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Religionsforum
Atheismus vs. Religionen  

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Dieses Thema hat 39 Antworten
und wurde 1.768 mal aufgerufen
 Judentum
Seiten 1 | 2
Antony11 ( Gast )
Beiträge:

02.04.2007 20:45
#26 RE: letzter Brief antworten

Zitat von jazz
....ist dann doch länger geworden, Entschuldigung !!
Warum, wenn es der Sache dienlich ist? Deine Daten kann man jetzt prüfen und es ist mal was anderes als nur wilde Behauptungen zu lesen.

jazz Offline



Beiträge: 198

06.04.2007 20:18
#27 RE: letzter Brief antworten


@spaghettus


es gab ein Attentat vor King David am 6.11.44 erschossen zwei "Stern" Mitglieder in Kairo Lord Moyne in Kairo, beide Attentäter

wurden am Tatort gefasst und später hingerichtet

jazz Offline



Beiträge: 198

11.04.2007 00:56
#28 RE: letzter Brief antworten
@spaghettus

was ist denn nun mit den bombenden Zionisten

die Israel "erzwungen" , "erbombt"haben sollen ?

oder war Israel doch friedfertiger und wollte Verständigung und fand sie nicht ?

und wehrte sich und wollte weiter nichts als Frieden und Verständigung ...
Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

11.04.2007 09:42
#29 RE: letzter Brief antworten

Entschuldige bitte, dass ich jetzt hier nicht mehr aktiv war. Du hast deutlich mehr Hintergrundwissen als ich, so dass ich mir vorgenommen hatte, mich erst mal weiter zu informieren, ehe ich antworte. Leider fehlt mir momentan allerdings die Zeit dafür.

Aber selbstverständlich gab es bombende Zionisten und selbstverständlich hatten die einen wesentlichen Anteil an der Entstehung Israels. Dazu gibt es hier im Forum auch schon einen tollen Beitrag von Fenris (glaube ich), den ich jedoch auch mit der Suche noch nicht wieder gefunden habe.

Du hast allerdings Fakten für frühere Attentate anderer in der Region gebracht, so dass ich jedenfalls meine Behauptung, die Zionisten hätten den Terror dort eingeführt, korrigiere.
Ansonsten fand ich deine Darstellungen schon informativ, allerdings auch recht parteilich. Nur ein Beispiel, dass ich ohne Nachzulesen kennen. Irgendwo erwähnst du Ausschreitungen von Palästinensern gegen Juden an der Klagemauer. Leider nicht den Anlass. Der war nach meinem Wissen darin zu suchen, dass die Juden dort ein transportable Wand aufbauen wollten, um getrennt, auch nach Geschlechtern, beten zu können. Allerdings war abgemacht, dass keine Seite in irgendeiner Weise religiöse Untensilien an der Klagemauer nutzt.

Mich erinnert das an die bewusste Provokation Sharons, mit dem der Hardliner den Friedensprozess, der damals doch einigermaßen Chancen hatte, zu beenden. Hat geklappt, die Palis haben sich provozieren lassen und aus wars.

the swot ( Gast )
Beiträge:

11.04.2007 15:57
#30 RE: letzter Brief antworten

In Antwort auf:
Der war nach meinem Wissen darin zu suchen, dass die Juden dort ein transportable Wand aufbauen wollten, um getrennt, auch nach Geschlechtern, beten zu können. Allerdings war abgemacht, dass keine Seite in irgendeiner Weise religiöse Untensilien an der Klagemauer nutzt.

Mich erinnert das an die bewusste Provokation Sharons, mit dem der Hardliner den Friedensprozess, der damals doch einigermaßen Chancen hatte, zu beenden. Hat geklappt, die Palis haben sich provozieren lassen und aus wars.


