Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 
Religionsforum
Atheismus vs. Religionen  

Der substanzielle  Dialog
 
"Je suis Charlie!"
Für Säkularismus und Religionskritik!


Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 83 Antworten
und wurde 6.063 mal aufgerufen
 Esoterik
Seiten 1 | 2 | 3 | 4
Ladho Offline



Beiträge: 7

25.02.2007 00:06
Hexentum und Magie antworten

Wie ich gesehen habe, gibt es hier noch mehr "Magier", aber noch kein Thema in dieser Richtung - nur Esotherik.
Auf Bitte des Admins hin werde ich den Begriff Hexe einmal näher beschreiben. Ich bin sicher, die meisten von Euch verstehen darunter eine alte Frau mit Warzennase und Gebiss.
Nein, so ist das natürlich nicht. Diese "Märchen" kamen zustande, weil man Hexen für böse, Unsinn oder einfach nur als Abschreckungsfigur hält.

Wir sind ganz normale Menschen mit verschiedenen Glauben. Da unser Glaube im Gegensatz zum Chirstentum, dem Islam oder anderen Religionen nicht eindeutig definiert wird, keine offiziellen Regeln hat und nicht einmal als Religion gewertet wird, ist es schwierig, ein Bild hineinzubringen. Deshalb gibt es viele, die sich Hexe nennen, weil sie Zaubersprüche aufsagen und nachts an einer alten Ruine treffen, um Rituale zu vollführen. Man kann sich davon nur ein eigenes, nur für einen selbst geltendes Bild schaffen, es den anderen "Hexen" zeigen und sich dann, wenn sie dieses Bild einer Hexe für richtig halten, zusammenschließen zu einer Gruppe. Diese nennt man dann Coven oder Orden...es gibt inzwischen viele Namen dafür.

Deshalb werde ich nur mein Bild einer Hexe beschreiben, mit meinen moralischen und geschichtlichen Aspekten. Es kann für Euch richtig oder falsch sein - das ist in unserem Hexentum ständig der Fall.

Hexen, das sind naturliebende Menschen, die hart arbeiten, um Fähigkeiten zu beherrschen,d ie sie haben und um ihre Sinne auszuprägen. Meist geschieht das nur unter Anleitung, denn sich selbst zu verändern oder etwas zu erlernen, an das man glauben muss, bevor es wirklich erlernbar ist, ist sehr schwierig.
Es gibt mehrere "Klassen" der Hexen: Diejenigen, die sich mehr auf die Fakten beziehen, viel lernen und hart arbeiten, und die jenigen, die glauben, dass sie mit einem ausgesprochenen Zauberspruch die ultimative Macht haben.
Für alle sollte eine Regel bekannt sein, die einst durch den Covengründer Aleister Crowlei bekannt wurde: "Tue, was du willst, solange du niemandem schadest."
Allerdings ist sie heute nur noch der Hälfte aller Hexen bekannt.
Jede Hexe hat ihre eigenen Götter. Bei mir ist es Hekate, während mein Nebengott der Gehörtne Pan ist. Dies ist auch ein grund, weshalb Hexen oft als Teufelsanbeter bezeichnet wurden: Allen Hexen ist gleich, das die Göttin als "die große Göttin/Mondin" und der Gott als "der Gehörnte" bezeichnet wird. Oftmals ist der Gott daher Cernunnos (keltisch) oder Pan (griechisch).

