Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 
Religionsforum
Atheismus vs. Religionen  

Der substanzielle  Dialog
 
"Je suis Charlie!"
Für Säkularismus und Religionskritik!


Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 11 Antworten
und wurde 649 mal aufgerufen
 Christentum
Ronnie77 ( Gast )
Beiträge:

01.03.2007 13:41
Kein Anfang und kein Ende antworten

Es gab schon einige Threads die sich mit der Schöpfung befassten,
jedoch wurde das Thema meiner Meinung nach nicht getroffen.

Johannes:
Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.

Warum verwendet man hier den begriff ´"Im Anfang".
Man hätte ja genau so gut sagen können "am Anfang".
Das würde aber bedeuten, es gäbe ein Datum an dem die Welt begann.
Aber jede heilige Schrift muss einmal beginnen, daher wählte man den Begriff "im Anfang".
Man weiß nicht wann die Welt begann, -->aber wenn es einen Anfang gab,
und nach unserem Verständnis muss
alles irgendwann einmal angefangen haben, gab es einen "Anfang".

Viele Christen, Juden, und Moslems haben das nicht verstanden.
Aber wenn man zu fragen beginnt:
-)Was hat Gott vor der Schöpfung gemacht?
-)Warum erschuf er gerade zu diesem Zeitpunkt die Welt?
-)Wer erschuf dann Gott
-)Was hat Gott zwischen der Kreuzigung Jesu und dem jüngsten Tag gemacht (wenn er einmal kommen sollte)?
-)Warum verursachen Menschen, die an Ihn glauben trotzdem soviel Leid?

"Und das Wort war bei Gott"

Das Wort dient wieder nur zur Erfassung.
Gott (die Welt, das Universum) ist so groß, dass man ihn in kein Wort fassen kann.
Aber für die heiligen Schriften muss man es tun.

"Und das Wort war Gott"

Alles kommt von Gott.
Nichts ist durch Gott gemacht, alles ist aus Gott gemacht!

Unter dem Begriff Gott verstehe ich nichts anderes als das Ganze, Allumfassende.
Denn es ist!
Es gibt keinen dreieinigen Übervater, oder den nicht zu personifizierenden allmächtigen Gott.
Es gibt keinen Vorsteher. Denn er ist nicht! Er existiert nicht!

Thomasevangelium:
„Jesus sagte: Ich bin das Licht, das über allen ist. Ich bin das All;
das All ist aus mir hervorgegangen, und das All ist zu mir gelangt.


Also ich bin das Ganze und das Ganze ist aus mir hervorgegangen.
Es gibt sonst nichts!
"Gott" ist ewig, es gibt keinen Anfang und kein Ende!

Gruß
Ronnie














A-Sign Offline

Libertärer Pastafari


Beiträge: 57

01.03.2007 17:08
#2 RE: Kein Anfang und kein Ende antworten

In Antwort auf:
Unter dem Begriff Gott verstehe ich nichts anderes als das Ganze, Allumfassende.
Denn es ist!
Es gibt keinen dreieinigen Übervater, oder den nicht zu personifizierenden allmächtigen Gott.
Es gibt keinen Vorsteher. Denn er ist nicht! Er existiert nicht!


Aha, also definierst du das Universum als Gott oder Gott als das Universum.
Man könnte auch sagen, Gott ist für dich nur ein weiterer Name für das Universum, wenn ich dich recht verstanden habe.
Rein von der Ästhetik her ja ne schöne Sache, nur leider löst es nicht die angesprochene Problematik über die schöpfungsfrage.

_____________________________________________
Wer Sicherheit der Freiheit vorzieht ist zu Recht ein Sklave.
~Aristoteles

An die dumme Stirne gehört als Argument von Rechts wegen die geballte Faust.
~Friedrich Nietzsche, Menschliches I

Selaht Offline



Beiträge: 37

01.03.2007 21:38
#3 RE: Kein Anfang und kein Ende antworten

In Antwort auf:
Unter dem Begriff Gott verstehe ich nichts anderes als das Ganze, Allumfassende.
Denn es ist!
Es gibt keinen dreieinigen Übervater, oder den nicht zu personifizierenden allmächtigen Gott.
Es gibt keinen Vorsteher. Denn er ist nicht! Er existiert nicht!


Kennst du die Philosophie Spinozas und seine Metaphysik?
http://de.wikipedia.org/wiki/Spinozismus#Metaphysik

Lukrez Offline




Beiträge: 5.513

01.03.2007 21:40
#4 RE: Kein Anfang und kein Ende antworten
Ganz einfach:
Im Anfang war das Wort - und das Wort schuf Gott
Das Wort war garantiert zuerst da, erst danach kam Gott ins Spiel!

