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Christian D! ( Gast )
Beiträge:

21.01.2007 15:33
WARNUNG!! Neuapostolische Kirche antworten

Hallo Leute

Mit Erschrecken stellet ich fest das hier so gut wie nichts über die Neuapostoliosche "Kirche" bekannt ist, hier mein Beitrag dazu:

Ist sehr ausführlich aber bitte lest ihn - zu euhrem eigenem Wohl und zu Warnung vor dieser Gemeinschaft die weit verbreiteter ist als die Zeugen Jehovas.
Ich habe diesen Text aus dem Internet gezogen weil er von vielen Negativen Berichen einer der Ausführlichste ist.




„Die Neuapostolische Kirche ist die Vollendung des von Jesus und seinen Aposteln begonnenen Erlösungswerkes. Sie ist die wiederaufgerichtete Urkirche Christi in der Endzeit, die neue Apostolische Kirche.” - So beginnt eine Selbstdarstellung der Neuapostolischen Kirche. (Eberhardt, Kurt (Hg): Was glauben die anderen? 27 Selbstdarstellungen, Gütersloh 1977. S.132)
Zwar ist sie inzwischen die drittgrößte christliche Religionsgemeinschaft in Deutschland, hat den Status einer Körperschaft des öffentlichen Rechts und darf damit auch an den Schulen Religionsunterricht erteilen, doch: Was wissen wir wirklich von dieser Gruppierung?

In dem bereits zitierten Artikel heißt es weiter: „Träger ihres Geistesgutes und Wahrer der reinen Christuslehre sind wie am Anfang der christlichen Haushaltung Apostel. ... Die heutige Generation hat den gleichen Anspruch auf Belehrung und Segnungen durch Apostel wie die Urkirche. ... Das von Christus zu seiner Zeit begründete Apostelamt ist niemals erloschen, jedoch in Vergessenheit geraten und vom Herrn in der neuen Apostolischen, in der Neuapostolischen Kirche wiederhergestellt worden.” (a.a.O., S.132-133)
Wie begründet die Neuapostolische Kirche die Behauptung, dass Christus die neuapostolischen „Apostel” mit der gleichen Vollmacht ausstattet, wie er das damals bei seinen Jüngern tat? Wie kommt sie zu dem Glauben, dass auch in unserer Zeit unbedingt „Apostel“ wirken müssen, damit das Werk Christi fortgesetzt und vollendet werden kann? Was glauben die Mitglieder dieser „Kirche“?

Obwohl ihre Glaubens- und Lebensgrundlage auch die Bibel ist, gibt es keinen Dialog und keine ökumenischen Kontakte zwischen dieser theokratisch geführten Religionsgemeinschaft und der katholischen oder evangelischen Kirche. Warum?

Prof. Helmut Obst, Lehrstuhlinhaber für Ökumenik, Konfessionskunde und Allgemeine Religionsgeschichte an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, ist in dem hier vorliegenden Aufsatz einigen dieser Fragen nachgegangen und gibt uns einen Einblick in ihre

1. Geschichte
2. Lehre
3. Organisation und Verbreitung
Abschließend geht er auch auf

4. Die Neuapostolische Kirche aus evangelischer Sicht ein.

Wir danken ihm dafür, dass er uns diese Informationen für die hier vorliegende Veröffentlichung zur Verfügung gestellt hat, und möchten gleichzeitig alle an diesem Thema Interessierten auf sein Buch hinweisen:

„Neuapostolische Kirche – die exklusive Endzeitkirche?“ (Neukirchen-Vluyn, 1996)



Klaudia Hartmann

Die Neuapostolische Kirche



1. Geschichte

Die NAK ist die größte christliche Religionsgemeinschaft nach den zwei (evangelisch – röm.-katholisch) bzw. drei (morgenländisch-orthodox) traditionellen Konfessionskirchen in Deutschland. Ihre Mitgliederzahl (fast 400000) übertrifft die aller Freikirchen wesentlich. Ihre Wurzeln liegen in den katholisch-apostolischen Gemeinden, die in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Großbritannien entstanden.
Wie am Beginn der Geschichte der katholisch-apostolischen Gemeinden, so stehen auch am Anfang der Geschichte der neuen apostolischen Gemeinden Propheten. Herausragend unter ihnen ist der Prophet Heinrich Geyer (1818-1896). Er wurde zum Ausgangspunkt weitreichender Entwicklungen. Geyer, am 27. März 1818 in Hardegsen bei Göttingen als Sohn eines Schuhmachermeisters geboren, war Volksschullehrer. Unter dem Einfluss des Vaters der evangelischen Diakonie (Johan Hinrich Wichern) gründete er in Volpriehausen ein Heim für verwahrloste Kinder, das erste dieser Art im Königreich Hannover. Um 1848/49 kam er in Kontakt mit der katholisch-apostolischen Bewegung. Geyer schloss sich ihr an, verlor daraufhin sein Schulamt und siedelte im Oktober 1849 nach Berlin über. In relativ kurzer Zeit erlangte Geyer nach seiner Versiegelung durch den Apostel Thomas Carlyle am 26. Dezember 1849 in Berlin wichtige Ämter. Sein Amtscharakter war der eines Priesterpropheten. Als Geyer im Frühjahr 1852 zusammen mit Apostel Charlyle Albury, das Zentrum der katholisch-apostolischen Gemeinden besuchte, berief ihn der Pfeilerprophet Oliver Taplin zum Engelpropheten. In der Folgezeit (1852-1862) wurden fast alle Priester und Engel (Bischöfe) in Norddeutschland, teilweise auch in Süddeutschland und der Schweiz, von Geyer berufen. Er gehörte zu den bekanntesten und einflussreichsten Amtsträgern in den deutschen Gemeinden. Nach dem Tode von Carlyle 1855 arbeitete er unter der Leitung des Apostels Francis Valentine Woodhouse.
Auf besondere Weise in den Blickpunkt der Gesamtbewegung trat Geyer 1860. Zusammen mit Woodhouse nahm er in Albury an der seit 1858 jährlich stattfindenden Propheten-versammlung teil. Das Apostelkollegium bestand zu diesem Zeitpunkt nur noch aus sieben Mitgliedern. Die Frage, ob neue Apostelberufungen möglich und notwendig seien, war zwar von den Aposteln negativ entschieden worden, bewegte aber teilweise die Gemeinden noch immer. Auf dieser Prophetenversammlung nun berief Heinrich Geyer zwei neue Apostel, Charles Böhm und William Caird. Die Apostel reagierten entschieden ablehnend darauf. Sie lösten die Versammlung sofort auf, verwarfen am anderen Tag förmlich die Berufungen, nahmen Böhm und Caird aber als apostolische Koadjutoren (Apostelgehilfen) an.
Die Mehrheit der Propheten, an ihrer Spitze auch der Pfeilerprophet Taplin, sympathisierte nach Geyers Darstellung mit dieser Berufung. Geyer selbst unterwarf sich dem ablehnenden Spruch der Apostel. Seine Wirksamkeit innerhalb der deutschen Gemeinden wurde nicht eingeschränkt.
Entscheidend für die weitere Entwicklung wurde folgendes Geschehen: Am 29. September 1862 nahm Geyer in Königsberg (Kaliningrad) mit Apostel Woodhouse und dem ehemaligen evangelischen Theologieprofessor Dr. Heinrich Thiersch, jetzt apostolischer Hirte, an der Grundsteinlegung für eine Kapelle teil. Zum Abschluss dieses Besuches ereignete sich am Abend vor der Abreise nach Geyers Bericht folgendes:

„An demselben Abend den 10. Okt. 1862 lag der Geist des Herrn so schwer auf mir, dass ich körperlich fast erdrückt wurde, da mit einem male kam der Geist Gottes mit Kraft über mich und rief den mit anwesenden Diener Rosochacky zum Amte eines Apostels. Jedoch wurde ihm gesagt, er solle sich nicht in die Angelegenheiten der bisherigen Apostel mengen, sondern ruhig abwarten die Zeit, da Gott ihn vor größerer Versammlung vieler Zeugen bestätigen würde; indem mit ihm eine neue Reihe der Zwölfzahl beginnen würde. Nun diese Berufung war in aller Ruhe um Mitternacht geschehen, auch von dem Berufenen voll und freudig anerkannt; weil die öffentlichen Berufungen verworfen waren, bestand sie vorläufig zu Recht; waren doch in England in den vierziger Jahren auch nur im Privatzimmer der Apostel und manche andre Ämter berufen.“

