dieser Gruppe bilden. Zu Zeiten des Nationalsozialismus herrschte genau genommen garkein Antisemitismus, sondern eben Antijudaismus. Denn gegen den großen Rest der orientalischen Semiten, welche hauptsächlich dem islamischen Glauben angehören, hatten die Nazis nämlich garnichts. Also ist der Begriff "antijudaistisch" eigentlich viel treffender.

In Antwort auf:
Da bin ich völlig deiner Meinung. Man muß sich mit seinen Wurzeln, Herkunft, Tradition beschäftigen. Wer das nicht tut, hat irgendeine Antipathie gegenüber seiner eigenen Person.

Schön, dass du meiner Meinung bist. Also ist es doch im Grunde garnicht schlimm, wenn solche Menschen sich vom Christentum missionieren lassen, und sei es mit falschen Behauptungen. Der "wahre" Jude, der seine religion kennt und aufrichtig liebt, wird ja wohl kaum auf solche Betrügereien hereinfallen. Im Prinzip würde das Christentum mit der Judenmissionierung nur Selektion betreiben und damit sogar das Judentum stärken.

In Antwort auf:
Wenn man von Abraham ausgeht sollte man bedenken, das er Chaldäer war. Die Chaldäer waren ein altes Kulturvolk aus dem Zweistromland. Die Stadt Ur ( Abrahams Heimatstadt ) ist eine der ältesten Städe der Erde. Er war sozusagen ein Teil dieser Hochkultur.

Stimmt, Beduine war er nicht. Er war nämlich Hirte, höchstwahrscheinlich Ziegenhirte. Und auch wenn er im sumerischen Kulturkreis gelebt hat, so bedeutet das noch längst nicht, dass er auch den von dir angeführten Weitblick hatte. Auch in unserer modernen, hochtechnisierten Welt gibt es vor allem Menschen, die über wenig bis keine Bildung verfügen. Heute wäre Abraham wahrscheinlich mit einem einfachen Maler (kein Künstler, sondern ein Anstreicher) zu vergleichen. Solche Leute sind aber im Allgemeinen nicht unbedingt für geistige Großtaten bekannt. Und da du dich darüber aufgeregt hast, dass der Islam von ungebildetet Beduinen abstammt, muss man auch beim Judentum zugeben, dass es auf einen höchstwahrscheinlich nicht besonders klugen Ziegenhirten zuückgeht. Das wäre die von dir geforderte Fairness. Abraham mag Teil einer Hochkultur gewesen sein, wohl aber sicher kein großes Licht.


In Antwort auf:
genauso wie die alten Germanen, die außer Krieg und Jagd und Sex keine Interessen hatten

Und diese Aussage zeugt von einem so bemerkenswerten Bildungsmangel, dass man sie eigentlich garnicht weiter kommentieren muss. Sie spricht für sich selbst. Dadurch wird diese Ausssage hier:

In Antwort auf:
Der jüdische Monotheismus stammt aus der ältesten urbanen menschlichen Zivilisation.
Du kannst ihn nicht einfach mit Füßen zertreten. Das ist unklug.

zu einem ordentlichen Schuss in den Ofen. Informiere dich doch erst einmal über die germanische Kultur, bevor du sie hier mit Füßen trittst. Denn DAS ist wirklich unklug.

Arturo Offline



Beiträge: 88

16.03.2008 19:25
#208 RE: @Lukrez antworten
Nieselpriem :
"zu einem ordentlichen Schuss in den Ofen. Informiere dich doch erst einmal über die germanische Kultur, bevor du sie hier mit Füßen trittst. Denn DAS ist wirklich unklug."

>> Ja, ich habs gemerkt, das meine Umschreibung der Germanen dir nicht gefallen hat. Diese Beschreibung habe ich bewußt eingefügt, damit du siehst, wie ich es empfunden habe, als du Abraham als einen primitiven Beduinen beschrieben hast.