Magie spielt bei den meisten hexen eine große Rolle. Besonders diejenigen, die Zaubersprüche aufsagen, Rituale ausüben oder Zaubertränke brauen, sehen in der Magie die Wirkungskraft des Zaubers. Genauer ausgedrückt: als Kraft, deren Resultat sie unbedingt sehen wollen, und die nur funktioniert, wenn der Spruch fehlerfrei aufgesagt wurde.
Ich glaube an die Magie als Kraft, die in jedem inne wohnt, ob es nun ein Stein oder ein Mensch ist. Man kann diese Magie spüren oder sogar sehen, allerdings sollte man unterscheiden zwischen dem, was man sich einbildet, dem, was einem signalisiert wird und dem, was man wirklich spüren kann. Das ist sehr schwierig und daher für kritiker immer noch ein gefundenes Konversationsthema. Immerhin kann man doch gar nicht wissen, wann man nun Magie spürt und wann man nur auf Signale der anderen reagiert.
Ein kurzes beispiel: Ein Kartenleser legt einer Person Karten. Vorsichtig tastet er sich heran, sagt zunächst einige allgemeinen Dinge, die auf jeden x-beliebigen passen könnten. Unmerklich nickt die Person oder ihre Augen blitzen auf. Ein Signal für den Kartenleser, näher auf ein thema einzugehen und ein wenig detaillierter zu werden. Und wieder nickt die Person oder schüttelt den Kopf...das Spiel geht weiter bis die Sitzung beendet ist. Der Kartenleser reagiert auf die Signale seines gegenübers. Darin ist und muss er ein Kenner sein, denn immerhin weiß er nicht, wie er die karten auf die Person beziehen soll, denn diese karten sagen nur etwas Allgemeines aus.
Oder: Ein Tier bellt, fletscht die Zähne und knurrt bedrohlich, als es mich sieht. Langsam beuge ich mich runter und lasse mein Gefühl heraus. Über dieses gefühl kann ich beeinflussen, wie ich wirke und wie das Tier nun wirken soll. Und diese neue Ausstrahlung, die Aura genannt wird, beeinfluust das Verhalten des Tieres. Es wird ruhiger, neugieriger. Und wenn es sich dann beruhigt hat und seine Angst verloren hat - nur durch das gefühl und mein Verhalten, ruhig vor ihm zu sitzen und nichts zu machen, nur in Gedanken mit ihm zu sprechen und ihm den Eindruck zu vermitteln, dass ich ihm nichts tun werde, beruhigt es sich und kommt letztendlich schnuppernd auf mich zu.
Das ist Magie.
Jedem wird es nun aufgefallen sein: Magie ist zum größten Teil Psychologie. Aber um diese Art einsetzen zu können, muss man seine eigenen festen Regeln aufbauen und viele Übungen machen, ständig trainieren und viele Enttäuschungen wegstecken. Einfach nur ein Zauberspruch reicht da leider nicht, es sei denn, er verstärkt das Selbstbewusstsein einer Person.

Ich bitte um Fragen oder auch Kritik, denn es wäre langweilig, dieses thema so stehen zu lassen. Auch von Euch Atrox (als Schwarzmagier) hätte ich gerne einmal gewusst, wie Ihr die Magie und Euer Magierdasein seht.

So, nun endlich am ende angekommen und erwartungsvoll,

Ladho

Vanion Offline

Atheist


Beiträge: 1.568

25.02.2007 11:31
#2 RE: Hexentum und Magie antworten

<Wir sind ganz normale Menschen mit verschiedenen Glauben.<

Warum bezeichnet ihr euch dann nicht als solche sondern grabt einen aus dem Mittelalter negativ besetezten
begriff aus um euch (weitläufig) zu beschreiben?



<Wie ich gesehen habe, gibt es hier noch mehr "Magier", aber noch kein Thema in dieser Richtung - nur Esotherik. <

Ob ich meine Psychologischen Trickereien Magie oder Esotherik nennen macht ja keinen Unterschied also finde ich nicht das
es dafür eine extra sparte braucht.

----------------------------------------------------

contra principia negantem disputari non potest
http://de.wikipedia.org/wiki/Contra_prin...tari_non_potest

Ladho Offline



Beiträge: 7

25.02.2007 12:57
#3 RE: Hexentum und Magie antworten

Dieser Begriff ist nun einmal weit verbreitet und hat sich über die Jahre hinweg aufgebaut. Es heißt ja nicht, dass es zwischen dem mittelalter und der heutigen Zeit keine Hexen mehr gab. Nicht alle wurden verbrannt und nannten sich weiter Hexe. Der Name beschreibt eigentlich nur, dass diese menschen einen eigenen Glauben haben. Dieser Begriff kommt von verschiedenen Orten. Manche meinen, er käme von dem Wort Hagazussa (Zaunreiterin) andere glauben, er kommt von dem Wort Hexa, 6. Denn die Hexen sammelten an sechs Tagen ihre Kräuter, am siebten Tag allerdings war Sabbat. Nicht nur beim Christentum wird der Sabbat als Ruhetag angesehen.
Und so erhielt das Wort eine Verbindung mit einem Weg. Es hat sozusagen eine kulturelle Wertung. Zumal man dieses Wort in der Marktwirtschaft gerne beibehalten möchte, da es überall vorkommt.

Oh, Esotherik ist nur ein Teil dessen, was man unter Hexentum versteht. Hört man das Wort Esotherik, denkt man eher an Pendeln, Tarot, übermächtige Zauber oder auch nur Scharlatane. Das ist aber nicht, was das hexentum ausdrückt. Wie schon gesagt: Es gibt solche, die glauben, durch Zaubersprüche Hexen zu sein, und solche, die einfach Ihre lebenseinstellung ändern. Ich habe zum Beispiel mit Esotherik nicht viel am Hut, da ich es größtenteils für Unsinn halte.

Deshalb der neue Thread.

Fenris Offline

Freidenker

Beiträge: 1.345

28.02.2007 10:09
#4 RE: Hexentum und Magie antworten
Zitat von Ladho
Ich bin sehr naturverbunden und finde, das das zu einer Hexe gehört.