Das Problem ist ganz einfach, dass die Muslime in dieser Region die Juden als Volk nicht anerkennen. Und sie akzeptieren auch nicht den Ansprach von uns Juden an Jerusalem. In der Bibel wird Jerusalem 800mal erwähnt. Im Koran allerdings mit keinem Wort. Jerusalem ist für das jüdische Volk das Zentrum der Welt.....Was ist Israel ohne Jerusalem? Ein Israel ohne Jerusalem verdient den heilgen Namen "Israel" nicht.

Was wollen die Moslems? Sie haben doch Mekka...Und auch in Jerusalem, der Stadt die im Koran nicht erwähnt wird, haben sie G´tteshäuser, die den Rest der Stadt überragen.....
Jerusalem....Die Klagemauer...das einzig wahre Heiligtum des jüdischen Volkes...Und fast 2000 Jahre war es unserem Volk vergönnt.....

Viele Zionisten deuten es als Beginn der messianischen Zeit als Israel im Sechstagekrieg Ostjerusalem eroberte. Es war einer der größten Momente in der Geschichte unseres Volkes.
2000 im Exil....vefolgt,ausgegrenzt und letztendlich vergast....Kinder sahen wie ihre Eltern erschossen wurden und Eltern sahen wie man ihre Kinder erschlug...Und dann nach 2000 Jahren ist unser Volk zurück in der Heimat der Väter. Es gibt nur noch den einen Traum..."Leben und Jerusalem sehen"....JERUSALEM....über all die Jahre im Exil war Jerusalem das Symbol,das unser Volk zusammenhielt...

Aber Jordanien lies die Juden nach der Gründung Israels nicht an die Klagemauer!!!
Die Muslime...Sie haben den Felsendom und die Al-Aksa Moschee...Was wollten sie??? Sollen sie doch nach Mekka pilgern

Jeder kennt das Bild der israelischen Soldaten, die voller Erfurcht vor der Klagemauer stehen....
Ich erinnere an die Nationalhymne Israel mit dem Titel "Die Hoffnung"....."Die Hoffnung von 2000 Jahren frei zu sein als Volk. In unserem land. Dem Land Zions und Jerusalems!"....Jerusalem...der Nabel der Welt. Die Stadt, die in der Bibel 800mal erwähnt wird. Die Stadt, die das Zentrum der großen Geschichten unseres Volkes ist.

Juden ist es sogar untersagt den Tempelberg für religiöse Riten zu betreten...Aus eigener Sicherheit wie es heißt. Da sieht man mal, dass die Palis nicht ganz richtig im Kopf sind...Sorry für den Ausdruck.
Sharon betritt als jüdischer Politiker den heiligsten Ort seines Volkes. Und wie reagieren die Palis? Sie töten israelische Terroristen!!!!!
Provokation von Sharon? Nein garnicht finde ich....Man sollte den Palis ein paar Schulen bauen....

Die Palis müssen akzeptieren, dass es in diesem land noch ein anderes Volk gibt, dass einen Anspruch auf das Land hat. Wa swollen sie eigentlich??????????????????????
Der Tempelberg steht unter muslimischer Verwaltung! Das ist doch wohl ein gutes Zeichen von Seiten Israels!...Was machen die Palis? Sie nutzen das aus und begannen eine Untergrundmoschee zu bauen. Die Klagemauer drohte einzustürzen. Das interessiert den Rest der Welt natürlich nicht.
Was macht Israel? Erneuert doch nur nen Touristenzugang zum Tempelberg....Die Palis drehen wieder durch und werfen mit Steinen....Mal im Ernst...Die sind doch nicht ganz richtig im Kopf

Und als Israel den Gazastreifen verlassen hat...Wie reagierten die Pali`s? Sie brannten Synagogen nieder!!!! Und das obwohl vorher Schilder angebracht wurden, dass es sich um heilige Stätten handelt, die man bitte ruhen lassen soll....Die Palis können froh sein, dass die Kahanisten nicht in der israelischen regierung sitzen..Dann wären der Felsendom und die Al-Aksa Moschee nämlich Geschichte....Synagogen niederbrennen...Das ist wirklich das letzte...

BAUT SCHULEN FÜR PALÄSTINA!!!BITTE!

