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Dieses Thema hat 39 Antworten
und wurde 1.772 mal aufgerufen
 Judentum
Seiten 1 | 2
the swot ( Gast )
Beiträge:

29.03.2007 20:49
letzter Brief antworten



Dresden, 23.2.1942

Meine geliebte Hanicka, Jirinka, Gretinka und Jirka !

Heute um 6 Uhr abends habe ich Deinen Brief vom 9. dieses Monats erhalten und um 1/2 7 wurde ich vorgeführt und es wurde mir eröffnet, daß ich um 1/2 7 morgen früh hingerichtet werde. Ich wußte es bereits mittags, weil man mich rasierte und neue Kleider gab.
Hanicka, meine geliebte, glaube mir, daß ich in den ganzen 3 Monaten nicht so gefaßt und tapfer war. Es ist 11 Uhr abends, ich bin hier mit Lustik und Hermann und gegenüber in der Zelle sind auch noch 4 junge Leben. Ich verlasse diese Welt ganz ruhig, mit einem Lächeln auf den Lippen, mit Erinnerung an Dich und Jirinka und mit eueren Bildern in der Tasche. Sei stark und tapfer wie ich. Du muß es tun für meine Jirinka. Ich bin von großen Quallen befreit, da Gitter für mich schlimmer sind als der Tod. Mir wird es gut gehen, es tut mir leid, daß durch meinen Fehler eigentlich nur Du die Leidtragende bist. Bitte verzeih mir. Ich glaube an G'tt und an unser Wiedersehen, aber Du muß warten, bis Deine Zeit kommt.
Mein Wunsch ist, daß Dir Jarmila mein Armband und 600 Kronen zurückgibt. Auch mein Anzug ist noch bei ihr. Ich verzeihe ihr alles und auch Du mußt es tun. Ich wußte, daß es so kommen wird und deswegen war ich nicht überrrascht und trete rein vor G'tt, denn ich habe niemandem Unrecht getan.
Ich singe hier für die Kameraden "Wenn du erwachsen wirst" und der Ewige gibt mir dazu große, fast bewundernswerte Kraft. Wir lachen sogar zusammen. Die Kamaraden sagen, daß ich schön singe, aber ich weiß, daß ich in 8 Stunden noch schöneren Gesang hören werde, Engelsgesang, Gesang des Herrn.
Ich freue mich, Mama und Papa zu sehen. Ich schreibe Dir hier ein kleines Gedicht für Jirinka:

"Meine Jirinka, mein Engelchen, sei Du mir gesund und pausbackig,
nicht so mager wie ich!
Meine Lieben haben den Wunsch mich zu sehen, ich machte Fehler -
bin nur ein Mensch und so wurde ich dafür eingesperrt.
Für diesen Fehler muß mein Körper für immer in der Erde ruhen,
ihr lebt aber, ihr dürft die Welt nicht fürchten.
Wenn ich Dich nur einen kleinen Moment bei mir hätte,
der Atem würde mir stocken, nur - ich könnte Dich gar nicht auf dem Arm halten,
da meine Hände gefesselt sind.
Weine nicht, schlafe, mache Deine Äuglein zu,
Dein Papa schaut vom Himmel auf Dich
und Deine Mamilein."

Hanicka, ich bitte Dich so sehr, sei stark, wir alle müssen mal sterben. Du darfst nicht weinen, das ist mein Wunsch. Ich danke Dir für alles, für Deine große Liebe, ich habe Dich auch geliebt, wie niemanden auf dieser Welt. Ich verabschiede mich von Dir und glaube mir, heute tut mir nichts weh und ich habe keine Angst vom Sterben. Ich verabschiede mich von meiner Jirinka und von meinem Schwesterlein Gretinka und vom Jirka.
Wenn der Schmerz vergangen ist, wirst Du vielleich einen guten Vater finden. Meine sterblichen Überreste könnt ihr verlangen und in Prag beisetzen. Auch den Freunden, meiner Großmutter und der Jarmila das letzte Lebewohl. Ich werde über euch wachen und euch beschützen. Seid nicht verzweifelt und wünscht mir, daß ich nicht mehr eingesperrt sein muß und nie mehr Hunger leiden muß.