Für mich beinhaltet obige Aussage auch einen gewissen Widerspruch, wobei man sich natürlich über die Definition der persönlichen Naturverbundenheit noch nicht geeinigt respektive diese nicht definiert hat.

Mein Bild der Natur ist dahingehen vielleicht etwas anders, dass ich versuche, auch die bisher bekannten Prozess dieser Natur bei meinen Überlegungen zu berücksichtigen. Das bedeutet aber auch Aspekte wie, dass wir Menschen völlig unwichtig sind was die Natur als solche betrifft, in gewisse Gedanken einfliessen zu lassen. Wir sind nach bisheriger Erkenntnis noch keinen Wimpernschlag hier und meinen doch eine spezielle Spezies zu sein indem wir uns eine Welt zurechtdenken, wo Götter, Dämonen, Kräfte und weiss ich noch was wirken sollen. Unsere Entwicklung kann der Beginn einer neuen Ära sein aber ebenso gut in einer Sackgasse enden, wissen können wir das jetzt noch nicht. Unbestritten ist sicher, dass eine der Stärken unserer Spezies das ausgeprägte Denken ist und wir daher in gewissen Situationen über mehr Möglichkeiten oder Lösungsansätze verfügen als das unserer tierischen Verwandten. Dieses Denken könnte aber auch Einflüsse in die ursprünglich instinktiven Handlungen haben und diese ebenso verändern wie es dies bezüglich der Sinne schon getan hat. Die Angst und der Überlebenstrieb sind nach wie vor sehr stark ausgeprägt und wenn wir uns sehr vereinfacht vorstellen, dass sich das Denken mit dem Überlebenstrieb „vermischt“ entsteht möglicherweise aus der einst rein körperlichen Flucht parallel auch eine geistige, die uns dann zu diversen spirituellen Gedankenkonstrukten (Fluchten) veranlasst und verleitet. Durchaus denkbar, dass solch eine geistige Strategie der möglicherweise ernüchternden Erkenntnis unseres Daseins, verglichen zu den enormen Dimensionen des Universums, entgegenwirkt um ebenso den Überlebenstrieb zu unterstützen. Inwiefern solche Gedanken im Zusammenhang mit dem Millionen Jahre alten Prozess, den die Natur verkörpert, einen Sinn ergeben lässt sich natürlich streiten.

Aber aus dieser Perspektive gesehen ist es egal, ob ich jetzt in die Kirche gehe und devot meine Unvollkommenheit verherrliche oder im Wald während Vollmond mir einen Tee braue, beides basiert schlussendlich auf einem ähnlichen Weltbild.

Die Natur lehrt uns, dass längerfristig kein Stein auf dem anderen bleibt und auch wenn wir es schaffen sollten in ein paar Millionen Jahren uns irgendwo im fernen Universum anzusiedeln werden wir mit dem heutigen homo sapiens kaum mehr etwas gemeinsam haben. Möglicherweise werden wir es aber nicht soweit schaffen und niemand wird in der Zukunft unsere Knochen ausgraben.

Wohin also, in beiden Fällen, mit dem gesamten spirituellen Personal?

__________________________________________________
*Das Tier taugt zu allem, was es soll, vollkommen. Der Mensch zu nichts recht, als was er lernt, liebt und übt. (Johann Heinrich Pestalozzi 1746-1827)*

Okkurion Offline



Beiträge: 80

04.03.2007 14:46
#5 RE: Hexentum und Magie antworten

Hallo alle mieinander!

Magie ist kein Psycho-Spiel.
Es ist eine gültige, Form der Weltbetrachtung!
Da ich als Wicca damit erfahrung habe, weiß ich das es psychische Kräfte sind die aktiviert werden und gelenkt werden.

Mir scheint es existiert eine falsche Vorstellung WAS magie ist.


Okkurion

______________________________________________

Ladho Offline



Beiträge: 7

10.03.2007 19:01
#6 RE: Hexentum und Magie antworten

Guten Abend,

Falsch, Okkurion, es existiert gar keine genaue Betrachtung von dem, was Magie ist. Nur die, die wir uns selbst zurechtlegen. Magie ist eine Weltansicht, die wir uns selbst schaffen, da wir keine festen Richtlinien haben. Die einen verwenden "Zauber", um andere zu manipulieren, die anderen verwenden "Zauber", um eine Lösung zu finden. Beides beruht auf einem psychologischem Spiel.

Für mich gehört es dazu, wieder eins mit der Natur zu werden und daher muss - meiner Meinung nach - jede Hexe Interesse an der Natur haben. Aber auch das ist ein freier Weg und nicht erzwungen.
Mehr habe ich dazu nicht gesagt. Ein Psycho-Spiel ist Magie für die meisten Harry-Potter-Hexen doch schon lange. Zaubersprüche regen nur den eigenen Weg an, besser über eine Sache zu denken. Wenn man sich mit einem Zauberspruch Mut anzaubert, ist man auch mutiger - das ist ein ganz normaler Denkprozess.

