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Religionsforum
Atheismus vs. Religionen  

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Dieses Thema hat 31 Antworten
und wurde 2.061 mal aufgerufen
 Weltliche Ideologien
Seiten 1 | 2
Lukrez Offline




Beiträge: 5.513

28.02.2007 20:06
Anarchistische Religionskritik antworten

Zu Anfang möchte ich den Organisator der ersten großen Kirchenaustrittsbewegungen vorstellen:

http://www.payer.de/religionskritik/most01.htm

Die "Gottespest" ist ein wichtiger und interessanter Text der Religionskritik.

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Wenn du es nicht wagst, den Sinnen zu trauen, stürzen die Pfeiler des Lebens ein.
De nihilo nihil. Aus Nichts wird nichts.
Zu soviel Unheil hat schon die Religion die Menschen verleitet.
(Lukrez)

A-Sign Offline

Libertärer Pastafari


Beiträge: 57

02.03.2007 16:37
#2 RE: Anarchistische Religionskritik antworten

Auch ein schöner Text von Mikhail Bakunin: "Gott und der Staat"
http://www.anarchismus.at/txt2/bakunin6.htm

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Wer Sicherheit der Freiheit vorzieht ist zu Recht ein Sklave.
~Aristoteles

An die dumme Stirne gehört als Argument von Rechts wegen die geballte Faust.
~Friedrich Nietzsche, Menschliches I

Gysi Offline

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02.03.2007 18:44
#3 Anarchistische Religionskritik antworten
Ich weiß jetzt nicht, was Bakunin Staats- oder Nichtstaatstheorie ist. Vielleicht könntest du das in ein paar Grundsätzen knapp darstellen, A-Sign? Hab' echt nicht die Zeit und den Nerv, den ganzen verlinkten Text durchzulesen. Scheint so zu sein, dass auch die gläubigen Anarchisten - so wie die anderen Religionsgläubigen - den Hang dazu haben, ihr Bekenntnis hinter ellenlagen Texten ihrer Protagonisten zu verstecken...

Was hat Gott - oder Gottglaube - mit der Notwendigkeit eines Staatswesens zu tun? Antwort: Gar nichts! Der Staat ist der Verwalter und Interessenvollstrecker der Gesellschaft => Gesetze, Rechtssprechung, Strafverfolgung, Infrastruktur, Sozialaufgaben, Bildung, pi pa po. Alles nicht nötig? => "Wo das Recht nicht herrscht, da herrscht das Faustrecht!" (Karl Marx)

Gysi
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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

A-Sign Offline

Libertärer Pastafari


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02.03.2007 19:03
#4 RE: Anarchistische Religionskritik antworten

In Antwort auf:
Ich weiß jetzt nicht, was Bakunin Staats- oder Nichtstaatstheorie ist. Vielleicht könntest du das in ein paar Grundsätzen knapp darstellen, A-Sign? Hab' echt nicht die Zeit und den Nerv, den ganzen verlinkten Text durchzulesen. Scheint so zu sein, dass auch die gläubigen Anarchisten - so wie die anderen Religionsgläubigen - den Hang dazu haben, ihr Bekenntnis hinter ellenlagen Texten ihrer Protagonisten zu verstecken...


Nö, tun sie nicht, zumindest ist mir nopch kein Anarchist begegnet, der das getan hätte, und ich vermute mal dir auch nicht. Dein verkappter Vorwurf ist albern. Dass ich den Text hier verlinkt habe, ist als Lesevorschlag zu vertehen, als was denn sonst? Warum du jetzt Tolstois Anarchismus erwähnst, versteh ich nicht. Oder haben wir es hier wieder mit Kritik aufgrund von unverständnis zu tun? Wie definierst du eigentlich Religion? Ist für dich jede Meinung, egal ob mit Metaphysik oder ohne, ob mit Göttern oder ohne, ob mit Dogmen oder ohne, ob mit Geboten oder ohne, schon Religion?