Du hast recht. Die Germanen waren tatsächlich sehr sehr klug ( ganz besonders zu Zeiten Abrahams ca. 1800 vor Christi ).
Sie hatten eine hochetwickelte Architektur ( Erdlöcher mit Laubdächer ), eine eigene Schrift ( Höhlenmalereien ), Mode ( Tierfelle ), gute und effektive Bewaffnungen ( Holzkeulen ) usw.

Ja, eine wirklich hochentwickelte Kultur. Hast du "Germanica" von Flavius Josephus gelesen?
Da wird die germanische "Hochkultur" besonders ausführlich beschrieben.
Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

16.03.2008 19:56
#209 RE: @Lukrez antworten

@ Arturo

Es mutet wirklich schon hilflos an, wie du dich windest.

Kannste Behauptung und Tatsache wirklich nicht auseinander halten? Dein

In Antwort auf:
Diese Beschreibung habe ich bewußt eingefügt, damit du siehst, wie ich es empfunden habe, als du Abraham als einen primitiven Beduinen beschrieben hast
lässt das jedenfalls stark vermuten. Das Abraham Ziegenhirte war, gilt als Tatsache, deine Behauptung
In Antwort auf:
genauso wie die alten Germanen, die außer Krieg und Jagd und Sex keine Interessen hatten
dagegen ist entweder eine bewusste Unterstellung oder wirklich extrem mangelndes Grundwissen. Wenn Nieselpriem dann dies Behauptung als Bildungsmangel bezeichnet, hat er also zumindest zu 50% Recht. Darauf dann zu erwidern
In Antwort auf:
Du hast recht. Die Germanen waren tatsächlich sehr sehr klug ( ganz besonders zu Zeiten Abrahams ca. 1800 vor Christi ).
Sie hatten eine hochetwickelte Architektur ( Erdlöcher mit Laubdächer ), eine eigene Schrift ( Höhlenmalereien ), Mode ( Tierfelle ), gute und effektive Bewaffnungen ( Holzkeulen ) usw.

Ja, eine wirklich hochentwickelte Kultur.
Lässt vermuten, du bist völlig unfähig zur Diskussion. Oder gehst du bewusst nicht auf das was diskutiert wird ein weil die Antwort, die du geben müsstest, dir nicht passt und du deshalb lieber einen Nebenkriegsschauplatz aufmachst?

In Antwort auf:
Hast du "Germanica" von Flavius Josephus gelesen?
Ich jedenfalls nicht. Ich kenne nur die "Germania" von Tacitus. Bei der ist inzwischen klar, dass hier ein Römer die Germanen bewusst in schlechtes Licht setzen wollte. Flavius Josephus ist mir aber im Zusammenhang mit dem gefälschten Hinweis auf Christus bekannt. Aber sicher wirst du mich aufklären, was die Germanica von FJ ist, vielleicht gleich mit nem Link dazu?

Arturo Offline



Beiträge: 88

16.03.2008 21:51
#210 RE: @Lukrez antworten
Spaggethus:
"Ich jedenfalls nicht. Ich kenne nur die "Germania" von Tacitus. Bei der ist inzwischen klar, dass hier ein Römer die Germanen bewusst in schlechtes Licht setzen wollte. Flavius Josephus ist mir aber im Zusammenhang mit dem gefälschten Hinweis auf Christus bekannt. Aber sicher wirst du mich aufklären, was die Germanica von FJ ist, vielleicht gleich mit nem Link dazu?"

>> Stimmt, du hast recht. Ich habe es verwechselt und du hast aufgepaßt.

Spaggethus :
"Lässt vermuten, du bist völlig unfähig zur Diskussion. Oder gehst du bewusst nicht auf das was diskutiert wird ein weil die Antwort, die du geben müsstest, dir nicht passt und du deshalb lieber einen Nebenkriegsschauplatz aufmachst?"