Vanion Offline

Atheist


Beiträge: 1.568

11.04.2007 16:07
#31 RE: letzter Brief antworten

Was würde das Wort "Jerusalem" denn übersetzt bedeuten?

----------------------------------------------------

contra principia negantem disputari non potest
http://de.wikipedia.org/wiki/Contra_prin...tari_non_potest

the swot ( Gast )
Beiträge:

11.04.2007 16:38
#32 RE: letzter Brief antworten

Stadt des Friedens

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

11.04.2007 16:41
#33 RE: letzter Brief antworten

In Antwort auf:
Sharon betritt als jüdischer Politiker den heiligsten Ort seines Volkes. Und wie reagieren die Palis? Sie töten israelische Terroristen!!!!!
Provokation von Sharon? Nein garnicht finde ich....

Genau das meine ich, die völlig einseitige Sichtweise.

Es gibt doch auch in Isreal die Trennung zwischen Kirche und Staat. Was hat ein Politiker an einem heiligen Ort Politik machen? Der hat dort als Politiker gar nicht zu erscheinen, nur als Gläubiger.

Wenn nicht mal das damals ganz bewusste Provokation eines innenpolitisch gerade auf der Talfahrt befindlichen Politikers war, was gilt dann überhaupt noch als Provokation? Das war doch ganz offensichtlich, dass hier über den gemeinsamen äußeren Feind wieder innenpolitische Glaubhaftigkeit gewonnen werden sollte. Vielleicht auch noch mehr, aber bestimmt nicht weniger.

the swot ( Gast )
Beiträge:

11.04.2007 16:42
#34 RE: letzter Brief antworten

In Antwort auf:
Sharon betritt als jüdischer Politiker den heiligsten Ort seines Volkes. Und wie reagieren die Palis? Sie töten israelische Terroristen!!!!!


Ich meinte natürlich Zivilisten

In Antwort auf:
Es gibt doch auch in Isreal die Trennung zwischen Kirche und Staat


Nö!

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

11.04.2007 17:06
#35 RE: letzter Brief antworten

Ehrlich nicht? Wieso bezeichnet sich Isreal dann als Demokratie?

the swot ( Gast )
Beiträge:

11.04.2007 17:10
#36 RE: letzter Brief antworten

Doch es gibt an sich eine Trennung. Aber dass in einem jüdischen, der sich in seiner Proklamation zu den Propheten Israels bekennt, das Oberrabbinat einen großen Einfluss hat ist normal.

Es gibt in israel keine standesamtlichen Trauungen...Daran hatte ich dabei gedacht.

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

11.04.2007 18:00
#37 RE: letzter Brief antworten

Bei Standesamt fällt mir eine Geschichte ein, die ein Israeli in mein Forum geschrieben hat. Ich bin sicher er hat nichts dagegen, wenn ich die hierher kopiere:

"NEUEINWANDERER AUS RUSSLAND - RASSISMUS IN ISRAEL - AUSZUG AUS DEM BUCH "RUFMORD INKLUSIVE"

In den neunziger Jahren erhielt Rouven einen Anruf aus Israel. Er wurde darum gebeten, einer sich dort befindlichen Immigrantenfamilie zu helfen. Da Rouven und Inken schon immer sozial eingestellt gewesen waren und sich dies national und international herumgesprochen hatte, war es nicht außergewöhnlich, einen solchen Anruf zu erhalten.