Bakunins Theorie ist nicht wirklich klar darzustellen, da er nie eine komplette Theorie verfasst hat. Mikhail Bakunin war ein Mann der Tat, bei jeder Revolution in Europa dabei. Seine Text sind meist nur Fragmente ("Gott und der Staat" ist das einzige fertige Buch). Bakunin ging davon aus, dass die Menschen, sollte ersteinmal eine Revolution stattfinden, ganz von selbst den Weg der größten Freiheit einschlagen würden.
Wie die Anarchie seiner Vorstellung ausshen sollte, ist heute übrigens bereits veraltet. Bakunin hatte den Fortschritt der Forschung noch nicht ganz gerafft, deshalb meinte er, dass Menschen, die nicht aktiv arbeiten, nicht tragbar seien. (Dies wurde dann von anderen z. B. Kropotkin widerlegt). Anasonsten halt das Übliche: Keine Führer, keinen Gott, keinen Staat. Am besten durch Revolution und danach durch Bildung.

In Antwort auf:
Was hat Gott - oder Gottglaube - mit der Notwendigkeit eines Staatswesens zu tun? Antwort: Gar nichts! Der Staat ist der Verwalter und Vollstrecker der Gesellschaft, um ihre Interessen durchzusetzen => Gesetze, Rechtssprechung, Strafverfolgung, Infrastruktur, Sozialaufgaben, Bildung, pi pa po. Alles nicht nötig?


Umgekehrt wird ein Schuh draus. Ein Staat hat die Religion als Propagandamittel nötig, oder ist bisher ein Staat ohne Religion ausgekommen (Führerkult ist auch ein Religion)?
Gesetze, Rechtssprechung, Strafverfolgung sind nicht nötig, Infrastruktur, Sozialaufgaben, Bildung brauchen den Staat nicht, pi pa po kann ja alles heißen.

In Antwort auf:
"Wo das Recht nicht herrscht, da herrscht das Faustrecht!" (Karl Marx)


Das Recht eines Staates ist Faustrecht, wird es doch mitteöls Gewalt durchgesetzt.

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Gysi Offline

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02.03.2007 19:15
#5 Anarchistische Religionskritik antworten

In Antwort auf:
Das Recht eines Staates ist Faustrecht, wird es doch mitteöls Gewalt durchgesetzt.
Sach ma', welches Recht willst du denn? Gar kein Recht? Und was soll mit denen geschehen, die dir nachts auf der Straße deine Rübe einhauen, um an deine 2,50 Euro zu kommen? Jetzt geh mal nicht so gedankenlos an diesen Satz vorbei, den ich für dich gerne wiederhole => "Wo das Recht nicht herrscht, da herrscht das Faustrecht!" Arbeiter und Unternehmer werden clever genug sein, sich Vorteil und Notwendigkeit nicht zu nehmen, ihren Interessen ein Gemeinschaftsorgan zu geben (Gewerkschaften, Arbeitgeberverbände) Und wer übernimmt die Verteidigung, das Militär? Interessenverbände? Hör mal A-Sign, die ganze Gesellschaft ist ein Interessenverband, der Gesetze braucht und zum Schutz und Vorteil aller, und gerade der wirtschaftlich "Schwachen", durchsetzt!
Wie siehst du denn die Produktion, Arbeit, das Geld? Vermutlich auch alles nicht nötig...

Gysi
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A-Sign Offline

Libertärer Pastafari


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02.03.2007 19:44
#6 RE: Anarchistische Religionskritik antworten
In Antwort auf:
Sach ma', welches Recht willst du denn? Gar kein Recht? Und was soll mit denen geschehen, die dir nachts auf der Straße deine Rübe einhauen, um an deine 2,50 Euro zu kommen?


Kritik aus Unverständnis. "Eigentum ist Diebstahl" macht Kriminalität aus Armut nutzlos.

In Antwort auf:
Arbeiter und Unternehmer werden clever genug sein, sich Vorteil und Notwendigkeit nicht zu nehmen, ihren Interessen ein Gemeinschaftsorgan zu geben (Gewerkschaften, Arbeitgeberverbände)


Aha, das ist in einem Staat so und in einer Anarchie auch. Was willst du also damit sagen?

In Antwort auf:
Und wer übernimmt die Verteidigung, das Militär? Interessenverbände?


Grundsätzlich gilt: Jeder tut dann etwas, wenn er einen Sinn, in der Handlung sieht. Auf die Verteidigung bezogen heißt das, dass jeder verteidigt, der meint, das das notwendig sei.
Dass bei einem Krieg seitens eines Staates gegen eine Anarchie viele Menschen sterben werden, ist richtig, aber bei einem Krieg von Staaten gegen Staaten auch.