>>
Die Tatsache, das du anderer Auffassung bist, bedeutet nicht das ich diskussionsunfähig bin.
Abraham, in abwertender Form als Ziegenhirten zu bezeichnen finde ich etwas geschmacklos.
Er ist immerhin der Stammvater der Hebräer.
Ich habe es aber nicht böse aufgefaßt und im Gegenzug aus Jux auf die "Hochkultur" der damaligen Germanen hingewiesen.
Anscheinend hat auch dich die Beschreibung der germanischen Hochkultur sehr berührt

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

16.03.2008 22:20
#211 RE: @Lukrez antworten
In Antwort auf:
Abraham, in abwertender Form als Ziegenhirten zu bezeichnen finde ich etwas geschmacklos.
Ich verstehe, dass du das so empfindest. Es bleibt doch aber trotzdem eine Tatsache. Wenn die dann jemand erwähnt, weil es in seine "Diskussionskette" passt, ist das o.k.
In Antwort auf:
Die Tatsache, das du anderer Auffassung bist, bedeutet nicht das ich diskussionsunfähig bin.
Natürlich nicht. Ohne unterschiedliche Auffassungen gäb´s keine Diskussion. Nur machst du mit dieser Antwort wieder genau das, was ich bei dir bemängelt habe. Du gehst nicht auf das Argument ein, dass gebracht wurde. Entweder hast du also nicht verstanden, was argumentiert wurde oder du missverstehst bewusst. Beides führt aber zu Diskussionsunfähigkeit.

Es ging nicht darum, dass wir unterschiedliche Meinungen haben. Es ging darum, dass du behauptet hast, die Germanen hätten außer Krieg, Jagd und Sex keine anderen Interessen. Darauf angesprochen tust du so, als hättest du nur behauptet, die Germanen wären keine "Hochkultur" gewesen. Das ist unlauter, denn dieser Unterschied ist auch dir mich Sicherheit bewusst.
Hast du schon mal was von der Scheibe von Nebra gehört?
Wikip schreibt dazu: Für die an den wissenschaftlichen Untersuchungen beteiligten Wissenschaftler steht nunmehr jedoch fest, dass diese Scheibe nicht ursprünglich aus dem östlichen Mittelmeerraum stammt und anschließend ihren Weg nach Mitteleuropa gefunden hat. Sie ist für sie zweifelsfrei um ca. 1600 v. Chr. direkt in Mitteleuropa angefertigt worden. Damit ist die Scheibe nach Ansicht der Fachleute die von einer mitteleuropäischen Zivilisation angefertigte, bislang älteste, konkrete Darstellung des Nachthimmels aller Zeiten und somit die erste erhaltene Abbildung des Kosmos der Menschheitsgeschichte. Sie ist ca. 200 Jahre älter als die frühesten bis jetzt in Ägypten gefundenen Darstellungen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Himmelsscheibe_von_Nebra

Du solltest dein Weltbild korrigieren.
Arturo Offline



Beiträge: 88

16.03.2008 22:51
#212 RE: @Lukrez antworten

Nieselpriem :
"Also ist es doch im Grunde garnicht schlimm, wenn solche Menschen sich vom Christentum missionieren lassen, und sei es mit falschen Behauptungen. Der "wahre" Jude, der seine religion kennt und aufrichtig liebt, wird ja wohl kaum auf solche Betrügereien hereinfallen. Im Prinzip würde das Christentum mit der Judenmissionierung nur Selektion betreiben und damit sogar das Judentum stärken."

>> Es geht nicht um positive Selektion innerhalb des Judentums. Auf diese ehrlichgemeinte christliche "Hilfe" kann das Judentum gern verzichten.
Es geht um die Tatsache der Mission generell.

Nieselpriem :
"Das mag durchaus stimmen. Aber wenn ICH sehe, wie viele ELTERN ihre KINDER behandeln, egal in welchem Kulturkreis, dann wird MIR schlecht. Denn so, wie du deine Kinder behandelst, werden sie auch dich behandeln. Und dieser Spruch ist noch viel aktueller. Respekt muss man sich verdienen. Und wer seine Kinder nicht respektiert, der hat ihren Respekt auch nicht verdient. Jedes Ding hat 2 Seiten. Religionen übersehen das gern."