Kann mir mal wer erklären, was ein Gott mit Sprache und Wörtern zu schaffen hat?
(Wenn es doch eh noch keinen gibt mit dem er sprechen könnte...)
Doch nur eines - dass ein Gott nur durch Sprache und Wörter erschaffen werden kann.

__________________________________________________
Wenn du es nicht wagst, den Sinnen zu trauen, stürzen die Pfeiler des Lebens ein.
De nihilo nihil. Aus Nichts wird nichts.
Zu soviel Unheil hat schon die Religion die Menschen verleitet.
(Lukrez)

Ronnie77 ( Gast )
Beiträge:

02.03.2007 09:38
#5 RE: Kein Anfang und kein Ende antworten

In Antwort auf:

Man könnte auch sagen, Gott ist für dich nur ein weiterer Name für das Universum, wenn ich dich recht verstanden habe.


Unter Gott verstehe ich das Ganze, Gott ist für mich nur ein Begriff, sonst nichts,.

Ronnie77 ( Gast )
Beiträge:

02.03.2007 10:17
#6 RE: Kein Anfang und kein Ende antworten

@Lukrez

In Antwort auf:

Kann mir mal wer erklären, was ein Gott mit Sprache und Wörtern zu schaffen hat?


Nichts, aber die heiligen Schriften brauchen ihn.

@A-Sign
Rein von der Ästhetik her ja ne schöne Sache, nur leider löst es nicht die angesprochene Problematik über die schöpfungsfrage.
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Wie lautet deine Lösung, die Spassreligion
Vielleicht glaubst du ja, dass Adam und Eva die ersten Menschen waren?



"An die dumme Stirne gehört als Argument von Rechts wegen die geballte Faust."
~Friedrich Nietzsche, Menschliches I
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Vergiss nicht, dass Nietzsche, so rebellisch er auch war am Ende seines Lebens verrückt wurde!
Er lies Gott sterben, er erkannte, dass es keinen Gott gibt.
Trotzdem hatte er in seinem Leben irgend ein Problem.
Vielleicht war es der Hass auf Jesus Christus, am Ende unterschrieb er Briefe
immer mit "Atichrist Fridrich Nietzsche".
Also er musste mit ihm irgend ein Problem gehabt haben. Vielleicht wurde er deswegen wahnsinnig.

Fenris Offline

Freidenker

Beiträge: 1.345

02.03.2007 14:21
#7 RE: Kein Anfang und kein Ende antworten

Zitat von Lukrez
Kann mir mal wer erklären, was ein Gott mit Sprache und Wörtern zu schaffen hat?



Die lassen doch auf den Zustand von Papa Schöpfer schliessen!

Die Psychologie meint:

Selbstgespräche untersützen die Entscheidungsfindung und helfen in Krisen, das seelische Gleichgewicht zu finden, sie mildern Stress und halten geistig fit. Wer sich etwas laut vorsagt, merkt sich das auch leichter.

Ob auch was geholfen hat ??

__________________________________________________
*Das Tier taugt zu allem, was es soll, vollkommen. Der Mensch zu nichts recht, als was er lernt, liebt und übt. (Johann Heinrich Pestalozzi 1746-1827)*

A-Sign Offline

Libertärer Pastafari


Beiträge: 57

02.03.2007 16:50
#8 RE: Kein Anfang und kein Ende antworten

In Antwort auf:
Wie lautet deine Lösung, die Spassreligion
Vielleicht glaubst du ja, dass Adam und Eva die ersten Menschen waren?


Was heißt denn hier Spaßreligion? Pastafarismus ist ebenso enrstzunehmen wie jede andere EReligion auch. Außerdem bietet sie diverse Vorteile gegenüber manch anderen Religionen, zjm Beispiel einen Biervulkan und flauschige moralische Standards. Wir haben coole Piratenklamotten und diskrimieren keine Frauen, Homosexuelle oder sonstige Menschen, was man von anderen Religionen (da will ich mal keine angucken, gell Ratze?) nicht behaupten kann, ohne zu lügen.
Was das jetzt mit Adam und Eva zu tun hat, will mir nicht ganz in den Kopf.