In Antwort auf:
die ganze Gesellschaft ist ein Interessenverband, der Gesetze braucht und zum Schutz und Vorteil aller, und gerade der wirtschaftlich "Schwachen", durchsetzt!


Die Gesellschaft braucht Gesetze, die Anarchie nicht, sie ist ein Verein. dfass die Gesellschaf tnich tohne Gesetze auskommen, kann ist kein Argument gegen die Anarchie, sondern eines gegen die Gesellschaft.
Auch finde ich es nicht gerade für die Gesellschaft sprechend, dass sie Gesetze braucht, um für Schutz wirtschaftlich Schwacher zu sorgen. warum wirtschaftliche Schwäche zulassen? Nutzt den wirtschaftlich Schwachen das? Ich glaube kaum.

In Antwort auf:
Wie siehst du denn die Produktion, Arbeit, das Geld? Vermutlich auch alles nicht nötig...


Erklär mir mal, wie Menschen überleben sollen, wenn sie nichts mehr (also auch keine Nahrung) produziern.

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Gysi Offline

Atheist


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02.03.2007 20:11
#7 Anarchistische Religionskritik antworten
In Antwort auf:
Auch finde ich es nicht gerade für die Gesellschaft sprechend, dass sie Gesetze braucht, um für Schutz wirtschaftlich Schwacher zu sorgen. warum wirtschaftliche Schwäche zulassen?
Was hast du nur gegen Gesetze? Weißt du, was mit unserer Wirtschaft geschehen würde, wenn man sie ohne zentralpolitische Steuerung frei sich entwickeln ließe? Sie würde zu einem monopolistischen Monstrum heranwachsen, das sich selber sein Grab schaufelt - ich erspare es mir, jetzt genauer zu erläutern, warum.
Wie regelt eine kleine WG-Gruppe ihr Gemeinschaftsleben? Durch Regelungen, mit denen jeder letztlich einverstanden ist. Wenn jeder nur das tut, wozu er mal so gerade Lust hat, werden diese Lustliebenden sehr schnell die Freudlosigkeit ihres Lebens kennenlernen...
Wie ernährst du dich? Indem du z.B. morgens ein Brötchen beim Bäcker kaufst. Der nimmt dafür 2 Euro - und damit habt ihr einen Vertrag geschlossen. Das ganze Wirtschaftsleben besteht aus Austausch (von geldwerten Leistungen) und Verträgen. Und diese Gemeinschaft braucht auch Kollektivverträge, die der Staat verwaltet und durchsetzt, damit die libertären Individualisten sich nicht gegenseitig beklauen und die Schädel einhauen! Tut doch weh und ist auch ansonsten nicht vorteilhaft - für alle nicht! Stell dir mal vor, wir würden deiner weisen Vision folgen und den Staat abschaffen und die blöden, freiheitsraubenden Gesetze => du würdest als einer der ersten auf Übereinstimmungen pochen, die wir gemeinsam einzuhalten haben. Weil dann deine höchstpersönliche Erfahrung dich zu dieser Einsicht brächte - für so clever schätze ich dich schon ein... Aber die Welt hat nicht mit deiner Geburt begonnen, sondern schon etwas fürher - sei froh! Denn so können wir von den Entwicklungsprozessen unserer Altvorderen profitieren - wir brauchen nicht mehr so schreckliche Fehler machen, und sie haben auch nicht alles falsch gemacht...
In Antwort auf:
Erklär mir mal, wie Menschen überleben sollen, wenn sie nichts mehr (also auch keine Nahrung) produziern?
Ja, das frage ich doch DICH!

Gysi
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A-Sign Offline

Libertärer Pastafari


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03.03.2007 11:48
#8 RE: Anarchistische Religionskritik antworten

In Antwort auf:
Was hast du nur gegen Gesetze? Weißt du, was mit unserer Wirtschaft geschehen würde, wenn man sie ohne zentralpolitische Steuerung frei sich entwickeln ließe? Sie würde zu einem monopolistischen Monstrum heranwachsen, das sich selber sein Grab schaufelt - ich erspare es mir, jetzt genauer zu erläutern, warum.


Das ist doch kein Argument für das gegenwärige kapitalistische System, sondern dagegen.