>> Natürlich hat alles 2 Seiten. Aber du mußt doch eigenlich auch als Atheist wissen, das religiös-Gläubige Menschen sich an der guten Seite orientieren. Religionen übersehen das nicht sondern sehen das sogar ganz bewußt!
Und außerdem, wenn du schon so wortstark diese "2 Seiten" aufführst, warum gibt es dann besonders viele Kindstötungen, zerrüttete Ehen usw. in den neuen Bundesländern ( wo du beheimatet bist ) ?
Es ist definitiv der Mangel an Glauben. Den Glauben an das Gute. Den Glauben an die positive Seite.
Dieser kathastrophale Verhältniß und Trostlosigkeit kommen durch stark verbreiteten Atheismus zustande ( und nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen.
Ich habe einen guten freund in Dresden, den ich neulich besucht habe. Dresden ist echt ein Schreckgespenst. Nationalismus und Atheismus in gebündelter Form. Traurigkeit und Trostlosigkeit pur.


Nieselpriem:
" Viele Menschen, allen voran die Juden, vergessen gern, dass sie nicht die einzigen Semiten sind, sondern sogar nur einen kleinen Teil dieser Gruppe bilden. Zu Zeiten des Nationalsozialismus herrschte genau genommen garkein Antisemitismus, sondern eben Antijudaismus. Denn gegen den großen Rest der orientalischen Semiten, welche hauptsächlich dem islamischen Glauben angehören, hatten die Nazis nämlich garnichts. Also ist der Begriff "antijudaistisch" eigentlich viel treffender."

>> Im Nationalsozialismus herrschte nicht nur Antijudaismus sondern der Antisemismus. Die Nazis haben den judaischen Glauben mir der völkischen Herkunft der Juden assoziiert.
der Beweis dafür ist, das sie sogar Menschen als Juden bezeichneten, die sich gar nicht zur jüdischen Religion hingezogen fühlten.


Nieselpriem ( Gast )
Beiträge:

16.03.2008 23:20
#213 RE: @Lukrez antworten

Arturo, du drehst dich im Kreis und merkst es nicht einmal. Denn schließlich hast DU doch angefangen, die Urmoslems als primitive Beduinen zu bezeichnen.

In Antwort auf:
Später kam auf einmal Mohammed, der sich sowohl von den Juden als auch von den Christen gelöst hat um die primitiven Beduinen zu überzeugen, das sie das neue auserwählte Volk Gottes sind


Siehst du, da steht es. Ich habe dich letzlich nur darauf hingewiesen, dass auch dein Abraham nicht mehr als ein Ziegenhirte war. Abfällig war an dieser Äußerung garnichts. Wie BS bereits bemerkte, ist das keine Diffamierung, sondern eine TATSACHE. Wenn du also den Islam als primitiv bezeichnet, DANN verdient das Judentum diese Bezeichnung ebenfalls. Im Grunde habe ich nur deine eigene Argumentationsweise genommen und sie gegen dich gerichtet. Die daraus resultierende Betroffenheitshaltung war typisch. Denn auch wenn Abraham "immerhin der Stammvater der Hebräer" ist, war er trotzdem nur ein einfacher, ungebildeter Ziegenhirte. Im Grunde bist du nur in das Loch gefallen, welches du dir selbst gegraben hast. Und jetzt schreist du Zeter und Mordia. Ich finde es irgendwie süß.

In Antwort auf:
Ja, ich habs gemerkt, das meine Umschreibung der Germanen dir nicht gefallen hat. Diese Beschreibung habe ich bewußt eingefügt, damit du siehst, wie ich es empfunden habe, als du Abraham als einen primitiven Beduinen beschrieben hast.


Siehst du. Und mir hat deine Beschreibung des Islam nicht gefallen (obwohl mir das eigentlich herzlich egal ist). Deshalb habe ich DEIN Argument genommen und dir daran gezeigt, wie gut sich das auf dein geliebtes Judentum ummünzen läßt. Vielleicht begreifst du jetzt, dass du dich nur lächerlich mit deiner kleinen Strampelei gemacht hast. Du bist in eine argumentative Falle getappt. Und das findest du garnicht lustig, was ja durchaus verständlich ist. Es ändert aber nichts am Sachverhalt. Und dein Beispiel mit den Germanen hat BS ganz sicher nicht getroffen, da es durch und durch falsch ist, was archäologische Forschungen auch sehr gut belegen. Es war höchstens albern, mehr aber auch nicht.