In diesem Fall handelte es sich um den ‚Fall’ Michael Gerwitsch:

In den Neunzigern war der Jude Michael Gerwitsch mit seiner nichtjüdischen Frau Levinia nach Israel eingewandert. Zu jener Zeit war seine Frau im vierten Monat schwanger. Im Zuge der Einwanderungsformalitäten fand auch das obligatorische Gespräch mit Beamten des Innenministeriums statt. Hier wurde die Frau direkt gefragt, ob sie bereit sei, den jüdischen Glauben anzunehmen. Levinia verneinte diese Frage mit der Begründung, dass sie an Jesus Christus glaube und somit nicht bereit sei, ihrem Heiland durch die Konvertierung ins Judentum abzuschwören. In Reaktion auf diese Antwort wurde ihr erklärt, dass dann auch das zu erwartende Kind nicht jüdisch sein würde, da sich die Zugehörigkeit zum jüdischen Erbe nach der Mutter richte. Der Ehemann wurde nach seinem Einverständnis zu der Entscheidung seiner Ehefrau befragt und sollte die Konsequenz aus dieser Erklärung mit seiner Unterschrift besiegeln. Diese Dokumente waren zwar in russischer Sprache abgefasst, doch das eigentliche Gespräch war lediglich in hebräischer Sprache und ohne jede Hilfestellung durch einen Übersetzer geführt worden! In den Formularen wurde unter der Rubrik Nationalität bei Michael ‚Jehudi’ (Jude), bei seiner Frau ‚Russit’ (Russin, gleichzusetzen mit Christin) und bei dem gemeinsamen Kind ‚Lo rashum’ (nicht registriert) eingetragen.

Michael wurde bei diesem Gespräch auch gefragt, ob er dem christlichen Glauben seiner Frau ebenfalls zugetan sei. In seiner Antwort wich er mit den Worten aus, dass er bisher glaubenslos erzogen worden war, so gelebt habe und wohl auch weiterleben würde.

Da seine Frau Levinia die einzige Tochter ihrer Eltern war, kam auch der Wunsch auf eine Familienzusammenführung in Israel auf. Doch der Antrag der Eltern wurde vom israelischen Konsulat in St. Petersburg mit der Begründung abgelehnt, dass sie kein Recht auf Einwanderung nach Israel hätten, zumal sie keine Mitglieder einer jüdischen Familie seien. Selbst ein Antrag auf ein Besuchsvisum wurde ablehnend entschieden, weil man den Eltern unterstellte, sie würden den Besuch zur Immigration nach Israel ausnutzen. Beide Familien waren verständlicherweise zutiefst betrübt, weil sie sich nur aufgrund der unterschiedlichen Religionszugehörigkeiten nicht einmal besuchen durften! Ungeheuerlich auch, dass das gemeinsame Kind erst gar nicht registriert wurde, nur weil die Mutter am christlichen Glauben festhielt. Diesbezügliche Bemühungen des Vaters, dem Kind die israelische Staatsbürgerschaft zuzuerkennen, wurden abgelehnt.

Die junge Familie lebte seit ihrer Einwanderung in dem Kibbuz ‚Menachem’. Doch auch das wurde der Familie bald verwehrt, indem der Kibbuz dem Ingenieur kündigte. Dies bedeutete sowohl den Verlust des Arbeitsplatzes als auch ein weiteres Wohnrecht. Als Vorwand verwies die Kibbuzleitung auf seine schwierige ökonomische Lage, obwohl Michael monatlich 1.600 Shekel (ca. 800 DM ca. 400 Euro) für Verpflegung und Unterkunft an den Kibbuz zahlte. Eine Anfrage beim Dachverband der Kibbuzbewegung ‚Ichud HaKwuzot we HaKibuzzim’ in Tel-Aviv ergab, dass die Familie Gerwitsch auch keinerlei Anspruch mehr auf eine Unterbringung in einem anderen Kibbuz haben würde - angeblich, weil sie bereits mehr als ein Jahr in einer solchen Gemeinschaft gelebt hatten.

Dass Michael Gerwitsch und seine Familie aufgrund dieser misslichen Lage an eine Ausreise dachten, war dann auch kaum verwunderlich. Es war nicht das erste Mal, dass Auswanderungswünsche vorgetragen wurden, weil man keinen anderen Ausweg mehr für sich und die Familie sah.