In Antwort auf:
Wie regelt eine kleine WG-Gruppe ihr Gemeinschaftsleben? Durch Regelungen, mit denen jeder letztlich einverstanden ist.


Und was hast du dagegen, dass sie das tun. Immerhin bist du doch gegen die freiwilligen Übereinkünfte von Menschen, sondern würdest du doch nicht so vehement gegen die Anarchie sprechen.

In Antwort auf:
Wie ernährst du dich? Indem du z.B. morgens ein Brötchen beim Bäcker kaufst. Der nimmt dafür 2 Euro - und damit habt ihr einen Vertrag geschlossen. Das ganze Wirtschaftsleben besteht aus Austausch (von geldwerten Leistungen) und Verträgen.


Wozu schreibe ich eigentlich ein FAQ?

In Antwort auf:
Und diese Gemeinschaft braucht auch Kollektivverträge, die der Staat verwaltet und durchsetzt, damit die libertären Individualisten sich nicht gegenseitig beklauen und die Schädel einhauen!


Diese schon, einige andere nicht.

In Antwort auf:
Stell dir mal vor, wir würden deiner weisen Vision folgen und den Staat abschaffen und die blöden, freiheitsraubenden Gesetze => du würdest als einer der ersten auf Übereinstimmungen pochen, die wir gemeinsam einzuhalten haben. Weil dann deine höchstpersönliche Erfahrung dich zu dieser Einsicht brächte


Ich stell mir das grad am Beispiel von Barcelona vor. Hmmm, ne, ich glaube der Status quo von Freiheit und Ordnung ohne Gewalt wäre mir da lieber.

In Antwort auf:
Aber die Welt hat nicht mit deiner Geburt begonnen, sondern schon etwas fürher - sei froh! Denn so können wir von den Entwicklungsprozessen unserer Altvorderen profitieren - wir brauchen nicht mehr so schreckliche Fehler machen, und sie haben auch nicht alles falsch gemacht...


So wie das bisher aussieht folgte auf jede Entmündigung von Menschen eine Hierarchie und Herrschaft, die sich mit Gewalt und Gehirnwäsche an der Macht gehalten hat. Das zu wiederholen, schließe ich für mich aus.

In Antwort auf:
Ja, das frage ich doch DICH!


Wieso ddenn MICH? Wenn DU dir Unfug ausdenkst, solltst DU den doch auch begründen.

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Xeres Offline




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03.03.2007 12:10
#9 RE: Anarchistische Religionskritik antworten

In Antwort auf:
Wieso ddenn MICH? Wenn DU dir Unfug ausdenkst, solltst DU den doch auch begründen.
Anders gefragt: Wie soll die Nahrungsmittelproduktion bzw. der Handel von Gütern von statten gehen?

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Gysi Offline

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03.03.2007 12:33
#10 Anarchistische Religionskritik antworten
In Antwort auf:
Das ist doch kein Argument für das gegenwärige kapitalistische System, sondern dagegen.
Du hast keine Ahnung von "dem kapitalistischen System". Aber dagegen schimpfen kannst du schon ganz gut... Je laisser-faire eine Wirtschaft ist, deto kapitalistischer. Kapitalismus ist die Philosophie des Egoismus, Sozialismus (Kommunismus) die der Gemeinschaft, verkürzt - aber nicht unrichtig - ausgedrückt. Die Gesetzeslosigkeit, die du bevorzugst, würde in einen Kapitalismus in Reinform münden - der aber, wie Marx schon erkannte, keine Chance hätte, auch nur mittelfristig zu bestehen.
In Antwort auf:
Wozu schreibe ich eigentlich ein FAQ?
Damit du hier den Leitwolf spielen kannst. Anarchismus lebt sich auch besser, wenn man sich selber als ein solcher durchsetzen kann...
In Antwort auf:
Wieso ddenn MICH? Wenn DU dir Unfug ausdenkst, solltst DU den doch auch begründen.
D-d-d-das musst d-d-d-u gerade sagen.

Gysi
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A-Sign Offline

Libertärer Pastafari


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03.03.2007 12:56
#11 RE: Anarchistische Religionskritik antworten

In Antwort auf:
Anders gefragt: Wie soll die Nahrungsmittelproduktion bzw. der Handel von Gütern von statten gehen?


