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Religionsforum
Diskussionen zw. Gläubigen versch. Coleur und Atheisten  


Der substanzielle  Dialog 

Für (echten) Säkularismus und freie Religionskritik!

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(Jesus v. Nazareth)


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Dieses Thema hat 10 Antworten
und wurde 313 mal aufgerufen
 Christentum
Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 19.976

24.04.2023 17:36
Das Hassgebot des Jesus von Nazareth Antworten

Ich würde ja das Jesus-Zitat da im Kopffeld gerne auch mt Christen diskutieren. Ich hab auch versucht, welche einzuladen. Aber da kommt niemand mehr. Das ist schade. Sie wollen sich nicht in ihrem Glauben erschüttern lassen.

Was ist denn das für ein Zitat von dem obersten Liebesgebieter der Menschheitsgeschichte? Ein Übersetzungsfehler? Wohl nicht. Jesus baute eine Miliz auf, eine Partisanenarmee, und der musste er blind vertrauen können in ihrem Einsatzwillen! Er war der Che Guevara der Antike, der die Römer aus dem Land haben wollte! Er wollte nicht nur die Liebe predigen, sondern seinen Söldnern (Jüngern) auch 'das Schwert bringen'! Eine neue Gesellschaft bekommt man nicht nur durch das Predigen von Heilsbotschaften, um die musste man auch damals schon ggf. mit Waffen kämpfen! Und das wollte auch Jesus tun! Leider sind ihm die Römer (und die Pharisäer) mit der Kreuzigung zuvorgekommen. Das ist meine Position, die ich zur Diskussion stelle.

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Ungläubiger ( Gast )
Beiträge:

15.07.2023 09:51
#2 RE: Das Hassgebot des Jesus von Nazarath Antworten

Wenn Albert Schweitzer bekannt gibt, einen Jesus, wie in der Bibel beschrieben, hat es nie gegeben, dann weiß ich das. Und dem schließe ich mich einfach an!

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 19.976

15.07.2023 15:54
#3  Das Hassgebot des Jesus von Nazareth Antworten

Was hat es denn gegeben und was nicht? Ich glaube schon, dass sich die Autoren der Evangelien mühten, die Wahrheit zu sagen. Sonst hätten sie diese Hasszeilen von dem Liebes-Profi Jesus nicht reinbringen müssen. Ich finde, dass die Bibeltexte, besonders die Evangelien und die Paulusbriefe, soviel Absurdes und Widersprüchliches aufzeigen, das an diesen Absurditäten ubnd Widersprüchen eine ernsthafte Diskussion nur auf Bibelbasis die Religion Christentum schon bricht!

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Jakobgutbewohner Offline



Beiträge: 126

27.03.2024 15:09
#4 RE: Das Hassgebot des Jesus von Nazareth Antworten

Zitat von Gysi im Beitrag #1
Ich würde ja das Jesus-Zitat da im Kopffeld gerne auch mt Christen diskutieren.

Nur zu, es gibt diverse Deutungen dazu.

Zitat
Jesus baute eine Miliz auf, eine Partisanenarmee,


Das sehe ich nicht so.

Zitat
Er wollte nicht nur die Liebe predigen, sondern seinen Söldnern (Jüngern) auch 'das Schwert bringen'!


Das ist dein Bezug, wenn du von einem "Haßgebot" schreibst?

Zitat
Eine neue Gesellschaft bekommt man nicht nur durch das Predigen von Heilsbotschaften, um die musste man auch damals schon ggf. mit Waffen kämpfen!


Wenn von einem entsprechenden Gott ausgegangen würde, in dessen Macht diese Dinge liegen?

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 19.976

27.03.2024 16:12
#5 RE: Das Hassgebot des Jesus von Nazareth Antworten

Zitat von Jakobgutbewohner
Nur zu, es gibt diverse Deutungen dazu.