Was meint Ihr, weshalb Liebeszauber, Glückszauber und geldzauber in dieser sentimentalen abergläubischen Welt so viele positive Ergebnisse hat? Was meint Ihr, warum Tarotkarten, pendel und die sogenannten Medien immer wieder als wahrheitsoffenbarende Zauberwerke hervorgehen? All das ist so allgemein gehalten, dass die Menschen einfach glauben, es würde funktionieren. Und auf was lässt sich das zurückführen? Auf unsere Psyche. Wie Fenris schon sagte: Es ist einfach nur der gedanke, etwas besseres zu sein. Und wie viele Menschen/Hexen halten sich für etwas besseres, weil sie...Fähigkeiten...haben?

Nein, das zählt für mich nicht zu einer hexe. Meine Weltanschaunung beruft sich auf die Natur und darauf, dass wir viel zu weit von ihr entfernt sind. Ich berufe mich darauf, Magie anzuwenden, indem ich meine eigenen Instinkte verbessere. Für mich ist die wahre Magie der sechste Sinn, etwas, dass man als Vorahnung bezeichnen kann - hervorgerufen einerseits durch unsere tierischen Überbleibsel, andererseits durch unsere menschliche Denkensweise. Vielleicht brauchen wir Menschen unbedingt einen Gott, um überleben zu können. Wir brauchen alle etwas, woran wir glauben, sonst zerbrechen wir. Die einen glauben an gott, die anderen an ihre eigene Stärke.

Aber unser glaube gibt uns Kraft weiter zu leben und unsere Ziele zu erreichen. Das hört sich jetzt schmalzig an, doch stimmt es doch. Niemand weiß, ob ott, oder die Göttin oder der gehörnte oder ein anderer Gott existiert. Aber es tut gut, daran zu glauben. Ich glaube trotzdem an meine göttin und daran, dass eine Hexe sich an die natur halten muss, denn sie lebt von der Natur - nicht nur, indem sie Fleisch und Früchte ist, sondern weil sie die Natur kennen muss, um Heilkräuter zu finden, weil sie die Tiere und ihre Instinkte kennen sollte und selbst im Einklang damit sein sollte.
Es ist natürlich egal, welchen glauben jemand hat, um an die Natur zu glauben.

Auf bald,
Ladho

ps.: Schön geschrieben, Fenris

Okkurion Offline



Beiträge: 80

27.03.2007 12:09
#7 RE: Hexentum und Magie antworten

Aber unser glaube gibt uns Kraft weiter zu leben und unsere Ziele zu erreichen. Das hört sich jetzt schmalzig an, doch stimmt es doch. Niemand weiß, ob ott, oder die Göttin oder der gehörnte oder ein anderer Gott existiert. Aber es tut gut, daran zu glauben. Ich glaube trotzdem an meine göttin und daran, dass eine Hexe sich an die natur halten muss, denn sie lebt von der Natur - nicht nur, indem sie Fleisch und Früchte ist, sondern weil sie die Natur kennen muss, um Heilkräuter zu finden, weil sie die Tiere und ihre Instinkte kennen sollte und selbst im Einklang damit sein sollte.
Es ist natürlich egal, welchen glauben jemand hat, um an die Natur zu glauben.

-Dann bist du weder eine Hexe noch ein Magier.
Die Natur ist nicht unser Gott, sondern die Götter zeigen sich in Ihr.
Wenn du an die Natur "glaubst", dann solltest du bei einem Verein für Umweltschutz mitmachen, dich aber nicht als Hexer sehen, denn das bist du dann nicht.

-Wenn ich für mich nicht weiss das es eine Göttin gibt dann rufe ich sie nicht an.
Ich als Wicca bin fest der Überzeugung das es eine Göttin gibt.Sonst wäre ich ja kein Wicca.

Die Götter sind keine Archetypen, keine Metapher, keine Symbolik für die Natur...Für Heiden sind die Götter die Allerschaffenden.

DAS sind wahre Heiden. Sonst ist man was anderes.

Du kannst nicht einfach Jahrtausend alte Religionen oder Kulte ändern so wie es für dich passt.
Entweder du betest die Götter so an wie die richtigen, alten Heiden die wegen den Erhalt ihrer Religion gemordet wurden von der Kirche oder lasse es sein und verzehre deren Glauben nicht.