Wie sonst auch, nur ohne Hierarchie. Gehandelt wird entweder durch Tauschhandel 1:1, mit gedecktem Geld, mit Schwundgeld, Tauschahndel 1 zu beliebig ("Eigentum ist Diebstahl").

In Antwort auf:
Kapitalismus ist die Philosophie des Egoismus


Totaler Unfig, Kapitalismus strebt dem Egoismus entgegen. Ich vermute mal, du hast dir noch nie über den Egoismus größere Gedanken gemacht. Wie immer, Kritik aus Unverständnis.

In Antwort auf:
Damit du hier den Leitwolf spielen kannst. Anarchismus lebt sich auch besser, wenn man sich selber als ein solcher durchsetzen kann.


Man sollte nicht so einfach von sich auf andere schießen. Da dir das anscheinend nicht in den Kopf will: Ein FAQ ist dazu da, um die wichtigsten Punkte von etwas schnell auf den Punkt zu bringen, damit auch Leute, die von einem Thema gar keine Ahnung haben (zum Beispiel du von der Anarchie) mitdiskutiren können, ohn dass sie sich ständog ein "Kritik aus Unverständnis" anhören/lesen müssen.

In Antwort auf:
D-d-d-das musst d-d-d-u gerade sagen.


Kannst du einen, auch nur einen Punkt nennen, den ich nicht begründet habe? Jaja, die Anhänger der Church of State, ich merke es mal weider, wenn sich das religiöse Dogma meldet, geht die Ratio flöten

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Gysi Offline

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03.03.2007 13:00
#12 Anarchistische Religionskritik antworten

Sach' ma, A-Sign - wie alt bist du? 12?

Gysi
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Xeres Offline




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03.03.2007 13:11
#13 RE: Anarchistische Religionskritik antworten

In Antwort auf:
Wie sonst auch, nur ohne Hierarchie. Gehandelt wird entweder durch Tauschhandel 1:1, mit gedecktem Geld, mit Schwundgeld, Tauschahndel 1 zu beliebig
Das wird kein Intelligenter Mensch mitmachen. Die Menschen haben erst mal das Geld eingeführt gehabt um eben nicht irgendwelche Naturalien mit sich herumschleppen zu müssen. Womit will man Geld denn dann decken? Wer sagt was Geld wert ist?
Das kommt mir schon ziemlich hirnrissig vor...

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A-Sign Offline

Libertärer Pastafari


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03.03.2007 14:03
#14 RE: Anarchistische Religionskritik antworten

In Antwort auf:
Sach' ma, A-Sign - wie alt bist du? 12?



Wie immer, wenn den Religiösen die Argumente ausgehen, werden sie persönlich.

In Antwort auf:
Das wird kein Intelligenter Mensch mitmachen. Die Menschen haben erst mal das Geld eingeführt gehabt um eben nicht irgendwelche Naturalien mit sich herumschleppen zu müssen. Womit will man Geld denn dann decken? Wer sagt was Geld wert ist?
Das kommt mir schon ziemlich hirnrissig vor...


Dem Tauschahandel 1:1 stehe ich auch kritisch gegenüber und deine Bedenken zu gedecktem Geld teile ich. Gegen "Eigetnumt ist Diebstahl" kann ich aber nichts sagen.

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Xeres Offline




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03.03.2007 14:25
#15 RE: Anarchistische Religionskritik antworten

In Antwort auf:
Wie immer, wenn den Religiösen die Argumente ausgehen, werden sie persönlich.
Jo... Must Gysi halt verzeihen, ein tiefreligiöser wie er... Aber ist Anarchismus nicht grundsätzlich eine Politische Richtung?
In Antwort auf:
Dem Tauschahandel 1:1 stehe ich auch kritisch gegenüber und deine Bedenken zu gedecktem Geld teile ich. Gegen "Eigetnumt ist Diebstahl" kann ich aber nichts sagen.
Wie gesagt, Tauschhandel werden die Leute nicht mitmachen weil es unmöglich ist Naturalien im Wert 1:1 zu tauschen. Geld gibts aber auch nicht, weil es nur durch die Garantie des Staates seinen Wert behält.
Eigentum ist Diebstahl? Eigentum ich rechtmäßiger Besitz, Diebstahl das unrechtmäßige umverteilen von fremden Eigentum. Ich wär schon mal nicht bereit irgendwelchen fremden Menschen meine Sachen zu geben.