Arturo Offline



Beiträge: 88

16.03.2008 23:27
#214 RE: @Lukrez antworten

Spaggethus:
"Es ging nicht darum, dass wir unterschiedliche Meinungen haben. Es ging darum, dass du behauptet hast, die Germanen hätten außer Krieg, Jagd und Sex keine anderen Interessen....

>> Ich habe das Saufen vergessen...... ( das war gut oder? )

Spaggethus
" Natürlich nicht. Ohne unterschiedliche Auffassungen gäb´s keine Diskussion. Nur machst du mit dieser Antwort wieder genau das, was ich bei dir bemängelt habe. Du gehst nicht auf das Argument ein, dass gebracht wurde.

>> Ich gehe schon auf viele Argumente ein. Möchtest du, das ich auf alle Argumente eingehe ? --OK, werd ich versuchen.

Und nun zur Nebrascheibe:
Ja ich habe von ihr gehört.
Auf der Scheibe sind komplizierte Berechnungsformeln dargestellt, mit denen man die Entfernungen zwischen den einzelnen Gestirnen ausrechnen und exakt bestimmen kann.

Kann mir aber nicht vorstellen, das es von Menschen stammt, die nicht in der Lage waren einfache überdachte Häuser zu bauen, Menschen, denen Schrift und einfache Methematik unbekannt war.
Wenn es wirklich so wäre würde man doch weitere Beweise für die hochentwickelte Kultur der Urgermanen finden.
Es gibt aber keine weitere Funde ( außer Höhlenmalereien )

Ich nehme deshalb stark an, das es orientalische ( symerische od. akkadische ) Siedler/Einwanderer mitgebracht/hergestellt haben.
Arturo

welfen2002 Offline



Beiträge: 2.706

16.03.2008 23:29
#215 RE: @Lukrez antworten
Zitat von Arturo
... Aber du mußt doch eigenlich auch als Atheist wissen, das religiös-Gläubige Menschen sich an der guten Seite orientieren. Es ist definitiv der Mangel an Glauben. Den Glauben an das Gute. Den Glauben an die positive Seite.
Dieser kathastrophale Verhältniß und Trostlosigkeit kommen durch stark verbreiteten Atheismus zustande
Ist klar. Atheist böse - Religiöser gut. Jetzt weiß ich, warum BS so religiös ist! Er glaubt an die gute Seite der Macht und Nieselprim ist auf der dunken Seite der Macht.


Frage an BS: Bist zu eigentlich ein Buchbesitzer? Ich meine jetzt nicht, ob Du selbst ein Buch hast, sondern rein spirituell?

-------------------------------------------------
Taqiyya bitte nicht mit Tequila verwechseln, kommt auch nicht aus Mexiko!

Nieselpriem ( Gast )
Beiträge:

16.03.2008 23:34
#216 RE: @Lukrez antworten
Uiuiui... da fährt aber jemand die gaaanz schweren Geschütze auf. Allerdings solltest du nicht gleich die Artillerie nehmen, die trifft nämlich so gut wie nie. Und wenn, dann meist nur die eigenen Leute.

Zitat von Arturo
Es geht nicht um positive Selektion innerhalb des Judentums. Auf diese ehrlichgemeinte christliche "Hilfe" kann das Judentum gern verzichten.
Es geht um die Tatsache der Mission generell.

Ich hab eigentlich nur deine Argumente, die gegen eine Judenmissionierung sprechen genommen und sie aus einem anderen Blickwinkel betrachtet. Im Grunde ist es mir vollkommen wurscht, ob und wie sich die Religionen gegenseitig den Schneid abkaufen. Solang ihr euch untereinander bekriegt und uneinig seid, kann der Atheismus nur gewinnen.

Zitat von Arturo
Natürlich hat alles 2 Seiten. Aber du mußt doch eigenlich auch als Atheist wissen, das religiös-Gläubige Menschen sich an der guten Seite orientieren.