Was meint Ihr, weshalb Liebeszauber, Glückszauber und geldzauber in dieser sentimentalen abergläubischen Welt so viele positive Ergebnisse hat? Was meint Ihr, warum Tarotkarten, pendel und die sogenannten Medien immer wieder als wahrheitsoffenbarende Zauberwerke hervorgehen? All das ist so allgemein gehalten, dass die Menschen einfach glauben, es würde funktionieren. Und auf was lässt sich das zurückführen? Auf unsere Psyche. Wie Fenris schon sagte: Es ist einfach nur der gedanke, etwas besseres zu sein. Und wie viele Menschen/Hexen halten sich für etwas besseres, weil sie...Fähigkeiten...haben?

-Dann hasst du noch nichts über TRANSZENDENTE MAGIE verstanden oder HOHE MAGIE, oder du willst es nicht.
Eine Hexe zu werden ist eine Ausbildung zu absolvieren, nicht einmal Hexenbücher zu lesen und dann "hokus Pokus" sagen...

-Du kannst an die Natur glauben (obwohl da gibt es nichts zu "glauben, man kann gleich dann, Naturwissenschaftler werden), du kannst an ein Haus glauben, an ein Auto, doch bitte, BITTE, nenne dich nicht Heide, Hexe oder (vorallem das) Wicca.


Alles Liebe

______________________________________________

Ladho Offline



Beiträge: 7

31.03.2007 20:57
#8 RE: Hexentum und Magie antworten

Das an die Natur glauben war ein wenig falsch ausgedrückt, verzeih. Ich wollte schrieben, dass es egal ist, welchen glauben man hat, um naturverbunden zu sein.
Wie schon gesagt: ich glaube ebenfalls an meine Göttin. Trotzdem ist doch ungewiss, ob es Götter gibt. Glauben heißt nicht wissen, sondern dein eigenes Weltbild schaffen und es festzuhalten. Manche Hexen glauben sogar an den christlichen gott oder Buddha. Das hat doch nichts mit dem Glauben zu tun, ob man sich Hexe nennt oder nicht. Nicht alle Hexen sind gleich Heiden. Sie sind heutzutage nicht alle auf dem traditionellen Weg. Du als Wicca solltest das doch ebenfalls kennen, Okkurion. Mir ist es egal, wie die anderen oder du mich bezeichnen. Es geht ja nicht darum, wie man sich nennt, sondern darum, welche lebenseinstellung man hat. Ich wiederhole mich noch einmal: Du kannst Hexentum nicht direkt definieren. Vielleicht für dich selbst - und für dich ist es nun einmal eine Tradition, als Heide Magie auszuüben und an deine Gottheit zu glauben. Gut, das ist nichts anderes, was ich auch mache, deshalb verstehe ich die ganze Diskussion grade nicht.

- Die Natur ist nicht unser Gott, sondern die Götter zeigen sich in Ihr.
Ich habe ebenfalls nie behauptet, das die Natur unser/mein Gott ist.

- DAS sind wahre Heiden. Sonst ist man was anderes.
Was anderes? was denn? Naturforscher und Wissenschaftler? Oder einfach nur Mensch?

- Du kannst nicht einfach Jahrtausend alte Religionen oder Kulte ändern so wie es für dich passt.
Ich ändere sie nicht. Ich definiere sie nicht einmal. Ich sage nur, wie ich das sehe. Und man hat früher ebenfalls naturverbunden gelebt, an Götter geglaubt und Rituale ausgeführt. Worin liegt der Unterschied?

- Dann hasst du noch nichts über TRANSZENDENTE MAGIE verstanden oder HOHE MAGIE, oder du willst es nicht.
Eine Hexe zu werden ist eine Ausbildung zu absolvieren, nicht einmal Hexenbücher zu lesen und dann "hokus Pokus" sagen...

Da stimme ich dir zu. Allerdings wird das meine Meinung über Glücks-, Geld-, und Liebeszauber nicht ändern, denn für mich gehören sie keinesfalls zur hohen Magie.

Aber diese Diskussion führt zu nichts - wir reden anscheinend völlig aneinander vorbei - denn ich vertshe immer nch nicht, was der UNterschied zwischen diener Definition von hexe und meiner Definition davon ist. Vielleicht würde ich besser durchblicken, wenn du einfach einmal hinschreibst, was eine Hexe/ Wicca oder ein heide deiner Meinung nach tun/können/wissen muss? Das wäre sehr nett.

Liebe Grüße,

Ladho


Okkurion Offline



Beiträge: 80

07.04.2007 14:01
#9 RE: Hexentum und Magie antworten

Hexe ist nicht gleich Wicca, ich denke da sind wir einer Meinung.

Eine Wicca sollte Wissen an was er glaubt.
er sollte die erde achten und ehren aber NICHT verehren.

Die Götter ZEIGEN sich in der Natur sie sind aber NICHT die Natur, sondern selbstständige und unsterbliche Wesen.

