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Religionsforum
Atheismus vs. Religionen  

Der substanzielle  Dialog
 
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Dieses Thema hat 32 Antworten
und wurde 1.466 mal aufgerufen
 Philosophie und Wissenschaft
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A-Sign Offline

Libertärer Pastafari


Beiträge: 57

27.02.2007 17:01
#26 RE: Gibt es "Schuld"? antworten

In Antwort auf:
Psychotiker?
Hobbes ist letztendlich der Begründer des modernen Verfassungsstaates!
Und das gibt meiner Rede recht:
Nicht die euphorischen Optimisten (die letztendlich ALLE gescheitert sind), sondern die Pessimisten haben diese Welt wirklich vorangebracht!



Das hat doch mit seinem Geisteszustand nichts zu tun. Und nur, weil Hobbes die Grundlage eines Staatssystems geschaffen hat, macht das die Anarchie von Spanien nicht ungeschehen. Auch ist die tatsache, dass Hobbes ein Vordenker einer politischen Ideologie war, noch kein Grund, seinen Ausführungen Glauben zu schenken. Auch Adolf Hitler und andere haben ein politsches System geschaffen, den Faschismus, ja muss ich deswegen Faschist sein? Und Martin Luther ist der Begründer der protestantischen Kirche in Deutschland (wenn auch unfreiwillig), doch das ist für mich noch kein Grund, Juden in Lager zu sperren (Handbuch der Judenfrage). Nur, weil Hobbes der Begründer einer Ideologie war, soll alles, was er sagte (und der Blödsinn vom Naturzustand im Speziellen) die pure wahrheit sein? Dann hat aber auch Hitler Recht und Luther und jeder, der jemals eine Ideologie verfasste. Dass man nicht gleichzeitig all diesen Ideologien anhängen kann, muss ich dir doch nicht sagen, oder? Also wird es wohl ein anderes Kriterium geben müssen, um die Aussagen von Theoretikern und Philosophen zu bewerten, wenn es eins gibt.
Dass Pessimsiten die welt voranbringen, ziehe ich auch mal in Zweifel. Ich würde mich sehr wundern, wenn sich zum Beispiel der Parlamentarismus durch die Menschen durchgesetzt hat, die glaubten, dass er nie funktionieren würde. Ohne zu glauben, dass ein System funtktionieren würde, wird ein Mensch wohl kaum ein solches durchsetzen können.

In Antwort auf:
Wo befinden sich diese Länder eigentlich?


Dass sich Spanien in Europa befindet, sollte dir bekannt sein.

In Antwort auf:
Mir ist keines bekannt.


Dem wäre anders, wenn du die Posts die du zitierst auch lesen würdest. Na gut, ich schreibs noch einmal: Spanien, ist ein Land auf der iberischen Halbinsel (südwestlich von Frankreich).
Oder meinst du, dass es keine Anarchie in Spanien mehr gibt? Die gibt es tatsächlich nicht mehr, die Anarchie wurde durch den Faschismus besiegt. Das wäre etwas anderes, doch immer noch keine Begründung, warum eine Anarchie unmöglich sein sollte. Auch der Parlamentarismus hat Niederlagen gegen den Faschismus einstecken müssen, dennoch lehnst du ihn nicht ab. Komisch, oder?

In Antwort auf:
Hobbes und viele vor ihm hatten festgestellt, dass ohne Gesetze alle Regeln schlicht von den Stärksten festgelegt werden. Das ist das so genannte Recht des Stärkeren.


Scherzkeks, wer legt denn die Regeln in einem Staat fest? Das ist der Staat selbst und der ist der Stärkste. Oder verfügt sonst eine Institution in sagen wir mal Deutschland über eine Armee, eine Polizeigewalt, Geheimdienste und Mediengewalt? Mir sit heir keine bekannt. Da die Regeln im modernen Verfassungsstaat nicht vom Stärkeren festgelegt werden zu scheinen, sofern man deinen Ausführungen in kursiv Glauben schenkt, wirst du mir sicher die Institution nennen können, die noch stärker ist als der Staat.

Noch mal ganz kurz zur Sklaverei:
Ja, wir sind alle Lohnsklaven, aber deswegen muss es mir ja nicht gefallen.

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~Aristoteles

An die dumme Stirne gehört als Argument von Rechts wegen die geballte Faust.
~Friedrich Nietzsche, Menschliches I

Lukrez Offline




Beiträge: 5.513

27.02.2007 17:15
#27 RE: Gibt es "Schuld"? antworten
Ich bin dafür, eine ganz neue Rubrik für die Glaubensrichtung oder besser Ideologie des "Anarchismus" zu eröffnen!
Wir haben ja nun einen waschechten Anarchisten hier.
Der Anarchismus hat wirklich eine eigenständige Rubrik verdient.

Würde ich unter Politik und Gesellschaft machen.

Anarchismus ist eine Ideologie mit Heilsversprechung und hat wie andere Ideologien auch noch niemals funktioniert!
Wo sind denn deine spanischen Anarchisten verblieben?

Im Denken bin ich allerdings auch meist Anarchist...

Aristoteles (384 bis 322 v. u. Z.) definierte den Anarchismus als einen "Zustand der Sklaverei ohne Herren".
Dem würde ich unbedingt zustimmen.