Auf diesem Weg versuchte man in Israel, sich unglaubhafter Juden zu entledigen. Aus diesem Grund hatte Rouven sich vorgenommen, zu solchen inhumanen Handlungsweisen vonseiten des Glaubensstaates nicht zu schweigen. Denn eigentlich konnte der Staat an einer neuen Auswanderungswelle nicht interessiert sein. Auch aus diesem wichtigen Grund heraus lehnte Rouven jegliche Verherrlichung des ‚Heiligen Landes’ ab. Die Sammlung der Juden im Lande der Väter und der Wiederaufbau des Landes hatte die Herzensverhärtung gegenüber des Christentums nicht verändert, so dass neue Richtlinien für Israel vorprogrammiert waren und sind.

Im Buch finden Sie an dieser Stelle Bilder (Israelische Identitätsausweise & Artikel über die Familie)

Nach Kenntnisnahme jeglicher Informationen nahm Rouven persönlichen Kontakt mit Michael Gerwitsch und den Kibbuz Menachem auf. Die Kibbuzleitung ließ verlauten, dass ein weiteres Verbleiben für die vorgenannte Familie nicht mehr haltbar sei; aus dem einfachen Grund, da bei einem Verbleiben der Familie innerhalb des Kibbuzes mit größeren finanziellen Verlusten vonseiten der Regierung zu rechnen sei. Das bedeutete im Klartext, dass eventuelle staatliche Zuschüsse dem Kibbuz versagt bleiben würden.

Michael erzählte ihm, dass man von ihm verlange, seine Frau wieder zurück nach Russland zu schicken, was für ihn jedoch nicht in Frage käme. Außerdem, wie Rouven schon wusste, wurde die Ehe, die in Russland geschlossen worden war, in Israel nicht anerkannt. Für israelische Verhältnisse lebten die beiden demzufolge in wilder Ehe, und das Kind galt als ‚Mamser’ (Bastard, nicht ehelich). Das Problem war, dass die komplette kleine Familie nicht gemeinsam ausreisen konnte, da Michael ja erst einmal seinen Militärdienst absolvieren müsse. Die vom Staat geleisteten Zahlungen für Reisekosten, Unterbringung und sonstige Administrationskosten in Höhe von circa 5.000$ pro Person, so veranschlagt von der israelischen Einwanderungsbehörde für jeden aus Russland geholten Juden, hätte Michael begleichen können. Die Frage war nun, wie diese Familie aus Israel herausgeholt werden könnte.

Da Rouven in Hamburg jemanden kannte, der Immigranten in Israel dazu verhalf, dort wieder ausreisen zu können und diese auch weiter unterstützte, um in das gewünschte Zielland zu gelangen, wie zum Beispiel Australien, Kanada und USA, nahm er Kontakt mit diesem Menschen auf.

Von Deutschland aus würde es keinerlei Problem sein, die Familie Gerwitsch weiter zu reichen, da jegliche Kosten gedeckt werden könnten, denn glücklicherweise war Geld ausnahmsweise nicht das Problem der Familie und somit auch kein Hinderungsgrund.

Nach vielen Telefonaten erklärte sich der Kibbuz letztendlich dazu bereit, bis zur Findung einer Lösung für die Familie noch drei weitere Monate bei sich leben zu lassen.

Rouven atmete erleichtert auf. Mit der Zusage des Kibbuzes, der Familie für ein Vierteljahr zu beherbergen, hatte er Zeit gewonnen. Doch ihm war klar, dass sie auf Dauer nicht in Israel bleiben könnten. Besonders das Kind Gerwitsch hätte dort ein sehr schweres Leben zu erwarten, wäre klinisch tot, was seine Zukunft betraf. Denn bei den hier wiedergegebenen Punkten der Handhabung vonseiten der israelischen Regierung - und auch des obersten Rabbinats in Jerusalem - existierte das Mädchen nicht und hätte somit keinerlei Recht auf Kindergarten und Schule, und erst recht nicht auf den Zugang zur israelischen Armee, was ja Pflicht in diesem Staate ist. Wer jedoch keine Militärzeit absolviert hatte, hatte auch keinerlei Recht, einen Führerschein zu machen. Dies wiederum bedeutete Schwierigkeiten bei der Suche und auch Wahrnehmung einer Arbeitsstelle. Für dieses Mädchen würde auch eine Heirat innerhalb des Staates ein Ding der Unmöglichkeit werden - denn sie war ja nicht existent.