Wiccas sollten die Götter verehren und anbeten, durch die natur und durch Symbole der Götter.
Sie sollten vor allem dié Mutter der Götter anbeten, die Grosse Göttin und ihren Gefährten.

Die Göttin zeigt sich durch Mutter erde sie ist aber NICHT die Erde.
Gott zeigt sich durch den Himmel ist aber NICHT der Himmel.

Sie sollten die Magie und die universalen gesetze kennen und sie zum Wohl aller anwenden...
Niemanden bekehren und WISSEN, WAGEN, WOLLEN und SCHWEIGEN.

Das sollten Wiccaner sein.


Eine Hexe sollte die naturkräfte kennen und sie beherschen und zum Wohle aller anwenden wie der Vecco-Religione der Italiener.
Eine Hexe kann christlich, islamisch sein oder einfach an das Universum glauben doch vor allem sollte sie WISSEN.

Glückszauber uns so weiter ist Keine HOHE MAGIE, sondern Symphatie Magie.
Undhohe Magie sollte man nur verwenden wenn man WEISS und GLAUBT an das Göttliche, sonst lasse díe Finger davon und werde ein Quacksalber bei Questico.

Hoffe ich habe dir deine Frage beantwortet.

______________________________________________

Ladho Offline



Beiträge: 7

13.04.2007 18:02
#10 RE: Hexentum und Magie antworten

Und damit ist diese Diskussoion beendet. Es bringt doch gar nichts, sich miteinander zu unterhalten. Dieses Geschwätz von Wissen, wagen, wollen, schweigen...

Wahrscheinlich ist das die Gefahr der Esoterik: jeder wird eingefahren in seinem Denken und streitet sich sofort, wenn jemand anderes dagegen spricht.

Viel Spaß auf deinem Weg und alles Gute.

Ladho

MondSchwester Offline




Beiträge: 96

27.11.2008 20:57
#11 RE: Hexentum und Magie antworten

In Antwort auf:
Warum bezeichnet ihr euch dann nicht als solche sondern grabt einen aus dem Mittelalter negativ besetezten
begriff aus um euch (weitläufig) zu beschreiben?


Das Wort Hexe war nicht immer negativ (es hat auch eine Zeit vor der Hexenverfolgung gegeben). Außerdem ist Hexe von der Bedeutung her der treffenste Ausdruck dafür, was man tut...
Ein jüdischer Mensch würde sich doch auch nicht anders bezeichnen, nur weil jüdische Menschen verfolgt und ermordet worden sind.

In Antwort auf:
Dieses Geschwätz von Wissen, wagen, wollen, schweigen...


Wissen, wollen, wagen, schweigen...

Das ist ein magisches Grundprinzip, das man häufig anwendet - aber nicht immer.
Warum Wissen? - Man muss sich zuerst über die offensichtlichen und verborgenen Zusammenhänge im Klaren sein - ansonsten braucht man mit Magie gar nicht erst anzufangen.
Warum Wollen? - Man sollte zu 100% hinter der Sache stehen, die man magisch tut.
Warum Wagen? - Wenn man sich der vorherigen beiden Dinge im Klaren ist, dann sollte man das Vorhaben umsetzen.
Warum Schweigen? - Wenn man vor dem Erzielen des Ergebnisses über das Ziel reden würde, dann würden die Widerstände, die zum Erzielen des Ergebnisses vorhanden sind, größer werden und einem erfolgreichen Ausgang verzögern oder gar gefährden.

Wen es interessiert - ich habe ein E-Book über diese Themen geschrieben (es ist relativ allgemein gehalten): http://www.mondschwester.net/Heiden.pdf

------------------------------------------------
http://meeresrauschen.xobor.de

qilin Offline




Beiträge: 3.552

27.11.2008 21:17
#12 RE: Hexentum und Magie antworten

Hallo Mondschwester,

kennen wir einander nicht aus einem anderen Forum? Der thread ist zwar schon 1½ Jahre verwaist,
aber in der Sache muss ich Dir recht geben. 'Hexe' ist IMHO wirklich der treffendste Ausdruck -
kaum etwas Anderes als das ahd. hagasizza - 'Zaunreiterin', die beide Seiten des Zauns überblickt,
sagt soviel aus...

___________________________
Nichts bedarf so sehr der Reform
wie die Meinungen anderer Leute. [Mark Twain]

() qilin

MondSchwester Offline




Beiträge: 96

27.11.2008 21:42
#13 RE: Hexentum und Magie antworten

In Antwort auf:
Hallo Mondschwester,

kennen wir einander nicht aus einem anderen Forum?


Keine Ahnung, ob wir uns schon aus einem anderen Forum kennen, dein Nickname qilin sagt mir nichts.

In Antwort auf:
Der thread ist zwar schon 1½ Jahre verwaist,


...das ist doch egal...es ist doch ein relativ zeitloses Thema...