Ich küsse euch meine Hanicka und Jirinka zum letztenmal
tausendmal und bin in eueren Herzen.

Euer Leo

Diese Stelle habe ich 10mal geküßt.
Für Gretinka viele Küße und viel Kraft.

the swot ( Gast )
Beiträge:

29.03.2007 21:32
#2 RE: letzter Brief antworten

Nur mal so zum nachdenken...

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

29.03.2007 22:20
#3 RE: letzter Brief antworten

In Antwort auf:
Nur mal so zum nachdenken...
Worüber?

the swot ( Gast )
Beiträge:

30.03.2007 14:58
#4 RE: letzter Brief antworten

Über den Holocaust

jazz Offline



Beiträge: 198

30.03.2007 16:27
#5 RE: letzter Brief antworten

nachdenken,

vielleicht auch nur darüber, wieviele Menschenschicksale an den "Zahlen" hängen

an Hand dieser Schickksale, läßt sich vielleicht auch die Notwendigkeit eines Staates Israel ablesen

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

30.03.2007 17:37
#6 RE: letzter Brief antworten

Stimmt schon, Einzelschicksale berühren stärker. Dafür lassen die nicht so das ganze Ausmaß des Schreckens erkennen.
Die Notwendigekeit der Existenz eines beliebigen Staates ganz sicher nicht. Eher die Notwendigkeit alles dafür zu tun, dass sich das nicht wiederholen darf.

Ich selbst muss darüber nicht erst nachdenken. Der Brief ist aus Dresden, meiner alten Heimat. Mich hat da Victor Klempere viel mehr und nachhaltiger beeindruckt, sowohl LTI als auch die Tagebücher.

Ansonsten verdient nicht nur der Holocaust Beachtung, sondern auch die vielen anderen Opfer der Nazidiktatur.

jazz Offline



Beiträge: 198

30.03.2007 20:27
#7 RE: letzter Brief antworten

... eher zu versuchen, das soetwas nie wieder passieren soll ...

wie wahr -

aber wohin sollten die Fliehenden oder die Überlebenen denn gehen ...
es waren Hunderttausende

immerhin gab es die Zusage Großbrittaniens, also lag es doch nahe, nach Palestina zu gehen - der Großmufti (ein toller Name) von Jeruselm, ein
machtloser Potentat ... hätte ja auch sagen können, kommt her und seid Bürger eines zukünftigen arabischen Staates, hat er aber nicht, er rief zur "Gegenwehr"
und zum Krieg gegen die Einwanderer auf ...
und war damit der Begründer der Kampfhandlungen in Palestina - und mir sind die Anschläge der jüdischen Einwanderer erst seit 1937 bekannt

und bezeichne sie weiterhin als Gegenwehr - auch die früheren Anschläge der Araber sind als Gegenwehr zu bezeichnen ... aber:
gab es nicht die Möglichkeit zu verhandeln - über einen, wie mein Vater sagte, so undenkbar kleinen Landstrich - angesichts der Tatsache, das die Palestinenser diesen Landstrich nie als eigenen Staat - bis 1947 ausgewiesen haben wollten ? ...

meine Frage bleibt im Raum:

wo sollte man hin ...

jazz Offline



Beiträge: 198

30.03.2007 20:36
#8 RE: letzter Brief antworten

und die vielen anderen Opfer der Nazis sind und werden nie vergessen, aber mir ist kein- christlicher oder nicht Gläubiger, Verfolgter - Europäer bekannt, der nach Beendigung des Krieges - mal Recht, mal Schlecht und mal schwieriger und mal leichter - in Europa keine neue Heimat gefunden hat ...

einige Juden hatten den Mut auch - und viele hatten diesen Mut nicht !