Muss ich das wissen? Ich weiß nur, dass die Realität numal das genaue Gegenteil zeigt. Mehr muss ich wirklich nicht wissen.


Zitat von Arturo
Und außerdem, wenn du schon so wortstark diese "2 Seiten" aufführst, warum gibt es dann besonders viele Kindstötungen, zerrüttete Ehen usw. in den neuen Bundesländern ( wo du beheimatet bist ) ?
Es ist definitiv der Mangel an Glauben. Den Glauben an das Gute. Den Glauben an die positive Seite.
Dieser kathastrophale Verhältniß und Trostlosigkeit kommen durch stark verbreiteten Atheismus zustande ( und nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen.

War das ein Totschlagargument? Wenn ja, dann war es ein selten dämliches. Der Grund dafür ist nämlich sehr wohl die hier vorherrschende Armut. Interessanterweise gab es zu Zeiten der DDR kaum Kindstötungen. Da waren zwar auch die wenigstens wirklich reich, aber es hat immerhin zum Überleben gereicht. Jetzt hier den mangelnden Glauben anzubringen und als Grund vorzuschieben, läßt mich an deiner geistigen Gesundheit zweifeln. Aber dazu wird dir sicher BS auch noch etwas zwitschern. Der ist nämlich auch Ossi. An deiner Stelle würde ich mich jetzt warm anziehen.

Zitat von Arturo
Ich habe einen guten freund in Dresden, den ich neulich besucht habe. Dresden ist echt ein Schreckgespenst. Nationalismus und Atheismus in gebündelter Form. Traurigkeit und Trostlosigkeit pur.

Und ich wohne in Dresden, mein Herzblatt. Interessanterweise kann ich deinen Eindruck absolut nicht bestätigen. Aber natürlich hast du diese Stadt bei deinem Schnupperkurs viel besser kennengelernt, als ich in all den Jahren. Übrigens ist BS nicht nur Ossi, sondern kommt sogar aus Dresden. Das könnte ziemlich interessant werden. Man könnte fast behaupten, du schießt mit jedem deiner Beiträge den Vogel ab. Aber dafür triffst du einfach zu selten. Das einzige, was du hier am laufenden Band produzierst, ist ein doppelter Sockenschuss nach dem anderen.

Alter Mann, du bist am Zug! Zeig mal ein wenig Lokalpatriotismus.
welfen2002 Offline



Beiträge: 2.706

16.03.2008 23:47
#217 RE: @Lukrez antworten
Nieselpriem ist ein pöser Atheist und hat wahrscheinlich Schuld (so Arturo) an den kathastrophalen Verhältnissen und der Trostlosigkeit in Leibzig. Vorallen dingen wegen
"Nationalismus und Atheismus in gebündelter Form".

So muß es wohl sein

-------------------------------------------------
Taqiyya bitte nicht mit Tequila verwechseln, kommt auch nicht aus Mexiko!

Nieselpriem ( Gast )
Beiträge:

17.03.2008 00:04
#218 RE: @Lukrez antworten
Ach ja, das einzige, was in Dresdens Zentrum wirklich vor "Traurigkeit und Trostlosigkeit" nur so strotzt, ist die Synagoge. Nix gegen Synagogen, aber in einer barocken Perle, wie sie Dresdens Altstadt nunmal ist, ist dieser hässliche Betonklotz wahrlich kein Aushängeschild für das Judentum. Das hätte man besser machen können. Viele Touristen, die die Synagoge suchen, sehen sie selbst dann nicht, wenn sie direkt davor stehen. Sie halten das Teil oft genug für ein überdimensioniertes Stromhäuschen. Nein, das ist KEIN Witz, sondern bittere Realität!
Arturo Offline



Beiträge: 88

17.03.2008 00:25
#219 RE: @Lukrez antworten

"Und ich wohne in Dresden, mein Herzblatt. Interessanterweise kann ich deinen Eindruck absolut nicht bestätigen"

>> Du kannst das nicht bestätigen weil du vielleicht das auch gar nicht anders kennst

"Interessanterweise gab es zu Zeiten der DDR kaum Kindstötungen. Da waren zwar auch die wenigstens wirklich reich, aber es hat immerhin zum Überleben gereicht."

