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und wurde 322 mal aufgerufen
 Islam
Adnan Offline



Beiträge: 82

13.03.2007 12:37
Die fromme Mär von der „Unverändertheit“ des Korans antworten
Die fromme Mär von der „Unverändertheit“ des Korans kommt offenbar nicht ohne doppelten Boden aus (wie so einiges im Islam) – so erfahren wir im Wikipedia-Artikel „Lesarten des Korans“:

Lesarten des Korans gibt es mehrere, da der Korantext zu Anfang nur als reiner Konsonantentext aufgezeichnet wurde.

Neben den abweichenden Vokalisierungen zirkulieren auch heute noch zwei abweichende Konsonantentexte, die man kurz als Hafs und Warsch bezeichnet, wobei die Warsch-Version heute immer weiter unterdrückt wird und fast nur noch im Maghreb zu finden ist.

Die muslimische Tradition geht selbst von sieben verschiedenen Lesarten (ahruf) aus, die aber lediglich auf verschiedene arabische Dialekte zurückgehen sollen.

Tatsächlich kennt die muslimische Überlieferung aber eine Unzahl von Lesarten, die jeweils eine anderen Sinn ergeben. Diesen Widerspruch löst die muslimische Gelehrsamkeit dadurch auf, dass sie postuliert alle sinnvollen Lesarten seien gleich richtig und auch so schon Mohammed offenbart worden (sozusagen „multiples Prophetentum“). Dem widersprechen muslimische Überlieferungen von Varianten, die früh zu Verwirrung geführt haben und die Entstehung der Hilfzeichen einschließlich der Vokalzeichen angeregt haben sollen. ...
Darüberhinaus gibt es eine Unzahl von Stellen an denen auch der Konsonantentext Varianten aufweist. Diese Varianten bei den Konsonanten werden ebenso wie die über Jahrhunderte tradierten Unterschiede bei den Vokalen durch die autoritative Koranedition der Al-Azhar Universität von 1923/1924 ohne Rücksicht auf die vielfältige Tradition vereinheitlicht“

Ein empfehlenswertes Buch zum Thema, das als Sammlung islamwissenschaftlicher Aufsätze einen Blick auf die Mauscheleien hinter den Kulissen der offiziellen „Offenbarung“ wirft, ist Ibn WarraqsWhat the Koran really says“ – darin auch ein Aufsatz des Saarbrücker Islamwissenschaftlers Puin, der als einer der ersten „Ungläubigen“ den Islam in Mekka studieren durfte und unter http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_des_Korantexts mit den interessanten Worten zitiert wird:

My idea is that the Koran is a kind of cocktail of texts that were not all understood even at the time of Muhammad. Many of them may even be a hundred years older than Islam itself. Even within the Islamic traditions there is a huge body of contradictory information, including a significant Christian substrate; one can derive a whole Islamic anti-history from them if one wants. The Qur’an claims for itself that it is ‘mubeen,’ or clear, but if you look at it, you will notice that every fifth sentence or so simply doesn’t make sense. Many Muslims will tell you otherwise, of course, but the fact is that a fifth of the Qur’anic text is just incomprehensible.
This is what has caused the traditional anxiety regarding translation. If the Qur’an is not comprehensible, if it can’t even be understood in Arabic, then it’s not translatable into any language. That is why Muslims are afraid. Since the Qur’an claims repeatedly to be clear but is not — there is an obvious and serious contradiction. Something else must be going on.”
 Sprung  
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