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Lukrez Offline




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03.03.2007 16:15
#16 RE: Anarchistische Religionskritik antworten
Dass Eigentum Diebstahl sei halte ich für vollkomenen Blödsinn!
Ganz im Gegenteil - ich würde sogar behaupten, dass wenn allen alles gehörte, dieses ein weitaus größeres Unrecht darstellen würde.
Recht auf Eigentum ist für mich ein menschliches Grundrecht!
In jedem Falle gleiches Recht für alle anzunehmen ist für mich ein großes Unrecht.

Eine Lösungsmöglichkeit sind für mich beispielsweise John Rawls zwei Grundsätze der "Gerechtigkeit als Fairness"
Jeder Mensch soll gleiches Recht auf das umfangreichste System gleicher Grundfreiheiten haben, das mit dem gleichen System für alle anderen verträglich ist.
Soziale und wirtschaftliche Ungleichheiten sind dann zulässig, wenn sie (a) mit Ämtern und Positionen verbunden sind die jedermann offen stehen (Prinzip der fairen Chancengleichheit), oder wenn sie (b) denjenigen, die am wenigsten begünstigt sind, am meisten zugute kommen (Differenzprinzip).


Elemente des ersten Prinzips:
politisch-rechtliche Gleichheit
Maximierung der individuellen Freiheit
Wesentliche Grundfreiheiten: politische Freiheit (Wahlrecht), Rede- und Versammlungsfreiheit, Unverletzlichkeit der Person, Recht auf Eigentum
Elemente des zweiten Prinzips:
Chancengleichheit
jedermanns Vorteil: Differenzprinzip

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A-Sign Offline

Libertärer Pastafari


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03.03.2007 22:13
#17 RE: Anarchistische Religionskritik antworten

Schöne Theorien, funktionieren auch klasse, wenn man sein Denken nationalistisch beschränkt. Denn, dass ein äthiopisches Straßenkind keineswegs mit mir chancengleich steht, muss ich doch nicht erwähnen, oder?
Aber auch innerhalöb dieses Staates ist leider in der Praxis keinerlei Chancengleichheit gegeben. Gerade im wichtigsten Bereich, der Bildung hängt der "Aufstieg" sehr von der sozialen Stellung ab.

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Lukrez Offline




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03.03.2007 22:26
#18 RE: Anarchistische Religionskritik antworten
Du möchtet also eine anarchistische Weltgesellschaft ohne Grenzen?
Das bedeutet für dich dann Chancengleichheit?
In Antwort auf:
Aber auch innerhalb dieses Staates ist leider in der Praxis keinerlei Chancengleichheit gegeben.

Das ist leider so...
Also gibt es noch einiges dafür zu tun.
Unsere Gesellschaftsordnung ist sicherlich nicht perfekt und wird es wohl auch nie sein können.
Der Anarchismus dürfte dieses Problem allerdings nicht lösen und neue Probleme schaffen.

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A-Sign Offline

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03.03.2007 22:39
#19 RE: Anarchistische Religionskritik antworten

In Antwort auf:
Du möchtet also eine anarchistische Weltgesellschaft ohne Grenzen?
Das bedeutet für dich dann Chancengleichheit?


Nationalanarchimus ist nichts für mich. Ich gölaube nicht, dass Anarchie auf eine Region begrenzt funktioneren kann, da Herrscher zeimlih machtgeil sind und die Anarchie überfallen könnten, oder die Anarchsiten auf die Idee kommen könntzen ihre Nachbarn zu "befreien".
Selbst wenn man diese Probleme irgendwie lösen könnte, wäre eine weltweite Anarhie trotzdem vorteilhafter, löst eine teilweise Anarchie doch nur einen Teil der Problem, die die Herrschaft mit sich bringt. Auch müssten die Bewohner der Anarchie auf aus behrrschten Gebieten produzierte Waren verzichten, oder sich einem kapitalistischem Handel fügen. Auch können die Herrschaftsstaaten weiterhin die Umwelt vernichten, und dass zu verhindern, ist ja auch ein erklärtes Ziel des Anarchismus.