------------------------------------------------
http://meeresrauschen.xobor.de

kadesch Offline



Beiträge: 2.705

27.07.2009 14:23
#14 RE: Hexentum und Magie antworten

Mal wieder in der Klamottenkiste herumgrabe

Das ist doch alles Aberglaube.
So etwas wie Magie oder Hexerei gibt es nicht.
Ich habe mich aufgrund von Studien damit näher befasst, und
hatte Kontakt mit dutzenden sogenannter "Hexen"
Aber da war nicht eine einzige Person die etwas "magisches"
demonstrieren konnte, was außerhalb des Bereichs "Zufall" anzusiedeln wäre.
Was mir aber immer aufgefallen ist, war das Thema "an sich selbst arbeiten"
oder sonst wie zu höheren Sphären auzusteigen. Genau so wie die Existenz
angeblichen geheimen Wissens, welches nur an "initiierte" oder sonst wie Eingeweihte
weiter gegeben werden darf....
Alles in allem, muss ich hier ernüchtert feststellen dass ich unter magie
was anderes verstehe als um ein Lagerfeur zu stehen und "höhere Wesen, Erdgeister,usw."
herbei zu rufen, irgendwelche (vermutlich selbst ausgedachte) Rituale durchzuführen
und das Methorn kreisen zu lassen.
Also bevor bei einer Wiccaveranstaltung was magisches passiert, da kommt eher der Moshiach

Glaube ist Aberglaube

FSMQueen of damned Offline

Pasta-Farina


Beiträge: 3.326

27.07.2009 17:42
#15 RE: Hexentum und Magie antworten

Ich finde, man kann Magie ganz einfach in sein Leben bringen, wenn man nur will. Wenn ich es magisch finde, dass meine Familie sich in letzter Zeit nicht mehr mit mir in den Haaren liegt, dann habe ich das Wissen, wie ich mich verhalten muss, damit mein Leben harmonisch ist.
Ich glaube, alle die wirklich an Magie interessiert sind, stellen fest, dass sie eigentlich nur versuchen, die größtmögliche Harmonie zwischen sich und der Welt zu schaffen (ich meine Harmonie, nicht dieses "ich mache es allen Recht"). Dazu muss man eben wissen, wie die Welt aufgebaut ist etc. :).
In jedem Fall steckt harte Arbeit dahinter.
Wenn man aufhört, solche Sachen dem Außernatürlichen zuzurechnen, findet man Zauber überall. Alleine heute habe ich über die Schönheit von Kieselsteinen gestaunt *G*

***************************************************
http://dialog2punkt0.xobor.de/

Relix Offline

Wertekiller


Beiträge: 3.480

27.07.2009 19:34
#16 RE: Hexentum und Magie antworten

Also ich verstehe unter Magie immer noch Feuerbälle und Dämonenbeschwörungen.

Solange ich das nicht mal in der Realität zu Gesicht bekomme, glaub' ich nicht daran.

______________________________________________
"Philosophie besteht aus Fragen, die niemals beantwortet werden können. Religion besteht aus Antworten, die niemals hinterfragt werden dürfen."
-Anonym

kadesch Offline



Beiträge: 2.705

28.07.2009 10:08
#17 RE: Hexentum und Magie antworten

@Queen

Harmonie ist lediglich ein Prozess der Anpassung.
Und daran ist nichts magisches,sonder es haben sich meist nur ein paar kleine
"Parameter " geändert und schon kommt es nicht mehr zu Auseinandersetzungen.

Gerade wenn ich das Thema Wicca betrachte, fällt mir ein dass der überwiegende
Teil der Leute zwar immer von Harmonie, Selbsterfahrung, innerer Einkehr oder
Toleranz, usw. reden, aber alle die ich bisher kennen lernte kamen noch nicht mal mit sich selbst
klar.
Und bei vielen war der Grund warum sie sich der "Magie" zuwandten ein Zustand in denen sie sich
hilflos fühlten und den Versuch unternahmen diese Hilflosigkeit durch Hinwendung an die
Magie zu kompensieren. Außerdem fiel mir auf, dass unter den Wicca Ahängern sehr viele
Frauen die Erfahrungen mit sexueller Gewalt gemacht hatten.
Daher stellt sich mir die Frage ob es gerade im Hinblick auf Hexentum und Wicca
die Magie der Versuch ist, das eigene angeknackste Ego mit Hilfe von diversen Ritualen
zu stärken. Und ein Teil dieser Rituale sollen der erlangung von Macht über andere dienen,
als Reaktion auf erlittene Traumate der Wehrlosigkeit.