Dazu muss ich sagen, dass zu Threadbeginn ein anderes Zitat im Kopffeld stand - nämlich dieses hier => "So jemand zu mir kommt und hasset nicht seinen Vater, Mutter, Weib, Kinder, Brüder,
Schwestern, auch dazu sein eigen Leben, der kann nicht mein Jünger sein. "

(Jesus von Nazareth, Lukas 14:26)

Zitat
Das sehe ich nicht so.

Und wie dann? Was spricht gegen die Partisanentheorie?

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Ulan Online



Beiträge: 251

27.03.2024 16:23
#6 RE: Das Hassgebot des Jesus von Nazareth Antworten

Das ist die Gefahr, wenn man auf ein wechselndes Kopffeld verweist

Wahrscheinlich geht's um Mt 10,34 (EU) "Denkt nicht, ich sei gekommen, um Frieden auf die Erde zu bringen. Ich bin nicht gekommen, um Frieden zu bringen, sondern das Schwert."

Das wird meist im uebertragenen Sinn interpretiert. Andererseits gibt's aber auch das hier (Lk 22,36): "36 Da sagte er zu ihnen: Jetzt aber soll der, der einen Geldbeutel hat, ihn mitnehmen und ebenso die Tasche. Wer dies nicht hat, soll seinen Mantel verkaufen und sich ein Schwert kaufen.37 Denn ich sage euch: An mir muss sich erfüllen, was geschrieben steht: Er wurde zu den Gesetzlosen gerechnet."

Das Schwert hier ist eben gerade nicht ein "Schwert des Wortes", sondern ein ganz reales. Wobei ich persoenlich viel interessanter finde, dass Jesus sich hier als "Messias-Darsteller" outet. Er folgt einem Drehbuch, das in einem Buch steht (hier wird meist das Buch Daniel genannt). Was uns daran erinnert, worum es ihm eigentlich geht: er will durch seine Tat den Endzeitkrieg ausloesen, eine Schlacht, nach der die Herrschaft des Menschen endet, Israel wiederhergestellt ist und Gott direkt regiert. Also das, was er, auch nach anderen Evangelien, versprochen hat, das einige seiner Zuhoerer noch vor ihrem Tod erleben wuerden.

Die Partisanen-Idee greift meist noch auf andere Details zurueck in Kapiteln, die vordergruendig rein gar nichts mit Krieg zu tun haben. So sind die Zuhoerer bei Jesu Fischwunder organisiert, wie laut Bibel der Heerzug der Israeliten geordent ist (die Gruppen zu 50), und aehnliches.

Edit: Ach, um das Zitat ging's. Auch gut. Das zeigt uns, wie radikal diese kleine Sekte damals war.

Jakobgutbewohner Offline



Beiträge: 126

27.03.2024 17:26
#7 RE: Das Hassgebot des Jesus von Nazareth Antworten

Zitat von Gysi im Beitrag #5
Dazu muss ich sagen, dass zu Threadbeginn ein anderes Zitat im Kopffeld stand - nämlich dieses hier => "So jemand zu mir kommt und hasset nicht seinen Vater, Mutter, Weib, Kinder, Brüder, Schwestern, auch dazu sein eigen Leben, der kann nicht mein Jünger sein. "
(Jesus von Nazareth, Lukas 14:26)

Parallelstelle mit anderer Wortwahl im Grundtext: "Wer Vater oder Mutter mehr lieb (philon) hat, denn Mich, der ist Meiner nicht wert und wer Sohn oder Tochter mehr lieb (philon) hat, denn Mich, der ist Meiner nicht wert." Mt 10,37
Ergänzend: "Kein Diener kann zwei Herren gehorchen, denn entweder wird er den einen hassen (misesei) und den andern lieben oder dem einen anhangen und den andern verachten. Ihr könnt nicht Gott und dem Mammon dienen." Lk 16,13