Woodhouse erfuhr nichts von diesen Vorgängen. Geyer konnte weiter in den Gemeinden wirken. Zum Konflikt mit dem Apostel führt nicht die heimliche Königsberger Berufung, sondern die Abweichung von einer herkömmlichen Lehrmeinung. Durch eine Prophezeiung im Morgengottesdienst der Berliner Gemeinde am 23. November 1862, dass der Antichrist mit seinen Greueln auch in der Gemeinde offenbar werde, nahm Geyer den katholisch-aposto-lischen Gemeinden ein besonderes geistliches Privileg und deutete damit eine Endzeitschau an, nach der Apostel bis zum Endgericht bei den Auserwählten bleiben. Da Geyer jeden Widerruf ablehnte, wurde er von seinem Dienst suspendiert. Am 4. Advent 1862 informierten die leitenden Amtsträger die Gemeinden über diesen aufsehenerregenden Schritt.
Ausgangspunkt für die nach der Amtsenthebung Geyers in einigen deutschen apostolischen Gemeinden einsetzenden Wirren wurde Hamburg. Die Gemeinde stand unter der Leitung des Engels Friedrich Wilhelm Schwarz (1815-1895) und zählte etwa 150 Glieder. Schwarz wusste von der Apostelberufung 1860 in Albury und teilte insgeheim die Auffassung Geyers von der Weiterführung des Apostelamtes. In der Königsberger Berufung Rosochackys zum Apostel, über die Geyer nun Schwarz informierte, sah dieser das Wirken des Heiligen Geistes. Er erkannte Rosochacky als Apostel an. Rosochacky kam zusammen mit Geyer nach Hamburg und wurde in einem Gottesdienst am 4. Januar 1863 auch von der überwiegenden Mehrheit der Gemeinde als Apostel anerkannt. Die Versuche des Berliner Engels und ehemaligen evangelischen Pfarrers Carl Rothe, dem die Gemeinde bis dahin mit unterstanden hatte und der am 7. Januar nach Hamburg kam, die Gemeinde umzustimmen, blieben ohne Erfolg. Nicht die Exkommunikation durch die alten katholisch-apostolischen Autoritäten war es, was die Hamburger Gemeinde schwer traf, sondern dass sich der neue Apostel Rosochacky unter dem Einfluss seiner Frau und einiger Königsberger Amtsträger bewegen ließ, sein Apostelamt niederzulegen. Rosochacky bekannte in einem Brief vom 17. Januar 1863 an die Hamburger Gemeinde, teuflischen Verführungskünsten zum Opfer gefallen zu sein. Er kehrte in die katholisch-apostolische Gemeinde zurück und wurde bald darauf zum Engel geweiht.
Die Lage der Hamburger Gemeinde und ihrer Führer Schwarz und Geyer war nun eine schwierige. Verschiedene Vermittlungsversuche scheiterten. Am 27. Januar 1863 wurden Geyer und Schwarz in Berlin durch Apostel Woodhouse in aller Form aus der Katholisch-apostolischen Gemeinschaft ausgeschlossen. Sie gingen nun mit ihrer Gemeinde endgültig eigene Wege.
Größtes Problem war zunächst das Fehlen von Aposteln. Dies wurde relativ bald und zur Überraschung Geyers von einem Diakon der Hamburger Gemeinde gelöst. In Abwesenheit des Propheten berief dieser den Hamburger Priester Carl Wilhelm Preuß (1827-1878) zum Apostel. Diese zweite deutsche Apostelberufung verstieß noch mehr als die erste gegen alle herkömmlichen Ordnungen. Auch Geyer war darüber betroffen. Er kommentierte später:

„Ich wurde durch den Vorsteher Priester Schwarz nach Hamburg gerufen, um hier Rath zu geben, indes ich konnte geschehene Dinge nicht ungeschehen machen. Es war im Wege der Unordnung geschehen, so wie Ruben seines Vaters Jacob Bette bestiegen, so konnte auch ich ein solch uneheliches Kind nicht töten. Wir mussten nun unser Schicksal tragen, bis am 25. Juli 1878 dieser Bruder Preuß starb. Ich schweige von all dem Leiden, welches uns während der Zeit wiederfuhr.“

Weitere deutsche Apostel berief Geyer selbst. Es war Friedrich Wilhelm Schwarz, der am Pfingstmontag, dem 25. Mai 1863, zum Apostel des Stammes Juda gesetzt wurde. Eine Weissagung vom September 1863 bezeichnete die Niederlande als Juda. Schwarz ging dorthin und gründete unter erheblichen Schwierigkeiten Gemeinden. Sie nannten sich „Apostolische Zending“.
Die Hamburger Gemeinde unter Preuß und Geyer gab sich zunächst den Namen „Allgemeine Apostolische Mission“, bald aber „Allgemeine christliche apostolische Mission“. Weitere vier Apostelberufungen durch Geyer am 30. Oktober 1864 sollten der Ausbreitung der neuen apostolischen Bewegung dienen. Ihre Auswirkungen waren jedoch gering. Bis 1878 erfolgten keine neuen Berufungen.
Mitte der siebziger Jahre nahmen in Hamburg die Spannungen zwischen dem Apostel Preuß und dem Propheten Geyer zu. Neben persönlichen Differenzen standen sachliche. Geyer stellte die Propheten neben, nicht unter die Apostel, hielt alle Christen für Erstlinge und betrachtete von daher die Versiegelung durch einen Apostel für überflüssig. Auch die Liturgiefrage – Apostel Schwarz hatte 1870 in den Niederlanden unter reformiertem Einfluss die Gewänder abgeschafft – dürfte eine Rolle gespielt haben. Die Differenzen spitzten sich in der Nachfolge besonders zu.
Preuß litt an einer offenbar unheilbaren Krankheit. Der Prophet Geyer berief in einem Gottesdienst am 31. März 1878 in Abwesenheit von Apostel Preuß den Kohlenhändler Johann Friedrich Güldner zum Apostel für Norddeutschland. Preuß starb am 25. Juli 1878.
Als der neuberufene Apostel Güldner in einem Gottesdienst am 4. August 1878 in sein Amt eingesetzt werden sollte, rebellierte eine Gemeindegruppe unter der Führung des Hirten Eduard Wichmann offen dagegen. Angesichts des entstehenden Tumultes verließ der größte Teil der Hamburger Gemeinde, die damals 300 Glieder zählte, unter der Führung von Geyer und Güldner den Kirchsaal. Etwa 50 Personen blieben zurück. Damit war eine neue Spaltung eingetreten.
Die Allgemeine christliche apostolische Mission setzte ihre Arbeit ohne nennenswerte missionarische Erfolge fort. Geyer blieb bis zu seinem Tode am 4. Oktober 1896 die prägende Persönlichkeit.
Die breitenwirksame Entwicklung der neuen apostolischen Bewegung ging von der Hamburger Restgemeinde und ihren Filialen im Harz, besonders aber von Apostel Schwarz und seinen niederländischen Gemeinden aus.
Schwarz war die herausragendste Persönlichkeit unter den neuen deutschen Aposteln. Es gelang ihm, in den Niederlanden sieben Gemeinden zu gründen. Durch den reformierten Prediger Wilhelm Menkhoff, der im Auftrag eines Missionsvereins aus Quelle bei Bielefeld in einer kleinen Torbauerngemeinde bei Amsterdam tätig war, wurde die apostolische Bewegung nach Westdeutschland getragen. Menkhoff war es auch, der Schwarz drängte, die katholisch-apostolischen Gewänder und Liturgien abzuschaffen. Zentrum der westdeutschen Gemeinden wurde Bielefeld. 1869 konnte Apostel Schwarz hier bereits 100 Personen versiegeln. 1872 wurde Menkhoff durch Schwarz in Amsterdam zum Apostel des Stammes Isaschar eingesetzt. Damit war endgültig ein deutscher Zweig der neuen apostolischen Bewegung Schwarzscher Prägung entstanden.
Die apostolische Bewegung zerfiel Mitte der siebziger Jahre in zwei Hauptströmungen, die ihr Zentrum in Amsterdam und in Hamburg hatten.
Im deutschen Zweig der neuen apostolischen Bewegung setzten sich nun immer stärker Persönlichkeiten durch, die keine direkte Verbindung mehr zu den katholisch-apostolischen Traditionen hatten und nach und nach wichtige Elemente dieses Erbes – so 1885 die Kirchen-gewänder – ausschieden. Deutliches Gemeindewachstum setzte ein. Ein Zeichen für das Auf-blühen der Bewegung ist, dass Menkhoff 1884 die Monatsschrift „Der Herold“ herausgeben konnte. Die zunehmende Zahl der Gemeinden und sein schlechter Gesundheitszustand nötigten ihn jedoch bald, wichtige Aufgaben in die Hände jüngerer Amtsträger zu legen. Zentrale Persönlichkeit unter ihnen wurde Friedrich Krebs (1832-1905). Er muss als der Gründer der neuapostolischen Kirche im modernen Sinn angesehen werden.
Geboren am 30. Juli 1832 in Elend im Harz, lernte er 1865 als Bahnwärter in dem Harzstädtchen Schladen die apostolische Bewegung kennen. 1866 wurde er von Apostel Preuß zum Priester ordiniert; 1874 Ältester, 1878 Bischof, erhielt er 1881 durch Menkhoff das Apostelamt.
Es war das Ziel von Krebs, die Gemeinden in Lehre und Organisation fester zusammen-zuschließen, eine scharfe Abgrenzung gegenüber den Kirchen durchzusetzen, den Einfluss der Propheten zugunsten der uneingeschränkten Machtfülle des Apostelamtes auszuschalten und das Kollegialitätsprinzip unter den Aposteln zu beseitigen.
Wolfenbüttel wurde durch das Wirken von Krebs zum Ausgangspunkt weiterer Gemeindegründungen.
Durch den Tod der Apostel Menkhoff und Schwarz im Jahre 1895 ergab sich für Apostel Krebs die Gelegenheit, die Führung aller neuen apostolischen Gemeinden zu übernehmen. Die anderen Apostel erhoben keinen ernsthaften Einspruch. Nur in den Niederlanden gab es größere Widerstände. Die Mehrheit der Schwarzschen Gemeinden wandte sich dort unter prophetischem Einfluss gegen Krebs und seine Bestrebungen. Es kam zur Spaltung, aus der die Hersteld Apostolische Zendingkerk hervorging. Sie verwarf die von Krebs propagierte Lehre, dass die Apostel neben der Bibel Offenbarungsträger seien, und blieb bei der Hochschätzung des prophetischen Amtes in der Gemeinde.
In den neuen deutschen Gemeinden wurde das Prophetenamt immer mehr zurückgedrängt und schließlich abgeschafft. Zweifellos war die schwerwiegendste Neuerung die Einführung des Stammapostelamtes durch Krebs Pfingsten 1897. Der Stammapostel beanspruchte die letzte geistliche Vollmacht und Autorität, er wurde zum Sender der Apostel. Im Gleichheitsprinzip der Apostel sah Krebs etwas „Republikanisches“, dem er das monarchische Führungsprinzip entgegenstellte. Unter der Führung von Krebs gelang der Bewegung nun der entscheidende Einbruch in kleinbürgerlich-bäuerliche Schichten. Die rasch wachsende Mitgliederzahl erforderte die Berufung zahlreicher neuer Amtsträger. In den Jahren 1896 bis 1902 berief Krebs acht Apostel, darunter je einen für Auswanderergemeinden in den USA und Argentinien. Am 21. Januar 1905 starb Stammapostel Fritz Krebs. Bereits 1898 hatte er einen Nachfolger berufen, den Landwirt Hermann Niehaus (1848-1932). Er stammte aus dem Dorf Steinhagen bei Bielefeld, war durch Menkhoff zur apostolischen Gemeinde gekommen und 1868 durch Stammapostel Schwarz versiegelt worden. Niehaus gehörte zu den engsten Mitarbeitern von Krebs. Am 21. Juli 1896 setzte ihn dieser zum Apostel des Bezirks Bielefeld ein.
Niehaus übernahm die Führung der neuen apostolischen Bewegung in einer Zeit rascher Auf-wärtsentwicklung. 1905 gab es in Deutschland sechs Apostelbezirke mit 488 Gemeinden. Unter seiner Leitung breiteten sich die Gemeinden weiter aus. Er reorganisierte die Bewe-gung, berief zahlreiche jüngere Amtsträger, führte Apostelversammlungen ein und verbesserte die Publikationstätigkeit. Auch die Verbindungen zu den Auslandsgemeinden versuchte er zu intensivieren und zu festigen. Dennoch kam es zu mehreren Abspaltungen. 1907 nahm die Gemeinschaft auf Beschluss der Apostelversammlung die Bezeichnung „Neuapostolische Gemeinde“ an. Diese präsentierte sich in den ersten Jahren nach dem Amtsantritt von Niehaus als eine kraftvoll wachsende, innerlich gefestigte religiöse Bewegung. Ansehen und Autorität des Stammapostels hatten ständig zugenommen.
Der erste Weltkrieg wurde für die Neuapostolische Gemeinschaft auf unterschiedliche Weise zum Ausgangspunkt neuartiger Entwicklungen. Auf dem Hintergrund der traditionellen Staats- und Kaisertreue stimmte Niehaus voll in die nationale Kriegsbegeisterung ein. Im Inneren der Gemeinschaft führte der Krieg zum Aufleben spiritualistisch-schwärmerischer Traditionen und eschatologisch-apokalyptischer Strömungen. Prophetische Gaben gewannen wieder an Ansehen. Die katholisch-apostolische Wiederkunftserwartung lebte in neuen Formen auf. Es kam auch zu kultischen Neuerungen. Den neuapostolischen Soldaten wurden die geweihten Abendmahlselemente in Form einer mit drei Tropfen Wein beträufelten Hostie ins Feld geschickt. Diese Kommunionsform wurde 1917 in allen Gemeinden eingeführt.
Der Ausgang des Krieges und der Zusammenbruch der Monarchie brachten neue Probleme. Aus den Gemeinden wurden teilweise kritische Fragen gestellt und die Autorität des Stamm-apostels in Zweifel gezogen. Manche Mitglieder wandten sich ab. Auch unter den Amts-trägern gärte es. Die Krise reichte schließlich bis ins Apostelkollegium hinein. Unter den Aposteln war der Dresdner Apostel Carl August Brückner (1872-1949), der Vertraute und designierte Nachfolger des Stammapostels, zunehmend Verfechter eines humanistisch-aufklärerischen und bürgerlich-demokratischen Kurses. Es kam zu Differenzen mit Niehaus, die zum Ausschluss Brückners und anderer Amtsträger im Frühjahr 1921 führten (vgl. Reformiert-apostolischer Gemeindebund). Zum Stammapostelhelfer berief Niehaus am 10. Oktober 1920 den Apostel Johann Gottfried Bischoff (1871-1960), den er am 14. Dezember 1924 feierlich in seine Nachfolge einsetzte.
Trotz einer unverkennbaren Distanz zur neuen bürgerlich-demokratischen Ordnung der Weimarer Republik nutzte die neuapostolische Bewegung die günstigen äußeren Entfaltungs-bedingungen. In einigen Ländern, so 1920 in Baden, erreichte sie die Anerkennung als Körperschaft des öffentlichen Rechts.
Die neuapostolischen Gemeinden wuchsen weiter. 1925 gab es in Deutschland 138000 neuapostolische Gemeindeglieder. Drei Jahre später umfasste das „Werk“ zwölf Apostel-bezirke mit 1528 Gemeinden in Europa und 200 Gemeinden in Übersee. Als patriarchalische Vaterfigur war Stammapostel Niehaus innerhalb der Bewegung unangefochten. Am 25. Januar 1930 konnte er in großem Rahmen sein 25jähriges Jubiläum als Stammapostel feiern. Im selben Jahr erlitt er einen Unfall. Johann Gottfried Bischoff trat seine Nachfolge an. Die bald auf ihn zukommende Aufgabe, die große Neuapostolische Gemeinschaft in Deutschland angesichts der nationalsozialistischen Machtergreifung zu leiten, löste er durch vielfache An-passung und Rücksichtnahme. So erfolgte kein Verbot wie im Falle anderer apostolischer Gruppen. Nach 1945 führte dieser Kurs des Stammapostels teilweise zu Spannungen und zu kleineren Abspaltungen in der Schweiz und anderen Ländern. Eine tiefe innere Krise brachte Bischoff über die neuapostolischen Gemeinden:
In feierlicher und deutlicher Form verkündete Stammapostel Bischoff die neue Lehre dann im Weihnachtsgottesdienst 1951 in Gießen. Bischoff war damals 80 Jahre alt, ein Umstand, welcher der „Botschaft“ ihre ungeheure zeitliche Brisanz verlieh. Der Stammapostel sagte:

„... heute stehen wir in der Zeit der Vollendung. Somit kommt es für uns darauf an, dass wir nicht in die Torheit verfallen und annehmen, wie es so manche leider taten oder noch tun, als würde sich das Erlösungswerk Gottes noch auf wer weiß wie viele Jahrzehnte, ja vielleicht auf Jahrhunderte ausdehnen. Das liegt nicht in der Absicht Gottes. ... Tag und Stunde, wann der Herr kommt, wissen wir nicht. Aber ich persönlich bin überzeugt, dass die Zubereitung des königlichen Priestertums in der Zeit erfolgt, in der ich noch vorhanden bin, und dass die Reichsgottesarbeit im Weinberg des Herrn mit mir ihr Ende erreicht, dass also der Feierabend kommt, wo Lohnzahlung stattfindet. Das Zeichen hierfür besteht darin, dass der Herr zu meiner Zeit in Erscheinung tritt und Abschluss seines Werkes macht. Nun steht hierzu nicht mehr viel Zeit zur Verfügung, denn im allgemeinen rechnet man doch damit, wenn ein solch hohes Alter erreicht ist, dass dann auch schließlich das Ende kommt.“
Er sagte weiter: „Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. So steht es im Ratschluss unseres Gottes, so ist es festgelegt, und so wird es der Herr bestätigen. Und zum Zeichen sollt ihr das haben, dass der Herr in meiner Zeit kommt, um die Seinen zu sich zu nehmen.“

Diese Botschaft von der Ankündigung des Endes innerhalb der nächsten Jahre rief unter den Gliedern der neuapostolischen Gemeinden große Bewegung hervor und löste starke endzeitlich bestimmte Aktivitäten aus. Bischoff predigte überall die „Botschaft“, machte sie immer mehr zum verbindlichen Glaubensgut. Einen Irrtum seinerseits schloss er mit dem Hinweis auf den Offenbarungscharakter der „Botschaft“ und die Autorität seines Amtes absolut aus. Den Zweiflern in den eigenen Reihen hielt er entgegen:

„Sie meinen: Er [Jesus] wird wohl kommen, aber wer weiß, wann?, wie neulich sogar einer schrieb: Das kann noch hundert Jahre währen, bis der Herr kommt. – Ich wünsche nur das Eine, dass all diese Zweifler so lange leben, bis der Tag des Herrn kommt. Dann werden sie sehen, welche Ernte ihnen der Zweifel eingebracht hat.“

Einschränkungen, ja Rückversicherungen nahm Bischoff bald nicht mehr vor. Er verband das Schicksal seiner Gemeinschaft, des Glaubens überhaupt, mit seiner „Botschaft“ und dadurch mit seiner Person. Am 12. September 1954 sagte er in einem Gottesdienst in Stuttgart:

„Ich bin mir doch bewusst, wenn ich sterben würde – was nicht der Fall sein wird –, dann wäre Gottes Werk vernichtet. ... Falls ich tatsächlich heimgehen würde, was nicht geschehen wird, dann wäre das Erlösungswerk erledigt.“