_____________________________________________
Wer Sicherheit der Freiheit vorzieht ist zu Recht ein Sklave.
~Aristoteles

An die dumme Stirne gehört als Argument von Rechts wegen die geballte Faust.
~Friedrich Nietzsche, Menschliches I

Ronnie77 ( Gast )
Beiträge:

05.03.2007 10:48
#9 RE: Kein Anfang und kein Ende antworten

@Selahat
Auszug von Spinoza:Nochmal der Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Spinozismus#Metaphysik

In Antwort auf:

Da der Mensch seit jeher nach vollkommener Erkenntnis strebt, und da Gott vollkommen ist, muss es sein Ziel sein, eins mit Gott zu werden. Da Gott in allem ist, muss daher das Ziel des Menschen sein, eins mit der Natur zu werden; wenn man dies erreicht, erreicht man die höchste Form der Existenz – und damit den Frieden. Diese (intellektuelle) Liebe zu Gott steht bei Spinoza neben der Resignation, also der Ergebung (arabisch: Islam) in die Naturnotwendigkeit. Dies bildet den Kern der rein rationalen, also leidenschaftslosen Ethik Spinozas, der sich selbst in eine Reihe mit Sokrates und den Stoikern stellte.


Ich bis jetzt noch nichts von Spinoza gehört.
Daher bin ich sehr froh, dass du ihn mir vorgestellt hast!
Seine Sichtweise geht ganz in meine Richtung!

Wie ich schon sagte ist das Wort "Gott" für mich nur ein Begriff.
Ich habe auch zu erklären versucht wie ich das meine.
Viele Menschen stellen sich aber unter Gott einen "Übermenschlichen Vater" vor.
Gott ist Schöpferkraft.
Aber da ja Gott so wie ich es sehe nur ein Begriff ist, der zur Erfassung dient,
kann man ihn ja auch weglassen und es bleibt nur Schöpferkraft übrig.

Auszug aus Spinozas Ethik:
Da nach Spinoza „die Substanz“ als solche weder Intelligenz noch Willen besitzt,
gibt es keine Vorsehung, keinen Heilsplan; da sie Ursache ihrer selbst ist,
gibt es auch kein blindes Verhängnis. Eine klare Abkehr von aristotelischen
Vorstellungen ist Spinozas Behauptung, es gebe keine Zweckursachen, sondern
lediglich – wertneutrale – „wirkende“ Ursachen, die nur „notwendig“ seien.
Die Welt (die geistigen und die körperlichen Erscheinungen) kann daher nicht
die beste unter mehreren möglichen, sondern die einzig denkbare sein.

Was nun den Weisen vom Dummkopf trennt, das ist eben die Erkenntnis dieser
unabänderlichen Weltordnung. Die Ethik Spinozas verlangt, die Dinge so zu
schauen, wie Gott sie schaut: ganzheitlich. Das bedeutet unter dem Gesichtspunkt
der Ewigkeit, jede Einzelheit (Idee, Gegenstand oder Vorgang) als Bestandteil
eines einheitlichen Weltganzen zu sehen.

Selaht Offline



Beiträge: 37

13.03.2007 18:16
#10 RE: Kein Anfang und kein Ende antworten

Zitat von Ronnie77
Gott ist Schöpferkraft.
Aber da ja Gott so wie ich es sehe nur ein Begriff ist, der zur Erfassung dient,
kann man ihn ja auch weglassen und es bleibt nur Schöpferkraft übrig.


Ludwig Feuerbachs Ansichten über den Pantheismus widersprechen zwar deinen nicht notwendigerweise, jedoch denkt er als Materialist und ausgesprochen naturwissenschaftlich beeinflusster Denker hier in eine andere Richtung:
Zitat von Ludwig Feuerbach
§ 17 Die Erhebung der Materie zu einer göttlichen Wesenheit ist unmittelbar zugleich die Erhebung der Vernunft zu einer göttlichen Wesenheit. Was der Theist aus Gemütsbedürfnis, aus Verlangen nach unbegrenzter Glückseligkeit vermittelst der Einbildungskraft von Gott verneint, das bejaht der Pantheist von Gott aus Vernunftbedürfnis. Die Materie ist der wesentliche Gegenstand der Vernunft. Wäre keine Materie, so hätte die Vernunft keinen Reiz und Stoff zum Denken, keinen Inhalt. Die Materie kann man nicht aufgeben, ohne die Vernunft aufzugeben, nicht anerkennen, ohne die Vernunft anzuerkennen. Materialisten sind Rationalisten. Aber der Pantheismus bejaht die Vernunft als eine göttliche Wesenheit nur indirekt — nur so, daß er Gott aus einem Wesen der Einbildungskraft, welches er im Theismus ist, zu einem Vernunftgegenstande, einem Vernunftwesen macht; die direkte Apotheose [Vergöttlichung] der Vernunft ist der Idealismus. Der Pantheismus führt notwendig zum Idealismus. Der Idealismus verhält sich zum Pantheismus gerade wie dieser zum Theismus.