Dieser Einzelfall, herausgegriffen aus Tausenden ähnlicher Fälle, die alljährlich in Israel vorkommen, endete schließlich mit der Ausreise der Gerwitschs nach Kanada, wo sie seitdem glücklich und zufrieden leben – als gesetzlich anerkannte Familie.

Ihre Emigration gelang mit Hilfe einer europäischen Organisation, die Einwanderern des Staates Israel nach deren negativen Erfahrungen wieder heraushelfen und dem gewünschten Zielland zubringen. Diese Organisationen stehen nicht etwa in einem Telefonbuch, sondern arbeiten ehrenamtlich und im Untergrund, da sie wissen, dass der israelische Staat diese Organisationen verurteilt.

Erst kürzlich wurde in Israel ein neues Gesetz verabschiedet, das Neueinwanderern keinerlei Möglichkeit mehr einräumt, das Land vor Ablauf von fünf Jahren wieder verlassen zu können, da erst nach dieser Zeit ein Reisepass beantragt werden kann. Da alle aus dem Osten nach Israel gelangenden Einwanderer ihre bisherigen Nationalitäten abgeben müssen, sind sie somit für diesen Zeitraum reiseunfähig. Demokratischer geht es wohl nicht mehr.
© by Duncan Smile
Das Buch hat 742 Seiten und kann unter der Mail-Adresse:
info.duncan.smile@gmx.net
bestellt und erworben werden. Ueber das Buch an sich, kann auch jeder in meinem Forum, als Mitglied, sich Teile daraus erlesen. Viel Spass dabei."

jazz Offline



Beiträge: 198

11.04.2007 19:01
#38 RE: letzter Brief antworten

interessanter Fall und ein "hübscher" Fall dusseliger Bürokraten



Ansichtssache Offline



Beiträge: 36

24.04.2007 18:32
#39 RE: letzter Brief antworten

Hallo swot,

ich habe eine Frage zu diesem Brief :

Ist das ein Brief aus einem KZ ?

Hintergrund meiner Frage : in einem KZ war es meines Wissens nach nicht üblich die Menschen über die Hinrichtung in Kenntnis zu setzten - das wäre ja gleichbedeutend mit einem vorhandenen Prozess/Urteil. Auch erstaunt mich, dass es in einem KZ frische Kleider ausgegeben wurden. Auch verstehe ich in diesem Zusammenhang nicht, wieso die Angehörigen die sterblichen Überreste abholen können - das passt gar nicht in meine Vorstellung/Wissen. Von welchem Fehler spricht Leo ? Für mich passen diese Details gar nicht in die üblichen Holocoust-Zusammenhänge.

gruss joachim

In diesem Sinne ...

526 Offline




Beiträge: 115

24.04.2007 18:45
#40 RE: letzter Brief antworten
In Antwort auf:
Provokation von Sharon? Nein garnicht finde ich.


na das war doch voll Absicht. Der kleine völkische Persil, äh Ariel wollte das doch so. Und die militanten Palästinenser fallen auf den Scharfmacher rein. Das war abgekartet und vorhersehbar. Gewollt.

Den Göttern sei Dank weis ich das den meisten Bewohnern Israels und/oder Palästinas das ebenso auf die Testikel geht wie mir.

Edit:

@Ansichtssache: Scheint ein Brief aus der Haft zu sein, nicht aus den Todeslagern der Nazis, kurz vor der Ermordung durch die Nazijustiz. Wurde ja nicht nur in den Lagern vernichtet, die Justiz hat da ihr übriges getan (wenn auch etwas anders gelagert ich sag nur Filbinger).

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tei kallisti
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dass Sie sie sagen dürfen!" (Voltaire)

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