Es gab einzelne Amtsträger, die dem Stammapostel in dieser Radikalität nicht folgen wollten. Ihr Sprecher war der ehemalige Stammapostelhelfer, der Düsseldorfer Apostel Peter Kuhlen. Er stellte sich 1954 auf einer Apostelversammlung dem Vorhaben Bischoffs entgegen, die Versiegelung und damit die Aufnahme in die Gemeinde von der Anerkennung der „Botschaft“ abhängig zu machen. Kuhlen und seine beiden Mitapostel Siegfried Dehmel und Ernst Dunkmann forderten, Annahme oder Ablehnung der „Botschaft“ in die freie Ent-scheidung des einzelnen zu stellen. Daran war bei Lage der Dinge nicht zu denken. Das musste bereits der Schweizer Apostel Otto Güttinger, ein Sohn des ehemaligen Bezirks-apostels Ernst Güttinger, erfahren, der am 13. Juni 1954 von Bezirksapostel Ernst Streckeisen seines Amtes enthoben wurde, weil er, wie sein Vater, neben Kritik an dem autoritären Führungsstil des Stammapostels auch Einwände gegen die „Botschaft“ erhoben hatte. Mit Kuhlen und seinem Anhang machte Bischoff im Januar 1955 kurzen Prozess. Am 23. Januar 1955 verfügte er als Hauptleiter der Neuapostolischen Kirche den Ausschluss der Apostel Kuhlen, Dehmel und Dunkmann. Mit ihnen wurden die Bischöfe Franz Berendt und Hermann Schmohl sowie zehn Bezirksälteste ausgeschlossen. Eine Gruppe von 25000 Gläubigen schloss sich ihnen an. Sie gründeten am 25. Januar 1955 in Düsseldorf die „Apostolische Gemeinschaft“. Sämtliche Vermögenswerte der Gemeinden blieben, wie in anderen Fällen vorher, bei der Neuapostolischen Kirche. Die „Botschaft“ hatte zur größten Abspaltung in der Geschichte der Kirche geführt.
Nach dem Ausschluss Kuhlens blieb die „Botschaft“ Bischoffs unbestritten, sein fortschreitendes Alter gab ihr wachsendes Gewicht. Die Einzigartigkeit dieses Stammapostels wurde immer wieder betont. So schrieb die „Wächterstimme“ am 1. Juni 1956:

„Hätte Jesus von Nazareth versagt, so gäbe es keine Gnade und keine Erlösung. Die Augen der Gläubigen erkennen eine einmalige und einzigartige Parallele: Am Anfang der Gnadenzeit stand ein Mann - Jesus von Nazareth - an ihrem Ende steht ein Knecht, dem die Aufgabe geworden, die Braut heimzuführen ... er ist durch keinen andern zu ersetzen.“

1959 war in der „Wächterstimme“ zu lesen:

„Seit Jahren wird uns verkündet, dass der Herr zur Lebenszeit unseres Stammapostels wiederkommt, nicht irgendeines Stammapostels, sondern unseres derzeitigen Stammapostels.“

Die große und erstaunliche Vitalität Bischoffs, der seine „Botschaft“ etwa 500000 Menschen persönlich verkündigen konnte, deuteten viele Gläubige als göttliches Zeichen der Bestätigung der „Botschaft“.
Johann Gottfried Bischoff selbst war zweifellos felsenfest von der Wahrheit seiner „Botschaft“ überzeugt. Nach Ostern 1960 erkrankte der 89jährige Stammapostel. Er blieb bei seiner Meinung. Als ihn der Bezirksapostel Walter Schmidt besuchte und sich mit den Worten verabschiedete:

„Aber es bleibt bei der Verheißung: ‚Der Herr kommt zu ihrer Lebenszeit‘, antwortete Bischoff: ‚Ja, das ist gewiss!‘“

Am 5. Juli 1960 wurde der Stammapostel in ein Krankenhaus nach Karlsruhe gebracht, dort starb er am 6. Juli 1960.
Am 1. Juli 1960 war in der „Wächterstimme“ ein Artikel von ihm erschienen, in dem es hieß:

„Schlimm ist es, wenn sich jemand für etwas hält, was er in Wirklichkeit nicht ist. Denn eines Tages kommt die Ernüchterung.“

Die Ernüchterung war gekommen, aber sie wurde anders verarbeitet, als sich das Außenstehende gedacht hatten. Das Apostelkollegium trat zusammen und wählte einen neuen Stammapostel: Walter Schmidt (1891-1981). Der Tod des alten Stammapostels und die Wahl des neuen Stammapostels wurden den Gemeinden durch ein Schreiben der Apostel im Gottesdienst des 10. Juli 1960 gleichzeitig mitgeteilt. Sie schrieben:

„Wir alle haben aus Überzeugung geglaubt und gehofft, dass der Herr die Seinen nach der dem Stammapostel gegebenen Verheißung noch zu seiner Lebenszeit zu sich nehmen würde. Das war auch der unerschütterliche Glaube des Stammapostels, den er seiner Umgebung bis in die letzte Stunde seines Hierseins bezeugt hat. Sowohl er wie auch wir und alle mit ihm treu verbundenen Brüder und Geschwister haben niemals daran gezweifelt, dass der Herr die ihm gegebene Verheißung zur gegebenen Zeit auch erfüllen würde. Wir stehen deshalb vor dem unerforschlichen Ratschluss unseres Gottes und fragen uns, warum er seinen Willen geändert hat. Der Stammapostel, der das Erlösungswerk des Herrn auf den höchsten Stand der Vollendung gebracht hat und dadurch die Kinder Gottes in einem unerschütterlichen Glauben an sein Wort fesselte, kann sich nicht geirrt haben, weil er immer das Wort des Herrn zur Richtschnur seines Handelns gemacht hat. Infolgedessen hat er uns niemals etwas anderes gesagt als allein das, was er zuvor vom Herrn auf den Geist gelegt bekommen hatte.“

An Gott, nicht am Stammapostel, lag es also, dass sich seine „Botschaft“ als Irrtum herausgestellt hat. Der neue Stammapostel Walter Schmidt sprach von einer „Gnadenfrist“ für die Gemeinschaft, von Prüfung des Glaubens und nahm als neuer Josua, dem es bestimmt sei, nach dem Tode Mose das Volk Gottes ins verheißene Land zu führen, mit Entschlossenheit und unvermindertem Autoritätsanspruch sein Amt auf. Diskussionen mit Außenstehenden über die „Botschaft“ verbot er. Die Devise war: „Wir schweigen und gehen unseren Weg“ .
Die gegebenen Erklärungen wurden weitgehend in den Gemeinden akzeptiert. Die Tatsache, dass Stammapostel Bischoff vorher jede Änderung des Ratschlusses Gottes ausdrücklich verneint hatte, blieb unbeachtet. Nach dem Tod des Stammapostels Bischoff' am 6. Juli 1960 trat die von Beobachtern erwartete große Krise nicht ein. Wie bereits erwähnt wählte das Apostelkollegium den Apostel Walter Schmidt (1891-1981) zum Stammapostel und teilte den Gemeinden mit, dass Gott nach seinem unerforschlichen Ratschluss seinen Willen geändert habe: Eine neue Gnadenfrist sei gegeben.

Die Vorgänge um die Botschaft Bischoffs stellen eine bemerkenswerte Episode in der Entwicklung der Neuapostolischen Kirche dar durch die der Charakter des neuapostolischen Glaubens als eine auf das Amt und die Treue zu den Amtsträgern ausgerichtete Herzens- und Willenshaltung deutlich wurde.
Nach dem Rücktritt von Stammapostel Schmidt aus Gesundheitsgründen übernahm 1975 Ernst Streckeisen (1905-1978) die Leitung der Kirche, die nach dessen Tod 1978 an den Schweizer Bezirksapostel Hans Urwyler (geb. 1925) überging. Unter seiner Führung als Stammapostel setzte sich dynamisches Wachstum in Übersee verstärkt fort, nahm der internationale Charakter der Neuapostolischen Kirche zu, wurde die stark missionarische Ausrichtung beibehalten. Seit 1988 steht Richard Fehr (geb. 1939) an der Spitze der Neuapostolischen Kirche. Er leitete einen Prozess vorsichtiger Modernisierung und Öffnung der Neuapostolischen Kirche ein.



2. Lehre

Grundlage der Lehre sind die Bibel und das um die neuapostolischen Sonderanschauungen erweiterte Apostolische Glaubensbekenntnis. Die Neuapostolische Kirche versteht sich als das wiederaufgerichtete Erlösungswerk Gottes in unmittelbarer Fortsetzung der apostolischen Kirche der neutestamentlichen Zeit. Sie allein ist die Kirche Jesu Christi auf Erden, denn nur in ihr wirken die Nachfolger der Urapostel, wird das volle Heil vermittelt. Garant dafür ist der Stammapostel als Repräsentant Christi auf Erden, als Inhaber der Schlüsselgewalt und Empfänger der Offenbarungen Gottes. Die Apostel und alle Amtsträger sind ihm geistlich unterstellt, das Heil kann nur in dem dafür vorgesehenen Kanal der Ämterfolge von oben nach unten vermittelt werden. Die Neuapostolische Kirche kennt drei Sakramente: die Taufe (von den christlichen Kirchen anerkannt), das Abendmahl mit einer Hostie, in die drei Tropfen Wein eingebacken sind und die Versiegelung durch Handauflegen eines Apostels als Mitteilung des Heiligen Geistes und Aufnahme in die Gemeinschaft.