Wohin sollten denn die, die den Mut nicht hatten - in Europa zu bleiben - denn gehen ?

the swot ( Gast )
Beiträge:

31.03.2007 21:03
#9 RE: letzter Brief antworten

In Antwort auf:
Stimmt schon, Einzelschicksale berühren stärker. Dafür lassen die nicht so das ganze Ausmaß des Schreckens erkennen.
Die Notwendigekeit der Existenz eines beliebigen Staates ganz sicher nicht. Eher die Notwendigkeit alles dafür zu tun, dass sich das nicht wiederholen darf.


Ich wollte mit diesem Beitrag wirklich nicht nach einer Berechtigung Israels suchen...Ich wollte einfach mal ein persönliches Einzelschicksal darstellen. Ich denke wenn man in den Geschichtsbüchern die Zahl von 6 Mio. ermordeter Juden liest zeigt das zwar das Ausmaß dieser menschlichen Tragödie, aber es wird nichts über die Opfer deutlich. Ich denke so ein Brief zeigt doch recht deutlich mit welch einem Gefühl dieser tapfere Mann seinem Martyrium entgegenblickte.

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

01.04.2007 08:28
#10 RE: letzter Brief antworten
In Antwort auf:
aber wohin sollten die Fliehenden oder die Überlebenen denn gehen ...
es waren Hunderttausende

Ich habe volles Verständnis dafür, dass viele Juden nicht mehr in den Ländern leben wollten, in denen sie so schlimmes erlebt haben. Aber es gibt nicht als einzigen Weg den in einen neu zu gründenden Staat. Auch auswandern in andere Länder wäre möglich gewesen. Das wollten nur die meisten Länder, zumindest in dem Umfang, nicht. Deshalb war die Methode, die Juden in die Wüste zu schicken, für viele sicher die angenehmste.
Aber die UN hätte z.B. auch Aufnahmequoten beschließen können, die Juden hätten irgendwo ohne eigenen Staat siedeln können (Argentinien war ja auch im Gespräch), man hätte schon damals den Asylstatus einführen können und anderes.

Für einige war halt die Gründung Israels einfach die bequemste und auch den eigenen Vorteil nützende Lösung, aber nicht die einzige mögliche.

In Antwort auf:
..und war damit der Begründer der Kampfhandlungen in Palestina - und mir sind die Anschläge der jüdischen Einwanderer erst seit 1937 bekannt

Kampfhandlungen gab es in dem Gebiet doch schon seit Jahrtausenden. Deshalb habe ich auch nie von solchen gesprochen, sondern davon, dass die Zionisten den Terror in der Region begründet haben.

In Antwort auf:
Ich wollte einfach mal ein persönliches Einzelschicksal darstellen. Ich denke wenn man in den Geschichtsbüchern die Zahl von 6 Mio. ermordeter Juden liest zeigt das zwar das Ausmaß dieser menschlichen Tragödie, aber es wird nichts über die Opfer deutlich. Ich denke so ein Brief zeigt doch recht deutlich mit welch einem Gefühl dieser tapfere Mann seinem Martyrium entgegenblickte.


Ja, das sehe ich eigentlich auch so. Einzelschicksale erreichen die Gefühle viel tiefer und können dadurch auch persönliche Einstellungen ändern. Mir ging es einfach nur um das "Nachdenken", von dem ich wissen wollte, worüber konkret.
Antony11 ( Gast )
Beiträge:

01.04.2007 13:35
#11 RE: letzter Brief antworten

Zitat von Bruder Spaghettus
Kampfhandlungen gab es in dem Gebiet doch schon seit Jahrtausenden. Deshalb habe ich auch nie von solchen gesprochen, sondern davon, dass die Zionisten den Terror in der Region begründet haben.
UUuuuuurrrrrgggghhhhssss
Also bei dieser Definierung bleibt mir echt die Spucke weg. Wenn ein Millionenvolk Kampfhandlungen begeht, dann ist das Krieg, wenn sich eine handvoll Leute wehrt, dann ist das Terror.