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Wenn du es nicht wagst, den Sinnen zu trauen, stürzen die Pfeiler des Lebens ein.
De nihilo nihil. Aus Nichts wird nichts.
Zu soviel Unheil hat schon die Religion die Menschen verleitet.
(Lukrez)

Fenris Offline

Freidenker

Beiträge: 1.345

27.02.2007 17:27
#28 RE: Gibt es "Schuld"? antworten

Zitat von A-Sign

Scherzkeks, wer legt denn die Regeln in einem Staat fest? Das ist der Staat selbst ...die Institution nennen können, die noch stärker ist als der Staat.



Time to Throw My Two Cents in Wenn man sich die USA, die ja durchaus ein moderner Verfassungsstaat ist, betrachtet, kann man grob zwei Dinge feststellen: Erstens, der Staat ist ein Gebilde, das von verschiedenen Interessengruppen "manipuliert" wird und zweitens sind die verschiedenen Bereiche innerhalb dieses Gebildes ebenso einer Kraft, die auch die Interessengruppen antreibt, unterworfen. Sogar die Staaten untereinander sind nicht in der Lage, sich dem Gravitationsbereich dieser Kraft zu entziehen.......

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*Das Tier taugt zu allem, was es soll, vollkommen. Der Mensch zu nichts recht, als was er lernt, liebt und übt. (Johann Heinrich Pestalozzi 1746-1827)*

A-Sign Offline

Libertärer Pastafari


Beiträge: 57

27.02.2007 17:27
#29 RE: Gibt es "Schuld"? antworten

Nana, Glaubensrichtung? Ideologie?
Um es mal ganz klar zu stellen, Anarchismus verspricht nichts, schon gar kein Heil. Anarchismus ist eine Bewegung, um einen Zustand zu erreichen, keine Glaubensrichtung. Also sollte man es ehr als politische Bewegung bezeichnen.
Freut mich aber, dass du auch Anarchist im Geiste bist. Es ist immer ebsser selbst zu denken, als andere Leute nachzuplappern.

Übrigens, die spanisches Anrchisten sind tot und mir gehören sie nicht.

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Lukrez Offline




Beiträge: 5.513

27.02.2007 17:41
#30 RE: Gibt es "Schuld"? antworten
Anarchismus in der Theorie ist ja wunderbar.
Wie das dann praktisch aussieht, bekomme ich immer wieder von der "Autonomen Bewegung" in meiner Stadt demonstriert:
Andauernd Forderungen an den Staat nach Unterstützung, Geld, Gebäuden u.s.w.
Das Geld für ihre Wunschträume sollen ganz selbstverständlich die bösen Kapitalisten beisteuern.
Selbst sind sie völlig unfähig auch nur das Geringste zustande zu bekommen.

Sprich: Ohne staatliche Unterstützung gibt es auch keinen Anarchismus!

Was aber viel schlimmer ist:
Werden ihre oft unverschämten Forderungen nicht erfüllt, folgt sofort ein Aufruf zur Gewalt!

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(Lukrez)

A-Sign Offline

Libertärer Pastafari


Beiträge: 57

27.02.2007 18:16
#31 RE: Gibt es "Schuld"? antworten
Was haben die angeblich "Autonomen" in deiner Stadt denn bitte mit mir zu tun? Wenn sie ihr Leben nicht ohne staatliche Unterstützung auf die Reihe kriegen, sind sie keine Autonome, sondern Heteronome, nur mal so angemerkt.
Warum Leute, die an den Sozialstaat Forderungen stellen, augerechnet Anarchisten sein sollen, müsstest du mir mal erklären. Gerade als Anarchist ist man doch der Auffassung, dass der Staat eben nicht notwendig ist. Bist du sicher, dass das Anarchisten sind? Klingt für mich eher nach einem vom Staat abhängigen Chaotenclub, nicht nach einer selbstbestimmten Bewegung, die ihre Abhängigkeiten selbst wählen möchte.

Warum beschränkst du den Anarchismus nur auf die Theorie? Wir reden hier nicht von einer rein theoretisch aufgetretenden Idee, wie das z B bei der panarchie der Fall wäre. Auch in Praxis funktionierte der Anarchismus, nur wurde er von den Herrschenden angeriffen und besiegt.

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Lukrez Offline




Beiträge: 5.513

27.02.2007 19:19
#32 RE: Gibt es "Schuld"? antworten

In Antwort auf:
Klingt für mich eher nach einem vom Staat abhängigen Chaotenclub, nicht nach einer selbstbestimmten Bewegung


Sehe ich auch so!
Sie sind ein vom Staat abhängiger Chaotenclub, der sich aber als selbstbetimmte Bewegung versteht.

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(Lukrez)

´ria Offline



Beiträge: 23

11.03.2007 23:38
#33 RE: Gibt es "Schuld"? antworten

"shuldig" durch "verantwortlich" ersetzen ? ...lol , verantwortlich ist man ja für jede Handlung , egal ob positiver oder negativer Natur ,das "schuldig" sein jedoch beschränkt sich auf Handlungen die den Normen und Werten einer Gesellschaft nicht entsprechen ,also wäre eine Umänderung vor Gericht von "shuldig/unschuldig" auf "verantwortlich/(...)" meiner Meinung nach nicht allzu vernünftig

zu der Frage "gibt es schuld?" allgemein :

als Schuld bezeichne ich die Last die uns durch unsere Gesellschaft auferlegt wird bei jeder Handlung von uns die das misfallen dieser (der Gesellschaft)erzeugt , wird unser Verhalten von der Gesellschaft akzeptiert so ist keine Spur von Schuldgefühlen weit und breit zu finden , bezweckt unser Verhalten das Gegenteil so kommt das "schlechte Gewissen" welches hauptsächlich vom Umfeld geprägt ist ...erinnert mich an pavlovs "conditioning"

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