Die meisten der neuapostolischen Sonderlehren stehen mit drei wesentlichen Lehrkomplexen im Zusammenhang:
- Erstens das exklusive, auf der Ämterlehre beruhende Kirchenverständnis: Hier finden sich mancherlei Prallelen zum vorkonziliaren römisch-katholischen Kirchen- und Amtsverständnis.
- Zweitens die Eschatologie: Christi Wiederkunft wird – ohne Terminnennung – als unmittelbar bevorstehend erwartet. Damit verbunden ist u.a. die Verwandlung und Entrückung der „Brautseelen“ der Gotteskinder, d.h. der neuapostolischen Christen.
- Drittens das Entschlafenenwesen: Die Vollmacht der Ämter erstreckt sich auf Lebende und Verstorbene. Für die Verstorbenen wird das Abendmahl jeden Sonntag vom Stammapostel und den Bezirksaposteln mitgefeiert. Bei den alle 4 Monate durchgeführten „Totendiensten“ werden auch die Taufe und Versiegelung für die Toten gespendet.

Die in schlichten Formen durchgeführten Gottesdienste am Sonntag und an einem Wochentag (meist Mittwochs) sind Mittelpunkt des Gemeindelebens. Zentrum des sonntäglichen Gottes-dienstes ist die Abendmahlsfeier. Gepredigt wird betont bildreich-anschaulich und ohne Vor-bereitung durch die Amtsträger. Die Kirchenmusik (Chöre) erfreut sich reger Pflege. Das Leben in der Gemeinde, die sich als Familie Gottes versteht - ihre Glieder werden „Gotteskinder“ genannt -, zeichnet sich durch hohe Verbindlichkeit aus, die eine Lösung aus der Gemeinde schwer und persönlich sehr konsequenzenreich werden lässt. Karitative Einrichtungen unterhält die Neuapostolische Kirche traditionell nicht, in neuester Zeit gibt es erste Ansätze dazu. Der Festkalender entspricht weitgehend dem des christlichen Kirchenjahres.
Vom exklusiven Selbstverständnis der Gemeinschaft her gibt es bisher keine offiziellen ökumenischen Kontakte, in neuerer Zeit allerdings größere Gesprächs- und Informationsbereitschaft auf der Ebene höherer Amtsträger.



3. Organisation und Verbreitung

Organisatorisch ist die Neuapostolische Kirche in Apostelbezirke gegliedert. An ihren Spitzen stehen die Bezirksapostel. Sie führen die Bezeichnung „Kirchenpräsident“ und sind dem Stammapostel mit Sitz in Zürich (Schweiz) direkt unterstellt. Die Bezirksapostel werden von Aposteln unterstützt. Die ca. 300 Apostel sind im „Internationalen Apostelbund“ zusammengeschlossen, dessen Präsident der Stammapostel ist.

Fünf Apostelbezirke befinden sich auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland. Hier hat die Neuapostolische Kirche derzeit fast 400000 Mitglieder, die in etwas weniger als 3000 Gemeinden organisiert sind. Auf die Bundesländer aufgeteilt ergeben sich folgende Mitgliedszahlen für Deutschland (Stand: 31.12.2002):

Mitglieder Amtsträger Gemeinden
Berlin/Brandenburg 27.144 1.498 172
Bremen 10.695 652 86
Hamburg, Schleswig-Holst.24.805 1.589 149
Hessen 25.132 1.646 228
Mecklenburg-Vorpommern 8.839 405 68
Niedersachsen 17.524 1.280 126
Nordrhein-Westfalen 94.542 5.163 530
Rheinland-Pfalz 11.920 503 86
Saarland 3.472 165 35
Sachsen/Thüringen 26.744 1.699 201
Sachsen-Anhalt 11.542 942 121
Süddeutschland 120.439 7.650 934

Gesamt 382.798 23.192 2.736


Weltweit hat die Neuapostolische Kirche auf Kosten traditioneller christlicher Kirchen ein rasches Wachstum zu verzeichnen. Von 1988 bis 1998 konnte sie die Zahl ihrer Mitglieder verdoppeln. Im Jahre 2000 wurden in etwa 6500 Gemeinden ca. 10 Millionen Mitglieder gezählt. Über 5 Millionen Mitglieder leben in Afrika, hohe Zuwächse gibt es auch in Asien und Osteuropa, während die Mitgliederzahlen in Deutschland stagnieren bzw. zurückgehen.

Für das Jahr 2002 gibt die Neuapostolische Kirche International in Zürich folgende Mitgliedszahlen an (Stand: 31.12.2001):

Mitglieder Gemeinden Amtsträger
Nordamerika 49.363 457 2.497
Lateinamerika 362.678 1.828 8.994
Europa 525.163 4.103 30.026
Naher Osten 3.671 43 97
Afrika 7.652.065 47.063 206.446
Asien 1.435.360 13.829 18.879
Australien und Ozeanien 89.144 691 3.409

Gesamt 10.117.444 68.014 270.348



Die Neuapostolische Kirche unterhält ein bedeutendes Verlagswerk (Verlag Friedrich Bischoff GmbH, Frankfurt a.M.). Die Monatszeitschrift „Unsere Familie“ erscheint in 25 verschiedenen Ausgaben in über 20 Sprachen. Seit 1998 wird monatlich ein Kindermagazin „Wir Kinder“ herausgegeben, seit 2001 (?) das Jugendmagazin „spirit“.



4. Die Neuapostolische Kirche aus evangelischer Sicht

Zwischen der Neuapostolischen Kirche und den christlichen Kirchen gibt es Gemeinsamkeiten, aber auch erhebliche Lehrunterschiede. Im Zentrum dieser Lehrunterschiede steht das exklusive Kirchen- und Amtsverständnis, insbesondere die Bedeutung von Stammapostelamt und Apostelamt.
Wir beschränken uns im folgenden darauf, diesen fundamentalen theologischen Dissens und seine weitreichenden Folgen aus evangelischer Sicht aufzuzeigen.
Es ist die befreiende Kernbotschaft der Reformation, dass der Mensch allein durch den Glauben, der allein an die Heilige Schrift und durch sie allein an Jesus Christus gebunden ist, zu Gott kommen kann. Es sind keine Zwischeninstanzen notwendig, die das Heil vermitteln oder gar garantieren müssen. Die Heilsvermittlung liegt nach evangelischem Verständnis nicht in der Hand einer hierarchisch gegliederten Kirche mit einem Oberhaupt als irdischen Stellvertreter Christi an der Spitze. Es gibt kein heilsvermittelndes Priester- oder Bischofsamt, jeder Christ ist Priester (allgemeines Priestertum der Gläubigen). Nur aus Gründen der Ordnung beruft die Gemeinde einzelne in das Amt der Wortverkündigung und Sakramentspendung und rüstet sie dazu zu. Alleinige Heilsmittel sind das Wort Gottes und die Sakramente Taufe und Abendmahl. Sie allein fördern und erhalten die von Jesus Christus gestiftete Kirche, denn sie allein führen zum wahren, vor Gott rechtfertigenden Glauben und damit zum Heil. Die zwei Merkmale von Kirche (Wort und Sakrament) lassen nicht zu, die wahre Kirche Jesu Christi auf eine der verfassten Kirchen - etwa die evangelische - zu beschränken. Überall, wo Wort und Sakrament recht gebraucht und verwendet werden, ist Kirche, „die Versammlung aller Gläubigen und Heiligen“ (Artikel 8).

Das neuapostolische Kirchenverständnis ist exklusiv und universell. Es basiert auf der Ämterlehre, ohne Apostel kein Heil:
„Das Apostelamt ist der Menschheit von Christo zur Durchführung des göttlichen Erlösungsplanes gegeben worden.“

Dieser Satz widerspricht dem biblischen Befund. Was sind nach dem Neuen Testament Apostel? Es sind „Gesendete“. Ihr Sender ist Jesus. Im Neuen Testament ist von Aposteln im engeren und weiteren Sinn die Rede. Die gesamte Christenheit bindet das Apostelamt an eine Beauftragung durch den irdischen Jesus. Als diese Beauftragung nicht mehr möglich war, gab es keine Apostel mehr. An ihre Stelle traten für die Leitung der Gemeinde Bischöfe und Älteste. Es waren meist die Apostel selbst, welche Bischöfe und Älteste (Priester) einsetzten. Ganz anders sieht das die Neuapostolische Kirche. Spätestens 100 Jahre nach Jesu Kreuzestod, so ihre Überzeugung, verlor die Kirche ihr wichtigstes Amt, von dem alles abhängt, was „der Menschheit von Christo zur Durchführung des göttlichen Erlösungsplanes gegeben“ wurde: das Apostelamt. Der Erlösungsplan konnte deshalb für etwa 1700 Jahre nicht mehr in der gottgewollten Weise durchgeführt werden. Unzählige Millionen Christen gingen dadurch des vollen Heils verlustig.
Wenn dem so ist, so haben wir es hinsichtlich des Verlustes des Apostelamtes mit einer einmaligen heilsgeschichtlichen Katastrophe zu tun. Es erheben sich die Fragen: Wer ist dafür verantwortlich? Warum wurde das Apostelamt nicht weitergegeben? Warum setzten die Apostel nur Bischöfe und Älteste ein? Warum trat das Bischofsamt in gewisser Weise an die Stelle des Apostelamtes?
Gott hat die Apostel durch Jesus Christus berufen. Doch diese „Urapostel“ haben keine neuen Apostel berufen, haben das Apostelamt verlöschen lassen. Wenn es aber Gottes Wille war, dass die Kirche bleibend von Aposteln geleitet werde, wenn er den vollen Zugang zum Heil an dieses Amt band, dann haben diese Apostel den Willen ihres Senders verraten. Warum sind sie ihrem Auftrag untreu geworden? Weshalb hat auch Petrus, der „Stammapostel“, versagt? Diese Fragen legen sich nahe, ihnen musste sich die Neuapostolische Kirche stellen. Sie hat es versucht. Doch durfte es seitens der Neuapostolischen Kirche darauf keine Antworten geben, durch die die Urapostel schuldig gesprochen wurden, denn sonst fiele die ganze Apostellehre, einschließlich des Anspruchs der neuen Apostel, in sich zusammen.