Bitte erkläre mir mal den Unterschied, den Tod ist Tod, ob mit Revolver erschossen oder mit Steinen erschlagen, das Endergebnis ist das gleiche. Und damals waren eben die eigentlichen Hausherren in der Minderheit.

Um sich solche Definitionen zurecht zulegen muß man sich schon von solchen Seiten beeinflussen lassen, die Polemik pur verstreuen.
http://www.kill-more-people.de/aktionen/...nichtungskrieg/

Ich bin eigentlich gelehrig, wenn man mir unparteiische Infos anbietet.

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

01.04.2007 13:56
#12 RE: letzter Brief antworten

In Antwort auf:
Ich bin eigentlich gelehrig, wenn man mir unparteiische Infos anbietet

Nach deiner Einschätzung, nach meiner bist du einfach unfähig Zusammenhänge zu erkennen und deshalb Diskussion mit dir sinnlos.


Antony11 ( Gast )
Beiträge:

01.04.2007 14:03
#13 RE: letzter Brief antworten

Zitat von Bruder Spaghettus
Nach deiner Einschätzung, nach meiner bist du einfach unfähig Zusammenhänge zu erkennen und deshalb Diskussion mit dir sinnlos.
Eben dein subjektiver Glaube !

Xeres Offline




Beiträge: 2.587

01.04.2007 15:17
#14 RE: letzter Brief antworten

Eine These die auf Nachvollziebaren Beobachtungen Beruht ...
Staaten können Kriege gegeneinander führen, wenn nichtstaatliche Gruppen gegen andere Gruppen oder einen Staat kämpfen - insbesondere wenn keine Unterschiede zwischen Kombattanten und Zivilbevölkerung gemacht werden - nennt man das Terrorismus.

__________________________________________________
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the swot ( Gast )
Beiträge:

01.04.2007 15:58
#15 RE: letzter Brief antworten

In Antwort auf:
dass die Zionisten den Terror in der Region begründet haben.


Absolut nicht richtig.

jazz Offline



Beiträge: 198

01.04.2007 16:43
#16 RE: letzter Brief antworten
1. Januar 1944 Etzel Kommandant Menachim Begin ruft den "Aufstand" die "Revolte" gegen die brit. Mandatsmacht aus

"Linkszionisten" der Hagana riefen daraufhin zum Wiederstand gegen Etzel- Terror auf, mehrmals forderten sie die Niederlegung der Etzel-Waffen (1944)
und verlangten weitere Verhandlugen -

. die Hagana benennt diese Zeit übrigens "Jagdsaison" auf Begins Etzel Leute ...

erst `45, nach dem Ende des zweiten Weltkrieges und den festgefahrenen Verhandlungen mit den Briten, schlossen sich die Hagana, Lechi und Etzel zur jüdischen Wiederstandsbewegung zusammen wobei Begins Etzel am 22. Juli das brit. Oberkommando in die Luft sprengte. - Hotel King David

Anschläge vor ` 44 richteten sich gegen den arab. Terror.

Seit den 20er Jahren allerdings wehrten sich die Araber bereits mit Terror

Fußnote:
vielleicht könnte man dies alles hier (bis auf den "letzten Brief" in das Thema "Landraub" verschieben
Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

01.04.2007 17:08
#17 RE: letzter Brief antworten

In Antwort auf:
Absolut nicht richtig.

Dann bitte ich um Belege.
Wer hat bereits vor dem zionistischen Bombenattentat, ich denke, das war 1943?, in Palästina Bomben gelegt und wahllos Angehörige aller Glaubensrichtungen in die Luft gesprengt? Ich meine hier das Attentat auf das britische Hauptquartier im König David Hotel bei 91 Menschen getötet und viel mehr verletzt wurden, Britten aber auch einfache Angestellte und Zivilisten.

Terror ist für mich nicht, wenn Gruppen gegen andere Gruppen kämpfen, sondern wenn jemand zum Erreichen politischer Ziele Attentate verwirklicht oder androht.

the swot ( Gast )
Beiträge:

01.04.2007 17:13
#18 RE: letzter Brief antworten

Und was haben die Moslems vorher mit den alten wehrlosen Juden gemacht?