http://www.philos-website.de/index_g.htm...ach_g.htm~main2

Ronnie77 ( Gast )
Beiträge:

14.03.2007 13:05
#11 RE: Kein Anfang und kein Ende antworten
In Antwort auf:

"Die Materie ist der wesentliche Gegenstand der Vernunft. Wäre keine Materie, so hätte die Vernunft keinen Reiz und Stoff zum Denken, keinen Inhalt. Die Materie kann man nicht aufgeben, ohne die Vernunft aufzugeben, nicht anerkennen, ohne die Vernunft anzuerkennen. Materialisten sind Rationalisten. Aber der Pantheismus bejaht die Vernunft als eine göttliche Wesenheit nur indirekt — nur so, daß er Gott aus einem Wesen der Einbildungskraft, welches er im Theismus ist, zu einem Vernunftgegenstande, einem Vernunftwesen macht;"


Seine Sichtweise geht exakt in die Richtung eines Wissenschaftlers, eines Gelehrten.
Ein Pantheist sieht in allem was gibt, in jedem Geschöpf, Blume, Universum, Tier, Mensch das Göttliche.
Er fühlt sich dem Ganzen verbunden.
Natürlich kann man die Materie nicht aufgeben!.
Spiritualität und Materie sind für mich eins.
Die Sichtweise "Gott zu einem Vernunftgegenstande zu machen"
halte ich nicht für richtig.
"Gott" gibt es ja nicht.
Ihn zu einem Vernunftgegenstand zu machen bringt nichts.
Ist Gott oder einfach die Schöpfung vernünftig? Ich glaube nicht.
Man kann sie nur schwer in Logik pressen.
So wie sie in der Bibel steht kann sie nicht stattgefunden haben.
Trotzdem halten Millionen Menschen daran fest, dass es an einem
bestimmten Punkt einen Anfang gegeben hat.
Selbst die Urknall-Theorie wird immer wieder in Frage gestellt.
Und was war vor dann vor dem Urknall?
Hier kann ich dann wieder zu fragen beginnen:
-) Was hat der liebe Gott vor dem Urknall gemacht
-) Wer hat dann ihn erschaffen?
-)Woraus ist Gott hervorgegangen?
Ronnie77 ( Gast )
Beiträge:

20.03.2007 19:46
#12 RE: Kein Anfang und kein Ende antworten

@Rene
Ich habe deinen Beitrag von der Neuapostolischen Kirche rüberkopiert, weil ich glaube, dass er hier besser dazu passt!
Gysi ich bitte dich um Vergebung!
Weiß nicht ob das erlaubt ist?

In Antwort auf:

Ich denke das es uns Menschen nicht einfach fällt an einen Gott zu glauben der sich nicht zeigt.Wir Menschen sind es gewöhnt unser Gegenüber zu sehen da gebe ich dir recht.Jedoch weißt auch du das es Energien gibt die wir nicht sehen, wie Magnetismus oder Radioaktivität.Es gibt sogar Lebewesen die wir nicht sehen, wie Bazillen,weil sie zu klein sind.

Vielleicht ist Gott zu groß das wir ihn sehen können.In der Bibel steht doch irgendwo, kein Menschen kann Gott sehen und am Leben bleiben.


Rene ich glaube, wenn du dir meinen ersten Beitrag oben durchliest, dann wirst du meine Sichtweise verstehen
können.
Man kann das göttliche in allem sehen.
Alles ist aus Gott gemacht nichts ist durch Gott gemacht.
Gott ist nur ein Begriff, ein Wort, sonst nichts.
Kein Übervater hat hier die Fäden in der Hand, kein nichtzupersonifizierter Gott ist vorhanden, kein Vorsteher.
Ich sehe alles als Ganzes.

«« Erbsünde
 Sprung  
________________________________________

"Ich bin völlig anderer Meinung als Sie. Aber ich werde mein Leben dafür einsetzen,
dass Sie sie sagen dürfen!" (Voltaire)

"Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!" (Immanuel Kant)

________________________________________

=> "Der selbstbestimmte Mensch"

... Platz für Verlinkungsaustausche ...

VORSICHT! Vertrauensunwürdige Werbung!

Xobor Erstelle ein eigenes Forum mit Xobor