>>Nur mit sozialen und finanziellen Problemen solche Gescheheniße zu erklären ist mangelhaft. Den Menschen fehlt es ( lassen wir mal die Religion weg ) an positiver Kraft, Zuversicht und den Glauben an das Gute. Es herrscht Gefühlskälte, Ingnoranz gegenüber allem was man nicht kennt, Respektlosigkeit gegeüber älteren Menschen, Bindungsangst usw.

Wie erklärst du dir das Nieselprimchen ?? ( ist das wirklich nur wegen den schlechten wirtschftl. Verhälnissen ?? )

Wenn du das behauptest, dann haben wir doch gar keine Diskussionsgrundlage mehr, da ich dir das nicht abnehme.

Vielleicht fehlt da ja noch etwas Anderes??






Arturo Offline



Beiträge: 88

17.03.2008 00:34
#220 RE: @Lukrez antworten
"Ach ja, das einzige, was in Dresdens Zentrum wirklich vor "Traurigkeit und Trostlosigkeit" nur so strotzt, ist die Synagoge.

>> Naja. Die Synagogen in Berlin ( Oranienburgerstrasse und auch die Anderen ) sehen prächtig aus.
Ich ich glaube eher, das die Dresdener Synagoge architektonisch bewußt so "traurig" und "trostlos" gehalten wurde, damit sie sich nicht all zu sehr von ihrem Umfeld unterscheidet.....
Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

17.03.2008 07:28
#221 RE: @Lukrez antworten

@Welfen

In Antwort auf:
Frage an BS: Bist zu eigentlich ein Buchbesitzer? Ich meine jetzt nicht, ob Du selbst ein Buch hast, sondern rein spirituell?
Ich geb zu, es ist noch nicht lange her, seit mich die Wahrheit erleucht hat. Nun steht das "Evangelium des Fliegenden Spaghetti Monsters" aber schon ne ganze Weile bei mir und wird auch gebraucht. Ne Bibel habe ich sogar noch länger, aber die hat mich nie, nicht mal ansatzweise, ergriffen.
Bin ich nun Buchbesitzer?

@Arturo

In Antwort auf:
Ich gehe schon auf viele Argumente ein. Möchtest du, das ich auf alle Argumente eingehe ? --OK, werd ich versuchen.

Wieder spielst du dein Lieblingspiel, gehst nicht auf das ein, was geschrieben wurde sondern auf etwas, über das niemand geredet hat. Es ging nicht darum, dass du alles beantworten sollst (obwohl das natürlich Sinn der Fragen ist), sonder eben um dieses Unvermögen (langsam halte ich es dafür) Fragen so zu beantworten, wie sie gestellt worden.

In Antwort auf:
Aber du mußt doch eigenlich auch als Atheist wissen, das religiös-Gläubige Menschen sich an der guten Seite orientieren

Nee, muss man nicht. Denn das ist schlichtweg falsch. Guck dich mal hier im Forum um. Da werden Studien aufgeführt und belegt, die genau das Gegenteil beweisen: Je weniger religiös eine Gesellschaft, desto geringer die Kriminalität.
In Antwort auf:
Ich nehme deshalb stark an, das es orientalische ( symerische od. akkadische ) Siedler/Einwanderer mitgebracht/hergestellt haben.
Obwohl anhand von Analysen festgestellt wurde, dass das Metall aus österreichischem Erz erzeugt wurde? Solltest mal lesen, was ich verlinkt habe.
Selbst wenn das Teil aber nicht urgermanisch ist, so wie du sie schilderst, waren sie nun mal nicht.

In Antwort auf:
Es ist definitiv der Mangel an Glauben. Den Glauben an das Gute. Den Glauben an die positive Seite.
Dieser kathastrophale Verhältniß und Trostlosigkeit kommen durch stark verbreiteten Atheismus zustande


Ach, mensch, Arturo, um so was von sich zu geben, muss man doch schon extrem weltfremd sein. Nochmal: Es ist genau umgekehrt, in religiösen Gesellschaften kommt es zu signifikant höherer Kriminalität. Nicht umgekehrt.