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

01.04.2007 18:42
#19 RE: letzter Brief antworten

In Antwort auf:
Seit den 20er Jahren allerdings wehrten sich die Araber bereits mit Terror

Dann hätte ich mich getäuscht. Aber auch da bitte ich um Beispiele und um deine Definition von Terror.

In Antwort auf:
Und was haben die Moslems vorher mit den alten wehrlosen Juden gemacht?

Keine Ahnung. Vertrieben? Getötet? Aber war das auch im Rahmen von terristischen Attentaten? Wurden Gebäude in die Luft gebombt egal wer gerade drin war?

the swot ( Gast )
Beiträge:

01.04.2007 18:49
#20 RE: letzter Brief antworten

Einfach getötet.

the swot ( Gast )
Beiträge:

01.04.2007 18:53
#21 RE: letzter Brief antworten

Ja die "armen" Moslems...











Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

01.04.2007 22:00
#22 RE: letzter Brief antworten

Willst du vom eigentlichen Thema ablenken?

Niemand hier hat was von armen Moslems gesagt.
Es ging um Terrorismus und darum, wer damit im Nahen Osten begonnen hat.
Naja, zumindest in den letzten Beiträgen.

Antony11 ( Gast )
Beiträge:

02.04.2007 01:29
#23 RE: letzter Brief antworten

Zitat von Xeres
Eine These die auf Nachvollziebaren Beobachtungen Beruht ...
Staaten können Kriege gegeneinander führen, wenn nichtstaatliche Gruppen gegen andere Gruppen oder einen Staat kämpfen - insbesondere wenn keine Unterschiede zwischen Kombattanten und Zivilbevölkerung gemacht werden - nennt man das Terrorismus.
Als eine neutrale Informationsquelle bezeichne ich in etwa diesen Link hier: http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/the...rorgruppen.html

Ist ja nur ein Vorschlag, neutral zu bleiben.

jazz Offline



Beiträge: 198

02.04.2007 19:34
#24 RE: letzter Brief antworten

Das Attentat auf das brit. Oberkommando in Palestina (im Südflügel des Hotels King David) durch Begin Etzel-gruppe (auch Irgun genannt)

fand am 22.Juli 1946 statt.

Daraufhin distanzierte sich die Haganah von Begins Etzel-Gruppe, und kündigte das eben, im Früjahr 1945 geschlossene Bündnis - jüdischer Wiederstand -

da die Haganah Anschläge auf die Infrastruktur der Briten als "geeigneter" betrachtete ..

nur kurz zur Erinnerung:
auf Grund mehrerer Angriffe auf jüdische Siedlungen, gründet sich 1920 die Haganah (h. für Verteidigung).
1921 besetzte der Urgroßvater des heutigen jordanischen Königs Hussein, der Emir Abdullah, die östlichen Teile des brit. Mandatsgebietes.
Seine Armee plündert die Dörfer der jüdischen Einwanderer und ermordet deren Bewohner.
Daraufhin bauen die Siedler ihre Dörfer zu so. Wehrdörfern um.

Nur zur Erinnerung, bzgl. der Einwanderungsbewegung: allein die Einwohnerzahl Tel Avivs wuchs zw. 1921-25 von 3600 auf über 40000.

Mitte der zwanziger Jahre ruft der Großmufti von Jerusalem zur "Gegenwehr" gegen die Einwanderer auf.
1928/29 kommt es zu Auschreitung gegen orthodoxe Juden, an der Klagemauer und im jüdischen Viertel Jerusalems, Orthodoxe, die sich nicht einmal als Zionisten verstanden und verstehen. 1929 kommt es zu einem Massaker an den Orthodoxen Juden.
Mitte der 30 er Jahre kommt es zur Spaltung der Haganah, Etzel (od. Irgun) gründet sich, sie wollen Gegegnterror, aber es gibt noch keine Anschläge gegen die Briten, wohl aber die Verteidigung der Siedlungen gegen die arabischen Angreifer.
Die breite Mehrheit der jüdischen Einwanderer wünscht sich allerdings Zurückhaltung und Verhandlungen

Zw. 1931-35 verdoppelt sich die Zahl der jüdischen Einwanderer im Mandatsgebiet.
(Eine Abstimmung mit den Füßen)
Landkäufe erzürnen die Araber.