Kurt Hutten schreibt in diesem Zusammenhang:
„Die Neuapostolischen sind denn auch in diesem Punkt in einer offensichtlichen Verlegenheit. Sie zeigt sich daran, dass die verschiedensten Antworten probiert und wieder fallen gelassen werden. Einmal rechnen sie es der Kirche als Schuld an, dass sie das Apostelamt eingehen ließ. Warum aber hat dann der Herr der Kirche 1700 Jahre verstreichen lassen, bis er dieses Amt wieder erweckte, das doch heilsnotwendig war? Wie vereint sich das mit der Botschaft von der Liebe Gottes in Christus und mit der Verheißung Jesu in Matth. 28,20?
Mit dieser Antwort ist es also nichts. So versuchte man eine andere Erklärung. Da wird nicht von einer Schuld der ersten Christengenerationen gesprochen, sondern von einer 'Ausrottung des Apostelamts im ersten Christentum' durch die Verfolgung. Aber diese Antwort stellt vor die gleiche Schwierigkeit. Denn einmal hörte die Verfolgung ja auf, und dann hätte das so heilsnotwendige Apostelamt wieder eingerichtet werden können. Warum erst 1832 und nicht schon 1700 Jahre früher? Das Lehrbuch von 1933 (Art. 472) antwortet auf die Frage, ob die Apostel für Nachfolger Sorge getragen haben: 'Das scheint von ihnen nicht als besonders nötig erkannt worden zu sein.' Diese Antwort rührte allzu nahe an den wahren Sachverhalt und tastete die neuapostolische Lehre von der Heilsnotwendigkeit des Apostelamts an. Deshalb wurde sie später gestrichen. Das Lehrbuch von 1938 hüllt sich in Schweigen, indem es die Frage überhaupt nicht stellt.
Erst das Lehrbuch von 1952/71 bemühte sich wieder um eine Antwort. Es griff wieder auf die alte Lesart zurück (Art. 187): Eigentlich sollte bei der wachsenden Zahl der Gläubigen auch die Zahl der Apostel vermehrt werden; 'die schweren Verfolgungen aber, denen die Gemeinde Jesu ausgesetzt war und die sich naturgemäß in erster Linie gegen ihre Führer richteten, verhinderten eine planmäßige Amtsnachfolge. '“


Der Katechismus der Neuapostolischen Kirche von 1992 lässt die Verfolgungsthese erneut fallen und weist die Schuld eindeutig dem „Verhalten der damaligen Gläubigen“ zu, nicht den Aposteln, von denen Johannes „als letzter Apostel der urchristlichen Zeit“ ausdrücklich als solcher hervorgehoben wird. Die entscheidende Frage: „Wie kam es zu einer Unterbrechung der Wirksamkeit von Aposteln?“ wird so beantwortet:
„Dass die Wirksamkeit der Apostel unterbrochen wurde, hatte seine Ursache in dem Verhalten der damaligen Gläubigen. Jesus hatte in seinem Sendschreiben laut Offenbarung 2,4.5 gemahnt und gewarnt mit den Worten: 'Ich habe wider dich, dass du die erste Liebe verlässest. Gedenke, wovon du gefallen bist, und tue Buße und tue die ersten Werke. Wo aber nicht, werde ich dir bald kommen und deinen Leuchter wegstoßen von seiner Stätte, wo du nicht Buße tust.' Unter dem Leuchter ist die Gemeinde mit dem Apostelamt zu verstehen. Die Nacht war hereingebrochen, von der Jesus geweissagt hatte: 'Es kommt die Nacht, da niemand wirken kann' (Johannes 9,4).“

Jesus hat also diese „Nacht“, die immerhin 1700 Jahre dauerte, sogar vorausgesagt, sie erscheint damit heilsgeschichtlich legitimiert. Wir haben es hier mit einer ungeheuerlichen Umdeutung eines aus dem Zusammenhang gerissenen Bibelwortes zu tun! Aber auch wenn man sich auf diese Deutung einlässt, bleiben Fragen über Fragen. Warum haben es die Apostel und der „Stammapostel“ Petrus nicht geschafft, ihre Gemeinden recht zu leiten, sie zu Brautgemeinden zu bereiten? Alle Gemeinden aller Apostel haben derartig versagt, dass auch nicht in einer Gemeinde das Apostelamt erhalten blieb? Dabei wird über einzelne Gemeinden im Neuen Testament soviel Gutes gesagt. Die unter der persönlichen Leitung des Apostels Johannes stehende Gemeinde von Ephesus wird von Jesus zwar gewarnt und zur Buße aufgefordert, aber er betont auch vorher:

„Ich weiß deine Werke und deine Arbeit und deine Geduld und dass du die Bösen nicht ertragen kannst, und hast geprüft die, welche sagen, sie seien Apostel, und sind's nicht, und hast sie als Lügner erfunden [!], und hast Geduld, und hast um meines Namens willen Last getragen, und bist nicht müde geworden“.(Offb 2,2.3)

Diese Gemeinde, die falsche Apostel von wahren Aposteln unterscheiden kann, verdient selbst keine Apostel? Die Gemeinde von Ephesus steht unter der Leitung des letzten Apostels, Johannes, aber er kann ihr keinen neuen Apostel geben? Und auch eine andere der sieben Gemeinden, von der Jesus nur Gutes zu sagen weiß, erhält keinen Apostel: die Gemeinde zu Philadelphia. Von ihr erwartet Jesus keinerlei Buße, ihr droht er nichts an, ihr verheißt er aber:

„Weil du bewahrt hast das Wort von meiner Geduld, will ich auch dich bewahren vor der Stunde der Versuchung, die kommen wird über den ganzen Weltkreis, zu versuchen, die da wohnen auf Erden. Siehe, ich komme bald; halte, was du hast, dass niemand deine Krone nehme!“ (Offb 3,10.11)

Und ihr wird doch die Krone genommen? Johannes setzt für sie keinen Apostel ein, gibt sie dem Verlust des vollen Heils preis, obwohl ihr Jesus ein glänzendes Zeugnis ausstellt und ihr verheißt, sie vor der „Stunde der Versuchung“ zu bewahren?
Fazit:
Die Neuapostolische Kirche vermag auf die Frage, warum das Apostelamt mit den Uraposteln erlosch und - folgt man ihrer Anschauung - die Kirche ca. 1700 Jahre von Gott ohne Apostel gelassen wurde, keine biblisch-begründete Antwort zu geben.

So fragwürdig, wie die neuapostolische Lehre vom Verlust des Apostelamtes ist, so fragwürdig ist auch ihre Anschauung von der Wiederaufrichtung des Apostelamtes in der Endzeit. Seit 1832 wurden in England auf prophetischem Weg zwölf Apostel berufen. Damit wird die Kirche Jesu Christi endlich wieder mit allen Vollmachten hergestellt, hat sie ihr zentrales und wichtigstes Amt wiedererlangt. Akzeptiert man diesen neuapostolischen Standpunkt, so ergeben sich dennoch ganz gravierende weitere kritische Anfragen und fundamentale Widersprüche: Warum wurde im Kreis dieser zwölf Apostel nicht der Weisung Jesu gemäß das Stammapostelamt eingeführt? Wies kein von Gott kommendes prophetisches Wort darauf hin? Warum vertraten diese Apostel das Gleichheitsprinzip, sahen in einem Apostel lediglich den „Pfeilerapostel“, gleichsam ihren Sprecher? Die entscheidende Frage ist jedoch, warum setzten auch diese zwölf Apostel keine neuen Apostel ein, nachdem die ersten von ihnen starben? Warum ließen sie das wichtigste Amt in der Kirche, nachdem es nun endlich nach 1700 Jahren wiederhergestellt war, wiederum erlöschen? Warum erkannten sie die in Deutschland berufenen neuen Apostel nicht an, ja schlossen sie Kraft ihrer apostolischen Vollmachten und dem ihnen von Jesus verliehenen Amtes des Schlüssels aus der Kirche aus? Waren sie „Apostel“, Gesandte Jesu Christi, wie könnten sie dann die anderen Gesandten Jesu Christi verwerfen? Wurden die englischen Apostel von wahren Aposteln zu gefallenen Aposteln ohne göttliche Vollmachten, weil sie ihr Amt nicht weitergaben und damit direkt gegen Gottes Willen, der sie zur Erneuerung der Kirche gesandt hatte, verstießen? „Die noch lebenden Apostel in England erkannten diese [die deutschen Apostel] nicht an“, heißt es lapidar im neuapostolischen Katechismus. Wer besaß aber in dieser Situation den Heiligen Geist und die wirkliche apostolische Vollmacht, die englischen oder die deutschen Apostel, die englischen oder die deutschen Propheten?
Was bedeutet es außerdem, dass die meisten der neuen deutschen Apostel von einem Propheten, Heinrich Geyer, berufen wurden, der später von neuapostolischer Seite als falscher Prophet bezeichnet wird, nachdem er mit eben diesen Aposteln in einen tiefen Konflikt geriet. Und da ist der erste deutsche Apostel überhaupt, Rudolf Rosochacky, der kurze Zeit nach seiner Berufung sein Apostelamt niederlegte und bekannte, aus dem Taumelkelch Satans getrunken zu haben. Er schrieb am 17. Januar 1863 an die Hamburger Gemeinde:

„Wäre meine Berufung eine göttliche gewesen, so hätte kein Widerspruch mit den übrigen Aposteln entstehen können, denn ein Apostel Jesu Christi kann nicht den andern Apostel des Herrn hinauswerfen und absetzen helfen.“

Genau das ist das Kernproblem!
Auch die zweite deutsche Apostelberufung ist voller Fragwürdigkeiten. Carl Wilhelm Preuß wurde von einem Diakon in Abwesenheit des zuständigen Propheten Heinrich Geyer zum Apostel berufen. Und Geyer musste später bekennen:

„Es war im Wege der Unordnung geschehen, so wie Ruben seines Vaters Jacob Bette bestiegen, so konnte ich auch ein solch uneheliches Kind nicht töten.“

Was bedeutet es, wenn der Prophet, der die neue apostolische Bewegung ins Leben rief, den ersten wirklich amtierenden neuen deutschen Apostel als „uneheliches Kind“ in geistlicher Beziehung charakterisiert? Auf welchem Fundament ist dann die „Schlusskirche“ der neuen Apostel gegründet?
Die Beispiele und Fragen ließen sich in Einzelheiten fortsetzen. (Bedenkt man etwa, dass der erste Stammapostel Friedrich Krebs ebenfalls durch einen Propheten zum Apostel berufen wurde, der dann als abgefallener Prophet galt.) Hat Jesus Christus auf diese Weise das für seine Kirche wichtigste Amt eingesetzt und zweimal bzw. sogar dreimal wieder erlöschen lassen, bis es sich schließlich aus sich selbst heraus dauerhaft erneuert? Sehen wir uns diese Apostelgeschichte doch sehr genau an, ist sie nicht auch ein Apostelgericht?
Und wie steht es mit dem Stammapostelamt?
Aber zurück zum Kernpunkt aller Kontroversen, zur Lehre von der Kirche. Das neuapostolische Verständnis von Kirche verlangt entschiedene persönliche Hingabe, einschließlich materieller Opfer. An diesem Punkt setzt gerade in der Gegenwart die öffentliche Kritik am neuapostolischen Christentum ein, verkennt dabei aber vielfach die eigentlichen, in der Lehre liegenden Wurzeln und sieht deshalb die Ursache für die starke Einbindung des einzelnen in die Gemeinde in Machtstreben und autoritären Gelüsten der Amtsträger.
Dass es zu speziellen Formen neuapostolischer Sozialisation kommt, hat einen nicht unwesentlichen Grund auch in der Lehre von der baldigen Wiederkunft Jesu bzw. der Ersten Auferstehung. Nicht die lebendige Wiederkunftserwartung an sich ist aus evangelischer Sicht kritisch anzufragen, sondern ihre Form, der Druck, der durch eine betonte Aktualisierung der Endereignisse entstehen kann und, wie der Fall Bischoff zeigt, auch entstanden ist. Widerspruch müssen im Einzelnen auch der Ablaufplan für die Endereignisse und die einzigartige Rolle, die der Neuapostolischen Kirche und ihren treuen Gliedern dabei zugewiesen wird, hervorrufen.
Noch mehr Fragen aus Lehre und Leben der Neuapostolischen Kirche ergeben sich und lassen sich stellen, sie führen jedoch fast ausnahmslos zur Problematik der Kirchen- und Ämterlehre zurück, die im Mittelpunkt der evangelisch-neuapostolischen Lehrunterschiede steht. Evangelische Christen haben neuapostolischen Christen die Botschaft von der Rechtfertigung allein aus dem Glauben an Jesus Christus, auch ohne Apostel und exklusive Endzeitkirche, zu bezeugen, die Botschaft von der Freiheit eines Christenmenschen. Das ist keine Botschaft der Unverbindlichkeiten, sondern der Verbindlichkeit allein gegenüber Jesus Christus und seinem Wort, dem Wort der Bibel, frei von menschlichen Zwischeninstanzen, denn:

„Wenn euch nun der Sohn frei macht, so seid ihr recht frei“ (Joh 8,36).

Die unbestreitbaren Erfolge der Neuapostolischen Kirche, meist auf Kosten der traditionellen Kirchen, sollten für die Kirchen aber auch Anlass sein, sich selbst kritisch anfragen zu lassen, sich der neuapostolischen Herausforderung zu stellen. Es gibt für die Kirchen manches von der Neuapostolischen Kirche zu lernen, vor allem auf dem Gebiet der Gemeindearbeit. Auch ist vielen neuapostolischen Christen der Respekt und die Anerkennung für ihren ganz persönlichen Weg der Nachfolge nicht zu versagen. Gemeinsames darf trotz des Trennenden nicht übersehen werden, ökumenische Gesinnung gilt grundsätzlich auch gegenüber der Neuapostolischen Kirche.
Wie bei allen „Endzeitkirchen“ und eschatologisch-apokalyptischen Gemeinschaften ist das große Problem der Neuapostolischen Kirche die verrinnende Zeit, das Ausbleiben der immer wieder als unmittelbar bevorstehend angekündigten Endereignisse. Das kann die Glaubwürdigkeit ihrer Botschaft und die innere geistliche Dynamik in Frage stellen. Die Neuapostolische Kirche hält dem entgegen, die Ernte sei noch nicht eingebracht, ihr Erfolg in den letzten Jahren beweise das. Erfolg wird als Segen Gottes, als Bestätigung des neuapostolischen Weges angesehen. Doch es ist auch die gegenteilige Sicht möglich!
Ein zu schnelles Wachstum kann destabilisieren. Das weltweite auffällige Wachstum der Neuapostolischen Kirche, meist ein Ernten, wo man nicht gesät hat, lässt sich auch als Zeichen des Gerichtes, nicht der Gnade verstehen. Mit Sicherheit werden durch das „Wuchern“ der Neuapostolischen Kirche in der sogenannten zweiten und dritten Welt ihre inneren Spannungen in den nächsten Jahren sehr zunehmen, ihre Strukturen an die personellen und materiellen Grenzen kommen. Die Zukunft der Neuapostolischen Kirche erscheint in ihrer bisherigen Form trotz ihres internationalen Erfolges keineswegs gesichert.

Ich hoffe das ihre nicht an der Länge diese Beitrage gescheitert seid, aber ich will euch ja nur warnen.

Christian D!



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Warum einfach machen wenns auch schwierig geht? (Christian D!)

Christian D! ( Gast )
Beiträge:

21.01.2007 15:37
#2 RE: WARNUNG!! Neuapostolische Kirche antworten

Falls ihr noch Fragen habt so fragt mich denn ich bin ja noch neuapostolisch und somit noch auf dem Laufenden.

Christian D!

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.100

21.01.2007 15:46
#3 WARNUNG!! Neuapostolische Kirche antworten
Wieso müssen die Religiösen immer wieder mit diesen Zwei-Tonnen-Texten ankommen? Weil Quantität von der Qualität ablenkt? Liest doch eh kein Schwein! Und alle Bitten, die Texte kürzer zu gestalten, werden auch übergangen. Auch dir ist diese Forumsrichtlinie schon zugekommen, Christian D.!. Wieso befolgst du sie nicht?

Gysi
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Christian D! ( Gast )
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21.01.2007 15:50
#4 RE: WARNUNG!! Neuapostolische Kirche antworten

Achtung Schlaumeier-alarm!!!!!!!!!!1.

Manchmal ist es eben nötig etwas auszuführen um auf jede einzelheit einzugehen, oder wird ein Medizinstudent in 2 Tagen Doktor? Lies es doch wenigstens einmal. Brauchst vielleicht ne halbe Stunde.

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.100

21.01.2007 15:54
#5 RE: WARNUNG!! Neuapostolische Kirche antworten

In Antwort auf:
Achtung Schlaumeier-alarm!!!!!!!!!!1
Der Schlaumeier löscht dir gleich den Text. Sieh also lieber zu, deine Religionsfraktion knapp zu präsentieren, wenn du willst, dass dein Tread auch in die Diskussion kommt.

Gysi
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Christian D! ( Gast )
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21.01.2007 15:58
#6 RE: WARNUNG!! Neuapostolische Kirche antworten

Immer gleich Agresiev werden, cool-down

Ich will nur andere Leute über eine Organisation informieren die ABSOLUT falsche Lehren verbreitet da ist der text nun einmal etwas länger.

Christian D! Ich meins doch nur gut!!

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 5.475

21.01.2007 16:04
#7 RE: WARNUNG!! Neuapostolische Kirche antworten

In Antwort auf:
Christian D! Ich meins doch nur gut!!



Ist ja auch in ordnung.... nur so lange Texte sind wirklich eine Zumutung,... Du bist doch noch neuapostolisch. Erkläre uns doch deine bedenken in einer kurzen zusammenfassung anhand von 2-3 konkreten Beispielen. Das mag dann als Warnung schon genügen ... falls weiteres Interesse besteht kann dann noch intensiviert werden. Aber bitte: Es steht wirklich so in der Forum nettiquette. Wir fühlen uns von 2 tonnen - baladen ein wenig erschlagen. Ich selbst hab mir die letzten drei Punkte durchgelesen, aber bei der geschichte bin ich weggekippt.

In Memory of Soul-Society

Wohl gibt es zwei Arten von freunden und es sind diese: Käufliche und Unbezahlbare

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Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.100

21.01.2007 16:16
#8  WARNUNG!! Neuapostolische Kirche antworten
In Antwort auf:
Agresiev
Das Wort kenne ich nicht. Aggressiv bin ich auch nicht, und gut meine ich es auch mit mir.