Die Menschen im Osten haben ziemlich viel hinter sich. Ihr gesamtes Wertesystem wurde vernichtet, neue Werte, außer vielleicht den untauglichen religiösen, kaum angeboten. Das bringt schon durcheinander. Aber es ist viel mehr. Gerade, von der Indoktrination abgesehen, in der Kinderbetreuung sowie der der Mütter war das System der DDR dem bundesdeutschen so weit überlegen, dass gerade da die Unterschiede besonders krass sind. Was nun wirklich dazu führt, warum es im Osten mehr Kindestötungen gibt, weiß ich nicht. Ich weiß nicht mal, ob es wirklich so ist. Vielleicht arbeitet bei uns einfach die Kripo besser?

Eins weiß ich aber, wer so mit "Fakten" um sich schmeißt wie du, wer bewusst, ohne jeden Zusammenhang zur Diskussion (Ich ich glaube eher, das die Dresdener Synagoge architektonisch bewußt so "traurig" und "trostlos" gehalten wurde, damit sie sich nicht all zu sehr von ihrem Umfeld unterscheidet.)provoziert, wer nicht in der Lage ist oder es nicht will, auf Diskussionsbeiträge so aufzunehmen, wie sie gebracht wurden, mit dem lohnt es sich nicht, ernsthaft zu diskutieren.

Das wars dann für mich mit dir. Jedenfalls was ernsthafte Diskussion betrifft.




kadesch Offline



Beiträge: 2.705

17.03.2008 12:53
#222 RE: DIE WAHRHEIT ÜBER CHRISTENTUM antworten

Halt halt halt.....
Juden wollen keine Sonderrechte.
Es verlangt auch keiner dass jemand Jude werden soll
oder dass es nur noch Kosheres Essen gibt usw.
usw.
Das ist ein kleiner Unterschied zu den Muselmanischen Vettern

Glaube ist Aberglaube

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

17.03.2008 13:25
#223 RE: DIE WAHRHEIT ÜBER CHRISTENTUM antworten

In Antwort auf:
Juden wollen keine Sonderrechte.
Wollen sie nicht? Na, dann sag mal Arturo ordentlich die Meinung: http://www.religionsforum-wogeheichhin.d...html#msg3076507

kadesch Offline



Beiträge: 2.705

17.03.2008 14:59
#224 RE: DIE WAHRHEIT ÜBER CHRISTENTUM antworten

*augenroll
na ja ..ich nehme es zurück

Glaube ist Aberglaube

Arturo Offline



Beiträge: 88

17.03.2008 21:40
#225 RE: @Lukrez antworten

Spaggetthus :
"Eins weiß ich aber, wer so mit "Fakten" um sich schmeißt wie du, wer bewusst, ohne jeden Zusammenhang zur Diskussion (Ich ich glaube eher, das die Dresdener Synagoge architektonisch bewußt so "traurig" und "trostlos" gehalten wurde, damit sie sich nicht all zu sehr von ihrem Umfeld unterscheidet.)provoziert, wer nicht in der Lage ist oder es nicht will, auf Diskussionsbeiträge so aufzunehmen, wie sie gebracht wurden, mit dem lohnt es sich nicht, ernsthaft zu diskutieren.
Das wars dann für mich mit dir. Jedenfalls was ernsthafte Diskussion betrifft."

>> Quatsch mit Sauce.......
Lies dir aufmerksam Nieselpriemchens Beiträge mal durch und alle meine Antworten darauf. Ich habe ehrlich und beitragsbezogen geantwortet.... und reagiert (!)....

Auch wenn du die Religionen nicht akzeptieren kannst/willst könntest du doch so ehrlich sein und zugeben, das im Kern meiner Aussagen doch etwas Wahres drin ist....

Ich wollte Dresden nicht schlecht machen. Es war einfach meine ehrliche Feststellung...
Also wo liegt das Problem ??
Arturo

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