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Lukrez Offline




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03.03.2007 22:50
#20 RE: Anarchistische Religionskritik antworten

In Antwort auf:
Ich glaube nicht, dass Anarchie auf eine Region begrenzt funktioneren kann, da Herrscher zeimlich machtgeil sind und die Anarchie überfallen könnten, oder die Anarchisten auf die Idee kommen könnten ihre Nachbarn zu "befreien".


Schon mal ein kleiner Funke Realitätssinn.
Allerdings würde weltweite Anarchie erst recht nicht funktionieren!
Eigenlich hast du diese Idee ja schon als Utopie erkannt.

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Libertärer Pastafari


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03.03.2007 23:26
#21 RE: Anarchistische Religionskritik antworten

Kannst du diese These/Behauptung beründen? Ansonsten könnteich einfach behaupten "Doch!" und das wär die ganze Diskussion.

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04.03.2007 20:51
#22 RE: Anarchistische Religionskritik antworten

Menschen sind eben nicht gleich, sie habe andere Kulturen und Wertvorstellungen.
Auf dieser Basis muss weltweite Anarchie zu totalem Chaos führen!
Wenn Anarchie überhaupt irgendwo funktionieren könnte, dann allenfalls in kleinen homogenen Gruppen.
Ich bin allerdings der festen Überzeugung, dass es selbst da, auch ohne Eingriffe von aussen, nur vorübergehend funktionieren würde!
Letztendlich würde sich immer das Recht des Stärkeren durchsetzen!

Hast du schonmal Anarchie im Hühnerhof erlebt?
Das, was passiert, wenn der Hahn tot ist?
Erstmal ist alles ganz friedlich...
Aber dann!
Erst das neue Leithuhn schafft dann wieder Ruhe und Ordnung.

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Libertärer Pastafari


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05.03.2007 15:10
#23 RE: Anarchistische Religionskritik antworten

In Antwort auf:
Menschen sind eben nicht gleich, sie habe andere Kulturen und Wertvorstellungen.
Auf dieser Basis muss weltweite Anarchie zu totalem Chaos führen!
Wenn Anarchie überhaupt irgendwo funktionieren könnte, dann allenfalls in kleinen homogenen Gruppen.


Was glaubst, warum, die Anarchie in kleinen Gruppen strukturiert ist? Oder wilslt du damit sagen, dass Anarchie nicht funktionieren, kann weil sie nur funktionieren kann, wenn sie so strukturiert ist, wie sie struktureirt sein soll?

In Antwort auf:
Hast du schonmal Anarchie im Hühnerhof erlebt?
Das, was passiert, wenn der Hahn tot ist?
Erstmal ist alles ganz friedlich...
Aber dann!
Erst das neue Leithuhn schafft dann wieder Ruhe und Ordnung.



Wenn ich jetzt ein Huhn wäre, hätte ich echt Angst

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05.03.2007 17:18
#24 RE: Anarchistische Religionskritik antworten

In Antwort auf:
Was glaubst, warum, die Anarchie in kleinen Gruppen strukturiert ist?
Wie...? Willst du die Menschen zwingen die Weltweite Informationstechnik abzuschaffen? Internet und Satelliten abschalten bzw. nicht mehr nutzen? Und die Großstädte und Metropolen dieser Welt werden aufgelöst und dezentralisiert?
Wie definierst du "kleine Gruppe"? Und seit wann besitzt Anarchie Strukturen?

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A-Sign Offline

Libertärer Pastafari


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05.03.2007 17:31
#25 RE: Anarchistische Religionskritik antworten

In Antwort auf:
Wie...? Willst du die Menschen zwingen die Weltweite Informationstechnik abzuschaffen? Internet und Satelliten abschalten bzw. nicht mehr nutzen? Und die Großstädte und Metropolen dieser Welt werden aufgelöst und dezentralisiert?


Wie kommst du denn darauf? In Gruppen heißt doch nicht isoliert.

In Antwort auf:
Wie definierst du "kleine Gruppe"? Und seit wann besitzt Anarchie Strukturen?


Mein näheres Umfeld ist so eine Gruppe. wichtig ist, dass der Nepotismustrieb greift, sonst wirds gefährlich.
Anarchie besitzt Strukturen solange wie es sie gibt, danach nicht mehr, dann wird sie zu Anomie.

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 Sprung  
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"Ich bin völlig anderer Meinung als Sie. Aber ich werde mein Leben dafür einsetzen,
dass Sie sie sagen dürfen!" (Voltaire)

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