Gysi
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Christian D! ( Gast )
Beiträge:

21.01.2007 16:20
#9 RE: WARNUNG!! Neuapostolische Kirche antworten

OK
Ich glaub ihr habt recht. Gysi wenn du wilst kannst du denn Bericht löschen oder am besten glieich den ganzen Thraed oder wie man das nennt ich verfasse noch ne eigene Version die etwas Kürzer ist.

Christian D!



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Warum einfachmachen wenns auch schwierig geht. (Christian D!)

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.100

21.01.2007 16:28
#10 WARNUNG!! Neuapostolische Kirche antworten

In Antwort auf:
Gysi wenn du wilst kannst du denn Bericht löschen oder am besten glieich den ganzen Thraed oder wie man das nennt ich verfasse noch ne eigene Version die etwas Kürzer ist.
Nanana, jetzt spiel doch nicht gleich den Beleidigten... Wir wollen die Texte doch nur auf Dialogtauglichkeit bringen. Hättest du die Forumsrichtlinien gelesen, wäre das alles nicht passiert...
Ich lass den Thread stehen; löschen ist zudem Moderatorenrecht (meines auch - trotzdem), und die Kurzfassung kannst du doch darunter setzen.

Gysi
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Christian D! ( Gast )
Beiträge:

21.01.2007 16:32
#11 RE: WARNUNG!! Neuapostolische Kirche antworten

Ich bin nicht beleidigt, es ist nur so das ihr recht habt ich möchte eben das nicht dutzende von Beiträgen zur Neuapostolischen Kirche hier stehen.

Christian D! Der euch alle lieb hat und überhaupt nicht beleidigt ist.

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

21.01.2007 17:09
#12 RE: WARNUNG!! Neuapostolische Kirche antworten

Es gibt auch noch einen anderen Aspekt, nämlich den des Copyrights. Das kann verletzt werden, wenn man Texte von anderen Webseiten kopiert und selbst irgendwo einstellt.
Manchmal muss man aber einfach auf solche Texte zurückgreifen. Dann ist es üblich und wird auch in der Regel von den Besitzern des Copyrights akzeptiert, nur einen kleinen Auszug, also das, was einem am Wichtigsten ist, zu bringen und zusätzlich einen Link zum gesamten Artikel zu setzen.




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Okkurion Offline



Beiträge: 80

04.03.2007 19:02
#13 RE: WARNUNG!! Neuapostolische Kirche antworten

Bei allem nötigen respekt, ich lebe in einem 16.000 seelen Dorfstädl, und hier haben wir eine Neu-apostolische Kirche, und die sind ganz normal.

Ich bin nicht Anhänger dieser Sekte, aber bis jetzt gibt es nichts gegen sie einzuwenden!




Okkurion

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Rene Offline



Beiträge: 38

20.03.2007 10:56
#14 RE: WARNUNG!! Neuapostolische Kirche antworten

Also ich habe auch keine Lust gehabt den langen Text zu lesen muss ich zugeben,aber was ist falsch an der apostolischen Lehre?

Ronnie77 ( Gast )
Beiträge:

20.03.2007 11:23
#15 RE: WARNUNG!! Neuapostolische Kirche antworten

Für mich ist Glauben an sich schon nichts.
Aber die meisten meinen wohl, dass die Ansicht, dass heute noch Propheten zu den Menschen geschickt werden,
utopisch ist.
Für mich klar eine Sekte.

Rene Offline



Beiträge: 38

20.03.2007 14:15
#16 RE: WARNUNG!! Neuapostolische Kirche antworten

Atheismus ist nichts weiteres als ein Glaube das es keinen Gott gibt.

Aber glauben ist bekanntlich nicht wissen.

Ronnie77 ( Gast )
Beiträge:

20.03.2007 14:40
#17 RE: WARNUNG!! Neuapostolische Kirche antworten

Ich weiß, dass es ihn nicht gibt!
Denn wo ist er denn?

Rene Offline



Beiträge: 38

20.03.2007 16:48
#18 RE: WARNUNG!! Neuapostolische Kirche antworten

Ich denke das es uns Menschen nicht einfach fällt an einen Gott zu glauben der sich nicht zeigt.Wir Menschen sind es gewöhnt unser Gegenüber zu sehen da gebe ich dir recht.Jedoch weißt auch du das es Energien gibt die wir nicht sehen, wie Magnetismus oder Radioaktivität.Es gibt sogar Lebewesen die wir nicht sehen, wie Bazillen,weil sie zu klein sind.

Vielleicht ist Gott zu groß das wir ihn sehen können.In der Bibel steht doch irgendwo, kein Menschen kann Gott sehen und am Leben bleiben.

Wotan Offline




Beiträge: 179

20.03.2007 17:39
#19 RE: WARNUNG!! Neuapostolische Kirche antworten
@Rene:

Deine Vergleiche hinken. Falls du schon mal ein Röntgenbild betrachtet hast, weisst du das es diese Strahlung gibt. Du kannst sie zwar nicht direkt sehen, aber wie sonst liesse sich dieses Bild erklären? Das gleiche gilt für den Magnetismus. Und Bazillen sehen wir.
Von Gott habe ich noch keinen solchen "Beweis" gesehen. Die Erklärung, dass der Mensch Gott erfunden hat, ist für mich bisher die treffendste...

______________________________________________
“Es ist schwer, fromm zu sein, wenn auf gewisse Menschen nie ein Blitzstrahl niedersaust.” - Calvin & Hobbes -

adw470 ( Gast )
Beiträge:

20.03.2007 18:34
#20 RE: WARNUNG!! Neuapostolische Kirche antworten

Ich gehöre zu den Menschen, die an Gott glauben. Dazu brauche ich ihn nicht sehen.
Ich denke nicht, dass die Beispiele von René hinken.
Vielen Menschen hilft Gott. Auch wenn man ihn dabei nicht sieht.
Aber die Kraft, die man aus solchen (Glaubens-)Erlebnissen ziehen kann, hilft ungemein.
Meinen Verstand kann ich auch nicht sehen. Und dennoch weiß ich, wann ich ihn wie einsetzen muss, um eine gewisse Sache erledigen zu können, um ein Ziel zu erreichen.
Vielen Menschen wird mit Placebos geholfen. Alleine der Glaube, dass diese Tablette hilft, kann eine pharmazeutische Wirkung erzielen.
Sollte ich irgendwann einmal feststellen, dass es Gott nicht gibt, wenn ich z. Bsp. tot bin, kann ich aber sagen, dass mir der Glaube an ihn zu meinen Lebzeiten viel geholfen hat.

DeGaertner Offline



Beiträge: 1.193

20.03.2007 18:55
#21 RE: WARNUNG!! Neuapostolische Kirche antworten

In Antwort auf:
Wir Menschen sind es gewöhnt unser Gegenüber zu sehen da gebe ich dir recht.Jedoch weißt auch du das es Energien gibt die wir nicht sehen, wie Magnetismus oder Radioaktivität.Es gibt sogar Lebewesen die wir nicht sehen, wie Bazillen,weil sie zu klein sind.


Genau das ist der Punkt
Diese Dinge kann man nicht sehen, aber mittlerweile erklären.

Krankheiten wurden früher auch auf Die Götter zurückgeführt....heute sind es Bakterien oder noch kleinere Viren.

Das alles war früher noch Gott....

Gott wird immer kleiner....


atz

Und hütet euch vor den leuchtenden Augen der Missionare, die vorgeben euch die Wahrheit zu bringen ....
denn das Leuchten könnte auch die Sonne sein , die durch die hohle Birne scheint !!

DeGaertner Offline



Beiträge: 1.193

20.03.2007 18:57
#22 RE: WARNUNG!! Neuapostolische Kirche antworten

In Antwort auf:
Vielen Menschen wird mit Placebos geholfen. Alleine der Glaube, dass diese Tablette hilft, kann eine pharmazeutische Wirkung erzielen.
Sollte ich irgendwann einmal feststellen, dass es Gott nicht gibt, wenn ich z. Bsp. tot bin, kann ich aber sagen, dass mir der Glaube an ihn zu meinen Lebzeiten viel geholfen hat.


Das ist ja das infame an der Droge Religion....denn dass sie lügt ist das letzte was du in deinem Leben merkst...in dem Moment in dem der Vorhang fällt



atz

Und hütet euch vor den leuchtenden Augen der Missionare, die vorgeben euch die Wahrheit zu bringen ....
denn das Leuchten könnte auch die Sonne sein , die durch die hohle Birne scheint !!

Rene Offline



Beiträge: 38

20.03.2007 19:16
#23 RE: WARNUNG!! Neuapostolische Kirche antworten

Wir sehen überall Gottes Naturgesetze,aber viele glauben nicht an einen Gesetzgeber.

Xeres Offline




Beiträge: 2.587

20.03.2007 19:19
#24 RE: WARNUNG!! Neuapostolische Kirche antworten

...nicht wenn der Gesetzgeber gegen seine eigenen Gesetzte verstößt...

__________________________________________________
Galaxy Zoo, where you can help astronomers explore the Universe

Crispi ( Gast )
Beiträge:

20.03.2007 21:18
#25 RE: WARNUNG!! Neuapostolische Kirche antworten

@DeGaertner

...Oder dass man erkennen muss, dass es doch einen Gott und eine wahre Religion gibt.... in dem Moment, wo der Vorhang fällt. Nicht wahr?

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"Ich bin völlig anderer Meinung als Sie. Aber ich werde mein Leben dafür einsetzen,
dass Sie sie sagen dürfen!" (Voltaire)

"Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!" (Immanuel Kant)

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=> "Der selbstbestimmte Mensch"

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