1936 gründet sich das oberste arabisch Komittee, die "Geburtsstunde" der Palestinenser.
1937, die Briten stellen den Peel Plan zur Schaffung zweier Staaten vor - einem jüdischen und einem Palestinensischen.
Die Einwanderungs Bewegung wird reglementiert bis 1942 auf 75000 rglementiert.
Der OAK (arab. Komitee) verstärkt die Anschläge auf die brit. Mandatsmacht, (Attentate auf Eisenbahnen u. militär Stützpunkte, Munitionslager)
es sterben viele Briten.
zwischen 1936-39 werden hunderte Araber von den Briten hingerichtet, trotzdem hören die Anschläge seitens der OAK nich auf.

1936/39 die arabische Rebellion gegen die Einwanderer und die Briten
-u.a. werden Briten vor der christl. Erlöserkirche von Al Kassam Kämpfern erschossen
- 1936 ermorden Anhänger der al Kassam Brigaden 2 jüdische Siedler,
daraufhin ermorden Etzel (Irgun) Anhänger 2 Araber, bei Tel Aviv (immer gesehen vor den Einwanderungswellen aus Europa)

daraufhin kommt es zu Massakern an den Einwanderern im ganzen MAndatsgebiet und von Seiten der Araber auch gegen die Briten.

Ab 1941 (die Vernichtung der Juden war beschlossen, die Einwanderungszahlen für Palestina reglementiert)
richten sich erste Anschläge gegen die Infrastruktur der
Briten seitens der Etzel und seitens der Haganah - ohne mir bekannten Personenschaden.

und nach dem Ende des 2ten WK will Haganah verhandeln, nachdem Festfahren dieser Verhandlungen schließen sich Haganah Lechi und Etzel
zum jüdischen Wiederstand zusammen, mit unterschiedlichen Wegen des Terrors

am 22. Juli 1946 kommt es zum ersten großen Anschlag der Etzel Gruppe auf das Hotel King David mit über 90 Toten, die Begins Etzel Gruppe zu verantworten hat.

ist dann doch länger geworden

Entschuldigung !!



jazz Offline



Beiträge: 198

02.04.2007 20:04
#25 RE: letzter Brief antworten


Quelle: Schreiber- Wolfsohn "Nahost, Geschichte und Struktur des Konflikts"
Bauer "Stichwort- 50 Jahre Israel"
Dov Joseph "Belagerung von Jeruslem 1948 Kap. I"

Zum Terror:

jeder Terror zur Durchsetzung politischer Ziele ist natürlich verwerflich.

Politische Veränderungen sollten nur durch gleichberechtigte Verhandlungen herbeigeführt werden

das Verhandlungsangebot seitens der jüd. Einwanderer war immer - bis zum Befreiungskrieg 1948 - uneingeschränkt gegeben,
trotz wiederholter Anschläge, nach dem Befreiungskrieg, mit der Einschränkung Israel anzuerkennen, weiterhin gegeben.

der Terror der Etzel Gruppe 1946 gegen die Briten ist : @ Spaghettus - wirklich nicht eben vorteilhaft für die Gründung Israels, aber angesichts der arabischen Morde
an den Einwanderern und nach den Morden an den Juden Europas, deren Überlebende (dps, displaced persons) zu Zehntausenden - Hunderttausenden nach Palestina wollten und nicht durften, ja mit miltärischer Gewalt seitens der Briten gehindert wurden einzuwandern, doch auch zu verstehen.

Zudem verhandelte die UN seit 1946 über die Schaffung eines jüdischen Staates ... und eines palestinenschen Staates, dessen Gründung mit Mehrheit
`47 dann auch -völkerrechtlich bindend- beschlossen wurde.









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