Was da oft mit "hassen" übersetzt wird, hat die Wurzel wie heutige Vorsilben wie in Misanthropie. Das kann auch einfach meinen, es wird etwas weniger geliebt als etwas anderes. Dann ginge es um Prioritäten. In diesem Fall thematisch wie hierin:

"Ein anderer von Seinen Jüngern aber sprach zu Ihm: Herr, gestatte mir, daß ich zuerst hingehe und meinen Vater begrabe. Jesus aber sprach zu ihm: Folge du Mir nach und lasse die Toten ihre Toten begraben." Mt 8,21+22

Zitat
Was spricht gegen die Partisanentheorie?


Ich würde sagen, das Neue Testament? ;)

"Oder meinst du, Ich könnte nicht eben jetzt Meinen Vater anflehen und Er würde Mir mehr den zwölf Legionen Engel zustellen? Wie würden die Schriften dann erfüllt, daß es also geschehen muß?" Mt 26,53+54

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 19.976

27.03.2024 17:49
#8  Das Hassgebot des Jesus von Nazareth Antworten

Zitat von Jakobgutbewohner
"Ein anderer von Seinen Jüngern aber sprach zu Ihm: Herr, gestatte mir, daß ich zuerst hingehe und meinen Vater begrabe. Jesus aber sprach zu ihm: Folge du Mir nach und lasse die Toten ihre Toten begraben." Mt 8,21+22

So verkrüppelt man das Gefühlsleben seiner Untertanen. Ein guter Chef muss empathisch sein. Und das war Jesus in dem Fall nicht...

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Ulan Online



Beiträge: 251

27.03.2024 18:33
#9 RE: Das Hassgebot des Jesus von Nazareth Antworten

Im Prinzip verkoerpern Sekten wie die Zeugen Jehovas am ehesten das von Jesus verkuendete Ideal der Evangelien. Der radikale Kontaktabbruch zu jedem, der nicht die Ideologie der Sekte teilt, auch, wenn es sich um Mutter, Vater oder Kinder handelt, ist die Forderung der Evangelien.

Erst die Staatreligion des Roemischen Reiches hat sich dann ueber solche extremistischen Forderungen hinweggesetzt und die christliche Sekte "domestiziert". also alltagstauglich gemacht.

Jakobgutbewohner Offline



Beiträge: 126

27.03.2024 23:24
#10 RE: Das Hassgebot des Jesus von Nazareth Antworten

Zitat von Ulan im Beitrag #9
Der radikale Kontaktabbruch zu jedem, der nicht die Ideologie der Sekte teilt, auch, wenn es sich um Mutter, Vater oder Kinder handelt, ist die Forderung der Evangelien.

Das sehe ich nicht als Forderung in dem nun zuletzt aufgegriffenen Zitat sowie auch nicht den Evangelien allgemein.
Zitat von Ulan im Beitrag #6
Wahrscheinlich geht\'s um Mt 10,34 (EU) "Denkt nicht, ich sei gekommen, um Frieden auf die Erde zu bringen. Ich bin nicht gekommen, um Frieden zu bringen, sondern das Schwert."

An dieser Stelle geht es soweit ich verstehe um Verfolgungen, um Anfeindungen gegen die Nachfolger Christi, darum dementsprechend das Kreuz auf sich zu nehmen. An dieser Stelle steht das gebrachte Schwert dementsprechend für diese Anfeindungen gegen Christen auch durch Familienmitglieder.

Ulan Online



Beiträge: 251

28.03.2024 07:52
#11 RE: Das Hassgebot des Jesus von Nazareth Antworten

Deine Interpretationen sorgen nicht dafuer, dass die dort verwendete Sprache magisch verschwindet. Es gibt schon einen Grund, warum mich kirchliche Hermeneutik nie besonders ansprach. Sie dient oft genug nur dazu, Unangenehmes in der christlichen Botschaft mit einem Wisch beiseite zu schieben.

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