Glaube ist Aberglaube

FSMQueen of damned Offline

Pasta-Farina


Beiträge: 3.326

28.07.2009 16:14
#18 RE: Hexentum und Magie antworten

Aber das ist doch völlige Selbsttäuschung - man erlangt keine Macht über andere, man wird höchstens selbst ruhiger :(

***************************************************
http://dialog2punkt0.xobor.de/

kadesch Offline



Beiträge: 2.705

29.07.2009 08:34
#19 RE: Hexentum und Magie antworten

so ähnlich sehe ich das auch.

Glaube ist Aberglaube

Hasneh Offline



Beiträge: 17

22.01.2010 11:30
#20 RE: Hexentum und Magie antworten

Gibt es heute Hexen?
Gab es früher Hexen?

Der Hexenwahn, der in Europa zu Beginn der Neuzeit ausbrach hat seine Spuren bis in die Gegenwart hinterlassen. Und seit einigen Jahrzehnten taucht der Begriff Hexe als Selbstbezeichnung auf.

Ich stelle die Überlegung zur Diskussion, ob postmoderne Hexerei eine (kollektive) Verarbeitung des Hexenwahnes sein könnte. Etwa so:
"Schaut, wir töten die Hexen heute nicht mehr, wir wollen selbst welche sein - und sind stolz darauf!"

H.

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.128

22.01.2010 12:11
#21 RE: Hexentum und Magie antworten

Was sind denn "Hexen"?

_____________________________________________
"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

22.01.2010 12:39
#22 RE: Hexentum und Magie antworten

Zitat
Ich stelle die Überlegung zur Diskussion, ob postmoderne Hexerei eine (kollektive) Verarbeitung des Hexenwahnes sein könnte.


Hast du Hinweise, warum gerade das die Ursache sein sollte?

kadesch Offline



Beiträge: 2.705

25.01.2010 11:37
#23 RE: Hexentum und Magie antworten

jedenfalls konnte mir noch keine "Hexe" eine Kostprobe
ihres Magischen Könnens liefern, die außerhalb des statistischen Zufalls liegt.
Ich fand das immer sehr erheiternd.
Vor allem die Wiccaner, die ja im kleinen betrachtet genau die selben
Querelen nachbilden wie sie beispielsweise die christlichen Kirchen veranstaltet haben.
Die Wicca haben sich in wenigen Jahrzehnten in diverse Grüppchen aufgespalten
die sich gegenseitig das Existenzrecht aberkennen und alle behaupten sie seien die
einzig Authentische Wiccatradition.
Ich könnte mich da immer kaputtlachen.
Sollte es da jemals einen "g"ttlichen Funken" gegeben haben so ist der unter den ganzen
Streitigkeiten lange erloschen.

Glaube ist Aberglaube

Hasneh Offline



Beiträge: 17

25.01.2010 16:54
#24 RE: Hexentum und Magie antworten

Hallo Kadesch

Zitat
jedenfalls konnte mir noch keine "Hexe" eine Kostprobe
ihres Magischen Könnens liefern, die außerhalb des statistischen Zufalls liegt.



Diese Aussage kann so auch in einem der Inquisitionsprotokolle stehen, wie sie uns in Prozessakten wegen Hexerei überliefert sind. Viele Inquisitoren und Richter waren der selben Meinung wie du! Das, was die Hexe von sich aus behauptet und das, was ihr von den Denunzianten unterstellt wird, sei Blödsinn.

Aus deinem Satz lese ich aber auch heraus, daß du wohl von einer "Hexe" so etwas wie einen "Beweis" für ihre Selbstdarstellung gefordert hast. Von "magischem Können" sprichst du in diesem Zusammenhang. Was hast du erwartet? Daß Märchen wahr werden? Das glaube ich nicht.

Ich wäre dir dankbar, wenn du in kurzen Worten hier beschreiben könntest, was die "Hexe" behauptete und was du von ihr als Beweis fordertest.

H.

Xeres Offline




Beiträge: 2.587

25.01.2010 17:04
#25 RE: Hexentum und Magie antworten

Magie ist per Definition die Beeinflussung von Ereignissen, Menschen und Gegenständen auf übernatürliche Art und Weise. Wenden Hexen Magie an, oder sind die Hexen, die du meinst nur weise Frauen mit Kräutergarten?

__________________________________________________
Galaxy Zoo, where you can help astronomers explore the Universe

Seiten 1 | 2 | 3 | 4
«« Sternzeichen
 Sprung  
________________________________________

"Ich bin völlig anderer Meinung als Sie. Aber ich werde mein Leben dafür einsetzen,
dass Sie sie sagen dürfen!" (Voltaire)

"Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!" (Immanuel Kant)

________________________________________

=> "Der selbstbestimmte Mensch"

... Platz für Verlinkungsaustausche ...

VORSICHT! Vertrauensunwürdige Werbung!

Xobor Erstelle ein eigenes Forum mit Xobor